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Tutorialbeschreibung

Ein Colorkey mit Paint Shop Pro

Ein Colorkey mit Paint Shop Pro

Wie erstelle ich ein Colorkey mit Paint Shop Pro? Auch wenn dieses Programm (inzwischen von Corel) etwas in die Jahre kommt, kann man immer noch eine ganze Menge damit erreichen. So lässt sich auch sehr leicht und schnell ein Colorkey erstellen.


Einleitung

Was ist ein Colorkey-Bild? Das ist nichts anderes, als dass in einem Schwarzweiß-Bild einzelne Bereiche farblich hervorgehoben werden. Dadurch kann man bestimmte Effekte erreichen. Es lassen sich Dinge hervorheben, im positiven wie im negativen Sinne.

Das Thema 'Colorkey' ist im Grunde gar nicht so kompliziert. Wenn man sich einmal Gedanken gemacht hat, wie man die Sache angeht und es einmal ausprobiert hat, sieht man, dass es ganz einfach ist. Es ist fast wichtiger, das richtige Bild auszuwählen, da nicht jedes Bild gleich gut geeignet ist. Der Effekt kann durch die falsche Bildwahl abgeschwächt werden und dann hat man die Arbeit umsonst gemacht.

Beispiel:

 

Bilder
Bilder


Die Eule kommt gut rüber, obwohl sie wesentlich einfacher herzustellen war als der Schmetterling. Die Eule ist als Ganzes scharf und nur ein Teil davon ist farbig. Im Schmetterlingbild ist nur der Schmetterling scharf und der Hintergrund verschwindet in totaler Unschärfe. Da jetzt nur der einzig scharfe Bereich zugleich der Farbfleck ist, ist der Effekt nicht so gut.


Tutorial


Schritt 1:
Als Ausgangsbild wählen wir ein beliebiges Foto. Ich verwende gleich die oben gezeigte Eule.

Ausgangsbild mit EuleBilder


Schritt2, Bild in Schwarz-Weiß-Bild umwandeln

Zum Umwandeln des Bildes in ein Schwarz-Weiß-Bild legt man einfach eine neue Anpassungsebene an. Dazu geht man im Menü auf 'Ebenen - Neue Anpassungsebene' und dann auf 'Kanäle mischen...'.

Alternativ kann man aber auch dieselbe Funktion direkt aus der Ebenenpalette heraus aufrufen. Dort gibt es links oben ein Icon mit einem kleinen schwarzen Dreieck. Wenn man darauf klickt, bekommt man dieselbe Ebenenauswahl wie über das Menü.

Neue EbeneBilder
Einstellungsebene: Kanäle mischenBilder



Es öffnet sich sofort eine Dialogbox, in der man die Einstellung für den Kanalmischer vornehmen kann.
Im oberen Teil der Dialogbox findet man, wie immer in Paint Shop Pro, die Vorschaufenster. Links wird der Zustand vorher und rechts der Zustand nachher angezeigt. Man kann die Dialogboxen mit einem Klick auf den Maximierungsbutton in der rechten oberen Ecke der Dialogbox bildschirmfüllend vergrößern. Dabei vergrößern sich automatisch die Vorschaufenster. Der Rest der Dialogbox behält seine Größe.

Vergleich Vorher - NacherBilder


Mit den Lupenicons kann man stärker in das Bild hinein- oder aus dem Bild herauszoomen. Mit dem Button mit den Pfeilen (in der Mitte zwischen den Fenstern) kann man den Ausschnitt verschieben. Dazu öffnet sich ein kleines Übersichtsfenster, in dem man den Rahmen für den Ausschnitt verschieben kann. Dies geht alternativ aber auch direkt, indem man mit der Maus in eines der Fenster klickt und die Maustaste gedrückt hält. Sie verwandelt sich dann in eine Hand und man kann den Ausschnitt ebenfalls verschieben.

