Anzeige
Tutorialbeschreibung

Neue Dokumente in Photoshop anlegen - Was es dabei zu beachten gilt

Neue Dokumente in Photoshop anlegen - Was es dabei zu beachten gilt

Ein Dokument in Photoshop anzulegen ist nicht besonders schwer. Einfach über Datei>Neu oder Strg+N.

Bilder



 
Daraufhin öffnet sich folgende Dialogbox:

Bilder



Nur nicht ganz so rot. Hier jetzt mal die einzelnen Felder erklärt:


01 - Name

Der Name... ja.... Der Name der Datei halt. Nicht schwer, oder?


02 - Vorgabe

Das ist schon um einiges interessanter. Hier findet ihr alle möglichen Vorgaben, die bei Photoshop dabei sind und mit Hilfe derer ihr schnell bestimmte Aufgaben angehen könnt, ohne euch zuerst die Maße heraussuchen oder euch mit so was wie der Auflösung beschäftigen zu müssen. In vielen Fällen reicht das bereits aus. ZB.: Ich möchte einen A6-Flyer erstellen, den ich einer Druckfirma zum Flyerdruck geben möchte. Dann wähle ich einfach die Vorgabe "DIN-Formate" und dann bei dem (auf dem Screenshot ausgegrauten) Feld Größe nur A6. Dann erstelle ich meinen Flyer, speichere und fertig - ich kann ihn zur Druckfirma geben. Gibt man die Maße per Hand ein und vergisst die Auflösung zu ändern, kann es später zu Problemen kommen. Zur Auflösung aber gleich mehr.


03 - Breite und Höhe

Breite und Höhe des Dokuments in der Einheit von 04 (siehe nächster Punkt).


04 - Einheiten

Hier könnt ihr euch die Einheit aussuchen, in der ihr die Größe angeben möchtet.
  • Pixel  Verwendet für den digitalen Einsatz von Photoshop-Dokumenten. Beschreibt die Anzahl an Bildpunkten. Ein Pixel kann im RGB-Modus und bei 8 bit 4 Informationen haben: Farbe (aufgeteilt in Rot-, Grün- und Blauanteil) und Alpha, also die Transparenz oder Deckkraft.
  • Zoll  Oder im englischen Inch ist eine ganz normale Längeneinheit, die hier nur verwendet werden sollte, wenn es sich um Druck handelt. 1 Zoll entspricht 0,0254m, also 2,54cm.
  • cm und mm  Auch nur im Druck verwenden. Mehr sollte ich dazu nicht schreiben müssen^^
  • Punkt  Punkt. Ein einfaches Wort, doch was kann man sich darunter vorstellen? Es handelt sich hierbei um das DTP-Punkt-System. Seit langem schon die beinahe einzige Einheit, die verwendet wird, um Textgröße festzulegen. Abkürzung ist pt. Ein Punkt entspricht 0,3527mm. Wird als Dokument-Größen-Einheit aber eigentlich nie verwendet.
  • Pica  Ganz ähnlich dem Punkt ist auch Pica eine Einheit für Textgrößen. Sie kommt aus dem amerikanischen-Punkt-System, und ein Pica entspricht 0,351366mm. Auch diese Einheit würde ich nur in ganz speziellen Einzelfällen benutzen, grundsätzlich aber von diesen abstrakten Einheiten abraten.



 

05 - Auflösung

Die Auflösung beschreibt die Pixel pro Zoll oder Zentimeter. So hat zum Beispiel ein Dokument mit den Maßen 10x10cm bei einer Auflösung von 72 dpi (dots per inch, also Punkte pro Zoll) eine Pixelgröße von 283x283 px. Bei 300dpi jedoch 1181x1181 px. Da seht ihr schon, welchen Unterschied die dpi im Bereich Druck machen. Möchte ich auf 2x2m drucken, möchte ich nicht nur mit 5669x5669px arbeiten, sondern bei so einer großen Fläche lieber mit 23621x23621 Pixel. Das garantiert gestochen scharfe Drucke. Dazu muss man sagen, dass viele Druckfirmen Bilder nur mit mindestens 300dpi annehmen.

