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Tutorialbeschreibung

Die Sache mit der Architektur...

Die Sache mit der Architektur...

Ein weiteres Tutorial aus unseren Commags, das jetzt ebenfalls online gestellt wird. Hier erfahrt ihr, warum es manchmal wichtig ist, Fluchtlinien und -punkte zu berücksichtigen und einzuhalten. Ein kleiner Exkurs in die Welt der Linien und Pfade rundet dieses Tutorial ab.


Ich gebe es ja zu – ich gehöre auch zu der Sorte von Leuten, die ab und zu mal in den Zeitschriftenläden stehen und dann das Talent entwickeln, in kürzester Zeit eine Vielzahl von Infos beim Durchblättern von Magazinen aufzunehmen, um sich danach zu fragen, warum man das Ding jetzt noch kaufen soll, wo man doch im Prinzip alles schon gelesen hat. :-)

So auch passiert bei der April-Ausgabe der Advanced Photoshop, einem englischsprachigen Magazin über Photoshop, das mit einem Preis von umgerechnet ca. 12 Euro an die Schmerzgrenze meiner Kaufwilligkeit für Unterhaltungslektüre kommt. Diese Ausgabe beinhaltete einen Workshop, der sich mit der Spielerei von Architektur beschäftigte, mit einem Endergebnis, das es wert war, in deutsch rekonstruiert zu werden. Ein Dank daher dem unbekannten Autor für diese Inspiration (und ein großes Sorry an den Verlag – ich hab‘s mir dann doch nicht gekauft).

Was fehlte, war (wie so oft) ein entsprechendes Ausgangsbild. Wunschobjekt war ein altes Plattenbau-Hochhaus, aufgenommen in einer Perspektive von schräg unten. Da derartige Objekte hier auf dem platten Land im Norden Deutschlands nicht unbedingt leicht zu finden sind, hat sich arite hinter die  Linse seiner Kamera geworfen und mir ein schickes Ausgangsfoto geschickt, mit dem sich das beabsichtigte Tutorial verwirklichen lies – ein dickes Dankeschön daher nach Berlin, für die prompte Lieferung des Hochhauses in einer super Qualität und perfekter Perspektive!

Bilder

Das Ursprungsbild zeigt ein eher modernes Hochhaus (mittlerweile weiß ich, dass es das Bürogebäude der BfA in Berlin ist), das wir ein wenig
verfremden wollen.


Der erste Schritt bei derartigen Gebäuden/Perspektiven ist immer, die nach innen zulaufenden Ränder des Gebäudes an die geraden Ränder des Bildes
anzupassen. Mit dem Werkzeug Bearbeiten > transformieren > Verzerren ist dies eine Sache von Sekunden und die Seitenwände des Hauses laufen parallel zu den Seitenrändern des Bildes.

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Im nächstes Step wird der störende Aufbau des Hochhauses entfernt. Legt dazu eine Kopie der aktuellen Ebene an und stempelt dann den oberen Bereich
mit dem Stempelwerkzeug einfach weg. Keine Angst vor den längeren geraden Linien – auch beim Stempelwerkzeug lassen sich mit gedrückter Shift-Taste bei einem Pinsel ohne irgendwelche Sondereinstellungen kerzengerade Linien ziehen.

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In diesem Schritt kommt uns zugute, dass in Berlin fast immer nur schönes Wetter ist und der Himmel von einem durchgängigen Blau gezeichnet ist.
Eine Kopie der aktuellen Ebene erstellt und 3-4 Klicks mit dem Zauberstab und dem Druck auf die Entf.-Taste und schon ist der blaue Himmel Vergangenheit und hat dem weißen Untergrund der untersten Ebene Platz gemacht – ist also transparent, was wir später noch zum Einfügen eines neuen Himmels benötigen.

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So ziemlich alle nun folgenden Schritte benötigen die korrekte Umsetzung der vorhandenen Perspektive und die konsequente Beibehaltung der
Fluchtlinien, da sonst zu schnell das gesamte Objekt schief und unstimmig wirken würde. Zur Verdeutlichung habe ich einmal einige Linien eingezeichnet (auf einer neuen Ebene), die als Anhaltspunkt dienen können. Ich arbeite allerdings lieber mit spontan eingezeichneten Linien, genau dann, wenn ich sie benötige. Die Ebene mit den Linien sollte nun auch erstmal zur Anschauung dienen – blenden wir sie wieder aus, um die Verwirrung nicht zu groß werden zu lassen.

