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Tutorialbeschreibung

Transparenzen und Schlagschatten

Transparenzen und Schlagschatten

In diesem Workshop geht es um Transparenzen und Schlagschatten in QuarkXPress. Es handelt sich hierbei um Version 7.0


Transparenzen.

 

QXP wendet Transparenzen farborientiert an. Auf alles, was Farbe enthält, kann also auch eine Transparenz angewandt werden: Schrift, Linien, farbige Flächen, sogar Farbfotos oder Vektorgrafiken.

Hinterlegt man eine Headline auf einem Foto mit einer transparenten Fläche, kann man die Headline dadurch vom Hintergrund des Fotos hervorheben. Der farbige Bildrahmen hat hier die Füllfarbe Weiß. Und es lässt sich die Deckkraft, also die Transparenz, dieses Rahmens entweder über die Maßpalette oder alternativ über die Farbenpalette bequem einstellen.

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Auch einer Schrift, wie hier dem Zeitschriftentitel, kann man eine Transparenz zuweisen. Auch dies geht über die Maßpalette, bei der Zuweisung von Tonwert und Deckkraft für die Schriftfarbe, oder über die Farbenpalette.

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Sogar Vektorgrafiken, die als EPS eingeladen sind, lassen sich in der Deckkraft reduzieren. Dies geht jedoch nur über die Farbenpalette, wenn die Bildfarbe angewählt ist. Dann lässt sich die Grafik z.B. auf 20% Deckkraft absoften.

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Schlagschatten

Einer Headline weist man einen Schlagschatten zu, indem man diese markiert und in der Maßpalette im Reiter Schlagschatten diesen ganz links aktiviert.

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Es finden sich hier noch weitere wichtige Einstellmöglichkeiten, so die Entfernung, die der Schlagschatten zum Ausgangstext haben soll.

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Und auch den Winkel, den der Schlagschatten hat, kann man hier einstellen – alles bequem, einfach und schnell über die Maßpalette erreichbar.

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Tipps&Tricks:

  1. Ein Verlauf über ein Foto oder einer Grafik ist nicht mehr zwingend in Photoshop mit einer Ebenenmaske notwendig. Man kann das Foto in QXP einfach verwenden und einen leeren Bildrahmen in gleicher Größe und exakt gleicher Positionierung darüber setzen. Dann füllt man den Bildrahmen mit einem Verlauf von Weiß, 100% Transparenz, zu Weiß, 0% Transparenz. Schon hat man einen Verlauf von „100% Foto“ zu dem weißen Hintergrund der Seite, die man gestaltet.
  2. Seit dem Update auf QXP 7.2 kann man in den Ausgabeoptionen für Transparenzen unterschiedliche manuelle Einstellungen vornehmen. Transparenzen oder Schatten mit 150 dpi für den Offsetdruck reichen nicht aus. Es sollten schon 300 dpi sein.
  3. Zum Verständnis der Verarbeitung von Transparenzen: Beim Drucken oder Export als PDF oder EPS werden Transparenzreduzierungen vorgenommen, die Transparenz also verflacht. Um sich das bildlich vorzustellen, nehmen wir eine farbige Schrift auf einem andersfarbigen Hintergrund. Der Schrift wird ein Schlagschatten zugewiesen. Dies bedeutet für den Schatten: Ein Grauwert von ca. 40% mit 40% Transparenz „läuft aus“ in einen Wert von 0% Schwarz und 100% Transparenz. Damit dies berechnet und ausgegeben werden kann, schneidet QXP die Schrift mit dem Schlagschatten und dem Hintergrund aus, wie wenn man ein Rechteck darüber legen und die drei Teile zusammen ausschneiden würde. Dann wird für diesen Teil eine Transparenzreduzierung vorgenommen und aus diesem Rechteck wird (intern) ein eigenes Bild. Dies wird dann pixelgenau in den farbigen Hintergrund eingepasst. Auf diese Weise kann QXP den Schlagschatten bzw. die Transparenzen ausgeben
  4. Wie es aus Punkt 3 ersichtlich ist, ist die Berechnung von Transparenzen eine arbeits- und zeitaufwändige Angelegenheit für QXP. Besonders, wenn man davon viele im Dokument verwendet, oder diese sich sogar überlappen. Aus diesem Grund ist z.B. die Ausgabe eines Dokuments mit Transparenzen als PDF eine langwierige Sache. Man sollte sich eine  Tasse Kaffee dazu holen – denn es dauert. Als erstes berechnet QXP die Transparenzen: Der Ablauf- oder Erfolgsbalken bewegt sich nur millimeterweise vorwärts, wie wenn sich nichts tun würde. Erst nach dieser aufwändigen Bearbeitung der Transparenzen, die am Anfang des Exports steht und die Zeit kostet, exportiert QXP die Seiten des Dokuments, und dies dann zügig.
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Buchtipp:

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QuarkXPress ist ein komplexes Werkzeug zur Gestaltung von Printmedien. Ohne technisches und gestalterisches Hintergrundwissen kann man mit QuarkXpress nicht arbeiten. Aus diesem Grund enthält das Buch ein Glossar, in dem über 200 technische Fachbegriffe erklärt werden, und auch gestalterische Hinweise.

Das Buch ist kein Ratgeber von A–Z. Es werden nicht alle Funktionen von QuarkXPress erklärt, nur die wichtigsten Basics. Fortgeschrittenen-Funktionen wie Composition Zones oder Job Jackets sind nicht enthalten – es ist nur ein Einsteigerbuch. Das Buch ist nur für die Gestaltung von Printmedien gedacht, nicht für Webdesign.

Das Buch ist der Nachfolger des Buches „Crash-Kurs QuarkXPress“ – ISBN 978-3-9806256-2-3 –, das vergriffen ist, in neuer und überarbeiteter Form. Auf vielfachen Wunsch meiner Leser wurden folgende Dinge geändert bzw. neu aufgenommen: Gebundene Ausgabe (Hardcover), vergrößerter Seitenumfang (304 anstelle 132 Seiten), farbig, viele Abbildungen und Screenshots, ein Kapitel zur Fehlerbehebung in QuarkXPress und ein technisches Glossar.

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Kommentare
Portrait von sally_
  • 21.11.2011- 21:58

super tutorial, kenn mich in quarkxpress noch nicht so gut aus und möchte mich gerade einarbeiten. aber so hab ich gleich gefunden was ich ausprobieren wollte =)

Portrait von sabok
  • 12.01.2009- 07:59

Super geschrieben. Vielen Dank.

Portrait von Thobie
  • 28.10.2008- 15:19

Das ist ja auch nicht verwunderlich, weil die Transparenzreduzierung in der Ausgabe als PS erfolgt, weil PostScript keine Transparenzen kennt. Die Wandlung nach PDF ist dann nur der zweite Schritt.

Portrait von milan8888
  • 28.10.2008- 09:51

Du kannst in Quark auch ein Postscript ausgeben und auch da dauert es genauso lang, ebenso bei der einfachen Druckausgabe.

Portrait von milan8888
  • 28.10.2008- 09:27

Du brauchst dafür keine zusätzliche Xtension. Quark verrechnet bei Ebenen die Transparenzen wohl in einer anderen Reihenfolge und so bleibt der Text der in der oberen Ebene liegt auch als Vektor erhalten. Probier es doch einfach mal aus.

Portrait von Thobie
  • 25.10.2008- 15:41

Ich vermute, dass dabei Folgendes dahintersteckt: Der Export aus QXP als PDF ist nur möglich, da Quark sich eine eigene PDF Engine von einem Drittanbieter gekauft und in QXP implementiert hat. Diese arbeitet anders als der Distiller von Adobe.

Und da Adobe sowohl PostScript als auch PDF als Stand erfunden und entwickelt hat und vermarktet, dürfte die PDF-Ausgabe aus InDesign einfach nativer verlaufen, da dies eben vom gleichen Hersteller kommt und implementiert ist.

Aber, um da keine falschen Schlüsse aufkommen zu lassen: Der Export als PDF aus QXP ist einwandfrei. Ich arbeite seit mehreren Jahren damit und hatte damit noch bei keiner Druckerei Beanstandungen. Alle Druckjobs verliefen erfolgreich.

