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Tutorialbeschreibung

Problemlose Belichtungskorrekturen von massiv über- oder unterbelichteten Fotos

Problemlose Belichtungskorrekturen von massiv über- oder unterbelichteten Fotos

Massiv über- oder unterbelichtet Fotos sind nicht zwangsläufig Kandidaten für den Papierkorb. Mit Hilfe der Füllmethoden von Ebenen oder Einstellungsebenen erzielt ihr einfach und schnell verblüffende Verbesserungen. Diese Methode ist auch für absolute Photoshopfrischlinge geeignet (aber keineswegs nur für sie!)

 


Belichtungskorrektur mit Einstellungsebenen

 
A: Stark unterbelichtete Fotos


 

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Wenn ihr ein derart massiv unterbelichtetes Foto korrigieren wollt, lasst ihr am Besten die Finger von Gradationskurven oder Tonwertkorrektur. Hier helfen keine Samthandschuhe sondern nur die digitale Keule.

 Stürzt euch deshalb sofort auf die Füllmethoden der Ebenen. Damit legt ihr fest, wie die Pixel einer Ebene die darunter liegenden beeinflussen.
(Ihr könnt euch diese Ebenen wie einen Stapel Overheadfolien über dem eigentlichen Bild vorstellen. Egal was auch immer ihr den Folien Grässliches antut – die Originalbildpixel bleiben unverändert).

 Die folgenden Schritte sind auch für Photoshop-Frischlinge leicht nachzuvollziehen:

 
1. Klickt im Ebenenmenue mit der rechten Maustaste auf eure Hintergrundebene (1). Aus den ausgeklappten Vorschlägen wählt ihr „Duplizieren“ (2)

[Alternativ könnt ihr oben in der Kopfzeile „Ebenen“ und dann „Ebenen duplizieren“ anwenden. Oder ihr zieht die Ebene bei gedrückter linker Maustaste unten auf das Symbol „neue Ebene erstellen“ (links neben dem Mülleimer)]

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2. Bestätigt mit O.K.


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3. Die Änderung wird euch vermutlich nicht vom Hocker reißen, augenscheinlich passiert erst mal rein gar nichts. Geduld! 

Klickt auf das blaue Feld mit dem Pfeil neben der Aufschrift „Normal“ um alle Möglichkeiten einzublenden (1). Wählt „negativ multiplizieren“ (2) als Füllmethode, dadurch wird das Bild aufgehellt, ohne dass sich die Farben verändern.

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Na also! Schon etwas besser, aber bei weitem nicht ausreichend.

4. Dupliziert die oberste Ebene ein weiteres Mal wie oben beschrieben.

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5. Und weil es so schön war, gleich noch einmal!

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6. Mist, das war jetzt eindeutig zu viel des Guten. Drei Ebenen wirken noch zu schwach, vier Ebenen stellen bereits den Aufhell-Overkill dar. Eine halbe Ebene wäre also der Stein der Weisen. Es ist zwar eine beklagenswerte Schwachstelle von Photoshop, aber halbe Ebenen sind im Lieferumfang nicht vorgesehen.

Glücklicherweise gibt einen einfachen Trick, um die gleiche Wirkung zu erzielen:

7. Setzt die Maus links neben die Ebenendeckkraft bis sich der Zeiger in eine Hand mit einem Doppelpfeil verwandelt. Wenn ihr jetzt die Maus mit gedrückter linker Maustaste nach links zieht, verringert ihr schrittweise die Ebenendeckkraft (und damit den Effekt der Ebene auf das Bild) bis auf 0%.

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Behaltet das Bild im Auge und zieht die Maus solange hin und her, bis ihr einen für euch optimalen Mittelwert gefunden habt.

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Geschafft! (Im Screenshot wirkt der Unterschied eher minimal, im Original aber deutlich stärker) Hier noch ein abschließender Vorher – Nachher-Vergleich:

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B: Stark überbelichtete Fotos

Exakt dieselbe Prozedur könnt ihr auch bei überbelichteten Fotos einsetzen. Hier müsst ihr lediglich die Füllmethode der Ebene auf „multiplizieren“ statt auf „negativ multiplizieren“ stellen, das ist der einzige Unterschied.

Eine speicherplatzsparende Variante mit Einstellungsebenen:

Die oben beschrieben Methode ist unkompliziert und funktioniert einwandfrei. Sie hat aber einen kleinen Nachteil! Jedes Mal wenn ihr die Ebenen dupliziert, verdoppelt ihr zwangsläufig auch die Anzahl der Pixel die auf dieser Ebene hocken. Diese wundersame Pixelvermehrung nimmt mit jeder neuen Ebene weiter zu.

Mit der folgenden Methode kommt ihr zum gleichen Ziel, ohne eure Dateigröße in die Stratosphäre zu beamen:

 Klickt auf das Symbol für die Einstellungsebenen und wählt Gradationskurven, Tonwertkorrektur, Farbbalance oder Helligkeit/Kontrast aus. Ich habe mich für Gradationskurven entschlossen, letztendlich ist es aber völlig schnurzegal!