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Nun geht’s ans Eingemachte. Das erste Stockwerk wird verändert.
Zeichnet dazu mit dem Pfadwerkzeug die Umrisse des betreffenden Stockwerks nach und geht danach, wenn sich die Pfadkontur geschlossen habt, ihr also wieder auf den Ausgangspunkt zurückgekommen seid, in das Pfade-Menü (über den Reiter in dem Fenster Ebenen /Kanäle / Pfade). Dort seht ihr jetzt den neuen, eben definierten Pfad. Mit einem rechten Mausklick auf diesen Pfad erreicht ihr ein Untermenü, in dem ihr dann „Auswahl erstellen“ anwählen könnt. Bei der Frage nach der Konturstärke, lasst ihr den Wert auf Null stehen. Nun sollte im Bild die gewohnte, gestrichelte Auswahl-Linie sichtbar sein. Achtet darauf, auch auf der richtigen Ebene zu sein, der obersten Ebene, auf der das Hochhaus voll sichtbar ist.

Nun kommen drei Schritte:
1. Bearbeiten > Kopieren. Dadurch kopiert ihr die aktuelle Auswahl erstmal in die Zwischenablage.
2. Druck auf die Entf.-Taste. Damit löscht ihr die Auswahl und zurück bleibt eine weiße Fläche.
3. „Str. + V“ Damit fügt ihr den Inhalt der Zwischenablage wieder ins aktuelle Bild.

Auf den ersten Blick hat sich nun nicht viel getan. Das Bild sieht nun so aus wie vorher. Allerdings könnt ihr nun das vorhin ausgewählte Stockwerk 
frei im Bild verschieben – und genau das war auch der Grund dieser Aktion. Nun könnt ihr nämlich diese Auswahl, wie eine Schublade, ein wenig hervorziehen und damit aus dem Gebäude herausbringen.

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In diesem Step wird der untere Bereich der Etage mit einer passenden Struktur verblendet. Erlaubt ist hier, was gefällt. Jedoch sollte die Textur
auch an Bau und Mauern erinnern. Zusätzlich wäre ein kleines und dezentes Muster, das den Verlauf der Textur anzeigt, wünschenswert. Ich habe mich daher für eine Beton-Oberfläche mit längs laufenden Rillen entschieden. Gefunden im Ressource-Bereich von www.deviantArt.com. Diese Textur wurde nun einfach durch Bearbeiten > Transformieren >Verzerren dem Etagen-Untergrund und den Fluchtpunkten angepasst. Dadurch passt er sich nahtlos dem vorhandenen Bild an. Um die überflüssigen Ränder zu kaschieren, wurde diese Ebene hinter der Ebene des Hauptgebäudes verschoben. Natürlich kann mandie Ränder auch über eine Ebenenmaske oder mit dem Radiergummi entfernen – ganz nach Belieben. Ich lösche allerdings immer so wenig wie möglich von den Bildinformationen – man weiß ja nie.

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Der erste Schatten kommt ins Spiel.
Wenn das obere Stockwerk wie eine Schublade aus dem Gebäude ragt, muss es natürlich auf das darunter liegende Stockwerk einen Schatten werfen. Auch
hier wird recht elegant der entsprechende Teil verdunkelt, ohne das Original-Bild zu verändern: Der Teil des Gebäudes, das mit Schatten belegt werden soll, wird mit demselben Verfahren behandelt, wie schon der herausgeschobene Gebäudeteil:
1. Mit dem Pfadwerkzeug umranden
2. Auf die Pfadepalette wechseln und per rechten Mausklick „Auswahl erstellen“ (0 Pixel Kontur)
3. Auf der Ebene des Gesamtgebäudes Kopieren (der Auswahl) und Einfügen (als neue Ebene).
Nun können wir diesen gesonderten Teil des Gebäudes als neue Ebene über Helligkeit/Kontrast soweit dunkler einfärben, dass es einem Schatten entspricht.

