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Tutorialbeschreibung

Werkzeuge: Tonwertkorrektur und Histogramme

Werkzeuge: Tonwertkorrektur und Histogramme

Die Tonwertkorrektur hilft anhand des Histogramms die Belichtung und Kontraste eines Bildes zu korrigieren. Hier lernen wir kennen, was Histogramme sind, wie man sie bewertet und verwendet.


Histogramm – Was ist das?

Wenn man in Photoshop arbeitet, dann arbeitet man mit sogenannten Pixel. Die Pixel sind ein Raster von meist (aber nicht notwendigerweise) quadratischen Rechtecken. Die Maße eines Bildes werden in Pixel gemessen, die Auflösung in Pixel pro Längeneinheit, meist in Pixel per Zoll (INCH), das sind dann die ppi.
(Nicht zu verwechseln mit den bei der Druckausgabe gemessenen Druckpunkten, den Dots per Zoll, dpi.)

Bilder

Um deutlich zu werden, habe ich das Bild etwas gröber gerastert, die Quadrate sind sozusagen die Pixel (vergrößert). Dabei muss man wissen, dass innerhalb eines Pixels nur eine einzige Farbe vorkommen kann.

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Im nächsten Schritt habe ich alle Pixel zerlegt und nach ihrem Helligkeitswert sortiert und gestapelt. Man muss sich das so veorstellen, wie wenn jemand ein römisches Mosaik besucht, dieses zerlegt und dann die kleinen Steinchen nach ihrer Helligkeit sortiert stapelt.

Bilder


Bei dem oben gezeigten Histogramm sind die Pixel nach ihrem Helligkeitswert gestapelt. Hohe Säulen bedeuten, dass viele Pixel mit diesem Helligkeitswert vorhanden sind, wo keine oder niedrige Säulen sind, sind keine oder nur wenige Pixel mit diesem Helligkeitswert vorhanden.
Bei Photoshop sind links die dunklen Pixel, rechts die hellen Pixel. Statistisch gesehen sind bei einem normal belichteten Bild nach der Gauß'schen Normalverteilung verteilt.

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In Photoshop werden alle Pixelstapel durch schwarze Striche dargestellt. Bei größeren Bildern bildet die Summe dieser Striche eine geschlossene Fläche.

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In Photoshop wird das Histogramm unter Fenster: Histogramm aufgerufen. Neben dem Histogramm für die Helligkeitswerte, kann man sich das Histogramm für jeden Farbkanal anzeigen lassen.

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Wenn bei ein Bild flach ist, liegt das daran, dass nicht der gesamte Helligkeitsbereich ausgenutzt wird, es gibt keine richtig schwarzen und keine richtige weißen Pixel.

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Bei zu dunklen Bildern ist eine Häufung der Pixel im dunklen Bereich festzustellen.

Bilder


Genau umgekehrt ist es mit zu hellen Bildern, dort ist eine Häufung im hellen Bereich des Histogramms festzustellen.

Korrektur mittel Tonwertkorrektur (engl. Levels)

Um fehlbelichtete Bilder zu korrigieren, verwendet man den Befehl Tonwertkorrektur.
Bilder: Anpassen: Tonwertkorrektur...

  1. Der Hauptbestandteil der Dialogbox ist das Histogramm. Es stellt die aktuelle Helligkeitsverteilung vor der Korrektur dar.
  2. Rechts findet man die Pipetten. Mit diesen klickt man in das BIld, mit der dunklen Pipette auf den hellsten Bereich, der schwarz werden soll, mit der weißen auf den dunkelsten Bereich, der weiß werden soll, mit der mittleren Pipette auf einen Bereich, der neutrales Grau erhalten soll.
  3. Unter dem Histogramm finden wir drei Regler:
    • Wenn der linke, schwarze Regler nach Rechts geschoben wird, dann wird der Helligkeitsbereich abgeschnitten,  die Pixel erhalten  den dunkelsten möglichen Wert. (Normalerweise Schwarz)
    • Der rechte, weiße Regler kann nach links geschoben werden, dann wird der Helle Bereich abgeschnitten, alle Pixel, die betroffen sind, erhalten den hellsten Wert.
    • Der mittlere Regler bestimmt die Helligkeit des Bildes als ganzes, er verschiebt den Schwerpunkt der "Glocke". Vorhandene Helligkeitswerte werden entsprechend verschoben. Ein Verschieben nach links macht das Bild heller, nach rechts dunkler
  4. Der untere Regler mit den Eingabefeldern gibt den Tonwertumfang für das korrigierte Bild an. Für die normale Bildverarbeitung wird hier normalerweise nichts verändert. Allerdings für die Ausgabe an die Videobearbeitung muss der Umfang  reduziert werden, da Fernseher nicht ein volles Weip oder Schwarz darstellen können.
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Wenn die Tonwertkorrektur angewandt wird, kann man bei geöffneter Histogrammpalette zwei Histogramme übereinander gelegt betrachten, in Grau das ursprüngliche Histogramm, in Schwarz das Histogramm aufgrund der aktuellen Einstellungen.
Bilder


Das Histogramm kann auch für jeden Farbkanal getrennt und einzeln angewandt werden, in etwa um Farbstiche zu korrigieren.

