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Tutorialbeschreibung

Aufbau der Fantasylandschaft - Teil 4 - Anpassen der Skaterin an die Lichtverhältnisse

Aufbau der Fantasylandschaft - Teil 4 - Anpassen der Skaterin an die Lichtverhältnisse

Ich habe mal beide Bilder nebeneinander angeordnet. Das ist ein ganz gutes Vorgehen, wenn man ein Element in das andere hinüberziehen möchte.

Dabei sollte man auch noch Folgendes beachten:

Wenn wir uns die Ebenen noch mal anschauen, sehen wir, dass im Moment die "Isolatoren" aktiviert sind. Diese Isolatoren werden farblich verändert durch eine Selektive Farbkorrektur, die drüberliegt.

Wenn ich jetzt die Skaterin einfach so ins Bild ziehe, legt sie sich über die Ebene "Isolatoren", die Selektive Farbkorrektur korrigiert plötzlich die Skaterin und auch alles darunter, weil die Schnittmaske rausfliegt. Großes Chaos bricht aus - überhaupt nicht schön.

Deswegen aktivieren wir die oberste Ebene, und wenn ich die Skaterin dann gleich rüberziehe, landet sie genau an der richtigen Stelle.

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Unten sieht man, dass Gitta mit einer Größe von über 10 MB wahrscheinlich deutlich zu groß ist, denn das Landschaftsbild hat auch schon 12 MB. Aber das ist nicht dramatisch. Es ist besser, sie in dieser Größe freizustellen, deshalb haben wir das ja auch so gemacht. Also belassen wir das mal so.


 

Schritt 1

Zuvor benennen wir die "Ebene 0 Kopie" der Skaterin um in "Gitta_frei", weil sie ja freigestellt ist (1).

Und jetzt brauchen wir sie nur noch zu kontern, denn sie läuft ja noch in die falsche Richtung. Über Bearbeiten>Transformieren kann ich sie Horizontal spiegeln und damit läuft sie mitsamt ihrer Maske in die richtige Richtung (1).

Wir packen die Ebene jetzt mal an und ziehen sie mit dem Verschieben-Werkzeug rüber auf das Landschaftsbild (1).

Ein bisschen zu groß ist sie schon, aber wie gesagt, das macht jetzt erst mal nichts (2).

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Wir können das rechte Bild jetzt schließen und speichern oder nicht. Ich speichere mal zur Sicherheit, denn vielleicht brauchen wir die Skaterin ja doch noch mal. Aber eigentlich sollte alles klargehen, wie haben sie in der Landschaft drin und damit sollte es gut sein.


 

Schritt 2

Wir müssen Gitta jetzt aber auf jeden Fall noch skalieren. Deshalb mache ich das Bild mal richtig klein und hole die Skalierungs-Optionen. Jetzt wird sie ungefähr an Ort und Stelle gestellt. Ich mache über Apfel bzw. Strg+ das Bild wieder größer und stelle sie auf das Kabel drauf.

In solchen Fällen neigt man dazu, die Hauptfigur zu groß darzustellen. Aber man tut sich ja keinen Gefallen damit. Sie wirkt ja sowieso, allein von den Tonwerten und den Farben her, deshalb würde ich vorschlagen:

Macht sie mal so klein, dass ihr wisst, dass sie auf jeden Fall zu klein ist. Man muss das immer ungefähr abschätzen, weil es ja nur eine gedachte Perspektive ist. Aber wenn sie definitiv zu klein ist, könnt ihr sie langsam größer machen und das besser beurteilen, weil ihr dann auch den anderen Punkt schon ausgetestet habt.

Wer sich da unsicher ist, sollte sie vielleicht vorher in ein Smartobjekt verwandeln, dann kann man sie - sollte sie zu klein skaliert worden sein - auch wieder vergrößern.

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Das kommt einigermaßen hin. Ich halte zwischen Kabel und Schuh noch etwas Abstand, weil da ja noch die Rollerskater drunterkommen. Die müssen wir noch ranmontieren. Wir bestätigen diesen Befehl mit Enter und können uns gleich daran machen, sie lichttechnisch an die Situation anzupassen.


Schritt 3

Die Läuferin ist in das Bild integriert, ihre Größe passt und die Position passt beinahe. Das wird dann noch ganz genau gemacht, wenn wir ihr die Schuhe anmontiert haben. Farben und Kontraste passen aber noch nicht und müssen noch angepasst werden.

