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Kommentare

  • Portrait von Anfleck

    Anfleck

    09.02.2015 - 07:48

    Vielen Dank - gut erklärt und einfach zu verstehen

  • Portrait von maralisa

    maralisa

    19.01.2015 - 10:35

    Das Tutorial ist sehr verständlich erklärt und gut nachvollziehbar. Habe alles an eigenen Fotos ausprobiert und kann es nur jedem empfehlen, es auszuprobieren! Vielen Dank !
    LG
    maralisa

  • Portrait von kharu

    kharu

    05.09.2014 - 12:16

    Vielen Dank dafür - durchweg interessant und gut beschrieben!

  • Portrait von Maik 1976

    Maik-1976

    18.04.2014 - 14:36

    Besten Dank. interessantes Tutorial

  • Portrait von novofoto

    novofoto

    20.01.2014 - 12:50

    Besten Dank für dieses Tutorial

  • Portrait von mondohda

    mondohda

    04.01.2014 - 20:51

    Besten Dank, sehr gute Anleitung.

  • Portrait von SandraKo

    SandraKo

    29.12.2013 - 15:45

    Klasse Tutorial! Vielen lieben Dank!

  • Portrait von Hellframe

    Hellframe

    18.11.2013 - 11:19

    Sehr gut zu wissen, Danke für das Tutorial!!

  • Portrait von Letis

    Letis

    12.10.2013 - 08:01

    eifach Klasse. Vielen Dank für das ausführliche Tutorial

  • Portrait von igor_bucklig

    igor_bucklig

    09.09.2013 - 08:45

    Danke für das Tutorial.

  • Portrait von schub

    schub

    08.09.2013 - 19:08

    Vielen Dank für das Tutorial!

  • Portrait von wysiwyget

    wysiwyget

    08.09.2013 - 18:07

    Danke gut gemachte Serie

  • Portrait von HeikoS

    HeikoS

    08.09.2013 - 14:03

    Tolle Erklärung, werd ich schnellstmöglich ausprobieren. Danke

  • Portrait von trolli4

    trolli4

    08.09.2013 - 13:57

    Toll, genau das habe ich gesucht.
    Recht herzlichen Dank!

  • Portrait von Syt

    Syt

    08.09.2013 - 13:33

    vielen dank für das tutorial in schriftform, ich werds gleich mal ausprobieren
    ich mag die schriftform, da man immer schnell zurückscrollen kann um nochmals nachzulesen

  • Portrait von BOPsWelt

    BOPsWelt

    08.09.2013 - 13:30

    Klasse! Vielen Dank für das ausführliche Tutorial. :-)

  • Portrait von Ken_Barrow

    Ken_Barrow

    08.09.2013 - 13:30

    Vielen Dank für das Tutorial.

  • Portrait von acrollam

    acrollam

    08.09.2013 - 13:24

    Ein sehr umfangreiches und spannendes Tut - ich bin noch nicht ganz durch - arbeite mich Stück um Stück vor - Grüße

  • Portrait von vampir2

    vampir2

    08.09.2013 - 13:23

    besten dank sehr interessant

  • Portrait von Kilkee

    Kilkee

    08.09.2013 - 13:09

    Damit lässt sich auch als Benutzer von PS Oldtimern was anfangen.
    Danke!

Weitere Kommentare
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In diesem ersten Kapitel möchte ich euch zeigen, was man alles mit der Farbbalance in Photoshop anfangen kann.


1. Farbbalance

1.1 So bitte nicht!

Die Farbbalance findet ihr unter Bild>Korrekturen>Farbbalance. Wenn ihr sie von dort aus verwendet, dann könnt ihr zwar damit arbeiten, aber das bedeutet, dass die Farbbalance direkt auf die Pixel zugreift und nicht besonders schonend mit ihnen umgeht.

Deshalb: Macht das auf gar keinen Fall! So hat man früher gearbeitet. Man hat diesen Befehl drin gelassen für diejenigen, die das noch von früher gewohnt sind.

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1.2 Korrekturenpalette

Wir haben inzwischen bessere Methoden: Wir können das über die sogenannte Korrekturenpalette machen. In den Korrekturen (1) finden wir die gesamten Einstellungsebenen (2) und diese greifen direkt auf die darunter liegende Pixelebene zu.

