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Tutorialbeschreibung

Intrepid unter Wasser

Intrepid unter Wasser

1. Das Schiff

Das Versenken eines Flugzeugträgers ist keine ganz einfache Sache. Das Schiff muss für sein Unterwasserabenteuer zunächst gründlich vorbereitet, sprich freigestellt werden. Beginnen Sie mit dem Öffnen der Datei “Intrepid”.

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2. Erste Retusche

Die Ankerkette an der Bordwand muss retuschiert werden, da sie abrupt an der Wasseroberfläche endet. Stempeln Sie mit einer kleinen, weichen Werkzeugspitze Unterbrechungen in die Kette. Die einzelnen Abschnitte können Sie dann bequem mit dem Ausbessern-Werkzeug entfernen.

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3. Freistellen 1

Das Schiff wird mit dem Zeichenstift-Werkzeug (“Pfad”) freigestellt. Sparen Sie die detailreiche Brücke dabei großzügig aus. Wandeln Sie den Pfad in eine Auswahl um und kopieren Sie das ausgewählte Schiff in eine neue Ebene, bevor Sie den Hintergrund ausblenden.

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4. Freistellen 2

Der Brücke mit all ihren Antennen kommen Sie am leichtesten mit dem Extrahieren-Werkzeug bei. Je kleiner die Werkzeugspitze, mit der Sie die Details umfahren, desto genauer ist das spätere Ergebnis und desto weniger muss nachbearbeitet werden.

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5. Freistellen 3

Ganz ohne Radierer geht's leider nicht: Obwohl der Kontrast zwischen Himmel und Schiff recht hoch ist, müssen hier und da Artefakte des weißen Himmels wegradiert werden. Sollten dennoch helle Stellen zurückbleiben, so dunkeln Sie sie mit dem Nachbelichten-Werkzeug etwas ab.

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6. Die Landschaft

Sieht dramatisch aus, könnte auch wahrhaftig ein Stück Meeresboden sein, ist aber in Wahrheit nur ein Ausschnitt aus einem großen Seewasseraquarium: Öffnen Sie die Datei “Landschaft”; sie wird im späteren Arbeitsverlauf immer die Hintergrundebene bleiben.

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7. … versenkt!

Ziehen Sie die freigestellte “Intrepid” auf die Landschaft. Um die Dramatik ein wenig zu steigern, wird das Schiff mit leichter Schräglage auf dem Meeresgrund abgelegt und etwas kleiner skaliert. Zwischen Kiel und Fels im Vordergrund darf kein Wasser mehr sichtbar sein.

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8. Maskierung

Legen Sie eine neue Ebenenmaske an. Mit dem Pinsel (Größe 13 Pixel, Kantenschärfe 85%) malen Sie die Maske aus, bis der Fels den unteren Teil des Rumpfes teilweise verdeckt. Um die Felskante zu erkennen, können Sie die Transparenz der Schiffsebene vorübergehend reduzieren.

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9. Schattierung

Der weit ausladende Rumpf eines Flugzeugträgers nimmt einen Teil des Lichts weg, das von oben kommt. Mit dem Nachbelichter-Werkzeug und einer weichen Spitze von 100 Pixeln Durchmesser (Bereich Mitteltöne) dunkeln Sie die Oberkante des Felsens ab.

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10. Bugschaden

Da die Maske bereits angelegt ist, können Sie ohne Aufwand einen kleinen reversiblen Bugschaden in die Maske malen. Benutzen Sie wieder einen Durchmesser von 13 Pixeln und eine Schärfe von 85%. Schwarz radiert den Bug weg, Weiß fügt ihn bei Bedarf wieder an.

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11. Kontrastanpassung 1

Selbst in klarem Wasser muss der Kontrast angepasst werden. Legen Sie eine neue Einstellungsebene Tonwertkorrektur an und entfernen Sie die 17 untersten Tonwerte. Dann erstellen Sie über das Ebenenmenü eine Schnittmaske, damit sich die Wirkung auf das Schiff beschränkt.

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12. Maskierung

Da das Heck weit entfernt ist, muss dort der Kontrast schwächer sein: Wechseln Sie in den Maskierungsmodus und ziehen Sie einen gleichmäßigen Verlauf vom linken Anker bis zum Heck. Der Bug mit dem Schriftzug sollte  nicht betroffen sein. Dann wechseln Sie zurück in den Standardmodus.

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13. Kontrastanpassung 2

Legen Sie eine weitere Ebenenmaske Tonwertkorrektur, ebenfalls mit Schnittmaske, an. Damit schneiden Sie nicht nur die unteren, sondern auch die oberen Tonwerte ab, sodass der Kontrast des Hecks stark reduziert wird. Die zuvor angelegte Auswahl wird dabei automatisch übernommen.

