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Tutorialbeschreibung

Towers III - vom Küchenutensil zum Industriekomplex

Towers III - vom Küchenutensil zum Industriekomplex

Towers III - düstere Industrieromantik und apokalyptische Weltuntergangsstimmung vereint mit surrealen Bildinhalten: Uli Staiger trägt in diesem Tutorial ziemlich dick auf. Technisch gesehen geht es um Freistellen, Spiegeln, Bewegen und andere Dinge des Photoshopalltags ...

... übrigens findest du die komplette Serie hier: Photoshop-Workshop-DVD - Retusche & Composing - Schnapp sie dir in unserem Shop oder in der Kreativ-Flatrate!


Schritt 1

Legen Sie zunächst über Datei>Neu eine Arbeitsfläche mit den Maßen 20 x 7,15 cm an. Die Auflösung beträgt 300 dpi. In unserem Beispiel haben wir der Datei den Namen Towers 3.psd gegeben. Sie können aber natürlich auch jeden anderen Namen verwenden; wichtig ist nur das Dateiformat psd.

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Schritt 2

Öffnen Sie nun die Datei "Fabrik", die Sie bei den Arbeitsdateien finden. Ziehen Sie sie mit dem Verschieben-Werkzeug und gedrückter Maustaste auf die eben angelegte Arbeitsfläche. Benennen Sie sie am besten durch einen Doppelklick auf den Ebenen-Namen, um später die Übersicht zu bewahren.

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Schritt 3

Als Nächstes öffnen Sie die Datei "Straße" und ziehen Sie ebenfalls auf die Arbeitsfläche. Mit dem Radiergummi-Werkzeug und einer weichen Pinselspitze von ungefähr 45 Pixeln Durchmesser radieren Sie nun die überflüssige Landschaft weg, sodass lediglich der Asphalt der Straße noch sichtbar ist.

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Schritt 4

Als vorerst letzte Datei öffnen Sie den "Lkw". Stellen Sie mit dem Pfadwerkzeug seine Außenkanten frei, aber achten Sie darauf, einen Teil der Straße mit in den Pfad einzubeziehen. Anschließend wandeln Sie den Pfad in eine Auswahl um und ziehen den Lkw mit dem Verschieben-Werkzeug ins Bild.

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Schritt 5

Mit einer weichen Radiergummi-Spitze von etwa 65 Pixeln radieren Sie die harten Kanten der Straße weg, sodass ein weicher Übergang entsteht. Die Feinabstimmung der Helligkeit erledigen Sie einfach mit der Tonwertkorrektur: Verschieben Sie den mittleren Regler so lange, bis die Grauwerte gleich hell sind.

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Schritt 6

Wenn Sie's ganz genau nehmen wollen: Umranden Sie das Rad ohne Bodenkontakt mitsamt dem Kotflügel per Polygonlasso. Kopieren Sie die Auswahl (Strg+C) und setzen Sie sie in eine neue Ebene. Dann verkleinern Sie die Ebene über Bearbeiten>Transformieren>Skalieren und setzen sie über das schwebende Rad.

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Schritt 7

Nun öffnen Sie die Datei "Tower 1" und stellen sie mit dem Pfadwerkzeug oder dem Polygonlasso frei. Ziehen Sie sie mit dem Verschieben-Werkzeug auf das Bild. Damit später alles zusammenpasst, sollten Sie darauf achten, den Tower möglichst genau an die gleiche Stelle zu ziehen wie in der Abbildung .

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Schritt 8

Um den Tower in den Wolken verschwinden zu lassen, malen Sie mit einer Deckkraft von 20% vorsichtig einen Teil der Spitze weg. Hierzu legen Sie über Ebene>Ebenenmaske hinzufügen>Alles einblenden eine Ebenenmaske an. Aktivieren Sie sie per Mausklick und radieren Sie mit einer weichen Spitze.