Zur Verwendung nur noch ein Hinweis:
  • Bildschirm > 72dpi (mehr können die normalen Monitore eh nicht darstellen)
  • Druck > 300dpi



06 - Farbmodus und Bit-Anzahl

Ein Riesenkapitel, das ich kurz zusammenfassen möchte. Es gibt verschiedene Farbmodi mit verschiedenen Farbumfängen:
  • Bitmap  Der erste Farbmodus, den es gab. Ein Bitmap-Bild hat eine Bit-Anzahl von 1, damit 1Bit pro Pixel und Kanal, und kann somit 21 Farben darstellen. Dies führt dazu, dass der Bitmap-Farbmodus weder Farbe noch Graustufen unterstützt, sondern lediglich Schwarz und Weiß. Nicht unbedingt zur Arbeit zu empfehlen.
  • Graustufen  Der Graustufenmodus hat schon die Möglichkeit einer Bit-Anzahl von 8, 16 oder 32 Bit (mehr dazu später). Er beinhaltet jedoch keine Farbkanäle, sondern nur einen einzigen Luminanzkanal, was nur Graustufen zulässt.
  • RGB-Farbe Der gängigste Farbraum. RGB ("Rot", "Grün" und "Blau") kann soweit alle wahrnehmbaren Farben darstellen, die sich in diesem Fall aus den 3 Kanälen "Rot", "Grün" und "Blau" zusammensetzen. Er ist additiv, d.h. wenn die Primärfarben von farbigem Licht gleichmäßig gemischt werden, entsteht der Farbton Weiß, die Farben werden beim Überlagern also addiert. Er wird grundsätzlich für die Darstellung am Bildschirm verwendet, da sich hier die Anzeige ebenfalls aus drei Phosphoren (Leuchtstoffe in den 3 Grundfarben) ergibt.
  • CMYK-Farbe  Der zweitgängigste Farbraum. CMYK ("Cyan", "Magenta", "Yellow" und "Key") ist ein Farbmodell, das für den modernen Vierfarbdruck genutzt wird. Es ist subtraktiv, d.h. wenn sich das Licht überlagert, wird dabei sowohl die Menge als auch die Farbe des Lichts verändert, wobei immer Anteile an Lichtfarbe reduziert werden, also subtrahiert. Man kann im CMYK-Farbmodus nur durch Mischen der Farbkanäle CMY (im Gegensatz zum RGB-Modus) kein ausreichendes Schwarz erreichen. Deswegen der zusätzliche "Key"-Kanal, der die Luminanz, also die Schwarzanteile eines Bildes darstellt.
  • Lab-Farbe  Ein sehr ungewöhnlicher und merkwürdiger Farbmodus. Hat jedoch auch große Vorteile gegenüber anderen. Im L*a*b*-Farbraum sind alle wahrnehmbaren Farben enthalten. Der Farbraum baut auf der Gegenfarbentheorie auf. Der größte Vorteil ist die Geräteunabhängigkeit der Farben, d.h. die Farben werden unabhängig von der Art ihrer Erzeugung und Wiedergabetechnik definiert. Es gibt 3 Kanäle oder auch Achsen genannt: Die Luminanz-Achse (L), die die Helligkeit des Pixels bestimmt, die Grün-Rot-Achse (a), die den Anteil von Grün bzw. Rot pro Pixel bestimmt, und die Blau-Gelb-Achse (b), die den Blau- bzw. Gelb-Anteil beschreibt. L*a*b*-Koordinaten werden hauptsächlich als Austauschformat zwischen unterschiedlichen Geräten verwendet. Viele Profis benutzen diesen Farbmodus, um z. B. Bilder ohne farbliche Arteffekte sauber zu schärfen.
Als Nächstes kurz eine Beschreibung, was das mit der Bit-Anzahl auf sich hat:

