Anzeige
Tutorialbeschreibung

Was guxx du - Spiel der Dimensionen

Was guxx du - Spiel der Dimensionen

Auch wenn sie noch so realistisch aussehen: Hologramme haben einen gravierenden Nachteil, denn sie zeigen mehr, als sie verbergen. All der schöne Schein offenbart sich dem Betrachter in seiner unverhüllten Realität, lässt ihm kaum mehr Raum, sich seine eigenen Gedanken zu machen. Gute alte zweidimensionale Welt: Hier können wir mit der dritten Dimension spielen, sie andeuten, nachbilden, vorgeben und sie fast zur Realität erheben. Aber eben nur fast, und genau aus diesem Spiel der Dimensionen erwächst der Reiz dieser Montage.

... übrigens findest du die komplette Serie hier: Photoshop-Workshop-DVD - Retusche & Composing - Schnapp sie dir in unserem Shop oder in der Kreativ-Flatrate!


Bilder



 

1. Arbeitsfläche anlegen

Zunächst legen Sie eine Datei der Größe 15 x 20 cm als Querformat an, die Auflösung beträgt 300 dpi. Öffnen Sie die Datei "Wiese" und ziehen Sie sie auf die angelegte Fläche. Da die Wiese stets die unterste Ebene sein wird, können Sie sie auch zur Hintergrundebene machen.

Bilder



 

2. Wiese drehen

Anschließend drehen Sie die Datei über Bearbeiten>Transformieren>Drehen um etwa 30° gegen den Uhrzeigersinn; die gesamte Montage gewinnt dadurch an Dynamik. Jetzt skalieren Sie sie über Bearbeiten>Transformieren>Skalieren und halten dabei die Shifttaste gedrückt, um das Seitenverhältnis der Wiese nicht zu verändern. Anschließend öffnen Sie die Datei "Himmel" und verfahren genauso. Achten Sie darauf, dass die Himmelebene über der Wiesenebene liegt.

Bilder



 

3. Weiche Horizontlinie

Radieren Sie vom Himmel gerade so viel weg, dass ein weicher Übergang zur Wiese entsteht. Auf keinen Fall darf die scharfe Kante der Wiese sichtbar werden. Wer will, kann dazu auch eine Ebenenmaske im "Himmel" anlegen und mit Schwarz und kleiner, weicher Pinselspitze in der Maske arbeiten.

Bilder



 

4. Horizont aufhellen

Um Ihrer Landschaft Tiefe zu verleihen, gehen Sie so vor: Wechseln Sie in den Maskierungsmodus und legen Sie einen linearen Verlauf lotrecht zum Horizont quer über die Wiese an. Nachdem Sie wieder in den Standardmodus zurückgekehrt sind, hellen Sie den Himmel am Horizont über den mittleren Regler der Tonwertkorrektur bis zu einem Wert von ungefähr 2,00 auf. Auf diese Weise erlangen Sie die sogenannte "Luftperspektive", die die Landschaft weit erscheinen lässt.

Bilder



 

5. Neues Ebenenset

Nachdem Sie die Auswahl umgekehrt und die Wiese auf gleiche Weise aufgehellt haben, fassen Sie beide Ebenen zu einem Set zusammen. Dies sollten Sie grundsätzlich bei Ebenen mit ähnlichem Inhalt tun, um im Ebenenmenü stets die Übersicht zu behalten.

Bilder



 

6. Dunst erzeugen

Als Nächstes wird der Dunststreifen (Haze) erzeugt: Kopieren Sie Himmel und Wiese, reduzieren die Kopien auf eine Ebene und radieren bis auf eine etwa 300 Pixel breite Horizontlinie alles weg. Diese Linie wird über den Filter Gaußscher Weichzeichner mit 25 Pixeln weichgezeichnet. Um die perspektivische Wirkung zu verstärken, hellen Sie den Dunst mit einer Tonwertkorrektur leicht auf, bis er zur Landschaft passt.

Bilder



 

7. Hilfsleine zur Orientierung

Öffnen Sie die Datei "Hilfsleine" und ziehen Sie deren separate Ebene ins Bild. Ordnen Sie sie etwas oberhalb des Horizontes an. Die Hilfsleine dient als Orientierungshilfe zur Platzierung der drei Modelbilder. Öffnen Sie nun die Datei "Knitter 1" und legen Sie sie am linken Ende der Hilfsleine an. Halten Sie dabei etwas Abstand zum linken Bildrand.

Bilder



 

8. Erstes Wäschestück

Öffnen Sie nun das "Gesicht" und ziehen Sie es auf den "Knitter 1". Beim anschließenden Skalieren und Drehen (Bearbeiten>Transformieren>Drehen) achten Sie darauf, dass der gesamte Knitter stets vom Gesicht bedeckt ist. Wenn Größe und Position stimmen, fassen Sie beide Ebenen im Set "Bild 1" zusammen und ändern den Modus der Ebene "Gesicht" von Normal zu Multiplizieren. So entsteht der Eindruck eines im Wind wehenden Tuches.

