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Tutorialbeschreibung

Independence Day - Aliens über Berlin

Independence Day - Aliens über Berlin

Unser Exklusiv-Tutorial aus dem Commag 05/2007 - nun auch online verfügbar.
Die Invasion hat begonnen....


Die Idee zum Tutorial in diesem Monat kam mir bei einem Beitrag im Blog von Dirk Metzmacher (www.photoshop-weblog.de), wo eine ähnliche Sache vorgestellt wurde, allerdings mit weitaus weniger Infos über die Entstehungsgeschichte des Bildes. Was lag also näher, als daraus ein ausführliches und auch nachvollziehbares Tutorial zu machen?

Vorweg: Hierzu ist unbedingt die Version Photoshop CS2 (oder höher) notwendig, da das Verkrümmen-Werkzeug eine entscheidende Rolle spielt und diese Funktion erst mit CS2 eingeführt wurde - sorry an die Besitzer älterer Versionen, geht leider nicht anders zu machen.

Das Endbild soll ein Raumschiff zeigen, das schwebend über einem Gebäude verharrt und von dem aus Licht-Lasereffekte auf das Gebäude niedergehen. Nun hätte man natürlich jedes x-beliebige Gebäude nehmen können. Aber was ist dramatischer als ein Angriff auf das „Zentrum der Macht“ – den Sitz des Bundestags im Reichstagsgebäude in Berlin? :-)

Also ging es auf die Suche nach einem geeigneten Bild, bei dem sowohl der Bildaufbau als auch die Perspektive einigermaßen stimmig war. Fündig wurde ich auf der Seite eines Bundestags-Abgeordneten, dessen wissenschaftliche Mitarbeiterin, Sonja Zeidler, mir die Weiterverwendung des Bildes freundlicherweise gestattet hat. Herzlichen Dank nochmals dafür an dieser Stelle.

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Das Ursprungsbild, aufgenommen an einem Wintertag mit Halbmast-Beflaggung, musste natürlich zuerst etwas „präpariert“ werden, um für das Bild weiterverwendet werden zu können. Im ersten Schritt habe ich mit dem Stempel-Werkzeug die Flaggen entfernt und die Besucher/Fußgänger wieder nach Hause geschickt. Auf den Einsatz des Stempelwerkzeugs brauche ich wohl nicht näher einzugehen, denn dazu finden sich im Board die entsprechenden Grundlagen-Tutorials.

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Einen kleinen Tipp zum Himmel, um die Flaggen zu entfernen: Achtet darauf, dass ihr als Vorlage beim Stempelwerkzeug ein Himmelsstück horizontal vom Zielpunkt auswählt, da der Himmel niemals gleichmäßig blau ist, sondern immer einen Farbverlauf hat.

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Im nächsten Schritt kommt eine weitere Korrektur, indem über Bearbeiten > Transformieren > Verzerren die Seitenwände des Gebäudes an den senkrechten Bildrand angepasst werden, damit sie nicht schräg in das Bild hineinlaufen. Dieser Effekt tritt immer dann verstärkt auf, wenn Bilder mit Weitwinkel-Objektiven gemacht werden und ist im Bereich der Fotografie unter dem Begriff „Verzerrung“ bekannt. Manchmal gewollt als Bild-Gestaltungselement eingesetzt, meistens aber eher ungewollt in Bildern zu finden und von den meisten Fotografen und auch „Nachbearbeitern“ schlichtweg übersehen.

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Die nächste Überlegung gilt der Umgebung, in die wir unsere Alien-Invasion verlagern. Ein beschaulicher Wintertag mit Sonnenschein und Schneeresten wäre sicher nicht förderlich für die beabsichtigte Dramatik, die das Bild ausstrahlen soll. Flutwellen und Gewitterwolken sind dafür schon wesentlich geeigneter. Also ging es auf die Suche nach einem „Meeresbild“ und den entsprechenden Wolkengebilden. Während Wolkenbilder in Massen auf den Ressource-Seiten von www.deviantart.com zu finden sind, war es mit dem Wasser nicht ganz so einfach. Entweder stimmte die Perspektive nicht, das Wasser war zu ruhig, oder es war in Verbindung mit einem Sonnenuntergang aufgenommen und hatte dadurch zu wenig Kontrast in den Wellen. Letztendlich habe ich dann aber doch noch eins gefunden – ebenfalls bei deviantART.

