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Tutorialbeschreibung

Wespen - Malen mit Licht in Photoshop

Wespen - Malen mit Licht in Photoshop

Eigentlich ist diese Szene nichts Besonderes. Man kann sie tausendfach beobachten, sie spielt sich so oder so ähnlich auf vielen Frühstückstischen dieser Welt ab. Was sie nun aber doch von anderen, vergleichbaren Darstellungen abhebt, sind die dramatische Perspektive und das hyperreale Licht, welche die Szene beherrschen. Die Wespen sind also die Darsteller, der Tisch mit seinen aus der Froschperspektive fotografierten, gebäudehaft wirkenden Elementen die Bühne. Das eigentlich aber Faszinierende am Aufbau der Szene ist die Tatsache, dass es keine besonderen Aufnahme- oder Beleuchtungstechniken sind, die die Wirkung ausmachen, sondern lediglich Photoshoptechniken, die noch nicht einmal besonders schwer zu erlernen sind. Uli Staiger zeigt, wie es geht.


Schritt 1: Perspektive festlegen

Laden Sie die Datei "Tisch.jpg". Um zu einer flacheren Perspektive zu gelangen, genügen ein paar Klicks im Transformieren-Dialog. Wählen Sie die gesamte Arbeitsfläche aus und skalieren Sie die Aufnahme, bis sie nur noch etwa ein Drittel bis ein Viertel ihrer ursprünglichen Höhe besitzt. Die Breite bleibt dabei unangetastet.. Ändern Sie die Perspektive durch Drehen und Verzerren ein wenig, damit sie nicht gar so träge daherkommt.

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Schritt 2: Rechte Kante beschneiden

Bestätigen Sie den gesamten Transformierendialog und legen Sie über das Maskenbedienfeld eine neue Ebenenmaske an, denn die rechte Kante der Tischdecke sollte dem Karomuster folgen - alles andere sieht schief und unnatürlich aus. Entfernen Sie die überschüssigen Karos durch eine Auswahl per Polygonlasso, die Sie in der Ebenenmaske mit Schwarz füllen.

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Schritt 3: Himmel einfügen

Den Himmel in die Aufnahme einzufügen, ist recht simpel: Aufnahme öffnen und mit dem Verschieben-Werkzeug auf die Arbeitsfläche ziehen. Ziehen Sie die Himmelsebene unter die Ebene des Tischtuchs. Der Himmel wirkt, speziell am Horizont, sehr matt. Wechseln Sie in den Maskierungsmodus, dann ziehen Sie mit dem Verlaufswerkzeug und Schwarz bzw. Weiß als Vorder- und Hintergrundfarbe einen linearen Verlauf parallel zum Horizont. Beginnen Sie im unteren Viertel des Bildes und ziehen Sie den Verlauf bis ins obere Drittel.

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Schritt 4: Horizont aufhellen

Wechseln Sie zurück in den Normalmodus, um die Maske in eine reguläre Auswahl umzuwandeln. Legen Sie eine Gradationskurven-Einstellungsebene an und verändern die Kurve an zwei Stellen: In den Schatten setzen Sie einen Punkt knapp unter den linearen Kurvenverlauf, um die tiefen Tonwerte noch etwas dunkler darzustellen. Die mittleren und helleren Tonwerte ziehen Sie etwas über den linearen Verlauf hinaus. So heben Sie den Gesamtkontrast an, stellen die Schatten etwas dunkler und die Lichter etwas heller dar.

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Schritt 5: Entfernung darstellen

Die hintere Tischkante und der Horizont des Himmels weichen noch etwas voneinander ab, was die Dynamik der Tonwerte betrifft. So besteht der Himmel überwiegend aus sehr hellen Tonwerten, während die Tischkante hinten ebenso dunkle Pixel besitzt wie vorne. Damit Kante und Horizont besser aufeinander abgestimmt werden können, ziehen Sie mit einem großen, weichen Pinsel eine Dunstebene ein. Sie soll auf einer separaten Ebene gemalt werden und in der Ebenenpalette über den bereits vorhandenen Ebenen positioniert werden.

