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Tutorialbeschreibung

Icons erstellen - Teil 2: digitalisieren und ausgeben

Icons erstellen - Teil 2: digitalisieren und ausgeben

Im zweiten Teil des Icon-Doubles geht es an die praktische Gestaltung von Icons. Hier lernt ihr, wie aus einem Scribble ein kleines digitales Kunstwerk entsteht. Welche Schritte sind sinnvoll, was muss zur Größenoptimierung bedacht werden? Wie lassen sich Icons fürs Betriebssystem, auf Websites oder als Favicon einbinden und welche Tools sind dazu notwendig?

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Grundform erstellen

Die Grundform, also die Umrisse der einzelnen Iconelemente, zeichne ich grundsätzlich auf Vektorbasis. Auf der einen Seite schränkt man sich hiermit automatisch ein wenig mit den Details entlang der Kanten ein, was einer späteren Verkleinerung zugutekommt, und zum anderen erhält man somit ein äußerst flexibles Ausgangsmaterial.

Persönlich verwende ich für diese Aufgabe Illustrator, weil er für Zeichenfunktionen einfach das bessere Programm ist. Es läuft alles ein Stück komfortabler und flüssiger von der Hand als in Photoshop. Nichtsdestotrotz lassen sich die nächsten Schritte ebenso gut in Photoshop mit dem Pfadwerkzeug erstellen.


Skizze importieren (Illustrator)

Erstellt ein neues Dokument (Größe und Farbraum sind egal) und platziert die Skizze (skizze.tif) über Datei>Platzieren auf der Arbeitsfläche. In den Importoptionen hakt ihr Vorlage an.

Bild in Illustrator platzierenBilder



 
Auf diese Weise wird die Ebene automatisch gesperrt und ein wenig abgeblendet. Somit könnt ihr leichter darüber zeichnen.

Vorlageebenen in IllustratorBilder



 

Zeichenebene einrichten

Erstellt euch mit einem Klick auf das Symbol Neue Ebene eine neue Ebene, auf der ihr zeichnen könnt. Zudem weist ihr der Fläche die „Farbe“ Transparenz zu. Dazu einmal auf das Flächenfarbfeld in der Werkzeugleiste klicken und danach auf das kleine weiße Quadrat mit dem roten Strich. Mit einem Doppelklick auf die Konturfarbe wählt ihr eine Farbe, die einen starken Kontrast zu den Farben in der Skizze zeigt, etwa ein Pink.

Kontrastreiche Farben einrichtenBilder



 

Icon nachzeichnen

Beginnt nun mit der Seite der vorderen Leiste. Aktiviert den Zeichenstift und klickt einmal auf jeden Eckpunkt. Wenn ihr auf den letzten/ersten Punkt klickt, erscheint am Cursor ein kleiner Kreis, der symbolisiert, dass der Pfad geschlossen wird.

Hebt die Auswahl auf, indem ihr irgendwo auf die freie Fläche klickt, und wählt dann mit dem schwarzen Pfeil das eben erstellte Pfadkonstrukt. (Die Auswahl, die direkt nach dem Erstellen angezeigt wird, umschließt nicht den gesamten Pfad, darum das Ab- und Anwählen.

Über Bearbeiten>Kopieren, gefolgt von Bearbeiten>Davor einfügen dupliziert ihr den Pfad an der gleichen Stelle. Wählt das Direkt-Auswahl-Werkzeug (weißer Pfeil), klickt auf den Punkt links unten und zieht ihn auf den Eckpunkt des rechten Teils der Holzleiste.

Tipps zur Arbeit in Photoshop


1. Nachdem Ihr das erste Objekt als Pfad gezeichnet habt, geht in die Pfadepalette und klickt doppelt auf den entstandenen "Arbeitspfad". Somit wird dieser in einen normalen Pfad umgewandelt und Ihr verhindert, das versehentlich bereits gezeichnete Teile überschrieben werden. (Dieser Schritt ist nicht zwingend nötig)
 
2. Den Befehl "Davor einfügen" aus Illustrator gibt es erst ab CS5. Das macht aber nichts, denn Photoshop platziert kopierte Pfade nach normalem Einfügen (Strg/Cmd + V) automatisch an die Ursprungsposition.

