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Tutorialbeschreibung

Wallpaper: Der Ballsaal - Making of

Wallpaper: Der Ballsaal - Making of

Der Ballsaal - Making of

In diesem Tutorial will ich euch zeigen, wie ihr mit minimalen Mitteln ein stimmungsvolles Bild erstellen könnt. So wurden z.b. für die Erstellung des Ballsaals lediglich ein Fenster und zwei Texturen verwendet.


Im Januar haben wir begonnen, euch im Rahmen des monatlich erscheinenden Commags (unser Community-Magazin) ein exkluxiv hierfür verfasstes Tutorials vorzustellen. Wir wollen natürlich auch neuen Usern die Möglichkeit geben, auf diese Tutorials Zugriff zu nehmen und fügen diese daher in die hier schon vorhandenen Anleitungen mit ein. Dennoch sei auch unseren neuen Benutzern das Studium der bereits erschienen Commags ans Herz gelegt, denn Anregungen und Tipps kann man eigentlich nie genug bekommen.


Der Ballsaal – Making of

Den Start in dieser Reihe machte im Januar ein Bild, das auf den ersten Blick eher weniger spektakulär aussieht und mehr romantisch verspielt wirkt, als dass es den Eindruck einer Komposition mit Photoshop vermittelt. Weiterhin glänzt es durch eine eher ungewöhnliche Bildaufteilung.

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Das Besondere an diesem Bild sind die „Entstehungs-Zutaten“. Der komplette Ballsaal ist aus lediglich zwei Texturen zusammengesetzt. Dazu kommt der Rahmen eines Kirchenfensters, ein tanzendes Paar und als Farbklecks letztendlich die rote Rose.
Der Beginn eines Bildes besteht immer aus der Idee. So kam auch bei mir die Idee zu diesem Bild irgendwann einmal bei einem Film (keine Ahnung mehr, welcher das war). Bei derartigen Ideen sollte man nie danach gehen, ob man das realisieren kann oder nicht – man kann alles realisieren, auch wenn es oft eine Frage des Aufwandes und (zugegeben) der Qualität ist. Allerdings fällt das zweite Bild dann schon wesentlich besser aus und irgendwann geht einem die Technik dann in Fleisch und Blut über.

Wie bei jedem Bild mache ich mir vor Beginn eine grobe Skizze, damit ich einen Fahrplan für die Entstehung habe und evtl. schon wichtige Sachen im Vorfeld bedenken und berücksichtigen kann. Die Skizze muss nicht schön sein – sie sollte nur als Unterstützung dienen.

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Meine Skizze beinhaltet die wichtigsten Elemente des Bildes: Die Wände, den Boden, die Anordnung der Fenster und den/die Tänzer (ob eine Einzelperson oder ein Paar, war zu diesem Zeitpunkt noch unklar). Die Texturen für den Boden und die Wand finden sich in einer Vielzahl von Quellen im Netz. Neben den umfangreichen Archiven unseres eigenen Boards greife ich auch sehr oft auf die Ressourcen bei www.deviantart.com zurück.
Hier findet sich einfach alles. So auch in diesem Fall eine passende Textur für den Boden.

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Ich habe hier extra ein Karomuster genommen, um später beim Bau des Raumes die Fluchtpunkte besser sehen zu können. Bei der Wand habe ich mich für eine Marmor-Textur entschieden, damit der Raum schon hier ein „gehobenes“ Ambiente bekommt.

Startet nun in Photoshop mit der Erstellung eines neuen Dokumentes – Standardmaß 1024x768 Pixel mit weißem Hintergrund.
Die erste Überlegung gilt nun dem Aufbau des Bildes. Wie schon oben angesprochen, soll hier eine etwas ungewöhnliche Aufteilung genommen werden, die dem Bild das Flair eines Breitwand-Filmes verleiht.

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Aus diesem Grund teile ich das Bild in vier gleiche Teile auf: Um die Linien darstellen zu können, solltet ihr (falls nicht schon geschehen) mit der Tastenkombination Strg+R die Lineale einschalten. Die Hilfslinien könnt ihr dann bequem mit der Maus aus den Maßeinheits-Zeilen erstmal in die Mitte des Dokumentes ziehen. Sowohl vertikal als auch horizontal. Wenn ihr langsam zur Mitte kommt, werdet ihr merken, dass Photoshop die Linien von ganz alleine genau mittig einrastet. Natürlich solltet ihr das mit dem Verschieben-Werkzeug machen, denn nur damit klappt das. Die beiden weiteren horizontalen Linien, die dann das bereits aufgeteilte Dokument nochmals teilen, verschiebe ich immer mit gedrückter Shift-Taste. Auch hier spürt man dieses „Einrasten“ und kann das bequem nach „Augenmaß“ machen.

