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Tutorialbeschreibung

Alles pink? - Pink Melody - Die Entstehung eines Avatars

Alles pink? - Pink Melody - Die Entstehung eines Avatars

Hier im Forum bin ich mit einem Avatar unterwegs, der seinerzeit quasi als "Abfallprodukt" einmal im Rahmen eines Contests entstand, auf den ich aber immer mal wieder angesprochen werden, wie so etwas zu machen ist.

Grund genug für mich, dies jetzt einmal aufzuschreiben, und zwar in der Form, dass es auch für Einsteiger nachvollziehbar und verständlich ist. Die Vollprofis mögen mir deshalb die Ausführlichkeit mancher Schritte verzeihen, ebenso die ausführliche Bebilderung.


Eine kleine Einschränkung muss ich allerdings dann doch machen, denn es werden schon gewisse Grundkenntnisse vorausgesetzt, so etwa die Kenntnis der Begriffe, die in Photoshop verwendet werden und u. a. natürlich Kenntnisse, wie Objekte freigestellt werden. Freigestellt heißt in diesem Zusammenhang die Trennung des benötigten Objektes vom Hintergrund, um dieses dann weiterzuverwenden. Welches Verfahren Ihr dabei anwendet, sei Euch überlassen, denn eine derartige Freistellung kann über den Zauberstab, den Radiergummi, mittels der Verwendung von Pfaden, mit einer Maske oder in Kombination mit alledem untereinander erfolgen - wichtig ist, dass das Ziel erreicht wird, nicht welches Verfahren angewandt wird.
 
Weiterhin wichtig für alle Composings sind passende Ausgangsbilder, die entweder selbst gemacht oder über entsprechende Bilderseiten bezogen werden können. Ein riesiges Bilderarchiv von frei nutzbaren Fotos, sogenannten Stockbildern, findet sich auf deviantART.com. Dort erreicht man diesen Bereich durch Klick auf den Punkt „Resources & Stock Images“ auf der linken Navigationsseite. Hier ist allerdings bei den jeweiligen Seiten darauf zu achten, welche Sonderbedingungen es zu beachten gibt. So sind einige Bilder nur in deviantART nutzbar, anderen nicht kommerziell und wieder andere nur unter bestimmten Auflagen. Auf jeden Fall sollte beim Endbild immer ein Link zur Ursprungsseite und damit zum Stockgeber angebracht werden und zusätzlich beim Ersteller des Ausgangsmaterials ein Link (und ein Danke) zum Endbild hinterlassen werden
 
 
 
Auch in meinem Fall möchte ich dies natürlich gerne machen und danke daher http://nirelstock.deviantart.com/ für die Erlaubnis, das Bild der jungen Dame außerhalb von deviantART für dieses Tutorial verwenden zu dürfen. Fotografiert wurde das von http://foto.rubin.ch/.
 
Genug der Vorreden, fangen wir mit der Gestaltung unseres Bildes an.

 
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Das Ausgangsmaterial besteht, wie schon erwähnt, aus einem passenden Bild, dem wir dann weitere Komponenten hinzufügen werden. Für die Anbringung der Flügel ist sinnigerweise eine Ansicht des Models von vorne von Vorteil, ebenso eine Perspektive, bei der der Fotograf auf Augenhöhe mit dem Model war (man glaubt es kaum, wie viele kniekranke Fotografen es gibt...).
Achtet beim Erstellen des Bildes darauf, außer der Bildebene auch eine Hintergrundebene zu haben (1), die aber auch nachträglich noch über den entsprechenden Button im unteren Bereich der Ebenenpalette (2) eingefügt und verschoben werden kann.
 
 
Bilder
 
In meinem Fall habe ich für die Trennung des Mädels vom weißen Hintergrund das Pfadwerkzeug verwendet. Damit wird das Model quasi umrandet, um danach in der Pfadepalette (bei mir der dritte Reiter oben in der Ebenenpalette) mit einem Rechtsklick in eine Auswahl umgewandelt zu werden.
Bei der Verwendung des Pfadwerkzeugs habe ich den Kopfbereich nur grob umrandet, da es sich bei einem weißen Hintergrund und schwarzen Haaren anbietet, hier nachher den Zauberstab einzusetzen.
Die so getroffene Auswahl wird über Strg+C in die Zwischenablage kopiert und mit Strg+V als neue Ebene in unser Projekt eingefügt (s. Bild rechts unter 1).
Da wir nun vorerst auf dieser Ebene weiterarbeiten, kann die ursprüngliche Bildebene durch einen Klick auf das Auge vor dem Miniaturbild ausgeblendet werden (2).
 
