Anzeige
Tutorialbeschreibung

Fotopraxis - Teil 01 - Jahreszeiten: Frühling, Sommer, Herbst und Winter

Fotopraxis - Teil 01 - Jahreszeiten: Frühling, Sommer, Herbst und Winter

Fotografie in der Praxis - 10 Tutorials zu konkreten Fotothemen zum Nachmachen und Ausprobieren.

Diese Tutorial-Reihe besteht aus insgesamt 10 Einzeltutorials, die sich mit praktischer Fotografie beschäftigen. Start ist Ende März 2009 mit dem Thema "Jahreszeiten", die weiteren Tutorials folgen im lockeren Wochenabstand.

Viel Spaß beim Nachmachen und Ausprobieren.


1. Jahreszeiten – Frühling, Sommer, Herbst und Winter
Die Jahreszeiten in Fotos festhalten

2. Fotografieren für Panoramabilder
Ruhige Hand oder Stativ?
In diesem Tutorial geht es darum, wie man so perfekt wie möglich Einzelbilder für eine Panoramamontage erstellt. Denn wer nicht auf vermeintliche Kleinigkeiten achtet, wird mit schier unlösbaren Problemen beim Zusammensetzen der Einzelbilder belohnt.

3. Blaue Stunde
Motive in der Dämmerung
Das Licht zur Blauen Stunde, der Stunde um den Sonnenauf- und -untergang herum, ist ganz besonders stimmungsvoll. Aber nicht nur das Licht, auch die besonderen Kontraste in der Welt da draußen. Wie transportiert man Stimmung der Abendstunden in seine Aufnahmen?

4. Feuerwerk
Heiße Raketen cool einfrieren
Immer wenn sich was bewegt, weiß man nicht so recht, wie die Fotos aussehen werden. Deshalb heißt es bei Feuerwerken: viel ausprobieren. In diesem Tutorial gibt es die garantiert richtigen Kameraeinstellungen dazu.

5. Available Light
Blitzen gilt nicht!
Nur nicht schummeln, heißt es bei der Available-Light-Fotografie. Nur das vorhandene Licht für die Fotos nutzen. Das heißt nicht, dass man vorhandenes Licht nicht ein bisschen steuern dürfte. Immerhin geht es ums Motiv, nicht ums Prinzip.

6. Sexy Dessous-Shooting
Nur nicht aufdringlich werden
Ein Thema nicht nur für Männer: Um Frauen in schöner Wäsche toll zu präsentieren, muss man viele kleine Details beachten. Das beginnt bei der Planung und endet noch lange nicht beim richtigen Licht und dem passenden Hintergrund.

7. Gegenlicht
Wenn die Kamera aufgibt …
… muss der Fotograf manuell die Belichtungswerte festlegen. Denn Gegenlicht, das meistens entweder scherenschnittartige Motive oder hell strahlende Hintergründe produziert, gilt mit als die schwierigste Lichtsituation für Fotografen.

8. Fotografieren in Gebäuden
Drinnen ist es immer dunkel.
Wer schon mal drinnen fotografiert hat, weiß, dass die Gefahr für verwackelte Bilder mit dem Schritt durch die Tür dramatisch zunimmt. Zweites Problem: Wie bekommt man all das aufs Bild, was einen Innenraum ausmacht. Auswege aus der Krise und Hinweise, wann das Fotografieren verboten ist.

9. Infrarotaufnahmen
Das andere Licht.
Analog war die Infrarotfotografie schon knifflig, digital ist alles noch viel schlimmer geworden. Wie man trotzdem den typischen IR-Look hinbekommt und welche Hilfe einem dabei der Computer bietet, erfahrt ihr hier.

10. Packende Tierporträts
Hund, Katze, Maus …
Hier geht es um den richtigen Augenblick und das richtige Licht. Denn eine schlafende Katze kann jeder fotografieren. Aber eine gähnende Katze beim warmen Licht des Spätnachmittags oder einen rennenden Hund oder Tiere im Zoo, ohne dass man die Gitter sieht – das ist dann schon schwieriger.


Jahreszeiten – Frühling, Sommer, Herbst und Winter:
Die Jahreszeiten in Fotos festhalten

Jede Jahreszeit hat ihre Reize und Motive. Aufbrechende Blütenknospen und flaumige Küken im Frühjahr, flirrende Hitze und bunte Strandbälle im Sommer, Farben, Farben, Farben im Herbst, bizarre glitzernde Eisskulpturen und Schneelandschaften im Winter – aber wie fotografiert man das alles, ohne dass es abgedroschen wirkt?

