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Tutorialbeschreibung

Basiswissen - Teil 12: Kunst und Künstlichkeit, Blitz- und Studiolicht

Basiswissen - Teil 12: Kunst und Künstlichkeit, Blitz- und Studiolicht

In einer 18-teiligen Tutorialreihe erfahren Sie alles Grundlegende zur digitalen Fotografie. Welche Kameras gibt es, was zeichnet ein gutes Objektiv aus, wie geht man mit digitalen Daten um, wie nutzt man die vielen Einstellmöglichkeiten einer Digitalkamera usw.

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Kunst und Künstlichkeit: Blitz- und Studiolicht richtig einsetzen

Spiegelreflexkameras haben – von ein paar High-End-Modellen abgesehen – einen ausklappbaren Blitz. Der bringt vor allem dann was, wenn man weiß, wie das Aufhellblitzen funktioniert. Mehr dazu weiter unten.

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Bitte nicht blitzen! Erstens reicht die Blitzleistung eines normalen Blitzgerätes sowieso nicht, um die ganze Kirche auszuleuchten, zweitens fällt die Wirkung des Lichts mit zunehmender Entfernung im Quadrat ab. Das heißt, der Vordergrund wird hell, der Hintergrund trotzdem dunkel. Also besser Kamera aufs Stativ und mit langer Verschlusszeit belichten.

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Die gute Nachricht: Man braucht für tolle Bilder von Menschen, Tieren und Was-auch-sonst-immer kein teures Blitzgerät oder ein komplettes Studio. Jedoch eröffnen der Kamerablitz, ein Aufsteckblitzgerät, ein paar Studioleuchten oder -blitzgeräte samt Softboxen und Reflektoren viele Möglichkeiten, die man allein mit einer Kamera nicht hat.

Schließlich kann man sich oft nicht aussuchen, woher die Sonne kommt oder welche Lampen gerade ein- oder ausgeschaltet sind. Und möchte man aus Gründen der Bildgestaltung sanfte oder harte Schatten produzieren, kommt man ohne Zusatzlicht oder nur mit dem Kamerablitz nicht wirklich weiter. Deshalb gibt es in diesem Tutorial über das Blitzen die wichtigsten Infos über den Einsatz von Blitzlicht draußen und im Studio.

 
Nein, dieses Bild ist nicht mit einem Aufklappblitz entstanden. Für so was sind mehrere Blitze nötig. Für die Aufnahme wurden drei Blitzgeräte mit verschiedenen Lichtformern (Softbox, Reflektor, Tubus) verwendet. Mehr dazu weiter unten.

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Nicht unterschätzen – Kamera- und Kompaktblitzgeräte

Eine Foto-Laien erkannt man daran, dass er das Blitzgerät seiner Kamera praktisch ignoriert. Kamera auf Automatik – und das Gerät wird es schon richten. Nicht, dass das nicht manchmal durchaus seine Berechtigung hätte. Aber es gibt tatsächlich sehr viele Szenen, die von ein wenig zusätzlichem Licht profitieren würden, wenn man das Blitzgerät manuell zuschaltet bzw. bewusst die Leistung steuert.

Problematisch sind beim unbedachten Einsatz von Blitzlicht die verursachten Schatten. Je nach Intensität können die ziemlich stören und die Wirkung einer Aufnahme komplett verderben. Weiter unten erkläre ich, wie man einen Blitz dazu bringt, gerade so viel Licht abzustrahlen, dass er zwar aufhellt, dabei aber nicht das Motiv überstrahlt oder heftige Schatten erzeugt.

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Ein kleiner Vergleich: Das linke Bild wurde mit dem integrierten Aufklappblitz einer Spiegelreflexkamera ausgeleuchtet, das rechte mit einem Aufsteckblitz. Der Schatten ist bei beiden Blitzen relativ hart, die Ausleuchtung mit dem Aufsteckblitz ist jedoch etwas gleichmäßiger.