Um nun für die Freistellung der Haare einen besseren Kontrast zu erhalten, habe ich die Hintergrundebene mit dem Fülleimer in Orange gefärbt (3), Jetzt kann bequem der restliche weiße Bereich um den Kopf mit dem Zauberstab (4) ausgewählt werden. Bei Auswahl des Zauberstab-Werkzeugs lässt sich im oberen Menübereich noch die Toleranz einstellen, die angibt, wie viel Abweichung vom gewählten Farbbereich mit erfasst werden soll. 10 - 20% sollten für unsere Zwecke ausreichend sein. Sollte bei der Option „benachbart“ ein Häkchen gesetzt sein, werden nur die weißen Flächen erfasst, die an den ursprünglich gewählten Ausgangspunkt direkt angrenzen. Ist hier also als Abgrenzung z.B. eine Haarsträhne dazwischen, würde dieser Bereich nicht erfasst werden. Sollte der Toleranzwert zu hoch eingestellt sein, würden irgendwann bei nicht gesetztem Haken auch Teile des Kleides erfasst werden. Am besten selbst testen :-)
 

Bilder
 
Bilder
 
Vergrößert man die Ränder der Haare etwas, wird einer der großen Nachteile des Zauberstabes sichtbar, der meist bei filigranen Objekträndern auftritt: Reste des Hintergrundes bleiben „hängen“.
 
Bei geraden Flächen macht sich diese Unart kaum bemerkbar, zumal sich über den Auswahlmenüpunkt die getroffene Auswahl auch um 1-2 Pixel erweitern lässt und damit minimale Unebenheiten beseitigt werden. Bei Haaren geht sie leider nicht, da hier schnell komplette Strähnen verschwinden würden und das dann noch unsauberer aussehen würde.
 
Hier gibt es zwei Lösungsansätze: Begradigen (quasi die Schere zum Einsatz bringen) oder mit einem entsprechenden Haarbrush nachträglich Haare drüber stempeln. Ich habe mich hier der Einfachheit halber für die erste Möglichkeit entschieden und mittels des Kopierstempels (2) den Haarrand begradigt.
Beim Kopierstempel wird mit der Alt-Taste+Klick die Bildquelle aufgenommen - in diesem Fall rechts vom Haarrand mitten im Haar (1), und dann mit einem weichen Pinsel der Rand nachgezeichnet.
Überflüssige Haare werden einfach mit dem Radiergummi (zwei Symbole unterhalb des Kopierstempels) entfernt.
 
 
Bilder

Ebenfalls über deviantART.com habe ich mir einen Schmetterling besorgt ( http://enuistock.deviantart.com/ ), der auch über eine frei zu wählende Methode freigestellt wird. Ich würde hier auf eine Farbgebung der Flügel achten, die sich später leicht der Hauptfarbe des neuen Bildes anpasst; hier also keine zu bunte und zu stark gemusterte Variante nehmen..
Die freigestellten Flügel auf der Ebene1 werden nun komplett ausgewählt und in die Zwischenablage übernommen.
 
 
Bilder

Der eben ausgewählte, freigestellte Schmetterling befindet sich in der Zwischenablage. Mit den Befehlen Datei -> neu lässt sich in Photoshop dann ein Dokument einrichten, das genau der Größe der Zwischenablage entspricht. Da wir allerdings noch Platz für das „Drumherum“ benötigen, wird die Größe des neuen Dokumentes durch Verdopplung der vorgegebenen Pixel/Zentimeter entsprechend vergrößert - und erst danach der Inhalt der Zwischenablage eingefügt. Auch das freigestellte Modell wird dann über die Zwischenablage in das gleiche Dokument wie der Schmetterling eingefügt.
 