Bilder



 

9. Freistellen

Wechseln Sie zurück in die "Knitter 1"-Ebene und wählen diese mit dem Zauberstab aus. Klicken Sie hierzu einfach neben den Knitter, auf diese Weise wird alles um ihn herum komplett ausgewählt. Gehen Sie zurück in die Gesichtsebene und löschen Sie über Bearbeiten>Löschen alle überstehenden Bildteile.

Bilder



 

10. Restliche Wäschestücke

Wenn das erste Bild fertig an der Leine hängt, öffnen Sie die Dateien "Knitter 2", "Knitter 3" und hängen die beiden Stücke nebeneinander an der Leine auf. Achten Sie darauf, einen geringen Abstand zwischen den beiden Stücken einzuhalten. "Knitter 4" legen Sie unten rechts auf die Wiese.

Bilder



 

11. Restliche Bilder auf Multiplizieren 

Ziehen Sie die jeweiligen Dateien "Oberkörper", "Hüfte" und "Schenkel" auf die entsprechenden "Knitter"- Ebenen und ändern Sie den Ebenenmodus zu Multiplizieren. Dann fassen Sie die Bilder 2, 3 und 4 mit den dazu gehörenden Knittern zu je einem Set zusammen, das Sie "Bild 2" bis "Bild 4" nennen.

Bilder



 

12. Ellbogen freistellen

Öffnen Sie als Nächstes die Datei "Ellbogen" und stellen Sie den Arm frei. Verwenden Sie dazu einen Pfad oder das Magnetlasso. Zur späteren Montage sollten Sie möglichst den gesamten Arm freistellen, um einen weichen Übergang zum Körper schaffen zu können.

Bilder



 

13. Ellbogen einbauen

Skalieren Sie den Ellbogen und erzeugen Sie mit dem Radierer einen weichen Übergang an der Stelle, wo er am Körper "anwächst". Dies kann auch mit einer Ebenenmaske geschehen.

Bilder



 

14. Linken Arm einfügen

Öffnen Sie nun die Datei "Arm links" und stellen Sie den Arm frei. Auch hier erleichtert es das Anpassen des Armes, wenn Sie bis kurz vor der Schulter freistellen und an dieser Stelle wie im vorherigen Schritt beschrieben einen weichen Übergang schaffen. Achten Sie beim Skalieren und Drehen des Armes darauf, dass die Klammer zwischen Daumen und Zeigefinger oberhalb der Hilfsleine platziert wird.

Bilder



 

15. Klammer per Pfad freistellen

Um die Bilder an der Leine befestigen zu können, benötigen Sie natürlich Wäscheklammern. Öffnen Sie "Klammer 1" und stellen Sie sie wie vorhin mit Pfad oder Magnetlasso frei. Achten Sie darauf, möglichst viel Papier mit freizustellen, das erspart Ihnen den Schritt, einen Schatten für die Klammer erzeugen zu müssen.

Bilder



 

16. Tonwerte korrigieren

Nachdem Sie die Klammer als Ebene "Klammer" über die Ebenensets der Bilder gezogen und skaliert haben, radieren Sie vom Papier mit einer sehr weichen Spitze die harten Kanten weg und passen die Ebene per Bild>Einstellen>Tonwertkorrektur der unter ihr liegenden Ebene an. Mit der zweiten Klammer verfahren Sie genauso.

Bilder



 

17. Klammern klonen

Die dritte Klammer ist dieselbe Datei wie die erste, sie wird allerdings etwas gedreht, um nicht den Eindruck zu vermitteln, geklont zu sein. Dasselbe gilt für die vierte und fünfte Klammer. Fassen Sie die fünf Klammern als neues Ebenenset zusammen und platzieren Sie es zwischen den an der Leine hängenden Bildern und der Ebene "Arm links".

Bilder



 

18. Leine einfügen 1

Öffnen Sie die Datei "Leinenteile.psd", in der jeder Abschnitt der Wäscheleine in einer eigenen Ebene liegt. Blenden Sie die Hilfsleine aus und ziehen Sie das dickste Ende auf eine eigene Ebene, die Sie unterhalb der Ebenen der hängenden Bilder anordnen. Durch Bearbeiten>Transformieren>Drehen wird das Stück zwischen linkem Bildrand und erstem Wäschebild eingebaut.