Unter den Vorschaufenstern findet man die Einstellungsmöglichkeiten:
Für Schwarz-Weiß-Bilder wählt man unten die Checkbox 'Monochrom'. Der Output-Kanal stellt sich dann automatisch auf 'Grau' und die Schieber bekommen eine Standardeinstellung. Mit diesen Schiebern kann man das Schwarz-Weiß-Bild noch verändern. Hier ist Probieren angesagt, bis man das persönliche Ergebnis erreicht hat. Dann kann man die Dialogbox mit 'OK' verlassen.

Kanalmischer einstellenBilder



Das Ergebnis der ersten Funktion sollte dann in etwa so aussehen:

Das Bild nach dem KanalmischerBilder
Die neue Einstellungsebene im EbenenmenüBilder


In der Ebenenpalette findet man jetzt eine neue Ebene 'Kanäle mischen 1' (die Darstellung der Ebenenpalette kann je nach Einstellung variieren). Der entscheidende Punkt ist, dass wir nicht wirklich das Bild verändert haben. Dieses ist noch im Original auf der untersten Ebene vorhanden. Darüber liegt eine Ebene, die durch ihre Einstellungen das sichtbare Bild verändert. Sobald man diese Ebene ausschaltet (Auge vor dem Ebenennamen anklicken) oder löscht, sieht man wieder das ursprüngliche Farbbild.
Diese Eigenschaft können wir uns jetzt zunutze machen und ein Loch in diese Anpassungsebene "schneiden", um in diesem Bereich wieder das Originalbild zu sehen. Wer in PSP X die Ebenenvorschau eingeschaltet hat oder wer in den älteren Versionen mit der Maus auf den Ebenennamen fährt, bekommt ein Thumbnail der Ebene. Hier sieht man, dass die Anpassungsebene vollständig weiß ist. Daher können wir, wie bei einer Maske, mit schwarzer Farbe ein "Loch" in diese Ebene "schneiden", während wir es mit weißer Farbe wieder "zukitten" können.
In der Ebenenpalette markieren wir daher die neue Anpassungsebene!


Schritt 3, die Pinseleinstellungen

Zum Schneiden oder Zukitten der Löcher in die Ebene verwenden wir den normalen Pinsel und wählen daher das nebenstehende Icon aus der Werkzeugleiste.
Als Vordergrundfarbe stellen wir 'Schwarz' und als Hintergrundfarbe 'Weiß' ein. Die Materialpalette sollte dann wie im Bild links aussehen.
Die Einstellungen für den Pinsel selbst müssen individuell angepasst werden. Wenn man größere Flächen hat, kann man zuerst mit einer harten Einstellung (Härte= 100) und einem relativ großen Pinsel anfangen. Sobald man an den Rand kommt, verkleinert man den Pinsel und geht aber weiterhin mit Härte 100 relativ dicht bis an den Rand. Am Schluss ändert man die Härte (z.B. auf 50) und arbeitet dann den ganzen Rand nach. In jedem Fall muss man die Größe den Gegebenheiten im Bild anpassen.

Die PinseleinstellungenBilder



Schritt 4, Löcher schneiden und kitten

Mit dem Pinsel (linke Maustaste) löscht man jetzt Teile der Anpassungsebene. Sofort kommt das darunterliegende Bild zum Vorschein. Wenn man sich mal vertan hat, kann man jederzeit mit der rechten Maustaste das Loch wieder mit weißer Farbe schließen.

Das Auge wieder freipinselnBilder



Schritt 5, die Kontrolle

Bei dieser Arbeit kann es schnell vorkommen, dass man kleine Stellen beim Löschen in der Anpassungsebene übersieht. Dies lässt sich sehr leicht kontrollieren und korrigieren. Dazu legt man zwischen der Originalebene und der Anpassungsebene eine weitere Pixelebene an. Diese füllt man mit einer beliebigen kräftigen Farbe (z.B. Rot). Jetzt sieht man nicht mehr das Originalbild in Schwarz-Weiß, sondern den farbigen Hintergrund. Hier fallen sofort die Stellen auf, die man vergessen hat zu löschen. Wenn die Anpassungsebene in der Ebenenpalette markiert ist, kann man mit dem Pinsel gleich die Korrekturen vornehmen.
Sobald man die farbige Ebene ausschaltet oder löscht, sieht man wieder das Schwarz-Weiß-Bild.

