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Tutorialbeschreibung

Space Art - detaillierten Planeten erstellen

Space Art - detaillierten Planeten erstellen

Dieses Tutorial zeigt euch, wie ihr detaillierte Planeten für eine Space-Art-Szenerie erstellen könnt.

Mein Ziel ist nicht, euch eine Reihe Filter vor die Nase zu werfen und zu zeigen, mit welchen Einstellungen ihr diese der Reihe nach über euer Bild werfen müsst, damit ihr etwas erhaltet, was eventuell ein Planet sein könnte.

Behandelt werden die Themen:

Grundlage, Textur, Tag & Nacht, Atmosphäre, Wolken, Farbe, Städte

[Update 28.04. - 12:30]


1) Unser Ziel:

Zunächst möchte ich kurz darauf eingehen, was wir in diesem Tutorial erreichen möchten. Unser Ziel ist es, einen 500*500px großen Planeten zu erstellen, der möglichst detailliert und realistisch aussieht. Hier seht ihr einen Planeten, den ihr mit Hilfe diesen Tutorials erstellen könnt.

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Und diesen Planeten werden wir im Laufe dieses Tutorials erstellen:
(auch wenn eurer mit Sicherheit anders aussehen wird).

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2) Die Grundlage:

Alles beginnt mit einem neuen Dokument. Da wir möglichst viele Details der Texturen erhalten wollen, die wir verwenden werden, müssen wir in einer größeren Auflösung arbeiten als unser Planet am Ende groß sein soll. Etwa 400% unserer Endgröße sollten wir von Anfang an verwenden, also 2000x2000px.
Der erste Schritt ist, den Hintergrund mit einem dunklen Grau zu füllen (ihr solltet es von absolutem Schwarz unterscheiden können, aber nicht zu hell machen), zum Beispiel #151515.
Anschließend erstellen wir eine neue Ebene und ziehen auf dieser mit dem Kreisauswahlwerkzeug eine Auswahl (Alt + Shift gedrückt halten und von der Mitte des Dokumentes ziehen). Diese sollte unser Dokument gut ausfüllen, aber noch genug Rand lassen. Diese Auswahl füllen wir mit schwarz (#000000).
Der schwarze Kreis wird einmal unser Planet, den Rand nach außen brauchen wir für die Atmosphäre.

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3) Die Textur Part I

Nun kommt der Teil der Arbeit, der euren Planeten einzigartig werden lässt: Die Auswahl der Texturen. Für diejenigen, die nicht wissen, wie sie an gute (sprich hochauflösende) Texturen kommen: www.sxc.hu oder eine ähnliche Seite benutzen. Auf deviantArt lassen sich über eine gute Suchanfrage auch viele frei verwendbare Texturen finden. (Bitte immer darauf achten, ob und wie ihr die Bilder verwenden dürft!)

Ein paar Richtlinien, welche Texturen sich für welchen Zweck eignen:
Sand und Stein: gut für Wüstenplaneten
Rost, „Grunge“: Universaltexturen
Satellitenbilder: gut für erdähnliche Planeten
Die tatsächliche Auswahl ist natürlich viel größer, und letzten Endes kann man beinahe jede Textur für einen schönen Planeten verwenden.
Nun sucht euch eine Auswahl Texturen zusammen und fügt jede in einer neuen Ebene ein. (Je mehr, desto besser). Hier die Auswahl meiner Texturen:

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Mit Absicht stelle ich die Texturen hier nicht in hoher Auflösung zur Verfügung; die eigene Auswahl der Texturen ist ein wichtiger Bestandteil dieses Tutorials, das müsst ihr auf jeden Fall alleine machen, wenn ihr hier etwas lernen wollt.

Ziel ist es nun, diese Texturen zu einer einzigen Textur für den Planeten zu vereinigen.