 

Nachteile von Kamerablitzen

Mal abgesehen von der laienhaften Bedienung der Kamera samt Blitz gibt es ein paar weitere Schwierigkeiten. Dazu gehört, dass Motive wenig Tiefe haben und flach wirken, wenn sie direkt von vorn ausgeleuchtet werden. Außerdem gibt es da natürlich noch das altbekannte Problem mit den roten Augen.

Wer im Dunkeln einem Menschen oder einem Tier direkt ins Gesicht blitzt, kriegt die Quittung in Form von roten Augen – die Netzhaut reflektiert das Licht durch die weit geöffneten Pupillen. Weiterhin kühlt Blitzlicht meistens die Farben in einem Bild ab – alles wirkt etwas zu blau und steril. Die Farbtemperatur von Blitzlicht liegt üblicherweise bei ca. 5000 bis 6000 Kelvin. Wird eine Szene mit Kerzenlicht angeblitzt, kann das die rötlich-gelbe Lichtstimmung ziemlich beeinflussen.

 
Hartes Licht eines Aufsteckblitzes kann dazu führen, dass Gesichter überstrahlen. Die Haut wird sehr hell, während Schatten z.B. unter dem Kinn fast schwarz werden.

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Aufhellen – so blitzen Könner

Wer das Aufhellblitzen beherrscht, hat schon mal einen großen Schritt in Richtung Profifotograf getan. Denn wer kommt schon auf die Idee, bei hellstem Tageslicht den Blitz einzuschalten?

Man muss sich nur mal ein paar professionelle Fotos (Werbung, Magazinfotos) ansehen und die Beleuchtung analysieren. Bei Laienfotos sind kräftige harte Schatten unter den Augen, der Nase und dem Kinn zu sehen, wenn die fotografierten Menschen nicht im Schatten stehen, sondern direkt von der Sonne angestrahlt werden.

 
Und eben gegen diese Schatten hilft das Aufhellblitzen.

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An den Schatten hinter den Beinen erkennt man, dass hier am helllichten Tag geblitzt wurde. Der Grund: Die Farben des Kostüms sollten einfach etwas satter rüberkommen, wofür mehr Licht notwendig war.


 
Damit ist gemeint, dass man das Blitzlicht der Kamera bzw. eines Aufsteckblitzes so dosiert, dass die Stimmung des natürlichen Lichts erhalten bleibt, die Schatten aber dezent aufgehellt werden. Meistens ist ein Tageslicht-Blitzlicht-Verhältnis von 2:1 bis 4:1 ideal. Wie man das hinkriegt, steht im nächsten Absatz. Für das Aufhellen gibt es einen technischen und einen ästhetischen Grund. Der ästhetische Grund: Tiefe Schatten machen hässlich. Falten werden betont. Keine Regel ohne Ausnahme: Bei Männerporträts kann hartes Licht durchaus sinnvoll eingesetzt werden, um das kantige Kinn zu betonen.

Der technische Aspekt: Digitalkameras haben im Vergleich zur Wahrnehmungsfähigkeit des menschlichen Auges nur einen begrenzten Spielraum beim Erfassen von Kontrasten. Eine Tageslichtszene kann ein Kontrastverhältnis von 100.000:1 (ca. 17 Belichtungsstufen) haben. Für die menschliche Wahrnehmung kein Problem. Eine Digitalkamera schafft aber nur die Darstellung eines Kontrastverhältnisses von vielleicht 400:1 (ca. acht Belichtungsstufen). Das heißt, die tiefen Schatten müssen so weit aufgehellt werden, dass der Sensor neben den hellen Partien auch noch Details in den Schatten erkennen kann, um nicht einfach pechschwarze Flecken zu produzieren.

 
Das Spiel mit Licht und Schatten ist es, was die Fotografie ausmacht. Hier kam es darauf an, die möglichen Kontraste auszureizen, weshalb mit nur einer auf das Modell ausgerichteten Lichtquelle gearbeitet wurde. Der Hintergrund blieb so mehr oder weniger dunkel.

