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Tutorialbeschreibung

Das Cover-Composing - Teil 04: London im Regen - atmosphärische Wirkung steigern

Das Cover-Composing - Teil 04: London im Regen - atmosphärische Wirkung steigern

Zu einem Londonmotiv gehört Nebel. Diesen malen wir mit dem Mischpinsel ins Bild. Der Mischpinsel ist ein Werkzeug, das man am besten mit einem seiner vielen Presets verwendet, lediglich der "Fluss" ist nicht in die Presets integriert und regelt die Stärke, also den Wirkungsgrad des Werkzeugs. Dann wird der Hintergrund über die Füllmethode "Abdunkeln" in das Motiv integriert. Die Arbeitsmaterialien zu diesem Video-Training findet ihr im Film "Vorbereitung" dieses Kreativtrainings. 


Schritt 1

Ich habe mir hier schon mal die Pinsel hingelegt. Denn mit dem Pinsel und dessen Vorgaben müssen wir gleich noch etwas machen.

Bevor es weitergeht und ich einen Nebel male, müssen wir zuerst aufräumen.

Wir klicken die Ebene "Hochhaus" an und mit gedrückter Shift-Taste auch die Ebene "Aufhellungskante", sodass alle dazwischenliegenden Ebenen auch markiert sind. Aus diesen machen wir eine neue Gruppe mit Namen "Hochhaus". So ist es aufgeräumt und wir haben in dem Ordner "Hochhaus" schön alles drin, was wir dazu brauchen.

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Schritt 2

Jetzt kann's losgehen. Schaut euch mal diese Ecke an: Die ist etwas problematisch. Wir haben hier diese hübschen Bäumchen, dann das Haus im Hintergrund und haben exakt die gleichen Tonwerte vorne im Hochhaus. Auch das Grün in der Spiegelung im Hochhaus ist das gleiche Grün wie in den Bäumen.

Obwohl das wahrscheinlich in der Realität tatsächlich so aussehen würde, ist es so, dass wir Bildbearbeiter da steuernd eingreifen müssen. Damit meine ich, dass Tonwerte speziell im Sommer, wenn es warm ist und bei Luftfeuchtigkeit – und die Belaubung der Bäume deutet auf Sommer hin –, in 400-500 Metern Entfernung anders sind als im Vordergrund. "Anders" heißt, dass weniger Schwarz drin ist.

Das bedeutet, dass wir hier am anderen Ufer etwas an Dunst und Nebel einmalen könnten und sollten, zumal das dramaturgisch natürlich wundervoll zu London passt.

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Schritt 3

Mit Dunst und Nebel schlagen wir zwei, sogar drei Fliegen mit einer Klappe: Erstens haben wir den stimmungsvollen Nebel, zweitens haben wir etwas für London getan und drittens haben wir eine Trennung zwischen der Stadt und dem Hochhaus hervorgerufen.

Wir machen das natürlich mit einer neuen Ebene und überlegen uns zuerst, wo wir sie anlegen: Wenn wir sie oberhalb der Himmelebene anlegen, dann können wir sogar noch auf Höhe des Himmels etwas sichtbar verändern.

Ich lege also eine neue Ebene zwischen Himmel und Hochhaus an (1), auf der ich mit dem Misch-Pinsel arbeiten möchte (2). Jeder kennt den Pinsel und auch den Buntstift und seit der Version CS5 gibt es den sogenannten Misch-Pinsel, der nicht einfach nur eine Farbe aufträgt, sondern ähnlich wie der Wischfinger Pixel mit aufnimmt, die bereits im Bild vorhanden sind.

Das macht er allerdings nur dann, wenn ihr oben bei Alle Ebenen ein Häkchen setzt (3). Wenn ihr das nicht machen würdet, dann würde der Misch-Pinsel, wenn er auf einer separaten Ebene angewendet wird, wie jeder andere Pinsel auch arbeiten.

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Schritt 4

Mein Misch-Pinsel braucht nun die richtige Farbe. Es soll die Vordergrundfarbe sein, also Weiß (1).