Bilder



 

19. Leine einfügen 2

Ebenso werden alle weiteren Leinenstücke zwischen den Bildern eingesetzt und durch Drehen und Bewegen exakt positioniert. Wenn alle vier Stücke eingearbeitet sind, fassen Sie sie zu einem eigenen Ebenenset zusammen und ordnen Sie dieses zwischen den Bildern an der Leine und dem Landschaftsset an.

Bilder



 

20. Material

Bisher haben die Bilder an der Leine noch keine Materialstärke bzw. Dicke. Diese wird im nächsten Schritt erzeugt: Öffnen Sie das Set "Bild 1" und duplizieren Sie die Ebene "Knitter1". Diese Ebene wird "Rand 1" genannt und mit einer Tonwertkorrektur durch Verschieben des linken Reglers der unteren Skala (Tonwertumfang) aufgehellt.

Bilder



 

21. Dicke festlegen

Durch Verschieben um 2-3 Pixel nach links entsteht der Eindruck einer körperhaften Dicke. Tipp: Wer möchte, kann die "Rand 1"-Ebene an den sichtbaren Stellen mit dem Nachbelichter-Werkzeug an einigen Stellen mit weicher Werkzeugspitze abdunkeln, um ihr noch mehr Plastizität zu verleihen. Auch aus den verbliebenen zwei hängenden Bildern wird jeweils die "Knitter"-Ebene dupliziert und um wenige Pixel nach links verschoben. Nur das liegende Bild benötigt eine Verschiebung nach unten, da aus der Betrachterperspektive der linke Bildrand verdeckt ist.

Bilder



 

22. Zipfel bauen

Als Nächstes werden die überhängenden Bildteile, die Zipfel, angelegt. Dies erfordert ein wenig Vorstellungsvermögen, da es der einzige Teil des Bildes ist, der keinen fotografischen Ursprung hat: Zwischen der Wäscheleinen-Ebene und dem Landschaftsset wird die Ebene "Zipfel 1" angelegt. Per Pfadwerkzeug wird die Form eines überhängenden Wäschestücks erzeugt und anschließend in eine Auswahl umgewandelt.

Bilder



 

23. Zipfel färben

Geben Sie der Auswahl über das Auswahlmenü eine weiche Kante von 0,5 Pixeln. Über den Befehl Bearbeiten>Fläche füllen wird sie mit einer zuvor festgelegten Farbe gefüllt. Tipp: Wählen Sie einen leichten Gelbton (100 R, 100 G, 85 B); Weiß wirkt sehr steril.

Bilder



 

24. Schatten malen

Erzeugen Sie mit dem Nachbelichter-Werkzeug einen Schatten, indem Sie mit weicher Werkzeugspitze und der Einstellung "Mitteltöne" die rechte Kante des Zipfels abdunkeln. Auf diese Weise werden alle drei Zipfel mit Schatten erzeugt. Sollte dabei die Farbsättigung zu groß werden, ändern Sie den Bereich von Mitteltöne zu Lichter.

Bilder



 

25. Zipfeldicke

Um den Zipfeln ebenso wie den Bildern eine Dicke zu verleihen, gehen Sie folgendermaßen vor: Duplizieren Sie die Ebene "Zipfel 1", geben Sie ihr den Namen "Rand 1" und schieben Sie sie unter die Ebene "Zipfel 1". Nun bewegen Sie sie wie vorhin die Randebenen der Bilder einige Pixel weit nach links und dunkeln sie mit dem Nachbelichter-Werkzeug ab.

Bilder



 

26. Schattenebenen anlegen

Da die Hauptlichtquelle links außerhalb des Bildes liegt, werfen die Bilder einen Schatten. Also wird oberhalb der Ebenensets, in denen die Bilder liegen, jeweils eine neue Ebene erzeugt. Da der größte Teil der Unterkante des ersten Bildes außerhalb der Bildbegrenzung liegt, benötigt dieses Bild keinen Schatten.

Bilder



 

27. Schatten einfärben

Wechseln Sie in die Ebene "Knitter 2" im Set "Bild 2" und erzeugen Sie davon eine Auswahl über den Zauberstab (oder durch Anklicken der Ebene im Ebenenfenster bei gedrückter Strg-/Apfeltaste). Bestimmen Sie einen mittleren Grauton als Vordergrundfarbe und füllen Sie die Auswahl damit, nachdem Sie in die zuvor angelegte Ebene "Schatten 2" geklickt haben.

Bilder



 

28. Schatten transformieren

Heben Sie die Auswahl auf und spiegeln Sie die Fläche vertikal. Drehen Sie sie so über Bearbeiten>Transformieren>Drehen, dass sie im unteren rechten Bildrand sozusagen auf der Wiese liegt und teilweise aus dem Bild ragt. Ändern Sie den Modus von Normal in Multiplizieren. Auch Bearbeiten>Transformieren>Verzerren wirkt sich positiv auf die Perspektive aus. Probieren Sie's!

