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Tutorialbeschreibung

Chessboard-Texteffekt

Chessboard-Texteffekt

Mit GIMP geht auch 3D! In diesem Tutorial könnt ihr einen 3D–Texteffekt im Schachbrett–Look erstellen und lernt dabei die Möglichkeiten des bekannten Plug-Ins G’MIC kennen. Viel Spaß beim Nachmachen.

Das Tutorial gibt Einblick in:

  • die Nutzung der perspektivischen Transformation
  • Anwendung der Ebenenmodi/ -füllmethoden
  • Die GIMP–Erweiterung G’MIC
  • Die Erstellung von 3D–Texten
Hinweise:
Zur Durchführung des Tutorials ist eine aktuelle G’MIC-Version zwingend erforderlich!

Aufgrund der Komplexität des Tutorials sind einige Schritte komprimiert beschrieben. Daher richtet sich dieses Tutorial an fortgeschrittene GIMP–Nutzer, die mit Aufbau und Struktur des Programms sowie den grundlegenden Befehlen vertraut sind.


Schritt 1

Erstellt ein neues Bild im Querformat (1000 x 800), Ebenenfüllung Weiß. Dupliziert diese Ebene und aktiviert die obere. Öffnet das G’MIC Plug-In über das Menü Filter. Dies sollte im Normalfall der letzte Eintrag in diesem Menü sein. Wählt dort die Filtergruppe Arrays & Tiles>Chessboard. Übernehmt die Voreinstellungen mit einem Klick auf OK.

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Schritt 2

Wählt über das Werkzeug Nach Farbe auswählen die dunklen Felder aus und färbt diese mit einer Farbe eurer Wahl ein.

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Schritt 3

Ich nehme mal ein helles Blau. Das Ganze sieht danach so aus:

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Schritt 4

Nun aktiviert ihr das Werkzeug Bewegen und legt eine horizontale Hilfslinie etwas unterhalb der Mitte des Schachbrettes an. Diese könnt ihr oben aus dem Lineal ziehen, sofern in den Werkzeugoptionen die Einstellung Ebene oder Hilfslinie auswählen aktiv ist.

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Schritt 5

Dieses Schachbrettmuster soll nun mittels perspektivischer Transformation so verändert werden, dass es aussieht, als wäre es ein Boden, auf dem unser späterer Text stehen soll.

Aktiviert das Werkzeug Perspektive und transformiert euer Schachbrett. Die obere Kante sollte sich mit der vorhin gezogenen Hilfslinie decken. Achtet bei der Transformation zudem darauf, dass die durch die Pfeile gekennzeichneten Abstände, also der „Übertrittsbereich“, auf beiden Seiten in etwa gleich groß sind.

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Schritt 6

Wenn ihr zufrieden seid, bestätigt das Ganze mit einem Klick auf den Button Transformation.

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Schritt 7

Nun nehmt euch die noch weiße Hintergrundebene vor. Diese soll eine Wand darstellen, vor der unser Text stehen soll. Eine Möglichkeit, eine Textur zu erzeugen, ist, mit dem Farbeimer ein Muster aufzutragen. Hier ist es das Muster blue web.

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Schritt 8

Das Muster verseht ihr nun mit einer starken Bewegungsunschärfe, dazu geht ihr auf Filter>Weichzeichnen>Bewegungsunschärfe. Wählt als Weichzeichnungsart linear, als Winkel 90 Grad und eine relativ hohe Länge.

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Schritt 9

Wenn euch die Struktur des Musters noch zu hart erscheint, könnt ihr diese mit dem Gaußschen Weichzeichner mit einem Radius von etwa 5 bis 10 bearbeiten. Nun erstellt ihr den Text. Diesen legt GIMP automatisch auf eine neue Ebene, weshalb ihr keine Textebene anlegen müsst. Dazu aktiviert ihr den Texteditor (das große schwarze A im Werkzeugkasten).

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Schritt 10

Ihr könnt nun Schriftgröße, -farbe und Schriftart festlegen. Die Schriftart wählt ihr über die Schriftenpalette aus. Dort sucht ihr euch eine Schriftart eurer Wahl aus und bestätigt das Ganze. Bei einer Bildgröße von 1000 x 800 ist als Schriftgröße etwa 180-190 ganz gut. Die Textebene wird nachher ohnehin noch mal skaliert. Wichtig ist erst mal, dass alles zu erkennen ist. Wollt ihr einen Farbverlauf über die Schrift legen, wählt ihr sie über Nach Farbe auswählen aus und legt einen VG-zu-HG-Verlauf mit zwei Farben eurer Wahl darüber.

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Schritt 11

Erstellt von eurer Textebene eine Kopie und blendet diese zunächst aus. Öffnet nochmals G’MIC und wählt die Filtergruppe Rendering>3d extrusion.

