Anzeige
Tutorialbeschreibung

Mit Pfaden Fotos in Zeichnungen verwandeln - Vexel einmal anders

Mit Pfaden Fotos in Zeichnungen verwandeln - Vexel einmal anders

In diesem Tutorial werde ich euch zeigen, wie man mit Pfaden in Photoshop aus einem Foto eine Zeichnung erstellt.
Ich werde vieles erklären, also ist dieses Tutorial auch für Anfänger geeignet.
Wer sich aber noch nie mit dem Zeichenstiftwerkzeug und dem Ebenenmenü auseinandergesetzt hat, dem rate ich, vorher die Gundlagentutorials zu machen.


Das Ausgangsfoto: Als Bildmaterial lassen sich so ziemlich alle Fotos verwenden, die mindestens Wallpapergröße (also 1024px Bildbreite) und eine vernünftige Bildschärfe aufweisen, damit Konturen, Schatten und Details wie zum Beispiel Schmuck, klar erkennbar sind. Als Motiv empfehle ich euch eine Person zu nehmen, die für euch interessant ist, damit ihr euch nicht nach 4 Stunden Bearbeitung fragt, warum ihr Zeit in dieses Foto investiert. Da sich die Technik von Bild zu Bild nicht unterscheidet, könnt ihr das Tutorial direkt an einem eigenen Foto nachmachen, aber natürlich auch das Foto aus der Arbeitsdatei verwenden. Das Foto für dieses Tutorial wurde mir freundlicherweise von FotoJuli (http://www.model-kartei.de/sedcard/fotograf/104755/) zur Verfügung gestellt.
 

Voreinstellungen:
Mein Ausgangsfoto hat eine Bildbreite von 4272 Pixel. Da mir das aber zu groß ist, ändere ich diese über Bild -> anpassen -> Bildgröße auf 2500 Pixel. Das hat für mich den Vorteil, dass ich nicht elendig lange rauszoomen muss, um mein Bild komplett betrachten zu können. So habe ich bei einem 24" Monitor und einer Zoomstärke von -50% das Bild in vollem Umfang und ohne sichtbaren Schärfeverlust vor mir. Es ist natürlich euch überlassen, mit welcher Bildgröße ihr arbeiten wollt.
Beim Herauszoomen sind die Zoomstärken -25%, -50%, -75% und  -100% am besten geeignet, da hier die Bildschärfe erhalten bleibt - einfach mal ausprobieren.
Um sich beim Zoomen und Bewegen über das Bild nicht mit dem Schieberegler plagen zu müssen, nutzt ihr am besten diese Tastenkombinationen:
STRG + ALT + 0  = tatsächliche Pixel
STRG + Leertaste + linke Maustaste = ranzoomen
ALT + Leertaste + linke Maustaste = rauszoomen
Leertaste + linke Maustaste  + Maus bewegen = bewegen über das Bild


Nachbearbeitung:
Um dem Bild mehr Schärfe zu verleihen, was uns vor allem bei den Haaren helfen soll, mache ich eine minimale Nachbearbeitung mit dem Hochpassfilter. (Es ist gut möglich, dass dieser Schritt für euer Bild nicht erforderlich ist)
Dazu markiere ich mir zuerst meine Hintergrundebene und dupliziere sie mit STRG+J (wahlweise auch per Rechtsklick auf die Ebene -> Ebene duplizieren). Auf der neuen Ebene wende ich jetzt Filter -> sonstige Filter -> Hochpass an.
Den Radius stelle ich bei mir auf 35,4 Pixel. Sieht erstmal schön bunt aus, hat für uns aber erst den gewünschten Effekt, nachdem wir die Füllmethode auf hartes Licht gestellt haben. (Eine Reduzierung der Ebenendeckkraft schwächt den Effekt wieder ab. Wie man gut bei den Haaren sehen kann, wurden Kontrast und Schärfe angehoben, wodurch die einzelnen Haarsträhnchen und die Lichtverteilung besser erkennbar sind.
Für die spätere Verwendung erstellen wir uns noch eine farbreduzierte Ebene. Dazu duplizieren wir uns die Hintergrundebene noch mal und schieben sie an die oberste Stelle in unserem Ebenenmenü. Dann wenden wir  Bild->anpassen->Tontrennung mit einem Wert von 5 an. Diese Ebene wird jetzt direkt ausgeblendet, da wir sie erst später brauchen.
Euer Ebenenmenü sollte jetzt so aussehen.