Da die Texturen mitunter sehr unterschiedliche Farben und Helligkeitswerte haben können, empfehle ich, die Texturen zuerst zu desaturieren (Strg+U und anschließend Sättigung auf -100 setzen). Solltet ihr Satellitenbilder verwenden wollen, ist zu empfehlen, die Sättigung beizubehalten, schließlich wollt ihr ja die Farben so verwenden, wie sie sind. Nun passt ihr die Texturen in ihrer Helligkeit aneinander an, dazu verwendet ihr am besten „Bild > Einstellen > Helligkeit / Kontrast“; die richtigen Einstellungen müsst ihr selbst ausprobieren.
Nun geht es weiter mit der Größe. Wichtig ist hierbei: unscharfe Texturen verkleinern, ansonsten bekommt ihr am Ende sehr unschöne Ergebnisse. Mit Hilfe von Strg+T passt ihr nun die Größe und Position der Texturen an. Ziel ist es, den schwarzen Grundriss unseres Planeten komplett mit Textur abzudecken.Je mehr Texturen ihr verwendet, desto kleiner könnt ihr jede einzelne Textur machen. Man sollte nur darauf achten, dass kein komplettes Texturenwirrwarr winziger Texturteile herauskommt. Wichtig für den nächsten Schritt ist auch, dass sich die einzelnen Texturebenen überlappen.
Nun wählt ihr mit Strg alle Texturebenen aus und geht auf „Bearbeiten > Ebenen automatisch überblenden". Nun sollten die Texturen mehr oder weniger gut ineinander übergehen. Wer will, kann an dieser Stelle mit dem Klonstempel bearbeiten, womit er unzufrieden ist oder die nun entstandenen Ebenenmasken verändern. Der Einfachheit halber überspringe ich diese nicht unbedingt nötigen Schritte.

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Der letzte Schritt zur Planetentextur ist, nun wieder alle Texturebenen anzuwählen und diese mit Strg+E zu vereinigen. Nun nur noch mit Strg und Linksklick auf die Ebeneminiatur mit dem schwarzen Kreis die Auswahl bekommen, invertieren („Auswahl > Auswahl umkehren“) und auf der Texturenebene mit Entf den überschüssigen Rand löschen.
Fertig ist unsere Textur, sieht nur nicht wirklich nach einer Kugel aus.

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4) Die Textur Part II

Der nächste Schritt auf dem Weg zum schönen Planeten beginnt damit, wieder über Strg+Linksklick auf den schwarzen Kreis die Kreisauswahl zu laden. Nun wird es Zeit für den ersten Filter, um der Textur ein wenig Dreidimensionalität zu verleihen. Bei ausgewählter Texturebene geht ihr auf „Filter > Verzerrungsfilter > Wölben“. Viele Einstellungsmöglichkeiten gibt es hier nicht, also den Regler auf 100% und bestätigen. Soweit so gut, allerdings sind 100% nicht genug. An dieser Stelle scheiden sich die Geister; die einen bevorzugen es, an dieser Stelle den Filter noch einmal mit 100% durchlaufen zu lassen, andere mit 50%, wieder andere bleiben bei dem Ergebnis, das sie jetzt haben. Ich gehe gerne den Mittelweg und lasse den Filter ein zweites Mal mit 66% über die Texturebene laufen. Ob 50%, 66%, 100% oder irgendetwas dazwischen ist lediglich Geschmacksache; lasst hier einfach eurer Spontaneität freien Lauf.

Optional lässt sich an dieser Stelle die Textur weiter verbessern. Dazu duplizieren wir die Texturebene und gehen auf „Filter > Stilisierungsfilter > Relief“. Höhe 4 Pixel und 100% sind hier eine gute Einstellung, aber auch andere Einstellungen können bei eurer Textur sehr gut aussehen. Bei dieser Ebene nun den Ebenenmodus auf „Weiches Licht“ stellen und mit Strg+E die beiden Texturebenen miteinander verbinden. Die Verbesserung ist nur minimal, aber ich wollte an dieser Stelle erwähnen, dass die Textur nicht unbedingt fertig sein muss. Mit Hilfe anderer Filter und Tricks kann man noch ein paar kleine Verbesserungen vornehmen; dies würde allerdings den Rahmen sprengen. Mit der Zeit werdet ihr eure eigenen Techniken finden, noch einiges zu verbessern.
Nun ist die Erstellung der Textur abgeschlossen – Glückwunsch: an dieser Stelle ist euer Planet bereits einzigartig.