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Ich habe nun bei diesem Bild durch die beiden parallelen Hilfslinien verdeutlicht, wo die Wand aufhört und die Decke anfängt. Die Fensterfront ist
hier ein perfektes Hilfsmittel, um die Linie auch dem Fluchtpunkt anzupassen, indem man an der vermeintlichen Ecke oben links ansetzt und die Linie nur noch durch Verlängerung an der Fensterfront ausrichtet.

Exkurs:
Wie zeichnet man eine Linie
So banal es sich anhört – auch eine Linie will gezeichnet, farblich gefüllt und korrekt positioniert sein. Das Linien-Werkzeug findet sich unterhalb
des Textwerkzeugs in der Werkzeugpalette wieder. Photoshop behandelt diese Werkzeuge (also auch Rechteck, Kreis usw. in dieser Auswahl) als Form und Formen werden über die Pfade-Funktion weiterverarbeitet. Wenn also mit diesem Werkzeug eine Linie gezeichnet wird, erscheint diese vorerst lediglich als Pfad in dem Bild. Dieser Pfad wird nun über die  Pfadpalette (hatten wir schon 2x im Laufe des Tutorials) nach Belieben angepasst. Ein rechter Mausklick > Pfadkontur füllen und wir können der eben definierten Linie jede beliebige Farbe in beliebiger Stärke zuweisen. Erst danach ist diese Linie auch im Bild sichtbar. Danach kann dann der definierte Pfad gelöscht werden – wir brauchen ihn nicht mehr.


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Für die rückwärtigen Wände habe ich die gleiche Textur benutzt, wie für die Unterseite es bereits ausgerückten Etagenelements. Lediglich der Verlauf
des Musters wurde durch Drehung der Textur vor der Verzerrung der neuen Umgebung angepasst. Zusätzlich habe ich noch mit einem normalen Pinselstrich  den Verlauf der Wand und der Decke durch 2-3 Striche an Wand und Decke angedeutet.

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Nun geht es ein paar Stockwerke höher, in die vorletzte Etage. Dort soll die gesamte Etage etwas eingerückt werden, sodass der untere und obere
Bereich dieses Stockwerk überlappen. Die Anfangsarbeiten sind identisch mit denjenigen aus dem vorangegangenen Teil
- die entsprechenden Stockwerke der Etage mit dem Pfadwerkzeug umranden
- in der Pfadepalette durch Rechtsklick mit der Maus ->Auswahl erstellen
- Vergewissern, dass ihr auf der richtigen Ebene seid (Gesamtgebäude) und danach
-> Bearbeiten > Kopieren
-> Durch Drücken der Entf.-Taste den ausgewählten Teil entfernen.
-> Mit Strg+V die Zwischenablage wieder als neue Ebene einfügen.
Jetzt könnt ihr diesen Etagenteil so verschieben, dass es den Eindruck hat, dieser Etagenteil wäre ein Stück eingerückt.

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Wenn ihr nun von dieser Ebene die Deckkraft verringert (40-50%) könnt ihr das darunter liegende Stockwerk erkennen und auch sehen, welche Gebäudeteile über eine Ebenenmaske (oder Radiergummi, oder wie auch immer) verschwinden müssen, damit alles harmonisch aussieht.

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Nach Erledigung dieser „Routinearbeit“ ist das Etagenstück von der Positionierung her schon perfekt integriert, lediglich der linke Rand, da wo an
den anderen Etagen die Verkleidung ist, stört noch durch die von der Sonne angestrahlten Fenster.

Bilder

Hier hat man (wie so oft) mehrere Möglichkeiten, dies anzugleichen. Die einfachste Lösung wäre natürlich, die Fenster durch das Abwedler-Werkzeug
oder durch Helligkeit/Kontrast nachzudunkeln. Ich habe mich aber hier für den Gesamteindruck des Gebäudes entschieden und die beiden Verkleidungsplatten der unteren Etage per Pfadwerkzeug ausgewählt, kopiert und als neue Ebene eingefügt. Danach wurde die Ebene nur noch entsprechend positioniert und damit passt sich die bearbeitete Etage wieder perfekt den restlichen Stockwerken an.