Bilder



Wie und wo fange ich an?
Da wir nicht wie beim Malen nur auf einer Ebene bleiben, sondern mit Vektormasken arbeiten, die jede für sich eine eigenen Ebene darstellen, ist unsere erste Überlegung, welcher Teil des Körpers welchen verdeckt.
Die Reihenfolge, welche sich dabei am wohl häufigsten einstellt, ist Haare über Kleidung über Haut. Bei Personen mit Mütze würde sich das natürlich wieder ändern. Sinn und Zweck dieser Überlegung ist, dass wir uns nicht um Dinge kümmern müssen, die von anderen verdeckt sind und somit auch nicht ihre verdeckten oder angrenzenden Konturen nachzeichnen müssen, was für uns eine Menge Zeitersparnis bedeutet. Spätestens bei dem Kapitel Haut wird jeder merken, was genau ich damit meine. 

Haare Haare Haare
Bei meinem Ausgangsbild liegen die Haare zwar auf gleicher Ebene wie die Kleidung und nicht darüber, aber trotzdem werde ich mit ihnen anfangen. Da sie der schwierigste Teil sind, noch ein kleiner Abschnitt über sie, bevor es endlich losgeht. Haare sind aus dem gleichen Grund schwierig zu erstellen, warum es auch so schwer ist, sie freizustellen. Glattgekämmte Haare oder einzelne abstehende Strähnchen sind gut erkennbar und verschmelzen nicht mit ihrem Hintergrund. Man kann ihre Konturen also gut nachzeichnen. Schwierig wird es, wenn Haare wild vom Kopf abstehen und der Hintergrund durchschimmert wie zum Beispiel auch bei meinem Ausgangsbild. Die andere Schwierigkeit besteht darin, den natürlichen Farbverlauf und Helligkeitsunterschiede innerhalb der Haare wiederzugeben. Dafür kann ich euch leider keine Patentlösung anbieten, sondern selber ausprobieren heißt die Devise. Zur Inspiration, wie man es machen kann, hier mal zwei Beispiele von mir.
Bilder


Es geht los
Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, es kann losgehen. 
Damit wir uns nachher in unserem Ebenenmenü noch zurechtfinden und einzelne Bildelemente mit einem Klick ausblenden können, sortieren wir unsere Vektormasken in Gruppen.
Dazu erstellen wir uns zuerst eine neue Gruppe und nennen diese direkt Haare. Ebenenelemente in Photoshop lassen sich per Doppelklick auf den Namen umbenennen.
Als Nächstes wählen wir das Pipettenwerkzeug und suchen uns in den Haaren eine Stelle mit der Farbe, die uns am wenigsten von Lichteinflüssen beeinflusst scheint, also den Gundfarbton der Haare. Mit einem Klick auf diese Stelle wird die Farbe als Vordergrundfarbe gespeichert. Da bei meinem Ausgangsbild die Haare gefärbt wurden, habe ich mich für eine Stelle mit einem hellen Braunton entschieden.
Am praktikabelsten hat sich für mich erwiesen, als Erstes die kompletten Haare in eine Vektormaske zu packen und dann die einzelnen Hell-Dunkeltöne einzuzeichnen.
Also wählen wir das Zeichenstiftwerkzeug aus und achten darauf, dass "Formebenen" ausgewählt ist, denn nur so wird direkt eine mit Farbe gefüllte Vektormaske erstellt.
Falls usere Haargruppe nicht mehr ausgewählt ist, klicken wir sie noch mal an, damit die Vektormaske auch in dieser Gruppe erstellt wird.