Formen nachzeichnenBilder



 
Genauso verfahrt ihr im Anschluss mit dem linken oberen Punkt, den ihr an die rechte obere Ecke des rechten Leistenteils zieht. Damit ist die erste Leiste fertig. Wählt wieder den Zeichenstift und klickt euch entlang der vier Eckpunkte der linken Holzleiste. Im oberen Bereich müsst ihr nicht besonders genau arbeiten, da dieser Bereich später von der anderen Holzleiste überdeckt wird.

Überlappende Pfade spielen keine RolleBilder



 
Um die andere Seite der Leiste zu erstellen, verfahrt ihr wie bereits bei der anderen Leiste: Kopieren, davor einfügen und die Eckpunkte mit dem Direkt-Auswahl-Werkzeug verschieben.

Tiefe hinzufügenBilder



 
Nach dem gleichen Prinzip erstellt ihr nun noch die Formen der anderen Leisten. Wie bereits geschrieben: Bereiche, die sowieso überdeckt werden, was an der Skizze schon einigermaßen deutlich sein sollte, bedürfen keiner besonderen Sorgfalt.

Ansicht aller nachgezeichneten HolzleistenBilder



 
Die Tafel und die Zettel sind ebenfalls mit einigen wenigen Klicks auf die Eckpunkte erstellt. Lasst die Tafel dabei nur bis in die Mitte der rechten Holzleiste laufen, um zu simulieren, dass sie im Holz verschwindet.

Alle nachgezeichneten HolzleistenBilder



 
Für die kleinen Punkte/Scheiben an den Zetteln verwende ich das Ellipsen-Werkzeug. Haltet beim Erstellen der Form die Umschalt-Taste gedrückt, um eine Kreisform anstatt einer Ellipse zu erhalten. Um die Figur im Hintergrund zu zeichnen, wählt ihr den Buntstift (rechts neben dem Pinselwerkzeug) und umfahrt die Figur halbwegs genau.

Nachzeichnen des Männchens mit dem BuntstiftBilder



Die Detailanpassung findet später in Photoshop statt, ihr müsst hier also keine Kunstwerke vollbringen. Ein Grafiktablett bietet sich hier und auch später in Photoshop an, aber auch mit der Maus ist das alles mit ein wenig mehr Mühe machbar. Markiert nun alle Pfadelemente, indem ihr mit dem Auswahlwerkzeug einen Rahmen darum zieht und kopiert sie über Bearbeiten>Kopieren in die Zwischenablage.


 

Vorbereitung in Photoshop

Öffnet die Datei „news-icon.psd“ aus dem Materialordner. Hier findet ihr ein bereits bestehendes Icon (Contests), das als Orientierung bzgl. der Größe dient. Zudem liegt im Hintergrund der blaue Balken der PSD-Tutorials.de-Navigationsleiste. Es ist, sofern möglich, immer wichtig, die Grafik direkt auf der späteren Umgebung zu bauen und zu testen. In den blau markierten Ordner „News-Icon“ kommen später dann alle Ebenen für unser Icon.

Vorlagedatei in PhotoshopBilder



 

Pfade importieren

Kopiert euch nun über Bearbeiten>Einfügen eure Pfade in Photoshop hinein, wählt dann Bearbeiten>Pfad frei transformieren und zieht mit der gehaltenen Shift- und Alt-Taste das Pfadebündel so klein, dass es in der Größe in etwa mit dem Contest-Icon übereinstimmt und bestätigt die Transformation mit der Eingabetaste. Zieht zudem den Reiter Pfade aus der Palette heraus (standardmäßig gruppiert mit den Ebenen und den Kanälen), sodass er eine eigenständige Palette bildet. Die Ebene "Contests" könnt ihr nun ausblenden.