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Schritt 12

Dieser Filter bietet euch sehr viele Einstellungen. Spielt damit etwas herum. In der Vorschau, die nahezu in Echtzeit funktioniert, seht ihr, wie sich eure Einstellungen auswirken. Wählt aber als Renderingmethode Phong aus. Bestätigt eure Einstellung mit OK. Schneidet euer Bild wieder zu (bei Anwendung von 3d extrusion wird die Bildgröße an die Größe der Extrusion-Ebene angepasst). Das Ergebnis hängt stark davon ab, was ihr beim Extrudieren eingestellt habt – bei mir sieht es nun so aus:

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Schritt 13

Dupliziert die 3d-extrusion-Ebene und legt über dieses Duplikat ebenfalls eine Schachbrett-Textur. Dazu wählt ihr den Text aus und geht über Filter>G’MIC>Arrays & Tiles>Chessboard. Wählt hier bei den beiden obersten Einstellungen je 19 und stellt die Deckkraft (opacity) etwa auf 0.80. Klickt dann zur Bestätigung auf OK.

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Schritt 14

Stellt den Modus der oberen 3d-extrusion-Ebene auf Überlagern, damit der 3D-Effekt wieder stärker zutage tritt. Blendet alle Ebenen bis auf die beiden Obersten aus und erstellt aus ihnen eine sichtbare über Ebene>Neu aus Sichtbarem. Die beiden 3d-extrusion-Ebenen könnt ihr ausblenden und sie unter den Hintergrund (die Musterebene) schieben, da ihr sie nicht mehr benötigt. So bleiben sie als Backup verfügbar. Blendet die Hintergrundebene und die Schachbrettstruktur wieder ein. Nun geht’s an die Feinheiten. Dupliziert die Ebene "Sichtbar" und spiegelt diese über Ebene>Transformation>Vertikal spiegeln. Positioniert die Ebene so, dass es in etwa so aussieht:

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Schritt 15

Natürlich ist die Spiegelung auf dem Boden so viel zu stark. Um das zu ändern, stellt ihr den Ebenenmodus auf Wert und die Deckkraft auf etwa 40 %.

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Schritt 16

Da sich der Text auch in der hinteren Wand spiegeln soll, erstellt ihr ein weiteres Duplikat der Ebene und schiebt dieses unter die Schachbrettebene, die ihr ganz am Anfang des Tutorials erstellt habt. Dies ist wichtig, damit kein weiterer Spiegelungseffekt auf dem Boden entsteht.

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Schritt 17

Zum guten Schluss erstellt ihr noch einen kleinen Effekt, um den Hintergrund etwas zu verschönern. Dazu nutzt ihr erneut G’MIC. Dort wählt ihr Light & Shadow>Light rays. Trefft unten angegebene Einstellungen und bestätigt das Ganze mit OK.

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Schritt 18

Nun sieht es so aus.

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Schritt 19

Achtet darauf, dass die Light-rays-Ebene direkt auf der Hintergrundebene liegt. Stellt die Ebenenfüllmethode auf Faser extrahieren und reduziert die Deckkraft auf etwa 70 %. Alternativ könnt ihr auch die Ebenenfüllmethode Überlagern nehmen. Der Effekt fällt dann aber schwächer aus. Hier das Endergebnis:

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Bis zum nächsten Mal

Eure

di_Grada

Kommentare
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Portrait von dobermann2007
  • 21.04.2014 - 13:49

Leider konnte ich das Tut nicht nacharbeiten da ich den Filter G’MICArrays & TilesChessboard nicht hatte. Habe Version gimp2.8 und konnte ihn auch nicht installieren. Betriebsys. Win XP
lg...dobi

Portrait von Gambathy
  • 12.12.2013 - 00:17

Es erstaunt mich immer wieder, was GIMP so alles leisten kann. Danke dir für die "Forschungsarbeit"....
Iiebe Grüße
G.

Portrait von BOPsWelt
  • 10.12.2013 - 13:27

Danke für das Tutorial. :)

Portrait von Steve007
  • 10.12.2013 - 13:05

Vielen Dank für das ausführliche Tutorial von Dir.

Portrait von johanna52
  • 10.12.2013 - 12:42

danke für das sehr gut erklärte Tut

Portrait von Psychotrop
  • 10.12.2013 - 12:17

Vielen Dank für das Gimp Tut, find es gut beschrieben und ist sehr verständlich. Obwohl ich Photoshop nutze, ist es auch mal gut etwas in anderen Programmen zu machen :3

Portrait von Kundentest
  • 10.12.2013 - 11:37

Herzlichen Dank für das super Tutorial.

Portrait von Williwanderschuh
  • 10.12.2013 - 11:08

Vielen Dank, Spitze. Freue mich immer über Gimp Tutorials. Hat schließlich nicht jeder Photoshop.
Servus

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