In der oberen Werkzeugleiste haben wir schon viele Voreinstellungen und – das muss ich leider sagen – es ist relativ undurchsichtig, was diese einzelnen Pinselregler alles machen. Wenn ihr das genau wissen wollt, müsst ihr relativ lange experimentieren. Das könnt ihr euch aber auch sparen, weil diese Presets eigentlich einen ganz guten und repräsentativen Querschnitt darstellen.

Ich wähle Feucht/dünn aufgetr., also "feucht und dünn aufgetragen" (2).

Dank der Presets können wir die meisten Einstellungen hier oben also vernachlässigen. Das Einzige, was ich immer unabhängig regeln muss, ist der Fluss. Den müsst ihr immer im Blick behalten.

Wenn ich den weit nach oben setze, zum Beispiel auf 85 %, und mit meinem ganz normalen weißen, weichen Pinsel male, sieht man den Pinselstrich sehr deutlich (3).

Wenn ich ihn beispielsweise auf 9% heruntersetze, dann wirkt er wesentlich schwächer (4).

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Schritt 5

Ich möchte den Nebel nun natürlich nicht mit einer ganz normalen Pinselspitze malen. Ihr könnt entweder in den Pinselvorgaben eine der wirklich schicken Nummern heraussuchen, zum Beispiel einen dieser Wolkenpinsel oder eine vorgefertigte Pinselspitze.

Ihr könnt aber auch schauen, was bei Kalligraphiepinsel bzw. in Pinsel für trockene Farbe drin ist. ...

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... Da kommen solche Sachen rein, die interaktiv angezeigt werden (1) ...

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... und deren Pinselform ihr natürlich auch verändern könnt. Wir schließen die Pinselvorgaben und gehen noch mal in die Pinselform hinein. Jetzt könnt ihr sehen, dass sich die Borsteneigenschaften sehr gut verändern lassen. All das lässt sich auch anzeigen. So könnt ihr damit ganz toll arbeiten.

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Aber ich würde den in diesem Fall nicht nehmen, ich würde bei einem ganz normalen Pinsel bleiben (1).

Das Häkchen bei Streuung nehme ich raus (2), dafür setze ich eins bei Formeigenschaften (3) ...

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Da wird ein Größen-Jitter angegeben. Ihr seht unten in der Vorschau, wie sich das langsam formt. Ich möchte den Mindestdurchmesser relativ weit runtersetzen und lasse ihn auf 23% stehen.

Hier ist auch ein Winkel-Jitter angegeben. Das bedeutet, dass der Pinsel, während ich damit arbeite, immer unterschiedliche Winkel annimmt. Das bringt uns nur leider gar nichts, solange wir einen runden Pinsel haben, denn rund ist rund ist rund und bleibt rund.

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Wir müssen schauen, dass diese Rundheit nicht ganz so rund bleibt. Wir klicken in die Pinselform und verändern die Rundheit. Ich kann sie etwas abflachen, auf etwa 48%, damit ich eine Struktur in meinen Dunst und Nebel hineinbekomme. Ohne diese Struktur sieht es irgendwie einfach nur weiß aus.

Der Vorteil dieses ganz einfachen Pinsels im Vergleich zu den Wolkenpinseln oder diesen kreuzförmigen Reflexpinseln ist, dass ich ihn wunderschön weicher machen kann. Und wenn ich die Härte jetzt auf 0% herunter setze, kommt das dem Nebel natürlich sehr zupass.

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Schritt 6

Jetzt können wir damit ganz gut arbeiten. Allerdings erst dann, wenn wir mal geschaut haben, wie es mit dem Fluss aussieht.

Ich zieh das mal ein bisschen nach oben auf 30% und mache die ersten Teststriche. Ihr seht, der Pinsel malt und er malt eben nicht nur dieses Weiß hier rein, sondern er mixt seine Farbe mit der Hintergrundfarbe und das ist genau das, weswegen ich den Misch-Pinsel genommen habe.

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Schritt 7

Aber ich hätte den Fluss trotzdem gerne deutlich geringer, so um die 9%.

