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Tutorialbeschreibung

Welches Dateiformat ist das richtige? Vor- und Nachteile diverser Dateiformate

Welches Dateiformat ist das richtige? Vor- und Nachteile diverser Dateiformate

Das ganz normale Dateiformat in Adobe Photoshop Elements ist das PSD-Format. Dieses Photoshop-Elements-Dokument-Format speichert nicht nur die Datei, sondern alle Ebenen mit den Ebenenoptionen und Alpha-Kanälen bzw. Pfaden. Je mehr Ebenen man benutzt, desto mehr Speicherplatz nimmt die Datei ein. Also: Wenn man die Ebenen beibehalten möchte, muss man die Datei unbedingt als PSD-Datei speichern! Im Beispiel sieht man eine Photoshop-Elements-Datei mit sehr vielen Ebenen. Damit ich nach dem Beenden von Photoshop Elements mit dieser Datei inkl. Ebenen weiterarbeiten kann, muss ich die Datei im Photoshop-Elements-Format speichern.

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Dazu klicke ich auf Datei speichern unter und wähle das Photoshop-Format, welches standardmäßig aktiviert ist, aus.

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BMP ist ein Standard-Windows-Bildformat auf DOS- und Windows-kompatiblen Computern. Das BMP-Format unterstützt die Farbmodi RGB, Indizierte Farben, Graustufen und Bitmap, nicht aber Alpha-Kanäle. Bilder werden in diesem Format nicht komprimiert gespeichert. Dieses Format ist von der Dateigröße sehr groß und darum eher nicht zu empfehlen.

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GIF (Graphics Interchange Format) ist das gängige Dateiformat zum Anzeigen von indizierten Farbgrafiken und -bildern in HTML-Seiten. GIF ist ein LZW-komprimiertes Format, das zur Verringerung der Dateigröße und der elektronischen Übertragungszeit dient. Das GIF-Format erhält die Transparenz in indizierten Farbbildern (jedoch sind damit keine weichen Übergänge zur Transparenz möglich; dafür eignet sich das PNG-Format wiederum besser), unterstützt allerdings keine Alpha-Kanäle.

Auch für Animationen benutzt man das GIF-Format. Enthält das Bild nur wenige Farben, empfiehlt sich dieses Dateiformat, weil es auch bei sehr großen Bildern trotzdem die Datei so abspeichert, dass sie nur wenig Speicher auf der Festplatte einnimmt. Dieses Format kann maximal 256 Farben speichern. Es macht darum keinen Sinn bei Fotos, weil diese dann zu körnig aussehen (um in den Für Web speichern-Dialog zu kommen, einfach Strg+Shift+Alt+S drücken):

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Bei Comics bzw. Bildern mit wenigen Farben macht es aber sehr wohl Sinn (im GIF-Format wäre das Osterhasenbild nur ca. 100 KByte groß; im JPEG-Format würde es mindestens 200 KByte einnehmen!):

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Das als patentfreie Alternative zu GIF entwickelte PNG-Format (Portable Network Graphics) dient zum verlustfreien Komprimieren und Anzeigen von Bildern im World Wide Web. Im Gegensatz zu GIF unterstützt PNG 24-Bit-Bilder und erstellt eine Hintergrundtransparenz ohne gezackte Bildkanten. Hier ein Beispiel als GIF-Format mit einem Weihnachtsmann, der die Fülloption Schlagschatten enthält:

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Und jetzt das gleiche Bild im PNG-Format:

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Wenn ich dann nachher die Datei in eine Webseite oder ein anderes Bild einbauen würde, sähe ich die Unterschiede eindeutig:

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Das EPS-Dateiformat (Encapsulated PostScript) kann sowohl Vektor- als auch Bitmap-Grafiken enthalten und wird von praktisch allen Grafik-, Zeichen- und Seitenlayoutprogrammen unterstützt. Das EPS-Format dient zum Austausch von PostScript-Grafiken zwischen Anwendungen. Meistens speichert man in Vektorprogrammen die Datei als EPS-Datei ab, weil diese unendlich vergrößert werden können, ohne an Qualität zu verlieren. Das geht aber halt nur bei Vektorgrafiken und nicht bei Fotos. Also eher bei Logos. EPS-Dateien werden z. B. mit Illustrator gespeichert:

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Diese unendlich skalierbaren EPS-Dateien können dann z. B. mit Photoshop Elements geladen und dabei in der Größe frei definiert werden (beim Öffnen wird dann das Bild in einer gerasterten Version in Photoshop Elements angezeigt und kann dann nicht mehr ohne Qualitätsverlust vergrößert werden).