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5) Tag und Nacht

Auf jedem Planeten herrscht Tag und Nacht; eine Seite ist der Sonne (der Einfachheit halber hier nur eine Sonne) zugewandt, die Seite gegenüber liegt im Dunkeln. Momentan ist euer Planet komplett ins Licht getaucht; um dies zu ändern, gehen wir wie folgt vor:
Zunächst nehmen wir die schwarze Kreisebene und duplizieren diese, anschließend diese neue Ebene ganz nach oben ziehen, so dass diese unsere Textur wieder komplett verdeckt.
Da wir genauso wenig einen Planeten in kompletter Dunkelheit wollen, ziehen wir nun die Schattenebene nach rechts unten (oder jede andere Ecke). Anschließend lassen wir über „Filter > Weichzeichnungsfilter > Gaußscher Weichzeichner“ die harte Schattengrenze ein wenig verlaufen. Zwischen 50 und 100 Pixel sind bei unserer Dokumentgröße eine gute Einstellung. Da aufgrund des Restlichts im Weltall unser Planet auf der Nachtseite nicht in absoluter Dunkelheit liegen soll, stellen wir die Deckkraft unserer Ebene auf etwa 90% - 95% ein.
Da jede Textur ihre schönen und weniger schönen Seiten hat, wählen wir nun noch einmal die Texturebene an. Anschließend drücken wir Strg+T und drehen die Ebene, bis sich die Textur im Licht von ihrer schönsten Seite zeigt.


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6) Atmosphäre

Nun widmen wir uns der Atmosphäre. Diese kann sehr unterschiedlich stark sein, demnach könnt ihr an dieser Stelle von meinen Einstellungen so weit abweichen, wie ihr wollt und trotzdem ein für euch gutes Ergebnis erzielen.
Zunächst färben wir unsere Hintergrundebene um, die nur zwecks der leichteren Unterscheidung vom schwarzen Kreis grau war, und zwar in absolutes Schwarz.
Anschließend duplizieren wir wieder unsere schwarze Kreisebene und ziehen diese unter die Ebene mit dem Planetenschatten. Den Ebenenmodus stellen wir auf Negativ Multiplizieren. Nun kommen die Ebenenstile zum Einsatz. Zunächst brauchen wir einen Schein nach außen. Die Farbe für den Schein stellen wir auf Weiß, die Größe auf 50 Pixel. Die restlichen Einstellungen können beibehalten werden, wie sie sind.
Wie bereits oben erwähnt, könnt ihr an dieser Stelle von den genannten Einstellungen abweichen, ohne etwas falsch zu machen.

Abschließend verpassen wir der Ebene noch einen Schein nach innen. Die Farbe muss auf jeden Fall die gleiche sein wie für den Schein nach außen, in meinem Fall wieder Weiß. Die Größe setze ich meist auf das Doppelte wie den Schein nach außen, also hier 100 Pixel.
Schon hat unser Planet eine nette Atmosphäre.

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7) Wolken

Um ehrlich zu sein, müsste dieser Schritt weiter vorne stehen, aber es hat einen Grund, warum wir uns erst jetzt um die Wolken kümmern: Der Schwierigkeitsgrad steigt. Aber lasst euch davon nicht demotivieren, schließlich sollte bis jetzt alles ganz gut geklappt haben.
Um die nächsten Schritte besser sehen zu können, blenden wir zunächst die Ebene mit dem Schatten sowie die Ebene mit der Atmosphäre aus. Anschließend erstellen wir über der Texturebene eine neue, leere Ebene. Diese Ebene füllen wir mit Weiß, anschließend gehen wir auf „Filter > Renderingfilter > Differenzwolken“ (Darauf achten, dass Vorder- und Hintergrundfarbe Weiß bzw. Schwarz sind). Nun lassen wir den Filter mit Strg+F noch ein paar Mal über unsere Ebene laufen, bis unser Ergebnis etwa wie unten im Beispiel aussieht.

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Den Ebenenmodus stellen wir nun auf Negativ Multiplizieren; anschließend laden wir wieder unsere Kreisauswahl, kehren diese um und löschen auf unserer Wolkenebene alles, was außerhalb des Planeten liegt.

Nun wählen wir wieder den Kreis aus und verfahren ähnlich wie mit unserer Textur, indem wir mit „Filter > Verzerrungsfilter > Wölben“ unsere Wolken an den Planeten anpassen. Man sollte hier wieder die gleichen Einstellungen verwenden wie bei der Textur, in meinem Fall zuerst mit 100%, dann mit 66% den Filter anwenden.