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Schritt 9

Wenn Ihnen die radierten Stellen nicht gefallen, löschen Sie die Maske einfach und wiederholen Schritt 8. Ist Ihr Ergebnis zufriedenstellend, dann öffnen Sie die Datei "Tower 2" und wiederholen Sie die Schritte 7 und 8 mit dieser Datei. Achten Sie darauf, den Ebenen Namen zu geben, dies erleichtert die Arbeit.

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Schritt 10

Damit die Tower optisch korrekt auf dem Boden stehen, benötigen sie einen Schatten. Wechseln Sie in die Ebene "Fabrik" und dunkeln Sie mit dem Nachbelichter-Werkzeug und einer großen, weichen Pinselspitze den Boden ab. Empfehlenswert ist dabei eine Deckkraft von 20%, als Bereich wählen Sie Mitteltöne.

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Schritt 11

Jetzt wird's mystisch: Legen Sie eine Ebene an, die Sie "Nebel" nennen und platzieren Sie sie im Ebenenfenster zuoberst. Ziehen Sie nun mit verschieden großen, weichen Pinselspitzen und weißer Farbe leicht gewellte "Nebelschleier" über den Horizont. Arbeiten Sie dabei mit einer Deckkraft von 8 bis 12%.

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Schritt 12

Als Nächstes erzeugen wir die Sonnenstrahlen: Ziehen Sie mit dem Polygonlasso der Abbildung entsprechend ein fächerförmiges Gebilde über den Himmel. Der gemeinsame Ausgangspunkt dieser Strahlen sollte sich dabei möglichst an der Grenze von dunklen zu helleren Wolken befinden.

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Schritt 13

Wechseln Sie vom Normal- in den Maskierungsmodus. Mit dem Radiergummi und einer sehr großen, weichen Werkzeugspitze von 300 Pixeln Durchmesser radieren Sie die schmalen Kanten der Fächer weg. Wählen Sie eine Deckkraft von 30% und bearbeiten Sie die Kanten in mehreren Durchgängen.

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Schritt 14

Da Sonnenstrahlen, die durch Wolken fallen, nie gänzlich scharf erscheinen, muss die Sonnenstrahlmaske weichgezeichnet werden. Dies geschieht mit dem Gaußschen Weichzeichner. Wählen Sie einen Radius von 5 - 10 Pixeln. Wenn Ihnen die Weichzeichnung gefällt, gehen Sie zurück in den Normalmodus.

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Schritt 15

Nun kommt die Aufhellung in Form einer Tonwertkorrektur. Bewegen Sie den rechten Regler etwas nach links, um die Kontraste zu erhöhen. Den mittleren Regler ziehen Sie ebenfalls nach links, um die nötige Aufhellung zu erreichen. Wenn die Sonne so scheint, wie sie soll, können Sie die Auswahl aufheben.

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Schritt 16

Eine Straße braucht eine Mittellinie. Klicken Sie in die Ebene "Straße" und ziehen Sie mit dem Polygonlasso den vordersten Strich. Drücken Sie dann die Shifttaste und ziehen Sie mit gedrückter Taste die weiteren Linien. Bitte achten Sie darauf, dass alle vier Linien in etwa in dieselbe Richtung weisen.

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Schritt 17

Sie ahnen schon, wie die Striche weiß werden: Mit der Tonwertkorrektur. Ziehen Sie den rechten Regler weit nach links und den mittleren bis an den rechten Anfang des schwarzen "Gebirges". Das ist eleganter, als die Striche mit weißer Farbe zu füllen und erhält darüber hinaus die Struktur des Asphalts.

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Schritt 18

Heben Sie die Auswahl auf und öffnen Sie die Datei "Sandstrahl" aus den Arbeitsdateien. Ziehen Sie die Datei auf die Arbeitsfläche und platzieren Sie die Ebene zwischen den Ebenen "Tower 1" und "Lkw". Im nächsten Schritt soll der Sandstrahl von seinem schwarzen Hintergrund befreit werden.

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Schritt 19

Über das Menü Ebene>Ebenenstil>Fülloptionen öffnet sich ein Fenster. Im unteren Teil finden Sie zwei Verlaufsbalken. Fassen Sie den linken Regler des oberen Balkens rechts an und ziehen Sie ihn mit gedrückter Maus- und gedrückter Alt-Taste nach rechts. Er teilt sich und das Schwarz verschwindet.