Bilder



Die erste Maske
Wir suchen uns einen beliebigen Punkt auf der Kontur unserer Haare und setzen den ersten Ankerpunkt. Durch Klicken und Mausziehen setzen wir die nächsten Punkte und passen den Pfadverlauf direkt der Haarkontur an. Das erfordert ein bisschen Übung, wird aber jedem nachher leicht von der Hand gehen. Wenn ihr an einer Haarspitze angekommen seid, könnt ihr per ALT + Linksklick auf den letzten Ankerpunkt die Rundung des Pfads unterbrechen und erhaltet so eine schöne Spitze.
Irgendwann werdet ihr an den Punkt kommen, wo die Farbe eurer Vektormaske eure Haarkontur überdeckt. Um weitermachen zu können, könnt ihr entweder die Deckkraft eurer Maskenebene reduzieren oder direkt die ganze Gruppe ausblenden.
Wenn ihr die Haarkontur einmal umrandet habt, habt ihr eine schöne farbige Fläche. Allerdings überdeckt diese auch Stellen, an denen eigentlich gar keine Haare sind. Um das Problem zu lösen, wählt ihr beim Zeichenwerkzeug den Modus "vom Pfadbereich subtrahieren". Achtung! Der Pfad muss angewählt sein.

Bilder


Ihr blendet die Vektormaske über die Gruppe aus und zieht jetzt die Lücken in euren Haaren nach. Wenn ihr die Gruppe wieder einblendet, ist die Farbe nur noch da, wo sie hingehört, nämlich auf den Haaren und nicht mehr in den Zwischenräumen. 

Bilder


Haardetails
Wie ihr letztendlich eure Haare gestaltet, bleibt euch überlassen und es kommt immer auf das Foto an. Der Einfachheit halber habe ich mich bei meinem Bild für eine zweifarbige Variante entschieden.
Mit der Pipette eine hellere Farbe ausgewählt und wieder den ersten Ankerpunkt gesetzt. Diesmal da, wo unsere erste Haarsträhne beginnen soll. Den zweiten Punkt setzt ihr an der Stelle, wo die Strähne enden soll und zieht die Maus soweit, bis der Pfad die richtige Form hat. Jetzt mit ALT + Linksklick wieder die Pfadkurve abschneiden, den Pfad am Anfangspunkt schließen und in Form ziehen. Diese Methode hat den Vorteil, dass unsere Strähne eine schönere Rundung bekommt, als wenn wir sie mit mehr als 2 Punkten erstellen würden.
Bilder


Um die nächste Strähne zu erstellen, wählt ihr in den Werkzeugeigenschaften "dem Formbereich hinzufügen". Dadurch wird für die nächste Strähne keine neue Vektormaske erstellt, sondern der neue Pfad wird der vorherigen hinzugefügt. So lässt sich die Farbe für alle Strähnen auf einmal ändern und das Ebenenmenü bleibt übersichtlich. Mit dieser Methode habe ich alle hellen Stellen im Haar nachgezeichnet.

Bilder


Kleidung
Kleidung mit Pfaden oder Vektormasken darzustellen ist relativ einfach. Um die Farbkonturen innerhalb der Kleidung besser erkennen zu können, kann man hier auch schon die farbreduzierte Ebene zur Hilfe einblenden. Ein einfarbiges T-Shirt würde ich zum Beispiel so darstellen: Gesamte Kontur mit einer Vektormaske in T-Shirt Farbe nachzeichnen, die Kanten der Stofffalten je nach Lichteinfall in hellerer oder dunklerer Farbe nachzeichnen und zum Schluss die faltenbedingten Schatten in Schwarz nachzeichnen und mit der Ebenendeckkraft die Schattenstärke regulieren.

Bei dem BH in meinem Bild habe ich keine Falten, was mir das Ganze noch einfacher macht und mich mit nur zwei Farben arbeiten lässt. Als erstes erstelle ich mir wieder eine neue Gruppe und nenne diese Kleidung. Danach wird wieder die Farbe mit der Pipette gewählt, die komplette BH-Kontur nachgezeichnet und die Lücke am Träger mit "Vom Pfadbereich subtrahieren" ausgeschnitten.

Bilder


Für die dunklere Farbe, die ich jetzt noch brauche, habe ich einfach die Helligkeit meiner Grundfarbe reduziert. Das geht, indem man im Werkzeugmenü auf die Vordergrundfarbe klickt und im Farbwähler den Prozentwert bei B (für brightness) verringert.

Bilder


Mit dieser Farbe wurden jetzt alle Stellen, die dunkler als die Grundfarbe waren, nachgezeichnet. Hier bietet es sich an, nach dem ersten geschlossenen Pfad die Werkzeugeinstellung auf "dem Formbereich hinzufügen" zu stellen.