Zunächst einmal blenden wir mit Hilfe von Alt und Linksklick auf das Augensymbol der Wolkenebene alle anderen Ebenen aus. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass die Wolken möglichst hell werden, aber nicht die ganze Ebene bedecken, schließlich wollen wir ja auch noch etwas von unserem Planeten sehen. Mit „Bild > Einstellen > Helligkeit / Kontrast“ stellen wir nun den Kontrast auf 100 und die Helligkeit auf -20, daraufhin wiederholen wir das Ganze mit den Einstellungen Kontrast 100 und Helligkeit +40. Und weil es so schön war, noch einmal mit Kontrast 100 und Helligkeit 0. Eventuell müsst ihr (lediglich zu Optimierungszwecken) ein wenig von den Einstellungen abweichen, da eure Wolkenebene sich durch den Zufallsfaktor stark von meiner unterscheiden kann.
Anschließend gehen wir auf „Auswahl > Farbbereich auswählen“ und klicken an eine möglichst helle Stelle in unserer Wolkenebene. Nun ziehen wir den Regler auf 150 (bei manchen Wolkenkonstellationen etwa mehr oder weniger) und bestätigen. Nun haben wir eine Auswahl um die hellen Gebiete unserer Wolkenebene. Mit Hilfe dieser Auswahl erstellen wir eine Ebenenmaske für die Wolkenebene. Jetzt wieder mit Alt und Linksklick auf das Auge die anderen Ebenen einblenden.

Nun brauchen unsere Wolken noch Schatten, damit sie etwas realistischer aussehen. Unseren Schatten bekommen wir nun, indem wir einfach den Ebenenstil Schlagschatten auf unsere Wolkenebene anwenden. Meine Einstellungen: Abstand 4 Pixel, Größe 5 Pixel. Den Winkel solltet ihr so anpassen, dass er mit der Schattenebene zusammenpasst, sprich kommt das Licht der Sonne von links oben solltet, ihr das auch beim Winkel so einstellen (135°).

Nachdem ihr bestätigt habt, könnt ihr alle Ebenen über den Wolken wieder einblenden und das Werk bewundern. Falls gerade im sichtbaren Bereich zu viele Wolken die Sicht auf den Planeten verdecken sollten, verfahrt einfach genauso wie bei der Textur: Mit Strg+T die Wolkenebene drehen, bis es euch gefällt. Sollten die Wolken etwa zu schwach sein, einfach die Wolkenebene duplizieren und die Ebenenstile des Duplikats deaktivieren (doppelter Schatten sieht einfach zu extrem aus).

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8) Farbe

Da wir bisher nur in Schwarz/Weiß gearbeitet haben, wird es nun Zeit, den Planet einzufärben. Dazu erstellen wir eine neue Ebene über allen anderen. Den Ebenenmodus stellen wir auf Farbe, anschließend füllen wir die Ebene mit einer Farbe nach Wahl. Ich habe mich für Cyan entschieden. Damit die Farbe nicht zu extrem wird, muss man die Deckkraft der Ebene nun etwa heruntersetzen; ich habe sie auf 20% eingestellt.
Nun haben wir einen Planeten in Farbe, dessen Atmosphäre auch farblich gut zum Rest passt. Nur haben wir ein Problem: Der ganze Planet ist monochrom. Wem das egal ist, liest einfach bei Teil 9 weiter.
Für den Rest geht es weiter, indem wir zunächst die Farbebene ganz oben wieder ausblenden und eine neue Ebene über der Texturebene erstellen. Bei dieser Ebene stellen wir den Modus ebenfalls auf Farbe, anschließend blenden wir alle darüber liegenden Ebenen aus. Wieder bilden wir die Kreisauswahl und erstellen eine Ebenenmaske (für diejenigen unter uns, die gern mal übers Ziel hinausmalen).
Nun werdet ihr kreativ werden müssen, da der weitere Ablauf stark von eurer Textur abhängt. Nehmt einfach einen Pinsel und malt verschiedene Farben an eurer Meinung nach passenden Stellen auf. Ein Patentrezept dafür gibt es nicht. Grün, Blau, Braun, Beige – welche Farben ihr verwendet, liegt ganz bei euch.
Solltet ihr mit eurem Ergebnis zufrieden sein, lasst unter Umständen noch einen Weichzeichnungsfilter über eure Farbebene laufen, um die Übergänge zwischen den Farben nicht ganz so hart sein zu lassen. Bei der Farbebene anschließend die Deckkraft auf etwa 30-50% einstellen; nun könnt ihr entweder die erste, einfarbige Farbebene löschen oder wie ich auf 10% Deckkraft stellen, damit der Planet als Ganzes noch ein etwa einheitlicheres Farbschema erhält.


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9) Integration und Schlusswort

Ich hoffe, wenn ihr an dieser Stelle angelangt seid, habt ihr einen Planeten vor euch, mit dem ihr zufrieden sein könnt. Unten seht ihr meine Liste der Ebenen; so oder so ähnlich sollte es bei euch an diesem Punkt aussehen.