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Der untere Bereich der oben überlappenden Etage wird nun (genauso wie bereits vorher der untere Bereich der herausgelösten Etage) mit unserer Textur
versehen, die über Bearbeiten > transformieren > Verzerren der Perspektive und den Fluchtpunkten angepasst wird.

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Jetzt kommt das „Feintuning“ am Schatten. Im Gesamtbild kommt die Sonneneinstrahlung von rechts oben . Für unseren Schattenwurf bedeutet dies, dass auch hier ein schräger Verlauf zu
berücksichtigen ist. Mittels eines weichen Pinsels wird daher über eine Ebenenmaske auf der Ebene der dunkel eingefärbten Gebäudeteile dies entsprechend angepasst. Ein Vorteil mehr, wenn derartige Dinge auf einer gesonderten Ebene liegen.

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Nun wenden wir uns dem linken Gebäudeteil zu. Was bisher mit jeweils einem Stockwerk klappte, sollte auch mit drei Stockwerken auf einmal möglich
sein. Nur dass diese nicht verschoben, sondern völlig herausgelöst werden sollen. Das Verfahren ist bekannt:
- Die Teile des Stockwerks mit dem Pfadwerkzeug umranden
- Über das Pfademenü auf den eben erstellen Pfad gehen und per rechten Mausklick „Auswahl erstellen“.
- Zurück auf die Ebenen und vergewissern, dass wir uns auf der Gesamt-Gebäudeansicht befinden
- Über Bearbeiten > Kopieren den ausgewählten Teil des Bildes in die Zwischenablage kopieren
- Mit der Entf.-Taste den ausgewählten Bildteil löschen und
- über Strg+V die Zwischenablage wieder als neue Ebene einfügen. Alles wie gehabt.
Nun könnt ihr die neu erstellte Ebene ein Stück weiter nach links oben verschieben – es soll später so aussehen, als ob dieses Gebäudeteil mit einem
Kran auf das Gebäude gesetzt werden soll.

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Es ist jetzt enorm wichtig, mit den bereits erklärten Hilfslinien zu arbeiten, um keine ungewollten Verzerrungen in unser Bild zu holen. Die Linien
werden für sowohl für den Boden, als auch für die rückwärtige Wand benötigt. Die Fensterfront des Gebäudes ist hier ein perfektes Hilfsmittel zur Anbringung unserer Linien, die dann auch gleichzeitig die Begrenzungen für Boden und Wand darstellen.

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Das Gleiche passiert mit der rückwärtigen Wand. Hier habe ich einmal die komplette Ebene mit der Struktur nach oben gelegt und somit alle unteren
Ebenen überdeckt.

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Diese Ebene wird nun wieder hinter das Hauptgebäude geschoben und damit verschwinden alle Teile, die wir nicht im Bild benötigen, automatisch. N
atürlich können die überflüssigen Bildinformationen auch auf andere Weise unsichtbar gemacht werden, aber das Thema hatten wir oben bereits.

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Hier wurde nun auch die Ebene mit dem Fußboden hinter die Ebene des Gesamtgebäudes gelegt. Außerdem kommt auch jetzt wieder der Schattenwurf ins Spiel, mit dem bereits bekannten Verfahren:
- Die drei Stockwerke werden mit dem Pfadwerkzeug ausgewählt,
- der Pfad als Auswahl umgewandelt,
- auf der Ebene des Gesamtgebäudes die Auswahl kopiert und
- wieder als gesonderte Ebene eingefügt, die wir nun über Helligkeit/Kontrast mit Schatten versehen können.

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Die Versorgungskabel – zwar nur eine Kleinigkeit, aber etwas, was für den besonderen „Pfiff“ sorgt. Gemacht wurden sie als einfache gebogenen Linien
mit dem Pfadwerkzeug.

