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Tutorialbeschreibung

Aktion Startprozedur - reversiblen Aufbau erstellen

Aktion Startprozedur - reversiblen Aufbau erstellen

Eine Aktion, die als Startprozedur bei jeder Erstellung einer psd-Datei als Erstes gestartet werden kann. Sie erstellt ein Grundgerüst, welches euch zukünftig viel Zeit erspart, vor allem aber eine Basis für reversibles Vorgehen schafft.


In diesem Tutorial erstellen wir eine Aktion, die bei jeder Erstellung einer psd-Datei als Erstes gestartet werden kann. Sie erstellt ein Grundgerüst, welches euch zukünftig viel Zeit erspart, vor allem aber eine Basis für reversibles Vorgehen schafft.

Sie stellt sicher, dass selbst Schritte wie Abwedeln/Nachbelichten wiederherstellbar bleiben und Filtereinsätze nachträglich justiert werden können.

Viel Spaß dabei - lasst uns beginnen:

1. Um sicherzustellen, dass auch diese neue Aktion (selbst nach dem Löschen in der Aktionenpalette) wiederherstellbar ist, machen wir Folgendes:

a) Über Menü>neuer Satz... legen wir als Erstes einen neuen Satz Namens "Startprozedur" an, in dem dann nur die eine neue Aktion landet. Warum? Nur Sätze können dauerhaft gespeichert werden. Aufgenommene Aktionen erscheinen zwar bis zum Löschen in der Aktionenpalette, tauchen aber nirgendwo als Startprozedur z. B. in “C:\Programme\Adobe\Adobe Photoshop CS4\Presets\Actions“ auf. Der (noch leere) Satz wird erst nach dem letzten Schritt abgespeichert.

b) Öffne ein beliebiges einzelnes Bild - über Menü>Neue Aktion namens "Startprozedur" anlegen und Aufnahme starten. Macht euch bewusst, dass ab nun jedes Ausprobieren aufgezeichnet wird, also – während der Aufnahme nichts einstellen!

 
2. a) Kopiere die Hintergrundebene über Ebene duplizieren (Menü oder Kontextmenü) und benenne sie vorerst "Bildname". Die gesperrte Hintergrundebene verbleibt lediglich als Sicherungskopie oder spätere Vorher-/Nachher-Vergleiche.

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b) Im Menü oder Kontextmenü In Smart-Objekt konvertieren. Dies ist eine Voraussetzung, um das Original zu erhalten, da alle Änderungen nicht im Bild geschehen, sondern (wie bei RAW-Bildern) nur auf das Original zurückgreifen. Soll an Bildern etwas geschnitten werden, was an Smart-Objekts nicht direkt geht, so geschieht dies übers Maskieren. Wer viel “schneidet“, könnte an dieser Stelle auch gleich eine Maske anlegen (spart einen Klick).

c) und d) Über Filter>Scharfzeichnungsfilter z. B. Unscharf maskieren und Selektiver Scharfzeichner mit Standardvorgaben alle Filter, die häufig genutzt werden, anlegen.

 
3. und 4. Korrekturen:
Ebene "Bildname" aktivieren und über die Korrekturenpalette eine Gradationskurve anlegen.

Folgendes nur am Rande bemerkt – während der Aufnahme natürlich noch nichts einstellen!: Die Gradationskurve schafft übrigens alles, was die Tonwertkorrektur und die Helligkeit/Kontrast-Palette zu leisten vermag (und vieles mehr). Kontraste werden durch horizontales Verschieben der beiden Endanfasser der Kurve (oder der unteren Pfeile) in horizontaler Richtung erhöht. Die schwarze/weiße Pipette legt die Endwerte der Tiefen/Lichter (dunkelster/hellster Ton) durch Aufnahme der Werte aus dem Bild fest.

Durch vertikales Verschieben der Endpunkte lässt sich der Kontrast vermindern.