Beginnen wir mal mit der Farbe, und wenn dann später vielleicht noch irgendwelche Filter dazukommen, wie beispielsweise der Hochpass-Filter oder die Unscharf-Maskierung, wäre es ganz gut, wenn wir hier ein Smartobjekt hätten.

Also beginne ich damit und bereite sie für Smartfilter vor: Über Filter>Für Smartfilter konvertieren und Bestätigung mit OK vermeide ich schon mal, dass ich Filter, die ich anwende, eventuell nicht mehr rückgängig machen kann. hMal schauen, ob es auch die richtige Ebene war - genau, es muss die Ebene "Gitta_frei" aktiviert sein. Die haben wir jetzt in ein Smartobjekt konvertiert.

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Schritt 4

Das Nächste sind die ersten Korrekturen. Das kann man mit verschiedenen Werkzeugen machen, es steht die Farbbalance zur Debatte oder die Selektive Farbkorrektur, wobei ich mich hier für die Farbbalance entscheide. Die Selektive Farbkorrektur hätte nämlich den Nachteil, dass die schwarzen Töne, die Rottöne und die Hauttöne unterschiedlich stark beeinflusst würden. Ich müsste jeden einzelnen in Richtung Blau und Cyan trimmen, während die Farbbalance in der Lage ist, das gesamte Bild - vorausgesetzt, ich setze eine Schnittmaske an - in Richtung Blau zu trimmen.

Mit den Mitteltönen kann man schon anfangen. Blau allein macht selten glücklich, meistens ist auch etwas Cyan dabei. Ich ziehe also den Regler Cyan nach links (-42) und den Regler Blau ein kleines Stück nach rechts (+15)

Bei den Tiefen muss man meistens vorsichtig sein, denn eine Korrektur der Tiefen zieht schnell zugelaufene Schatten nach sich. Da braucht man nur ein bisschen. Ich ziehe den Regler Cyan auf -8 und den Regler Blau auf +6.

In den Lichtern würde ich versuchen, in Richtung Gelb zu gehen (-12). Das passt prima, denn wir haben das warme Licht von der Seite. Wenn die Schatten blau werden, die Lichter aber nach Gelb getrimmt werden, erhöhe ich erstens den Kontrast, was ich sowieso vorhatte, und zweitens passt das sehr viel besser in diese ganze Lichtsituation. Damit wären Licht und Lichtfarbe korrigiert.

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Schritt 5

Ich kann weitermachen und den Kontrast erhöhen. Dazu muss ich erst einmal sicherstellen, dass ich in der richtigen Ebene bin. Denn wenn ich jetzt sofort einen Filter anwenden würde, würde ich die Einstellungsebene "Farbbalance 2" korrigieren - und das wollen wir natürlich nicht. Über Fenster>Ebenen kann ich das Ebenenfenster wieder einblenden, wenn es ausgeblendet ist. Wichtig ist, dass die Ebene "Gitta_frei" aktiviert ist.

Dann kann ich über Filter>Scharfzeichnungsfilter>Unscharf maskieren gehen. Wir wenden einen Filter mit der relativ geringen Stärke von 15% und einem relativ hohen Radius von 30,4 Px an. Indem ich das Häkchen bei Vorschau immer mal wieder aus- und einsetze, kann ich den Effekt kontrollieren und die richtigen Werte durch Ausprobieren finden.

Man sieht, dass da schon etwas passiert und die Lichter besser zur Geltung kommen und der Kontrast sehr stark nach vorne gebracht wird. Jetzt sind wir ein ganzes Stück weiter.

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Verschiebt man den Regler Stärke nach links, wird der Filterkontrast steigernd eingesetzt, die lokalen Kontraste werden gesteigert. Würde man den Regler Stärke weiter nach rechts und den Radius weit nach unten bringen, würde die Schärfe beeinflusst.


 

Schritt 6

Als Nächstes möchte ich die Gesamthelligkeit erhöhen. Das mache ich mit einer Gradationskurve, denn wir haben sehr dunkle Farbtöne, und so dunkel kann das eigentlich gar nicht sein, weil wir hier ja eine Gegenlichtsituation haben. Also setze ich oberhalb der Ebene "Farbbalance 2" noch eine weitere Einstellungsebene an. Die hole ich über Fenster>Korrekturen und wähle die Gradationskurven.

Ich mache die Skaterin im dunklen Bereich ein bisschen heller und ziehe dazu die Kurve am Eckpunkt unten links ein wenig nach oben. Ich setze eine Schnittmaske und jetzt passt sie schon viel besser rein.