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Eure Arbeitsfläche sollte nun etwas größer als das eigentliche Bild sein (bei mir am grauen Rand zu erkennen), denn nun könnt ihr mit dem Auswahlrechteck-Werkzeug (1) die unteren und oberen Ränder auswählen, die später schwarz werden sollen. Voraussetzung für die Auswahl beider Flächen in einem Schritt ist die Einstellung auf Addieren der Auswahl (2). Ihr werdet feststellen, dass auch die Auswahl an den vorhandenen Lineal-Linien „einrastet“, ihr euch also um die genaue Positionierung eigentlich keine Gedanken machen müsst.

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Sind beide Flächen ausgewählt, werden diese über den Menüpunkt Bearbeiten > Fläche füllen mit schwarzer Farbe gefüllt. Fertig ist das Grundgerüst. Bevor ihr die Auswahl aufhebt, kopiert einmal die schwarzen Flächen und fügt diese dann wieder auf einer neue Ebene ein (wird über Bearbeiten > Kopieren und Bearbeiten > einfügen automatisch angelegt). Nun könnt ihr alle Linien löschen (zurückschieben) und nur jeweils die horizontale und vertikale Linie übriglassen, die in der Mitte liegen – das sind künftig die Anhaltspunkte für den weiteren Bau unseres Raumes. Nur die neue Ebene mit den schwarzen Begrenzungsflächen wird später noch benötigt.

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Nun geht es an das Verlegen des Bodens. Ladet dazu die Bodentextur und skaliert sie so, dass sie von der Höhe her gesehen zwischen dem unteren schwarzen Rand und die horizontalen Linie passt. Erst jetzt erfolgt die perspektivische Anpassung über den Menüpunkt Bearbeiten > Transformieren > Perspektivisch verzerren.
Diese Sache erfordert ein wenig Fingerspitzengefühl. Positioniert die Bodentextur so, dass sie sowohl rechts unten an den Rand reicht als auch auf der linken Seite das Bild ausfüllt. Wichtig: Wenn ihr etwas skaliert, dann macht das immer nur über die Eckpunkte eines Bildes in Verbindung mit gedrückter Shift-Taste. Nur so könnt ihr sicher sein, dass die Proportionen des Objektes erhalten bleiben. Jedenfalls sollte das Bild jetzt so ungefähr wie oben aussehen.

Weiter geht es mit der hinteren Wand.

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Die Prozedur ist im Prinzip dieselbe wie mit dem Boden. Nur dass sich hier die perspektivische Verzerrung erübrigt, da es sich um eine gerade und plane Fläche handelt. Daher ist die Textur-Vorlage nur auf die passende Größe zu skalieren.

Bei der rechten Wand erfolgt diese Anpassung ebenfalls, allerdings muss hier noch über Bearbeiten > Transformieren > Perspektivisch verzerren die Struktur der Textur an die Perspektive angepasst werden. Ein reines Reinkopieren der Textur würde nicht räumlich genug wirken.

Der nächste Schritt ist das Anbringen der Fensterfront. Ich habe mir hierfür aus irgendeinem Kirchenbild ein Fenster kopiert, dieses ausgeschnitten und den Innenbereich freigestellt.
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Um nun aus diesem einzelnen Fenster eine Front mit 8 aneinanderhängenden Fenstern zu bekommen, müsst ihr nur ein neues Dokument anlegen (1024x768), das Fenster dort reinkopieren, die Größe anpassen und die Ebenen in der gewünschten Anzahl kopieren. Dann die Fenster nebeneinander anordnen, alle Ebenen auf eine Ebene reduzieren und fertig ist die Fensterfront, die ihr nun in euer Arbeitsbild rüberschieben könnt.
Euer neues Bild sollte nun so aussehen:

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Die gesamte Fensterebene sollte nun noch einmal horizontal gespiegelt werden, da die Schatten auf dem Originalbild nicht gut zu dem später gewünschten Lichteinfall passen würden und viele Nachbesserungen zur Folge hätten. Daher schon besser jetzt diese Überlegung anstellen und der Mehrarbeit vorbeugen.
Einen Anhaltspunkt für die Größe geben uns auch hier wieder die Hilfslinien: 3,5 Fensterfelder in der anderen Hälfte des Bildes, auch nach der erfolgten Spiegelung (mit der Maus am mittleren „Anfasser“ rechts einfach die Auswahl von rechts nach links ziehen. S. Bild oben rechts).