Die Bit-Anzahl, oder auch Farbtiefe genannt, beschreibt die Größe in Bit, die ein Farbkanal pro Pixel haben darf. Dadurch ergibt sich Folgendes:
  • 1 Bit - Monochrom - 21 mögliche Farben
  • 4 Bit - 24 = 16 mögliche Farben
  • 6 Bit - 26 = 64 mögliche Farben
  • 8 Bit - 28 = 256 mögliche Farben - Rot: 3 Bit | Grün: 3 Bit | Blau: 2 Bit - verbreitetste Farbtiefe bei Grafiken
  • 12 Bit - 212 = 4096 mögliche Farben - 4 Bit pro Farbe
  • 15 Bit - Real Color - 215 = 32.768 mögliche Farben - 5 Bit pro Farbe
  • 16 Bit - High Color - 216 = 65.536 mögliche Farben - Rot: 5 Bit | Grün: 6 Bit | Blau: 5 Bit
  • 24 Bit - True Color - 224 = 16.777.216 mögliche Farben - 8 Bit pro Farbe
  • 32 Bit - 24 Bit Farbe + 8 Bit Alpha - True Color mit 8-Bit-Alphakanal - 224 = 16.777.216 mögliche Farben - 8 Bit pro Farbe und 8 Bit für Alpha



07 - Hintergrundinhalt

Das, was direkt nach dem Erstellen des Dokumentes im Dokumenthintergrund ist. Entweder nichts (transparent), eine weiße Fläche oder eine mit der aktuellen Hintergrundfarbe gefüllte Fläche Ab jetzt kann es sein, dass ihr den Rest nicht seht. Klickt dafür auf den kleinen Pfeil neben Erweitert.


08 - Farbprofil

Also hier braucht man grundsätzlich nie etwas zu ändern, denn Photoshop macht da immer den richtigen Job.


09 - Pixel-Seitenverhältnis

Dieses Feld ist nur für uns Videoleute interessant, denn im Videobereich gibt es bei verschiedenen Formaten verschiedene Pixel-Seitenverhältnise; d.h. nicht alle Pixel sind quadratisch. So sind z.B. die Pixel beim europäisch-üblichen PAL-Format nicht quadratisch, sondern etwas breiter, genauer gesagt 7% breiter, also haben die Pixel ein Seitenverhältnis von 1:1,07 und somit 1,07. Im normalen Arbeiten mit Photoshop kann man das aber auch vernachlässigen.

Um all diese Dinge für bestimmte Arbeiten nicht immer wieder neu einstellen zu müssen, kann man auch eigene Vorgaben erstellen. Dies geht ganz einfach, indem man einmal alle Parameter einstellt und dann den Button Vorgabe speichern ... klickt.

Bilder



Der Name wird automatisch aus der Größe in der ausgewählten Einheit generiert. Am besten lässt man alle Haken bei den in die Vorgabe einzuschließenden Einstellungen.

Das war es soweit mit der trockenen Theorie rund um das Erstellen eines neuen Dokumentes in Photoshop und das, was dahinter steckt.


Kommentare
Achtung: Du kannst den Inhalt erst nach dem Login kommentieren.
Portrait von surfbabeblue
  • 28.10.2010 - 19:45

Für mich als Anfänger gut erklärt. Jetzt kann ich da schon mal anfangen zu üben.

Portrait von Pixelteufel
  • 21.06.2010 - 14:35

Klingt fast lächerlich "Anlegen von Dokumenten", aber für Anfänger doch sehr hilfreich! Danke.

Portrait von MARIA52
  • 23.04.2010 - 08:38

danke für die erklärung, sehr hilfreich

Portrait von regan
  • 08.03.2010 - 11:05

Präzise, knapp, aber alles drin was man wissen muss

Portrait von valeska
  • 25.02.2010 - 13:58

Danke, kurz und präzise erklärt!
Gruß Valeska

Portrait von brothbrust
  • 09.02.2010 - 13:21

Sofort schnell das gefunden, was ich noch schnell gesucht habe. Die Farb-Modi. Danke

Portrait von ginger76
  • 02.02.2010 - 19:29

Tolle Einführung!!!! :) auch so was brauchts!!!