Wenn ich unten links noch eine kleine Beule in die Kurve hineinmache und in der oberen rechten Hälfte dafür sorge, dass die Kurve in ihrem ursprünglichen Verlauf bleibt, passt das ganz gut. Oben möchte ich nichts machen, ich möchte nur die unteren Töne etwas heller machen.

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Schritt 7

Jetzt klappen wir das Ganze wieder zu und schauen es uns von Weitem an. Das sieht viel besser aus.

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Jetzt müssen wir uns noch an die Anpassung der lokalen Kontraste machen und dafür sorgen, dass die Lichter am Oberarm noch stärker zur Geltung kommen und dass ihre rechte Gesichtshälfte, die eigentlich kein starkes Licht abbekommen kann, etwas dunkler wird, genauso wie das Shirt.

Und auf die gleiche Art und Weise kann man dafür sorgen, dass die Klamotten anfangen zu glänzen, dass es aussieht wie ein Sportdress.


 

Schritt 8

Wir müssen wie gesagt noch drei Kleinigkeiten ändern:

Erstens wäre es ganz schlau, wir würden das schöne Sonnenlicht, das wir auf ihrer linken Seite sehen, auch oben auf ihrem rechten Arm sehen.

Zweitens müssen wir beispielsweise die rechte Gesichtshälfte ein bisschen abdunkeln, denn wir haben schließlich eine Gegenlichtsituation. Das sieht man auch auf dem Rücken, da kann es nicht gleich hell sein wie an der Seite.

Und drittens würde ich gerne den Glanz noch auf die Gymnastik- bzw. Läuferhose bringen, weil das Ganze dynamischer und glänzender aussieht. Damit wirkt sie garantiert schneller.

Ich beginne mit einer neuen Ebene, "Ebene 4", gehe über Bearbeiten>Fläche füllen und fülle die Fläche mit 50 % Grau. Dann verrechne ich sie im Modus Weiches Licht.

Weiches Licht deshalb, weil ich nur mit Schwarz malen und wirklich nur die Dunkelheit hervorbringen möchte. Der Farbkontrast soll nicht gesteigert werden.

Ich stelle schon mal die schwarze Vordergrundfarbe ein und nehme einen Pinsel.

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Schritt 9

Wir zoomen etwas dichter heran und werden gleich die Dunkelheit ein bisschen nach vorne bringen.

Die Deckkraft dürfte mit ca. 13% ok sein. Jetzt kann ich über die Stellen, die insgesamt zu hell sind, drübermalen und sie ein bisschen nachdunkeln. Also die rechte Gesichts- und Körperhälfte, die lichtabgewandt ist. An den Schuhen kann man das natürlich auch noch machen.

Und weil ich den Modus Weiches Licht verwende, bleiben die Farben, wie sie sind. Sie werden nicht intensiver, sondern nur ein bisschen dunkler.

Schauen wir es uns mal an im Vorher-Nachher-Vergleich, indem wir das Augensymbol vor der Ebene aus- und wieder einblenden:

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Schritt 10

Das Gegenteil muss natürlich auch gemacht werden, das findet aber auf dem oberen Teil des rechten Arms statt.

Wir legen eine neue Ebene an, "Ebene 5", und füllen sie erneut mit 50 % Grau. Damit sich diese graue Fläche aber nur auf die Skaterin auswirkt, setze ich eine Schnittmaske. Die bekomme ich über Ebene>Schnittmaske erstellen.

Würde die Schnittmaske nur in der "Ebene 5" erstellt, dann würde sie sich auf die darunterliegende graue Ebene ("Ebene 4") auswirken.

Das wollen wir natürlich nicht, deshalb brauche ich auch für die "Ebene 4" eine Schnittmaske, die ich wiederum über Ebene>Schnittmaske erstellen erhalte.

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Schritt 11

Jetzt brauche ich noch den richtigen Modus, nämlich Ineinanderkopieren.

Das sorgt dafür, wenn ich mit Weiß drübermale, dass der Arm aufgehellt wird. Ich bleibe bei einer Deckkraft von 13 % und schaue mal, was passiert. Das kann man verwenden.

Ich kann mit mehreren Pinselstrichen das Licht auf den Arm malen. Und natürlich darf auch auf das Haar noch einiges an Glanz drauf. Auch auf den Rücken würde ich gerne noch etwas Licht malen, denn da kommt mehr Licht vom Himmel direkt und leuchtet sie sozusagen an.

