Anzeige
Tutorialbeschreibung

Blendenflecke anlegen in Photoshop

Blendenflecke anlegen in Photoshop

Blendenflecke sollte man vorsichtig und dosiert verwenden. Dennoch beleben sie die Lichtgestaltung eines Bildes stark. Hier erfahrt ihr, wie ihr Blendenflecke non-destruktiv einsetzt. Die Arbeitsmaterialien zu diesem Video-Training findet ihr im ersten Film dieses Grundlagentrainings.
 


Schritt 1

Wer anfängt, mit Photoshop zu arbeiten, entdeckt relativ schnell einen Filter, den ihr unter Renderfilter findet. Das ist der Filter Blendenflecke. Blendenflecke scheinen eine riesengroße Attraktivität auf Fotografen und Bildbearbeiter auszuüben, denn ich habe schon wirklich gute, aber auch wirklich haarsträubende Beispiele gesehen von der Anwendung dieses Filters. Deswegen finde ich es wertvoll und wichtig, euch zu zeigen, wie ich glaube, dass man ihn am besten anwendet. Erstens technisch und zweitens physikalisch gesehen.

Bei der physikalischen Anwendung würde ich sogar sagen, ihn muss man so anwenden. Also ihr dürft natürlich machen, was ihr wollt, aber er ist nur dann sinnvoll.

Bilder


 
 

Schritt 2

Ich zeige erst mal, was man alles verkehrt machen kann. Verkehrt machen kann man zum Beispiel, dass man den Filter öffnet und sagt „hier will ich meinen Blendenfleck haben, fertig“. Und zwar habe ich den Filter auf meiner Hintergrundebene angewandt und ihn an eine Stelle gesetzt, wo er niemals sein könnte. Da kann kein Blendenfleck sein, denn ich habe in dieser Richtung nirgendwo eine Lichtquelle.

Bilder


 
 

Schritt 3

Die einzige Möglichkeit, wo diese Blendenflecke sich ausbreiten können, ist von der Lichtquelle, also von der Sonne, die hier gerade links vom Rand des Bildes ist. Nur von dort aus können die Blendenflecke entstehen.

Bilder


 
 

Schritt 4

Damit sie das tun können und trotzdem editierbar bleiben, solltest du sie auf einer eigenen Ebene anlegen. Wenn man auf dieser neuen Ebene auf Filter>Renderfilter>Blendenflecke klickt, sagt Photoshop, dass dieses nicht funktioniert, da die Ebene keine Pixel enthält.

Bilder


 
 

Schritt 5

Also muss ich erst einmal über Bearbeiten>Fläche füllen hier 50%iges Grau reinlegen.

Bilder


 
 

Schritt 6

Das verrechne ich in einem für Grau unsichtbaren Modus, beispielsweise mit Ineinanderkopieren. Damit ist die graue Ebene wieder unsichtbar, aber trotzdem sind jetzt hier Pixel drin und ich kann jetzt den Filter anwenden.

Bilder


 
 

Schritt 7

Vorher wandele ich die Ebene noch für Smartfilter um. Jetzt hole ich mir den Filter Blendenflecke.

Bilder


 
 

Schritt 8

Ich gehe mal ein bisschen darauf ein, was hier zu finden ist. Es gibt eine Helligkeit, die beim ersten Öffnen des Filters bei 100 % ist. Dann habt ihr hier verschiedene Objektivarten, die damit etwas zu tun haben, wie viele Linsen in einem optischen System sind und über welche Strecke diese Linsen verteilt sind. Ein 50-300-mm-Zoom hat eine deutlichere Baulänge als ein 35-mm-Zoom, deshalb verteilen sich hier die Linsen über eine größere Strecke. Wenn man sich das hier näher betrachtet, sind diese Zooms eher Fantasie-Werte. Ihr müsst einfach entscheiden, was euch am besten gefällt. Das ist die Hauptsache.

Ich kann am meisten mit 50-300 mm Zoom anfangen. Manchmal nehme ich auch 35 mm; 105 mm verhältnismäßig selten, weil mir einfach die Farbe fehlt, das ist mir zu weiß. Der Top-Film hat mit einem optischen Zoom ehrlich gesagt nicht mehr allzu viel zu tun.


Bilder


 
 

Schritt 9

Das wirklich Wichtige bei diesem Filter ist: Ihr müsst die Blendenflecke an die richtige Stelle ziehen mit dem schwarzen Kreuz. In diesem Fall braucht ihr den Hauptpunkt an der linken Seite etwas oberhalb der Mitte, da dort die Sonne ist. So können sich die Blendenflecke von oben links nach unten rechts ausbreiten.

Wäre ich bei der Aufnahme mit der Kamera nur ein bisschen weiter nach links geschwenkt und wäre der Sonne noch näher gekommen, dann hätte ich sehr ähnliche Blendenflecke bereits in der Aufnahme, die sich von der Sonne schräg nach unten rechts verteilen würden.


