Anzeige
Tutorialbeschreibung

Antilopen in der Stadt - Erstellen eines Filmplakates

Antilopen in der Stadt - Erstellen eines Filmplakates

Romantisch-dramatische Lichtstimmung, ein Bild wie aus einer anderen Zeit - wie machen die das? Ein Filmplakat soll beim Betrachten das Gefühl vermitteln, einen klitzekleinen Ausschnitt des Films zu erleben. Um diese Emotion zu erzeugen, wird mit allen Mitteln der Bildbearbeitung getrickst. Ein Meister phantastischer Inszenierungen ist der französische Regisseur Luc Besson. Das Plakat seines Filmes “ANGELA” habe ich mal näher betrachtet.

... übrigens findest du die komplette Serie hier: Photoshop-Workshop-DVD - Retusche & Composing - Schnapp sie dir in unserem Shop oder in der Kreativ-Flatrate!


1. Farbe rausrechnen

Da im klassischen Schwarz-Weiß gearbeitet wird, müssen Sie zunächst alle Dateien bis auf die Antilopen öffnen und über Bild>Anpassen>Kanalmixer zu Monochromdateien umbauen. Dann speichern Sie alles. Wer lieber mit Bild>Anpassen>Sättigung verringern arbeitet, kommt ohne den Kanalmixer aus.

Bilder



 

2. Laterne freistellen

Die Datei “Pflaster” bleibt geöffnet. Stellen Sie mit dem Polygonlasso die Laterne frei. Vergessen Sie nicht die Zwischenräume unterhalb der Glühbirne! Kopieren Sie sie dann in eine eigene Datei, die als .psd abgespeichert und erst später benötigt wird.

Bilder



 

3. Laterne retuschieren

Jetzt kann das Ding weg. Öffnen Sie aus dem Filtermenü das Fluchtpunktwerkzeug und ziehen Sie entlang der Fluchtlinien ein Gitternetz auf. Dann stempeln Sie wie gewohnt mit dem Stempelwerkzeug über die Laterne. Das Werkzeug passt sich automatisch der Perspektive an.

Bilder



 

4. Brücke freistellen

Mit dem Polygonlasso ziehen Sie eine Auswahl oberhalb des Brückengeländers, sodass die gesamte Brücke ausgewählt ist. Kopieren Sie sie über Apfel-/Strg+J in eine eigene Ebene. Dann wählen Sie die Hintergrundebene über Auswahl>Alles auswählen aus und füllen sie mit Weiß.

Bilder



 

5. Brücke fertigstellen

Kopieren Sie die Ebene und spiegeln Sie sie über Bearbeiten>Transformieren>Horizontal spiegeln. Ziehen Sie die beiden Brückenebenen jeweils so weit an die Bildkante, dass eine Zentralperspektive mit viel Überlappung entsteht. Über die neu angelegte Ebenenmaske übermalen Sie die Pflastersteine.

Bilder



 

6. Auf eine Ebene reduzieren

Achten Sie beim Radieren darauf, dass die Fugen zwischen den Steinen erhalten bleiben. Dann reduzieren Sie beide Brückenhälften auf eine Ebene und nennen Sie “Pflaster”. Dunkeln Sie die Ebene mit einer Tonwertkorrektur durch Verschieben des mittleren Reglers nach rechts leicht nach.

Bilder



 

7. Reflex anlegen

Trotz Gegenlichtsituation bei der Aufnahme muss der Sonnenreflex verstärkt werden. Wechseln Sie in den Maskierungsmodus und ziehen Sie mit dem Verlaufswerkzeug einen radialen Verlauf, etwa so groß, wie in der Abbildung zu sehen ist.

Bilder



 

8. Aufhellen

Legen Sie eine neue Einstellungsebene Tonwertkorrektur an und ziehen Sie den rechten, für die Lichter zuständigen Regler nach links, bis der Reflex aufglänzt. Das Ausfressen der Lichter muss Sie dabei nicht irritieren; eine “echte” Reflexion sieht genau so aus.

Bilder



 

9. Der Dom

Öffnen Sie die Datei “Dom” und stellen Sie sie frei. Da der Himmel nur wenige Tonwerte besitzt, können Sie mit dem Zauberstab freistellen. Wiederholtes Klicken in den Himmel mit gedrückter Shift-Taste wählt den ganzen Himmel aus. Stellen Sie einen Toleranzwert von 10-15 ein.

Bilder



 

10. Bau der Silhouette I

Dann wird die majestätische Kuppel mit dem Verschieben-Werkzeug auf ihren Platz gezogen. Die Ebene liegt unter dem “Pflaster”, damit es den Vordergrund des Domfotos verdeckt. Mit der unteren Skala der Tonwertkorrektur schneiden Sie die dunklen und hellen Tonwerte ab.