Bei solchen Sachen ist der Vorher-Nachher-Vergleich immer ganz wichtig. Wir schauen es uns mal an, indem wir das Augensymbol vor der Ebene aus- und wieder einblenden. Und das ist auch ein weiterer Grund dafür, dass man es auf einer neuen Ebene macht und nicht mit dem Nachbelichter- oder Abwedler-Werkzeug.

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Die Skaterin sieht so deutlich besser aus. Sie wirkt, als würde sie tatsächlich im Licht stehen. Und auch die relativ flotten Hosen bekommen noch ein bisschen Licht auf die Kanten.


 

Schritt 12

Zuletzt malen wir noch einen Glanz auf die Hosen. Das ist ganz einfach.

Wir legen wieder eine neue Ebene an ("Ebene 6"), und damit sich der Glanz nur auf der Hose befindet, nehme ich eine Schnittmaske dazu. Um mit gutem Beispiel voranzugehen, benenne ich die Ebene gleich um in "Glanz".

Die Deckkraft stelle ich auf 9 % und hole mir weiße Vordergrundfarbe. Ein Pinsel von 24 Px Größe und einer Härte von 0 % ist ok.

Und jetzt kann ich hier auf die Grenze zwischen Licht und Schatten den Glanz auf die Hose malen. Der sieht jetzt noch ein bisschen hanebüchen aus, denn der muss ja wirklich sehr, sehr sanft verlaufen. Das tut er jetzt noch nicht, aber darum kümmern wir uns gleich.

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Schritt 13

Damit dieser Glanz wie ein richtiger Glanz ausschaut, hole ich über Filter>Weichzeichnungsfilter den Filter Gaußscher Weichzeichner.

Bei einem Radius von 5,5 Px passt das und ich bestätige mit OK.

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Schauen wir mal den Vorher-Nachher-Vergleich an:

Die Skaterin hat gewonnen. Sie ist durch diese Ebenen, die wir hier hineingebracht haben, deutlich näher an der ganzen Außenbeleuchtung und passt perfekt in die Lichtsituation hinein.

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Schritt 14

Wir können jetzt die Skater bzw. Rollschuhe einbauen, mit denen die Skaterin über die Kabel rast. Und dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

a) Wer mit Photoshop CS, CS2 oder CS3 arbeitet, hat keine oder nur eingeschränkte 3D-Möglichkeiten. Da kann man die Schuhe direkt über Öffnen einbauen und die "Skater_01.psd" und "Skater_02.psd" auswählen. Die beiden Bilder müssen dann einfach nur skaliert und an die richtige Stelle gepackt werden. Das ist eine relativ einfache Sache, die muss ich nicht zeigen. Wichtig ist nur, die richtige Größe zu wählen.

b) Die richtige Größe zu wählen ist auch wichtig für das, wie wir das jetzt machen. Ich möchte das nämlich mit einer echten 3D-Datei tun.

Bevor ich damit aber anfangen kann, brauche ich zuerst die entsprechenden Werkzeuge. Die bekommt man entweder, indem man auf den 3D-Arbeitsbereich (*) geht oder aber - und so mache ich das jetzt, weil ich die Palette von gerade eben zusätzlich noch gern behalten möchte - über Fenster>3D (**).

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Schritt 15

Jetzt holen wir uns diese Rollschuhe her. Über 3D>Neue Ebene aus Datei anlegen öffnen wir die Datei "Fahrwerk.3ds". Die Endung "3ds" bezieht sich auf 3ds Studio Max.

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Es dauert ein bisschen, bis sich die Datei öffnet. Photoshop denkt ein bisschen nach, das macht es nicht alle Tage.


 

Schritt 16

Bevor ich damit beginne, dieses viel zu große Teil zu bewegen, zu skalieren und an die richtige Stelle zu setzen, vergewissere ich mich, dass in Photoshop>Voreinstellungen im Bereich 3D auch wirklich Open GL aktiviert ist.

Das gibt es auch in den CS4-Einstellungen, aber es gibt dort nicht den extra Menüpunkt 3D.

Das ist deshalb so wichtig, weil es dafür sorgt, dass ein Großteil der Bewegung, die wir jetzt hier durchführen, von der Grafikkarte durchgeführt wird und nicht nur von der CPU. Das sorgt dafür, dass die CPU Zeit für andere Dinge hat, und so verläuft die Bewegung relativ flüssig.

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Schritt 17

Ich wähle das 3D-Objekt-schwenken-Werkzeug und bewege den Schuh ein bisschen ins Bild hinein.