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Das PDF-Format (Portable Document Format) ist ein flexibles, plattform- und anwendungsübergreifendes Dateiformat. Die auf dem PostScript-Belichtungsmodell basierenden PDF-Dateien zeigen Schriften, Seitenlayouts, Vektor- und Bitmap-Grafiken exakt an und erhalten diese. Darüber hinaus können PDF-Dateien elektronische Such- und Navigationsfunktionen wie z. B. elektronische Links enthalten. Aber aufgepasst: Wenn ich die Option Speichern: Ebenen aktiviere, wird die Datei sehr groß, weil die PDF-Datei die PSD-Datei mit einfügt.

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Das TIFF-Format (Tagged-Image File Format) dient zum Austauschen von Dateien zwischen unterschiedlichen Programmen und Plattformen. TIFF ist ein flexibles Bitmap-Bildformat, das von praktisch allen Mal-, Bildbearbeitungs- und Seitenlayoutprogrammen unterstützt wird. Außerdem produzieren nahezu alle Desktop-Scanner TIFF-Bilder. TIFF unterstützt CMYK-, RGB-, Lab-, indizierte Farb- und Graustufenbilder mit Alpha-Kanälen sowie Bitmap-Bilder ohne Alpha-Kanäle.

Photoshop Elements kann Ebenen in einer TIFF-Datei speichern. Wenn ich die Datei aber in einer anderen Anwendung öffne, ist nur das reduzierte Bild sichtbar. Photoshop Elements kann außerdem Anmerkungen, Transparenz und Pyramidendaten für mehrere Auflösungen im TIFF-Format speichern. Ein kleiner Tipp, da die TIFF-Datei vom Datenvolumen sehr groß ist, weil die Bilder verlustfrei gespeichert werden: Beim Speichern die Option LZW oder ZIP aktivieren. Einige ältere Programme können dann jedoch beim Öffnen eventuell Probleme machen.

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Das JPEG-Format ist das gängige Dateiformat zum Anzeigen von Fotos und anderen Halbtonbildern in HTML-Dokumenten über das Internet. Es unterstützt die Farbmodi CMYK, RGB und Graustufen, aber keine Alpha-Kanäle. Im Gegensatz zum GIF-Format bleiben alle Farbinformationen eines RGB-Bildes im JPEG-Format erhalten, aber die Dateigröße wird durch selektives Entfernen von Daten verkleinert (verlustbehaftet, je nach Qualitätsstufe). Ein JPEG-Bild wird beim Öffnen automatisch dekomprimiert. Eine stärkere Komprimierung führt zu einer niedrigeren Bildqualität und eine weniger starke Komprimierung zu einer höheren Bildqualität. In den meisten Fällen bietet die Qualitätsoption Maximum ein Ergebnis, das nicht vom Original zu unterscheiden ist. Dieses Format eignet sich somit, um Fotos per E-Mail zu versenden. Wenn ich unter Datei>Für Web und Geräte speichern klicke, kann ich die JPEG-Datei optimal in verschiedenen Qualitätsstufen speichern. Möchte ich die Datei möglichst mit nicht sichtbarem Qualitätsverlust speichern und gleichzeitig die Datei schlank halten, empfiehlt sich das JPEG-Format eher als das TIFF-Format. Dabei sollte dann eine Qualitätsstufe von 100-80 gewählt werden.

Qualitätsstufe 100: 750 KByte wäre in meinem Beispiel die Datei bei einer Auflösung von 800x600 in 72dpi groß:

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Bei der Qualitätsstufe 0 wäre die Datei 32 KByte klein, jedoch sehe ich hier der Datei eindeutig die extreme Komprimierung an. Es entstehen Artefakte, die nicht schön aussehen. Darum verwende ich niemals die Qualitätsstufe 0, eher Qualitätsstufe 51-80.

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Kurz und knapp kann man sagen, dass man JPEG für Fotos im Internet benutzt bzw. auch auf der Festplatte speichert (bei normaler bis guter Kompressionseinstellung). Für diejenigen, die Fotos lieber verlustfrei speichern wollen, eignet sich das TIFF-Format mit z. B. LZW-Komprimierung. LZW ist eine ohne Verlust behaftete Komprimierung, die Photoshop Elements anbietet. Jedoch kann nicht jedes Grafikprogramm dieses Format lesen. Für Schwarz-Weiß-Fotos bzw. Skizzen oder eingescannte Bewerbungsunterlagen könnte man das GIF-Format benutzen. Um alle Ebenen mitzuspeichern, sollte man das PSD-Format benutzen!