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Aufhellblitzen – so geht’s

Das Verhältnis zwischen Tageslicht und Blitzlicht steuert man, indem man die Blitzleistungskorrektur der Kamera verwendet. Mit jeder halbwegs modernen Digicam kann man die Leistung des integrierten Blitzes nach oben oder unten korrigieren. Das klappt natürlich ebenso mit einem Zusatzblitz. Wie das technisch geht, steht im Handbuch von Kamera bzw. Blitzgerät. Zum Aufhellblitzen am Tag fotografiert man am besten im Modus Blendenautomatik/Zeitvorwahl (S, T oder Tv).

Dabei wird eine Verschlusszeit eingestellt, bei der die Bilder nicht verwackeln – also z.B. 1/125 Sek. beim Fotografieren mit Brennweiten zwischen 50 und 130 mm. Beim Antippen des Auslösers (nicht durchdrücken!) ermittelt die Kamera die für eine korrekte Belichtung notwendige Blende. Nun wird die Blitzintensität mithilfe der Blitzleistungskorrektur (siehe Handbuch) um zwei Stufen nach unten korrigiert. Anschließend muss man nur noch das Motiv anvisieren und den Auslöser drücken.

Der Gag an der Sache: Durch die von der Kamera ermittelte Blende werden sowohl Motiv als auch Hintergrund ausgewogen belichtet. Und der Blitz hellt die Schatten auf. Da auf die Technik nicht immer hundertprozentig Verlass ist, sollte man so ein Bild auf dem Display kontrollieren und bei Bedarf (Schatten noch zu dunkel oder Motiv zu hell) die Blitzleistung nochmals verändern. Das Ganze klappt übrigens auch bei Fotos mit Gegenlicht, also wenn die Sonne (oder eine andere Hauptlichtquelle) im Hintergrund steht. Durch das Gegenlicht wird das Motiv sehr dunkel, ein Aufhellblitz bringt wieder Details zum Vorschein. Hier muss man allerdings etwas ausprobieren, bis man die richtige Blitzintensität gefunden hat.

 
Die Abbildung zeigt das Einstellmenü einer Canon EOS 50D, in dem man die Blitzleistung nach oben oder unten korrigieren kann.

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Aufsteckblitze – flexibel und leistungsfähig

Zusatzblitzgeräte haben ein paar handfeste Vorteile gegenüber integrierten Kamerablitzen. Sie haben mehr Leistung (angegeben in LZ = Leitzahl), sie können je nach Preisklasse für indirektes Blitzen gedreht und geschwenkt werden, und sie bieten Spezialfunktionen (High-Speed-Synchronisation, Stroboskopblitzen) für kreatives Fotografieren. Für Spiegelreflexkameras und für die meisten digitalen Kompakten gibt es Zusatzblitze. Die Geräte werden auf den Blitzschuh oben auf dem Kameragehäuse aufgesteckt. Die Kommunikation mit der Kamera läuft über Metallkontakte an Blitzfuß und Zubehörschuh.

Wer seiner Marke treu bleiben möchte, sollte immer die vom Kamerahersteller angebotenen (aktuellen) Zusatzblitze in Betracht ziehen. Die Kommunikation zwischen Blitz und Kamera klappt dann reibungslos. Aber auch die Zusatzblitze z.B. von Metz (www.metz.de) kann man durchaus empfehlen, da die verschiedenen Systeme (E-TTL von Canon, i-TTL von Nikon und Fuji, P-TTL von Pentax und Samsung, FourThirds von Olympus und Panasonic) und Blitzfunktionen auch von diesen Geräten verstanden werden.

 
Den Blitzkopf eines guten (und kostspieligen) Aufsteckblitzes kann man drehen und schwenken, um damit das Licht gegen Wände und Decke zu richten. Das Licht wird dadurch gestreut und die Schatten werden weicher. Natürlich geht dabei auch Blitzleistung verloren, weil das Licht schließlich einen weiteren Weg zurücklegen muss.

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Hier sieht man den Effekt des indirekten Blitzens: Einmal wurde nach links an die Wand geblitzt, das andere Mal an die Decke. Welche Variante man wählt, hängt von den Erfordernissen der Bildgestaltung ab.