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Was wir hier sehen, ist die Rückseite des Rollschuhs. Den bringen wir gleich noch in die richtige Richtung, denn wir brauchen ja die Vorderseite.


 

Schritt 18

Ich drehe also das Ding mal mit dem 3D-Objekt-drehen-Werkzeug.

Das sieht schon sehr viel besser aus. Jetzt sind auch die Rollen zu sehen und so ist der Schuh eigentlich gedacht.

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Dann müssen wir noch ein bisschen etwas an der Farbe ändern und man sieht auch, dass ich ein bisschen an Polygonen gespart habe, denn die Räder sind nicht komplett rund. Aber wenn man mal überlegt, wie klein das Ding nachher abgebildet wird - dafür reicht es alle Mal aus.


 

Schritt 19

Jetzt ist meine 3D-Palette wieder verschwunden, ich hole sie mir wieder her über Fenster>3D.

Schauen wir uns mal an, was eigentlich alles da ist:

Wir haben als Elemente die Sohle, die Rollen, die Naben und den Rahmen.

Diese Elemente bekommen natürlich auch eigene Materialien zugeordnet: Die Sohle besteht aus Leder, der Lack bezieht sich auf die Rollen, Sky_Material wurde von Cinema automatisch mit herübergenommen, das interessiert uns aber nicht. Was uns interessiert, sind Chrom und Messing, das eine für den Rahmen, das andere für die Naben.

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Schritt 20

Also machen wir erst mal die Materialien chic. Ich beginne mit dem "Leder". Das ist im Prinzip ok, aber ich brauche kein Glanzlicht. Das bringe ich auf den Minimalwert von 0 %.

Als Nächstes schauen wir uns den "Lack" an, also die Rollen. Die hätte ich sehr gerne in knallrot. Ich klicke in das Farbfeld Diffuse, wähle Rot und bestätige mit OK. Die Rollen sind rot geworden.

Damit sie auch aussehen wie Lack - deshalb habe ich das Material auch so genannt -, hätte ich gerne noch ein Glanzlicht drin. Das hat im Moment eine Größe von 0 %, was bedeutet, dass es riesig ist. Ein großes Glanzlicht hat 0 %, ein kleines hat 100 %. Da ich ein kleines Glanzlicht möchte, stelle ich den Wert auf ungefähr 71 % ein.

Wenn das eher wie Kunststoff wirken soll, dann muss ich mein Glanzlicht ein bisschen vergrößern (sprich den Prozentwert verringern), und je weiter ich mit dem Wert runtergehe, desto größer wird das Glanzlicht und desto mehr wirkt es wie Kunststoff.

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Schritt 21

Die Materialien Chrom und Messing könnte man hier auch noch mit bestimmten Umgebungsspiegelungen belegen. Ich mache das mal für Messing noch. Aber davon wird leider nicht so viel übrig bleiben.

Messing ist eher gelb, also wähle ich bei Diffuse einen entsprechenden Gelbton.

Dann soll es eine Spiegelung geben - allerdings muss ich zuerst eine Umgebung festlegen bzw. laden, die gespiegelt werden soll. Über Umgebung>Neue Textur laden hole ich die Datei "Nebel.jpg" noch mal mit ins Spiel, denn der Nebel ist ja auch im Himmel vorhanden.

Sobald die Datei geladen ist, verändert sich das kleine Ordnersymbol neben Umgebung. Man sieht aber bis jetzt natürlich noch keine Spiegelung, denn der Kanal Spiegelung steht noch auf Null. Wenn ich eine Spiegelung um die 50 % hineingebe, sieht man, wie sich der Nebel im Rahmen spiegelt.

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Man müsste die Datei vielleicht noch ein bisschen kleiner machen, aber sobald der Rollschuh hinten auf dem Kabel entlangrollt, ist davon sowieso nicht mehr viel zu sehen. Wir belassen es also dabei.


 

Schritt 22

Jetzt schauen wir uns an, wie der Schuh an die richtige Stelle gebracht und in die richtige Richtung ausgerichtet wird. Das machen wir mit dem 3D-Objekt-drehen-Werkzeug. Damit kann man die perfekte Perspektive finden.

Man könnte mit der 3D-Achse arbeiten, je nachdem, wo welches der Werkzeuge gehighlightet wird, kann man damit drehen, skalieren oder verschieben.

