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Tutorialbeschreibung

Metalle erstellen Part IV: Wandel der Zeit

Metalle erstellen Part IV: Wandel der Zeit

Im letzten Teil des Tutorials werde ich euch nur noch zeigen, wie es gehen könnte; es werden nur noch an kritischen Stellen Werte vorgegeben, ihr solltet nun genug gelernt haben, um selber Werte herauszufinden. Dieses Mal zeige ich euch, wie man seine vorhandenen Texturen abändert, um so z. B. gealterte Materialien zu erstellen. Zusätzlich werdet ihr lernen, wie man an eine neu zu erstellende Textur effektiv herangeht.

 


Allgemeines

Vorbereitung:
Ladet euch die Arbeitsdatei runter (falls ihr sie noch nicht habt, sie ist zu finden im 3. Teil des Tuts) und öffnet die Datei „Metall“. Hierbei handelt es sich um eine vorgefertigte Szene, die sich für eine Materialvorschau gut eignet.
 
Anmerkung: Ich verwende das Schema “Dark“, ihr solltet das gleiche verwenden, damit keine Missverständnisse entstehen. Zu finden unter: Strg + E -> Allgemein -> Schema Dark auswählen.


Altes Metall erstellen:
 
1. Überlegungen
Als Erstes sollte man sich immer klarmachen, was denn überhaupt dieses Material auszeichnet. Welche besonderen Eigenschaften hat es? Ich habe mal meine Überlegungen für altes Metall aufgelistet:
 
Farbe: Grau (möglicherweise auch schon leicht bräunlich) mit rostigen Stellen; starker Kontrast zwischen den einzelnen Farbübergängen.
Diffusion: Möglichst stark und mit hohem Kontrast, trotzdem nichts Kompliziertes; große Textur.
Spiegelung: Ja, aber sehr schwach und an den Roststellen nicht vorhanden.
Umgebung: Ja, auch sehr schwach und an den Roststellen weglassen.
Relief: Starkes Relief; hoher Kontrast; kleine Textur
Glanzlicht: Typisches Metall-Glanzlicht, hoch und mit Abnahme. Die rostigen Stellen ohne Glanzlicht.
 
Danach könnt ihr einfach die Punkte von oben nach unten (oder rumwuselnd ;) ) abarbeiten…
 
2. Rostfarbe
Den Grundton bildet hierbei natürlich die Textur des normalen Metalls. Für das erste kaum gerostete Metall brauchen wir es nicht einzufärben. Daher kann es einfach so in den Ausgangskanal einer Fusion. Für die rostigen Stellen brauchen wir als Erstes eine passende Farbe. Hier stellt sich immer die Frage, welchen Farbton man nimmt; ich hab mich für einen sehr braunen entschieden. Komplexer Rost weist jedoch auch noch die Farben Rot/Gelb und Schwarz mit auf. Es bietet sich ein kleines Noise mit gut erkennbar abgetrennten Flächen. Also ist ein Luka Noise fast perfekt für uns. Das Ganze kann man dann noch mit einem Filter abrunden, was ich generell sehr gerne mache. So behält man sehr gut die Kontrolle und kann immer mal wieder etwas ändern.
Bilder

 
2.1 Roststellen mit Poxo
Mit dieser Textur allein kann man natürlich nicht viel anfangen… jetzt hätte man einfach nur einen großen Haufen Rostmatschzeugs. Daher kommt das neue Noise in den Blendkanal. Um jetzt die einzelnen Roststellen zu bekommen, muss man die Funktion „Maske verwenden“ aktivieren. Die Maske macht genau das, was ihr Name schon sagt: Sie blendet unerwünschte Bereiche einer Textur aus. Für uns bietet es sich an, ein Poxo Noise zu verwenden. Man kann es mit ein paar flinken Einstellungen zu einem feinkörnigen Noise mit starkem Kontrast machen. Dank der Maske kann man den Mischmodus auf Normal bei 100% Überdecken lassen. Die Werte könnt ihr selber finden, unten stehend eine große Version des Noise zum „Abgucken“ =)
 
Bilder

 
3. Spiegelung, Diffusion bla bla du weißt schon
Tja das alte Spiel mit den ganzen „Spezialeffekten“. Das könnt ihr jetzt schon alleine. Nur ein kleiner Tipp: packt die S/W-Maskentextur in die jeweiligen Texturkanäle, damit der Rost weder Glanzlicht noch Spiegelung oder sonstwas hat. Die Relieftextur hab ich unten für euch in groß eingebaut ;)
 
