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Tutorialbeschreibung

Corel PHOTO-PAINT X6: Vorhangeffekt erstellen

Corel PHOTO-PAINT X6: Vorhangeffekt erstellen

Du kannst in Corel PHOTO-PAINT mit den Bordmitteln eigene, sehr schöne Hintergrundgrafiken - zum Beispiel Streifeneffekte oder Vorhangeffekte - erstellen. Alles, was du dazu benötigst, ist ein leeres Arbeitsdokument in der gewünschten Größe.

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Dieser leeren Arbeitsdatei fügst du nun einen einfarbigen Hintergrund hinzu. Dazu wählst du zunächst den Farbeimer und stellst bei der Füllart in der Eigenschaftsleiste die Gleichmäßige Füllung ein.

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Über das kleine benachbarte Symbol mit dem Farbeimer gelangst du zum Einstellungsdialog für den jeweils ausgewählten Fülltyp. Wähle eine schwarze Füllfarbe aus.

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Hast du eine Farbe ausgewählt, kannst du den Einstellungsdialog schließen und mithilfe eines einfachen Klicks auf die Arbeitsfläche diese mit der voreingestellten Farbe füllen.

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Nun benötigst du zunächst zwei weitere leere Ebenen. Im Andockfenster Objekte befindet sich am unteren Ende eine Schaltfläche, mit der du diese neuen Ebenen anlegen kannst.

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Aktiviere die untere leere Ebene und den Fülleimer, um eine neue Füllung zu erstellen. Wähle in der Eigenschaftsleiste dieses Mal die Verlaufsfüllung aus.

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Im Eigenschaftsfenster des Farbverlaufs kannst du einen zweifarbigen oder benutzerdefinierten Farbverlauf anlegen. Ich habe in diesem Beispiel zunächst einen Schwarzton zu einem kräftigen Pink mit einem radialen Verlauf und verschobenem Mittelpunkt eingestellt.

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Fülle diese leere Ebene mit dem eingestellten Farbverlauf durch einen einfachen Klick mit der linken Maustaste.

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Für die zweite leere Ebene kommt ebenfalls ein Farbverlauf zum Tragen. Die Verlaufseinstellungen kannst du wie gewohnt vornehmen.

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Fülle auch diese Fläche mit dem eingestellten Farbverlauf.

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Stelle die obere Verlaufsebene über das Andockfenster Objekte von Normal auf den Modus Hinzufügen. Beide Verläufe gehen dann ineinander über.

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Für den Fall, dass du mit dem Ergebnis nicht zufrieden bist, kannst du diese Ebenen jederzeit erneut umfärben und so für andere Farbwechsel sorgen.

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Die Basis für die weitere Bearbeitung stellt der folgende Farbverlauf dar.

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Als Nächstes benötigst du wiederum eine neue leere Ebene. Aktiviere das Hilfsmittel Linie und stelle zunächst die Linienfarbe um.

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Es bietet sich an, eine möglichst neutrale Linienfarbe zu verwenden. Ich habe für das Projekt eine weiße Farbe vorausgewählt.

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Bevor du mit dem Einzeichnen der Linien beginnst, solltest du die Optionen in der Eigenschaftsleiste prüfen. Ist das Symbol für neue Objekte aktiviert, werden mit jedem Strich neue Objekte angelegt. Das ist sinnvoll, wenn später Änderungen an der Zuordnung vorgenommen werden sollen. Anderenfalls belässt du diese Option auf inaktiv und zeichnest alle Linien auf derselben Ebene ein.

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Das Einzeichnen der Linien ist denkbar einfach. Du stellst vor jedem Zeichenvorgang die Strichbreite ein und zeichnest deine Linien bei gedrückt gehaltener Shift-Taste gerade ein. Variiere ruhig ein wenig mit den Strichstärken, damit erhält das Endbild etwas mehr Dynamik.

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Am Ende sollte deine Arbeitsdatei in etwa wie folgt aussehen. Hast du Einzelobjekte der Linien erstellt, kannst du diese jetzt noch verschieben und anders anordnen.

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Damit nicht unnötig viele Ebenen unser Objektfenster füllen und weil der nachfolgende Schritt eine Bearbeitung aller Linien gleichzeitig erfordert, werden jetzt alle Linien miteinander vereint. Dazu markierst du zunächst alle Linienebenen und gehst auf den Menüeintrag Objekt>Kombinieren>Objekte miteinander kombinieren.

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Die so zusammengefasste Ebene duplizierst du gleich im Anschluss und blendest das Duplikat über das Augensymbol des Andockfenster Objekte vorübergehend aus.

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Für die erste zusammengefasste Linienebene stellst du den Modus der Ebene auf den Wert Differenz. Die Farben erscheinen danach etwas grell.

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Als Nächstes wird diese Ebene mit einem Weichzeichnungsfilter, der Bewegungsunschärfe, versehen.

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Stelle diese so ein, dass du eine deutliche Unschärfe des Bereichs erhältst. Im Beispiel sind 12 Pixel vollkommen ausreichend.

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Aktiviere dann die darüberliegende scharfe Linienebene und lege von ihr ein weiteres Duplikat an. Blende wieder dieses Duplikat (Objekt 39 im Beispiel) vorübergehend aus.

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Die erste scharfe Linienebene wird mit einem Verrechnungsmodus der Ebene ausgestattet. Wähle aus dem Auswahlfeld den Eintrag Weiches Licht aus. Das verstärkt die Helligkeitsinformationen der darunterliegenden Ebenen.