Und ich mache ihn etwas größer. Jetzt probieren wir das noch mal und ihr seht, es wird neblig. Genau das ist es, was ich machen möchte. Mit wenigen Pinselstrichen kann ich eine Trennung hineinmalen.

Ich male nur ganz vorsichtig und man sieht schon, dass es neblig wird.

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Schritt 8

Ich kann das bei der Brücke auch ausprobieren, denn natürlich möchte ich den Nebel auch dort haben. Ich ziehe einfach an den Stellen, an denen Nebel entstehen soll, mit dem Pinsel drüber.

Dabei variiere ich etwas mit der Größe der Pinselspitze: Vor den dunklen Brückenpfeilern würde man den Nebel etwas deutlicher sehen, deshalb verkleinere ich den Pinsel da (ca. 200), damit der Nebel etwas stärker zum Vorschein kommt und sich so langsam nach rechts zieht. Das ist es eigentlich, was ich an Stimmung hier reinmalen möchte.

Auch in dieser verhältnismäßig weit entfernten Ecke links hinten müsste man schon Dunst und Luftfeuchtigkeit sehen. Hier tut es natürlich gut, wenn ich vorsichtig etwas von dem Nebel hineinmale, der auch vorne wabert. Auch noch ein bisschen vor dem Kahn, denn so schön ist der nicht, dann ist genug Nebel im Vordergrund drin.

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Schritt 9

Wir könnten jetzt in der gleichen Ebene weitermachen, weil eine räumliche Trennung zwischen dem Nebel an der Themse und dem Nebel an der Horizontlinie stattfinden würde. Aber vielleicht ist es trotzdem sinnvoll, eine neue Ebene anzulegen, die man dann auch anders benennen kann.

Eine neue Ebene braucht übrigens auch nicht mehr Speicherkapazität, denn der Inhalt bleibt ja der gleiche. Also klicken wir auf Neue Ebene erstellen.

Genau mit diesem sehr einfachen "Nebelpinsel", den ich jetzt habe, kann ich die harte Horizontlinie etwas aufweichen und angleichen. So schön ist sie nämlich noch nicht, der Übergang sollte noch wesentlich sanfter werden. Ich male damit über die Horizontlinie und ihr seht, wie sie sich besser integriert.

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Großer Vorteil des Misch-Pinsels: Er wirkt wie eine Mischung zwischen dem ganz normalen Pinsel und dem alten Wischfinger. Er malt also nicht nur einfach drüber, sondern er bezieht die Pixelfarben, die drunterliegen und im Bild vorhanden sind, mit ein. Das macht das Ding so charmant und deshalb kann man damit so wundervoll arbeiten.

Für die Horizontlinie stelle ich den Pinsel auf Nass/dünn aufgetr.

Nun überziehen wir die ganze Horizontlinie mit unserem Nebelwerkzeug, müssen aber bei dem Turm zum Beispiel etwas vorsichtig sein, damit wir ihn nicht hineinmixen.

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Die helle Stelle zwischen den Türmen zoomen wir heran und bearbeiten sie mit einer kleinen Pinselspitze. Über den restlichen Horizont gehen wir einfach etwas drüber und schon vermischen sich diese Pixel und die unschönen weißen Kanten zu einer einzigen Sauce, die wir am Horizont durchaus vertragen können.

Es ist auch o.k., wenn der Himmel, der an manchen Stellen etwas dunkler ist als meine Landschaft, etwas mehr Helligkeit abbekommt.

Auf das Hochhaus müssen wir nicht besonders achten, da können wir drübermalen, denn das liegt ja auf einer anderen Ebene.

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Und dann passen Himmel und Landschaft deutlich besser zusammen.

 
Schauen wir uns das noch mal an: Gerade an dieser Stelle hier sieht das einfach viel netter und gefälliger aus. Die beiden Ebenen, also die Stadtebene und die Himmelebene, passen deutlich besser zusammen.