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Schritt 20

Ein weiteres Fenster öffnet sich über das Menü Filter>Verzerrungsfilter>Verbiegen. Mit gedrückter Maustaste verbiegen Sie die vertikale Linie zu einer Kurve. Ziehen Sie die entstehende Biegung ein wenig nach oben. Wenn Ihnen die Kurve in der Vorschau gefällt, klicken Sie auf den OK-Button.

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Schritt 21

Apropos Menüs: Im Menü Bearbeiten>Transformieren finden Sie die Option Drehen. Packen Sie den Sandstrahl und drehen Sie ihn mit gedrückter Maustaste in die richtige Position. Dabei rücken Sie ihn auch gleich an die passende Stelle im Bild. Wenn die Position stimmt, doppelklicken Sie in das Rechteck.

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Schritt 22

Um den Eindruck zu erwecken, der Sand komme aus der Öffnung, müssen Sie einen Teil des Sandstrahls vorsichtig wegradieren. Zunächst können Sie dem Strahl mit einer großen, scharfen Werkzeugspitze eine Form geben, um danach die Kanten mit einer kleinen (etwa 5 Pixel), weichen Spitze zu bearbeiten.

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Schritt 23

Für den zweiten Strahl genügt eine Duplizierung der Ebene "Sandstrahl", da der hintere Strahl zum größten Teil vom vorderen verdeckt wird. Legen Sie die Ebene "Sandstrahl 2" direkt unter die Ebene von "Sandstrahl" und geben Sie dem Strahlaustritt mit dem Radiergummi-Werkzeug eine Form (siehe Schritt 22).

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Schritt 24

Öffnen Sie die Datei "Ladung" aus den Arbeitsdateien und ziehen Sie die Datei mit dem Verschieben-Werkzeug auf das Bild. Im Ebenenmenü legen Sie die Ebene unter den "Lkw", sodass sie teilweise von dessen Kippladefläche verdeckt wird. Dann öffnen Sie wie in Schritt 19 beschrieben die Fülloptionen.

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Schritt 25

Ziehen Sie den schwarzen Regler des oberen Balkens nach rechts bis auf einen Wert von ungefähr 82. Nun drücken Sie die Alt-Taste und ziehen den rechten Teil des Reglers mit gedrückter Maustaste weiter nach rechts, um die harten Kanten der einzelnen Sandkörnchen mit einem weichen Übergang zu versehen.

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Schritt 26

Über Bearbeiten>Transformieren>Skalieren wird die zu groß geratene Ladung verkleinert. Halten Sie beim Skalieren mit gedrückter Maustaste auch die Shift-Taste gedrückt, um Höhe und Breite der Ebene gleichermaßen zu verändern. Wenn die Größe stimmt, doppelklicken Sie in das aufgezogene Rechteck.

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Schritt 27

Zum Schluss werden in der Ebene "Ladung" die abgeschnittene Sandsäule und die überstehende untere rechte Ecke retuschiert. Verwenden Sie für die Grobarbeit eine scharfe Werkzeugspitze von ca. 100 Pixeln und für die Feinarbeit eine sehr kleine und weiche Spitze. Jetzt ist das Werk vollendet!

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Endbild:

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Kommentare
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Portrait von Schule 12
  • 10.11.2014 - 11:37

Wie immer schöne Tutorials. !!!

Portrait von Schule 12
  • 10.11.2014 - 11:36

Schaut echt super aus

Portrait von Schule 12
  • 10.11.2014 - 11:36

Sehr gut erklärt Danke!

Portrait von Schule 12
  • 10.11.2014 - 11:35

Wie immer coole Ideen
- Tolle Effekte

Portrait von Schule 12
  • 08.11.2014 - 11:47

Das Tutorial gefällt mir sehr gut. Habe es gleich ausprobiert, ist sehr einfach nachzumachen. Sehr anschaulich erklärt!