Bilder

 
Altes Kupfer erstellen
 
1. Farbe
Jetzt stellen sich sicher einige die Frage: „Wie sieht den eigentlich altes Kupfer aus?!“
Tja… gute Frage; hab ich mir auch gedacht. Man denkt dann ja immer an die guten Kirchdächer, die so schön grün sind… oder Türkis. Um das an dieser Stelle kurz klarzustellen: Kupfer ist nicht in der Lage, richtigen Rost zu bilden. Es hat eine Art Selbstschutz, die sogenannte Patina. DAS ist dieses komische grüne Zeugs, das sich als dünne Schicht über das Kupfer zieht, bevor es rosten kann. Ich wollte das Kupfer jedoch nicht so darstellen, dass man nur noch die Patina sieht. Man sollte auch schon noch was von dem Kupfer darunter sehen, daher ist auch hier wieder eine Fusion mit einer Maske nötig. Gebraucht wird die normale Kupfertextur, dazu eine passende für die Patina (der Farbton sieht auf den ersten Blick etwas merkwürdig aus…) und eine für den Maskenkanal. Dafür eignet sich eine große mit geringem Kontrast gut.
Bilder

 
2. Relief
Generell kann man zu dem Relief einen Hinweis geben: Die Patina hat eine recht grobe Struktur, die nicht allzu stark ist. Das normale Kupfer ist schon abgenutzt und hat daher schon recht tiefe und auch feine Einkerbungen gebildet. Unten mal wieder die Textur als Beispiel; ihr könnt natürlich auch eine eigene euren Wünschen entsprechende basteln. Lasst euch nicht daran hindern, selbst kreativ zu werden.

Bilder

 
Nachdem ihr jetzt noch die letzten Einstellungen (Glanzlicht etc.) gemacht habt, ist diese Textur auch schon fertig.
 
Altes Silber erstellen
 
„Wie zum Teufel sieht eigentlich Silber aus, das seine besten Tage schon hinter sich hat?“
Mit dieser Frage im Kopf bin ich durchs Internet gewandert und habe 2 Möglichkeiten gefunden, altes Silber darzustellen.
 
  1. An was die meisten im ersten Moment sicherlich auch gedacht haben ist ganz klar: Silberbesteck von Oma und Opa. Dieses ist oft nicht mehr so schön glänzend und edel, wie es einmal war. Wenn es sich um sehr alte Exemplare handelt, haben sich sogar schon schwarze Flecken gebildet. Diese Variante fand ich jedoch zu langweilig, also hab ich mich für die zweite Möglichkeit entschieden
  2. Hierbei diente mir als Referenz ein Haufen alter Silbermünzen aus einem Museum. Diese haben so wunderbare grüne Stellen und haben in meine Augen viel mehr Style =) Deswegen entschied ich mich für das grünliche Silber, das schon um einiges älter ist als das Besteck der meisten Menschen ;)


 
Welche ihr besser findet, liegt letztlich an euch. Für den ersten Shader könnt ihr so ähnlich verfahren wie bei dem Kupfer. Die zweite werde ich hier sehr kurz erklären. Dazu gibt es jedoch nicht viel zu sagen….
Ich habe einfach nur die dunkelsten Flecken der Ausgangstextur mit dem passenden Grünton versehen und dann noch über die allgemeinen Einstellungen das Gesamtbild eingefärbt. Bilder sagen mehr als Tausend Worte, also:
 

Bilder

 
Altes Gold erstellen
 
Tja.. wieder einmal die Frage, wie so was überhaupt aussieht…
Dafür kann man wieder ins Museum gehen, diesmal zu den alten Ägyptern. Die haben nämlich viel Gold gehabt und das ist mit der Zeit ganz schön alt geworden. Man kann’s trotzdem kaum sehen, von daher ist die Verwendungshäufigkeit für altes Gold recht bescheiden. Es verändert sich mit der Zeit eh kaum und geht auch keine Verbindung mit Luft ein und oxidiert deswegen nicht. Da sich auch keine Patina bildet, ist es eigentlich ein ziemlich langweiliges Metall ;)
Die einzige Veränderung ist eine recht starke Diffusion (dieselbe Textur kann auch noch mal ins Glanzlicht geworfen werden) und eine Änderung des Filters…
Auch hier helfen die Worte nicht viel, probiert es aus ;)
 
Bilder

 
Eisen im Wandel der Zeit
 
Nun möchte ich euch noch zeigen, wie man mehr Vielfalt in seine einzelnen Texturen bekommt… Als Beispiel eignet sich natürlich das ganz normale Metall besonders gut, da man hiervon auch mal mehr als nur eine Variante benötigt. Dabei könnt ihr als Ausgangstextur das alte Metall verwenden. Als Erstes könnt ihr mit wenigen Änderungen eine leicht gealterte Textur erstellen. Dazu müsst ihr nur die Ausgangstextur einfärben (sehr schwach, das Grau soll noch immer stark dominieren).
Ansonsten muss nicht viel gemacht werden, hier noch mal meine Lösung ;)

Bilder

 
Danach ist es nicht sehr schwer, die Textur etwas stärker rosten zu lassen…
Hierfür müsst ihr die Ausgangstextur etwas stärker einfärben. Dieses Mal ist die Farbaufteilung ~ 45/55. Es herrscht also eine Ausgeglichenheit der Farben. Dann ist es noch ratsam, die Rosttextur auszutauschen, da man nun keine kleinen Stellen, sondern auch noch zusammenhängende Fläche benötigt. So könnte es dann aussehen:
 
Bilder

 
Als Nächstes ist die stark gerostete Textur an der Reihe. Hierbei empfiehlt es sich, die beiden Rosttexturen miteinander zu kombinieren. Dann noch kurz die Stärke höher stellen und Zack die Bohne ist das Metall kaum wiederzuerkennen. Dann nur noch kurz die Ausgangstextur noch etwas mehr einfärben und schon ist die Textur startklar.