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Schritt 6: Hochpassfilter anwenden

Wählen Sie die gesamte Arbeitsfläche aus und kopieren Sie alles auf eine Ebene reduziert in die Zwischenablage. Den entsprechenden Befehl finden Sie im Bearbeiten-Menü. Fügen Sie die Zwischenablage durch Bearbeiten>Einfügen wieder ein und wenden Sie dann den Hochpassfilter an. Beim Ermitteln des Radius sollten Sie versuchen, eine reliefartige Darstellung zu erzielen. Ist der Radius zu gering, erkennt man nur dünne Linien; ist er zu hoch, wirkt das Bild wie mit grauer Farbe überschüttet. Nach Anwendung des Filters ändern Sie den Verrechnungsmodus der Ebene in Ineinanderkopieren.

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Schritt 7: Partielle Belichtungskorrekturen

Legen Sie eine neue Ebene an und füllen Sie sie im Modus Ineinanderkopieren mit Grau. Dann analysieren Sie die Falten genau: Es gibt eine beleuchtete und eine im Schatten liegende Seite. Verstärken Sie zunächst die Beleuchtung durch Aufmalen von Weiß, Deckkraft 5%. Die Pinselgröße sollte dabei in etwa der Faltengröße entsprechen. In einer neuen, ebenfalls mit Grau gefüllten Ebene malen Sie nun die Schattenseite der Falten etwas dunkler. Verwenden Sie Schwarz und eine ebenfalls sehr geringe Deckkraft.

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Schritt 8: Weitere Elemente im Bild verteilen

Das Integrieren aller weiteren Elemente habe ich ein wenig vereinfacht. Sie müssten eigentlich erst mal allesamt maskiert werden, doch können Sie sich diesen Arbeitsschritt sparen, da alle Bilder bereits eine Ebenenmaske besitzen. In der Positionierung sind Sie relativ frei. Natürlich wäre es nicht sinnvoll, die kleine, unscheinbare Butterdose in den Vordergrund zu rücken und das szenewichtige Marmeladenglas in der Nähe der hinteren Tischkante zu verstecken; orientieren Sie sich beim Verteilen der Objekte einfach an der Abbildung oder vertrauen Sie Ihrer Intuition.

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Schritt 9: Transparenz erzeugen

Das Marmeladenglas wurde auf der Tischdecke fotografiert, ansonsten hätte man die Karoreflexion mühsam einbauen müssen. Der Hintergrund war weiß, was das Erzeugen der Transparenz des Glases nun vereinfacht. Duplizieren Sie die Ebene, wählen Sie den Verrechnungsmodus Multiplizieren und blenden Sie dann die ursprüngliche Originalebene über eine Ebenenmaske aus. Das Glas wird transparent, und zwar umso stärker, je höher der Luminanzwert, also die Helligkeit der Pixel.

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Schritt 10: Transparenz zurücknehmen

Auf den ersten Blick sieht das recht hübsch aus, bis man die transparenten Pixel im unteren Teil des Glases entdeckt. Genau an diesen Stellen müssen Sie nun die im Normalmodus verrechnete ursprüngliche Marmeladenglasebene wieder ins Motiv malen. Auch der Lichtreflex in der Gegend der Standfläche des Glases und die tropfenartigen Marmeladenklekse am oberen Rand des Glases dürfen nicht transparent sein; die weißen Spitzlichter müssen wieder weiß werden. Auch der Glaszylinder kann keine 100-prozentige Transparenz besitzen, sondern sollte ein wenig von seiner ursprünglichen Oberfläche zurückbekommen.