Portrait von Magic_Moses
  • 16.01.2013 - 13:08

Danke Uli - geniales Tutorial :-)

Portrait von Magic_Moses
  • 16.01.2013 - 13:08

Danke Uli - geniales Tutorial :-)

Portrait von MaoMao
  • 14.12.2012 - 21:09

Danke für das super Tutorial!

Portrait von LadyDeluxe
  • 12.02.2012 - 22:26

Idee wie immer super!! Leider sieht mein Endbild nicht so gut aus, obwohl ich alle Schritte genauso verfolgt habe. Der Teil mit dem Verzerrungsfilter hat bei mir nicht funktioniert, da musste ich den Sandstrahl über einen anderen Weg verbiegen.
Das Tutorial ist an sich gut, aber mir fehlen noch die gewissen Feinheiten ( Farbanpassung,etc.) Sieht an einigen Stellen noch sehr künstlich aus.
Insgesamt aber gutes Tut =)

Portrait von hamsibone
  • 19.07.2011 - 21:35

Vielen Dank für das Tutorial

Portrait von ps_top
  • 07.04.2011 - 19:31

Sehr lehrreich. Und dass der Autor ein guter Beobachter ist - und sein muss um die Realität auch nachzubauen - beweist er mit seinen lichtphysikalischen Hinweisen zum Schatten. (Kernschatten, von hartem Schatten zum weicheren mit zunehmender Entfernung vom Objekt, etc.) Hier machen Anfänger gerne viele Fehler. Natürlich gibt es bei einer solchen Komposition noch viel mehr zu beachten: Perspektive, Transparenzen, Reflexionen. Viel Substanz also in diesem Workshop.
Nur mit dem Hinweis, dass der Workshop gar nichts besonderes sei, da keine besonderen Aufnahme oder Lichttechniken angewandt wurden, untertreibt er wohl ein wenig. Auch um dies alles in Photoshop nachzubauen, braucht es doch mehr als nur ein bisschen Photoshop Kenntnisse. Die sind wohl gut zu erlernen, ich habe aber Kollegen erlebt, die mit diesen Techniken einfach nicht klar kamen und sich frustriert abwandten. Aber ein guter Pianist sagt auch, dass die Walzer von Chopin relativ einfach zu spielen seien...

Portrait von Mirko_Bergen
  • 26.12.2010 - 19:56

Find dieses Tutorial von der Gestaltung und den Hintergrundinformationen hervorragend. Habe es mit Gimp nachgestellt und konnte auch damit sämtliche Kniffe nachstellen.

Portrait von sanny1811
  • 16.12.2010 - 19:26

bin beeindrückt, klasse Arbeit!

Portrait von tourjap
  • 07.12.2010 - 18:28

Kann die Tutorials von Uli Staiger nur jedem ans Herz legen, hier wird nicht einfach nachgebaut sondern Wert auf das warum gelegt- lasst Euch zu Weihnachten ein Video schenken.!!!

Portrait von OutOfControl
  • 10.11.2010 - 21:33

Super Arbeit und wirklich gut erklärt danke dafür

Portrait von mdPhotography
  • 03.11.2010 - 16:43

Ich bin wieder einmal beeindruckt. Großartiges Tutorial, großartiges Composing!

Portrait von LaCLaudine
  • 30.10.2010 - 09:55

super Arbeit und klasse Tutorial, danke

Portrait von EL1985
  • 28.07.2010 - 18:01

ein wirklich tolles tutorial :-)

Portrait von asad
  • 26.06.2010 - 18:56

SUPER Tuorial
Hat mir SEHR geholfen :=)

Portrait von blackpark
  • 09.06.2010 - 21:52

so habs jetzt mal Probiert und muss sagen war zwar schwer [ich bin ein toooottaaalleeer Photoshopanfänger] aber es hat geklappt und sieht fast so aus nur meine körner von dem Strahl sind nen bissel Grobkörnig xD das sieht nicht so gut aus das sieht aus wie riesige Pixelfehler hat wer nen Tip?

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