Bilder

 
Als Nächstes erstellen wir noch einen Spezialkandidaten. Es handelt sich um besonders rostiges Metall. Es ist nicht so stark an sich verfärbt, sondern weist stärkere Rostflecken auf. Es ist noch nicht so alt, war aber zu lange schlechten Bedingungen ausgesetzt (Salz z. B.).
Hierbei muss die Ausgangsmetalltextur nicht stark eingefärbt werden (Kann bei Belieben auch gar nicht gefärbt werden). Für die rostige Struktur kann man 3 Noise miteinander verbinden, oder man indiziert die vorherigen. Dann noch in den Reliefkanal dieselbe Struktur laden, um so die rostigen Vertiefungen zu erhalten. So könnte es aussehen:
 
Bilder

 
 
Schlusswort:
 
Sodele, das war’s auch „schon“ von meiner Seite aus. Ich hoffe, mit dem letzten Teil konnte ich euch besonders die Arbeitsweise noch einen Schritt näher bringen. Nun solltet ihr nicht mehr so viele Probleme mit dem Materialeditor haben. Es gibt nicht mehr viel zu sagen, aber noch einiges zu lernen, das man aber selber herausfinden sollte. Manche Dinge kann man einfach nur selber herausfinden. Um all deine Endergebnisse mit meinen zu vergleichen, lade einfach den passenden Download runter (zu finden ganz unten, unter „Themenverwandte Downloads). Wenn irgendetwas unklar sein sollte, einfach ne PN an mich oder per Kommentar fragen. Ansonsten wie immer -> Falls euch noch Fehler auffallen oder ihr Anregungen, Kritik oder Lob habt -> Ab in die Kommentare damit ;)
 
Bis zum nächsten Tutorial…
Eragon
 


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Kommentare
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Portrait von Lala_Ghost
  • 20.09.2013 - 16:21

Danke, das brauch ich gerade für mein Project. :)

Portrait von MaoMao
  • 15.01.2013 - 20:49

super tut! vielen dank!

Portrait von bernd_9911
  • 29.02.2012 - 08:45

Gut erklärt hoffe ich kann die Texturen gut einsetzen!!!

Portrait von praktikum11
  • 23.01.2012 - 10:49

cooles tutorial, schön erklärt

Portrait von jnewger
  • 08.01.2012 - 18:31

Sauber, gut erklärt, daher leicht nachvollziehbar.
Nur weiter so.

Portrait von Deepah
  • 01.10.2010 - 13:38

1A Tut, leicht verständlich und Top Ergebnis

Alternative Portrait

-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)

  • 17.07.2010 - 21:54

ein sehr gelungenes Toturial

Portrait von 3DKuchen
  • 13.03.2010 - 22:47

Nice so gut will ich auch mal werden, kenne mich noch nicht so mit Texturen aus

Portrait von Eragon1337
  • 15.03.2010 - 07:51

Und für was die 3 Sterne?^^
Was is denn schlecht am Tut?

Portrait von VaultAvenger
  • 13.12.2009 - 06:45

Schön gemacht,
auch der letzte Teil gefällt mir. Der Material Editor ist nun kein Horrorteil mehr. Rumspielen und Versuchen muss man zwar immer noch, aber immerhin weiß man nun was man überhaupt macht.
Also, vielen Dank für die schöne Reihe...

Portrait von Kurt_001
  • 14.11.2009 - 10:53

Super gemacht... klasse Ideen

Portrait von pietranico
  • 12.11.2009 - 22:13

geil super ...weiter so

Alternative Portrait

-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)

  • 11.11.2009 - 21:22

hat mir gut gefallen rich

Portrait von spraddl
  • 11.11.2009 - 17:30

sieht grass aus und dass "nur" mit photoshop

Portrait von Eragon1337
  • 11.11.2009 - 21:42

Schön das du es toll findest... aber... weißt du überhaupt wo du hier bist?^^
Hast du auch nur annähernd die Einleitung gelesen... oder wenigstens den Titel? Es geht in diesem Tut nicht um Photoshop... Das ist ein gaaaanz anderes Programm und dieses Programm is in seiner Arbeitsweise auch nochmal gaaaaaanz anders ;) So viel zu den berühmten "Punktesammlern" ^^

Alternative Portrait

-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)

  • 10.11.2009 - 13:00

Recht nützliche Technik, kein schönes Beispiel. Aber immerhin nachvollziehbar.

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