Nun wird die Fensterfront von der Perspektive und Größe an die Wand angepasst.

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Zuerst „quetscht“ ihr die Fenster in den bestehenden Platz der rechten Hälfte rein und seht zu, dass die Front links unten mit unserem Kreuz aus den Hilfslinien abschließt. Danach erfolgt die perspektivische Verzerrung, wobei die Fluchtlinie des Bodens auch die Fluchtlinie der Fensterfront ist. Wir passen das also so an, als gingen die Fenster bis zum Boden. Erst danach wird die Höhe der Fenster angepasst (OHNE Shift-Taste), damit zwischen Fenster und Boden noch ein Teil der Wand bestehen bleibt. Die Bilder (oben) machen diesen Schritt recht deutlich. Um die oben in den schwarzen Teil reinragenden Fensterteile auszublenden, braucht ihr nun nur die anfangs angefertigte Kopie des schwarzen Rahmens in der Ebenenpalette an erste Stelle ziehen – schon sind sie verdeckt.

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Zur Kontrolle unser jetziges Bild mit den bisher angelegten Ebenen:
Hintergrund, Boden, Wand hinten, Wand rechts, Fenster und schwarze Streifen.

Nun wird es ein wenig „komplizierter“. Der Boden soll ja der eines Ballsaals werden, muss also in gewisser Weise auch poliert sein (jedenfalls scheidet Teppichbelag schon mal aus) – der Umkehrschluss ist daher eine angedeutete Spiegelung bei den Fenstern, um dies hervorzuheben.

Dazu benötigen wir unsere Fenster mit „weißem“ Innenleben, das das einfallende Licht darstellt.
Um die Innenflächen weiß zu bekommen, müsst ihr als ersten Schritt die Ebene der Wand anwählen, denn dort müssen die Stellen ausgeschnitten und weiß eingefärbt werden.

Erstellt daher auf dieser Ebene eine Ebenenmaske, danach mit dem Pfadwerkzeug eine Auswahl um den gesamten Fensterblock (6 Mausklicks) und färbt diese Auswahl dann mit dem Farbeimer schwarz ein. Schwarz, das auf einer Ebenenmaske angewendet wird, macht ja bekanntlich nichts anderes, als Transparenz herzustellen. Die Wandstruktur in der zuvor erstellten Auswahl verschwindet daher und macht Platz für die darunter sichtbare Ebene. Da alle Ebenen darunter transparent sind, schimmert das bis zur untersten Hintergrundebene durch, die weiß ist. Daher die weiße Farbe, die jetzt zum Vorschein kommt.
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Allerdings ist ein weiterer Schritt notwendig, da wir diese weiße Farbe in unserer Spiegelung verwenden wollen und eine einfache Ebenenkopie des Fensters dieses Weiß nicht drin hätte. Färbt daher direkt in der Bildebene der Wand (nicht mehr in der Ebenenmaske) die transparenten Teile mit dem Farbeimer weiß.
Damit bleiben noch zwei kleine Schritte, um unser Ziel zu erreichen:
Fertigt nun von den beiden Ebenen (Wand und Fenster) jeweils eine Kopie an und reduziert beide Ebenen auf eine. Damit hätten wir unsere „Spiegelungsebene“, ohne die vorhandenen Ebenen zu verändern.

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Die Spiegelungsebene muss nun der Wand und der Perspektive angepasst werden. Zuerst erfolgt eine Anpassung an die übrigen Fluchtlinien, indem die Ebene über die entsprechenden „Anfass-Punkte“ nach unten gespiegelt und durch Drehung dem Verlauf des Bodens angepasst wird. Ich habe hier extra einen kleinen Spalt des Bodens offen gelassen, um die Fluchtlinien besser zur Geltung zu bringen. Achtet hierbei nicht nur auf die Fluchtlinien, sondern über die Größenanpassung auch schon jetzt auf die einzelnen Fensterpfosten, damit diese deckungsgleich liegen.

