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Tutorialbeschreibung

Making of: Composing - Die Welle

Making of: Composing - Die Welle

Uli-Staiger-Tutorial: Digitalcomposings sind eine Welt für sich und nicht jedermanns Sache. Die einen wollen wissen, was bitteschön das denn noch mit Fotografie zu tun hat (eine Menge!), andere lehnen sie ab, weil sie keinen Schimmer haben, wie man so etwas hinbekommt. Dabei ist´s verhältnismäßig einfach, wenn man vorab ein wenig recherchiert und Schritt für Schritt vorgeht. Wie sich an diesem Bild demonstrieren lässt.

Die Welle aus Korken, in der eine Flaschenpost schaukelt, ist eine Adaption der Idee von Thomas Herbrich, der etwas Ähnliches einmal mit einer Welle aus Formularen und einem schiffbrüchigen "Schreibtischtäter" inszeniert hat. Ich habe mich lange gefragt, wie der das nur hinbekommen hat, denn ich wollte schließlich, um es selbst mal zu versuchen, etwas vergleichbar Abgefahrenes in Szene setzen. Den Gedanken, die Korken mithilfe von 3D-Software zu bändigen, ließ ich schnell wieder fallen; zu groß ist die Menge der Details und Texturen, die man gebraucht hätte. Also entschied ich mich für die klassische Vorgehensweise: den Modellbau.

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Bildrecherche

Zunächst einmal muss man sich eine Vorstellung davon verschaffen, wie eine Welle überhaupt aussieht. Vorher lohnt es sich nicht, zur Kamera oder in diesem Falle zur Flasche zu greifen; zunächst geht es nur darum, grundsätzliche Fragen zu klären: Wie hoch, aus welcher Perspektive soll die Welle gezeigt werden? Wie sieht so ein Wasserschwall, der ständig seine Form verändert, eigentlich aus? Mein Freund Google wusste Rat. Ich habe mich durch Hunderte von Wellenbildern geklickt und langsam, nach und nach, eine Vorstellung davon bekommen, wie ich die Perspektive aufbauen könnte.

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Zeichnung

Aus den verschiedenen Fotografien und Zeichnungen der Netzrecherche entstand diese grobe Zeichnung: Der Kamerastandpunkt ist tief gewählt, um die Welle groß und bedrohlich wirken zu lassen. Sie sollte an der linken Ecke beginnend nach oben steigen und bereits kurz davor sein, zu brechen. Eine solche Zeichnung, so erbärmlich sie sein mag, verschafft eine relativ genaue Vorstellung von der räumlichen Anordnung der Korken.

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Knetmasse

Quick and dirty aus Mehl, Salz, Alaun und Wasser aufgebaut, verhält sich dieses Zeug ähnlich wie Knetmasse. Die soll dazu dienen, aus der zweidimensionalen Vorlage ein dreidimensionales Gebilde zu schaffen. Genau genommen ist es ein Modell des Modells, abgeleitet aus der Zeichnung. Man kann an der Form sehr leicht Änderungen vornehmen und mit ein wenig Vorstellungskraft verschiedene Kamerastandpositionen testen.

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Größe

Da die Welle bedrohlich groß erscheinen soll, muss sie von vorne bis hinten scharf fotografiert werden. Wären Unschärfen im Bild, so würde sie wie eine Miniaturwelle aussehen. Je größer das Modell wird, desto wahrscheinlicher ist es, bei geschlossener Blende eine komplett scharfe Abbildung zu erhalten. Tipp am Rande: Vor drei Jahren hatte ich noch nicht die Möglichkeit, aus mehreren Aufnahmen mit unterschiedlich gelagerter Schärfeebene eine komplett scharfe Version errechnen zu lassen. Heute geht dies mit Photoshop CS4 oder Helicon problemlos.

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Bauweise

Als Baumaterial habe ich Weichfaserplatten verwendet. Die lassen sich mit einem Cutter schneiden und sind stabil genug, um die Last von mehreren tausend Korken zu tragen. Montiert werden sie auf einer 2 m langen und 1 m breiten Grundplatte. Nervende lange Trockenzeiten für den Kleber kann man durch den Einsatz von Heißkleber vermeiden; er erkaltet innerhalb weniger Sekunden.

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Perspektive

Je früher man die Kamera zur Überprüfung der Perspektive hinzuzieht, desto besser: Zu diesem Zeitpunkt der Produktion lassen sich Änderungen im Profil der einzelnen Spanten noch problemlos durchführen. Auch Höhe und Länge des Modells sind in diesem Stadium noch leicht zu verändern. Der Blick durch den Kamerasucher soll bereits erkennen lassen, dass die Linienführung in etwa mit der Entwurfzeichnung übereinstimmt.