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Schritt 10

Zum Schluss ist es ganz wichtig, die Ebenen umzubenennen: Wir haben die Ebene "Nebel Vordergrund" und die Ebene "Dunst im Hintergrund", aber ich kürze beides ab und hoffe, dass ich mich später noch dran erinnere.

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Schritt 11

Rechts haben wir das Hochhaus, in der Mitte die klassischen Gebäude, die typisch London sind. Da würde mir noch etwas fehlen, womit wir die klassischen Gebäude ein wenig in die Zange nehmen können. "In die Zange nehmen", damit meine ich, den flachen Horizont aufzubrezeln und dem Hochhaus mehr Berechtigung zu geben, dadurch, dass noch weitere Häuser dieser Art in London herumstehen.

Von daher wird es ein futuristisches London, das gebe ich zu, aber das war auch die Aufgabenstellung. Es darf ruhig etwas futuristisch wirken. Deshalb möchte ich für den Horizont noch eine futuristische Stadt einbauen.

Die habe ich sogar schon in der Bridge. Über Datei>In Bridge suchen öffne ich die Bridge.

Das ist ein Foto aus Dubai, das ich mal fotografiert habe. Das würde sich von der Formensprache ganz hervorragend eignen. Es ist etwas grobkörnig, weil es ein Ausschnitt ist, aber trotzdem sieht das Ding ganz wunderbar nach futuristischer Stadt aus. Ist es ja auch.

Mit einem Doppelklick öffne ich das Bild in Photoshop.

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Schritt 12

Von der Farbe kommen wir natürlich nicht hin, das eine ist alles relativ klar und bläulich, das andere ist im Dunst versunken und nahe des Sonnenuntergangs, das kann man zumindest am Sonnenstand vermuten. Von den Tonwerten des Dunstes stimmt es, aber von der Farbe noch nicht.

Über die Korrekturen hole ich mir eine Tonwertkorrektur.

Da gibt es nämlich die Möglichkeit, mit der mittleren Pipette zu arbeiten, diese einfach anzuklicken und damit den Ton zu neutralisieren.

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Ich möchte es eher auf der linken Seite neutralisieren, denn da scheint mir etwas mehr Rot als rechts zu sein. Und Rot ist gefährlicher, weil es weit von unserem Blauton entfernt ist.

Ich klicke also mit der Pipette in eine rötliche Stelle und habe mein Bild damit schon neutralisiert. Genauer gesagt haben wir jetzt an der Stelle, wo ich hingeklickt habe, neutrales Grau. Auch wenn es etwas bläulich aussieht.

Der Rest wird natürlich sehr, sehr blau, aber das passt hier ganz gut. Diese Skyline wird ja im Hintergrund eingefügt und da darf es ruhig blau sein.

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Schritt 13

Ich klicke das Dubai-Bild oben in der Leiste an und ziehe es von der Leiste weg, damit wir es gleich ins andere Bild hineinziehen können.

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Schritt 14

Ich mache es zunächst ein klein wenig kleiner und will erst mal schauen, dass es an die richtige Stelle kommt. Ich klicke mein London-Bild wieder an und ihr kennt das Problem: Wenn ihr das Dubai-Bild jetzt hineinziehen wollt - jawohl, die oberste Gruppe ist aktiv - wenn ihr es hineinziehen wollt, dann ist es weg.

Es ist weder oben in der Leiste noch auf dem Bildschirm. Wenn ihr es wiederhaben wollt, müsst ihr auf Fenster gehen, "Dubai" anklicken, dann ist es wieder da.

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Schritt 15

Ich nehme beide Ebenen, markiere beide und ziehe das Bild dann hier rein. Dann ist es an Ort und Stelle.

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Schritt 16

Jetzt müssen wir schnellstens für die Tonwertkorrektur eine Schnittmaske anlegen, denn die korrigiert im Moment alles. Deshalb ist das alles so blau.

Wir legen per Klick auf das Symbol eine Schnittmaske an und können das dann schon verwenden.