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Ein paar letzte Schritte gibt es noch, wenn ihr euren Planeten in eine Weltraum-Szenerie einfügen wollt. Zunächst solltet ihr die Ebene mit dem schwarzen Kreis ausblenden und anschließend Strg+Shift+E drücken, was alle sichtbaren Ebenen miteinander verbindet. Den schwarzen Kreis anschließend unter diese Ebene und die obere Ebene mit dem Planeten auf Negativ Multiplizieren stellen; nun lassen sich beide Ebenen in jede Szenerie gut einfügen und es werden weder Hintergrundelemente durch den Planeten scheinen, noch der schwarze Bereich um den Planeten herum ein Problem darstellen.
Wenn ihr das Dokument auf 500x500px verkleinert, sollte das Ergebnis super aussehen. Ich schärfe an dieser Stelle gerne noch einmal mit einem Scharfzeichnungsfilter nach.
So ein Tutorial zu machen, ist zwar anstrengend, aber ich hoffe, ich konnte hiermit etwas zurückgeben, da ich selbst jemand bin, der gerne sehr viele Tutorials verschlingt.


X) Bonus: Städte

Einen kleinen Bonus gibt es noch: Population auf dem Planeten. Gerade die Schattenseite des Planeten wirkt oft recht langweilig, lässt sich aber durch die Lichter von Städten und Siedlungen super aufpeppen.

Wir erstellen nun eine Ebene über allen anderen Ebenen und füllen diese mit Schwarz. Nun gehen wir auf „Filter > Störungsfilter > Störungen hinzufügen“ mit den Einstellungen 10%, Gaußsche Normalverteilung und Monochrom. Anschließend einmal über „Bild > Einstellen > Helligkeit / Kontrast“ den Kontrast auf 100 und die Helligkeit auf 0 setzen. Nun vergrößern wir die Ebene mit Strg+T auf 200%.

Anschließend schneiden wir alles, was außerhalb des Planeten liegt, weg und stellen den Ebenenmodus auf Negativ Multiplizieren (das Wundermittel). Jetzt bekommt die Ebene eine Maske verpasst, auf die wir (mit Schwarz und Weiß als Vorder- bzw. Hintergrundfarbe) den „Filter > Renderingfilter > Wolken“ anwenden. Nun ein zweiter Filter, und zwar „Filter > Kunstfilter > Farbpapiercollage“ mit den Werten 2, 0 und 1. Nun haben wir ein paar gut verteilte dichte Städte und etwas Raum dazwischen. Wer will, kann die Ebenenmaske mit dem Pinsel noch ein wenig seinen Wünschen anpassen.
An manchen Stellen sollen die Städte allerdings etwas dichter werden; hierfür nimmt man den Kopierstempel, stellt dessen Modus auf Negativ Multiplizieren. Nun drückt man Alt+Linksklick auf eine Stelle der Stadtebene und malt an den Stellen herum, wo mehr Lichter entstehen sollen.
Generell empfehle ich, eher die Ebenenmaske ohne Filter zu erstellen, dies kann sich aber je nach Erfahrungsgrad auch sehr schwierig gestalten, demnach habe ich mich hier für die Filter-Lösung entschieden, die auch zu guten Ergebnissen führt.


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Hier lässt sich nun endloses Feintuning betreiben, aber darauf lässt sich nur schwer hier eingehen, da hilft meistens nur Experimentieren. Aber mit dem Ergebnis bin ich auch so zufrieden, also geht es weiter mit „Filter > Verzerrungsfilter > Wölben“ bei ausgewähltem Planetenkreis. Die Einstellungen sind die üblichen wie auch schon bei den Wolken und der Textur. Habt ihr das geschafft, verpassen wir den Städten noch eine Farbe mit Strg+U. Hier einen Haken setzen bei Einfärben, anschließend Sättigung auf 100% und den Farbwert nach Belieben einstellen.
Nun wollen wir die Städtelichter unter den Wolken etwas dunkler bekommen. Hierzu klicken wir zuerst mit der rechten Maustaste auf die Ebenenmaske der Städteebene und wählen Ebenenmaske anwenden. Nun halten wir Alt gedrückt und ziehen die Ebenenmaske der Wolkenebene auf die Städteebene. Dabei wird die Ebenenmaske dupliziert. Diese Ebenenmaske invertieren wir mit Strg+I, daraufhin verschwinden alle Städte unter den Wolken.