Wir suchen die Farbbalance unter den Symbolen und finden sie bei der Waage (3). Sobald wir mit der Maus über ein Symbol fahren, erscheint oben dessen Bezeichnung. Sobald ihr also auf das Symbol Farbbalance klickt, bekommt ihr dieselbe Anzeige im Eigenschaftenbedienfeld angezeigt, die wir zu Beginn über das Menü geholt haben. Mit dem großen Unterschied, dass ihr hier eine Einstellungsebene habt, die nicht direkt auf die Pixel zugreift.

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1.3 Voreinstellung

Die Farbbalance ist eine der Sachen, die man – ohne es zu merken – oft verkehrt macht, weil Photoshop in der Voreinstellung erst einmal die Mitteltöne anbietet. Daneben gibt es aber auch noch die Tiefen und die Lichter.

Häufig tut man sich sehr viel leichter, wenn man sich erst einmal überlegt, welche Tonwerte man eigentlich verändern will. Und erst, wenn man sich das überlegt hat, greift man auf die Farbe zu.

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1.4 Tiefen

In meinem ersten Beispiel möchte ich über das gesamte Bild, sprich: über die gesamten Pixel, eine warme Bildstimmung legen. Das wird recht schwierig, wenn ich dafür nur die Mitteltöne allein verwende. Die Mitteltöne werden wir zwar sicherlich brauchen, aber für die vielen dunklen Tonwerte ist es sinnvoll, mit den Tiefen zu beginnen.

Wenn man die Tiefen anklickt, werden die Schieberegler sofort schwarz und wir sehen auf einen Blick: Wir haben schwarze Regler – hier sind wir richtig.

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1.5 Tipp

Und wenn das Bild einen warmen Ton bekommen soll, dann mache ich erst einmal Folgendes: Ich schiebe warme Farben ins Bild hinein.

TIPP: Für diese drei Regler könnt ihr euch merken, dass ihr davon immer nur zwei braucht. Ihr werdet nie alle drei brauchen. Natürlich könnt ihr alle drei verschieben, aber seht euch an, was passiert: Wenn ich volles Cyan reingebe und volles Magenta und volles Gelb, dann bin ich wieder da, wo ich vorher war. Das gilt natürlich auch für jeden Zwischenschritt. Immer, wenn ich den dritten Regler benutze, dann schwäche ich die anderen beiden!

Also arbeitet möglichst nur mit einem oder auch mal mit zwei Reglern. Meistens braucht man auch wirklich zwei, aber hütet euch davor, alle drei zu verwenden. Das braucht ihr in den seltensten Fällen.

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1.6 Beispiel

Zurück zu unserem Beispiel: Erst einmal gebe ich ordentlich Rot rein, also ca. +15. Ihr seht, es wird schon schön warm, aber eigentlich auch ganz schön rot. Also regle ich mit Gelb dagegen und schiebe den Regler auf ca. -13. Das ergibt für mich vor allem bei dieser dunklen Eisenkonstruktion eine warme Farbstimmung. Damit sie aber nicht zu rostig aussieht, nehme ich wieder etwas Intensität heraus und regle Rot auf +11 und Gelb auf -11. (1)

Das passiert relativ häufig: Wenn ich einen Regler benutze, sieht es gut aus, nehme ich den zweiten dazu, wird die Farbe schnell zu viel. Deshalb nehme ich die Farben wieder ein wenig zurück.

Warum ist das so? Dieses Werkzeug verschiebt die Farbe nicht einfach nur, sondern bringt tatsächlich Farbe in das Bild hinein und hebt auch die Farbsättigung etwas an. Deshalb ist es oft so, dass nach Verwendung des zweiten Reglers der erste wieder etwas zurückgenommen werden sollte.

TIPP: Ganz häufig ist es so, dass ihr bei einer Farbkorrektur durch die drei Regler eine Gerade (2) legen könnt. Es passiert ganz selten, dass es keine Gerade ergibt. Dann hättet ihr ja auch wieder alle drei Regler bedient (siehe oben). Es passiert auch eher selten, dass man eine Farbe sehr stark korrigiert und die andere nur sehr wenig.

