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Tutorialbeschreibung

Making of 2063

Making of 2063

Hier möchte ich gerne ein Making of zu dem Bild "2063" bereitstellen. Dieses Bild habe ich für den F/P-Contest Dezember 2012 erstellt.

Ich hoffe, dass euch die beschriebenen Arbeitsschritte bei euren eigenen Arbeiten weiterhelfen können. :)


Making of 2063

Dies ist ein Making of zu dem Bild 2063, das ich für den F/P-Contest im 2012 erstellt habe.

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Schritt 1: Entwicklung der Bildidee

Als ich den Stock gesehen habe - Statue (megan7 - deviantart.com) -, war mir von Anfang an klar, dass ich diesen auseinandernehmen und etwas Neues daraus bauen wollte. Nach dem Durchspielen mehrerer Ideen entschloss ich mich dazu, ein Raumschiff zu basteln in einer Stadt.

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Mit zwei Arbeitsschritten musste ich nun anfangen: Einmal erstellte ich eine Skizze davon, wie das Geschehen aussehen sollte, zum anderen erstellte ich eine möglichst große Metallfläche aus dem Vorderkörper. Dafür habe ich den Oberkörper freigestellt und den Arm markiert, der den Oberkörper verdeckt. Über die Funktion Fläche füllen habe ich den Arm entfernt und hatte nun eine schöne große Fläche zum Arbeiten.

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Schritt 2: Erstellung des Raumschiffes

Ich habe mit den Düsen angefangen, da dies das größte Bauteil war. Dafür verformte ich meine erstellte Metallplatte solange, bis sie zylindrisch wirkte, und rundete die Enden ab. Alles, was dann überstand und nicht in die Form passte, maskierte ich aus. Im nächsten Schritt formte ich den Rumpf ähnlich wie die Düse.

Nach und nach baute ich auf die Art den kompletten Körper des Raumschiffes auf. Für die Laderampe nahm ich die Metallplatte der Statue.

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Um das Gitter bei den Düsen zu erzeugen, nahm ich einmal als Untergrund wieder die Metallplatte, die ich abgedunkelt hatte, und die Metallgriffe der Zange.

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Die Griffe ordnete ich der Reihe nach an, sodass eine Art Lüftungsschacht entstand.

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Um die Fenster vorne zu erstellen, nahm ich die Fenster eines modernen Londoner Gebäudes. Die Fenster habe ich erst grob angepasst und sie dann entsprechend ausmaskiert. Damit die Fenster farblich in das Raumschiff passten, habe ich per Schnittmaske eine Einstellungsebene Farbton/Sättigung erstellt und bei den Cyantönen die Sättigung reduziert sowie die Helligkeit.

Unten in der Einstellungsebene erweiterte ich noch den Umfang der farblichen Anpassung, indem ich die Begrenzung mit der Maus vergrößerte.

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Als weitere Schnittmaske erstellte ich eine Farbfläche, wobei ich mir mit der Pipette die Farbe von der Plattform zog. Diese Ebene habe ich dann auf die Füllmethode Farbe gestellt. Da mir die Schärfe der Fenster noch nicht gefiel, habe ich diese Fensterebene dupliziert und den Hochpassfilter darauf angewendet. Die bearbeitete Ebene stellte ich auf die Fülloption Weiches Licht und duplizierte diese Ebene noch einmal.

Beide Ebenen habe ich dann noch als Schnittmaske eingestellt. Die Fenster hinten hatte ich mir aus dem Schiff Sonnenkönigin gezogen, das ich damals in Österreich fotografiert hatte. Dafür habe ich mir ein Fenster aus dem Schiff gezogen, welches farblich schon sehr gut passte, und habe damit nach und nach die hintere Fensterfront erstellt.

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Nun habe ich alle Ebenen in einen Ordner getan und den auf die Fülloption Normal gestellt. Dies hat nun den Vorteil, dass, wenn ich Einstellungsebenen in dem Ordner erstelle, sich diese nur auf den Ordnerinhalt auswirken. Per Gradationskurven zeichnete ich Licht und Schatten ein. Eine Kurve war rein für den Schatten und zwei weitere für das Licht.

