Anzeige
Tutorialbeschreibung

Think big! - Mensch ärgere dich nicht in 3D

Think big! - Mensch ärgere dich nicht in 3D

Bilder


Rein technisch gesehen gibt es kaum eine Größenbeschränkung bei der Makrofotografie: Je kleiner der Gegenstand, desto leistungsfähiger muss das Objektiv, desto größer der Abstand zwischen Objektiv und Kamera sein. Ab einem gewissen Abbildungsmaßstab jedoch ist die Schärfentiefe derartig gering, dass ein Gegenstand sich trotz geschlossener Blende einfach nicht mehr komplett scharf abbilden lässt. Was hilft? Ein mieser kleiner Trick: Im vorliegenden Bild sind die Spielfiguren Makronachbildungen mit einer Größe von 25 cm! Auch der Würfel hat eine stattliche Kantenlänge; auf diese Weise lassen sich alle Gegenstände scharf abbilden.


 

1. Spielplan auf neuen Untergrund ziehen

Legen Sie zunächst eine neue Arbeitsfläche mit den Maßen 22,5 x 13 cm im Querformat an. Öffnen Sie die Datei PLAN und wählen Sie den Plan mit dem Polygonlasso aus. Die Auswahl bekommt eine weiche Kante von 0,5 Pixeln, dann ziehen Sie den Plan auf die neue Arbeitsfläche.

Bilder
´


 

2. Spielplan verkrümmen

Über den Dialog Bearbeiten>Transformieren>Verkrümmen öffnet sich eine Gittermatrix, die Sie nun ganz nach Belieben bearbeiten können. Der Plan soll wellig erscheinen, deshalb sollten Sie allzu heftige Verrenkungen vermeiden. Dann öffnen Sie den HIMMEL und ziehen ihn unter dem Spielplan ins Bild.

Bilder



 

3. Pinselspitze anlegen

Prinzipiell eignet sich für das Malen von Dunst jede unscharfe Werkzeugspitze. Legen Sie jedoch eine sehr unregelmäßige, die Struktur von Wolken nachahmende Spitze an, so wirkt Ihr Ergebnis überzeugender. Experimentieren Sie ruhig ein wenig mit den Formeigenschaften und der Streuung.

Bilder



 

4. Dunst einmalen

Malen Sie nun mit unterschiedlich großen Spitzen von 25 bis 250 Pixeln Durchmesser und einer Deckkraft von 4 bis 6 Prozent Dunst auf den Horizont. Die Dunstebene liegt über den beiden vorhandenen Ebenen.

Bilder



 

5. Vordergrund: Schatten einfügen

Da das Licht von rechts kommt, muss die Welle des Plans einen Schatten bekommen. Dies geht am einfachsten, indem Sie mit einer sehr großen, weichen Werkzeugspitze und 7 % Deckkraft die Mitteltöne nachbelichten. Auch das Aufmalen eines warmen Grautons mit 7 % Deckkraft funktioniert gut.

Bilder



 

6. Erste Figur einbauen

Öffnen Sie FIGUR_1 und stellen Sie sie per Zeichenstiftwerkzeug frei. Wandeln Sie den so entstandenen Pfad in eine Auswahl um, geben Sie ihr über Kante verbessern eine weiche Kante von 0,5 Pixeln und ziehen Sie den Kegel auf den Plan. Über Bearbeiten>Transformieren wird er skaliert und gedreht.

Bilder



 

7. Alle Figuren einfügen

Auch der Rest der Figuren wird freigestellt, skaliert und an die entsprechende Stelle gerückt. Der große Kegel rechts ist FIGUR 2, der mittlere eine Kopie von FIGUR 1, alle anderen sind Kopien von FIGUR 3. Unter Berücksichtigung der Perspektive können Sie die Kegel selbstverständlich auch anders verteilen.

Bilder



 

8. Färben der Figuren

Öffnen Sie nun als Einstellungsebene die Farbbalance. Bestätigen Sie den Dialog zunächst ohne Änderungen und geben Sie der Einstellungsebene über das Ebenenmenü eine Schnittmaske. Dann öffnen Sie die Farbbalance erneut und färben jede Figur über den Bereich Mitteltöne und Tiefen ein.

Bilder



 

9. Für Filter vorbereiten

Die Figuren sollen dynamisch wirken, sich also bewegen. Damit Sie einen Bewegungsfilter wie den Radialen Weichzeichner auch nach seiner Anwendung noch verändern können, bereiten Sie die Ebene des vorderen rechten Kegels über das Filtermenü für den Einsatz eines Smartfilters vor.

Bilder



 

10. Kreisförmiger Radialer Weichzeichner

In der unteren rechten Ecke des Ebenenicons ist nun das Symbol eines Smart Object zu erkennen. Wenden Sie den Filter des Radialen Weichzeichners mit der Option kreisförmig an. Sie können ihn auch nach dem Speichern des Bildes jederzeit editieren und verändern.