Portrait von Fendo
  • 20.11.2009 - 08:02

viel zu viel fachwissen für mich.

Portrait von pepero
  • 30.10.2009 - 10:04

nette kleine einführung.

Portrait von Jekyll137
  • 07.08.2009 - 10:26

Für Einsteiger gutes Tut wenn auch mit ein paar kleinen Hacken, die für Anfänger aber eh unwichtig sind!

Portrait von PygoscelisPapua
  • 31.07.2009 - 17:13

Schade, dass nicht alles richtig recherchiert wurde - aber dennoch: Danke dass Du Dir überhaupt erst einmal die Mühe machst, ein so ausführliches Einsteigertutorial zu schreiben.

Mit der Korrektur ist es dennoch ein sehr gutes Tutorial, daher mag ich nicht ganz so viele Punkte abziehen, wie mein Vorgänger!

Alternative Portrait
-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 25.05.2009 - 19:49

sorry, aber die angaben zur farbtiefe sind falsch. die bitwerte beim farbmodus beziehen sich auf die bits FÜR EINEN KANAL. soweit richtig. deshalb ist es quatsch, unten bei der erläuterung z.b. für 8bit diese acht auf 3xR 3xG und 2xB aufzuteilen, weil eben genau JEDEM farbkanal 8bit zur verfügung stehen, also 8xR, 8xG und 8xB ! deshalb kann man im farbwähler ja auch für jede farbe werte von 0-255 eintragen. für das ganze dokument ergibt dass dann 24bit oder 16 mio. farben! siehe auch:

"RGB-Bilder bestehen aus drei Farbkanälen. Ein RGB-Bild mit 8 Bit pro Pixel hat 256 mögliche Werte für jeden Kanal, das heißt mehr als 16 Millionen mögliche Farbwerte. RGB-Bilder mit 8 Bit pro Kanal (Bits per Channel, bpc) werden auch als 24-Bit-Bilder bezeichnet (8 Bit x 3 Kanäle = 24 Bit an Daten für jedes Pixel)."

http://help.adobe.com/de_DE/Photoshop/10.0/help.html?content=WSfd1234e1c4b69f30ea53e41001031ab64-73da.html

Portrait von teppichmaler
  • 04.04.2009 - 15:33

Wunderbares tutorial. Vielen Dank, wunderbar erklärt

Portrait von Larra
  • 03.04.2009 - 14:33

Super! Vielen dank für du tolle Erklärung! Gruss Larra

Alternative Portrait
-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 02.04.2009 - 20:59

Herzlichen Dank für
das tolle Tutorial.

Grüße Silvie

Portrait von Babs27
  • 02.04.2009 - 19:48

Danke ;-)-über solche Kleinigkeiten stoplert man schon mal.
Vielen Dank Stefan...

Portrait von mondspeer
  • 02.04.2009 - 18:37

Ich arbeite schon lange mit digitalen Grafiken, aber ich habe zumindest für Photoshop noch mal was dazu gelernt. Danke!

Gut und klar erklärt.

Portrait von cese
  • 02.04.2009 - 12:18

Bisher habe ich mich nie damit beschäftigt. Hatte einfach nur darauf geachtet, dass die Maße und die Auflösung stimmten und ok.

Aber der Artikel war interessant. Danke.

Portrait von Bruhsman
  • 02.04.2009 - 11:45

...wenn Du jetzt noch dran hängst wie ich neuen DIN-Dokument im Hoch- oder Querformat erstelle (aber nicht die Breite und Höhe und Höhe eintippsen) ...um mich nach dem öffnen nicht damit rumzuärgern *g*...gibts 100 Punkte.

Alternative Portrait
-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 02.04.2009 - 10:08

danke sehr aufschlusreich...

x
×
×