Pfade nach Photoshop importierenBilder



 

Vorlageebenen erstellen

Die folgende Prozedur ist der „langweiligste“ Teil der Iconerstellung, erlaubt aber im Nachhinein ein zügiges und freies Arbeiten. Von daher: Augen zu und durch. :) Zoomt ein wenig herein und wählt das Pfad-Auswahlwerkzeug (schwarzer Pfeil) in der Werkzeugpalette aus. Klickt dann auf das Männchen im Hintergrund, um es zu aktivieren.

Pfad auswählenBilder



 
Schneidet den Pfad über Bearbeiten>Ausschneiden aus und erstellt eine neue Ebene, indem ihr auf das entsprechende Symbol in der Ebenenpalette klickt. Haltet dabei die Alt-Taste gedrückt, um direkt die Optionen aufzurufen und gebt der Ebene einen sinnvollen Namen, wie „Männchen“.

Ebene für Vektorelement erstellenBilder



 
Nun erstellt ihr über Ebene>Vektormaske>Alle einblenden eine leere Vektormaske. Diese ist automatisch aktiviert (kleiner Rahmen um die Miniatur in der Ebenenpalette). Fügt nun über Bearbeiten>Einfügen den zuvor ausgeschnittenen Pfad ein. Photoshop verwendet ihn automatisch als Stanzform für die Vektormaske. Das bedeutet, Ebeneninhalte werden nun ausschließlich innerhalb der Pfadform dargestellt.

Vektormaske erstellenBilder



 
Wechselt zurück zum Arbeitspfad, wählt erneut das Pfad-Auswahlwerkzeug und markiert ein beliebiges weiteres Pfadstück, z. B. die Seite der hinteren Holzleiste. Auch diese schneidet ihr wieder aus, erstellt eine neue Ebene mit passender Bezeichnung, gefolgt von der Vektormaske und dem Einfügen des Pfadstücks.

Zweites Pfadobjekt maskierenBilder



 
Auf diese Weise verfahrt ihr nun mit jedem einzelnen Pfadelement. Um den Ablauf ein wenig zu beschleunigen, bietet es sich an, eine Aktion mit den genannten Schritten aufzuzeichnen. Die einzelnen Schritte seht ihr auch nochmals in der nachstehenden Abbildung. Über die Aktionsoptionen lässt sich zudem eine Tastenkombination zuweisen, über die ihr die Aktion schnell abspielen könnt. Nun müsst ihr nur noch ein Pfadstück auswählen, die Aktion starten und fertig.

Aktion erstellenBilder



 
Am Ende habt ihr in eurer Ebenenpalette eine Ebene samt Vektormaske für jedes Element. Als kleine Erleichterung: Die Blätter bzw. die kleinen Scheiben an den Blättern könnt ihr jeweils gesammelt als Viererpack einer einzigen Ebene zuweisen.

Alle Vektorformen liegen als Ebene mit Maske vorBilder



Solltet ihr Probleme bis hierhin gehabt haben, könnt ihr ab hier die Datei „news-icon-pfade.psd“ verwenden.


 

Grundfarben definieren und Ebenen organisieren

Ab jetzt geht es mit dem Gestalten los. Zuerst legt ihr für jede Ebene eine Grundfarbe fest. Also die Hauptfarbe des jeweiligen Elements, ohne dass Schatten oder Licht darauf einwirken. Beginnen wir mit den Holzleisten. Wählt einen mittleren Braunton für die Vordergrundfarbe und speichert ihn in der Farbfelderpalette ab.

Danach füllt ihr alle Holzleisten-Ebenen mit diesem Farbton. Am schnellsten geht es, indem ihr jeweils eine Ebene markiert und dann mit der Tastenkombination Alt+Backspace (die Taste über der Return-Taste) die Vordergrundfarbe zuweist.

