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Tutorialbeschreibung

Ausschnitt und Perspektive in der Fotografie

Ausschnitt und Perspektive in der Fotografie

Das Bergmassiv wirkte im Urlaub extrem beeindruckend, doch beim Anschauen der Fotos zu Hause kommt dieses Gefühl nicht rüber. Warum ist das so?
Wichtig für eine gelungene Bildkomposition ist “wie die Kamera” zu sehen.


Ausschnitt und Perspektive in der Fotografie


Bei der Fotografie kommt es nicht auf scharfe, farbgetreue und richtig belichtete Fotos an.
Diese Aussage ist insbesondere für Einsteiger ein Schlag ins Gesicht, denn scheinbar diskutierte man umsonst in Foren und Fotogruppen über die perfekte Schärfe, abgesoffene Tiefen und abgeschnittene Bildteile.
Auch ein unter diesen Gesichtspunkten für “perfekt” befundenes Foto wäre oftmals langweilig und nicht zufriedenstellend.

Das kennt jeder: Das Bergmassiv und die Kathedrale wirkten im Urlaub extrem beeindruckend, doch beim Anschauen der Fotos zu Hause kommt dieses Gefühl nicht rüber. Warum ist das so?
Wichtig für eine gelungene Bildkomposition ist, “wie die Kamera” zu sehen: Sie hat nur ein “Auge”, eine variable Brennweite, einen begrenzten Schärfebereich und produziert ein flaches – zweidimensionales – Bild. Dies steht im totalen Gegensatz zu unseren Augen und dem Sehen, das wir gewohnt sind.

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Ausschnitte
Ein gutes Beispiel für dieses Thema ist die People-Fotografie, insbesondere in der Presse:
Es wird das längste Objektiv mitgenommen, auf das Gesicht des Stars fokussiert und im Dauerfeuer geknipst. Zu sehen ist das scharfe, korrekt belichtete Gesicht des Prominenten, jedoch trägt das Foto keinerlei Aussage in sich!

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Will man also z.B. das Gefühl von Sieg, Niederlage, Einsamkeit vermitteln, ist es wichtig auf die Suche nach besonderen Ausschnitten zu gehen. Eine jubelnde Schaar von Fans im Hintergrund oder eine leere Ecke beim überfüllten Konzert geben dem Fotografen eine sehr große Gewalt über die Fotoaussage.
Der Ausschnitt ist also extrem wichtig, doch warum fällt es uns so schwer, einen geeigneten- zu finden?
Das menschliche Blickfeld ist viel größer als der Blickwinkel des Objektivs, daher ist es ratsam, den eigenen Blickwinkel einzuschränken, indem man die Szene z.B. nur durch den Sucher der Kamera betrachtet, oder durch die eigenen Hände begrenzt (früher nahm man einen Diarahmen).

Neben dem räumlichen Ausschnitt spielt ebenfalls der zeitliche Ausschnitt eine sehr große Rolle für die Bildwirkung.
Das beste Beispiel dafür sind die vielen Rennsportfotos, die mit 1/2000s fotografiert wurden – das Auto scheint auf dem Foto zu parken, denn alles ist scharf und das Auge hat keinen Anhaltspunkt, um die Geschwindigkeit richtig beurteilen zu können. Autos verformen sich nicht beim Fahren, anders als z.B. Pferde, die sich heftig bewegen während sie laufen.

Um dem Betrachter also einen Eindruck von der rasanten Geschwindigkeit des Autos zu geben muss man versuchen, das Auto scharf abzubilden, den Hintergrund jedoch zu verwischen. Dies geschieht durch das sog. “Mitziehen”, d.h. man fotografiert mit 1/30s und richtet seine Kamera immer nach dem Auto aus, auch während dem Auslösen. Dies erfordert eine sehr große Menge Erfahrung, bis das Objekt auch wirklich scharf ist, de Hintergrund aber total verschwimmt.

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Perspektive
Wie bereits erwähnt, ist das Bild der Kamera nur zweidimensional und wirkt daher sehr flach. Aus diesem Grund bedienen sich Fotografen der Perspektive.
Ein wichtiger Faktor in der Perspektive sind die sog. “stürzenden Linien” (konvergente Linien): Sie laufen mit zunehmender Entfernung zusammen und schneiden sich in einem bestimmten Punkt, dem sogenannten “Fluchtpunkt”.
Diese Linien haben einen stark richtungsweisenden Charakter, denn der Blick des Betrachters wird daran durch das Bild bis zum Fluchtpunkt geleitet.