Bilder



 

11. Strahlenförmiger Radialer Weichzeichner

Besser steuerbar ist der Filter, wenn der Wirkungsbereich zuvor mit einer quadratischen Auswahl definiert wird. Drücken der Shift-Taste während des Auswählens garantiert ein exaktes Quadrat. Wählen Sie so den vorderen linken Kegel aus und wenden Sie den Weichzeichner an.

Bilder



 

12. Schatten malen, färben

Legen Sie über der Spielplanebene eine neue Ebene für die Schatten der beiden vorderen Figuren an und ändern Sie den Verrechnungsmodus von Normal zu Multiplizieren. Dann malen Sie mit einer großen, sehr weichen Werkzeugspitze und warmem Grau grob die Konturen der Kegel als Schatten nach.

Bilder



 

13. Schatten hintere Figuren

Die Schatten der hinteren Figuren werden so erzeugt: Kopieren Sie die Ebene der jeweiligen Figur, drehen und verzerren Sie sie. Über eine Tonwertkorrektur wird die Zeichnung entfernt, indem für Lichter wie Schatten der Wert 126 festgelegt wird. Dann ändern Sie den Verrechnungsmodus in Multiplizieren.

Bilder



 

14. Weichzeichnen

Zeichnen Sie den Schatten mit etwa 9 Pixeln weich und färben Sie ihn über die Mitteltöne der Farbbalance warm ein. Übrigens: Berührt der Schatten die Figur, scheint sie fest am Boden zu stehen; haben beide keine Verbindung, schwebt die Figur über dem Spielfeld.

Bilder



 

15. Augen auswählen, umfärben

Der rote Würfel passt nicht recht ins Konzept, er wird deshalb umgefärbt. Öffnen Sie ihn und wählen Sie mit dem Zauberstab oder dem Polygonlasso sämtliche Augen des Würfels aus. Reduzieren Sie im Tonwertkorrektur-Dialog die hellen Töne bis zum Wert 68.

Bilder



 

16. Auswahl umkehren, elfenbeinfarben färben

Kehren Sie dann die Auswahl um und öffnen Sie den Dialog Farbton/Sättigung. Der gesuchte Farbton liegt etwa beim Wert 50, die Sättigung muss um ein Drittel verringert werden. Anschließend hellen Sie dem etwas sumpfigen Farbton mit einer Gradationskurven- oder einer Tonwertkorrektur auf.

Bilder



 

17. Einbauen, platzieren, drehen

Der umlackierte Würfel wird per Polygonlasso ausgewählt, ins Bild gezogen und unterhalb von Figur 2 platziert. Über Bearbeiten>Transformieren drehen Sie ihn um 30° gegen den Uhrzeigersinn und skalieren ihn zu passender Größe. Wenn die obere Ecke angeschnitten ist, hat die Szene mehr Kraft als ohne Anschnitt.

Bilder



 

18. Fläche vorn abdunkeln

Um die Schattenseite noch ein wenig abzudunkeln, legen Sie im Modus Linear Nachbelichten eine Ebene über dem Würfel an. Wählen Sie über Apfel/Strg+A alles aus und füllen Sie die Ebene mit Weiß. Dunkeln Sie dann mit einer großen Werkzeugspitze, Deckkraft 10 %, Kantenschärfe 25 % die Seite etwas ab.

Bilder



 

19. WZ anwenden

Ziehen Sie mit gedrückter Shift-Taste das Auswahlrechteckwerkzeug auf, sodass sich der gesamte Würfel innerhalb der Auswahl befindet. Öffnen Sie den Radialen Weichzeichner (kreisförmig) und legen Sie über die Matrix analog zur Auswahl einen Drehpunkt fest. Eine Stärke zwischen 5 und 10 reicht aus.

Bilder



 

20. Splitter einziehen, Fülloptionen

Öffnen Sie die Datei "SPLITTER" und ziehen Sie sie über der Ebene des Würfels ins Bild. Öffnen Sie den Dialog der Fülloptionen über Ebene>Ebenenstil und entfernen Sie die dunkelsten Tonwerte der Splitterebene. Mit gedrückter Alt-Taste ziehen Sie den rechten Reglerteil weiter nach links, bis ein weicher Übergang entsteht.

Bilder



 

21. Neue Ebene

Leider kann die Ebene noch nicht unabhängig vom ausgeblendeten Hintergrund der Splitter bearbeitet werden. Legen Sie deshalb eine neue Ebene direkt darunter an und reduzieren Sie beide über Apfel/Strg+E auf eine einzige Ebene. Dann wechseln Sie über die Taste Q in den Maskierungsmodus.