 
Bilder
 

In diesem Schritt wird jetzt die Größe unseres Modells den Schmetterlingsflügeln angepasst. Durchgeführt wird dies mittels des Verschieben-Werkzeugs (1). Dieses Werkzeug kann allerdings wesentlich mehr, als nur Bildelemente zu verschieben, wenn im oberen Menübereich die Transformationssteuerung aktiviert ist (2). Es ist übrigens sinnvoll, diese grundsätzlich aktiviert zu lassen, man spart sich eine Menge Klickerei.
Mittels dieser Option lässt sich jetzt auch die Größe eines Objektes verändern - sowohl horizontal als auch vertikal. Soll die Größe allerdings unter Beibehaltung der Seitenverhältnisse verändert werden, muss dies über einen der Eckpunkte (3) unter gleichzeitigem Druck auf die Shift-Taste erfolgen - eine Tastenkombination, die übrigens auch in vielen anderen Windowsprogrammen ihre Anwendung findet.
 
Achtet darauf, dass die Ebene der Flügel sich unterhalb der Ebene mit dem Mädel befindet, denn dies ist gleichbedeutend mit der Anordnung der Bildelemente und sorgt dafür, dass sich die Flügel hinter dem Mädchen befinden.
 
 
Bilder

Mit diesem Schritt habe ich jetzt die überfällige Hintergrundebene eingefügt (1), da bisher die Schmetterlingsflügel als Hintergrund definiert waren. Das Verfahren ist das gleiche wie bereits auf Seite 3 beschrieben - neue Ebene erstellen und diese per Maus in der Ebenenreihenfolge ganz nach unten platzieren.
 
Nachdem jetzt die Elemente alle angeordnet sind, können beide Ebenen ausgewählt (Ctrl+Klick) und mit dem Verschieben-Werkzeug in die Mitte unseres Dokumentes verschoben werden.
 
Danach wird über den Menüpunkt Bild -> Arbeitsfläche die Größe so eingestellt, dass der überflüssige Leerraum um das Bild herum verschwindet (2). Hier kommt es auf die Werte Eurer Bilder an - einfach etwas probieren, bis es passt.
Irrtümliche Angaben können mit der Tastenkombination Ctrl+Z wieder schnell rückgängig gemacht werden.
 
 
 
Bilder

Nicht die Farbe Lila, aber die Farbe Pink kommt jetzt erstmalig ins Spiel.
Dazu wird die Vordergrundfarbe entsprechend gewählt (1), der Fülleimer angeklickt (2) und die aktivierte Hintergrundebene (3) mit der ausgewählten Farbe eingefärbt.
 
Sollte bei Euch nicht der Farbeimer an dieser Stelle zur Auswahl stehen, dann kann der durch einen Klick auf das kleine Dreieck, rechts unten bei dem Icon, ausgewählt werden. Dieses kleine Dreieck ist gleichbedeutend mit der Anzeige, dass sich dort weitere Auswahl-Icons befinden.
 
 
Bilder

Jetzt bekommen die Flügel Farbe.
Bevor ihr umständlich über Farbkorrekturen o. Ä. versucht, die Farbe entsprechend anzupassen, erledigen wir dies über eine tolle Option in Photoshop, die sich „gleiche Farbe“ nennt. Hier habt ihr die Möglichkeit, eine ausgewählte Ebene farblich an eine andere Ebene oder sogar an ein komplett anderes Bild anzupassen.
 
Ich habe aus diesem Grund jetzt (sollte man allerdings immer gleich beim Erstellen einer Ebene machen) die Ebenen so benannt, dass auch ein Außenstehender diese identifizieren kann - Modell, Flügel und Hintergrund (1). Außerdem habe ich das Bild unter dem Namen „pink.psd“ abgespeichert.
 
All diese Angaben tauchen jetzt in dem Einstellungsfenster auf, das ich über den Menüpunkt Bild -> Korrekturen -> gleiche Farbe angezeigt bekomme.
Hier wähle ich die Ebene, an die ich meine aktuell gewählte Flügelebene anpassen will - nämlich aus der Quelle „pink“ (das ist mein eben gespeichertes Bild) die Ebene „Hintergrund“, die auch als Vorschau in dem kleinen Fenster rechts daneben angezeigt wird (2).
 
Das abschließende Feintuning wird dann über die Schieberegler vorgenommen (3).
 
 
Bilder
 

Neben den Flügeln soll auch das Kleidchen unseres Models einen pinkfarbenen Anstrich erhalten.
 
Um hier die größtmögliche Flexibilität zu erhalten und um auch später noch Änderungen durchführen zu können, werden wir dies auf einer gesonderten Ebene mittels einer Maske durchführen.
 
Dazu vorbereitend ist es erforderlich, die Ebene mit dem Mädel (1) durch Ziehen auf das entsprechende Symbol (2) zu kopieren. Als Ergebnis erhalten wir eine identische Kopie unserer Ursprungsebene (3).
 