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Man fotografiert die meisten Bilder aus Augenhöhe, daher erscheinen uns viele unserer Fotos als langweilig. Ändert man die Aufnahmeperspektive und geht in die Hocke oder steigt auf eine Leiter können sehr viel interessantere Bilder dabei herauskommen!

Neben dem richtungsweisenden Charakter von konvergierenden (stürzenden) Linien, können diese auch sehr gut dazu eingesetzt werden, um sachliche und kühle Aufnahmen, z.B. in der Architekturfotografie, zu kreieren:
Liegt das Objekt genau parallel zum Sensor bzw. Film in der Kamera laufen die stürzenden Linien nicht mehr aus- bzw. zueinander. Der Effekt ist ein sehr flaches und künstliches Bild, mit dem dann wunderbar zu spielen ist, was Symmetrie betrifft. Große Schlossanlagen und pompöse Paläste wirken durch den Verzicht von stürzenden Linien komplett anders!

Wichtig ist, darauf zu achten, dass die Objekt- und Bildebene komplett parallel zueinander sind, ansonsten kommt es zu winzigen Verzeichnungen der geraden Linien, die dann sehr unsauber aussehen. Das heißt: Entweder vollkommen auf stürzende Linien verzichten, oder sie bewusst einsetzen – keine halben Sachen.


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Kommentare
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Portrait von ASTRODeluxe
  • 18.03.2015 - 01:13

Vielen Dank ! Super Anleitung! :-)

Portrait von frankn
  • 04.03.2013 - 02:17

voll schrott voll schrott voll schrott

Portrait von Elevenfourteen
Portrait von Gismo77
  • 24.06.2012 - 15:56

Danke für das Tutorial

Portrait von tpfote
  • 14.12.2011 - 12:32

Sehr destruktiv, wenig konstruktiv und alles in Allem eher oberflächlich. Mehr Beispiele und Informationen, wie man es richtig macht, wären hilfreich. Schade.

Portrait von Berthi
  • 14.10.2011 - 17:40

vielen Dank für die Bemühungen, alles sehr verständlich!

Portrait von Hambone
  • 21.08.2011 - 12:11

Im Ansatz ganz gut, aber es sollte ausführlicher behandelt werden. z.B die Bergansicht ist nur negativ beschrieben, es fehlen Beispiele, wie es besser sein kann. z.B. Vordergrund objekte mit einbeziehen oä.

Portrait von pedali
  • 16.08.2011 - 10:55

Die Ausführungen zum Ausschnitt waren gut, auf die Perspektive wurde leider etwas wenig eingeganen, mit mehr Details und Beispielbilder hätten hier sowohl für Anfänger als auch für leicht Fortgeschrittene eventuell Lernpotential gebracht.

Portrait von jebaer
  • 10.08.2011 - 20:43

wenig neues, trotzdem informativ

Portrait von hamsibone
  • 04.08.2011 - 23:50

Vielen Dank für das Tutorial

Portrait von DaNino
  • 06.06.2011 - 22:04

gut für Anfänger..mehr Beispielphotos sind hilfreicher

Portrait von TomekW
  • 27.05.2011 - 14:05

Mehr Beispielbilder wären wünschenswert...Alles in allem knapp gehalten...

Portrait von Staubfinger
  • 23.01.2011 - 21:30

Leider nur für Anfänger geeignet.
Ich habe mir mehr davon versprochen.
Trotzdem Danke.

Portrait von aquemomo
  • 30.11.2010 - 08:05

mh sry irgendwie bin ich jetzt nicht wirklich schlauer

Portrait von miasolar
  • 21.10.2010 - 19:25

Nicht viel Neues, aber gut erklärt!

Portrait von ihd

ihd

  • 12.10.2010 - 15:08

interessant

Portrait von nickale
  • 03.09.2010 - 23:59

Leider gar nicht hilfreich!

Portrait von michi5424
  • 23.08.2010 - 09:19

Obwohl nicht wahnsinnig hilfreich danke ich doch immer wieder allen, die sich die Mühe machen uns diese Unterlagen zur Verfügung zu stellen, ob jetzt sehr oder weniger hilfreich!
Danke !

Portrait von deniisu
  • 15.08.2010 - 13:57

leider nichts Neues, nichts Ausführliches und keine guten Beispielfotos...

Portrait von Nimrod859
  • 23.07.2010 - 12:14

Sehr gutes Tut! Hat mir sehr geholfen!

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