Bei dem Licht hatte ich eine Kurve für das Aufhellen und eine andere, die ich so anpasste, dass ich einen metallischen Glanz zeichnen konnte. Ich wählte diese Art D&B, damit ich im späteren Verlauf einfach die Intensität des Lichtes und des Schattens einstellen konnte.

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Quellen: Fenster vorne (SilverStocks - deviantart.com / Fenster hinten - Wolves-PSD - deviantart.com)


 

Schritt 3: Erstellen der Plattform

Die Plattform habe ich aus der Platte erstellt, auf der die Statue steht. Dort habe ich mir ein größeres Stück ausgeschnitten und habe diese dann mehrfach genutzt, um die großen Flächen zu gestalten. Für die Ränder habe ich auch die Ränder von der Platte genommen, so passte dann auch alles gut zusammen. Die nicht so schönen Ränder habe ich auch wieder ausmaskiert. Hier habe ich aber das Zeichenstift-Werkzeug genommen, damit ich die Rundungen bzw. die Geraden gut hinbekam.

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Im nächsten Arbeitsschritt habe ich eine leere Ebene angelegt, auf der ich mit einem weichen Pinsel und der Farbe Schwarz die Schatten des Raumschiffs einzeichnete. Diese Ebenen kamen dann wieder alle in einen Ordner für die spätere Bearbeitung, und den Ordner stellte ich auch wieder auf die Fülloption Normal.

Das Gerüst habe ich ähnlich wie die Plattform erstellt, aber in einem separaten Ordner. In beiden Ordnern von der Plattform habe ich wieder Gradationskurven erstellt und habe ähnlich wie beim Raumschiff wieder allgemeine Lichter und Schatten eingezeichnet. Da ich das Gerüst separat hatte, war es einfacher, die Schatten unter der Platte an dem Gerüst zu zeichnen.

Im späteren Verlauf wurde ich auch auf einen perspektivischen Fehler hingewiesen und fügte den duplizierten Ordner mit der Platte zusammen, damit ich diese perspektivisch über das Transformieren-Werkzeug korrigieren konnte.

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Schritt 4: Erstellen des Hintergrunds

Hier fing ich mit dem Himmel an. Dort hatte ich das Problem, dass dieser zu schmal war. Ich brachte, um das Problem zu lösen, die Sonne erst einmal an die Position, wie ich sie brauchte. Im nächsten Schritt markierte ich die Ebene (Strg-Taste gedrückt halten und auf die Ebene klicken), danach kehrte ich die Auswahl um (Strg+Umschalt+I).

Ich wählte dann ein Auswahlwerkzeug und reduzierte die Auswahl auf den Bereich, wo der Himmel später sein sollte. Per Rechtsklick dann auf die Auswahl wählte ich die Option Fläche füllen. Da der Himmel nicht sofort passte, wählte ich die Bereiche ab, die mir zusagten, und wiederholte diese Option. Am Ende hatte ich den Himmel soweit vergrößert, dass er für meine Bedürfnisse ausreichte.

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Danach platzierte und formte ich die Stadt und machte es mir mit dem Übergang zum Himmel relativ einfach. Das ganze Geschehen findet zu einem Sonnenaufgang statt und so früh am Morgen sieht man in der Ferne fast immer Nebel. Mit diesem Gedanken habe ich den originalen Himmel ausmaskiert und habe mit einem weichen Pinsel, mit geringer Deckkraft, den Übergang so gestaltet, als ob der Nebel aufsteigt.

Die Stadt passte ich dann noch farblich an; dafür habe ich vier Einstellungsebenen als Schnittmaske genutzt (Verlaufsumsetzung – Füllmethode Multiplizieren, Deckkraft 39%, Gradationskurve, Farbton/Sättigung und ein Fotofilter).