Grundfarbe für die Holzleisten zuweisenBilder



 
Ebenso sucht ihr euch für alle anderen Elemente auch jeweils eine Grundfarbe, speichert sie in der Farbfeldpalette und weist sie der jeweiligen Ebene zu. Fühlt euch hier frei in der Farbwahl. Es ist euer ganz persönliches Kunstwerk. :)

Alle Objekte mit Grundfarbe versehenBilder



 
Je nachdem, in welcher Reihenfolge ihr die Pfadteile zu Beginn den Ebenen zugewiesen habt, stimmt die Reihenfolge nun nicht ganz und manche Elemente, wie bei mir die Rückwand, liegen über den Ebenen, die eigentlich im Vordergrund zu sehen sind.

Jetzt ist der geeignete Zeitpunkt, das zu korrigieren. Schiebt die Ebenen mit Eigeninitiative oder durch Abgucken vom Screenshot in die richtige Ordnung. Zur besseren Übersicht gruppiert ihr alle Holzebenen noch in einer Ebenengruppe, indem ihr alle entsprechenden Ebenen auswählt und dann Strg/Cmd+G drückt.

Übersicht der EbenenhierarchieBilder



 

Plastizität verleihen

Durch das Zuweisen von Licht und Schatten bekommt das Icon nun endlich den nötigen Feinschliff. Dazu verwendet ihr weitestgehend den Pinsel. Grundsätzlich ist hier anzumerken: Stellt die Deckkraft auf ca. 10-15%. Bei einer so kleinen Grafik wirkt der Farbauftrag gleich doppelt stark. Malt lieber 2-3 Mal über die gleiche Stelle, anstatt dass ihr mit 100%iger Deckkraft viel zu viel Farbe auftragt. Die Größe und Härte der Pinselspitze werdet ihr zudem ebenfalls häufig variieren. Bei aktiviertem Pinsel (Shortcut B) könnt ihr das Pinselspitzen-Menü schnell aufrufen, indem ihr mit der rechten Maustaste auf die Arbeitsfläche klickt.

Noch schneller geht es seit Photoshop CS4 mit der Tastenkombination Strg+Alt. Wenn das Pinselwerkzeug aktiviert ist, lässt sich durch ein seitliches Ziehen der Maus der Radius, durch ein vertikales Bewegen die Kantenschärfe schnell einrichten.

Wählt die Ebene der Oberseite der rechten Holzleiste und erstellt nun eine neue Ebene. Alt-Klick auf das Symbol für neue Ebene, gebt ihr den Namen „Lichter“ und klickt auf die Checkbox Schnittmaske aus vorheriger Ebene erstellen. Somit beschränken sich die Inhalte dieser Ebene auf die Bereiche, in denen auch die darunterliegende Ebene Pixel aufweist. Wählt die Farbe für das Holz aus der Farbfeldpalette und öffnet dann den Farbwähler.

 
Sucht euch einen helleren Braunton heraus, der den Lichteinfall simuliert, und legt auch diese Farbe in der Farbpalette ab.

Lichteffekte aufpinselnBilder



 

Ansichtsmodus konfigurieren

Bevor es nun an das Schattieren geht, passen wir die Ansicht noch ein wenig an. Stark eingezoomt können wir schön arbeiten, sehen allerdings nicht, wie sich das Ergebnis in Originalgröße auswirkt. Wählt den Menübefehl Fenster>Anordnen>Neues Fenster für…“ gefolgt von dem Befehl Fenster>Anordnen>Nebeneinander. Nun könnt ihr eine der beiden Ansichten bei 100% Größe zur Kontrolle verwenden und das andere Fenster im starken Zoom zum Arbeiten nehmen.

Ansichtsmodus anpassenBilder



 

Licht und Schatten

Aktiviert nun das Pinselwerkzeug, stellt den Radius auf ca. 30 Pixel und die Kantenschärfe auf 0%. Malt nun in mehreren Schichten einen hellen Verlauf von oben nach unten auf die Lichter-Ebene der Holzleiste.