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Als nächsten Schritt habe ich das Reichstagsgebäude freigestellt, um es dann mittig im Wasser erstmal grob zu platzieren. Über das Verfahren zur  Freistellung von Objekten wurden schon halbe Bücher gefüllt und schon beinahe Glaubenskriege vom Zaun gebrochen. „Die“ Lösung dafür gibt es nicht. Viele Wege führen nach Berlin, und genauso viele Wege gibt es, ein Objekt freizustellen. Hier hat wohl jeder seine eigenen Vorlieben.
Meine Vorliebe ist es mittlerweile, Freistellungen fast nur noch über die Ebenenmaske durchzuführen.

 

Exkurs
Freistellung über eine Ebenenmaske

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Zu jeder Ebene, die ihr erstellt, könnt ihr über die Ebenenpalette auch eine Ebenenmaske erstellen (1). Diese Ebenenmaske erscheint dann rechts neben dem Symbol der Bildebene als eine neue, weiß eingefärbte Fläche. Die eigentliche Hauptaufgabe einer Ebenenmaske ist nichts weiter, als Bereiche des Bildes, auf dessen Ebene diese Maske liegt, transparent oder nicht transparent darzustellen. Ist die Ebenenmaske weiß, werden alle Bildinformationen „nicht-transparent“ dargestellt, ist sie komplett schwarz, werden alle Bildinformationen „transparent“ dargestellt, und es kommt automatisch die darunter liegende Bildebene zum Vorschein.

Um hier besser arbeiten zu können, ist es sinnvoll, eine weitere Ebene darunterzulegen, und diese weiß zu färben – damit seht ihr dann wesentlich besser, welche Teile schon transparent gemacht wurden und welche nicht (3). Malt man nun mit einem schwarzen Pinsel in dieser Bildebene herum, werden alle Bildteile, über die der schwarze Pinsel geht, transparent – ideal geeignet, um alle Informationen auszublenden, die wir nicht brauchen - also Himmel, Gras, Schnee usw. (2).

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Die groben Sachen um das Gebäude herum lassen sich ziemlich schnell mit einem großen Pinsel erledigen. Für die Feinheiten, also die Ränder um das Gebäude herum, wird natürlich ein kleinerer Pinsel benötigt. Auch hierzu ein Tipp, der auch für alle anderen Freistellungsarbeiten sehr hilfreich sein wird:
Sucht euch einen beliebigen Pinsel aus der Standard-Palette heraus und stellt die entsprechende Größe ein. Bei einer 200-300 %-igen Bildansicht lässt sich z. B. schon sehr gut mit einem 3-4 Pixel großen Pinsel arbeiten. Stellt nun in dem Reiter für die Pinselvorgaben (1) die Pinsel-Voreinstellungen so ein, dass alle Häkchen, außer dem Haken für Glättung, deaktiviert sind (2). Jetzt habt ihr einen Pinsel, der keinerlei Form/Struktur/Streuung aufweist; ideal, um sauber um den Rand um das Gebäude zu gehen. Und auch hier könnt ihr euch die Sache ein wenig vereinfachen, indem ihr euch bei gedrückter Shift-Taste mit der Maus oder dem Grafikstift um die Umrisse klickt. Von Klick zu Klick wird dann immer ein kerzengerader Strich gezogen – bei geraden Linien könnt ihr längere Abstände nehmen, bei Kurven/Wölbungen kürzere. Mit diesem Verfahren ist das Gebäude innerhalb weniger Minuten um die Ränder freigestellt. Nun einfach noch mit einem wieder größeren Pinsel den Rest transparent machen und die eher lästige Freistellungsarbeit ist erledigt.