Bilder



 

11. Bau der Silhouette II

Ebenso wie der Dom werden nacheinander das “Palais” und die “Nikolaikirche” geöffnet und freigestellt. Die Nikolaikirche ist die unterste der drei Ebenen, dann folgt das Palais und darüber der Dom. Wenn Sie wollen, können Sie alle drei in einer neuen Gruppe bündeln.

Bilder



 

12. Der Himmel

Öffnen Sie die Datei “Himmel” und ziehen Sie sie auf das Composing. Der Himmel ist die unterste Ebene nach dem Hintergrund, wird also von allen anderen verdeckt. Öffnen Sie die Tonwertkorrektur und schieben Sie den oberen rechten Regler bis an den Fuß des schwarzen “Gebirges”.

Bilder



 

13. Einfügen der Laternen

Öffnen Sie die zuvor freigestellte Laterne und ziehen Sie sie auf das Composing. Die Ebene liegt direkt unter der Ebene “Pflaster”, sodass der Eindruck entsteht, der Pfahl sei auf der Brücke montiert. Duplizieren Sie die Ebene  und skalieren Sie sie, dann rücken Sie das Duplikat an seine Stelle.

Bilder



 

14. Spiegeln der Laternen

Ebenso entsteht die dritte, am weitesten entfernte Laterne. Dann werden die drei Ebenen dupliziert, horizontal gespiegelt und auf der gegenüberliegenden Seite der Brücke eingefügt. Um die Übersicht zu bewahren, legen Sie aus den sechs Laternenebenen eine neue Gruppe an.

Bilder



 

15. Der Nebel

Öffnen Sie die Datei “Wolken” und ziehen Sie sie in das Composing, sodass sie quer über der Brücke liegt. Über Ebene>Ebenenstil>Fülloptionen öffnet sich ein Dialog, der das Einstellen der Transparenz in Abhängigkeit von den Tonwerten erlaubt.

Bilder



 

16. Transparenz einstellen

Die Position der Regler der oberen der beiden Skalen bestimmt, welche Tonwerte abgeschnitten werden und welche sichtbar bleiben. Drücken der Alt-Taste teilt die Regler. Der Raum zwischen ihnen bestimmt, wie weich der Übergang von den sichtbaren Tonwerten zur Transparenz verläuft.

Bilder



 

17. Harte Kanten

Dennoch werden ein paar harte Kanten sichtbar bleiben. Radieren Sie sie mit einer sehr großen, weichen Werkzeugspitze weg. Wenn das Ergebnis reversibel sein soll, legen Sie in der Nebel-Ebene dafür eine Ebenenmaske an und bearbeiten diese mit dem Pinselwerkzeug.

Bilder



 

18. Der Schwarzverlauf

Legen Sie über dem “Pflaster” eine neue Ebene an und ziehen Sie mit dem Verlaufswerkzeug im Maskierungsmodus einen linearen Verlauf über den unteren Teil der Brücke. Nach dem Umwandeln in eine Auswahl wird diese über Bearbeiten>Fläche füllen mit Schwarz gefüllt.

Bilder



 

19. Antilope die erste

Öffnen Sie die Datei der Antilopen und wählen Sie das Extrahieren-Filter aus. Stellen Sie zunächst nur eine frei. Nach dem Extrahieren müssen Sie wahrscheinlich mit dem Radierer nacharbeiten, da der Kontrast zwischen Antilope und Savanne zum Teil recht gering ist.

Bilder



 

20. Wild in der Stadt

Wandeln Sie die Antilopendatei in ein SW-Bild um, dann ziehen Sie sie ins Composing und skalieren sie über Bearbeiten>Transformieren>Skalieren zur passenden Größe. Nachdem auch die Position stimmt, schließen Sie die Datei “Antilope”, ohne zu speichern.

Bilder



 

21. Im Gegenlicht

Das Tier steht im Gegenlicht, hat also nur sehr wenig Zeichnung. Öffnen Sie die Tonwertkorrektur und verringern Sie den Tonwertumfang, indem Sie den rechten unteren Regler bis auf einen Wert von 80 bis 90 herunterfahren. Dann wiederholen Sie die letzten drei Schritte mit der zweiten Antilope.

Bilder



 

22. Die Schatten

Kopieren Sie die Ebene der ersten Antilope und spiegeln Sie sie vertikal. Dann öffnen Sie erneut die Tonwertkorrektur und reduzieren den Tonwertumfang auf null. Markieren Sie einfach die Zahl 255 im hinteren Fenster und ersetzen Sie sie durch eine 0.

Bilder



 

23. Weiche Schatten

Öffnen Sie den Gaußschen Weichzeichner und soften Sie den Schatten um 3 Pixel ab. Dann wird er über Bearbeiten>Transformieren>Verzerren nach vorne und leicht nach links verzerrt. Rücken Sie ihn anschließend an die richtige Stelle. Der Schatten der anderen Antilope entsteht ebenso.