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Papier

Nun werden mehrere Lagen Zeitungspapier auf die Oberseite der Wellenprofile gepinnt. Zur Verstärkung und zum Verkleben der einzelnen Papierschichten eignet sich Tapetenkleister, er gibt dem gesamten Objekt eine steife Festigkeit. Während des Beziehens mit Papier wird immer wieder durch einen Blick durch den Kamerasucher überprüft, ob die Perspektive nachvollziehbar ist und mit der Zeichnung übereinstimmt.

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Korkomania

Im Wellental brauchen nicht alle Korken festgeklebt zu werden, es genügen einige wenige. In der Hohlkehle, also der Wand der Welle, muss wirklich jeder einzelne Korken geklebt werden. Auch hier bewährt sich der Heißkleber durch seine kurze Festigungsphase.

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Test

Ein solches Modell zu bauen ist viel Arbeit, deshalb sollte man in jeder Phase ein Maximum an Kontrolle walten lassen. Da die Kameraposition bereits direkt nach dem Aufstellen der Wellenprofile feststand, kann an Hand von Testaufnahmen immer wieder die Wirkung der Welle überprüft werden. Spätestens jetzt müsste man spüren, dass die Montage funktioniert, dass sie impact hat und das Potential zu einer außergewöhnlichen Darstellung besitzt. Auch das grobe Einsetzen weiterer Bildelemente wie beispielsweise den Himmel lassen erkennen, ob Licht, Perspektive und Dateigröße zueinander passen. Das Monitorbild lässt ahnen, wie wichtig der Wolkenhimmel in Verbindung mit einer kühlen Farbabstimmung des Bildes ist.

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Vordergrund

Der Vordergrund wird als eigenständiges Modell gebaut. Er befindet sich sehr dicht an der Kamera, würde also auch bei geschlossener Blende außerhalb des Schärfentiefebereichs liegen, wenn er zusammen mit dem Hauptteil des Modells fotografiert würde. Die Unschärfe ließe ihn wie eine Miniatur wirken und würde die Flasche als wichtigstes key visual optisch vernachlässigen. Wird jedoch ein eigenständiges Vordergrundmodell gebaut und separat fotografiert, so muss sich die Tiefenschärfe lediglich über dieses Vordergrundobjekt ausdehnen.

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Cleaning

Die dank Heißkleber flotte Montagetechnik hat leider einen Pferdefuß: Das Gegenlicht bringt jeden einzelnen Klebstofffaden zum Leuchten. Zum Entfernen würde es ein Feuerzeug zwar auch tun, doch müsste man damit Faden für Faden abfackeln. Wesentlich effektiver ist ein Gasbrenner, den man über die Welle bewegt: Langsam genug, um alle Klebstofffäden zu erwischen und niederzubrennen und schnell genug, um keine verkohlten Ränder an den Korken zu verursachen.

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Fotografie

Wie an den gebogenen Bildrändern zu erkennen, wurde diese Aufnahme aus zwei Einzelbildern zusammengestitcht, damit sich eine etwas größere Datei ergibt. Im Netz findet man diverse Programme, die sich zur Panoramaerstellung eignen; diese beiden habe ich mit Photoshop CS3 gestitcht. Was die Beleuchtung betrifft, so habe ich größtenteils mit dem weich einfallenden Tages-Gegenlicht gearbeitet. In der finalen Version kommt nur noch ein Wabenspot hinzu, der die Innenwand des Modells betont und so zu erheblich mehr Volumen in der Ansicht beiträgt.

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Vordergrund

Die Flasche ist bereits in den separat fotografierten Vordergrund integriert, um natürliche Korkenreflexionen nicht mühsam bauen zu müssen. Eine in der Flasche versenkte Flaschenpost würde mit Garantie vieles an Nachbearbeitung nach sich ziehen: Zu groß oder klein, links zu hell und rechts zu dunkel oder umgekehrt und außerdem suboptimal geformt. Solche unnötigen Fehler umgeht man elegant durch Einkopieren einer Schriftrolle, die skalier- und verschiebbar ist.