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Das freigestellte Gebäude wird nun einfach in das Bild mit den Wellen gezogen, an entsprechender Stelle platziert und von der Größe her an die Umgebung angepasst. Berücksichtigt auch den entsprechenden Platz am Himmel, in dem unser Raumschiff noch untergebracht werden muss. Falls der Reichstag nun am unteren Rand noch Stufen und einen zu krassen Übergang zum Wasser zeigt – nehmt einen eher weicheren Pinsel und macht diese Teile, wie im vorherigen Schritt, ebenfalls über die Ebenenmaske transparent. Nur kommt dieses Mal nicht der weiße Untergrund zum Vorschein (wie auch, den haben wir hier ja auch nicht), sondern die darunterliegende Ebene und damit das Meerwasser. Hier braucht ihr ein wenig „Feeling“, um einen einigermaßen schönen Übergang hinzubekommen. Für solche Arbeiten ist es ratsam, die Deckkraft des Pinsels um die 20 % einzustellen, damit immer nur ein „Hauch“ von Bildinformation bei jedem Pinselstrich sichtbar wird. Falls ihr zu viele Teile des Bildes transparent macht – kein Problem: Schaltet die Pinselfarbe von Schwarz auf Weiß und stellt dann diese Bildinformationen wieder her - der Vorteil der Ebenenmaske gegenüber dem Radiergummi (kann nicht oft genug erwähnt werden).

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Nun wird es etwas wolkiger.
Blendet dazu erstmal zur besseren Übersicht die eben eingefügte Ebene mit dem Gebäude aus (das „Augensymbol“ im Ebenenfenster anklicken). Nun solltet ihr nur noch das Meerbild sehen. Nun kommt im Prinzip die gleiche Prozedur mit der Ebenenmaske zum Einsatz wie schon im Bild mit dem Gebäude.
- Ebenenmaske anlegen
- Pinselfarbe auf Schwarz stellen
– alle Teile des Himmels mittels des schwarzen Pinsels transparent machen.
Da hier nur grob auf den Horizont geachtet werden muss, sollte dieser Arbeitsschritt in wenigen Sekunden erledigt sein.
 

Nun nehmt ihr euer Bild mit den Wolken und fügt es als neue Ebene unterhalb der Ebene mit dem Meer wieder ein. Das geht in zwei Varianten – entweder über Bearbeiten > Kopieren (im Wolkenbild) und dann Bearbeiten > Einfügen im Zielbild, oder ihr zieht das ganze Bild einfach bei eingeschaltetem Verschieben-Werkzeug von einem Projekt ins andere. Evtl. solltet ihr jetzt noch die Größe der Wolken so anpassen, dass auch wirklich nur Wolken im Bild zu sehen sind. Nach Einschalten der Ebene mit dem Gebäude sollte nun euer Bild wie oben aussehen.


So – nun geht es an das „vermeintlich“ komplexe Gebilde des Ufos.
Ein Ufo zu bauen, ist allerdings nicht ganz so schwer, wie man sich das allgemein vorstellt.
Die Zutaten hierfür sind schnell besorgt:

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- Ein handelsüblicher „Deckenfluter“ – zu finden in jedem 2. Wohnzimmer oder im Baumarkt (Digicam mitnehmen),

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- ein Schmutz-Gitter – zu finden vor jeder 2. Haustür, und

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- eine beliebige Skyline einer Stadt bei Nacht – zu finden bei Google.

Durch die extreme Verfremdung des Bildes lauft ihr kaum Gefahr, in Bezug auf evtl. Copyrights Gewissenskonflikte zu bekommen. In solchen Fällen können derartige Bilder verwendet werden, wenn nämlich im Ergebnis ein komplett anderes Kunstwerk entsteht (wie es in der Rechtsprechung so schön heißt).

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Der Deckenfluter wird nun wieder freigestellt (geht mit dem oben beschriebenen System der Ebenenmaske ruck, zuck). Danach wird das Gitter-Stück in das freigestellte Lampenbild gezogen und erstmal grob auf die Breite der Lampe skaliert. Jetzt wird das Gitterstück über den Befehl Bearbeiten -> Transformieren > Verkrümmen (nur in CS2, ansonsten müsst ihr versuchen, das durch Verbiegen oder Verflüssigen einigermaßen hinzubekommen) dem oberen Drittel der Lampenwölbung angepasst.

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Jetzt kommen die UFO-Lampen dran.
Auch hierzu kopiert ihr einen entsprechenden Streifen mit den Lichtern aus dem Original-Bild in das Bild mit der Lampe, skaliert ihn auf die Breite
der Lampe und passt ihn über Verkrümmen der Wölbung der Lampe an. Je nachdem, wie hoch die Lampe ist, könnt ihr hier auch noch einen weiteren Lichtstreifen anbringen.