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Schritt 11: Diffusschatten malen

Die Position der Sonne ist noch nicht ganz klar, da es mehrere Möglichkeiten gibt, doch finde ich den oberen Rand des Glases passend. Vom gestalterischen Standpunkt aus gesehen ist das Verstecken der Lichtquelle hinter einem Objekt immer spannend, beleuchtungstechnisch betrachtet ist die Position gut vorstellbar. Damit ist die Art und Weise des Schattens festgelegt: Er soll auf den Betrachter zulaufen, vorne unscharf sein und in der Nähe des Glases an Schärfe gewinnen. Legen wir zunächst mal einen Farbwert für den Schatten fest: a=0, b=0, L=54 oder für R, G und B je 128. Verwenden Sie zum Malen eine große, scharfe Werkzeugspitze und eine Deckkraft von 100%. Stellen Sie die Ebene auf den Modus Multiplizieren, sobald die Form des Schattens steht.

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Schritt 12: Diffusschatten weichzeichnen

Wie weich der Schatten nun gezeichnet werden muss, können Sie am besten beobachten, wenn Sie einen dem Marmeladenglas ähnlichen Körper bei tief stehender Sonne auf eine Fläche stellen. Orientieren Sie sich an der Beobachtung und wenden Sie den Gaußschen Weichzeichner auf den Schatten an. Ein Radius zwischen zwölf und sechzehn Pixeln dürfte passen.

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Schritt 13: Schatten scharf malen

Nun folgt der kitzligere Teil der Schattenerzeugung: Die in der Nähe das Glases zu große Unschärfe muss revidiert werden, der Schatten muss an dieser Stelle wieder härter aussehen. Verwenden Sie das Radiergummi-Werkzeug. Radieren Sie zu viel, fügen Sie einfach wieder Grau hinzu und versuchen es erneut. Je dichter Sie sich an die Basis des Schattens heranarbeiten, desto kleiner muss Ihre Werkzeugspitze werden. An der Stelle, wo Schatten und Glas einander berühren, reicht eine Größe von 15 bis 20 Pixeln, ein bis zwei Karos weiter sind 50 bis 100 Pixel passender. So versuchen Sie, die unscharfe Kante des Schattens durch Radieren mit immer kleineren Spitzen schärfer zu gestalten.

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Schritt 14: Kernschatten erzeugen

Überall, wo leicht gerundete Kanten auf eine Fläche treffen, erkennt man einen tiefschwarzen, schmalen Kernschatten. Dieser Kernschatten ist in unserem Fall nur wenige Pixel breit, trägt aber sehr viel zum realistischen Aussehen des Schattens bei. Legen Sie also eine neue Ebene direkt über der Diffusschatten-Ebene an und malen Sie mit reinem Schwarz und einer weichen, 20 Pixel starken Pinselspitze einen Kernschatten. Die Deckkraft beträgt 100%. Im linken Teil der Abbildung fehlt der Kernschatten, um zu demonstrieren, wie wichtig er ist.

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Schritt 15: Farb-und Helligkeitsanpassung

Da die meisten Tonwerte in der allernächsten Umgebung vom Rot der Marmelade und des Tischtuchs bestimmt werden, dürfte auch der Schatten einen solchen Rotton aufweisen. Die Helligkeit sollte auch noch etwas zunehmen, also bietet sich eine Selektive Farbkorrektur in Form einer Einstellungsebene an. Wählen Sie Grautöne und geben Sie sowohl 5% Magenta als auch 5% Gelb dazu und reduzieren Sie den Schwarzwert um 11%. Ebenso verfahren Sie beim Erzeugen des Schattens für die Kaffeekanne. Allerdings brauchen Sie dort nur den kleinen Winkel mit einem Schatten zu belegen, der zwischen dem Fuß der Kanne und dem Toast zu sehen ist.