Bilder


Wenn wir uns die Stellen angucken, an denen die Kleidung die Haut berührt, sehen wir, dass sie immer auch einen minimalen Schatten auf die Haut wirft. Da wir aber noch keine Haut haben, kümmern wir uns erst später darum.
Noch kurz den Stoffstreifen unter den Federn auf die gleiche Weise erstellen und weiter geht's.

Die Federn
Ab hier werde ich die bekannten Arbeitsschritte nicht mehr wiederholen, sondern nur noch auf neue Sachen eingehen.
Bei den Federn habe ich einfach alle Farbkonturen nachgezeichnet und für jede Feder eine eigene Vektormaske erstellt.
Ich habe mit der Feder begonnen, die zuoberst liegt und mich dann ebenenweise nach unten gearbeitet. Das hat wieder den Vorteil, dass ich mich nicht um Stellen kümmern muss, die von anderen verdeckt werden.
In den Fülloptionen noch Schein nach innen und außen anstellen. Fertig.
Die Federkiele sind simple Vektormasken in der Farbe Weiß.

Bilder


Bilder


Bilder


Haut
Der Teil unseres Bildes, der durch die Farbverläufe am schwierigsten zu erstellen erscheint, ist aber mit am schnellsten gemacht.
Wir stellen unsere farbreduzierte Ebene an und betrachten diese erstmal genauer. Durch die Farbreduktion ist unsere Haut schön in unterschiedlich helle Farbbereiche aufgeteilt worden, die sich klar voneinander trennen lassen.
Mit der Pipette schnappe ich mir jetzt aus dem Ursprungsbild eine Farbe aus einer der Stellen, die am hellsten dargestellt werden. Diese Farbe dient uns als Ausgangsfarbe für die anderen Hautfarben.
Zuerst zeichnen wir uns also die hellsten Stellen unserer Haut nach.

Bilder


Danach verändern wir unsere Ausgangsfarbe für die nächstdunklere Farbe.
Das machen wir, indem wir die Helligkeit der Farbe verringern und nicht, indem wir uns eine neue Farbe aus dem Originalbild holen.
Dadurch wird der eigentliche Farbton nicht geändert und wir erhalten beim späteren Weichzeichnen schöne Übergänge.
Also gut, Helligkeit verringern, aber nur minimal. Ich benutze immer einen Wert zwischen drei und fünf Prozent zwischen jeder Helligkeitsstufe. Mit der minimal dunkleren Farbe die nächstdunkleren Farbbereiche nachzeichnen. Das machen wir jetzt mit allen Farbbereichen, was dann am Ende so aussieht.

Bilder


Um ein bisschen Ebenenschieberei in der Ebenenpalette kommt man nicht herum, aber auch diese Arbeit ist schnell gemacht.

Schöne Haut
Was unsere Bilder endgültig von "normalen" Vexelbildern unterscheiden wird, ist die schöne weichgezeichnete Haut. Dazu duplizieren wir uns erstmal alle Hautebenen. Das geht, indem ihr die oberste Hautebene markiert und dann mit gedrückter SHIFT-Taste die unterste Hautebene anklickt. So habt ihr alle Ebenen makiert und könnt mit Rechtsklick "Ebenen duplizieren" anwählen. Die duplizierten Ebenen erscheinen markiert über unseren Ursprungsebenen und werden direkt per STRG+E auf eine Ebene reduziert.  Damit wir an der Haut noch Änderungen vornehmen können, bleiben unsere Ursprungsebenen erhalten. Unsere neue Ebene wird jetzt noch mal dupliziert und über einen Weichzeichnungsfilter weiterbearbeitet. Die besten Erfahrungen habe ich mit dem Filter "Matter machen" gemacht. Also Filter->Weichzeichnungsfilter->Matter machen. Mit den Einstellungswerten müsst ihr ein bisschen rumspielen, bis ihr ein Ergebnis erhaltet, das euch gefällt. Aber übertreibt es nicht, man sollte auch im Gesicht, wo viele kleine Farbflächen aneinandergrenzen, diese einigermaßen unterscheiden können, da sie unserem Gesicht eine gewisse Plastizität verleihen. Durch das Weichzeichnen ist leider auch die Konturschärfe der Haut verloren gegangen. Um sie zurückzuholen, klicken wir mit gedrückter STRG-Taste auf die Ebene, in der alle Farbflächen zusammengefasst sind (nicht die weichgezeichnete Ebene). Dadurch erhalten wir eine Auswahl der Hautkontur. Diese kehren wir jetzt um über Auswahl->Auswahl umkehren und löschen den markierten Bereich aus unserer weichgezeichneten Ebene. 