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2. Bestätigt mit o.K OHNE irgendwelche Änderungen vorzunehmen! (Ich weiß, es klingt zunächst etwas bescheuert, macht es bitte trotzdem).

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Was um alles in der Welt nützt mir eine Einstellungsebene, an der ich keine Einstellungen vornehme? Nun wir nähern uns der Lösung der Problems elegant von hinten durch die Brust ins Auge.

Letztendlich interessiert uns die Einstellungsebene selbst überhaupt nicht, wir brauchen sie lediglich, um durch diese Hintertüre wieder Zugriff auf die Ebenenfüllmethoden zu bekommen!

3. Genau wie vorher wählt ihr wieder „negativ multiplizieren“ als Ebenenfüllmethode.

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Und siehe da, ihr habt den gleichen Aufhellungseffekt wie vorher, ohne aber die Pixel der Ebene verdoppelt zu haben.

4. Als nächsten Schritt dupliziert ihr wieder die oben liegende Einstellungsebene

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5. Wie es jetzt weiter geht, wisst ihr bereits. Ihr dupliziert die Ebene so oft bis die Aufhellung zu stark ist und reduziert dann wieder die Ebenendeckkraft bis euch das Ergebnis gefällt.

Ihr könnt diese Methode generell immer dann anwenden, wenn ihr mit unterschiedlichen Ebenenfüllmethoden experimentiert.

Einstellungsebenen haben auch den ganz entscheidenden Vorteil, dass ihr „zerstörungsfrei“ arbeitet. Ihr könnt den Einstellungsebenen ruhigen Gewissens unbeschreibliche Scheußlichkeiten zufügen, die Bildpixel bleiben dennoch unverändert und ihr könnt immer wieder auf das unversehrte Ausgangsbild zurückgreifen.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Werner David (Pixelschreck)

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Falls  einige Erklärungen unklar oder ergänzungsbedürftig sind , laßt es mich bitte wissen. Ich kann mich noch sehr gut  an meine ersten wackeligen  - und häufig ziemlich frustrierenden  - Schritte in Photoshop erinnern, es wäre mir ein großes Anliegen, daß wirklich JEDER nachvollziehen kann, was ich hier erkläre.


Kommentare
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Portrait von mlmwinner
  • 10.11.2012 - 21:31

Funktioniert super, Danke

Portrait von HEXE_Mim
  • 29.01.2012 - 12:59

Vllt eine Rettung meiner Bilder..

Portrait von Emely2010
  • 28.02.2011 - 17:27

super erklärt danke dir.

Portrait von Tarulein
  • 14.12.2010 - 14:38

ein super tutorial lg

Portrait von Robostar
  • 04.11.2010 - 20:52

Super schnell und einfach erklärt! Danke dir! :o))

Portrait von Nigra_Lacrima
  • 31.10.2010 - 15:59

Das Tut ist recht praktisch und es bewahrt einen vor unnötiger Mehrarbeit

Portrait von suemawi
  • 30.08.2010 - 23:00

recht interessant, danke.

Portrait von Julibe
  • 07.07.2010 - 17:36

Sehr gut beschrieben und super einfach thx!!!

Portrait von sir_fogg
  • 09.05.2010 - 21:07

Gut erklärt und eine weitere Methode, um noch etwas aus seinen Bildern rauszuholen. Tiefen & Lichter ist für mich meistens immer zu aufwändig bei der Bearbeitung mehrerer Fotos, aber diese (zuletzt genannte, nicht destruktive) Variante finde ich richtig gut!

Portrait von vischnie
  • 22.04.2010 - 10:08

Sehr gut erklärt und ganz einfach!

Portrait von Enterprise_A1701
Portrait von thello
  • 03.03.2010 - 20:59

sehr gut gemachtes Tut, thx.

Portrait von neropac
  • 01.03.2010 - 10:55

Super, hat mir sehr geholfen!

Portrait von KolibrisDream
  • 27.01.2010 - 11:17

Klingt gut, werd mal sehen, hab sicher noch schlecht Belichtete Fotos an lager wo ich es ausprobieren kann

Portrait von MagicMushroom
  • 19.01.2010 - 15:35

sehr nett und gut zu gebrauchen

Portrait von aeb
aeb
  • 15.01.2010 - 17:28

super tip! auch für einen anfänger wie mich leicht zu verstehen und bei vielen bildern anwendbar

Portrait von Rotteufel
  • 28.12.2009 - 12:21

super tip. das mit dem multiplizieren kannte ich schon, aber den mit den einstellungsebenen nicht

Alternative Portrait
-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 08.12.2009 - 20:13

Danke danke danke!!
ich muß das gleich bei einigen Bildern ausprobieren!!

Portrait von katja79
  • 10.11.2009 - 22:25

Danke ich probier es gleich aus

Portrait von mayan
  • 28.10.2009 - 05:42

besonders der Kurveneffekt ist toll ,danke!

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