Auf dieser Ebenenkopie wird nun eine Maske angelegt, indem bei ausgewählter Ebene auf das entsprechende Symbol geklickt wird (4).
 
Ergebnis ist eine Maske, die als weißes Symbol neben unserer Ebenenkopie erscheint (5).
 
Sah doch komplizierter aus, als es war, oder?
 
Nicht wundern, geändert hat sich in unserem Bild bisher noch nichts.
 
 
Bilder

Bevor ihr nun die Schritte zum Einfärben dieser Ebene beginnt, vergewissert Euch, dass auch tatsächlich die eigentliche Bildenebe aktiviert ist und nicht die eben neu angelegte Maske, die in weiß daneben angezeigt wird (1).
 
Wie eben schon bei den Flügeln, wird auch hier nun das Kleidchen über den Menüpunkt Bild -> Korrekturen -> gleiche Farbe in einem Pinkton eingefärbt, indem aus dem Bild „pink.psd“ die Gestaltung der Ebene „Hintergrund“ als Vorlage gewählt wird. Danach erfolgt auch hier das Feintuning über die Schieberegler. Achtet hier ausschließlich auf das Kleid. Die Haut des Models interessiert im Moment nicht.
Auch hier gilt, weniger ist mehr - also nicht ZU knallig einfärben.
 
 
Bilder
 

Die Haut unseres Models soll jetzt wieder eine natürliche Färbung erhalten. Baby-Rosa ist zwar ganz nett, aber das werden wir später noch auf elegantere und flexiblere Weise
durchführen. Jetzt kommt unsere zuvor angelegte Maske zum Einsatz.
 
Kleiner Exkurs
Was macht eine derartige Maske eigentlich?
Stellt Euch das vor, als ob ihr damit Eure Bildebene in eine Klarsichtfolie verwandelt.
Mit einem schwarzen Pinsel habt ihr jetzt die gleichen Möglichkeiten wie bei einer echten Klarsichtfolie, mit einem nassen Schwamm Bildteile zu entfernen und damit die Folien darunter wieder sichtbar zu machen,
 
Genau dies machen wir hier nun auch - wir wischen die Hautteile mit einem nassen Schwamm einfach weg und nutzen somit wieder die Hautteile der Bildebene, die darunter liegt.
 
Dazu wird die Maske aktiviert (1) und dann die Vordergrundfarbe auf Schwarz gestellt (2). Jetzt werden nur noch mit einem weichen Pinsel in entsprechender Größe (3) (eben so groß, dass man gut damit auf den Hautstellen zurechtkommt) die Hautteile in Schwarz übermalt (besser: transparent gemacht), und die Haut der unteren Ebene kommt wieder zum Vorschein (4).
Das ist im Prinzip die Arbeitsweise von Masken. Für viele ein Buch mit sieben Siegeln, aber eigentlich ganz simpel zu handhaben.
 
Einen Vorteil gib es allerdings gegenüber echten Folien, die mit Wasser durchsichtig gemacht wurden: Mit weißer Farbe auf der Maske lässt sich alles wieder rückgängig, also undurchsichtig machen :-)
 
 
Bilder

Bei diesem Schritt geht es nur darum, die beiden Ebenen, die unser Model zeigen, wieder auf eine einzige Ebene zu vereinen.
 
Dazu werden die beiden Ebenen unter Drücken der Strg-Taste ausgewählt und mit Klick auf die rechte Maustaste innerhalb einer dieser Ebenen das Untermenü aufgerufen.
 
Hier befindet sich am unteren Ende die Option, diese beiden Ebenen auf eine einzige Eben zu reduzieren, was wir dann auch machen, denn alle erforderlichen Änderungen wurden durchgeführt.
 
 
Bilder

Nun sollen die Flügel noch durch sogenannte Brushes verschönert werden. Brushes sind nichts anderes als besondere Pinsel, die allerdings erstmal im System zur Verfügung gestellt werden müssen. Laden kann man sich diese Pinsel über verschiedene Stellen, u.a. natürlich auch über deviantART.com, aber auch hier auf unserer Seite findet sich eine Vielzahl von Brushes, die für Bilder verwendet werden können.
Es ist sinnvoll, derartige Brushes in bestimmten Ordnern zu sammeln, will man nicht den Überblick verlieren. Dies kann natürlich auch im Original-Ordner für Pinsel in PS erfolgen, ich ziehe aber gesonderte Ordner vor. Wichtig ist nur, dass man den Speicherort kennt. Dieser wird dann bei Auswahl des Pinsel-Werkzeugs über den kleinen Pfeil bei der Größe der Pinsel im oberen Menübereich gewählt (1 - 2 - 3).
 