Über Bearbeiten > Transformieren > Verzerren erfolgt nun auch die vertikale Anpassung.
Eine Spiegelung hat immer nur ca. die halbe Höhe des Originals, wobei die Verzerrung mit der Höhe des Objektes zunimmt – auch daran solltet ihr denken. Nach dieser „Fummelarbeit“ sollte euer Bild dann ungefähr diesen Stand haben:

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Den „echten“ Effekt der Spiegelung erreicht ihr nun durch die Erstellung einer Ebenenmaske auf der Ebene der Spiegelung. In dieser Ebenenmaske malt ihr nun mit dem Verlaufswerkzeug (befindet sich als Auswahl da, wo der Farbeimer auch ist) einen Verlauf von Schwarz nach Weiß rein – also von 100% transparent zu 100% sichtbar. Probiert das ruhig ein paar Mal aus – mit jedem neuen Verlaufsstrich wird der davor gemachte überschrieben, daher schaden hier mehrere Versuche nichts, bis es dann passt.

Der nächste Schritt ist das Anbringen der Fenstersprossen/-gitter. Hier könnt ihr zu einem recht einfachen Mittel greifen – selbst hergestellte Kästchen, die als Gitter hinter den Fenstern angebracht werden.

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Definiert zunächst ein neues Dokument mit den Maßen 20x30 Pixel. In diesem (Mini-)Dokument wählt ihr nun über das Menü Auswahl > Alles auswählen das gesamte Dokument aus. Danach geht ihr über Bearbeiten > Kontur füllen und füllt eure getätigte Auswahl mit einem Pixel Breite und der Farbe Schwarz. Ihr habt nun ein kleines Kästchen mit einem schwarzen Rand. Geht nun auf Bearbeiten > Muster festlegen, gebt irgendeinen Namen ein, und schon habt ihr ein Kästchenmuster (und evtl. auch euer allererstes eigenes Muster) selbst definiert.

Eröffnet nun ein neues Dokument (400x300) mit weißem Hintergrund. Dieses Dokument wird nun mit dem Fülleimer ausgefüllt, allerdings nicht mit einer Farbe, sondern (erraten) mit dem zuvor erstellten Muster. Dafür könnt ihr bei aktiviertem Fülleimer in der oberen Menüzeile von Vord.farbe auf Füllen mit umschalten und danach euer Muster auswählen. Jetzt noch mit dem Fülleimer in das leere Dokument klicken – und unsere Fenstersprossen sind erstellt (jedenfalls als „Rohversion).
Dieses gerade erstellte Dokument mit dem Gitter müsst ihr nun nur noch in euer Hauptdokument rüberziehen und die Ebene zwischen den Ebenen „Fenster“ und „Wand rechts“ platzieren. 
Danach erfolgt noch die obligatorische Anpassung über Perspektivische Verzerrung und der Größe, und schon haben unsere Fenster die gewünschten Gitter/Sprossen

Als „Check“ das aktuelle Bild mit den bisher angelegten Ebenen und Ebenenmasken:

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Der eigentliche Raum (und damit der schwierigste Teil der ganzen Geschichte) ist damit geschafft – nun geht es an das Feintuning. Der Raum soll eine bläuliche Farbgebung erhalten. Zur Einfärbung kann jetzt natürlich eine neue Einstellungsebene an oberster Stelle angelegt werden. Da aber auch noch einige Anpassungen in den Schatten notwendig sind (Wände/Boden/Fenster), ziehe ich es in solchen Situationen eher vor, alle bisher sichtbaren Ebenen auszuwählen, zu kopieren und die kopierten Ebenen auf eine Ebene zu reduzieren und die ursprünglichen Ebenen zu deaktivieren. So auch hier.

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Ich habe also alle vorhandenen Ebenen kopiert, auf eine reduziert und die ursprünglichen, sichtbaren Ebenen dann ausgeschaltet. Danach wird die neue Ebene über das Menü Bild > Anpassen > Farbton/Sättigung mit einem schönen Blauton versehen. Das Bild und die Ebenenpalette sollten nun wie in dem Bild oben aussehen.