Exkurs:
Ein kleiner Abstecher zur Benutzung des Pfadwerkzeugs

Das Pfadwerkzeug befindet sich unter der Bezeichnung „Zeichenstift-Werkzeug“ oberhalb des Anmerkungswerkzeugs in der Werkzeugleiste. Die Benutzung
stellt Einsteiger sehr oft vor ein unüberwindliches Hindernis, da hier ein einfaches „Klick-und-ziehen“ nicht ausreicht. Einen Pfad kann man natürlich durch Klicken entlang einer Kontur erstellen, bei der man am Ende wieder an seinem Anfangspunkt ankommt – der Pfad ist geschlossen und kann bearbeitet werden. Will man aber einen Pfad „unvollständig“ lassen – also nicht schließen und trotzdem einen neuen Pfad beginnen, so geht dies auch durch Drücken der Strg-Taste – mit dieser Kombination beginnt man quasi ein neues „Pfadprojekt“, ohne dass das Alte durch Schließung der Kontur beendet wird. Nicht anders ist eine einfache Linie, die mittels eines Pfades erstellt und gebogen wird. Um also unser Kabel mit dem Pfadwerkzeug zu
erstellen, bedarf es nur wenige Klicks:
- Pfadausgangspunkt
- Pfadendpunkt – dabei die Maus gedrückt halten, damit wir in den Modus kommen, den Pfad durch Ziehen mit der Maus für unseren Bedarf biegen zu
  kö
nnen.
- Um diesen „Biegevorgang“ dann abzuschließen, braucht ihr nun nur mit der Maus und gedrückter Alt-Taste auf den letzten Pfadpunkt zu klicken.
- Und um nun diesen Pfadvorgang zu unterbrechen (für ein weiteres Kabel), setzt ihr den neuen Anfangspunkt des nächsten Kabels mit gedrückter
Strg-Taste an. Eigentlich ganz simpel – die Alt-Taste, um den Biegevorgang abzuschließen und (theoretisch) im bisherigen Pfad weiterzumachen, und
die Strg-Taste, um das aktuelle Pfadprojekt zu verlassen und etwas Neues zu beginnen. Einfach, wenn man weiß, wie es funktioniert.

Um nun diese erstellten Pfadkonturen mit Farbe zu füllen, brauchen wir zwei Vorgaben: Die Farbe und die Form. Beides kann über einen Pinsel voreingestellt werden – also ein Pinsel, der zum Anfang und Ende hin dünner wird und eine möglichst dunkle Farbe. Ich habe hier die Pinselstärke 2 verwendet – die reicht völlig. Wenn ihr nun nämlich in das Pfade-Menü wechselt und dort per rechten Mausklick auf „Pfadkontur füllen“ drückt, bekommt ihr als Art der Füllung den aktuell eingestellten Pinsel zur Auswahl – einfacher geht’s nicht, oder?

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Die Aufhäng-Seile für den imaginären Kran wurden mit einem einfachen Pinsel/Brush angefertigt. Falls ihr hier wegen der Verteilung und Anbringung
der Seile unsicher seid, sei auch hier auf unser System der Hilfslinien verwiesen. Ich habe das diesmal mit Blick über den Daumen gemacht. Sollte passen.

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Unser Gebäude ist soweit fertig. Nun nochmal die Ränder alle überprüft, ob sich irgendwo auffällige Lücken befinden und auch die Fenster mal
angeguckt, denn die Spiegelungen in den drei gelösten Etagen können nun so nicht mehr stimmen. Daher wird erstmal alles, was nach Spiegelung aussieht, mit dem Kopier-Stempel den übrigen Fenstern angepasst.

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Sorgen wir nun noch für einen etwas wolkigeren Himmel über Berlin. Die Wolken sollten farblich zum Ursprungsbild passen, denn ein Abendrot würde
sich bei einem, in der Mittagssonne angestrahlten Gebäude nicht wirklich gut machen (was natürlich auch wieder angepasst werden könnte).