 
Bilder


Derartige Floral-Brushes habe ich in meine Pinselauswahl geladen, eine neue Eben eingefügt (1) und dort mit weiß eingestellter Vordergrundfarbe die Flügel ein wenig verschönert - hier ist erlaubt, was gefällt. Aber auch hier wieder beachten: Weniger ist mehr!
Zur besseren Verschmelzung mit dem Untergrund habe ich zusätzlich die Deckkraft der Ebene ein wenig reduziert und den Ebenenmodus auf „Ineinanderkopieren“ gestellt.
 
 
Bilder

Jetzt wird der Hintergrund in Angriff genommen, der einfarbig zu eintönig wirkt. Entsprechend dem Titel des Bildes „Pink Melody“ bietet sich ein musikalischen Thema an, und was wäre hier besser geeignet als ein paar Noten. Auch diese Datei habe ich über deviantART.com im Bereich der Ressourcen gefunden, denn sucht man dort nach dem Begriff „Music“, findet sich eine Vielzahl an Notenblättern. Link
Das Bild wird in unser Projekt geladen, die Ebene oberhalb der Hintergrundebene angeordnet (1) und über das Verschiebenwerkzeug (mit eingeschalteter Transformationssteuerung) von der Größe her angepasst, damit es den Hintergrund ausfüllt.
 
 
Bilder

Das geladene Notenblatt wird nun an den Hintergrund angepasst, indem der Ebenenmodus auf „Weiches Licht“ gesetzt wird (1) und gleichzeitig die Deckkraft der Ebene etwas reduziert wird - in diesem Fall auf 86% (2).
 
Tipp: sollen die Flügel noch etwas filigraner wirken, kann auch deren Ebenen-Deckkraft etwas reduziert werden, gerade soviel, dass ein wenig vom Notenblatt durchscheint - ich verzichte aber an dieser Stelle mal darauf.
 
 
Bilder

In diesem Schritt wird dem Modell noch eine Rose in die Hand gedrückt.
Die Rose ist ebenfalls im Stockbilder-Fundus bei deviantART.com zu finden. Link
Die Schritte hierfür sind bereits aus den bisherigen Steps bekannt -> freistellen, die freigestellte Rose in die Zwischenablage kopieren, in das aktuelle Bild einfügen und diese Ebene als oberste Ebene anordnen (1).
 
Über einen Eckpunkt des Verschiebenwerkzeugs (2) kann die Rose dann auch noch so hingedreht werden, dass sie gut in die Hand und ins Bild passt (2).
 
 
Bilder

Auch die Rose bekommt noch einen pinkfarbenen Anstrich, der genauso aufgebracht wird wie bei den bisherigen Aktionen:
 
- Bild -> Korrekturen -> Gleiche Farbe
 
- Quellbild „pink.psd“ aussuchen und dort die Ebene Hintergrund wählen
 
- mit den Schiebereglern das Feintuning erstellen - fertig.
 
 
Bilder


Für die weitere Hintergrundgestaltung wird die Rose jetzt noch einmal benötigt. Kopiert sie auf einer neuen Ebene in das Projekt (natürlich freigestellt) und entfernt Stängel und Blätter kurzerhand mit dem Radiergummi. Die Größe der Blüte sollte ungefähr so sein, dass sie das Hauptmotiv mittig verdeckt - kommt auf ein paar Zentimeter nicht an.
 
 
Bilder

Ruft jetzt über Filter -> Weichzeichner -> Radialer Weichzeichner das nächste Einstellungsmenü auf.
 
Hier wird nun die Darstellung der Rose durch einen entsprechenden Filter verändert. Der Radiale Weichzeichner entspricht ungefähr in der
Fotografie dem Effekt eines Bildes, während der Zoom verändert wird.
Die Einstellungen sollten bei einer Stärke von 100 auf strahlenförmig und in der Qualität auf „sehr gut“ gesetzt sein.
 
 
Bilder

Betätigt noch die OK-Taste und nach kurzer Zeit könnt ihr das Ergebnis dieser Filteranwendung bewundern.
 