Im späteren Endbild sind Teile der Wand durch die fehlende Sonneneinstrahlung dunkler als andere Teile.
Diese dunkleren Teile werden nun mit dem Pfadwerkzeug ausgewählt, und aus dem definierten Pfad wird eine Auswahl erstellt.

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Erst jetzt habe ich über Ebene > Neue Einstellungsebene die Helligkeit-/Kontrasteinstellungen so verändert, dass diese Teile etwas dunkler erscheinen.

Nun kommt der Lichteinfall, der der Szene den etwas geheimnisvollen Touch gibt.
Dazu verwende ich ein Verfahren, das sich auch sehr gut auf Waldlichtungen und sonstigen Szenen anwenden lässt, in denen die Lichtstimmung eine Rolle spielt.

Zunächst wird über das Menü Auswahl > Farbbereich auswählen die Farbe ausgewählt, die für den Lichtschein verantwortlich werden soll – natürlich das helle Weiß/Blau in den Fensterscheiben. Im Vorschaufenster seht ihr nach Anklicken des Bereichs mit der Pipette, welche Bildteile von der Auswahl betroffen sind. Stellt die Toleranz so ein, dass wirklich nur die Fenster als Auswahl erscheinen (achtet darauf, dass ihr euch auf der Ebene befindet, auf der auch die Fenster sind :) ).

Diese jetzt erstellte Auswahl wird über den Menüpunkt Auswahl > Auswahl verändern > Verkleinern noch um zwei Pixel verkleinert, da der Lichteinfall sonst zu stark wäre. Diese nun verkleinerte Auswahl sollte in euren Fenstern ungefähr so aussehen:

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Macht jetzt von der getroffenen Auswahl eine Kopie und fügt sie dann als neue Ebene wieder ein.
Gleichzeitig könnt ihr nun auf dieser Ebene die Helligkeit um 10-15% erhöhen, damit das dann einfallende Licht nicht ganz so bläulich erscheint (ist aber vorerst kaum zu erkennen).
Nun geht es an die Strahlen.
Wendet auf dieser Ebene den Filter Filter > Weichzeichnungsfilter >Radialer Weichzeichner an, mit einer Einstellung von 100% Stärke, strahlenförmig, sehr guter Qualität und einem Mittelpunkt, der so ca. bei 1 Uhr auf der Mittelpunktskala steht.

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Diese Skala beschreibt den Strahlungswinkel. Diesen Filter wendet ihr nun 2x auf dieser Ebene an.

Nun wird die Ebene 5-6x dupliziert und mit jeder Kopie werden die Strahlen sichtbarer. Es interessieren uns jetzt noch nicht die Strahlen selbst, sondern ausschließlich die Intensität. Dupliziert einfach die Ebene, bis es optisch passt. Manchmal reichen 4-5 Kopien, oft sind aber auch 6-7 notwendig.

Reduziert nun alle Strahlenebenen auf eine einzige Ebene und geht da noch einmal mit dem Gaußschen Weichzeichner mit einer geringen Einstellung drüber – 2-3 sollten reichen. Erst jetzt werden die Strahlen durch Größenveränderung/Verschieben und Drehen an unsere Fenster angeglichen. Dass die Strahlen über unseren schwarzen Rand drüberreichen, interessiert uns nicht, denn als oberste Ebene kommen nun wieder die beiden schwarzen Streifen zum Einsatz, die das dann alles überdecken.

Resultat:

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So langsam kommt das Ende in Sicht. Unser Tanzpaar fehlt noch. Ich habe dazu bei deviantART ein nettes Bildchen gefunden, das Paar freigestellt und als neue Ebene in das Gesamtbild eingefügt. Auch hier erfolgte dann eine Anpassung über Bild > Anpassen > Farbton/Sättigung an die Umgebungsfarbe.

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Für den Schattenwurf habe ich die Ebene unseres Tanzpaares einfach kopiert und die kopierte Ebene über Bearbeiten >Transformieren > Verzerren in eine Richtung gebracht, die für den Schatten auf Basis der vorhandenen Sonneneinstrahlung typisch wäre. Dieser Ebene wird nun nur noch alle Helligkeit und der Kontrast entzogen und ein wenig für weiche Ränder mit dem Gaußschen Weichzeichner behandelt. Danach (wie bei jedem Schatten) erfolgt noch eine Reduzierung der Deckkraft auf 30-40%, damit auch der Untergrund wieder sichtbar wird.