Kommentare
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Portrait von ilona_m
  • 10.11.2016 - 06:23

Vielen Dank für die super Erklärungen und guten Darstellungen! Hat mir viel gebracht.

Portrait von outdoor_guy
  • 13.08.2014 - 15:39

Schöne Darstellung der Unterschiede.
Allerdings sollte in der Zusammenfassung noch erwähnt werden, das sich png insbesondere dafür eignet, Bilder mit Transparenz zu speichern. Wenn man also etwas freigestellt hat und dieses freigestellte Bild dann in einem anderen Programm verwenden will, sollte man es als png speichern.

Portrait von Brook_Falls
  • 21.07.2013 - 08:16

Danke, gut erklärt für Anfänger

Portrait von bideelen
  • 05.03.2013 - 17:14

hat mir sehr geholfen, vielen Dank

Portrait von susisnaomi
  • 24.09.2012 - 22:52

Das sind wichtige Informationen für mich, noch dazu einfach und anschaulich erklärt! Vielen herzlichen Dank!!!

Portrait von Tami_Tam
  • 08.08.2012 - 20:58

Endlich :)))
wie lange habe ich nach so etwas gesucht!
Einfach Spitze, top top top!!!!

Alternative Portrait
-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 27.06.2012 - 18:50

Danke für die gute Zusammenstellung.
Kann ich gut gebrauchen.
Tschüß bernd

Portrait von kre132
  • 01.06.2012 - 14:36

Danke - gut erklärt
Einiges wusste ich schon - aber die direkte Erklärung(Gegenüberstellung) hat gefallen

Portrait von jane_77
  • 14.05.2012 - 14:49

super - endlich Klarheit statt Halbwissen - vielen Dank für das informative Tutorial

Portrait von illo_84
  • 01.04.2012 - 19:15

sehr gut. machts mir einfacher es zu verstehen

Portrait von Nem84
  • 01.04.2012 - 09:34

Danke dafür. Frischt so einges wieder auf, was nötig schien. ^^

Portrait von heldue
  • 31.03.2012 - 17:55

Gut gemacht, wenn auch für mich persönlich mit eher geringem Neuigkeitswert. Interessiert hätte mich die Bedeutung von "interlaced" bei GIFs, weil man danach beim Abspeichern gefragt wird.

Portrait von Bobbele
  • 30.03.2012 - 22:11

Im jpeg-Format gibt es noch bestimmte Optionen wie "standard, progressiv, optimiert, etc." Was wird aus diesen Speicherungen?

Portrait von Sommerrose
  • 30.03.2012 - 21:04

vieles schon gewusst und doch noch einiges gelernt! Ich find die Anleitung toll

Anita

Portrait von huibuh
  • 30.03.2012 - 20:52

Durch die vielen Beispielbilder wirkt dieses trockene Thema gar nicht mehr so trocken. Alles sehr anschaulich und gut verständlich. Danke :)

Portrait von mascular
  • 30.03.2012 - 16:44

klar verständlich dokumentiert! Sollte jeder der sich mit Bildern befasst lesen !

Portrait von Saruna
  • 30.03.2012 - 14:17

Hi Stefan,

tolles und sehr informatives Tutorial! Es ist sehr verständlich geschrieben, und ich fand das auch überhaupt nicht trocken. :)

LG Saruna

Portrait von glenzend
  • 30.03.2012 - 14:00

Gerade für Anfänger klar und verständlich beschrieben. Vorallem welches Format am Besten für welchen Zweck verwendet werden sollte.

Portrait von Onkel_Kurt
  • 30.03.2012 - 12:44

was wäre die Praxis ohne die Theorie, von daher- ich fand es informativ. Verständlich geschrieben und gut zu lesen. Eine Bereicherung zum Nachschlagen.

Alternative Portrait
-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 30.03.2012 - 12:08

Es ist zwar ein trockenes Thema, trotz allem ist es für Anfänger, ein interessantes und aufschlussreiches Thema.
Für mich war es kein Neuland aber in finde es gut zu lesen und ganz toll beschrieben.

Beste Grüße
Uwe

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