Einstellungsebene
Statt den Befehl im Bildmenü zu verwenden, kann man auch eine gleichnamige Einstellungsebene verwenden. Der Vorteil liegt dabei darin, dass die Originaldaten nicht auf Dauer verändert werden und damit keine Originaldaten zerstört werden.

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Kommentare
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Portrait von ASTRODeluxe
  • 18.03.2015 - 01:08

Vielen Dank ! Super Anleitung! :-)

Portrait von lee_nelli
  • 19.11.2012 - 21:25

Leicht verständlich erklärt :) verstehe nur noch nicht so ganz wofür die Pipetten gut sind...

Portrait von mlmwinner
  • 10.11.2012 - 21:41

sehr gut, bin mal gespannt

Portrait von bonn_tabu
  • 30.05.2012 - 09:09

Hi,

habe mich auch anderweitig erkundigt. M.E. gibt es hier einen Fehler.
Zitat: (Unterhalb "Korrektur mittel Tonwertkorrektur"

Der Hauptbestandteil der Dialogbox ist das Histogramm. Es stellt die aktuelle Helligkeitsverteilung vor der Korrektur dar.
Rechts findet man die Pipetten. Mit diesen klickt man in das BIld, mit der dunklen Pipette auf den hellsten Bereich, der schwarz werden soll, mit der weißen auf den dunkelsten Bereich, der weiß werden soll, mit der mittleren Pipette auf einen Bereich, der neutrales Grau erhalten soll.

Hier ist der Fehler: Warum mit der dunklen Pipette auf die hellsten Stellen klicken. So werden doch die hellen Tonwerte ins dunkle verändert. Dies ist nicht zielführend. Genauso betrifft dies mit der weißen Pipette auf die dunklen Stellen. So kann eine Tonwertkorrektur nicht stattfinden. Die Tonwerte werden doch total in den verkehrten Wertebereich verschoben.
Sollte ich hier einen Gedankenfehler haben, so korrigiert mich bitte - aber überzeugend.
Die Anwendung - wie beschrieben - hat mich nicht überzeugt.

Portrait von bonn_tabu
  • 29.05.2012 - 10:23

Hi,

Danke für die verständlichen Erklärungen.

Portrait von steffi
  • 24.05.2012 - 21:03

Wirklich ein sehr gutes Tutorial, richtig gut erklärt.
Sehr zu empfehlen.

Besten Dank

Portrait von Talitha17
  • 09.01.2012 - 16:20

Bisher habe ich mit der Tonwertkorrektur noch nicht gearbeitet, aber jetzt werde ich es mal probieren. Gut erklärtes Tut, danke

Portrait von Talitha17
  • 09.01.2012 - 16:20

Bisher habe ich mit der Tonwertkorrektur noch nicht gearbeitet, aber jetzt werde ich es mal probieren. Gut erklärtes Tut, danke

Portrait von Minimal1972
  • 05.12.2011 - 06:10

THX, langsam kommen die Erinnerungen zurück...

Portrait von kegla
  • 05.07.2011 - 21:18

Mit solchen Tuts macht die Einarbeitung richtig viel Spaß

Portrait von uaniko
  • 29.06.2011 - 22:50

endlich krieg ich hell-dunkel in den Fotos in Griff!!

Portrait von Andreassupertramp
Portrait von loebi
  • 29.10.2010 - 16:48

sehr gut, bin mal gespannt

Portrait von Twoface22
  • 26.10.2010 - 10:14

Ideal für Anfänger! Vielen Dank.

Portrait von _starbuck
  • 22.10.2010 - 10:46

gut für absolute anfänger.
aber ich hätte mir gewünscht, dass auch für fortgeschrittene die pipette inklusive "absaufende" farbbereiche (schwarz/weiß) erklärt werden..

Portrait von 40ayak
  • 13.09.2010 - 17:13

danke für die ausfürliche erklärung

Portrait von mm88
  • 12.08.2010 - 13:29

Gut geschrieben, klar erklärt, Danke :-)

Portrait von mm88
  • 02.08.2010 - 18:07

Etwas zu knapp verfasst aber für Anfänger gut erklärt.
lg und danke

Alternative Portrait

-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)

  • 23.07.2010 - 15:32

Für Anfänger super erklärt, vielen Dank. PSD wird immer von Tut zu Tut besser verstanden von mir :-)

Portrait von MARIA52
  • 27.02.2010 - 16:23

Sehr gut erklärt (vor allem mit den Beispielbilder), danke.

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