Bilder


Um bestimmte Bereiche bei Bedarf noch aufzuhellen oder abzudunkeln, kann man über der Haut an den gewünschten Stellen in Schwarz oder Weiß neue Vektormasken erstellen, diese rastern und mit dem Gaußschen Weichzeichner weichzeichnen und die Ebenendeckkraft reduzieren. Das habe ich zum Beispiel nachher bei dem Kinn gemacht.
Fertig ist die Haut und es kann weiter gehen.

Das Gesicht
Da es langweilig ist, auf einen gesichtslosen Körper zu schauen, machen wir mit Augen, Nase, Ohren und Mund weiter.
Ich glaube, viel muss ich hier nicht mehr beschreiben. Einfach mit der Pipette die gewünschte Farbe auswählen und den Bereich nachzeichnen. Wer möchte, kann sich auch hier wieder die farbreduzierte Ebene zur Hilfe aktivieren. Die Schminke über den Augen ist eine Vektormaske, der ich in den Fülloptionen einen "Verlauf" gegeben habe. Um die Iris schön rund zu bekommen, habe ich über das Zeichenstiftwerkzeug das Ellipsenwerkzeug ausgewählt und den Kreis mit gedrückter ALT+Shifttaste von der Mitte der Iris aus aufgezogen.

Bilder


Die Iris hat noch über die Fülloptionen eine "Kontur" und "Glanz" bekommen. Die Lichtreflektionen in den Augen und auf den Zähnen sind weiße Vektormasken mit "Schein nach außen".
Sollte euch eine Stelle nicht gefallen, dann zoomt erstmal raus und betrachtet das Bild im kompletten Umfang. Vielleicht ändert sich eure Meinung dann wieder. So hatte ich es zum Beispiel bei der Nase.

Konturen, Licht und Schatten
Ich habe den gesamten Körper mir einer Kontur umzogen und für die dunkle Farbe wieder die Hautausgangsfarbe genommen und die Helligkeit reduziert. Die Konturfarbe muss dunkler sein als die dunkelste verwendete Hautfarbe. Für die helle Farbe habe ich Weiß verwendet und zusätzlich noch "Schein nach außen" aktiviert. Im Originalbild gibt es zwar keine so helle Stelle, aber ich finde, das wertet das Bild noch mal auf. Wo ihr diese Lichtakzente setzt, müsst ihr selbst entscheiden. Mit der dunklen Farbe bekommt nicht nur der Körperumriss eine Kontur, sondern auch Gliedmaßen wie zum Beispiel die Finger. Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt, um Finger und Fußnägel zu erstellen. Für die Schatten habe ich zuerst wieder eine Gruppe erstellt. In diese kommen jetzt alle Schattenvektormasken, die mit Schwarz gefüllt sind. Die Deckkraft wird jetzt an der Gruppe runtergeregelt, bis die Schatten die gewünschte Stärke haben. Bei den Schatten nicht vergessen, auch die Schatten an den Kleidungsstellen zu erstellen, die die Haut berühren.

Bilder


Die Kette
Zu guter Letzt erstellen wir den Schmuck. Damit ich nicht jedes Kettelelement von Hand zeichnen musste, habe ich mit dem Ellipsenwerkzeug wie bei der Iris die Form eines Elementes aufgezogen und dann mit Fülloptionen die Lichteffekte erstellt. Dieses Element muss dann nur noch dupliziert, verschoben und gedreht werden. Noch einen Schatten druntergezeichnet und wir sind auch mit diesem Element fertig.

Bilder


Wie ich das stark vereinfachte Armband und die Handgelenkkette erstellt habe, brauche ich glaube ich nicht mehr zu beschreiben.