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Schritt 16: Marmelade aufhellen mit "Strahlendem Licht"

Legen Sie eine neue Ebene an und füllen Sie sie mit Grau. Verrechnet wird die Ebene im Modus Strahlendes Licht. Da die Sonne der frühen Stunde wegen noch nicht lange am Himmel steht, scheint sie in warmen Farben. Verwenden Sie zum Aufhellen der Glasebene einen leichten Gelbton. Legen Sie die Aufhell-Ebene über der Marmeladenglaskopie an und kopieren Sie durch Ziehen mit gedrückter Alt-Taste die Ebenenmaske der Originalebene hinein: So können Sie auch in den Randbereichen des Glases bedenkenlos malen, ohne Gefahr zu laufen, die Umgebung mit aufzuhellen.

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Schritt 17: Toast aufhellen mit "Ineinanderkopieren"

Ist Ihnen schon mal aufgefallen, wie nahe die Assoziationen "lecker" und "abscheulich" beieinanderliegen? Im Moment wirkt die Marmelade jedenfalls eher abschreckend als lecker, denn sie ist aufgrund der vielen zu dunklen Farbflächen und fehlenden Spitzlichter einfach kaum zu definieren: Ein klarer Fall für den Modus Ineinanderkopieren.

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Schritt 18: Löffel zum Strahlen bringen

Die vielen Reflexe tragen nicht gerade dazu bei, dass die Marmelade auf dem Löffel besonders appetitlich aussieht, deswegen greifen wir zum Verrechnungsmodus Strahlendes Licht. Legen Sie eine neue Ebene über dem Löffel an und füllen Sie sie mit Grau, dann legen Sie als Vordergrundfarbe ein sehr helles Gelborange an: Die Werte R255, G 250, B 215 müssten gute Dienste leisten. Malen Sie mit geringer Deckkraft über die Lichtreflexe, bis sich die Farbe der Marmelade allmählich in Richtung appetitliches Rot ändert.

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Schritt 19: Wespen vorbereiten

Beim Verteilen der Wespen auf dem Bild sind Sie relativ frei. Auch das Maskieren braucht Sie nicht zu schrecken, das hat bereits das Programm CINEMA 4D übernommen, in welchem die Tierchen erstellt wurden. Achten Sie lediglich auf zwei Dinge: Die Wespe 02 muss irgendwo im Vordergrund zu sehen sein. Sie besitzt eine starke Perspektivwirkung und würde deshalb weit im Hintergrund perspektivisch verzerrt wirken. Bei der Wespe 03 dagegen ist es umgekehrt: Die muss recht weit hinten platziert werden, da sie mit langer Brennweite gerendert wurde. Alle anderen Wespen sind so gestaltet, dass die Brennweite in der Darstellung keine besonders herausragende Rolle spielt, Sie sie also fast überall im Bild unterbringen können.

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Schritt 20: Farbgebung adaptieren

Die Insekten kommen ein wenig zu grell und zu grün aus dem Renderer. Beginnen Sie am besten mit der Wespe 02; skalieren Sie sie nach dem Öffnen und setzen Sie sie an die ihr zugedachte Stelle. Dann öffnen Sie eine Selektive Farbkorrektur-Einstellungsebene und wählen Gelb als Farbe aus. Es genügt, ein wenig Cyan abzuziehen, um das satte, wespentypische Gelb zu bekommen.

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Schritt 21: Unschärfe im Vordergrund

Die Wespe 01 eignet sich hervorragend für den Einsatz im nahen Vordergrund. Durch das starke Vergrößern bekommt sie recht weiche, fast unscharfe Konturen. Das ist in diesem Fall nicht problematisch, sondern sogar erwünscht, denn würde die Schärfe beibehalten, so hätte unser Gehirn massive Probleme beim Zuordnen der Größe der Szene. Also muss die Wespe sogar noch etwas unschärfer werden, wofür sich der Filter Tiefenschärfe abmildern anbietet. Rufen Sie ihn auf und geben Sie der Wespe ein weiches, unscharfes Aussehen.