Kontrolle mit roter FarbebeneBilder



Viel Spaß beim Nacharbeiten wünscht
Joachim


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Kommentare
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Portrait von Koenigsholz
  • 03.04.2015 - 11:57

Danke!! Das ist für einen Anfänger gut erklärt.

Portrait von Ceta_cea
  • 14.09.2013 - 00:11

Danke, sehr gut erklärt u. auch für nicht so erfahrene PSP User nachvollziehbar.

Portrait von Quincy
  • 12.11.2012 - 09:54

Super Tutorial. Echt simpel.

Portrait von Quincy
  • 12.11.2012 - 09:54

Super Tutorial. Echt simpel.

Portrait von WeZipp
  • 29.07.2012 - 13:33

Vielen Dank Joachim,
das war genau das, was ich gesucht habe.
Super beschrieben!

Portrait von Children
  • 25.07.2012 - 11:51

Hallo Nuramon,
Danke für die schnelle Antwort! Ich versuche es nochmal....irgendwo habe ich bestimmt etwas vergessen.
Sollte es nicht klappen, melde ich mich nochmal!
LG Bille

Portrait von Children
  • 25.07.2012 - 12:43

Juchu....es hat geklappt!!!! Habe genau Schritt für Schritt die Anleitung befolgt (habe ich gestern zwar auch so gemacht...keine Ahnung warum das nicht funktioniert hat...) und diesmal hat es geklappt!!! Vielen vielen Dank!!!
LG Bille

Portrait von Nuramon
  • 24.07.2012 - 19:51

Hallo Bille,
schau Dir mal die Printscreens an und befolge genau die Beschreibung. Die Anpassungsebene muss in der Ebenenpalette über der Hintergrundebene mit dem Farbbild liegen.
Die Kontrollebene ist eine einfache Pixelebene. Lege Dir einfach eine neue Ebene an und verschiebe sie hinterher notfalls mit der Maus an die richtige Stelle. Diese Ebene füllt man einfach mit dem Füllwerkzeug mit einer beliebigen Farbe.
Ich hoffe, dass dies weiterhilft, sonst benötige ich mal einen Printscreen von der Situation in PSP. Du kannst mir über das System hier ja auch eine email schicken.

Gruß, Nuramon

Portrait von Children
  • 24.07.2012 - 18:35

Hallo, ich bin totaler Anfänger und auf der Suche nach Tips und Anregungen wie ich mit Paint Shop Pro 8 Bilder bearbeiten kann.
Habe das hier mal, wie beschrieben ausprobiert. Irgendwie mach ich etwas falsch. Habe Schrit für Schritt (auch die Einstellungen) wie beschrieben befolgt. Wenn ich mit dem Pinsel über das Auge fahre kommt nicht die Farbe des ursprünglichen Bildes zum Vorschein sondern wird schwarz übermalt. Irgendwie mach ich da wohl etwas falsch?!
Dann habe ich noch eine Frage. Mit Ebenen arbeiten ist ja für mich totales Neuland.
Wie kann ich eine neue "Pixelebene" (zur Kontrolle) zwischen der Originalebene und der Anpassungsebene anlegen?
Welche genaue Art von Ebene muß ich dazu wählen?
Ich hoffe ich habe mich jetzt nicht allzu umständlich ausgedrückt...
LG Bille

Portrait von siaagi
  • 10.05.2012 - 12:29

klasse Sache...!!!

da müht man sich ab und macht mit farbigen Lagen und viel löschen.....
Tja.. und den ist es doch so einfach...
gewust wie... .-)


Portrait von Stefan
  • 29.02.2012 - 14:58

Sehr schönes Tutorial. Danke

Portrait von spinger
  • 06.01.2012 - 10:11

Super Anleitung - vor allem, weil die beschriebene Methode Korrekturen zuläßt. Genau das, was ich egsucht hatte und mir so nebenbei auch noch einmal die Ebenentechnik näher bringt. Dem Autor lieben Dank dafür!