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Zum Schluss legte ich noch einen leichten Dunst über den Hintergrund; dafür erstellte ich eine leere Ebene mit der Fülloption Negativ multiplizieren. Dort legte ich mit dem Verlaufswerkzeug einen Schwarz/Weiß-Verlauf an. Durch die eingestellte Fülloption konnte ich den Verlauf mit mehreren Versuchen so erstellen, bis der Dunst von der Position gut über der Stadt lag, danach habe ich die Deckkraft noch auf 58% reduziert. Dies kam auch wieder alles in einen Ordner.

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Quellen: Himmel (hozer - sxc.hu) / Stadt (KidStrong - sxc.hu)


 

Schritt 5: Bildlook

Den Bildlook hatte ich relativ früh im Bild angefangen, damit ich mir in der weiteren Bearbeitung die farbliche Anpassung einzelner Objekte ersparen konnte. Alle Ebenen, die mit dem Look zu tun haben, habe ich von Anfang an in einem separaten Ordner erstellt, sodass ich diese Einstellungen mit einem Klick deaktivieren konnte.

Als Erstes erhöhte ich mit einer Gradationskurve mit einer leichten S-Kurve den Kontrast leicht. Mit einer Schwarzweiß-Einstellungsebene mit einer Deckkraft von 23% reduzierte ich die allgemeine Sättigung. Als Nächstes erstellte ich eine Verlaufsumsetzung von einem hellen Blau zu einem hellen Gelb; diese stellte ich auf die Fülloption Multiplizieren und eine Deckkraft von 29% ein. Danach kam eine weitere Verlaufsumsetzung, die von einem dunklen Grün zu einem Orange geht. Diese Ebene stellte ich auf die Fülloption Weiches Licht und reduzierte die Deckkraft auf 51%.

Nun kam noch eine neue Einstellungsebene von CS6 dazu, die ich zweimal verwendet habe, und zwar die Einstellungsebene Color Lookup. Diese Einstellungsebene hatte massiven Einfluss auf die Farbstimmung. Die erste Color Lookup-Ebene erstellte ich in der Einstellung 3DLUT-Datei in der Option Edgy-Amber.3DL, die Fülloption war Normal bei einer Deckkraft von 34%.

Für die zweite Color Lookup-Ebene nahm ich die Einstellung 3DLUT-Datei in der Option FoggyNight.3DL; die Fülloption war Weiches Licht und die Deckkraft war auf 29% reduziert.

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Dass nun das komplette Bild farblich aus einem Guss war, hatte den Vorteil, dass es keine farblichen Abweichungen gab. Nachteil war aber dabei auch, dass das Sonnenlicht darunter extrem gelitten hat bzw. man zwar die Sonne gesehen hat, aber das Licht fehlte. In einer neuen Ebene, die über den Einstellungsebenen lag, zeichnete ich daher mit einem weichen Pinsel, der Farbe Weiß und geringer Deckkraft das Sonnenlicht wieder ein. Auf einer neuen Ebene fügte ich mit der Standardpinselspitze Explosion-groß den Sonnenschein mit einem Klick ein.

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Schritt 6: Die Stadt im Vordergrund

Nun, im nächsten Schritt, kam die Stadt im Vordergrund dran, wo ich erst einmal den Look deaktivierte. Ich hatte alle genutzten Grundgebäude mit dem Zeichenstift-Werkzeug freigestellt. Dies war die beste Freistellungsmethode, da die Gebäude fast alle geradlinig verlaufen.

Das 2. Gebäude war wieder das Londoner Gebäude, welches ich aus einem anderen Winkel schon für das Raumschiff genutzt hatte. Dieses reduzierte ich auf den oberen Teil des Gebäudes und spiegelte es vertikal. Das Gebäude verformte ich so, dass der jetzige obere Teil eine Art Öffnung ergab, da ich eine Plattform daraus erstellen wollte.

Ich nahm dann eine Metallplatte, setzte sie entsprechend ein und gestaltete mit dem Zeichenstift-Werkzeug die runde Plattform; darauf setzte ich dann noch die Statue, die es als Vorgabe gab. Bei dem 4. Gebäude wurde es schon komplizierter: Da ich zuerst keinen Stock finden konnte, der im Ansatz gepasst hätte, habe ich ein relativ flaches Gebäude genommen und das Gebäude übereinander gestapelt. Dort musste ich dann jedes Teil des Gebäudes über das Transformieren-Werkzeug entsprechend verformen und anpassen, sodass die Etagen nahtlos ineinander übergingen.