Mir persönlich ist aber die freie Hand sympathischer, und wenn man ein bisschen damit übt, hat man tatsächlich das Gefühl, als würde man das 3D-Objekt selbst anfassen.

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Ungefähr das dürfte die Perspektive sein. Genau können wir es erst sagen, wenn wir den Schuh unter dem Fuß der Skaterin haben.

Ich sehe nicht auf die Sohle der Skaterin, von daher müssen wir hier schon darauf achten, dass wir eine ganz genaue Aufsicht auf die Seite haben und die Kamera weder unter noch über der Sohle platzieren.


 

Schritt 23

Wenn es mal ungefähr so aussieht, dann reicht es, wenn wir das 3D-Objekt-skalieren-Werkzeug nehmen und den Schuh einfach kleiner ziehen.

Dafür brauche ich nur den Stift auf das Tablet zu setzen und nach unten zu ziehen bzw. die Maus mit gedrückter Maustaste nach unten zu ziehen und so sieht das dann aus:

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Falls es irgendwann zu klein geworden sein sollte - kein Problem. Es ist vektorbasiert und kann jederzeit ohne Qualitätsverlust wieder größer gemacht werden. Die Größe ist jetzt ungefähr eingestellt, aber wie sie ganz genau aussieht, entscheiden wir, wenn wir dichter dran sind und den Rollschuh unter die Skaterin montiert haben.


 

Schritt 24

Gehen wir ein bisschen dichter heran. Wenn ich den Schuh jetzt mit dem 3D-Objekt-schwenken-Werkzeug an Ort und Stelle ziehe, muss ich Photoshop immer ein bisschen Zeit lassen.

Etwa hier kann man das Ding platzieren.

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Von der Größe ist es gut. Was noch nicht passt, das ist die Ausrichtung, denn der hängt hinten noch ein bisschen. Und schließlich soll der Draht genau in die Rillen hineingehen und da muss es auch so sein, dass der Rollschuh genau auf dem Draht sitzt, sonst sieht das unlogisch aus.


 

Schritt 25

Also noch mal zurück zum 3D-Objekt-drehen-Werkzeug und das ganze Ding ein bisschen nach oben ziehen. Dabei ist es auch wichtig, dass man die vordere Rolle genau in diesen Knick platziert, ab dieser Stelle kann sich der Draht nach oben spannen.

Dann sitzt das Ding genau da, wo es sitzen soll.

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Schritt 26

Was fehlt noch? Es fehlt noch die Position der Skaterin.

Dazu gehen wir noch einmal in die Ebenen; es sind inzwischen ziemlich viele Ebenen, also wäre es nicht schlecht, wir würden das mal zusammenfassen:

Wir klicken die Ebenen "Glanz" und "Gitta_frei" mit gedrückter Shift-Taste an und erstellen eine Neue Gruppe aus Ebenen, die wir gleich in "Skaterin" umbenennen.

Die Ebene "Fahrwerk" ziehe ich unter die Gruppe "Skaterin".

Jetzt kann ich die gesamte Skaterin-Gruppe mit dem Verschieben-Werkzeug auf den Rollschuh draufstellen.

Das darf ruhig die Sohle verdecken, das ist nicht weiter schlimm, denn die Sohle ist nichts weiter als eine Orientierung für diese Geschichte. Die Skaterin soll ja schließlich fest mit dem Skate verbunden sein.

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Schauen wir es uns von weiter weg an und es sieht ok aus. Das Licht stimmt noch nicht ganz, da müssen wir noch mal dran arbeiten, aber die Position ist auf jeden Fall in Ordnung.

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Schritt 27

Thema Licht. Da müssen wir noch einmal in die Ebene "Fahrwerk" gehen und klicken das Licht an. Wir schauen mal, welche Lichter gerade aktiv sind, und probieren ein bisschen aus. Wie sieht es aus, wenn wir Infinite Light 1 ausschalten? Dann sehen wir, dass dieses das Licht ist, das von der Seite kommt. Wir schalten es mal wieder ein und dafür das zweite Licht, "Infinite Light 2", aus.

Da sehen wir, dass dieses zweite weit weniger Einfluss hat, als es haben könnte. Es dürfte etwas mehr haben. Deshalb verändern wir die Intensität und setzen den Wert dafür von den ursprünglichen 0,4 auf etwa 1,17.

Die Intensität des ersten Lichts, Infinite Light 1, setzen wir dagegen herunter von 0,9 auf 0,66.

Jetzt sieht das eher nach Gegenlicht aus. Das Licht kommt von der rechten Seite.