Portrait von postfrix
  • 11.10.2011 - 21:39

Dankeschön. ist gut erklärt!

Alternative Portrait

-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)

  • 12.05.2011 - 23:01

anleitung is nice. kann man gut anwendn \m/

Portrait von kleene50
  • 02.04.2011 - 08:35

Hallo, tolles Tut und gut umsetzbar. gefällt mir.

Portrait von gisszmo
  • 16.03.2011 - 18:07

Das Tutorial ist gut und verständlich geschrieben.

Ich hätt nur noch ne Frage dazu und vielleicht existiert ja der User noch und kann die Frage beantworten bzw. weiß es jemand anders.

Ich hab meine Colour - Keys bislang immer so gemacht.

Bild - Ebene dupliziert - Effekte - Fotoeffekte - Schwarzweißfilm - und dann die Bereiche die farbig sein sollen wegradiert bzw. mit der Freihandauswahl ausgeschnitten.

Welche Vorteile hab ich bei der im Tutorial beschriebenen Vorgehensweise? Denn ich hab das jetzt mal probiert und kann außer dass es etwas umständlicher ist keine Unterschiede bei den Bildern feststellen.

Portrait von Nuramon
  • 16.03.2011 - 18:25

Hallo gisszmo,

der Autor existiert noch. :-)
Der Unterschied ist ganz einfach. Deine Methode ist invasiv und endgültig, während meine Methode nicht invasiv und korrigierbar ist.
Wenn Du ein Loch in die Schwarz-Weiß-Ebene löschst indem Du mit dem Radierer ein Loch hineinschneidest, dann kann man das nicht rückgängig machen. Auch eine Korrektur, wenn man zu viel gelöscht hat ist nicht mehr möglich. Man kann höchste direkt nach dem Radieren einen Schritt rückwärts gehen, aber später geht nichts mehr.
Bei meiner Methode wird nicht wirklich ein Loch in die Ebene radiert, sondern eine Maske erzeugt, die einen Teil der Schwarz-Weiß-Ebene abdeckt und darunter das Farbbild sichtbar macht. Wie oben beschrieben kann man mit schwarzer Farbe ein Loch in die Maske "radieren" und mit weißer Farbe wieder schließen, als ob nichts gewesen wäre.
Ich weiß auch nicht, wieso meine Methode umständlicher sein soll. Sofern man bei Deiner Methode sauber arbeitet, wird das Ergebnis allerdings identisch sein. Du kannst also auch bei Deiner Methode bleiben, wenn Dir das lieber ist.

Ergänzung: Du kannst auch Deine Art der Schwarz-Weiß-Umwandlung machen und dieser Schwarz-Weiß-Ebene eine Maske geben. In diese Maske kann man wieder, wie bei meiner oben beschriebenen Methode, mit schwarzer Farbe ein Loch "schneiden" und mit Weißer Farbe wieder schließen.
Also eine Kombination aus Deiner und meiner Methode.

Viel Erfolg.

Portrait von Acryla
  • 18.02.2011 - 16:12

Habe es bei Portaitaufnahmen probiert, super!

Portrait von BigShot
  • 07.02.2011 - 17:25

Sehr gute Anleitung - vor allem wegen des Einsatzes der flexiblen Ebenentechnik - und ausgezeichnet beschrieben!

Portrait von Klarissa
  • 03.02.2011 - 12:52

DANKE, genau das hatte ich gesucht! Super erklärt und auch für Anfänger machbar!!!

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