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Den Profis fällt es auf den ersten Blick auf: klein aber fein – wie bekommt man die Wolkenspiegelungen in die Fenster? Das Ursprungsbild wurde mit strahlend blauem Himmel aufgenommen, folglich spiegeln auch die Fenster keinerlei Wolken. Durch die Montage des neuen Himmels müssen natürlich auch die Fenster der neuen Umgebung angepasst werden – mit Photostop relativ einfach zu erledigen. Geht auf die Ebene des Hauptgebäudes und wählt über Auswahl > Farbbereich auswählen mit der Pipette die Farbe der Fenster-Spiegelung aus. Durch 
Verschieben der Toleranz könnt ihr recht genau einstellen, dass nur die Fenster davon betroffen sind. Mit der nun getroffenen Auswahl wechselt ihr auf die Ebene der Wolken und (erraten) kopiert euch die Auswahl über Bearbeiten > Kopieren in die Zwischenablage. Nun wechselt ihr wieder auf die Ebene zum Hauptgebäude und drückt STRG+V – die Zwischenablage fügt dadurch die Wolken in die Fenster ein – einfach aber effektvoll. Sollten jetzt noch Wolkenfetzen außerhalb der Fenster zu finden sein, lassen sich diese über eine Ebenenmaske schnell und schmerzlos entfernen.

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Last but not least – die „Ratten der Lüfte“, überall zu finden, hier eingesetzt als kleines Gimmick. Tauben-Brushes gibt es genug – vom mir aus könnt ihr da auch einen Pfau aufs Gebäude setzen.

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Der letzte Effekt – ein gelb-schwarzes „Achtung“-Band rund um das einzusetzende Gebäudeteil – dieser Streifen ist schnell selbst gemacht und wird im Modus „Überlagern“ an die Gebäudeseiten angepasst. Eine genaue Beschreibung, wie der Streifen erstellt ist, spare ich mir jetzt. Wenn ihr bis hierher folgen konntet, habt ihr den in Windeseile selbst erstellt, denn auch hier gibt es mehrere Möglichkeiten.

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Unser Bild ist fertig. Wozu baucht man noch Architekten?

Pepexx, der Baulöwe
im Mai 2007


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Kommentare
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Portrait von ShiftyChris
  • 17.03.2012 - 17:57

jaaaa- coole Sache, genau was ich gesucht habe! Großes DANKE!

Portrait von oldmann72
  • 12.10.2011 - 12:33

Oldmann72
Ich finde ein hervorragendes Tut. welches zum Nachmachen reizt!

Portrait von Grenzenlos12
Portrait von merenhathor
  • 09.11.2010 - 10:45

Super, so was habe ich gesucht. Toll gemacht.

Portrait von ralfhartmann
  • 08.09.2010 - 16:51

tolles tut. gleich mal ransetzen

Portrait von ViktoriaMarina
  • 30.08.2010 - 22:07

sehr schön. vorallem mit dem spiegeln der wolken in den fenstern. werde es mir gleich mal downloaden damit ich es morgen bei meinem 3d modell ausprobieren kann. vielen dank!

Portrait von hubiii
  • 22.08.2010 - 13:38

einfach genial, gute idee , perfekt umgesetzt

Portrait von schatzsucherpsd
Portrait von berlinsdoenerfress
Portrait von Lord_of_Hate
  • 16.07.2010 - 12:04

nett wirklich nettes tut thx

Portrait von DennyBoy
  • 12.06.2010 - 14:49

super... hat mir bei der präsentation meiner arbeiten im archi studium geholfen DANKE

Portrait von schumischu
  • 08.06.2010 - 17:26

Super erklärt. Freue mich schon auf das Umkonstruieren von Architektur.

Portrait von kenji_001
  • 31.05.2010 - 22:55

mir gefällts auch sehr gut.

Portrait von blackmack
  • 24.05.2010 - 09:23

sehr gutes tut, gefällt mir!

Portrait von Andos
  • 10.05.2010 - 22:16

Super Tut, verständlich und schön kleinschrittig erklärt. Werde mich mal ans nachbasteln wagen

Portrait von Heldentat
  • 05.05.2010 - 19:05

wow hahah wirklich der hammer

Portrait von silvias1963
  • 02.05.2010 - 22:40

Wow. Das gefällt mir. als Anfänger scheint mir das "unerreichbar". Aber ich werde es mal probieren.

Portrait von NSGFR
  • 23.04.2010 - 15:43

super!
tolle idee und super umsetzung!

Portrait von cajun952
  • 08.03.2010 - 23:11

ich bin begeistert, wieder viel gelernt. :-)

Portrait von katoffelsupp
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