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So können wir es auch es stehenlassen und damit hätten wir den ersten Rollschuh an Ort und Stelle.


 

Schritt 28

So, wie wir jetzt den ersten Rollschuh hineingebracht haben, können wir auch den zweiten hineinbringen. Das ist gerade das Tolle an dieser 3D-Lösung, dass wir nicht drauf angewiesen sind, vorgefertigte Positionen zu integrieren, sondern dass wir aus einer einzigen Datei alles machen können, was wir brauchen.

Nämlich hier etwas mit einer völlig anderen Perspektive. Ich kopiere also erst mal die Ebene "Fahrwerk", indem ich sie auf das Ebenen-Symbol ziehe. Und jetzt kann ich diese Kopie ("Fahrwerk Kopie") genauso behandeln wie vorhin das Original. Sie nämlich erst mal mit dem 3D-Objekt-drehen-Werkzeug in die richtige Position bringen.

Ich bewege und drehe die Rollschuh-Kopie, bis die Spitze nach vorne zur linken unteren Bildecke zeigt - passend zur Position des nach hinten gestreckten Fußes der Skaterin.

Und dabei muss man immer ein bisschen warten, bis Photoshop soweit ist.

So etwa.

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Schritt 29

Jetzt können wir das Ding auch mal nehmen und mit dem 3D-Objekt-schwenken-Werkzeug an die Stelle bringen, wo wir es brauchen.

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Jetzt sieht man auch, dass ich noch zu sehr eine Aufsicht auf die Seite habe. Es sieht aus, als wäre der Rollschuh weggeknickt. Das geht natürlich nicht.


 

Schritt 30

Ich versuche das mal mit dem 3D-Objekt-rollen-Werkzeug, wobei das wahrscheinlich nicht den richtigen Effekt bringt, weil das wie eine Achse arbeitet, die senkrecht auf dem Monitor steht. Damit kann ich ein bisschen was ausrichten, aber ich kann es nicht komplett ausrichten.

Und dann muss ich es noch ein bisschen weiter im Uhrzeigersinn drehen.

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Jetzt müssen wir diesen Knick noch herausbringen.


 

Schritt 31

Das machen wir ebenfalls mit dem 3D-Objekt-drehen-Werkzeug. So, dass ich praktisch direkt auf das Ding draufschaue.

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Sehr viel besser.


 

Schritt 32

Wenn ich jetzt zurückgehe und noch mal das 3D-Objekt-rollen-Werkzeug verwende, müssten wir eigentlich die passende Position gefunden haben.

Und ich kann mich daran machen, mit dem Verschieben-Werkzeug die ganz richtige Position zu finden, denn noch ist das Ding zu weit drüben.

Schade, dass das perspektivisch ein bisschen uninteressant wirkt, aber wenn wir eine Direktaufsicht auf den Schuh haben, muss der Rollschuh dem auch nachfolgen.

Deshalb ziehe ich die Rollen mit dem Verschieben-Werkzeug dahin, wo ich glaube, dass ich sie brauche.

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Der Schuh verdeckt ganz perfekt die Sohle und damit wissen wir, dass wir die richtige Größe gewählt haben.


 

Schritt 33

Dieses superknallige Rot gefällt mir noch nicht. Das ist doch ein bisschen heftig und wirkt unnatürlich, wenn man es von weiter weg anschaut.

Ich werde also zunächst mit dem vorderen Rollschuh eine leichte Tonwertkorrektur durchführen und öffne dazu erst mal die Optionen über Fenster>Korrekturen>Tonwertkorrektur.

Ich setze eine Schnittmaske und nehme dann ein bisschen vom Kontrast weg, indem ich die unteren dunklen Tonwerte und ein paar der oberen wegnehme. Dadurch nehme ich schon sehr viel von der knalligen Farbe raus.

Die Werte bei Tonwertumfang sind jetzt 40 und 213. Das könnte ich mir merken, aber wahrscheinlich sind die Werte für den zweiten Schuh doch wieder anders.

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Schritt 34

Wir übernehmen diese Werte aber trotzdem mal, indem wir die Ebene "Tonwertkorrektur 1" mit gedrückter Alt-Taste über die Ebene "Fahrwerk Kopie" ziehen.

Auch hier brauche ich wieder eine Schnittmaske, und ich kann mir überlegen, ob ich etwas ändern möchte. Ich glaube schon. Es darf ein bisschen dunkler werden. Also nehme ich von den Höhen noch ein bisschen weg und jetzt passen die beiden doch besser zusammen.