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Schritt 22: Flügel vorbereiten

Zwar bewegen sich die Flügel einer Wespe mehrere Hundert Mal pro Sekunde auf und ab, sind also viel zu schnell, um vom Verschluss einer normalen Kamera scharf dargestellt zu werden. Sichtbar sind sie allerdings schon, also müssen sie auch eingebaut werden. Den Flügel selbst habe ich gemalt, und für den Fall, dass Sie ihn ändern oder gar selbst neu malen möchten, als psd-Datei unverändert gelassen. Ob nun mit oder ohne Änderungen: Bevor Sie den Flügel auf die Arbeitsfläche des Composings ziehen, sollten Sie alle sichtbaren Ebenen auf eine reduzieren.

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Schritt 23: Flügel einsetzen

Dann ziehen Sie die Flügelebene rüber und beginnen mit der Anpassung an die Position der Wespe: Zunächst wird der Flügel zur passenden Größe skaliert und in die richtige Position gedreht. Skalieren Sie die Höhe etwas stärker als die Breite, um der flachen Perspektive auf die Wespe Rechnung zu tragen.

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Schritt 24: Flügel in Vibration versetzen

Eine scharfe Abbildung wäre aus dem genannten Grund unlogisch. Um den Flügel nun in Bewegung zu versetzen, können Sie den Radialen Weichzeichner mal so richtig ausschöpfen; wir brauchen sowohl die kreisförmige als auch die strahlenförmige Anwendung. Obwohl auch über 20 Jahre nach Photoshop 1.0 noch immer mit der altertümlich wirkenden Vorschau versehen, leistet das Ding gute Dienste. Ziehen Sie vor Anwendung des Filters aber unbedingt eine rechteckige Auswahl um den Flügel, sonst bezieht sich der Filter auf das gesamte Composing. Kopieren Sie die Ebene und spiegeln Sie sie horizontal, dann drehen und transformieren Sie den Flügel, bis er perspektivisch zur Wespe passt.

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Schritt 25: Marmeladentropfen hinzufügen

Der Tropfen wird einfach hingestempelt. Dabei definieren Sie als Quelle für den Klonstempel einfach eine interessante, schillernde Stelle in einer der Marmeladenebenen, legen dann eine neue Ebene an und malen den Tropfen mit dem Stempelwerkzeug dort hinein. Versehen Sie ihn noch mit einem weiteren, kleinen Lichtreflex, den Sie einfach hineinpinseln.

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Schritt 26: Geschwindigkeit simulieren

Damit alle an der Darstellung der Wespe beteiligten Ebenen bewegt werden können, sollten Sie alle markieren und in ein Smart-Objekt umwandeln; dieses lässt sich dann bequem mit dem Radialen Weichzeichner behandeln. Ziehen Sie eine quadratische Auswahl um die Wespe und wenden Sie den Radialen Weichzeichner an.

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Schritt 27: Filterwirkung begrenzen

Der Radiale Weichzeichner wird bei Anwendung auf ein Smart-Objekt zum Glück mit einer Ebenenmaske angelegt. Diese können Sie nun aktivieren und an den Stellen, die Sie gerne erhalten wollen, mit schwarzer Farbe bearbeiten, um die Filterwirkung abzuschwächen. So lassen sich die Fühler, aber auch der Marmeladentropfen am Fuß der Wespe wieder klarer darstellen.

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Schritt 28: Sonne kreieren

Das Licht verbindet die verschiedenen Elemente miteinander. Öffnen Sie die Ebenengruppe der Landschaft und legen Sie über dem Himmel eine neue Ebene an. Dort hinein malen Sie nun mit einer sehr weichen Werkzeugspitze, Durchmesser 1200 px und Deckkraft 30%, die Sonne. Achten Sie auf einen sehr weichen Verlauf der Sonnenhelligkeit. Auf keinen Fall sollte der Verlauf abrupt enden, sondern sehr sanft zunehmen, dann über dem Zentrum des Glases seine Haupthelligkeit haben, um nach der anderen Seite wieder langsam ins Blau des Himmels auszulaufen.