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Details

Das wichtigste Detail neben dem Himmel ist zweifellos das Schiff. Die Freistellung sieht kompliziert aus, doch stellte sich schnell heraus, dass der Blaukanal in starkem Kontrast zum Himmel steht und sich deshalb sehr gut als Freistellkanal eignet. Das Licht, in welchem der Schlepper fotografiert wurde, kommt ebenfalls von hinten rechts und passt damit in die Lichtarchitektur der Montage. Der Himmel selbst muss nur fotografiert werden, der Horizont wird später durch einzelne kleinere Korkwellen verdeckt sein.

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Korken

Die Gischt, die die Welle auf ihrem Kamm vor sich hertreibt, besteht aus lauter einzeln fotografierten Korken. Nur durch Verschieben der einzelnen Korken an die passende Stelle behält man die Kontrolle über die Gischtwolke. Jeder Korken wurde auf eine Nadel gespießt und vor schwarzem Hintergrund fotografiert. Der Hintergrund war so weit vom Korken entfernt, dass er keinerlei Licht abbekommen konnte. Das erleichtert das Maskieren der Korken sehr: Ein Klick mit dem Zauberstab in den schwarzen Hintergrund, fertig ist die Auswahl.

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Maskierung

Der schnellste und einfachste Weg, die Korken-Skyline vom Hintergrund zu trennen, ist das Zeichenstiftwerkzeug, denn die Korken haben eine glatte Oberfläche und weitgehend symmetrische Form. Nach dem Umwandeln des Pfades in eine Auswahl wird diese um ein Pixel verkleinert und mit 0,4 Pixeln weichgezeichnet, um Übergangspixel zu generieren: Da der Pfad exakt gezogen war, ist die Auswahlkante perfekt!

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Kontraständerung

Durch Nachbelichten und Abwedeln wird die Plastizität der Welle noch weiter gesteigert. Zwar könnte man dies auch direkt auf der Ebene der Welle erreichen, doch würde dieses Vorgehen die Pixel direkt betreffen. Also legt man lieber je eine neue Ebene für Abwedeln (Schwarz) und Nachbelichten (Weiß) an und arbeitet mit der jeweils komplementären Farbe. Die blauen Linien markieren die Bereiche, in denen nachbelichtet wurde, die gelben Linien zeigen den Aufhellbereich.

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Himmel

Neben weiteren Wellen im Hintergrund kommt nun auch der Himmel dazu. Die selektive Farbkorrektur sorgt für eine farbliche Angleichung an die warmen Farben der Welle, während eine maskierte Tonwertkorrekturebene den Horizont aufhellt. Dies ist sehr wichtig, um dem Bild Weite zu geben. Eine zweite Tonwertkorrekturebene erhöht den Kontrast des Himmels, um ihm ein dramatischeres Aussehen zu verleihen.

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Vordergrund

Die Gruppe des Vordergrundes enthält drei Bestandteile: Den aufgerollten Brief und eine austauschbare Textebene (grün), den nachträglich eingebauten Flaschenkorken (gelb) und das Modell des Vordergrundes selbst (violett). Die Ebene "Transparenz" ist eine Kopie des Hintergrundes hinter der Flasche, die im Normalmodus bei 37 % Deckkraft mit der Vordergrundebene verrechnet wird. So wird Transparenz simuliert, die in Wirklichkeit nicht vorhanden ist.

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Geschummelt

Die knapp 40 Korken können mehrfach verwendet werden. Allerdings sollte man, um die Offensichtlichkeit des Klonens zu verbergen, eine Kopie relativ weit entfernt von ihrem Original einfügen und sie überdies skalieren und leicht drehen. Auf diese Weise lässt sich die Korkenmenge locker verdreifachen, ohne dass es zu besonderen Auffälligkeiten kommt.

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Speed

Damit die Welle ihre ruhige Statik verliert, werden die Gischtkorken in Bewegung versetzt. Der strahlenförmige Radiale Weichzeichner eignet sich sehr gut für diese Aufgabe: Er verwischt ein Objekt umso stärker, je weiter entfernt vom Nullpunkt es sich befindet. Damit simuliert dieser Filter die typische Dynamik eines Bewegungsablaufes. Zum Testen eignet sich die Einstellung Entwurf, für die endgültige Version ist Sehr gut unabdingbar.

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Farbe

Zum Schluss benötigt das Motiv noch farbliches Feintuning. Ein Farbton, als Einstellungsebene angelegt und sämtliche Ebenen betreffend, verbindet die Einzelteile des Composings nun untereinander, da leichte Farbabweichungen nicht mehr erkennbar sind.

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Kommentare
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Portrait von spacepenguin
  • 20.10.2013 - 13:23

Vielen Dank für diesen tollen Einblick, Uli!