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14. Farbanpassung

Legen Sie eine neue Einstellungsebene Farbbalance mit Schnittmaske an. Ziehen Sie im Ebenenfenster die Maske der Tonwertkorrektur mit gedrückter Alt-Taste in die neue Einstellungsebene, dann verschieben Sie die Mitteltöne in Richtung Cyan und Blau, bis sie zum Meeresgrund passen.

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15. Das Loch

Öffnen Sie die Datei “Loch” und ziehen Sie sie auf den vorderen Teil des Schiffsrumpfes. Legen Sie eine neue Ebenenmaske an, mit deren Hilfe Sie das Innere des Lochs und die harten Außenkanten radieren. Mit einer Tonwert- und einer Farbkorrektur wird das Loch seiner Umgebung angepasst.

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16. Das Innenleben

Öffnen Sie die Datei “Schiff innen” und ziehen Sie sie ins Bild. Die Ebene wird direkt unter dem Loch platziert. Durch Drehen, Skalieren und Neigen passen Sie dieses Innenleben der Perspektive des Schiffes an. Überstehende Strukturen können Sie einfach wegradieren.

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17. Die U-Boote

Öffnen Sie die Dateien der beiden U-Boote. “Mariandrei” wird mit dem Zauberstab,  das “Kleine U-Boot”  mit dem Polygonlasso freigestellt. Versuchen Sie dabei, aus der linken Tragfläche des Stealth Bombers eine Art Flosse zu formen und ziehen Sie beide Boote ins Bild.

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18. Lichtstrahl 1

Ziehen Sie in einer neu angelegten Ebene mit dem Polygonlasso einen Lichtkegel von Mariandrei über den Schiffsbug bis an den rechten Bildrand. Füllen Sie die ausgewählte Fläche mit Weiß und reduzieren Sie die Deckkraft der Ebene auf 60%.

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19. Lichtstrahl 2

Soften Sie die Ebene mit dem Gaußschen Weichzeichner (Radius 10 Pixel)  ab. Radieren Sie dann mit einer großen, weichen Werkzeugspitze und einer Deckkraft von 10% das breite Ende des Lichtstrahls. Je weiter von der Lichtquelle entfernt, desto schwächer muss der Lichtstrahl leuchten.

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20. Schatten

Die Schiffsform bedingt einen bestimmten Schattenwurf: Wechseln Sie in den Maskierungsmodus und malen Sie mit einer Werkzeugspitze von etwa 13 Pixeln und einer Kantenschärfe von 75% dort eine Maske, wo kein Licht sein kann. Wandeln Sie die Maske in eine Auswahl um und löschen Sie diese.

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21. Scheinwerfer

Der helle Scheinwerfer wird mit einer weichen Pinselspitze (100 Pixel) und einer Deckkraft von 80% gemalt. Dann verkleinern Sie die Spitze (21 Pixel) und setzen einen Punkt (100% Deckkraft) darauf. Den rechten, kaum sichtbaren Strahler malen Sie mit derselben Größe, aber nur 40% Deckkraft.

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22. Lichtstrahl 3

Wie zuvor bei Mariandrei konstruieren Sie nun einen Lichtstrahl, der umso schwächer wird, je weiter er von seiner Quelle entfernt ist. Radieren Sie ihn an der Stelle weg, wo der Schiffsbug einen Schatten werfen muss.

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23. Luftblasen

Öffnen Sie die “Bubbles” und ziehen Sie sie ins Bild, sodass die Ebene ganz zuoberst liegt. Ändern Sie den Modus von Normal zu Umgekehrt multiplizieren und radieren Sie die harten Kanten mit einer großen, weichen Werkzeugspitze von 300 Pixeln Durchmesser weg.

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24. Cockpit

Um die Szene ungestört verfolgen zu können, verfügen Sie als Betrachter natürlich über ein eigenes U-Boot. Öffnen Sie die Datei “Cockpit” und ziehen Sie sie über der Ebene “Bubbles” ins Bild. Mit dem Polygonlasso entfernen Sie die Aussicht, sodass die Unterwasserszene sichtbar wird.

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25. Licht anpassen

Das helle Tageslicht muss nun dem Dämmerlicht des Meeresbodens angepasst werden. Legen Sie eine Einstellungsebene Tonwertkorrektur an, wie üblich mit Schnittmaske. Dann reduzieren Sie die hellen Tonwerte bis zum Wert von 136.

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26. Farbe anpassen

So wie die Tonwertkorrektur wird nun auch eine Farbbalance angelegt, die die Farbe des Cockpits anpasst. Ziehen Sie den Cyanregler nach links (-54) und den Blauregler nach rechts (+42). Achten Sie darauf, nicht die Mitteltöne, sondern die Tiefen zu verändern und die Luminanz zu erhalten.