Setzen von HighlightsBilder



 
Vom unteren Ende aus soll als Kontrast noch ein wenig Schatten hinaufragen. Wählt die normale Holzfarbe in der Farbfeldpalette, definiert über den Farbwähler einen dunkleren Farbton und fügt ihn der Ebenenpalette hinzu. Dann erstellt ihr oberhalb der Lichterebene eine neue Ebene mit der Bezeichnung „Schatten“ und gruppiert sie ebenfalls mit der darunterliegenden Ebene. Das geht entweder wie vorhin beschrieben in den Optionen bei der Ebenen-Erstellung, oder aber auch mit einem Alt-Klick zwischen beide Ebenen in der Ebenenpalette. Wie auch bei dem Licht malt ihr auf dieser Ebene nun ein wenig Schatten von der unteren Kante hinein.

Objekte schattierenBilder



Vom Grundprinzip ist das bereits der gesamte Spuk. Für jede Ebene erstellt ihr separate Licht- und Schattenebenen und beginnt die entsprechend helleren bzw. dunkleren Farben aufzutragen, um plastische Tiefe zu erzeugen. Natürlich lassen sich auf diese Weise auch andere Ebenen ergänzen, wie z. B. kleine Details wie Strukturen, Kritzeleien auf der Tafel etc. An dieser Stelle rege ich dazu an, selber zu experimentieren. Für jedes Detail und jede Ebene kann ich hier keine Beschreibung gehen - mir geht es vorrangig darum, das Prinzip zu beschreiben.

 

Details ausarbeiten

Zum Abschluss der Gestaltung möchte ich nur noch auf die ein oder andere Detailgestaltung eingehen. Wem es nicht gelingt, das Icon auf eigene Faust zu schattieren, kann sich gerne an dem Zwischenstand im Materialordner bedienen. Die Blätter auf dem Brett sollen einen Schlagschatten erhalten, damit sie nicht ganz so platt an der Tafel kleben. Aktiviert dazu die Schatten-Ebene für die Tafel (sofern ihr keine angelegt habt während eurer Ausarbeitung, holt das nun nach). Wählt das Polygon-Lasso-Werkzeug aus dem Fach, in dem sich auch das normale Lasso befindet, und klickt euch eine Auswahl entlang der Blätter zurecht, ähnlich der Abbildung. Diese Auswahl füllt ihr mit der einer dunkleren Farbe, als die Tafel aufweist.

Schattendetails an den Notizzetteln setzenBilder



 
Die Tafel soll zudem noch ein wenig Struktur bekommen. Dazu wählt ihr die Grundebene der Tafel (also nicht Lichter oder Schatten) und wendet den Filter>Rauschfilter (ältere Versionen Störungsfilter) Rauschen/Störungen hinzufügen an. Ein Wert von ca. 2,5 ist bei der recht kleinen Größe des Icons ausreichend.

Die Tafel mit Struktur versehenBilder



 
Um die Figur im Hintergrund noch etwas eleganter zu gestalten, aktiviert ihr die Ebene mit dem Männchen und weist ihr über Ebene>Ebenenmaske>Alle einblenden eine neue, leere Maske zu. Mit einem Pinsel mit dem Durchmesser 1px, Kantenschärfe 98% und Schwarz als Vordergrundfarbe maskiert ihr nun die zu klobigen Bereiche bzw. ergänzt dezent hier und dort ein paar Pixel.

Männchen modellierenBilder



 
Zu guter Letzt erhält das gesamte Icon noch einen Schatten am Boden. Dazu erstellt ihr eine neue Ebene an unterster Position und klickt mit dem Zeichenstift oder dem Polygonlasso eine reduzierte Schattenform auf den Boden. Diese wird mit Schwarz gefüllt, leicht weichgezeichnet und die Deckkraft auf etwa 75% reduziert. Und fertig ist das Icon. :)

Das fertige IconBilder



 

Icons ausgeben

Je nachdem, für welchen Zweck das Icon nun verwendet werden soll, sind verschiedene weitere Schritte notwendig.