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Im nächsten Schritt kamen die farblichen Anpassungen sowie die Schatten dran. Hierfür aktivierte ich den Look wieder, damit ich sehen konnte, wo diese Anpassung tatsächlich noch vonnöten war. Allgemein habe ich die Schatten per Gradationskurve eingezeichnet, die ich als Schnittmaske auf die Gebäude legte. Das Hochhaus rechts passte ich dann noch perspektivisch an und entfernte die Balkons.

 
Die extreme Farbe an dem Gebäude musste ich noch bearbeiten. Dort wählte ich die türkisfarbenen Fenster per Zeichenstift-Werkzeug aus und änderte mit einer Einstellungsebene Farbton/Sättigung die Farbe: Dort aktivierte ich die Option Färben und wählte einen Orangeton; die Sättigung wurde auch reduziert.

Das Gebäude sollte auch einen metallischen Look bekommen dort habe ich eine Metallplatte genommen. Das Gebäude teilte ich in 3 Teile auf, einmal die große Fensterfront und zweimal die abstehenden Gebäudeanbauten. Bei der Fensterfront habe ich einmal die Metallplatte bei der Füllmethode Normal genommen.

Dort ließ ich in den Fülloptionen die unteren Fenster durchkommen, indem ich in dem Menüpunkt Darunter liegende Ebene die Regler entsprechend anpasste. Danach nahm ich noch einmal die Metallplatte und stellte die Füllmethode Weiches Licht ein; die Deckkraft war 100%. Bei den Gebäudeanbauten habe ich die Metallplatte auf die Fülloption Multiplizieren gestellt und habe die Fenster ausmaskiert, sodass das Metall nur auf die Fassade wirkte. Diese Metallebene habe ich noch einmal dupliziert, um den Effekt zu intensivieren.

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Quellen: Gebäude links (ludrossi - sxc.hu) / Gebäude rechts (gmarcelo - sxc.hu) / 2. Gebäude von links (ninci - sxc.hu) / 3. Gebäude von links (jimbobobte - sxc.hu) / 4. Gebäude von links (Ayla87 - sxc.hu) / Metall an Gebäuden (gargamelix - deviantart.com)


 

Schritt 7: Stadt modernisieren

Das Bild sollte ja sehr futuristisch wirken, und da die Gebäude alle aus dieser Zeit sind, brauchten sie noch ein paar Accessoires. Ich hatte damals eine sehr moderne Fabrik aus mehreren Winkeln fotografiert und an dem Tag war der Himmel strahlend blau. Dies war sehr günstig für die Freistellung all der Gerüste. Als Erstes habe ich die Ebene dupliziert und die untere Ebene ausgeblendet. Bei der oberen Ebene habe ich den Hintergrundradiergummi genommen und konnte ohne Probleme den blauen Himmel wegradieren, ohne dass das Gebäude Verluste hatte.

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Nachdem das Gebäude nun freigestellt war, habe ich eine Auswahl von dieser Ebene erstellt (Strg-Taste gedrückt halten und auf die Ebene klicken). Mit dieser Auswahl erstellte ich eine Maske auf der Originalebene, danach nutzte ich noch die Option Maske verbessern, um die restlichen blauen Ränder zu entfernen. Mit den nun freigestellten Elementen modernisierte ich die Stadt.

Das einzige Problem dabei war nur, dass die Perspektive meiner Stocks komplett falsch war, da ich die Fabrik von unten nach oben fotografiert hatte. Um das Problem zu lösen, stellte ich die meisten Gerüste auf den Kopf und es passte größtenteils :-).

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Quellen: Gerüstepack 1 (Wolves-PSD - deviantart.com) / Gerüstepack 2 (Wolves-PSD - deviantart.com)


 

Schritt 8: Erstellen des Fahrstuhls

Im rechten Teil des Bildes sollte ein moderner Fahrstuhl das Geschehen noch abrunden. Am Anfang habe ich eine Metallstange an die Stelle positioniert, wo später der Fahrstuhl sein sollte. Danach formte ich aus einem metallischen Schornstein den oberen und unteren Teil des Fahrstuhls.