Die Helligkeit lässt sich durch paralleles Verschieben der “Kurve“ mittels der Endpunkte einstellen. Der Gammawert wird durch Verschieben in der Mitte der “Kurve“ geregelt. Sollen z. B. nur die Lichter (die hellen Bereiche) verändern werden, klicke vorher zwei Anfasser (Tiefen u. Mitten) in die Kurve, um diese Bereiche zu schützen.

Die mittlere Pipette legt die Farbneutralität des Bildes fest, indem ein möglichst neutrales Grau im Bild aufgenommen wird. (Hoffe, ich habe die Profis jetzt nicht gelangweilt). Weiter geht’s: Lege noch alle häufig genutzten Korrekturen an (ohne etwas einzustellen). Zu viele anzulegen, bringt nichts, da dies nur eines Klicks bedarf.

Bilder



5. Die Neutralgrauebene:
Erzeuge eine neue Ebene und fülle sie mit einem 50-%-Grau (#808080). Stelle die Füllmethode auf Weiches Licht. Durch das neutrale Grau ändert sich nichts am Bild. Jetzt während der Aufnahme Folgendes nicht ausprobieren!

Durch direktes “Malen“ mit Weiß/Schwarz auf der aktiven Ebene wird, wie im Bild dargestellt, die Belichtung verändert.

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Der Vorteil dieser Ebene liegt an der Wiederherstellbarkeit und der Feinjustage. Das Beste dabei - durch einen Pinsel mit Neutralgrau (#808080) lassen sich alle Änderungen jederzeit verwerfen (Radieren). Auch Verläufe von Grauwerten können dienlich sein. Die Korrekturen lassen sich zudem noch über die Deckkraft feinjustieren. Wem die begrenzte Einflussname unter Weiches Licht nicht ausreicht (siehe c und d), stellt einfach auf Ineinanderkopieren um.

Die Änderungen wirken sich natürlich auf alle darunterliegenden Ebenen aus, ohne diese direkt zu ändern. Wer hat noch nie auf der falschen Ebene abgewedelt? Und wer schon einmal erfahren hat, was passiert, wenn der Abwedler versucht, eine übertriebene Nachbelichtung zu korrigieren, wird mit dieser reversiblen Ebene viel Freude haben.

 
6. Wer mit der Version CS5 arbeitet, kann diesen Schritt wahrscheinlich überspringen!

Speichere dir erst mal folgendes Bild ab:

Bilder


Wichtig: Nicht durch Doppelklick öffnen! Das Bild von Ps aus öffnen. Mehr während der Aufnahme mit dem Bild nicht machen!

Falls häufig ein “Wasserzeichen“ Verwendung finden soll, auch diese Datei einfach nur von Ps aus öffnen.

Nun die Aufnahme beenden, ohne eine Datei geschlossen zu haben!

Im Aktionenfenster den Aktionenordner “Startprozeduren“ markieren und die gesamte Aktion speichern über Aktionen speichern... z. B. in “C:\Programme\Adobe\Adobe Photoshop CS4\Presets\Actions“ namens "Startprozeduren".

 
Die Datei StartProzedur.atn lässt sich nun auch vom Aktionenfenster aus über das dortige Menü>Aktionen laden, in anderen Ps-Anwendungen laden oder, nach versehentlichem Löschen der Aktion, wiederherstellen.

Nun aber weiter: Schließe erst einmal alle Dateien und öffne dann zum Testen ein neues, unbearbeitetes Bild. Starte die Aktion “Startprozeduren“. Nun wurden gleich ein/zwei weitere Dateien geöffnet, um deren Ebenen gleich zu übertragen.

6. Die Datei "farbwahl.jpg" dient einfach nur zur schnellen Farbaufnahme mit der Pipette, falls die Farbfelder zu wenig hergeben oder der Farbverlauf in Farbe zu popelig ist. Falls unnötig, schließen. Ansonsten einfach per Drag&Drop auf die Reiterkarte des neuen Bildes ziehen oder wie im Bild über Ebene duplizieren>Ziel auswählen übertragen. ...