Bilder



 

24. Aufhellen der Schatten

Die Schatten sind zwar sehr dunkel, aber nicht total schwarz. Öffnen Sie über Bild>Anpassen den Dialog Helligkeit/Kontrast und erhöhen Sie die Helligkeit um 30-35%. Dann ändern Sie den Verrechnungsmodus der Ebene von Normal zu Multiplizieren.

Bilder



 

25. Mehr Atmosphäre

Legen Sie eine neue Ebene mit Namen “Magic light” direkt unter der Gruppe der Laternen an. Malen Sie nun mit einer 300 Pixel großen und sehr weichen Spitze weiß hinter die Antilopen. Verwenden Sie lediglich eine Deckkraft von 10% und malen Sie dafür häufiger über dieselbe Stelle.

Bilder



 

26. Magic light II

In derselben Ebene und mit denselben Einstellungen malen Sie weiß über den helleren Teil des Himmels und den linken Teil der Domkuppel. Es soll aussehen, als wollte die Sonne jeden Moment aus den Wolken hervorbrechen und die Szene in übernatürlich wirkendes Licht tauchen!

Bilder



 

27. Typo

Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf. Probieren Sie verschiedene Schriften aus, vielleicht nicht gerade eine altdeutsche Fraktur, doch es gibt vieles, was  passt. In Anlehnung an das Originalplakat des Films ANGELA habe ich den ersten und letzten Buchstaben von ANTILOPE verzerrt…

Bilder



Endbild:



Bilder


Kommentare
Achtung: Du kannst den Inhalt erst nach dem Login kommentieren.
Portrait von marry53
  • 06.03.2013 - 08:50

Tolle Idee, leider macht mein PS nicht das was ich möchte (Laterne retuschieren - Fluchtpunktfilter). Wenn ich OK klicke ist alles was ich retuschiert habe viel zu hell. Kann mir da jemand einen Tip geben? Arbeite mit Photoshop CS 5.

Portrait von MaoMao
  • 14.12.2012 - 21:12

Danke für das Tutorial!

Portrait von jjfu
  • 17.09.2012 - 12:06

Danke, das Tutorial war gut erklärt und verständlich. Seit knapp 2 Jahren arbeite / lerne ich bereits mit Photoshop, stehe aber zum Teil noch auf dem Kriegsfuß mit PS. Daher war dies eine tolle Hilfe für mich, ich werde das schnell ausprobieren(:

Portrait von qqqwwweee
  • 06.09.2012 - 04:17

dieses Tutorial wahr sehr leicht verständlich und möchte mich an dieser stelle mich auch bedanken.
:D

Portrait von SandraBrezina
  • 02.07.2012 - 10:55

Ich muss für meinen Grafik-Kurs ein Filmplakat gestalten und bin daher über Inspiration und Technik-Erklärungen sehr froh! Vielen Dank für das hilfreiche Tutorial :-)

Portrait von Pascal2010
  • 09.08.2011 - 20:22

WOW das sieht SUPER AUS!!!!! Danke!!!!

Portrait von Janey
  • 06.08.2011 - 12:25

Sieht sehr interessant aus. Werd ich gleich mal ausprobieren, danke!

Portrait von hamsibone
  • 19.07.2011 - 21:06

Vielen Dank für das Tutorial

Portrait von ToxicCobra
  • 09.06.2011 - 12:14

Sehr sehr geil!!!! Vielen Dank!!

Portrait von zaiko
  • 22.03.2011 - 13:32

Danke für das sehr gute tutorial

Portrait von ck99
  • 18.02.2011 - 16:22

sehr gut ! :)

Portrait von businsky
  • 30.01.2011 - 21:35

sehr interessant! danke für das tolle Tutorial!

Alternative Portrait
-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 28.01.2011 - 09:41

interessantes tutorial, gefällt mir gut!

Portrait von shane1310
  • 24.01.2011 - 15:33

Danke, ist ein SUPER Tutorial. Und, das ich leicht fortgeschritten bin, hab ich mir wirklich nicht schwer getan. Weiter so.

Portrait von flo7_123
  • 10.01.2011 - 17:47

is gut geworden, gefällt und hilft weiter

Portrait von crusaderyu
  • 06.01.2011 - 02:30

Ein nettes Tutorial, danke

Portrait von tooflashie
  • 20.12.2010 - 11:34

Sehr gutes Tutorial...aber das ist doch schon im Cleverprinting Magazin erschienen!

Portrait von pS_StyleZ
  • 11.12.2010 - 23:10

Klasse
Danke dafür

Portrait von schwesterschlumpf
Portrait von coreopsis
  • 24.11.2010 - 20:37

Geniale Idee und Ausführung!
Vielen Dank für das Tutorial :)

x
×
×