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Und noch einen Vorteil haben Aufsteckblitze, wenn man bereit ist, zusätzlich in seine Ausrüstung zu investieren: Man kann mit Ihnen entfesselt oder drahtlos blitzen. Entfesselt heißt, dass Kamera und Blitz mit einem speziellen Kabel verbunden werden. Den Blitz kann man dann in einem gewissen Radius von der Kamera entfernt halten. Das hilft einerseits, rote Blitzaugen zu vermeiden, andererseits kann man die Lichtrichtung viel besser steuern und so Schatten vermeiden oder manipulieren.

Beim drahtlosen Blitzen kommunizieren Kamera und Blitzgerät(e) über Funk, wobei – die richtige Ausrüstung vorausgesetzt – die Steuersignale (TTL) ebenfalls per Funk übermittelt werden. Das heißt, sämtliche Automatikfunktionen bleiben erhalten und das richtige Blitzen selbst mit mehreren per Funk angeschlossenen Geräten ist kinderleicht.

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Wer es besonders flexibel braucht, kann sich ein spezielles Kabel samt Anschlüssen besorgen, um den Aufsteckblitz weiter entfernt von der Kamera einzusetzen.


 
Spezielle Blitze für spezielle Aufgaben. Freunde der Makrofotografie bekommen von den Kamerahersteller auf die speziellen Erfordernisse zugeschnittene Makroblitze, die vorn am Objektiv angeschraubt werden. Auch diese Blitze lassen sich ganz automatisch von der Kamera steuern. (Foto: Canon)

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Experimente mit Farben

Ein ganz besonderes Feld für kreative Experimente eröffnet sich, wenn man Farbfilter ins Spiel bringt. Einen Farbfilter (farbige Filterfolie) kann man entweder vor dem (Aufsteck- oder Studio-) Blitzreflektor anbringen, oder man verwendet gleich zwei Filter – einen vor dem Blitz und einen mit der Komplementärfarbe vor dem Objektiv. Im ersten Fall färbt das gefilterte Blitzlicht Motive in der Nähe entsprechend ein.

Fotografiert man draußen, bleibt der entfernte Hintergrund unbeeinflusst. Der zweite Fall ist etwas komplizierter: Der Farbfilter vor dem Objektiv färbt zunächst einmal die gesamte Szene z.B. in Blau ein. Der Komplementärfilter vor dem Blitz, in diesem Fall Gelb oder Orange, neutralisiert die Farbe des Objektivfilters bei angeblitzten Motiven in der Nähe. Das vom Blitz angestrahlte Vordergrundmotiv ist also farblich mehr oder weniger neutral.

Das Ganze klappt ähnlich mit dem Weißabgleich, wenn man ihn bewusst falsch einsetzt. Fotografiert man z.B. mit der Weißabgleichseinstellung für Kunstlicht bei Tageslicht, wird das Bild ziemlich blau. Wird dann ein Vordergrundmotiv mit farbigem (gelb, orange) Licht angeblitzt, wird das Blau im Vordergrund neutralisiert.

 
Hier wurde nicht farbig geblitzt, sondern farbig reflektiert. Die Gabel wurde nicht direkt angeleuchtet, sondern ein paar Bögen farbiges Papier, das sich dann in der polierten Gabel spiegelte.

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Blitzlicht in der Studiofotografie

Viele Hobby-Fotografen träumen davon, sich ein eigenes Studio einzurichten. Ist gar nicht so schwer, wenn man anfangs ein paar Kompromisse bei der Ausrüstung eingeht. Obwohl für viele Motive ein einziger verstellbarer Blitz samt Lichtformer ausreichend ist, sorgt eine zweite Leuchte oder zumindest ein zusätzlicher großer Aufhellreflektor für deutlich mehr kreative Möglichkeiten.