Portrait von Thobie
  • 24.10.2008- 13:05

Du solltest fairerweise dazu sagen, dass die Ausgabe von Ebenen in einem PDF weder in QXP 7 noch 8 möglich ist. Sie ist nur mit einer XTension möglich: http://www.jolauterbach.de/ger/products/mediabox.htm. Da ich die XTension nicht besitze, kann ich Deine Argumentation nicht prüfen. Ich rechne aber eher damit, dass es bei Transparenzen und Schlagschatten auch mit einem Ebenenexport Pixelbilder durch die Transparenzreduzierung gibt – die Transparenzreduzierung muss für den Druck schließlich auf irgend einer Ebene landen – und damit deine Aussage nicht haltbar ist.

Portrait von quarkler
  • 18.11.2008- 09:08

Hallo<br>
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Nein leider gibt es auch in der Version 8.01 keine Möglichkeit die Ebenen zu erhalten, bei der Ausgabe als PDF. Nur die kostenpflichtige XT "Mediabox" von Jo Lauterbach schafft das im Moment, aber auch nur, wenn keinerlei Transparenzen im Layout sind.<br>
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Gruss, quarkler

Portrait von subcomtom
  • 22.10.2008- 21:38

Genau! Darum die Ebenen, die beim PDF-schreiben erhalten bleiben. Ich bin darauf gekommen weil ich Daten für die Druckvorstufe vorbereite und es immer wieder Qualitäts-Probleme mit Quark-PDFs mit Transparenzen gibt. Ob dies in der aktuellen Version besser geworden ist weiss ich noch nicht.

Portrait von johanna52
  • 21.10.2008- 18:00

Tolles Einsteiger-Tutorial.

Portrait von subcomtom
  • 21.10.2008- 12:15

Schönes Tutorial, gerne mehr davon!
Ich hab noch einen Tipp:
Bei Anwendung von Transparenzen empfiehlt sich der Einsatz von Ebenen. Wenn z.B. ein Text teilweise über einer Transparenz liegt wird ein Textteil in Pixel umgewandelt. Das sieht sehr hässlich aus und ist für einen Offsetdruck ungeeignet (auch bei 300 ppi). Legt man den Text in eine extra Ebene bleibt es auch Text.

Portrait von Thobie
  • 22.10.2008- 20:52

Das muss ich leider bezweifeln. Die Ausgabe im Druck oder als PDF ist für den Offsetdruck eine Composite-Ausgabe. In der Ebenen-Einstellunge bei Druck oder Export werden auch alle Ebenen ausgewählt, die ausgegeben werden.<br>
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Die eigentliche Ausgabe ist ja eine Übereinanderstellung aller Ebenen zu EINEM Layout oder einer Seite.<br>
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Der Transparenzreduzierung liegt zugrunde, dass EPS oder PS keine Transparenzen kennen. Also berechnet die PDF-Ausgabe oder der Distiller um eine Transparenz oder einen Schlagschatten herum einen gewissen Bereich und wandelt diesen GANZEN Bereich mit allem, was in ihm liegt, in ein Bild um. Dies wird dann pixelgenau in das EPS/PS bzw. das PDF eingebunden und kann ausgegeben werden.<br>
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Ich gebe Dir Recht, dass dies manchmal nicht schön aussieht. Denn es kommt vor, dass hier auch Buchstabenteile abgeschnitten und in das Bild transportiert werden. Man hat dann einerseits einen Teil als Postscript-Schrift – also Vektoren – und daneben den restlichen Teil des Buchstabens als Pixelgrafik, weil Teil des transparenzreduzierten Bildes. Das sieht nicht schön aus.<br>
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Ich vermute, dass dies anders nicht zu bewerkstelligen ist, solange die PS-Spezifikationen nicht geändert werden oder auf eine andere Art der Erstellung von PDFs ausgewichen wird.

Portrait von Norbert Schumann
  • 21.10.2008- 09:31

Endlich mal abseits von Adobeprodukten ein wertvoller Artikel.

Portrait von virra
  • 23.10.2008- 01:16

Dem kann ich nur zustimmen. Allerdings bestätigt er mich in der Vermutung, dass ich mich glücklich schätzen darf nicht mit Quark arbeiten zu müssen. Der extrem lange Export bei Transparenzen ins PDF scheint mir dann doch eher eine Macke zu sein, denn diese Erscheinung kann ich aus Indesign nicht bestätigen (und das muss ja auch alles "flachrechnen", sonst ergibt es kein PDF x3).


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