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Schauen wir uns mal das gesamte Bild an. Viel brauchen wir nicht mehr daran zu machen, aber eine Kleinigkeit möchte ich noch ändern. Ich möchte eine Art Vignette um das gesamte Bild herum, um die Aufmerksamkeit etwas mehr auf die Skaterin zu lenken.

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Schritt 35

Das mache ich, indem ich eine neue Korrekturen-Ebene Gradationskurven anlege. Die sorgt dafür, dass das gesamte Bild dunkler wird.

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Schritt 36

Und da die Gradationskurve mit einer Ebenenmaske kommt, kann ich die jetzt verwenden und mit einem großen, weichen Pinsel und schwarzer Vordergrundfarbe den Effekt an den Stellen wieder wegradieren, wo ich ihn nicht brauche. So wird die Vignettierung nur an den Stellen stattfinden, wo ich es gerne hätte.

Damit sorge ich dafür, dass die Aufmerksamkeit des Betrachters direkt auf der Skaterin liegt. Was weniger wichtig ist, wie zum Beispiel der Vordergrund oder das redundante Felsmassiv - man sieht es und weiß sofort, was es ist - diese Dinge darf ich ein bisschen absaufen lassen.

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Die Hauptaufmerksamkeit liegt jetzt auf der Skaterin und damit wären wir mit diesem Bild am Ende.

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Kommentare
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Alternative Portrait
-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 30.09.2016 - 16:04

Vielen Dank! Tolles Tutorial.

Portrait von Editor
  • 23.01.2015 - 11:53

Wie immer, ein absoluter Traum!!!!
Vielen Dank

Portrait von berndschwartz
  • 16.11.2014 - 20:26

Ein tolles Tutorial, es begeistert einfach und animiert mit jedem Teilstück zum Nachmachen, vielen Dank

Portrait von hengartk
  • 16.11.2014 - 16:31

Für mich gibt's nur einen Kommentar: Einfach super !!

Portrait von diegel
  • 16.11.2014 - 15:59

es ist einfach fantastisch - gratulation

Portrait von 3hardy
  • 16.11.2014 - 12:01

Wie immer super erklärt! Einziger kleiner Wermutstropfen: Gitta "bewegt" sich im "Passgang", dadurch wirkt die Bewegung unnatürlich.

Portrait von pallasathena
  • 16.11.2014 - 01:12

Vielen dank! Wieder sehr ausführlich, danke!

Portrait von ICEMANN
  • 15.11.2014 - 21:03

besten dank

Portrait von BOPsWelt
  • 15.11.2014 - 20:22

Vielen Dank für den 4. Teil des Tutorials. :-)

Portrait von Karu24
  • 15.11.2014 - 19:59

Vielen Dank für diese lehrreiche Serie und die Textversion dazu.

Portrait von Caesarion2004
  • 15.11.2014 - 19:14

Vielen Dank für den Teil (sowie für das ganz super Tutorial)!

Portrait von weyer
  • 15.11.2014 - 17:56

Danke für die Textversion Teil 4.

Portrait von figge
  • 15.11.2014 - 17:26

Danke für den letzten Teil dieser kleinen Serie.

Portrait von Dineria
  • 15.11.2014 - 16:19

Danke für die Textversion des ganzen Tutorials! Hätte nicht gedacht, dass es hier zum Ende hin sogar noch 3D-lich wird... :-)
Bei Schritt 3 hat sich in der vorletzten Zeilen übrigens noch ein h eingeschlichen: "hMal", vielleicht kann Stella-Marina das noch wieder rauskicken...? ;-)

Portrait von Ken_Barrow
  • 15.11.2014 - 16:12

Vielen Dank für den weiteren Teil!

Portrait von rocking_sid
  • 15.11.2014 - 15:49

Vielen Dank für den letzten Teil dieser sehr gut gemachten Serie!

Portrait von MARIA52
  • 15.11.2014 - 15:39

Vielen Dank für den 4 Teil des Tutorials.

Portrait von rocking_sid
  • 07.11.2014 - 15:49

Vielen Dank für diese tolle Serie!

Portrait von MaoMao
  • 14.12.2012 - 20:38

Eine Geniale Serie Danke für die Arbeit.

Portrait von master_class
  • 07.04.2011 - 18:42

moktabas "mit dem neues Board Design sind jetzt auch die Arbeitsdateien verfügbar, vielen Dank dafür...."

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teststefan