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1.7 Mitteltöne

Die Tiefen meines Beispielbildes habe ich nun in einen warmen Farbton getaucht. Das Gleiche mache ich nun mit den Mitteltönen. Auch die sollen farblich etwas abgesetzt werden, damit auch die Bahnsteige wärmer aussehen. Ansonsten sieht es ja so aus, als hätten wir unten ordentliche und frisch asphaltierte Bahnsteige und oben so eine Rostkonstruktion. Und weil wir das auf gar keinen Fall wollen, verwenden wir die Mitteltöne.

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1.8 Lichter

Für die Lichter habe ich etwas anderes vor: Die Lichter sind das, was wir hier im Beispielbild als weißen Himmel erkennen. Das liegt daran, dass der Kontrast zwischen Bahnhof und Himmel sehr hoch war. Verhältnismäßig dunkler Bahnhof und helles Licht draußen – das sorgt für einen hohen Kontrast und lässt es draußen sehr weiß werden. Das möchten wir aber nicht. Wir möchten schon den Anschein erwecken, dass draußen schönes Wetter ist, dass wir draußen Licht haben.

Zoomen wir also den Himmel etwas dichter heran und gehen direkt von den Mitteltönen zu den Lichtern. In den Lichtern gebe ich mit -20 deutlich Cyan rein und mit +10 etwas Blau. Und wie ihr seht, kann man auch hier beinahe eine Gerade über die drei Regler legen. Damit habe ich das Licht draußen etwas freundlicher gestaltet und etwas blauer gemacht.

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1.9 Vorher - Nachher

Schauen wir uns das Bild vor und nach der Korrektur an: Vor der Korrektur war es ein wenig nichtssagend, eher „graumausig“. Nach der Korrektur wirkt es aussagekräftiger. Allerdings finde ich, dass die Farbintensität ein bisschen zu kräftig geworden ist.

Und das ist ein weiterer Vorteil der Einstellungsebene: Ich kann einfach die Deckkraft ein wenig nach unten korrigieren - hier etwas über 80% - und jetzt finde ich das Bild relativ gelungen.

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2. Farbsättigung verändern

2.1 Pro und Contra

Kommen wir zu einem weiteren Beispiel, bei dem man die Farbbalance gut einsetzen kann. Man könnte sagen, das Bild könnte insgesamt etwas farbiger, also farbgesättigter sein. Aber dagegen sprechen zwei Dinge:

• Der Himmel ist meiner Meinung nach farbgesättigt genug. Wenn man hier noch mehr Farbintensität, mehr Farbsättigung reinbringt, dann wirkt es irgendwann kitschig.
• Dieser rote Anorak ist jetzt schon so farbgesättigt, dass ich um die Zeichnung fürchten müsste, würde ich noch mehr Rot reinbringen.

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2.2 Farbbalance - Mitteltöne

Was machen wir also? Ich möchte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen:

Erstens möchte ich verhindern, dass der Himmel zu kitschig und der Anorak zu rot wird und zweitens möchte ich die Wiese, die vom Winter noch ein bisschen ausgeblichen wirkt, insgesamt etwas grüner gestalten. Und dazu brauchen wir wieder eine Farbbalance. Ich öffne mein Einstellungsebenen-Bedienfeld über Korrekturen>Farbbalance.

Schauen wir uns zunächst die Wiese genauer an: Tatsächlich sind es fast nur Mitteltöne. Es gibt nur wenige dunkle Töne und die sind schon so dunkel, dass wir sie nicht mehr färben müssen. Man würde es kaum sehen. Also geht es hier tatsächlich nur um die Mitteltöne. Ich brauche weder Lichter noch Tiefen.

Ich nehme also die Mitteltöne und gebe ordentlich Grün dazu. Wir schieben den Regler Mitteltöne>Grün etwa auf +30. Damit erscheint mir die Wiese bereits gesättigt genug, jedenfalls auf den ersten Blick.

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TIPP: Man braucht relativ selten wirklich hohe Sättigungswerte. Es reicht in den allermeisten Fällen, die Regler wirklich gemäßigt zu verschieben.


 

2.3 Mitteltöne und Lichter

Um die ausgebleichten Stängel auch noch zu verbessern, nehmen wir nun doch testweise auch die Lichter dazu. Ich schiebe den Regler für Grün auf +13 und dann hat das Ganze doch schon gewonnen.