Bilder


Schlusswort
So, das war's. Mit eurem Bild könnt ihr jetzt anstellen, was ihr wollt und vllt. noch einen coolen Hintergrund erstellen oder... oder irgendwas anderes halt.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Vexeln und gebt nicht auf, auch wenn es einige Zeit in Anspruch nimmt. Es lohnt sich ;D
Ich hoffe, bald ein paar eurer Werke hier im Forum zu entdecken.

Schönen Gruß, Jan
 


Kommentare
Achtung: Du kannst den Inhalt erst nach dem Login kommentieren.
Portrait von Lawi
  • 28.09.2015 - 09:12

Das Tutorial ist super erklärt, Dankeschön

Portrait von ssg2015
  • 23.06.2015 - 10:44

bin ein pfadneuling, und hab sehr viel dazugelernt, tolles tutorial.

Portrait von Sabbl
  • 05.03.2013 - 10:01

Dauert etwas, aber das Endergebnis ist super!!

Portrait von MarieCharlotte
  • 10.02.2013 - 23:54

Vielen Dank für das super Tutorial!

Portrait von Kritzi
  • 24.01.2013 - 09:55

Gutes Tutorial ... man muss etwas Zeit einplanen, aber das Ergebniss is super.

Portrait von Keromida
  • 08.09.2011 - 00:03

Ich mache das ganze etwas anders. Ich mache alles Grundlegend nur aus Vektoren. So erhält man eher diesen "Comic-Effekt". Das ist zwar noch Zeitaufwändiger, allerdings bringt es auch einige Vorteile mit sich =)

Trotzallem ist dieses Tutorial dennoch gelungen und hat mir eine neue Form der Comic Grafik aufgezeigt =) Danke dafür =)

~
Keromida

Portrait von Zugail6
  • 26.06.2011 - 03:31

thx für die mühe... tolles tut...

Portrait von djesbach
  • 22.06.2011 - 23:21

super tutorial, danke!

Portrait von phoenix966
  • 23.05.2011 - 14:26

schönes tut...auch wenn sehr zeitaufwändig! :)

Portrait von DocNico
  • 22.05.2011 - 14:11

Das Tutorial ist super erklärt und ich habe wirklich viel dazu gelernt. Vielen Dank!

Portrait von amsterdam
  • 16.05.2011 - 16:28

gefällt mir echt gut :) muss ich mal probieren.

Portrait von zaycev
  • 15.03.2011 - 20:19

Danke werde mal ausprobieren.

Alternative Portrait
-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 04.03.2011 - 23:04

Netter Ansatz aber doch nen bisschen sehr zeitaufwändig... naja für absolute Neulinge bestimmt ne gute Übung mit Pfaden zu arbeiten.

Portrait von Emely2010
  • 24.02.2011 - 10:57

schön siehts aus. gefällt mir. danke

Portrait von Renschki
  • 03.02.2011 - 20:43

sehr kuhl, mach mich gleich an di arbeit ;)

Portrait von Kisses
  • 30.11.2010 - 15:27

Schönes Tutorial. Aber doch ziemlich schwer für den Anfang!

Portrait von Josef17
  • 10.11.2010 - 11:23

Das sieht toll aus, ist aber wohl auch mit seeeehr viel Arbeit verbunden.

Portrait von Chocolate_Bunny
  • 05.10.2010 - 11:28

Das sieht echt toll aus^^
werde es auf jeden Fall ausprobieren!
Vielen Dank!

Portrait von Sibulan1
  • 25.09.2010 - 01:22

toll erklaert, viel arbeit, danke

Portrait von talidan
  • 15.08.2010 - 23:04

Gutes Tutorial allerdings konnte ich einige Punkte nicht so gut nachvollziehen. Bin auf diese Seite gekommen um genau soetwas zu lernen und deshalb das als erstes Projekt gewählt. Vielleicht eine nummer zu viel. Muss erstmal doch mehr grundlagen machen wie ich das sehe. Hab jetzt noch die Punkte in die Arbrbeitsmaterialien investiert, dachte allerdings das ich dort das Bild als PSD bzw. PDD finde. Kannst das vielleicht noch nachreichen? Würde mein verständnis bestimmt ein wenig puschen.

Danke fürs Tutorial und vielleicht die PSD dateil? *zwinker* :P

x
×
×