Bilder



 

29. Weichzeichnen

Da der Schatten eine gewisse Entfernung zum Bild hat, muss er weichgezeichnet werden. Dies geschieht mit dem Filter Gaußscher Weichzeichner und einem Radius von etwa 25 Pixeln. Entsprechen Position und Weichzeichnung Ihrer Vorstellung, wird der Schatten von Bild 3 auf gleiche Weise erzeugt. Wenn Sie wollen, fassen Sie die beiden Ebenen zu einem neuen Set zusammen.

Bilder



 

30. Schatten malen

Das liegende Bild muss einen etwas unterschiedlichen Schatten bekommen, da es im Gegensatz zu den beiden anderen nicht über der Wiese hängt, sondern auf ihr liegt: Legen Sie also unter dem Ebenenset "liegendes Bild" die Ebene "Schatten liegendes Bild" an. Verwenden Sie dazu den Multiplizieren-Modus. Dann malen Sie den Schatten mit einer weichen Werkzeugspitze und benutzen den gleichen Grauton, aus dem auch die anderen Schatten bestehen.

Bilder



 

31. Tropfen einbauen

Als letzten Schritt bauen Sie noch den Tropfen an der unteren linken Ecke von Bild 2 ein. Hierzu öffnen Sie die Datei "Tropfen.psd" und platzieren Sie die Tropfenebene oberhalb der Bildersets.

Bilder


Bilder



DVD-Werbung
Kommentare
Achtung: Du kannst den Inhalt erst nach dem Login kommentieren.
Portrait von MaoMao
  • 14.12.2012 - 21:19

Sieht wie super aus, danke für das Tutorial.

Portrait von tobo1005
  • 24.04.2012 - 09:25

Geniale Bildidee und tolle Erklärung. Hoffe, ich bekomme das mit eigenen Bildern gebastelt.

Portrait von BlackMysteria
  • 09.09.2011 - 09:38

Das Tutorial gefällt mir gut, für einen Anfänger ohne die richtigen Arbeitsmaterialien und Kenntnis eher weniger geeignet. Schade ist auch, dass diese Umsetzung nur mit den richtigen Fotos gemacht werden kann.
Dennoch danke für die Mühe, hat Spaß gemacht das auszuprobieren.

Portrait von nasto
  • 28.06.2011 - 13:02

Schönes Tutorial. Schade dass die Arbeitsmaterialien nicht dabei sind.

Portrait von ChillPhil
  • 20.03.2011 - 17:39

ich finde das ist ein sehr schönes tut

Portrait von Emely2010
  • 28.02.2011 - 18:31

wow bin begeistert, schöne idee

Portrait von joschita93
  • 07.02.2011 - 17:06

Gibt es gar keine Materialien zum Downloaden? :(

Weil ich dieses super Bild gerne einmal selbst versuchen möchte! :)

Portrait von Uli_Staiger
  • 07.02.2011 - 17:30

...gibt es. Und alle anderen Arbeitsdateien meines ersten Buches (erschienen bei it-fachportal):http://bit.ly/euN1mO

Schöne Grüße,
Uli Staiger
Fotograf

Portrait von sunnybabe26
  • 03.01.2011 - 14:24

super tut danke 100000x

Portrait von giwdul_der_Meister
Portrait von prolli
  • 09.10.2010 - 07:03

sehr geil gut erklärt

Portrait von hedemuenden
  • 29.08.2010 - 22:17

Wirklich sehr beeindruckend.Der Workshop ist klasse.

Portrait von SnoopySchlumpf
  • 09.08.2010 - 19:19

Toll aber ich glaub ne nummer zu hoch für mich! Danke

Portrait von Zimsl
  • 24.06.2010 - 02:11

super tutorial...danke! =)

Portrait von voehse
  • 28.05.2010 - 11:51

Toll, aber nichts für Anfänger

Portrait von snow2000
  • 12.05.2010 - 15:27

sehr genial! Vielen Dank für das Tutorial

Portrait von Belze
  • 06.05.2010 - 11:38

richtig geil :D
5 sterne

Portrait von Dr_Moe
  • 28.04.2010 - 10:34

sehr cool! geile Idee, vielen Dank fürs teilen!

Portrait von schnibbelliese
  • 24.04.2010 - 18:22

wow.... hammer... werde ich direkt mal ausprobieren. danke

Portrait von Soloclassic
  • 10.04.2010 - 18:49

SEHR schönes Tutorial hat mir wirklich spaß gemacht und es ist wirklich ein tolles Ergebnis.. einfache Erklärungen :) das einzige was mir schwer viel waren die Pfade aber das liegt daran dass ich mich damit noch nicht auskenne.. ;) dankeschön

x
×
×