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Schritt 17

Jetzt wäre es ganz schlau, wir würden skalieren, doch bevor ich das skaliere und noch gar nicht genau weiß, wie groß es tatsächlich werden soll, markiere ich beiden Ebenen "Tonwertkorrektur 1" und "Ebene 1" und wandle sie über Ebene>Smartobjekte>In Smartobjekt konvertieren in ein Smartobjekt um.

Denn erst wenn ich ein Smartobjekt gemacht habe, kann ich skalieren, wie ich lustig bin. Denn ich kann es jederzeit verlustfrei auf diese Größe hier zurückbringen.

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Schritt 18

Jetzt reduziere ich die Deckkraft vorübergehend auf 72%, damit wir etwas mehr sehen können.

Und dann passe ich über Bearbeiten>Transformieren>Skalieren die Größe des Bildes an ...

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Um das Seitenverhältnis beim Skalieren beizubehalten, halte ich die Shift-Taste gedrückt, während ich das Bild kleiner ziehe.

Lasst euch nicht von diesem großen Kreuz in der Mitte irritieren, obwohl wir nur eine kleine Ebene haben. Das liegt an der Tonwertkorrektur, die sich ja, wie ihr gesehen hat, auf das gesamte Bild bezieht. Deshalb betrifft das Kreuz das gesamte Bild.

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Ich schiebe es auch gleich an ungefähr die richtige Position.

Das sieht ganz gut aus, was die Größe betrifft. Natürlich müssen wir nachher noch etwas retuschieren und dafür sorgen, dass die Skyline schön in den Hintergrund übergeht, aber fürs Erste können wir mit Enter bestätigen.


 

Schritt 19

Hätten wir vorgehabt, diese Stadt dort im Hintergrund mit ganz klassischen Methoden freizustellen, wäre es gut gewesen, das vor dem Skalieren zu machen. Würden wir zum Beispiel einen Pfad, einen Zauberstab, eine Schnellauswahl oder Ähnliches nehmen, dann wäre es schlauer gewesen, das vor dem Skalieren zu tun. Denn diese vielen kleinen Details hätten wir sehr viel besser erhalten können.

Da es mir aber gar nicht darum geht, die Skyline mit klassischen Methoden freizustellen, sondern eine ganz andere Methode zu wählen, ist es o.k., dass wir vorher skaliert haben. Diese andere Methode möchte ich euch nun zeigen:

Übrigens habe ich den Namen "Tonwertkorrektur 1" bereits in "Futuretown" umbenannt, damit ich jederzeit weiß, welches Smartobjekt ich da habe. Es ist ganz gut, wenn ihr eure Ebenen immer gleich entsprechend umbenennt, aber das habe ich ja schon einmal gesagt, ich weiß.

Ich möchte also jetzt anfangen, freizustellen. Für den Anfang tun wir nichts weiter, als den Modus zu wechseln: Ich stelle den Modus der Füllmethode von Normal auf Abdunkeln.

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Schritt 20

Und sobald ich das mache, seht ihr, dass ein großer Teil des neuen Himmels (siehe Markierung rechts) schon mal weg ist. Der hatte genau die Tonwerte, die mit dem Hintergrund und dem Modus Abdunkeln zusammen prima passen und somit verschwinden.

Jetzt könnten wir entweder den London-Himmel weiter abdunkeln, dann würde der Rest des Dubai-Himmels auch noch verschwinden, oder wir machen es einfach andersrum: Wir können das, was hier noch rosa schimmert, einfach aufhellen.

Ich klicke auf Neue Ebene erstellen, ...

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... fülle diese Fläche über Bearbeiten>Fläche füllen mit 50-prozentigem Grau und verrechne das Ganze im Modus Strahlendes Licht. Warum gerade dieser Modus?

Wenn ich Strahlendes Licht verwende und da mit Weiß draufmale, verschwindet das Grau an dieser Stelle sofort und übrig bleibt dieses deutlich dunklere Grau. Da kann das Weiß nicht ganz so gut angreifen. Ihr werdet gleich sehen, wie das funktioniert.

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Schritt 21

Ich nehme den Pinsel und probiere, ob das funktioniert. Ja, es funktioniert.