Zurück zu unseren Mitteltönen. Das Grün allein braucht man verhältnismäßig selten, meistens nimmt man noch etwas Gelb dazu – in unserem Beispiel stellen wir den Wert auf -17. Jetzt sieht man, wie sofort die Intensität wieder steigt, und zwar so stark, dass ich sofort wieder etwas Grün in den Mitteltönen herausnehmen kann (+25).

In den Lichtern mache ich dasselbe: Etwas Gelb dazu auf -8 und etwas Grün wieder raus auf +11. Damit wird die Wiese deutlich grüner und sie sieht gesünder aus.

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Leider sieht der Himmel aber nun ungesünder aus, denn der hat das Ganze natürlich auch mitbekommen.


 

2.4 Ebenenmaske und Pinsel

Und deshalb sind bei sämtlichen Einstellungsebenen die Ebenenmasken gleich mit dabei. Die brauche ich jetzt. Denn ich kann mir einen sehr weichen Pinsel mit einer Kantenschärfe von 0%, schwarzer Farbe und einer Deckkraft von 100% nehmen und in der Maske die Wirkung der Einstellungsebene wieder wegmalen.

Und wenn der Pinsel wirklich weich genug ist, dann müssen wir auch keine scharfen Kanten an der Horizontlinie ziehen, sondern gehen nur leicht damit über den Himmel. Dann ist nur noch ein kleiner Rest unserer Farbsättigung im Himmel. Das stört auch nicht weiter, am Horizont wird sie schon wieder ein wenig aufgehoben.

Und wenn ihr euch das Bild nun anschaut, dann sieht die Wiese plötzlich gesund aus gegenüber dem, was wir am Anfang hatten.

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2.5 Luminanz erhalten

Egal, ob ich also die gesamte Stimmung eines Bildes verändern will, es wärmer oder eben auch kälter darstellen will oder ob es partielle Dinge sind wie das Nachgrünen einer Wiese – für all diese Aufgaben ist die Farbbalance bestens geeignet.

TIPP 1: Setzt einen Haken bei Luminanz erhalten. Oft ist es so, dass das Ganze ein bisschen blass wird, wenn man die Luminanz nicht erhält, aber die Luminanz – also die Helligkeitswerte – sollte trotz veränderter Farbbalance ungefähr gleich bleiben.

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2.6 Ebenen und Pixel

TIPP 2: Gehen wir einmal davon aus, dass dieses Bild aus ganz vielen Ebenen besteht und jede Ebene ihre eigene Farbbalance hat. Wenn ich nun eine neue, für alle Ebenen gültige Farbbalance darüberlege, dann tun sich die Farbbalancen nicht gegenseitig weh, sondern sie ergänzen sich: Würde ich also beispielsweise genau das Gegenteil darüber legen, müsste ich wieder bei neutral landen. Würden sich die Pixel nicht gegenseitig ergänzen, sondern behindern, würden wir hier ausgefressene Stellen und zugelaufene Schatten bekommen. Das ist aber nicht der Fall.

Um das besser beweisen zu können, stelle ich die Lichter wieder auf null. Die Mitteltöne haben nun jeweils einen Wert von +25 und -17. Wenn ich nun eine Farbbalance mit den umgekehrten Werten – also -25 und +17 im Grün- und im Blau-Gelb-Ton – darüberlege, dann sieht unser Bild wieder aus wie am Anfang.

Das zeigt euch, dass sich die Farbbalancen gegenseitig nicht weh tun und sich die Pixel nicht gegenseitig auslöschen, sondern dass man durchaus mehrere Farbbalance-Einstellungen übereinanderstapeln kann.

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3. Look erstellen über Farbton/Sättigung

3.1 Einstellungsebene wählen

Mit der Einstellungsebene Farbton/Sättigung könnt ihr noch wesentlich mehr anfangen als „nur“ Bildteile oder bestimmte Farben umzufärben. Ihr könnt einem Bild einen regelrechten Look dadurch verpassen, indem ihr diese Einstellungsebene verwendet. Dazu gibt es noch einen kleinen Kniff, den ich euch jetzt zeige.

Wir gehen auf den Reiter Korrekturen (1) und wählen die Einstellungsebene Farbton/Sättigung (2).