Website

Für die Einbindung als Grafik auf einer Website ist nichts Spezielles zu beachten. Die Grafik wird als PNG, JPG oder GIF gespeichert und wie jedes andere Bild auch in den Quelltext eingebunden.

Favicon

Soll das Icon als Favicon eingesetzt werden, also als eins jener kleinen Symbole, die in der Adressleiste des Browsers, an den Lesezeichen oder unter Windows auch als Symbol für einen Link auf dem Desktop angezeigt werden, muss das Icon im .ico-Format vorliegen. Wie ihr dieses Format erhaltet, erkläre ich am Ende des Tutorials.

Sinnvoll für ein Favicon ist es, dieses in den Größen 16x16, 32x32 und 48x48 Pixel zu sichern (gebündelt in einer einzelnen Datei- auch hierzu später mehr). Auch wenn in der Adressleiste nur ein kleines Symbol gezeigt wird, so profitiert es auf dem Windows Desktop hingegen von einer höher auflösenden Ressource. Auch wenn man theoretisch bis zu 512 Pixel große Grafiken für ein Favicon verwenden kann, empfiehlt es sich in der Praxis aufgrund der immensen Dateigröße nicht.

Nachdem die Grafik auf den Server geladen wurde, muss im Quelltext jeder Seite der folgende Codeschnipsel an beliebiger Stelle im head eingebunden werden. Innerhalb der Anführungszeichen nach href muss dabei der Pfad zu der Grafik angegeben werden:

<head>

<link rel="icon" href="favicon.ico">
</head>

Systemicons

Soll das Icon als Symbol innerhalb eines Betriebssystems verwendet werden, so muss es für Windows als .ico bzw. für den Mac als .icns vorliegen. Innerhalb einer solchen Datei werden verschiedene Größen des Icons gespeichert, von denen das OS automatisch die jeweils benötigte Größe bezieht. Systemicons verlangen eine Menge mehr Aufmerksamkeit als ein Icon, wie ich es in diesem Tutorial praktisch aufgezeigt habe. Je kleiner das Icon, desto weniger Details solltet ihr darin verbauen. Entfernt zu filigrane Details und erhöht die Kontraste. Für die optimale Qualitäts-Ausbeute müsst ihr für kleinere Größen das Icon komplett neu zeichnen, da ein reines Skalieren unweigerlich zu verschwommenen Kanten führt.

Für die kleinste Größe von 16 x 16 Pixel empfiehlt es sich zudem, außen eine 1Px starke schwarze Kontur und an der Innenkante eine 1Px breite weiße Kontur anzulegen. So ist gewährleistet, dass das Icon auf jedem Untergrund zu erkennen ist. Mehr zu der Verkleinerungsproblematik findet ihr auch im ersten Teil des Icon-Tutorials zum Konzipieren und Scribbeln.

 

Tools und Plug-Ins

Abschließend noch eine Auflistung verschiedener nützlicher Tools zum Erstellen und Verwalten von Icon-Dateien:
  • Photoshop .ico-Plug-In: Photoshop beherrscht von Haus aus kein Icon-Format. Dieses kostenlose Plug-In wird in den Photoshop-Unterordner: Plug-Ins: File-Formats gelegt. Beim nächsten Start kann über Datei>Speichern auch im .ico-Format gesichert werden.
  • Iconbuilder: Dieses kostenpflichtige Plug-In von The Iconfactory ist eine tolle Lösung für all diejenigen, die viel mit Icons zu tun haben. Hiermit lassen sich bequem gebündelte Icons mit einer Größe bis zu 512 Pixel und in verschiedener Farbtiefe direkt aus Photoshop exportieren. Zudem ist ein Inspektor integriert, der auf Fehler in den Rohdaten hinweist, die bei der Verwendung des Icons im Betriebssystem zu Problemen führen könnten.
  • Icon Editor pack (OS X): Erlaubt das Bündeln mehrerer .ico-Dateien zu einer Datei mit verschiedenen Größen.
  • Icon Sushi: Ähnlich dem Editor Pack, aber für Windows.
  • iConvertivon: Online-Tool zum Erstellen von .ico Dateien aus PNGs, JPGs, GIFs etc.