In deiner Antwort an kisha2707 hast du geschrieben "Ich finde einen Workshop auch dann oder sogar gerade dann interessant, wenn ich neue, ungewohnte Wege kennenlerne. [...] Mir genügt es oft, zu verstehen, wie jemand einen bestimmten Effekt erzielt, welche Strategie er oder sie wählt, auch wenn ich den Workshop nicht selbst nachbauen möchte." Ich stimme dir da zu 100% zu! Dein Bild sieht so interessant aus, dass ich einfach wissen wollte, wie du das gemacht hast. Nicht, um es nachzubauen, nur aus Spaß an der Freude, des Verstehens und der Bewunderung der Kreativität und des Einsatzes.

Portrait von feuerweib
  • 11.08.2013 - 20:27

Wahnsinn ... so ein Aufwand für ein einzelnes Bild ... bin beeindruckt, mir fehlt ja leider die Geduld für sowas, aber toll zu lesen, wie es auch gehen kann :-)

Portrait von rafoldi
  • 12.01.2013 - 17:34

Vielen Dank für das Tutorial, ich frage mich, Uli, ob Du das heute wieder so machen würdest, oder ob eher Cinema?


Liebe Grüß
Ralf

Portrait von Uli_Staiger
  • 13.01.2013 - 11:25

Hey Ralf,
würde ich wieder so machen! Modellbau hat eine eigene Ästhetik, einen eigenen Charme :-)
lg, uli

Portrait von Uli_Staiger
  • 13.01.2013 - 11:25

Hey Ralf,
würde ich wieder so machen! Modellbau hat eine eigene Ästhetik, einen eigenen Charme :-)
lg, uli

Portrait von Uli_Staiger
  • 13.01.2013 - 11:25

Hey Ralf,
würde ich wieder so machen! Modellbau hat eine eigene Ästhetik, einen eigenen Charme :-)
lg, uli

Portrait von woasis111
  • 06.01.2013 - 14:50

Alter Schwede das is ja ma ne Anleitung
"quick and dirty aus mehl salz wasser und Alaun".... der Hammer!

Portrait von Xarbrough
  • 08.12.2012 - 16:40

Sehr lesenswert!

Ich bin ebenfalls davon überzeugt, dass die vorgestellte Methode für das 1,2,3-Mann-Studio schneller und günstiger zu realisieren ist, als eine rein digitale Variante.

Portrait von MaoMao
  • 18.07.2012 - 17:02

Danke für das Tolle Tutorial. Es ist genial zu sehen wie aus einer Idee ein Bild wird.

Portrait von Lexy88
  • 15.05.2012 - 16:28

Ich find es einfach toll. Diese Liebe zum Detail ist klasse. Da sieht man, was eine Idee die sich festgesetzt hat so vollbringen kann. Beeindruckend! Beide Daumen hoch.

Portrait von ConnyNRW
  • 29.03.2012 - 07:22

Total super die Welle.Mal schauen ob ich mich irgendwann auch dran traue...lach!Wo Uli drauf steht ist Uli auch drin.TOP wie immer

Portrait von Bentley
  • 13.03.2012 - 11:27

Wow! Was für ein Aufwand. Tolles Tutorial. Ehrlich großes Lob für diese Umsetzung!

Portrait von fofra
  • 12.03.2012 - 19:51

Hallo Uli,
Glückwunsch zu dem imposanten Bildergebnis. Auch wenn sich heute fast alles an leistungsfähigen Rechnern
realisieren lässt, glaube ich immer noch an den Ehrgeiz guter Fotografen Bildideen fotografisch umzusetzen.
Deshalb finde ich den Modellaufbau auch toll. Bei der Vorbereitung setzt man sich intensiv mit seiner Bildidee auseinander. Ich hätte allerdings versucht, die Schärfentiefe durch den Einsatz der Fachkamera zu erreichen.
(aber das ist sicher für PHPler nicht so interessant). Fotografie als Kunst oder handwerkliche Aufgabe sollte genügend Fähigkeiten für so einen Aufbau voraussetzen. Zeitlich glaube ich, ist Deine Variante bei guter Planung weitaus günstiger als elektronische Lösungen. Außerdem glaube ich, dass professionelle Betrachter den Unterschied zwischen Fotografie und Modelling erkennen. Weiter viele Gute Aufbauten!
fofra Fotodesigner, Bildjournalist, Fotografenmeister

Portrait von Uli_Staiger
  • 13.03.2012 - 16:43

Halllo fofra!