Aber Vorsicht: Ich helle im Moment nicht nur die Grauebene auf, sondern das gesamte Bild darunter auch. Wir brauchen deshalb für diese Aufhellebene "Ebene 1" eine Schnittmaske, damit es funktioniert.

Ich klicke also auf Ebene>Schnittmaske erstellen.

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Schritt 22

Jetzt wird nur noch dieser rosafarbene Himmel aufgehellt. Ich kann dichter rangehen, um zu sehen, wie das funktioniert.

Im Moment ist noch eine Deckkraft von 50% eingestellt, aber das ist wahrscheinlich zu hoch. Ich stelle runter auf 20%. Das müsste zwar genauso funktionieren, aber die Tonwerte dieses Turmes (1) will ich besser schützen.

Es klappt. Ich kann schön dicht an die äußeren Kanten rangehen, und wenn ich manchmal ein bisschen Überstrahlung der Kante einbaue, ist das kein Problem. Sie darf ruhig so aussehen, als würde sie leicht überstrahlt. Denn das Licht kriecht ja gewissermaßen um ein solches Gebäude herum.

Hier oben bei der Antenne oder dem Kran auf dem Dach (1) reduzieren wir die Deckkraft auf vorsichtige 10%, um das Ding zu erhalten. Nun ja, er ist ein bisschen weggegangen - nehmen wir ihn am besten komplett weg, damit er nicht noch stört.

Und Vorsicht: Eine solche enge Stelle wie hier zwischen den Gebäuden behandelt man lieber mit einer kleineren Werkzeugspitze. Wenn das Licht in der Mitte durchdringt, ist es vollkommen o.k.

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Schritt 23

Hier kann man dann wieder eine etwas größere Spitze nehmen. Auch die Tonwerte für dieses seltsame Gefährt hier oben, diesen Kite, sehen besser aus, wenn man mal mit dem Pinsel drüberfährt. Wobei - den können wir auch ganz wegmachen. Das machen wir gleich anschließend noch.

Ihr stellt allerdings fest, dass wir das Problem bekommen, dass manche Kanten tatsächlich zu stark aufgehellt werden. Das sieht nicht mehr wirklich gut aus. Da müssen wir etwas vorsichtig sein oder etwas anderes machen. Das zeige ich euch, sobald wir hier durch sind. Wir machen erst noch diese Geschichten zu Ende.

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Damit sind wir mit der Freistellung im Prinzip fertig, aber ich finde es nicht wirklich toll. Es ist teilweise zu stark aufgehellt.

 

Schritt 24

Ich bleibe bei meinem Pinsel, wähle mittleres Grau (der Tonwert liegt auf 128) und stelle auf den Modus Abdunkeln. Damit bearbeite ich nun meine Ebene, die im Modus Strahlendes Licht verrechnet ist.

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Ich kann über die zu stark aufgehellten Kanten gehen und sie zurückholen. Es ist eine schicke Geschichte, und zwar ohne, dass ich auch den Hintergrund wieder zurückhole. Natürlich kommt der Hintergrund irgendwann auch wieder, wenn ich lang genug da drübermale. Also Vorsicht damit, lieber mit einer kleinen Pinselspitze rangehen.

Aber dennoch ist diese Methode charmant, schnell und funktioniert mindestens genauso gut, als wenn wir das mit den klassischen Methoden freigestellt hätten.

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Schritt 25

Was jetzt noch fehlt, ist die Anpassung hier unten: Den unteren Teil der Futuretown hätte ich noch ganz gern schön in den Londoner Vordergrund überblendet.

Jetzt solltet ihr aber auf keinen Fall versuchen, bis an den Horizont heranzumalen, sondern vielmehr, die Gebäude etc. so gut wie möglich zu integrieren. Denn von der Größe her passen die ja genau. Versucht das mal ganz sachte zu machen.

"Sachte" heißt in diesem Fall mit einem sehr weichen Pinsel, der Farbe Schwarz und einer Deckkraft von 30%.

Nun brauche ich aber natürlich noch eine klassische Ebenenmaske für die "Futuretown", die ich durch Klick auf das Symbol Ebenenmaske hinzufügen anlege.