Bilder


 
 

Schritt 10

Wenn ich jetzt bestätige, kann ich mir das ansehen und entscheiden, ob ich es so lasse, oder aber ich intensiviere den Effekt noch. Das geht auf zwei Arten.

Die erste Art: den Filter noch einmal öffnen und die Helligkeit nach oben setzen.

Bilder


 
 

Schritt 11

Das mache ich in diesem Fall erst mal nicht. Die zweite Möglichkeit ist, nicht den Modus Ineinanderkopieren zu verwenden, sondern einen stärkeren. Zu den stärkeren gehört auf jeden Fall das Strahlende Licht und auch das Lineare Licht, was das Ganze noch etwas farbiger macht.

Bilder


 
 

Schritt 12

Und wenn es jetzt ein bisschen zu doll geworden ist, geht ihr einfach mit der Deckkraft etwas runter und habt so die Blendenflecke, wie ihr sie haben wollt.

Bilder


 
 

Schritt 13

Jetzt könnte es sein, dass ihr Blendenflecke auch gerne mal bei einem Porträt anwenden wollt. Das sieht klasse aus, kann man gut machen, denn diese müssen ja nicht immer von der Sonne kommen, sondern können auch von einem Scheinwerfer stammen. Dann kann es aber sein, dass diese Flecke an ungewünschten Stellen auftauchen. Diese könnt ihr ganz einfach verschieben, indem ihr die Ebene rastert (über Ebene>Rastern>Smartobjekt).

Bilder


 
 

Schritt 14

Jetzt könnt ihr mit dem mittleren Grau, das wir zur Ebeneneinfärbung vorhin benutzt haben, und dem Pinsel zum Beispiel das Pünktchen an unerwünschter Stelle entfernen.

Bilder


 
 

Schritt 15

Ihr könnt auch mit dem Weichzeichner den Blendenfleck etwas unschärfer machen, damit das Ganze etwas realistischer aussieht. Dazu einfach mit dem Weichzeichner-Werkzeug über die Kontur des Flecks fahren, um diese aufzulösen.

Das Wichtigste aber ist, dass ihr das schwarze Kreuz im Filter genau dort positioniert, wo sich bei euch im Bild die Lichtquelle befindet.

Bilder

 

Kommentare
Achtung: Du kannst den Inhalt erst nach dem Login kommentieren.
Alternative Portrait
-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 08.10.2016 - 23:28

Vielen Dank für das Tutorial

Portrait von holywoman
  • 17.06.2015 - 13:53

schönes tutorial! gute arbeit!

Portrait von Christina Z
  • 06.01.2014 - 19:35

Sehr gut erklärt :-) Blendenflecke sollten jetzt kein Problem mehr sein! Thx

Portrait von fotovogt
  • 04.11.2013 - 12:58

Gut erklärt, so kapier ich es auch :o)

Portrait von KFreund
  • 29.09.2013 - 10:04

Danke für die vielen kleinen Tipps beim Herangehen an die Aufgabe

Portrait von lalelu44
  • 19.09.2013 - 12:31

Danke für die super Erklärung!

Portrait von Yammy
  • 18.09.2013 - 13:44

vielen Dank für deine Arbeit

Portrait von MattoAss
  • 17.09.2013 - 08:51

Ich freu mich immer über solche Tricks. Da grübelt man und probiert man, .... und dann sowas ;-)
Vielen Dank dafür

Portrait von Grobmotoriker
  • 17.09.2013 - 08:39

Super, auf die graue Fläche wäre ich nie gekommen!

Portrait von layoutbraut
  • 17.09.2013 - 08:20

Vielen Dank für deine Arbeit.

Portrait von coort2004
  • 17.09.2013 - 08:17

Herzlichen Dank - ein sehr gut nachvollziehbares Tutorial!

Portrait von Lonka
  • 17.09.2013 - 08:16

Super erklärt und konnte es gut nachvollziehen.

Portrait von Pinochio
  • 17.09.2013 - 08:15

Vielen Dank,wieder etwas Neues gelernt

Alternative Portrait
-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 17.09.2013 - 08:02

Danke, gut erklärt und sehr informativ.

Portrait von cpc
cpc
  • 17.09.2013 - 07:56

Vielen Dank, habe ich bis jetzt noch nie benutzt, aber spannend. Danke für das Tutorial.

Portrait von BThau
  • 17.09.2013 - 07:49

fehlt da nicht was zum Schluss? Werde ich sicher mal ausprobieren

Portrait von Cherifa
  • 17.09.2013 - 07:37

Vielen Dank für dieses TUT - viele liebe Grüße

C.

Portrait von Nimroad
  • 16.09.2013 - 23:34

Vielen Dank fürs Tutorial werde ich mal ausprobieren.

Portrait von dirtiharri
  • 16.09.2013 - 22:12

Fehlt da nicht was am Ende?

Portrait von gambathi
  • 16.09.2013 - 21:54

Vielen Dank, habe ich bis jetzt noch nie benutzt, werde ich aber mal probieren.

x
×
×