Grundsätzlich gilt bei der Studiofotografie: Das Hauptlicht allein sollte das Motiv schon im Sinne der fotografischen Intention ausleuchten. Alles weitere an Licht- und Reflektoreinsatz dient der Detailverbesserung oder -betonung.

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Ein Kompaktblitzgerät mit einem Standardreflektor ist die absolute Grundausstattung für die Studiofotografie.


 
Und hier der Beweis, dass ein Blitzgerät mit Standardreflektor ausreichen kann.

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Licht verformen

Blitzlicht einschalten, ausrichten, draufhalten? So wird das nichts. Denn die wahre Kunst des Studiofotografen besteht darin, Licht so zu steuern, dass bestimmte Effekte erzielt werden. Diese Effekte unterstützen oder erschaffen die Bildaussage. Und um Licht zu steuern, gibt es mehrere Möglichkeiten bzw. Hilfsmittel. Spots und Tubusaufsätze, die das Licht einer Lichtquelle bündeln, erzeugen hohe Kontraste und kräftig konturierende Schatten.

Kleiner Tipp dazu: Wer keine Schatten hinter einem Motiv haben möchten, positioniert es einfach weit genug vom Hintergrund entfernt. Für weiche Schatten verwendet man Softboxen oder Reflexschirme. Eine Softbox ist im Prinzip ein mit transparentem Stoff bespannter Rahmen, der das Licht des Blitzgeräts streut. Man kann sich behelfen, indem man einen Rahmen bastelt, diesen mit halbtransparentem Architektenpapier bespannt und vor die Lichtquelle stellt. Ist zwar etwas umständlich, klappt aber auch ganz gut, wenn man weiche Schatten erzeugen möchte. Softboxen gibt es in ganz unterschiedlichen Formen und Größen als Rechtecke, Quadrate oder Achtecke. Je größer die Softbox und je näher am Modell positioniert, desto weicher werden die Schatten.

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Mit einem Tubus kann man Licht relativ eng bündeln, um z.B. in der Porträtfotografie Akzente auf den Haaren zu setzen. (Foto: Hensel)


 
Weiches, direktes Licht bekommt man mit Softboxen hin.

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Der Vorteil gegenüber dem indirekten Blitzen ist vor allem, dass man nur wenig Lichtleistung einbüßt. Für die Aktaufnahme wurde nur eine kleine Softbox verwendet.

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Mehrere Lichter

Das Hauptlicht ist verantwortlich für die Grundstimmung eines Motivs. Ist das Hauptlicht erst einmal platziert, kommen eventuell weitere Lichtquellen dazu. In der Regel dient das nächste Blitzgerät bzw. ein Reflektor dazu, Schatten auf der vom Hauptlicht abgewandten Seite aufzuhellen. Dadurch werden Kontraste abgeschwächt.

Weiterhin lassen sich mit einem zusätzlichen Spot oder Tubus kleinflächig Bereiche zur Betonung anstrahlen. Porträts aus dem Profistudio haben meistens ein helles Licht auf den Haaren. Knifflig bei der Verwendung von mehr als einem Blitzgerät: Man muss die Lichtstärken aufeinander abstimmen.

Das Hauptlicht ist dominant, die anderen Lichter müssen entsprechend heruntergeregelt oder weiter weg platziert werden. Zur Kontrolle der einzelnen Lichtquellen ist ein Blitzbelichtungsmesser empfehlenswert, der allerdings nicht ganz billig ist. Alternativ muss man eben ausprobieren und am besten am Computermonitor die Wirkung der Blitze kontrollieren.

 
Kleines Ratespiel: Wie viele Lichter wurde hier verwendet? Antwort: Nur eine einzige Softbox, die von schräg vorn von der Decke hing. Das Licht von unten kommt von der spiegelnden Fläche, auf der das Model sitzt.

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Wer Licht im Studio einsetzt, muss um die Wirkung verschiedener Lichtformer wissen und das Zubehör entsprechend einsetzen. Der Vergleich zeigt deutlich, wie Licht und Schatten beeinflussbar sind.