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3.2 Färben

Ihr habt sicherlich bemerkt, dass es hier eine Checkbox Färben gibt. Ursprünglich war sie dazu gedacht, dass man einem Schwarz-Weiß-Bild, also einem Bild, das nur aus Graustufen besteht, über Färben einen leichten Sepiaton geben kann. Das zeige ich euch kurz:

Ich aktiviere die Hintergrund-Ebene und gehe dann in der Menüleiste oben auf Bild>Korrekturen>Sättigung verringern. Wenn ich nun dieses Schwarz-Weiß-Bild nehme, auf Farbton/Sättigung klicke und auf Färben, dann bekomme ich diesen Sepiaton, wenn ich das Gelb auf ungefähr 57 schraube und die Sättigung ganz weit nach unten, etwa auf 8. Jetzt ist es nicht mehr nur ein normales Schwarz-Weiß-Bild, sondern ein leicht eingefärbtes Schwarz-Weiß-Bild.

So kann man diese Schwefeltonung, die man früher auf Schwarz-Weiß-Papier durchgeführt hat – und vielleicht sogar heute noch durchführen kann –, einfach nachahmen.

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Trotzdem: Was bleibt, ist die Tatsache, dass wir hier ein etwas flaues Bild haben. Also mache ich alles wieder rückgängig, denn ich wollte euch ja nur das Prinzip vorführen.


 

3.3 Färben - Farbton - Füllmethode

Jetzt zeige ich euch, dass man mit Färben noch eine ganze Menge mehr anfangen kann.

Klicken wir also auf Färben und jetzt sieht man über den Regler Farbton auch gleich die Farbigkeit (1), die unser Bild bekommen hat. Das Bild sieht auch schon wieder ein bisschen nach Schwarz-Weiß aus, nur eben nach blaugefärbtem Schwarz-Weiß.

Jetzt kommt das, was den großen Unterschied macht: Wenn ihr Färben angeklickt habt, dann müsst ihr die Verrechnungsmethode, also die Füllmethode von Farbton/Sättigung verändern. Von Normal auf eine derjenigen Einstellungen, die kein Grau erkennt, beispielsweise Ineinanderkopieren oder Weiches Licht (2). Und jetzt ist die Farbe wieder da. Vor allem aber hat dieses Bild mächtig an Kontrast gewonnen.

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3.4 Farbton und Kontrast

Daran erkennt ihr, dass das Werkzeug Farbton/Sättigung besonders gut ist, wenn ihr sehr kontrastreiche Bilder wollt oder wenn die Bilder vorher einen normalen Kontrast hatten und hinterher besonders kontrastreich aussehen sollen. In unserem Beispiel war das Bild nicht wirklich kontrastreich und mit diesem Werkzeug kann man es ganz einfach retten.

Das Tolle daran ist aber nicht nur, dass ihr damit den Kontrast erhöhen könnt – das könnt ihr auch mit einer anderen Einstellungsebene – sondern, dass ihr dem Bild auch eine andere Farbstimmung verpassen könnt, indem ihr noch am Regler Farbton dreht (hier z. B. runter auf 43).

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3.5 Sättigung

So viel zum Farbton-Regler. Ihr seht, dass sich die Farbe nicht komplett ändert, es bleibt in der oberen Bildhälfte relativ kühl.

Trotzdem ändert sie sich ein bisschen, und wie viel sie sich ändert, das wiederum regelt ihr mit dem Schieberegler Sättigung. Wenn ihr den auf null setzt, dann könnt ihr bei den Farben machen, was ihr wollt – es ändert sich gar nichts. Und umgekehrt, wenn ihr den Schieberegler Sättigung weit nach oben dreht, dann wirkt sich eine Farbton-Änderung oben relativ massiv aus.

Ihr könnt also mit dem Regler Sättigung nicht mehr wie früher bestimmen, ob ein Bild farbig oder schwarz-weiß ist, sondern ihr regelt die Sättigung dieser oben eingestellten Farbton-Korrektur. Sättigung auf null zeigt den ursprünglichen Farbton und dieser Regler Sättigung ist nur noch dafür da, sozusagen prozentual zu regeln, wie viel von der Farbton-Änderung im Bild ankommen soll.

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Probiert es aus: Sucht euch einen Farbton, den ihr haben wollt, und regelt dann mit dem Regler Sättigung, wie intensiv der Farbton werden soll.