Danke für Dein ausführliches feedback! Du hast recht mit dem Ansatz, es mit der Großformat zu versuchen, aber ehrlich gesagt war mir der Aufwand zu groß, Planfilme + Pola zu besorgen, die Serie entwickeln zu lassen und dann auch noch einen hochwertigen Scan erstellen zu lassen. Digitales Scheimpflügen steht mir leider nicht zur Verfügung. Inzwischen, also mit dem Abstand von ein paar Jahren, würde ich wohl mehrere unterschiedlich fokussierte Belichtungen miteinander verrechnen. Bauen muss ich den Vordergrund allerdings trotzdem ;-)

Herzlicher Gruß,
Uli Staiger
Fotograf

Portrait von kisha2707
  • 06.02.2012 - 23:01

Nun,

keine Frage, klasse Arbeit bei maximalem Aufwand der betrieben wurde, aber ... denkst Du nicht das man auch ein durchaus "brauchbares" Ergebnis hätte erzielen können, durch reines "Schummeln" ? Einfach mit einer handvoll Korken...sprich kopieren....perspektive ändern etc...sich quasi die Welle hinbauen durch Vervielfältigung weniger Korken am Rechner selbst ?

Grüssle

PS: Ich finde es einfach spannender wenn man es auf einem Weg versucht, der einfacher für andere nachzustellen ist, dass ist schon ein echter Marathon der hier gegangen wird, wenn gleich sich das Ergebnis zweifelsfrei lohnt....

Portrait von Uli_Staiger
  • 07.02.2012 - 07:55

Liebe kisha2707,

danke für Deine Kritik. Natürlich wäre es schöne, ich hätte einen ähnlichen Weg beschrieben wie den, den Du vorgeschlagen hast. Transformieren, drehen, verzerren, um so die Korken nach und nach zu vervielfältigen. Dazu muss ich aber zwei Dinge sagen, die ich für ziemlich wichtig halte:

Mit der Technik, die Du vorgeschlagen hast, käme ein Ergebnis raus, das man ansehen könnte. Nicht spitze, aber betrachtenswert. Doch genau darum geht es mir nicht. Ich möchte immer (!) ein Ergebnis, das einen umhaut, platt macht, erstaunt, ein Bild, das im Gedächtnis hängen bleibt. Und um an ein solches Ergebnis so nah wie möglich ranzukommen, verwende ich auch Techniken, die vielleicht als altmodisch oder seeehr arbeitsaufwändig durchgehen (tatsächlich aber hat das Aufkleben der Korken nur wenige Stunden in Anspruch genommen. Transformieren hätte wahrscheinlich länger gedauert).

Ich finde einen Workshop auch dann oder sogar gerade dann interessant, wenn ich neue, ungewohnte Wege kennenlerne. Einen Denkanstoß bekomme, mal in eine ganz andere Richtung zu denken, selbst wenn das bedeutet, gewohnte Pfade wie das Arbeiten mit Photoshop außen vor zu lassen. Deshalb stelle ich solche Produktionen wie die der Korkwelle hier vor. Mir genügt es oft, zu verstehen, wie jemand einen bestimmten Effekt erzielt, welche Strategie er oder sie wählt, auch wenn ich den Workshop nicht selbst nachbauen möchte.

Ich hoffe, Du hast ein wenig Verständnis für meinen Ansatz und freust Dich auch über einen Workshop, der mehr zum Verstehen lernen als zum Nachbauen anregt.

Schöne Grüße aus Berlin!
Uli Staiger
Fotograf

Portrait von Andre_S
  • 02.02.2012 - 01:28

Beim Vorschaubild dachte ich sofort - wow - wie realistisch! Wie hat er das wohl gemacht?
Ein gutes Beispiel dafür welch Aufwand getrieben werden muss um solch ein Bild zu erstellen.
Klasse Arbeit! Bleibt die Frage ob's auch nur einer nachgemacht hat.

Alternative Portrait

-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)

  • 30.01.2012 - 20:45

Echt Klasse Tut! Danke dir!

Portrait von sunnysan
  • 30.01.2012 - 15:11

naja. wenn man noch eine Schreinerei dazu hat ist das Tutorial vielleicht sinnvoll, aber für reine Photoshopnutzer eher nicht!

Portrait von Chrisba1
  • 26.12.2011 - 08:51

auf solch eine idee muss man erst mal kommen - genial - und dann noch ein tutorial für uns zu erstellen - herzlichen dank

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