Für das Glas erstellte ich zuerst eine Auswahl und zeichnete innerhalb der Auswahl mit einem weichen Pinsel und der Farbe Weiß das Glas ein. Mit der schon genutzten Metallstange habe ich dann den Fahrstuhl verziert. Zum Schluss legte ich die Metallplatte 3-mal über den metallischen Anteil des Fahrstuhls (mit der Füllmethode Weiches Licht) und zeichnete die Schatten wieder über eine Gradationskurve ein.

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Quellen: Fahrstuhl (Ayla87 - sxc.hu) / Fahrstuhlschacht (nickobec - sxc.hu) / Metallplatte (gargamelix - deviantart.com)


 

Schritt 9: Glaskuppel, Lichter, Schatten und Nebel

Die Glaskuppel schneide ich in dem Making-of nur kurz an; dort bin ich nach diesem Tutorial vorgegangen. Während der Erstellung platzierte ich die Kuppel auf die Grünfläche im Hintergrund, hinter die Gebäude.

Nachdem nun alle Elemente im Bild waren, begann ich mit den endgültigen Schatten und Lichtern. Dies machte ich über die Gradationskurven. Eine habe ich für die Lichter eingestellt und eine andere für die Schatten. Da die verschiedenen Objekte unterschiedliche Entfernungen haben, habe ich in jedem Ordner diese Kurven erstellt für die einzelnen Elemente, also in dem Ordner Hintergrund (wo die Schatten der Gebäude durch die Glaskuppel angepasst werden mussten), dann in dem Ordner mit der Stadt im Vordergrund und dann, wo das Raumschiff mit der Plattform war.

Dadurch, dass ich alle Ordner auf die Füllmethode Normal stellte, beschränkte sich die Einstellungsebene Gradationskurve nur auf die Elemente innerhalb der Ordner. Sämtliche Schatten und Lichter waren entsprechend dem Sonnenaufgang orientiert.

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Im nächsten Arbeitsschritt zeichnete ich den Nebel ein. Um den Nebel zu erzeugen, erstellte ich eine leere Ebene und zeichnete mit einem weichen Pinsel, einer Deckkraft von 7% und der Farbe Weiß den Nebel mit der Maus nach und nach ein. Damit die Anordnung des Nebels weitestgehend realistisch wirkt, habe ich mehrere Nebelebenen erstellt, eine zwischen dem Hintergrund und den erstellten Gebäuden, dann eine weitere zwischen den Objekten, die bis vorne im Bild sind und den Gebäuden auf mittlerer Distanz; die letzte Nebelebene ist die vorderste Ebene, sodass der Nebel auch vor der Plattform des Raumschiffes ist. Durch diese Anordnung schleicht der Nebel förmlich durch die Stadt.

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Danach kam ich zum Licht. Da das Licht einmal von dem Look beeinflusst werden, aber auch farblich hervorstechen sollte, musste ich die Bearbeitung aufteilen. Im ersten Teil habe ich einen Ordner Licht direkt unter dem Ordner Look erstellt. Dort habe ich dann für diverse Teilelemente immer eine neue Ebene erstellt, auf der ich das Licht einzeichnete. Der Grund dafür war, dass ich flexibel sein wollte mit der Intensität des Lichtes.

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Das Licht selber zeichnete ich mit einem weichen Pinsel, der Farbe Weiß und einer geringen Deckkraft ein. Die Aufteilung war wie folgt: eine Ebene für die Fenster des Raumschiffes, eine für den Sonnenschein, der über die Gebäude geht, und eine für den Raumschiffeingang. Bei dem Eingang des Raumschiffs habe ich zuvor noch die Öffnung mit dem Polygon-Lasso-Werkzeug ausgewählt und die Auswahl mit Weiß gefüllt; danach zeichnete ich das rausstrahlende Licht ein.