10) Das echte Schlusswort

Danke fürs Lesen, ich hoffe, ihr konntet dem Tutorial folgen und habt euer Ziel erreicht. Natürlich lässt sich bei jedem einzelnen Schritt hier noch viel mehr Arbeit reinstecken, um noch bessere Ergebnisse zu erzielen, aber ich denke, da muss jeder seinen eigenen Weg finden, schließlich arbeitet jeder ein wenig anders.
Da dies mein erstes Tutorial ist bitte ich um Nachsicht, was den Schreibstil und die Systematik angeht. Falls ihr Verbesserungsvorschläge oder Fragen haben solltet, könnt ihr mir diese gerne per E-Mail schicken.

Llogres





[Dank stellamarina für Hinweise auf verbesserungsbedürftige Fehler]


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Kommentare
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Portrait von Sunny93
  • 12.02.2017 - 19:46

Super Tutorial!!

Gut erklärt und man kann das gut nachmachen. :)
Finde es klasse, dass man mit wenig Sachen, doch soviel machen kann.

Portrait von PhotoshopAce
  • 01.06.2012 - 23:45

super Tutorial. Geht übrigens auch mit Photoshop Elements, wenn man an ein paar Stellen ein wenig improvisiert.

Portrait von Jane63
  • 25.03.2012 - 15:01

danke.
Hat mir sehr geholfen!

Portrait von onlinekiste
  • 10.01.2012 - 00:34

Klasse Tutorial, an der Farbgebung muss ich zwar noch bisschen feilen, dafür ist aber alles gut erklärt, danke!

Portrait von mimue75
  • 01.12.2011 - 11:56

auch von mir .. sehr Gute Arbeit. Ist relativ verständlich und man kann es nachvollziehen. Würde mich auf den erwähnten zweiten Teil auch freuen .... Bei Space Art bleiben einen ja viele Möglichkeiten.

Danke

Portrait von tobo1005
  • 17.11.2011 - 16:06

Toll erklärt. Müsste mit dem Nachbasteln eigentlich gut klappen. Hoffe, mein Ergebnis sieht genauso bewohnbar aus wie das Ergebnis in dem Tut.

Portrait von macklaus
  • 02.09.2011 - 13:42

Klasse Planet, aber das mit den Lichtern habe ich auch nicht hinbekommen. Ich arbeite drann. ;-)

Portrait von Miracle_VIP
  • 19.08.2011 - 15:27

Wirklich ein super Tut! Sehr gut erklärt und mit ein bisschen übung enstehen tolle Planeten.
Vielen dank :)

Portrait von Philkars
  • 17.08.2011 - 16:26

Sehr gutes und hilfreiches Tutorial! Danke!

Portrait von Bernerch
  • 04.07.2011 - 16:04

Ein wirklich tolles Tutorial, bei mir hat alles geklappt und das Ergebnis ist wirklich toll. Nur bei der Städte-erzeugung habe ich Probleme bekommen, könnte das jemand nochmal genauer ausführen?

Portrait von aberry88
  • 16.06.2011 - 15:09

Klasse Tutorial. Das Ergebnis kann sich echt sehen lassen. Vielen Dank.

Portrait von Yanko
  • 26.05.2011 - 16:11

Hat mir echt geholfen

Portrait von kasumar
  • 07.05.2011 - 10:45

Echt cool danke für die gute erklärung.

Portrait von Pixelkillerone
  • 11.04.2011 - 01:09

sehr schön, echt gut zu gebrauchen.

Portrait von Robinogolok9
  • 15.03.2011 - 14:19

bestes tutorial ever. Des is echt hammmmmmeer.

Portrait von PhotoshopAce
  • 01.06.2012 - 23:58

An die, die Probleme mit den Städten haben: ich habe einfach nur den Störungsfilter auf einem schwarzen Hintergrund und angewendet und das Ergebnis auf 200% vergrößert.
Die dadurch entstandenen Punkte habe ich orange/rot eingefärbt und fertig.
Ebene natürlich auf negativ multi.

Portrait von flo85
  • 14.02.2011 - 16:36

etwas was man beim nachmachen beachten sollte: eine hälfte von einem planeten ist dunkel und die andere ist hell, der Übergang natürlich fließend.

Alternative Portrait

-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)

  • 25.01.2011 - 14:21

Tolles Tutorial, das beste was ich in dieser Form bis jetzt gesehn hab.

Portrait von T9Zero
  • 04.01.2011 - 05:22

Danke super Tutorial, super nach voll ziehbar und simple^^

Portrait von Taurolas
  • 13.12.2010 - 17:54

Richtig gutes Tutorial... man konte es auch mit Gimp nach machenen ^^

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