Reduziert nun in dem Lampenbild alles auf eine Ebene (rechte Maustaste auf eine beliebige Ebene und Alle sichtbaren auf eine Ebene reduzieren wählen) und zieht diese neue Ebene in unser Zielbild.

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Platziert das UFO oberhalb des Reichstag-Gebäudes und passt es von der Größe so an, dass es in etwa die Breite des Gebäudes einnimmt und gleichzeitig oberhalb noch ein wenig Platz für einen Wolkenstreifen bleibt.

Nun kommt im oberen Bereich des UFOs wieder eine Ebenenmaske zum Einsatz, um einen schönen Übergang zu den Wolken zu erreichen. Also das bereits bekannte System:
- Ebenenmaske anlegen (auf der Ebene des UFOs!),
- einen weichen Pinsel in ausreichender Größe nehmen,
- die Deckkraft des Pinsels auf 20-25 % stellen (um den Übergang noch „eleganter“ zu erstellen) und
- dann mit schwarzer Farbe über den oberen Rand des UFOs gehen und ganz leicht die Wolken wieder sichtbar machen.

Im Endeffekt soll das dann wie auf dem Bild aussehen, sodass das UFO halb durch die Wolken kommt.

Stichwort Wolken: Wie ihr sehen könnt, fehlen rechts oben noch einige Wolken, denn da scheint es, als ob schönes Wetter aufkommt, was wir in unserem Bild nun überhaupt nicht brauchen können. Was habe ich gemacht? Richtig – einfach die Ebene mit meinen Wolken kopiert, ein wenig größer gezogen (um Bildwiederholungen zu vermeiden, die die Kopie offensichtlich machen würden) und damit die freie Ecke ebenfalls mit Wolken versehen.

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Zusätzlich hat diese Aktion den schönen Nebeneffekt, dass wir nun auf Höhe des UFOs einen dunklen Wolkenbereich haben, den wir allerdings auch mit dem Nachbelichter-Werkzeug nachträglich hätten einbauen können. Evtl. sichtbare Ränder von einem zum anderen Wolkenbild könnt ihr über eine Ebenenmaske (wer hätte es gedacht) und einem weichen Pinsel mit 20 % Deckkraft anpassen.

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Nun kommen die ersten farblichen Anpassungen des Wassers und des Himmels. Markiert dazu diese 3 Ebenen und bringt dann über die Menüpunkte Bild > Anpassen > Farbbalance bzw. Selektive Farbkorrektur einen Farbton in das Bild, der sich so ungefähr an dem Farbton des Gebäudes orientiert. Hier müsst ihr ein wenig experimentieren, je nachdem, welches Ausgangsmaterial in welchen Farbtönen zugrunde liegt.

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Jetzt wird es dunkel!
Um nun nicht immer die verschiedenen Ebenen selektieren zu müssen, habe ich es mir angewöhnt, ab einem bestimmten Punkt alle vorhandenen Ebenen einmal zu kopieren und zu einer einzigen, neuen Ebene zusammenzufassen. Mit dieser neu entstandenen Ebene des aktuellen Gesamtbildes wird nun weitergearbeitet. Alle unteren Ebenen könnt ihr jetzt ausblenden.

Über den Menüpunkt Bild > Anpassen > Gradationskurven bringen wir nun etwas bedrohliche Dunkelheit ins Spiel – auch hier mit etwas Fingerspitzengefühl – weniger ist oft mehr.
Für den unten am UFO sichtbaren Laserstrahl und den gelben Schein des Antriebs wird eine neue Ebene erstellt, auf der die entsprechende Stelle am UFO in einem hellen Gelbton ausgemalt wird. Für den Laserstrahl wird mit einem entsprechenden Pinsel und der notwendigen Stärke bei gedrückter Shift-Taste ein gerader Strich vom UFO zum Gebäude gezogen (ihr erinnert euch: Alle Häkchen dafür in den Pinselattributen wegklicken, nur die Glättung eingestellt lassen). Danach die gleiche Aktion nochmals innerhalb des Strahls mit verringerter Pinselstärke – aber nur in der Mitte des Strahls mit weißer Farbe, um die Leuchtkraft ein wenig hervorzuheben. Alternativ könnt ihr auch mal testen, die Ebene zu duplizieren und auf Hartes oder Weiches Licht zu stellen - auch so bekommt man die Leuchtkraft von Lichtquellen gut in ein Bild.
Jetzt noch mit einem klein wenig Gaußschen Weichzeichner über diese neu angelegte Ebene, um sie besser ins Bild einzupassen, und fertig.