 

3.6 Farbton/Sättigung – Modus Normal

Zurück zu unserem Bild: Wir bekommen nun also die Farbe so hin, wie wir sie haben wollen, und das Bild ist auch deutlich kontrastreicher geworden, aber insgesamt ist es noch zu hell. Wenn ihr Farbton/Sättigung im Modus Normal verwendet, könnt ihr mit dem Schieberegler für Helligkeit nicht wirklich viel anfangen. Wenn man ihn zu weit nach dunkel dreht, dann wird das Bild dunkelgrau und wenn man ihn zu weit nach hell dreht, dann wird es milchig-weiß. Man verändert dabei auch den Kontrast und dieser verändert sich sehr schnell, was nicht wirklich toll ist.

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3.7 Farbton/Sättigung - Modus Weiches Licht

Ich will das Bild tatsächlich dunkler machen und im Modus Weiches Licht geht das auch. Jetzt bekommt das Bild auch diese düstere Schwere, die ich ihm geben will. Oder ich will es heller haben, dann bekommt es Leichtigkeit. Ich kann den Regler nach oben drehen und dann wird es nicht mehr so milchig, sondern tatsächlich heller bzw. in diesem Fall wie gewünscht dunkler.

Wenn ich jetzt den Farbton auf 40 in die warmen Töne stelle und die Sättigung auf 46 nach oben schraube, bekommt das Bild so einen surrealen Touch, wie ich ihn haben will.

Nun vergleichen wir vorher und nachher und stellen fest, dass das Bild jetzt griffig ist, das Gebirge auf einmal haptisch aussieht, sodass man es fast anfassen und fühlen kann. Es ist nicht mehr nur blau, blass und weit weg.

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4. Farbton/Sättigung - weitere Einstellungen

4.1 Farbton

In diesem Kapitel geht es um das Thema Farbton/Sättigung. Also um Farbton und Sättigung. Warum beides? Weil sich beides auf derselben Korrekturebene befindet. Wenn ich auf das Symbol Farbton/Sättigung klicke, bekomme ich sofort eine neue Ebene Farbton/Sättigung1 und Photoshop switcht direkt in das Eigenschaften-Bedienfeld. Und dort kann ich die Korrektur, die ich gerade angewählt habe, ausführen.

Was macht man? Das ist ganz einfach: Ich fange mit dem Farbton an. Den kann ich ganz einfach verschieben und wir sehen, dass sich das Ganze wie erwartet verändert: Alle Farbtöne ändern sich entsprechend der Bewegung, die ich am Regler ausführe. Das ist zwar ganz schön, aber meistens nicht das, was man möchte. Normalerweise geht es darum, sehr gezielt Farbtöne auszuwählen.

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4.2 Änderung eines bestimmten Farbtons

Es gibt zwei Möglichkeiten, dieses gezielte Auswählen tatsächlich zu bewerkstelligen. Die erste – und wahrscheinlich die, die am meisten zum Einsatz kommen wird – ist die, eine ganz bestimmte Farbe zu verändern. In unserem Beispielbild möchte ich mir diesen seltsamen Drink genauer ansehen, der nicht so ganz lecker aussieht. Ich möchte ihn so umfärben, dass er ein bisschen wie Aprikose aussieht. Dabei möchte ich nicht alle Töne umfärben, sondern nur bestimmte Grüntöne, denn es ist vollkommen klar, dass hier Grün drin ist. Wahrscheinlich ist auch noch ein bisschen Gelb drin, das werden wir gleich feststellen:

Wir ändern also die Einstellung von Standard auf Grüntöne. Nun seht ihr, dass sich in dieser unteren, doppelten Farbleiste, insgesamt vier Regler gebildet haben: Der kleine links, die beiden hellen Dreiecke in der Mitte und ein kleiner, mittelgrauer mit zwei Gradangaben. Diese Gradangaben sind für uns jetzt nicht so wichtig, aber wenn man die Farbleiste als Farbkreis betrachtet, dann sieht man in diesem Fall den Winkelausschnitt zwischen 135 und 165 Grad.