Bilder



 
So sollte am Ende das Ebenenfenster aussehen. Ein absolut reversibler Aufbau, bei dem sich alle Änderungen neu einstellen und über die Deckkraft feinjustieren lassen.

Bilder



Da dies mein erstes Tutorial ist, bin ich jeglicher Kritik gegenüber aufgeschlossen.

Am Ende noch etwas sehr Nützliches, das im Forum etwas untergegangen ist:

Vorschaubilderanzeige (.psd u.v.m.) in Windows mit Raw Shell Extender 4.0.

 


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Kommentare
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Portrait von planetone
  • 19.05.2012 - 13:39

Sehr gutes Tutorial, danke.

Portrait von lisapopisa
  • 18.09.2011 - 17:29

Mal anschauen. Vielleicht nach eigener Vorstellung abändern.

Portrait von macianer
  • 02.09.2011 - 09:32

vorab Aktionen über eine Vorlage laufen zu lassen (ob sie nun gebraucht werden oder nicht) halte ich für vermessen.
Da jedes Bild unterschiedliche Voraussetzungen mit sich bringt, entscheide ich auf Grund dessen über meine Korrekturmöglichkeiten.
Zudem halte ich den sel. Scharfzeichner und unscharf maskieren nicht immer für die beste Wahl um diese in eine Aktion einzubauen.
Die Aktion hat somit wenig überzeugendes für mich.

Aber, dass sollte jeder für sich selbst entscheiden.

Trotzdem ein Lob für Deine Mühen.

Portrait von bluemchen10
  • 29.08.2011 - 11:48

Ich hab die cs3 extended version von ps....allerdings find ich keine korrekturen-palette? Oo

Portrait von dschingeskahn
  • 27.07.2011 - 22:24

Du nimmst Dir mit solchen Aktionen die Freiheit jedes Bild individuell zu behandeln und neue bessere Wege zu finden.

Portrait von uevilpuevil
  • 22.07.2011 - 14:09

Das sollte jeder zu Beginn lesen!

Portrait von FFQuy
  • 15.07.2011 - 17:48

danke für den tutorial :)

Portrait von FFQuy
  • 15.07.2011 - 17:48

danke für den tutorial :)

Portrait von Spearboy
  • 10.07.2011 - 09:33

Vielen Dank für dieses Tutorial, hat mir sehr gefallen.

Portrait von micsi
  • 06.07.2011 - 21:47

Danke für die Mühe. Aber das Ergebnis überzeugt mich leider nicht. Soll ich wirklich alle häufig benötigten Filter vorsichtshalber mal laufen lassen? Da vergeht mir zu viel Zeit. "Matter Machen" oder "Hochpassfilter" dauern mir zu lange, um sie auf gut Glück einzusetzen und die ganzen überzähligen Ebenen verbrauchen mir zu viel Speicherplatz.
Da bleibe ich lieber weiter bei meinen Aktionen, die sich mit klar eingegrenzten Aufgaben beschäftigen, da setze ich lieber zwei, drei davon gezielt ein als alles auf Vorrat.

Aber jeder wie's mag, gell?

Portrait von puppe1963
  • 05.07.2011 - 09:03

danke für die mühe...werde dieses tut sicher auch ausprobieren...

Portrait von cocobild
  • 03.07.2011 - 11:23

ja, das war ein gutes Turorial, jetzt muß ich sehen, das ich es ausprobiere. ich hoffe ich kriege das hin.

Portrait von Digicam
  • 03.07.2011 - 01:17

Danke auch. Insbesondere die Neutralgrauebene hat es mir angetan.
Da macht und tut man und dabei ist es so einfach. :-)

Portrait von rxi

rxi

  • 02.07.2011 - 12:52

Das schaue ich mir doch gerne einmal an und probiere es aus.
Die Idee an sich gefällt mir gut.
Danke für die Mühe.

Portrait von chyla
  • 02.07.2011 - 12:11

danke hört sich gut an, werd es gleich einmal ausprobieren.

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