Bilder

Dieses Ergebnis wird nun nach altbewährter Methode ebenfalls pink eingefärbt:
 
- Bild -> Korrekturen -> Gleiche Farbe
- Quellbild „pink.psd“ aussuchen und dort die Ebene Hintergrund wählen
- Mit den Schiebereglern das Feintuning erstellen - fertig (ich weiß, ich wiederhole mich... :-) )
 
Bilder
 
Über das Verschieben-Werkzeug (mit aktivierter Transformationssteuerung) wird nun dieses Ebenenelement so groß gezogen, dass nur noch die Hintergrund-Ränder lesbar sind, das Modell aber komplett verdeckt wird.
 
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Der nächste Schritt ist wieder fix erledigt: die eben behandelte Ebene wird jetzt an die richtige Position verschoben, nämlich oberhalb des Notenblattes, aber unterhalb der Flügel (1). Sollte der Hintergrund zu intensiv überdeckt werden, kann dies über die Deckkraft der Ebene noch korrigiert werden (2).
 
Bilder
 

Jetzt geht es schon ein wenig in die Königsdisziplin des Composings - der Erstellung von Schatten.
Der Einfachheit halber soll hier kein Schatten auf dem Boden dargestellt werden - hier wird das Mädel auf einer spiegelnde Oberfläche sitzen, auf der fast keine Schatten zu sehen sind. Allerdings benötigen wir einen Schattenwurf auf der Flügel-Innenseite und einen Schattenwurf der Rose, die in der Hand gehalten wird.
Für den Körperschatten wird die Ebene des Modells einmal kopiert. Von diesen beiden identischen Ebenen wird jetzt die untere Ebene (1) mit dem Verschieben-Werkzeug ein wenig nach rechts unten geschoben (ungefähr in die Position des Schattenwurfes) und danach über Bild -> korrigieren -> Schwarzweiß in ein Graustufenbild umgewandelt.
 
Nun wird dieses Bild noch 2 - 3x über die Funktion - Bild -> Korrekturen -> Helligkeit/Kontrast so verändert, dass es danach komplett schwarz ist (2).
 
Noch überlagert diese schwarze Ebene das gesamte Bild; wenn Ihr aber jetzt diese Ebene mit der rechten Maustaste anklickt und bei dem dann aufgehenden Untermenü „Schnittmaske erstellen“ wählt, werden Ihr sehen, dass der schwarze Schatten jetzt nur noch auf dem Flügel angezeigt wird - die Schnittmaske sorgt dafür, dass nur die Teile angezeigt werden, die sich mit der unteren Ebene decken.
 
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Die aktivierte Schnittmaske (1) bekommt jetzt über die Filterfunktion Filter-> Weichzeichnung -> Gaußscher Weichzeichner den letzten Schliff, um auch als Schatten durchzugehen. Für die Weichzeichnung des Schattens müsst ihr hier ein wenig mit dem Schieberegler für die Einstellung des Radius spielen (2). Durch die Echtzeit-Ansicht ist hier die korrekte Einstellung relativ schnell gefunden.
 
Bilder

Die gleichen Schritte wie bei unserem Mädel wiederholt ihr nun auch bei der Rose:
- Kopie der Ebene erstellen
- die Ebene wie einen Schattenwurf auf den Arm ziehen/verschieben
- mit der rechten Maustaste auf der Ebene das Untermenü aufrufen und eine Schnittmaske erstellen (1)
 (die sich jetzt natürlich nur auf die untere Ebene, also auf das Mädel auswirkt)
- in s/w umwandeln -> weiter Umwandeln in reines Schwarz
- mit Gaußschem Weichzeichner den Schatten herstellen
 
Bilder

Wem jetzt die Haut noch zu wenig „pink“ ist, der kann als oberste Ebene noch eine eingefärbte Ebene als Schnittmaske über das
Modell legen - das ganze dann im Ebenenmodus „weiches Licht.
Für das Feintuning kann hier sowohl die Farbe variiert als auch mit der Deckkraft gespielt werden.

Bilder
 
 
Für das finale Bild habe ich noch eine Spiegelung auf dem Boden angebracht, einen Rahmen erstellt und den Titel in einer passenden Schrift mit Ebeneneffekt platziert. Dinge, die auch in weiteren Tutorials abgehandelt werden und auf die ich jetzt hier nicht gesondert eingehen möchte - das Ding ist schon umfangreich genug.
 