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Nun kommt ein Brush zum Einsatz, mit dem man Blitze in sein Bild einfügen kann.
Blitzbrushes findet man in allen Formen und Variationen im Internet. Ich habe mir hierfür einen Brush über deviantART besorgt, der für diesen Zweck am besten gepasst hat. Schwarz auf Weiß, ohne irgendwelchen Lichtschein usw.:
http://www.deviantart.com/deviation/8870629/

Exkurs:
Einsatz / Speicherung Von Brushes

Wenn ihr den Brush über den o.a. Link auf euren PC ladet, speichert ihn im Unterverzeichnis von Photoshop > Vorgaben > Pinsel.
Zu erkennen sind die Brushes immer an der Endung *.abr (Adobe Brush).

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Nach der Speicherung stehen die neuen Pinsel noch nicht automatisch zur Verfügung, sondern müssen noch manuell in die aktuelle Photoshop-Umgebung geladen werden.
Dies könnt ihr über die Pinselauswahl (1) -> Pinseloptionen (2) und dann über den Punkt „Pinsel laden“ machen. Hier sucht ihr dann die eben gespeicherte Datei und ladet sie in eure Arbeitsumgebung. Danach stehen sie sofort zur Verfügung.

Nun braucht ihr nur noch die Blitzfarbe auszuwählen (ein helles Gelb) und den ausgewählten Brush an der entsprechenden Stelle ins Bild einzufügen. Sollten einige Stellen zu groß geraten sein, könnt ihr diese über eine Ebenenmaske natürlich wieder transparent und damit unsichtbar machen.

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Fügt jetzt wieder eine neue Ebene ein, stellt den Modus auf Weiches Licht und pinselt dann mit einem schicken Orange ein wenig Feuer-Leuchten auf die Kuppe des Reichstages. Je nach verwendetem Bild und der Untergrundfarbe könnte auch der Modus Hartes Licht gute Ergebnisse bringen – einfach mal testen.

Letzte Feinheiten:
Langsam nähern wir uns dem Ende unserer kleinen Alien-Invasion. Das Gebäude allein wirkt noch etwas verloren; irgendwie fehlt der Eindruck, dass wir uns in einer Großstadt befinden. Aus diesem Grund habe ich mir noch die Sache mit der Ampel einfallen lassen. Ampeln gibt es i.d.R. nur in Städten. Sie zeigen gleichzeitig, dass Straßen da sind und Verkehr herrscht, der geregelt werden muss.

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Ich habe mir aus diesem Grund die Ampel von irgendeinem Bild über Google besorgt und sie mit einem guten Stück Straße freigestellt. Danach wurde diese Ampel auf die entsprechende Größe gebracht, und dann kam (mal wieder) eine Ebenenmaske auf der Bildebene der Ampel zum Einsatz.
Auf dieser Ebenenmaske habe ich nun mit einem weichen Pinsel und ca. 25 % Deckkraft durch gefühlvolles Übermalen im unteren Teil der Ampel wieder das Wasser zum Vorschein gebracht, allerdings nur soweit, dass noch schwach Teile der Straße sichtbar waren – das Ergebnis ist eine überflutete Straße samt Gehweg, die sich perfekt ins Bild einpasst. Über eine neue Ebene wird an der Ampel noch ein roter Punkt eingefügt – Gaußscher Weichzeichner drüber und der rote Ampelschein ist fertig. Danach noch einen roten Fleck für das eigentliche Licht angebracht und unsere Ampel steht auf Stopp – Alienschiffe haben Vorfahrt.