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4.3 Änderung des Farbbereichs

Wenn ich nun anfange zu färben, also den Farbton-Regler von Grün wegbewege, dann sieht man, dass leider herzlich wenig passiert. Das ist jedoch relativ normal. Schieben wir also den Farbton-Regler bis zum Anschlag nach links und ändern damit die Farbe um 180 Grad, machen also eine Komplementärfarbe daraus. Das wirkt nur noch nicht so richtig. Und wenn das nicht funktioniert, muss ich etwas anderes machen:

Ich muss meinen Farbbereich etwas verändern. Dazu fasse ich die hellgraue Mitte zwischen den beiden dreieckigen Reglern in der unteren Farbleiste an und schiebe sie hin und her. Und wie wir sehen, können wir das Bild jetzt ganz schön einfärben. Bewegen wir den Bereich jedoch zu weit, dann färben wir auch Töne, die wir gar nicht färben wollen, die Hauttöne zum Beispiel.

Damit das nicht passiert, schieben wir den Regler nur so weit, bis gerade eben der Drink verändert wurde. Die genaue Farbgebung des Drinks werden wir später über den Farbton regeln. Im Moment geht es tatsächlich nur darum, den Bereich genau einzugrenzen.

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Um möglichst sanfte Übergänge zu schaffen zwischen den Farben, die geändert werden, und denen, die nicht geändert werden – also der Farbe des Getränks und beispielsweise der Hand –, können wir die beiden äußeren Regler verschieben. Wenn ich dichter an den veränderten Bereich heranfahre, bekomme ich härtere Übergänge, die ich aber nicht möchte. Es soll ein sanfter Übergang werden. Ein Stück weit muss ich den Regler schon ziehen, aber nicht zu weit, sonst sind die Hauttöne wieder betroffen.


4.4 Farbtonregler und Sättigung

Auf der rechten Seite passiert natürlich das Gleiche. Wenn ich hier zu weit ziehe, passiert nicht viel, weil es dort gerade keine Töne gibt, die ich verändern kann. Deshalb kann ich hier durchaus ein Stück weiter nach außen fahren. Damit habe ich meine Einstellungen schon so gut wie beendet.

Allerdings sieht der Drink immer noch nicht richtig lecker aus, er hat noch nicht die Farbe, die ich mir wünsche. Ich stelle den Farbton-Regler ungefähr auf -104 und reduziere die Sättigung ein wenig (auf 20), dann sieht der Drink gut aus.

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4.5 Vorher - Nachher und Pinselkorrekturen

Schauen wir uns das Vorher–Nachher an: Der Drink sieht jetzt wunderbar aus und Hauttöne haben sich nicht mitverändert. Was sich aber ungewollt mitverändert hat, ist die Tasche auf dem Stuhl. Aber die können wir auf eine ganz einfache Art und Weise wieder zur Originalfarbe bringen, indem wir in die Ebenenmaske klicken. Nun nehmen wir einen Pinsel, schwarze Farbe, stellen die Deckkraft auf 100% und malen in der Ebenenmaske über die Tasche und über alles, was Reflex ist und diese Farbe haben könnte, zum Beispiel die Hose, die auch etwas abbekommen hat.

Schauen wir noch einmal auf das Vorher–Nachher, dann passt die Farbe 100%, wir haben nur den Drink umgefärbt und alles andere ist so geblieben, wie es war. Alles mit dieser einen Einstellungsebene Farbton/Sättigung.

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5. Fotofilter

5.1 Fotofilter allgemein

Eine Art der Farbkorrektur, die ihren Ursprung noch in der analogen Fotografie hat, sind die so genannten Fotofilter. Früher waren diese Filter aus Glas oder aus Gelatine. Glas war beliebter, aber Gelatine war billiger. Und solche Filter gab es auch aus dickem Kunststoff. Heute findet ihr solche Filter natürlich in den Korrekturen als Einstellungsebene und die heißt Fotofilter.

Wenn wir die Einstellungsebene Fotofilter anklicken, bekommen wir den Standardfilter Warmfilter 85, und wenn man dann in das Menü geht, sehen wir, dass es noch andere Warmfilter, aber auch Kaltfilter und andere gibt.