Alle Ebenen waren auf der Füllmethode Normal eingestellt. Nach dieser Bearbeitung überarbeitete ich noch einmal die Gradationskurven in den einzelnen Ordnern, die für das Licht zuständig sind, und zeichnete z.B. einen Lichtschein bei dem Fahrstuhl ein, bei der Plattform, wo die Statue steht, in das Glas oder auch in die Fenster des Hochhauses ganz rechts.

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Nun musste ich noch ein wenig Farbe in das Bild bekommen, da meine Einstellungsebenen das Bild farblich sehr monoton gemacht hatten. Dafür habe ich dann über den Einstellungsebenen weitergearbeitet. Ich erstellte eine leere Ebene, wo ich mit einem weichen Pinsel und einem sehr hellen Blau das Licht bei dem Fahrstuhl einzeichnete, das Licht auf der Antenne im Hintergrund, das Licht in den Fenstern des Hochhauses (rechts) und die Lichtpunkte am linken Gerüst.

Danach erstellte ich eine neue Ebene, die für das eigentliche Farbspiel zuständig ist; die stellte ich auf die Füllmethode Farbe. Dort zeichnete ich dann mit einem weichen Pinsel die komplette Farbe der Lichter ein. Auf die Art konnte ich die Farbe der Lichter fließend in den Look laufen lassen, ohne dass ich großartig auf das Licht selbst achten musste.

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Im nächsten Schritt kamen all die kleinen blauen Lichter im Bild dazu. Dort hatte ich mir einen Stock genommen, bei dem auf einem schwarzen Hintergrund viele kleine verschiedene blaue Lichter waren. Diesen Stock stellte ich auf die Füllmethode Negativ multiplizieren; so waren nur noch die kleinen Lichter zu sehen. Diese Ebene habe ich dann mehrfach genutzt, um in der ganzen Stadt dieses Licht zu verteilen.

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Insgesamt fehlte mir dann noch dieses futuristische Licht, also diese speziellen Lens Flares, die für futuristische Bilder fast typisch sind. Dafür habe ich mir ein Stockpaket genommen, bei dem ich eine relativ große Auswahl hatte. Diese verteilte ich dann in der kompletten Stadt. Einen von diesen Lens Flares habe ich noch verzerrt und auf das Raumschiff gelegt; auf die Art hatte ich eine Lichtspiegelung im Metall und es fehlte nur noch der letzte Feinschliff.

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Quellen: kleine blaue Lichter (steve-burg - deviantart.com) / Optical Flares (Andrei-Oprinca - deviantart.com)


 

Schritt 10: Der letzte Feinschliff

Nun, am Ende erstellte ich eine Vignette über eine Gradationskurve, bei der ich den hellen Bereich etwas beschnitten habe. In der Maske machte ich mit einem sehr großen weichen Pinsel und 100% Deckkraft einen Punkt. Diesen Punkt konnte ich mit dem Transformations-Werkzeug entsprechend anpassen und konnte den Fokus auf die Sonne legen. Da diese Ebene aber auch die Lichtquellen am Rand beeinflusste, habe ich in den Fülloptionen in der Option Diese Ebene den Effekt entsprechend beschränkt.

Nach meinem Geschmack war das Bild für einen Sonnenaufgang noch einen Hauch zu dunkel, weshalb ich eine weitere Gradationskurve erstellte, mit der ich das Bild aufhellte. Dort habe ich die Maske invertiert und habe wieder mit einem großen weichen Pinsel einen weißen Punkt gemacht. Über das Transformieren-Werkzeug legte ich wieder den Fokus auf die Sonne und befreite über die Fülloptionen die Schatten von dem Effekt, indem ich bei der Option Diese Ebene die dunklen Bereiche rausnahm. Zum Schärfen habe ich das komplette Bild als neue Ebene zusammengefasst (Strg+Alt+Umschalt+E); diese Ebene habe ich in ein Smart-Objekt umgewandelt und bin in die Kanäle gewechselt.