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Einige kleine (aber wichtige) Restarbeiten zum Schluss:
- Der Titel des Bildes in einer passenden Schriftart
- Statt eines herkömmlichen Rahmens wurde die schwarze Unterteilung zusätzlich durch weiß-blaue Striche verstärkt
- Als Farbklecks wird noch eine freigestellte rote Rose eingefügt, die am Stiel (wie schon bei der Spiegelung der Fenster) noch eine 
  Verlaufsmaske erhält. Damit „wächst" sie praktisch aus dem Dunkeln heraus dem Betrachter entgegen
- Und meine Signatur :-)

Abschließend noch mal das Endresultat.

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Optional können nun natürlich dem Ballsaal z. B. noch Vorhänge, ein antikes, riesiges Wandgemälde, weitere Tanzpaare und vieles mehr zugefügt werden. Ich fand gerade die Leere des Saales für den Titel aussagekräftig - aber an Einrichtungsfragen sind ja bekanntlich sogar schon Ehen gescheitert.

Also überlasse ich das jedem für sich. :-)

Die Resourcen:
Textur für den Boden 
Textur für die Wand
Die Rose
Das Fenster
Das Tanzpaar
Das Endbild

Der Pepexx :-)


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Kommentare
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Portrait von Xeledor
  • 16.08.2012 - 07:24

Gute Arbeit; vielen Dank dafür. :)

Portrait von hamsibone
  • 20.07.2011 - 19:02

Vielen Dank für das Tutorial

Portrait von sky_Graphics
Portrait von Lemia
  • 14.10.2010 - 23:13

Tolles Tutorial! Danke!

Portrait von Bancre
  • 01.10.2010 - 09:19

Danke für die Mühe :)

Portrait von Karlnapp
  • 31.07.2010 - 11:21

Wirklich minimale Mittel angewendet.

Portrait von cajun952
  • 24.04.2010 - 17:15

danke,sehr gut erklärt.

Portrait von eco3133
  • 19.03.2010 - 01:10

Ich finde dieses Bild einfach wunderschön, das muss man ja selbst versuchen! Und erklärt ist es obendrein gut! Danke!

Portrait von vasco2
  • 05.02.2010 - 16:25

Danke das ist eifach genial.
PS. So etwas habe ich in diesen Forum schon lange gesucht und nicht gefunden. Und bin nur durch Zufall darauf gestossen.

Portrait von Sirenia123
  • 09.01.2010 - 22:25

werde mich bald dransetzen, schöne Tut. ^^

Portrait von merten
  • 03.12.2009 - 13:19

tolles tut, gut erklärt. vielen dank

Portrait von Loranei
  • 19.09.2009 - 23:50

Sehr schönes Tut. Habe es gleich einmal ausprobiert :)
Aber in deinen Bild ist eine 9-Fensterfront und keiner 8-Fensterfront ;)

Alternative Portrait

-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)

  • 19.09.2009 - 21:45

echt schönes bild und super tut
gut erklärt!

Portrait von Mario72
  • 02.08.2009 - 14:28

Vielen Dank für dieses klasse Tut.

Portrait von Coca_156
  • 20.07.2009 - 14:53

Danke Dir, ein tolles Tut.

Portrait von chochi
  • 12.07.2009 - 22:05

hat zwar auch ein wenig gedauert damit man die ganzen perspektiven hinbekommt aber am ende siehts dann doch sehr gut aus.
Danke füs das Tutorial und die guten erklärungen

Alternative Portrait

-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)

  • 11.07.2009 - 21:02

Super Genial. Mein Resultat sieht zwar nicht annähernd so toll aus, aber das kann man ja Üben ;-)

Portrait von Photiconny
  • 06.07.2009 - 14:22

Wieder alles super erklärt. Ist ja viel Arbeit, aber das Resultat entschädigt.
Werde es demnächst probieren. Da kann man noch viele Sachen ableiten.

Portrait von 92julian
  • 10.06.2009 - 12:27

danke, war recht hilfreich :)

Portrait von aalepou
  • 20.03.2009 - 02:31

Ja, die einzelnen Tricks helfen enorm weiter

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