Damit sind wir am Ende und im Nachhinein ist das Bild fast schon zu schade, um die ganzen Einzelheiten durch das Verkleinern zu einem Avatar verschwinden zu lassen.
 
Viel Spaß und Erfolg beim Nachbauen, auch mit anderen Bildelementen und anderen Themen (und natürlich auch anderen Farben) :-)
 
Pepexx
Im November 2009
 
Quellen:
Vielen Dank dafür.

Kommentare
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Portrait von MinaDeus
  • 11.06.2013 - 12:04

Klasse Erklärung, vielen Dank dafür.
Ich wollte soetwas vor ein paar Jahren mal beim Fotografen machen lassen, als meine Tochter noch klein war, jetzt kann ich es selbst machen so wie es mir gefällt.

Portrait von Xeledor
  • 16.08.2012 - 07:23

Gute Arbeit; vielen Dank dafür. :)

Portrait von Dilain
  • 13.06.2012 - 00:45

Wunderschön und so toll mädchenhaft xD Danke dafür.

Portrait von lacheffe
  • 10.03.2012 - 11:00

Ich danke dir für dieses Tutorial, das hat mir für eigene Projekte sehr geholfen.

Portrait von HEXE_Mim
  • 29.01.2012 - 12:35

Sehr schön... kann man auch schön auf andere Bilder anwenden

Portrait von xenixdeluxe
  • 05.11.2011 - 23:51

klasse genau das was ich gesucht habe und eine bessere anleitung gibt es net sehr großes Lob

Portrait von wurzelgnom
  • 13.10.2011 - 21:47

Hab es ausprobiert und es war echt gut! Super beschrieben!

Portrait von Ivylainne
  • 26.05.2011 - 00:10

Schönes Tut. Da hat man mal was zu tun:-)

Portrait von Monda
  • 01.05.2011 - 00:01

Ich find deine Anleitung auch genial, auch wenn ich das mit PS7 mit der "Gleichen Farbe" nich immer ganz so gut hinbekommen hab, aber is ne geile Idee.

Portrait von pcjette
  • 12.04.2011 - 10:04

Tolles "Abfallprodukt", was da entstanden ist. Vielen Dank für die gute Anleitung.

Portrait von wir697296
  • 11.03.2011 - 11:15

bin begeistert - genial - vielen lieben dank - bin gespannt auf die Fotos welche man so Elfenhaft verzaubern kann.

Portrait von d_schimpl
  • 25.02.2011 - 23:19

freue mich schon auf das endprodukt mit dem foto meiner tochter :-)))

Portrait von Snowwhite1302
Portrait von Snowwhite1302
Portrait von AnnyPanny
  • 07.01.2011 - 20:13

danke für das echt super detailreiche tutorial, ich mach erst seit kurzem was mit photoshop und ich hab alles verstanden und konnte damit auch ein echt hübsches bild meiner freundin zaubern.

Portrait von trollboll
  • 02.01.2011 - 21:43

Danke für deine Zeit, sehr schön dargestellt

Portrait von hedemuenden
  • 22.12.2010 - 20:40

Sehr ausführlich und gut erklärt. Gefällt mir sehr.

Portrait von __deliiciiousSer
Portrait von GerlindeFotograf
  • 05.12.2010 - 12:29

Danke für die schönen Anregungen. Frage einer Anfängerin: Habe PSE+ ; wie bekomme ich dort das Einfärben in der gleichen Farbe hin? Danke

Portrait von pepexx
  • 05.12.2010 - 16:19

Das sollte auch in Elements klappen, wenn auch auf einem etwas anderen Weg. Auf der betreffenden Ebene lässt sich die Farbe über die Menüpunkte -> Überarbeiten -> Farbe anpassen -> Farbe ersetzten an das Bild anpassen. Bei dieser Variante musst Du allerdings darauf achten, den Regler für die Toleranz recht weit nach rechts zu ziehen, da sonst unschöne Restpixel im Bild überbleiben.
Die zweite Möglichkeit ist, über die Menüpunkte -> Überarbeiten -> Farbe anpassen -> Farbvarianten dich mit mehreren Klicks dem gewünschten Farbton zu nähern. Letztendlich machen diese beiden Varianten nichts anderes, als im großen Photoshop der im Tutorials beschriebene Schritt.

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