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Schritt 29: Überstrahlung anlegen

Die nächste Ebene liegt in der Ebenenpalette ganz oben. Dort hinein malen Sie das Sonnenlicht, also den Teil der Lichterscheinung, der die Glaskante überstrahlt. Die Deckkraft bleibt unverändert bei 30%, die Pinselgröße reduzieren Sie auf einen Durchmesser von 300 px.

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Schritt 30: Strahlen ziehen

Die Strahlen werden festgelegt in Form einer Auswahl mit dem Polygonlasso. Es wird an der hellsten Stelle der Sonne angesetzt, dann ziehen Sie eine Linie bis über die Bildgrenze hinaus. Versuchen Sie so, Strahlen zu erzeugen, die mal dicker und mal dünner sind. Wandeln Sie die Auswahl in eine Maske um und wenden Sie nacheinander den Radialen und den Gaußschen Weichzeichner an.

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Schritt 31: Strahlen aufhellen und begrenzen

Ziehen Sie die Mitte der Kurve einer neu angelegten Gradationskurve etwas nach oben, dann sehen Sie schon, wie sich die Strahlen aufhellen. Doch darf man nicht vergessen, dass Licht, welches in der Luft sichtbar wird, nicht nur aufhellt, sondern auch den Kontrast senkt: Die Schwebstoffe, die es sichtbar machen, blenden die hinter dem Lichtstrahl liegenden Konturen aus. Ziehen Sie einfach den unteren linken Punkt der Kurve leicht nach oben, um so die tiefsten Tonwerte zu entfernen.

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Schritt 32: Vignettierung anlegen

Die Lichtstrahlen müssten zur Bildkante hin dunkler werden. Um die Maske nicht zu zerstören und die Vignettierung der Lichtstrahlen getrennt von der Strahlenmaske bearbeiten zu können, legen Sie für die Gradationskurven-Einstellungsebene eine neue Ebenengruppe und für diese wiederum eine eigene Ebenenmaske an. Malen Sie dort mit Schwarz und einer sehr großen, weichen Pinselspitze von mindestens 1000 Pixeln Durchmesser eine Vignette für die Strahlen.

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Schritt 33: Bildkorrekturen gefällig?

Weitere Bildkorrekturen können Sie in Form von Einstellungsebenen nach eigenen Vorstellungen gestalten. So könnte man das Bild wegen der vielen unterschiedlichen Lichtebenen über eine weitere Gradationskurve noch etwas abdunkeln, die Farben über Farbton/Sättigung leicht entsättigen oder versuchen, über die Farbbalance einen noch kühleren Farblook drüberzulegen. Oder: Sie lassen es so, wie es ist, nämlich hell und trotz der fiesen Viecher absolut freundlich!

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Kommentare
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Portrait von PSLR89
  • 29.12.2014 - 11:08

Echt tolles Tutorial!, kann ich nur jedem Empfehlen, der sich mit Composings näher beschäftigten möchte.

Portrait von rocking_sid
  • 09.04.2014 - 14:53

Vielen Dank für das sehr interessante Tutorial!

Portrait von VEH303
  • 07.01.2014 - 14:45

Vielen Dank! Alles ist Super erklärt.

Portrait von nsearch
  • 24.05.2013 - 14:29

danke für das tut, gefällt mir sehr

Portrait von Milan1981
  • 02.02.2013 - 11:28

Ich mag die farben ist echt tolle arbeit

Portrait von Milan1981
  • 02.02.2013 - 11:28

Super tutorial danke sehr

Portrait von Werbezecke
  • 31.10.2012 - 10:50

bis ins letzte Detail erklärt! super Tutorial! vielen Dank :)

Portrait von philipp
  • 17.10.2012 - 12:11

von dem tut kann man viel lernen! danke sehr 8)

Portrait von Cari81
  • 23.09.2012 - 10:32

Super interessantes Tutorial!! Vielen Dank!