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Jetzt male ich sie vorsichtig weg und lasse die Strukturen, die sowieso ein bisschen verwischt sind, sachte ineinander übergehen.

Im Vordergrund, da, wo dieser Kran steht, sind ein paar Bäume (2), die genauso stehenbleiben können. Niemand wird sehen, dass die beiden Aufnahmen nicht zusammengehören.

Vielleicht kann man auch diesen Kirchturm (1) vorsichtig wieder von seinen blauen Tonwerten befreien. Geht einfach weiter rüber und macht sachte weiter (3). Ihr müsst nur darauf achten, dass diese untere scharfe Kante auf jeden Fall komplett verschwindet.

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Das ist eine Möglichkeit, wie man solche Aufnahmen zusammenbringen kann. Man muss sie nicht immer strikt voneinander trennen, sondern kann einfach mal versuchen, sie sanft ineinander übergehen zu lassen.


 

Schritt 26

Den Kite da oben wollten wir ja auch noch wegnehmen. Also gehe ich da mit einer Deckkraft von 100% drüber und schon ist er verschwunden.

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Schritt 27

Schaut mal: Von den Tonwerten her sieht es jetzt so aus, als würden diese Gebäude da hinten genauso Sonnenlicht abbekommen wie die Gebäude hier vorne und als wären sie deutlich weiter entfernt.

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Kommentare
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Portrait von spirit010
  • 09.10.2016 - 02:08

vielen dank für das video

Portrait von Ramona1902
  • 05.09.2014 - 15:36

danke dafür ist wirklich spitze

Portrait von SandraKo
  • 10.03.2014 - 15:52

Eine sehr interessante und informative Tutorial-Reihe! Ganz lieben Dank dafür!

Portrait von natajemets
  • 24.02.2014 - 10:33

Sehr interessante und nützliche Informationen!

Portrait von Steve007
  • 23.02.2014 - 14:06

Vielen Dank für diesen weiteren Teil Deiner Reihe.

Portrait von noerror
  • 20.02.2014 - 07:11

War super, danke für das Tutorial!

Portrait von Kundentest
  • 19.02.2014 - 09:32

Herzlichen Dank für das Tutorial.

Portrait von aloh47
  • 18.02.2014 - 18:55

Herzlichen Dank! Alles ist sehr informativ und hilft weiter

Portrait von HeinzGeorg
  • 18.02.2014 - 18:36

Mit Pinseln kann man die Welt verändern.

Reale Maler (also Tünchner) sind neidisch auf die Eigenschaften eines elektronischen Pinsels.

Sehr schön aufgebaut und beschrieben.

Portrait von Pskarin
  • 18.02.2014 - 17:09

Ganz große Klasse. Danke für dieses Tutorial. Es macht Lust zum Experimentieren.

Portrait von jztzmzuj
  • 18.02.2014 - 15:45

Passt, danke schön!!!

Portrait von Lexxit
  • 18.02.2014 - 14:48

Sehr informativ und sehr gut rüber gebracht, vielen Dank!

Portrait von rocking_sid
  • 18.02.2014 - 14:17

Vielen Dank für das interessante Tuturial!

Portrait von Karu24
  • 18.02.2014 - 13:59

Vielen Dank, ich habe wieder viel Neues gelernt.

Portrait von suzana
  • 18.02.2014 - 13:57

Informativ und sehr schön gemacht. Vielen Dank

Portrait von Kimjas
  • 18.02.2014 - 13:31

herzlichen Dank für das Tutorial

Portrait von BOPsWelt
  • 18.02.2014 - 13:21

Vielen Dank für das klasse Tutorial!!!

Portrait von MaoMao
  • 18.02.2014 - 13:02

Vielen dank für das weitere, sehr gut ausgearbeitete, Tutorial.

Portrait von MicroSmurf
  • 18.02.2014 - 12:24

Sehr schön und informativ. Vielen Dank.

Portrait von kw513143
  • 18.02.2014 - 11:21

Danke, guter refresh des Videos

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