Bilder



 

22. Teil der Splitter auswählen

Malen Sie mit einer weichen Werkzeugspitze, Deckkraft 100 % eine Maske über den rechten, dem Licht zugewandten Teil der Splitter. In eine Auswahl zurückverwandelt (erneut Taste Q) öffnen Sie die Einstellungsebene einer Tonwertkorrektur und hellen die Splitter auf; dann heben Sie die Auswahl auf.

Bilder



 

23. Quadratische Auswahl

Zum Schluss soll der Crash von Würfel und Spielfigur noch etwas mehr Speed bekommen, indem auch die Splitter mit dem strahlenförmigen radialen Weichzeichner behandelt werden. Der Ausgangspunkt der Bewegung über der unteren Würfelecke setzt dem Composing das i-Tüpfelchen auf!

Bilder





Bilder


DVD-Werbung
Kommentare
Achtung: Du kannst den Inhalt erst nach dem Login kommentieren.
Portrait von Hannah1401
  • 13.02.2014 - 11:53

kommt was spät, aber echt geil gemacht!!!

Portrait von LauraHeidgen
  • 08.08.2012 - 18:50

super erklärt!!!! hat mir sehr weiter geholfen!!!

Portrait von heeka
  • 16.05.2012 - 09:50

Danke für die gute Anleitung mit den zahlreichen Tricks, die ein Composing realistisch erscheinen lassen und zum Leben erwecken. Ich werde auf jeden Fall ausprobieren.

Portrait von hamsibone
  • 19.07.2011 - 21:29

Vielen Dank für das Tutorial

Portrait von Edgehead73
  • 15.07.2011 - 14:07

Sehr tolles Tutorial.
Ich habe mich gestern mal hingesetzt und versucht meine Schachbrett Version von diesem Tut zu basteln...es ist zwar bei weitem nicht so genial wie dieses hier, doch ich glaube für den Anfang schon ganz okay...!

http://sexton666.deviantart.com/art/Checkmate-227083601

Portrait von Black_Tear
  • 14.06.2011 - 14:44

so ich habs eben runtergeladen. Mal sehen obs so ist, wie alle sagen. :)

Portrait von foto_franti
  • 11.06.2011 - 08:01

richtig gutes tutorial werde es gleich ausprobiere

Portrait von maui328
  • 01.06.2011 - 22:24

sehr nice, nur zu empfehlen

Portrait von ps_top
  • 07.04.2011 - 19:35

Sehr lehrreich. Und dass der Autor ein guter Beobachter ist - und sein muss um die Realität auch nachzubauen - beweist er mit seinen lichtphysikalischen Hinweisen zum Schatten. (Kernschatten, von hartem Schatten zum weicheren mit zunehmender Entfernung vom Objekt, etc.) Hier machen Anfänger gerne viele Fehler. Natürlich gibt es bei einer solchen Komposition noch viel mehr zu beachten: Perspektive, Transparenzen, Reflexionen. Viel Substanz also in diesem Workshop.
Nur mit dem Hinweis, dass der Workshop gar nichts besonderes sei, da keine besonderen Aufnahme oder Lichttechniken angewandt wurden, untertreibt er wohl ein wenig. Auch um dies alles in Photoshop nachzubauen, braucht es doch mehr als nur ein bisschen Photoshop Kenntnisse. Die sind wohl gut zu erlernen, ich habe aber Kollegen erlebt, die mit diesen Techniken einfach nicht klar kamen und sich frustriert abwandten. Aber ein guter Pianist sagt auch, dass die Walzer von Chopin relativ einfach zu spielen seien...

Portrait von Necke99
  • 13.02.2011 - 17:45

phantastisch, deine kreativität ist genial

Portrait von DzumH
  • 26.01.2011 - 19:47

Wirklich tolles Tutorial, alles sehr gut nachvollziehbar und gut erklärt.
Danke :)

Portrait von oldie2
  • 20.01.2011 - 23:45

Sehr gut geschrieben, sobald ich das Arbeitsmaterial habe werde ich es nacharbeiten.

Portrait von Josef17
  • 17.12.2010 - 11:26

gefällt mir sehr gut. Das ist eine gut zu verstehende und nachvollziehbare Anleitung für ein wunderschönes Composing. Mit der Anleitung als Grundlage lassen sich auch viele andere Sachen bewerkstelligen.

Portrait von captainthriller
Portrait von allannda
  • 10.07.2010 - 23:47

Beschreibung Spitze, absolut nachvollziehbar. Vielen Dank.

Alternative Portrait

-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)

  • 09.06.2010 - 16:18

Super Tutorial (: danke!

Portrait von Rici_
  • 01.06.2010 - 14:55

Hat alles super geklappt!! Dankeschön!! =)

Portrait von renejuz
  • 14.04.2010 - 01:46

echt cooles tutorial
gut erklaert
dankeschoen

Portrait von frauenpower1000
  • 04.04.2010 - 16:20

hy habs ausprobiert hat ganz gut geklappt.danke

Portrait von amenito
  • 23.03.2010 - 03:33

alguien habla español?

x
×
×