Portrait von aliasis
  • 08.05.2012 - 20:52

danke für die tolle erklärung. alles super, wenn man weiss (gesagt bekommt) wie´s geht.

Portrait von Artelanas
  • 04.03.2012 - 00:02

Vielen Dank für dieses tolle Tutorial! Habe es wirklich nachbasteln können! An zwei Stellen habe ich zwar unheimlich lange gesessen, weil mir persönlich die Anleitung nicht ganz klar war und ich noch nie was vom Maskierungsmodus gehört hatte. Aber durch rumprobieren, hab ich es dann doch noch gefunden! ;)
Die Schattentechniken sind wirklich einfach anzuwenden und umzusetzen! ^^

Portrait von Jake23
  • 07.02.2012 - 18:46

Super tut und tolles Bild! Die Schatten u d Licht gestaltung lässt sih leicht auf andere Bilder übertragen.

Portrait von Jake23
  • 07.02.2012 - 18:44

Super tut und tolles Bild! Die Schatten u d Licht gestaltung lässt sih leicht auf andere Bilder übertragen.

Portrait von chillies
  • 26.08.2011 - 20:04

Tolles Tutorial, sehr anspruchsvoll, aber trotzdem verständlich erklärt mit zT sehr detaillierten, aber wichtigen Hinweisen (Schatten etc.). Das macht Laune!

Portrait von sharma
  • 26.07.2011 - 17:59

tolles tut
ich tat mich auch bei der marmelade schwer.
da hätte es ein wenig eindeutiger formuliert sien können.

mich würde die entstehung der wespe interessieren.

Portrait von Uli_Staiger
  • 29.07.2011 - 14:24

Hallo sharma,

die Wespe habe ich in cinema4D gebaut. War ene ziemliche Modellierungsarie, incl. Haarmodul. Bemalt habe ich sie in Bodxpaint. mit Alphakanal gerendert und farblich in Photoshop angepasst.
Schöne Grüße,
uli

Portrait von vincevegah
  • 20.05.2011 - 21:19

Vielen Dank für den tollen Workshop !!
Genial mit wie "wenig" Aufwand ( relativ wenig,wenn man fit in Photoshop ist )
man so eindrucksvolle Bilder entstehen lassen kann.
Gut erklärende Texte und durch umfangreiches Arbeitsmaterial wird dem Nutzer
einiges an Vorarbeit erspart....einfach KLASSE !!

Portrait von businsky
  • 30.04.2011 - 22:57

danke für das tolle tutorial! Echt gut erklärt und ein paar super tricks dabei!

Portrait von ps_top
  • 07.04.2011 - 19:13

Sehr lehrreich. Und dass der Autor ein guter Beobachter ist - und sein muss um die Realität auch nachzubauen - beweist er mit seinen lichtphysikalischen Hinweisen zum Schatten. (Kernschatten, von hartem Schatten zum weicheren mit zunehmender Entfernung vom Objekt, etc.) Hier machen Anfänger gerne viele Fehler. Natürlich gibt es bei einer solchen Komposition noch viel mehr zu beachten: Perspektive, Transparenzen, Reflexionen. Viel Substanz also in diesem Workshop.
Nur mit dem Hinweis, dass der Workshop gar nichts besonderes sei, da keine besonderen Aufnahme oder Lichttechniken angewandt wurden, untertreibt er wohl ein wenig. Auch um dies alles in Photoshop nachzubauen, braucht es doch mehr als nur ein bisschen Photoshop Kenntnisse. Die sind wohl gut zu erlernen, ich habe aber Kollegen erlebt, die mit diesen Techniken einfach nicht klar kamen und sich frustriert abwandten. Aber ein guter Pianist sagt auch, dass die Walzer von Chopin relativ einfach zu spielen seien...

Portrait von julia1312
  • 02.02.2011 - 10:43

hab es leider nicht ganz so hingekriegt, aber sieht nicht schlecht aus=)

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