Das Endbild:
Im fast fertigen Endbild kommen jetzt nur noch die Abschlussarbeiten, die ich eigentlich bei jedem Bild immer am Ende durchführe:
Die freigestellten Elemente werden nochmal in 300-400 % Vergrößerung an den Kanten auf evtl. sichtbare Schnittkanten untersucht. Findet sich noch eine derartige unsaubere Kante, kann sie entweder mit dem Stempelwerkzeug, oftmals aber auch schon mit dem Weichzeichner begradigt werden. Überhaupt ist der Weichzeichner ein schönes Werkzeug, um Kanten mit dem ungeliebten „Treppcheneffekt“ etwas zu begradigen – aber wie so oft: Weniger ist auch hier mehr…
Die Wolkenränder wurden zur Hebung der Stimmung noch etwas aufgehellt (Modus: Tiefen) und die Raumschiffbeleuchtung des oberen und unteren Streifens durch Einsatz des Stempelwerkzeugs noch ein wenig „vermischt“, damit der Kopie-Effekt nicht ganz so deutlich wird.

Ein kleiner Rahmen, ein passender Titel, und fertig ist ein stimmungsvolles Bild.

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Der Schatten der Ampel müsste noch verändert werden, da das Licht mehr von rechts kommt, wie man am Schattenwurf des Reichstages erkennen kann – aber ein wenig müsst ihr dann ja auch noch zu tun haben…

Und wenn irgendwo an einem Stammtisch mal wieder jemand etwas vor einer Entführung durch Aliens erzählt – ihr wisst nun, wie es wirklich war.
Der ist garantiert beim Fernsehen unter seinem Deckenfluter eingenickt…

Pepexx


Kommentare
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Portrait von tweety13403
  • 07.08.2014 - 23:32

super Danke, ich hoffe ich bekomme das auch so gut hin :-)

Portrait von Wurst32
  • 10.12.2013 - 21:36

Wirklich tolles Tutorial! Sehr gut verständlich erklärt! Mehr davon!

Portrait von ralv1234
  • 19.03.2012 - 11:04

Großatiges Tutorial. Klappte auch mit CS 5 ;).
Vielen Dank. ralV1234

Portrait von kyvanda
  • 15.06.2011 - 16:07

Sehr gut gemacht, danke schön.

Portrait von merenhathor
  • 19.11.2010 - 12:05

Gut gemachtes Tutorial, danke.

Portrait von Xorguina
  • 11.11.2010 - 08:06

Echt klasse gemacht, super idee mit der lampe

Portrait von SuperG
  • 17.10.2010 - 12:04

Super Tut, werd` es mal gleich mit probieren; z.B. mit ´nem Bild von meinem Arbeitsplatz, grins :-)

Portrait von Xorguina
  • 14.10.2010 - 09:49

Echt super gelungen,
sieht klasse aus,
nur wirklich traurig, dass
die Dateien nicht dabei sind,
gab Probleme die Wellen zu finden.. :(

Portrait von Ann85
  • 13.10.2010 - 18:39

Absolut genial! Wieder ne neue Herausforderung!

Portrait von puzi72
  • 13.09.2010 - 13:00

Schade das die Dateien nicht dabei sind...

Portrait von erzio
  • 29.08.2010 - 17:15

ziemlich einfach gehaltenes tut find ich sehr gut

Portrait von berlinsdoenerfress
Portrait von Karlnapp
  • 31.07.2010 - 11:17

Super Licht und die Art die Blitze zu erstellen ist auch einfach.

Portrait von SGxDennis
  • 17.07.2010 - 23:55

Wow... echt geiles Tutorial! Werde es sofort ausprobieren!

Portrait von tobens
  • 19.04.2010 - 08:51

super arbeit! ich werds gleich probieren - lg töbi **********

Portrait von alorac
  • 26.02.2010 - 16:31

die Ampel macht das ganze Perfekt - klasse Arbeit

Portrait von uhlala
  • 22.02.2010 - 10:26

sehr schön. aber echt warum das wasser?;)

Portrait von DrBenway
  • 02.02.2010 - 14:24

Sehr schönes Tutorial!
Aber wieso das Wasser um den Bundestag???

Portrait von hunter_zxr750
  • 29.01.2010 - 10:02

sie kommen irgend wann .Sehr gelungene Arbeit!

Portrait von ab496
  • 22.12.2009 - 20:20

Wurde auch Zeit das da mal einer aufräumt! Sehr gelungene Arbeit!

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