Weitere Teile


Kommentare
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Portrait von hierkarl
  • 27.05.2014 - 17:31

zwar eigentlich ganz toll, war aber eher auf der suche nach einem tut bei dem solche "Flat Icons" erstellt werden. darum ein nicht ganz soooo grosses dankeschön, aber war trotzdem hilfreich :)
lg karl

Portrait von philip-fuchslocher
  • 30.06.2014 - 11:46

Hey karl,

vor 3,5 Jahren, als der Workshop erstellt wurde, waren Flat-Icons noch nicht so im Trend wie heute. ;)

Das konzeptionelle Grundprinzip aus Teil 1 des Icon-Workshops ist aber eigentlich genauso.
Nur der Aufbau/Umsetzung sollte für Flat-Icons unbedingt auf Basis von Vektorformen in Photoshop, oder noch einfacher in einem Zeichenprogramm wie Illustrator, erstellt werden. Pixelbasiert arbeiten ergibt hier absolut keinen Sinn.

lg
Philip

Portrait von Legend300
  • 14.08.2012 - 17:25

Hat mir echt geholfen!

Portrait von Zimtkuchen
  • 09.02.2012 - 07:49

Super Danke für das tut

Portrait von Nornhall
  • 21.09.2011 - 17:40

Sehr schön. Gut zu sehen, dass sowas auch mit Photoshop möglich ist und nicht nur mit Illustrator. Gerade die kleinen Icons verlangen viel Geschick um auf kleinem Raum etwas schönes entstehen zu lassen. Daumen hoch!

Portrait von bluemchen10
  • 23.08.2011 - 12:21

Schöne Fortsetzung von Teil 1 :)

Portrait von merlinilo
  • 20.08.2011 - 17:50

Gut erklärtes, sehr Umfangreiches Tutorial, THX

Portrait von nasto
  • 27.06.2011 - 03:28

Die Arbeitsmaterialien sind echt teuer :-)

Portrait von businsky
  • 19.06.2011 - 09:04

super erklärt und echt hilfreich. hat mich gefreut!

Portrait von Silently
  • 26.05.2011 - 14:35

Ein klasse Tutorial! Hat mir sehr geholfen. Danke dafür und weiter so.

Portrait von Speeedy86
  • 09.05.2011 - 20:21

Wirklich sehr verständlich und ausführlich erklärtz. Vielen Dank

Portrait von ExtGamer
  • 07.05.2011 - 13:26

Sehr gut nachvollziehbar und schön erklärt. Weiter so :)

Portrait von DaKleene
  • 05.04.2011 - 11:04

super Tutorial... gut verständlich

Portrait von Zero_Kiryuu15
  • 02.04.2011 - 14:34

ist richtig toll geworden
danke

Portrait von Silently
  • 29.03.2011 - 13:12

Klasse Tutorial!! Der Stil ist einfach cool

Portrait von milliway
  • 26.03.2011 - 01:35

sehr detailreich, danke.

Portrait von twinfighter
  • 23.03.2011 - 17:12

...super erklärt!
Danke

Portrait von salsera75
  • 20.03.2011 - 01:32

Ein ausgesprochen gutes Tutorial. Vielen Dank!

Portrait von Sasha
  • 14.03.2011 - 21:54

Sehr gutes Tut und schönes Icon. Vielen Dank für die Mühe, die Du Dir gemacht hast.

Portrait von Solla
  • 14.03.2011 - 14:42

Tolles Video und wie immer klasse erklärt!
Vielen Dank.

Hab direkt mal 3 Icons erstellt und bin recht zufrieden damit. Dass man das Icon so schnell in PS kolorieren kann ist toll. Ich dachte immer, dass müsse ich alles in Illustrator umsetzen - da mir PS aber mehr liegt ist das Video wie auf mich zugeschnitten...

B.G.
Solla

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