Dort habe ich den RGB-Kanal mit gedrückter Strg-Taste ausgewählt, sodass eine Markierung zu sehen war. Mit dieser Auswahl wendete ich auf dem erstellten Smart-Objekt den Filter Unscharf maskieren an. Dort habe ich eine Stärke von 500% gewählt und einen Radius von 1, 4 Pixeln, der Schwellenwert war auf 0. Diese Werte variieren immer je nach Auflösung des Bildes. Durch die vorherige Auswahl des RGB-Kanals verschwindet ein eventuelles Leuchten in den dunklen Bereichen des Bildes, da diese automatisch ausmaskiert sind.

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Jetzt kamen oben und unten noch 2 schwarze Balken in das Bild und das Bild war fertig.

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Ich hoffe, dieses kleine Making of war soweit aufschlussreich und ich konnte mit ein paar Tipps dienen. Euer Wolves.

Kommentare
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Portrait von Auroneon
  • 19.03.2015 - 07:33

Danke tolle Idee !!!

Portrait von foto1234
  • 03.03.2014 - 12:15

vielen dank, hat mir sehr geholfen !

Portrait von catacatta
  • 25.02.2014 - 18:46

Tolle Idee und Umsetzung.

Portrait von Lenka
  • 19.02.2014 - 15:48

Sehr aufwendige Arbeit - toller Ergebnis!
Danke fürs Tutorial.

Portrait von puppe1963
  • 17.02.2014 - 20:31

Geniales Bild...Vielen Dank für dieses Tutorial...;)...Auch ich bin noch lange nicht soweit, eine solch tolle Arbeit vorzulegen. Ich bewundere Menschen die soetwas können..:)

Portrait von dummyjager
  • 03.02.2014 - 08:23

WOW sehr gute Arbeit, mega hilfreich.

Gutes Tutorial.

Portrait von Ic3r4ptor
  • 02.02.2014 - 11:25

Verdammt gute Arbeit, danke. Wirklich klasse wie einige Leute ran gehen. :)

Portrait von gummibaerchen1604
  • 25.09.2013 - 16:15

Herzlichen Dank für dieses inspirirende und wahnsinnig lehrreiche Tutorial! Hut ab!

Portrait von Essiggurke96
Portrait von steini2k
  • 13.07.2013 - 12:32

Vielen Dank sehr nützlich

Portrait von Sven_Wiechers
  • 26.06.2013 - 11:14

Wirklich, großartiger Job! Sehr Detailverliebt und durchdacht bis ins letzte. Licht und Schattenspiele sind fantastisch. Einzige Kritik: Die Landeplattform sieht mir (als Si-Fi Fan) etwas zu steril aus, also eher wie ein Stuhl. Sonst wirklich genial und bewundernswert!!!!!

Portrait von increasy
  • 27.05.2013 - 00:54

tolle einblicke in diese arbeitsweise, hat mich echt weiter gebracht!
und tolles ergebnis! =D

Portrait von muellernico
  • 26.05.2013 - 21:22

Sehr schön einen Einblick zu bekommen, besonders das Erstellen des Raumschiffes fand ich sehr faszinierend.
Danke

Portrait von Runir
  • 30.04.2013 - 11:56

Hat mir sehr gut gefallen!

Portrait von tobias12
  • 15.04.2013 - 08:52

Einfach nur toll:) Herzlichen Dank für die Mühe

Portrait von play_art
  • 28.03.2013 - 15:16

Sehr gut erklärtes Tutorial. Vielen Dank dafür. Schön auch zu sehen, wie Du Dir vorher eine Skizze angefertigt hast und somit eine gute Grundlage für die Konstruktion hattest.

Portrait von JamesBrown
  • 26.03.2013 - 11:20

Wirklich super tolles Tutorial. Werde auch mal versuchen so ein klasse Bild zu erzeugen :-)

Portrait von emirel
  • 26.03.2013 - 03:09

Danke für das Tutorial!

Portrait von HazeBuster183
  • 22.03.2013 - 10:47

Sehr gut gearbeitet vor allem auf Details geachtet...weiter so Like it!

Portrait von Blixnet
  • 14.03.2013 - 15:40

Klasse Tutorial... sehr geschickt gearbeitet

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