Woher kommen diese seltsamen Bezeichnungen? Soweit ich mich erinnere, waren das alles Kodakfilter und die Fa. Kodak hat die Bezeichnungen festgelegt. Es waren Filter, die man gebraucht hat, um beispielsweise einen Tageslichtfilm an Kunstlicht anzupassen oder umgekehrt. Es gab Filme, die waren kühl abgestimmt und man brauchte einen Warmfilter, wenn man draußen fotografiert hat. Umgekehrt gab es Kaltfilter, wenn man einen Tageslichtfilm hatte und drinnen bei warmem Kunstlicht fotografieren wollte. Das kurz zum Verständnis, warum diese Ebene "Fotofilter" heißt.

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5.2 Warmfilter

Heute kann man diese Filter wählen, wie man lustig ist. Also probieren wir verschiedene Warmfilter aus und sehen uns die Wirkung an. Letztlich passiert nichts anderes, als dass eine Füllebene über das Bild gelegt wird. Intern wird sie verwaltet wie eine Ebene in einem Modus, der Graustufen nicht sieht bzw. Farbe bevorzugt.

Wenn ihr einen solchen Filter verwendet wie z. B. den Warmfilter 85, wird das ganz normal verrechnet und ihr bekommt diese Filterwirkung auf das Bild zugeteilt.

Was könnt ihr daran ändern? Alles! Erstens könnt ihr die Dichte dieses Filters verändern von 0% – da hat er keine Wirkung – auf 100% – da hat er eine Wirkung wie hier auf dem unteren Bild. Das sieht manchmal schon toll aus, wenn man die Dichte ordentlich nach oben schraubt.

Ihr solltet euch überlegen, ob ihr die Luminanz erhalten wollt oder nicht. Wenn Photoshop euch die Möglichkeit bietet, das Häkchen zu setzen, dann solltet ihr es in 99% aller Fälle auch tun. Was passiert, wenn ihr es nicht tut? Dann wird die Farbe zwar dazu addiert, aber das geht zu Lasten der Lichter, da ist dann nicht mehr viel drin. Deshalb ist es eine gute Option, die Luminanz zu erhalten.

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5.3 Farbfilter

Eine andere Möglichkeit ist die, dass ihr von den voreingestellten Filtern weggeht und eure eigene Farbe wählt. Ihr klickt Farbe an und wählt euch eine aus. Wichtig ist dabei nur die Farbsättigung, die natürlich nachlässt, wenn ihr weiter unten in Richtung Schwarz (1) auswählt, aber natürlich auch in Richtung Weiß (2). Wenn ihr diesen Filter wählt, dann wählt am besten eine Farbe aus der oberen rechten Ecke (3).

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5.4 Dichte

Dann ist es auch genau die Farbe, und die Intensität regelt ihr nicht darüber, wo im Farbfeld ihr den Kreis setzt, sondern über die Dichte. Da könnt ihr von 0% auf 100% gehen. Doch Vorsicht mit 100%! Das geht ganz schnell zulasten der Lichter oder bei anderen Farben laufen die Schatten zu.

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5.5 Farbfilterpalette

Jetzt möchte ich noch einmal auf die Filter zurückkommen, denn es gibt ein paar vorgefertigte Filter, die man sich durchaus antun kann, z. B. den Orange-Filter oder den Dunkelrot-Filter.

All diese Filter haben nichts mehr damit zu tun, dass man früher in der Fotografie Farben korrigieren wollte, von Gelb bis Dunkelgelb oder der Unterwasserfilter, mit dem man einen Blaustich herausfischt. Diese Filter waren dazu da, die Kontrastverhältnisse bei Schwarz-Weiß-Filmen so zu bestimmen, wie man sie später haben wollte.

Für uns ist das nicht mehr so wichtig, weil wir diese Filter auf Farbbilder anwenden. Wir könnten sie auch auf Schwarz-Weiß-Bilder anwenden, aber sie haben nicht mehr den Effekt wie früher bei der analogen Fotografie.

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5.6 Fazit

Ihr verwendet diese Filter am besten kreativ, indem ihr euch z. B. einen Warmfilter auswählt, der eine bestimmte Dichte haben soll, hier jetzt 75%, und wenn der euch nicht gefällt, wählt ihr eine Farbe, ändert die Einstellungen vielleicht noch ein wenig im Sinne von etwas wärmer, und so könnt ihr absolut kreativ mit diesen Filtern, deren Farbe und Dichte umgehen.

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Viel Spaß beim Ausprobieren.

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