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Was braucht man noch im Studio

Neben Blitzgeräten und Lampenstativen – beides wird oft in Sets mit ein paar Lichtformern angeboten – braucht man noch einen Infrarot-, Kabel- oder Funkauslöser, mit dem die Blitze ausgelöst werden. Verschiedene Hintergründe aus Karton, Stoff oder Kunststoff sollten da sein, dazu eine Halterung für die Hintergründe. Ganz wichtig sind Reflektoren (schwarz, weiß, gold, silber), schwarzer Stoff zum Abdunkeln bei Low-Key-Porträts und Farbfolien für Lichteffekte.

Wer auf fliegende Haare bei Modelaufnahmen steht, braucht einen kräftigen Ventilator. Fast alles lässt sich irgendwie günstig improvisieren, verbringt man aber viel Zeit im Studio, wird man sich nach einer Weile ein wenig mehr Bequemlichkeit wünschen und entsprechend investieren.
 
Zwei Baustrahler sind am Anfang ganz nett, aber weder die Lichtqualität noch die Hitzeentwicklung tragen zu entspanntem Arbeiten bei.

Zwei Zubehörteile, die im Studio sehr wichtig sind: Mit dem Reflektor (hier in Gold) werden Schatten aufgehellt, ...

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... mit der schwarzen Platte werden Schatten verstärkt oder erzeugt.

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Kommentare
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Portrait von axschneid66
  • 25.12.2014 - 08:51

Sehr interessant, Leicht verständlich. Danke

Portrait von timer2k
  • 24.05.2013 - 14:15

sehr hilfreich, danke!

Portrait von fluzzy
  • 13.04.2013 - 12:39

Top Einführung ins Thema Blitz!

Portrait von lenabunnie
  • 11.04.2013 - 00:22

Super Grundlagentutorial. Danke dafür.

Portrait von blackGT
  • 17.02.2013 - 07:46

Vielen Dank, gute Erklärungen.

Portrait von gulag
  • 04.02.2013 - 20:54

gibt ein überblick der utensilien fürs studio

Alternative Portrait

-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)

  • 18.10.2012 - 18:21

Wie immer sehr hilfreich für Anfänger!

Portrait von Gismo77
  • 19.06.2012 - 21:35

Super klasse tipps, wird gleich mal probiert,
Danke

Portrait von Jake23
  • 20.02.2012 - 15:32

super sache. was mich noch interessiert hätte wären diese unterschiedlichen blitzsync einstellungen.

Portrait von Der_Kleine_Hobbit
Portrait von JennaZee
  • 07.12.2011 - 13:32

Ich hatte gehofft, dass mehrere Studio-Lichtsetups vorgestellt werden. Schade.

Portrait von SimRob
  • 04.12.2011 - 19:36

Super Tutorial! Hat mir sehr geholfen! Toll gemacht und gut verständlich!

Portrait von elli_03
  • 17.11.2011 - 15:06

Man bekommt Lust auszuprobieren! Es waren einige Infos dabei -

Portrait von dorri22
  • 09.08.2011 - 12:19

Endlich tappe ich mit meinem Blitz nicht mehr im Dunkeln! Danke!

Portrait von hamsibone
  • 05.08.2011 - 00:03

Vielen Dank für das Tutorial

Portrait von mtepe
  • 24.07.2011 - 23:15

Die ganze Einsteiger Serie ist sehr gut geschrieben und sehr informativ. Sehr zu empfehlen!

Portrait von cifer001
  • 30.06.2011 - 15:27

Nach wie vor etwas unsicher mit meinem neuen externen Blitz. Die Übung macht's.

Portrait von Flyleaf
  • 07.06.2011 - 21:38

Sehr hilfreich, vielen dank

Portrait von Elle_cH
  • 20.05.2011 - 14:53

Anschaulich erklärt, hab wieder was auf der "Das probier ich aus"-Liste und die wird immer länger mit jedem deiner Tuts :)

Portrait von paegger
  • 29.04.2011 - 19:29

Gut nachvollziehbar und super um sich mit Blitz und Blitzgerät anzufreunden!

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