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27. Bordinstrumente

Wer möchte, kann mit ein paar Strichen oder Schriftzeichen Instrumente einbauen. Wichtig dabei: Die Anzeigen müssen über Bearbeiten>Transformieren>Verzerren der Perspektive angepasst und mit dem Gaußschen Weichzeichner (Radius 1,7 Pixel) abgesoftet werden. Schiff ahoi!

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Kommentare
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Portrait von DigitalMike
  • 25.08.2013 - 14:23

Geniales Tutorial, danke vielmals!

Portrait von MaoMao
  • 14.12.2012 - 21:10

Danke für das super Tutorial!

Portrait von Markus112
  • 08.05.2012 - 21:32

Klasse Idee, toll umgesetzt

Portrait von Idee12345
  • 23.09.2011 - 17:31

Super, es wurde auf jedes kleinste Detail eingegangen.

Portrait von ps_top
  • 07.04.2011 - 19:33

Sehr lehrreich. Und dass der Autor ein guter Beobachter ist - und sein muss um die Realität auch nachzubauen - beweist er mit seinen lichtphysikalischen Hinweisen zum Schatten. (Kernschatten, von hartem Schatten zum weicheren mit zunehmender Entfernung vom Objekt, etc.) Hier machen Anfänger gerne viele Fehler. Natürlich gibt es bei einer solchen Komposition noch viel mehr zu beachten: Perspektive, Transparenzen, Reflexionen. Viel Substanz also in diesem Workshop.
Nur mit dem Hinweis, dass der Workshop gar nichts besonderes sei, da keine besonderen Aufnahme oder Lichttechniken angewandt wurden, untertreibt er wohl ein wenig. Auch um dies alles in Photoshop nachzubauen, braucht es doch mehr als nur ein bisschen Photoshop Kenntnisse. Die sind wohl gut zu erlernen, ich habe aber Kollegen erlebt, die mit diesen Techniken einfach nicht klar kamen und sich frustriert abwandten. Aber ein guter Pianist sagt auch, dass die Walzer von Chopin relativ einfach zu spielen seien...

Portrait von Andrejkorn
  • 10.12.2010 - 13:21

Genial, Danke. So ein tutorial hab ich schon lange gesucht :)

Portrait von berlinsdoenerfress
  • 10.11.2010 - 16:30

Hr. Staiger, Sie sind ein Genie. Bei jedem neuen Tutorial sind mein Bruder und ich begeistert. Zu Weihnachten gönnen wir uns eine Workshop-CD von Ihnen, vielleicht besuchen wir mal einen Kurs in Berlin ....

Portrait von mdPhotography
  • 02.11.2010 - 16:27

Wieder einmal eine Lehrstunde in Sachen Photoshop Composing. Absolut geniales Tutorial!

Portrait von Brokencyde
  • 08.08.2010 - 14:03

danke , du hast mir sehr geholfen.

Portrait von TOMO22
  • 05.08.2010 - 21:11

Ein Tut wie es sein sollte, informativ, kurz und prägnant. Danke an Uli Staiger, der es wie kein anderer versteht die wichtigen Dinge auf den Punkt zu bringen.

Portrait von dojofresh
  • 18.06.2010 - 11:31

wirkt alles sehr gut und realistisch
da weiß man ja was man demnächst zu tun gut

Portrait von Julibe
  • 04.06.2010 - 04:22

Wirklich sehr gelungenes Tut thx.

Portrait von MTV
MTV
  • 13.04.2010 - 23:56

Danke für das Tutorial. Ist nen sehr schönes Artwork!!!

Portrait von m1dm2x
  • 23.03.2010 - 19:37

Das Loch im Rumpf wirkt auf mich nicht ganz überzeugend, aber der Rest (insbesondere die Gesamtstimmung) ist Klasse.

Portrait von OrdoFett
  • 01.03.2010 - 20:34

echt beeindruckend!
sehr atmosphärisch

Alternative Portrait
-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 12.02.2010 - 17:52

gute idee, gut umgesetzt.
sieht klasse aus;)

Alternative Portrait
-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 03.02.2010 - 11:02

hammer idee, gut umgesetzt, respekt

Alternative Portrait
-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 29.01.2010 - 20:25

schöne idee, und sogar recht simpel erklärt=) danke :P

Portrait von 76project
  • 05.12.2009 - 18:59

echt krasses tut, super erklärt!

Portrait von vinne120
  • 13.11.2009 - 14:34

echt ein Hammer Tutorials :) hat mir spaß gemacht es nach zu machen

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