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Nun kann die obere Linienebene wieder eingeblendet werden. Sie wird um 180 Grad gedreht. Stelle diesen Wert bei aktivem Hilfsmittel Verschieben in der Eigenschaftsleiste ein und bestätige diese Bearbeitung mit dem Druck auf die Enter-Taste deiner Tastatur.

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Nach der Drehung erhältst du ein umgekehrtes Linienmuster.

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Dieses Linienmuster wird dazu verwendet, ein weiteres Farbenspiel durch das Umkehren der darunterliegenden Farben zu erzeugen. Stelle den Modus dieser Ebene auf den Wert Invertieren ein.

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Nun benötigst du im Grunde nur noch eine weitere Ebene für die Farbausgestaltung. Deshalb legst du zunächst eine weitere leere Ebene an und benutzt das Hilfsmittel Füllung im Modus für den Farbverlauf. Wähle aus den Voreinstellungen zum Beispiel den Linear-Regenbogen-Verlauf aus.

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Damit sich dieser auf die darunterliegenden Ebenen auswirkt, stellst du den Modus der Ebene auf den Wert Bild überlagern.

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Du kannst versuchen, weitere Linienebenen oder Farbverlaufsebenen auf diese Weise in das Gesamtbild einfließen zu lassen.

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Auch erneute Bewegungsunschärfen sind eine denkbare Erweiterung für diesen Effekt.

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Da es verschiedene Ebeneneinstellungen gibt, die ganz unterschiedliche Kombinationsergebnisse liefern, lohnt sich in jedem Fall ein Blick in diese Liste. Lässt du den Mauszeiger kurz über einem Eintrag verweilen, wird der Effekt berechnet und ist sofort sichtbar. Gefällt dir eine Einstellung, stellst du diese einfach mithilfe eines Klicks auf den entsprechenden Eintrag ein.

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Bisher kann sich das Ergebnis schon sehen lassen.

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Du kannst sogar diese Farbfläche verzerren. Das ist jedoch schwierig, solange du nur über zahlreiche Einzelebenen verfügst. Erstelle deshalb von allen sichtbaren Ebenen eine Kopie und füge diese zu einer einzelnen Ebene zusammen.

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Über den Filter Effekte>Verzerren>Maschen verbiegen gelangst du zu einem Dialogfeld, das dazu geeignet ist, Objekte zu verformen.

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Die Verformung wird anhand einstellbarer Maschen vorgenommen. Markierst und ziehst du an den einzelnen Linien, wird das Objekt elastisch verformt. Die Maschenanzahl lässt sich in dem dazugehörigen Dialogfeld anpassen.

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Nach der Bestätigung könnte das Objekt nun so aussehen.

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Die Kanten erscheinen noch etwas unsauber, weshalb zum Beispiel mithilfe einer erneuten Unschärfe der Effekt abgemildert werden kann.

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Ein kleiner Wert sorgt hier bereits für deutliche Glättungen.

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Du kannst diese Ebene dann zum Beispiel wiederum mit allen anderen sichtbaren Ebenen verrechnen lassen.

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Nimmst du erneut eine Kopie der zusammengefassten Ebene, könntest du diese zum Beispiel auch wiederum drehen. Die Gradzahl ist frei wählbar und sollte immer nach dem jeweiligen Motiv erfolgen.

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Gehen wir an dieser Stelle ein kleines Stück zurück bis hin zur Ebene, die mit den Regenbogenfarben eingefärbt wurde. Du kannst davon eine Kopie anlegen und den Farbverlauf erneut aufbringen. Zuvor jedoch drehst du diesen Farbverlauf über die Verlaufseinstellungen um 90 Grad.

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Wenn du diese Ebene mit dem geänderten Farbverlauf füllst, ändert sich schlagartig die Wirkungsweise des gesamten Farbspektrums.

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So eine gleichmäßige Farbverteilung ist jedoch etwas unspektakulär und manch einer wünscht sich an dieser Stelle einen Vignettierungseffekt. Diese Vignettierung - also das Abdunkeln der Randbereiche - kennt man aus der Fotografie. Erstelle einfach eine weitere Ebene mit einer schwarzen Füllung.

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Auf dieser Ebene wird jetzt eine Zuschneidemaske angelegt.

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Die Zuschneidemaske erhält einen radialen Verlauf von Weiß nach Schwarz oder umgekehrt. Du färbst die aktive Zuschneidemaske mit dieser Füllung ein.

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Die Miniaturenansicht der Zuschneidemaske verrät dir zudem immer den verwendeten Verlauf. Durch diesen Verlauf bestimmst du, welche Bildbereiche sichtbar und welche ausgeblendet werden sollen. Mithilfe dieses kleinen Zusatzeffektes kannst du das gesamte Bild aufwerten und spannender ausgestalten.

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Am Ende könnte das Bild so aussehen. Farbabweichungen/Variationen kommen zustande, wenn du mit anderen Farben arbeitest, sowie bedingt durch die unterschiedliche Anordnung von Strichstärken. Auch Anzahl und Stärke der weichgezeichneten Ebenen sowie der eingestellte Ebenenmodus sind am Gesamtergebnis unmittelbar beteiligt.

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Kommentare
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Portrait von beba36
  • 02.09.2013 - 00:08

danke für das ausführliche und sehr gute Tutorial

Portrait von MicroSmurf
Portrait von ninafee
  • 07.11.2012 - 15:27

Vielen Dank für das sehr interessante Tutorial.

Portrait von DosenZwerg
  • 07.11.2012 - 13:53

Tolles Tutorial, so viele Tipps und Ideen! Danke schön!

Portrait von MaoMao
  • 07.11.2012 - 11:38

Vielen Dank für das gut erklärte Tutorial.

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