Gibt es das typische Wintermotiv? Oder typische Motive für Frühjahr, Sommer und Herbst? Vermutlich nicht nur ein Motiv, sondern eine ganze Menge Bilder fallen einem ein, wenn man ein bisschen darüber nachdenkt. Das Problem bei der Sache ist, dass man glaubt, viele der offensichtlichen Motive schon mal gesehen zu haben.

Kann man so was dann noch guten Gewissens fotografieren, ohne andere Fotografen dabei zu kopieren? Ich denke: Ist doch egal. Denn erstens sehen Motive eigentlich niemals völlig identisch aus und zweitens – was noch wichtiger ist – kann man ja die eigenen Fotos mit denen von anderen Fotografen vergleichen. Man lernt dabei ganz zwangsläufig, was die anderen anders gemacht haben und was man für sich selber noch verbessern kann. Also, auch wenn es schon Tausende Fotos von süßen Osterlämmchen oder flaumigen Küken gibt – wer die Gelegenheit hat, sollte trotzdem Fotos machen und versuchen, neue Perspektiven zu entdecken.

 
Der Schnee im Hintergrund sagt deutlich: Hier ist noch Winter. Das kühle Licht kontrastiert sehr schön mit dem rötlichen Fell der Wölfe, das, weil es so dicht ist, ebenfalls die Kälte des Winters verdeutlicht.

Bilder



 

Möglichkeiten der Kamera kennen

Wichtig beim Entdecken neuer Ansichten ist es, die Möglichkeiten seiner Kamera zu kennen. Welche Brennweiten stehen mir zur Verfügung, welche Blendenöffnungen sind möglich, kann ich auch mal im Regen fotografieren, welche Naheinstellgrenze gilt für mein Objektiv?

Die Brennweite ist für zwei Faktoren relevant: die mögliche Entfernung zum Motiv und die Perspektive (in Verbindung mit dem Kamerastandort). Eine kleine, gerade aus dem Boden sprießende Blüte eines Schneeglöckchens oder eine Biene auf einer Sonnenblume wirken meistens am besten, wenn man sie aus nächster Nähe fotografiert. Entweder mit langer Brennweite, um die Perspektive ein wenig zu verdichten, oder mit extrem kurzer Brennweite aus geringer Entfernung, um kleine Motive dadurch größer wirken zu lassen. Je kürzer die Brennweite und je geringer der Motivabstand, desto extremer die Perspektive.

Soll der Hintergrund in Unschärfe verschwimmen? Dann muss die Blendenöffnung möglichst groß gewählt werden (kleine Blendenzahl). Da die Schärfentiefe neben der Brennweite auch von der Sensorgröße abhängt – mit einer Vollformat-SLR bekommt man deutlich geringere Schärfentiefe hin als mit einer Kompakten mit winzigem Sensor –, sollte man ein paar Versuche mit unterschiedlichen Blendenwerten machen, um die Möglichkeiten der Kamera zu erkunden.

Langer Rede kurzer Sinn: Wer sich nicht über die technischen Merkmale seiner Kamera bewusst ist und nicht weiß, wie man Blende, Brennweite, Verschlusszeit etc. für die Bildgestaltung einsetzt, verschenkt eine Menge an Möglichkeiten. Im Folgenden gibt es die wichtigsten fototechnischen Tipps zur Gestaltung jahreszeitlicher Bilder.

 
Gegenlichtaufnahmen wie diese sommerliche Abendszene erfordern exakte Belichtungen. Wer digital fotografiert, sollte die Aufnahmen gleich auf dem Monitor kontrollieren und bei Bedarf einfach weitere Aufnahmen mit veränderten Belichtungswerten machen.

Bilder



 

Das Licht macht’s aus

Jede Jahreszeit hat typische Eigenheiten bezüglich des Lichtes. Steht die Sonne hoch am sommerlichen Himmel, erzeugt sie viel kürzere Schatten als um die gleiche Tageszeit im Winter. Die Kontraste sind deutlich kräftiger als zu anderen Zeiten. Auch die Lichtfarbe variiert, weil das Licht bei niedrig stehender Wintersonne durch die Atmosphäre auf andere Weise gebrochen wird. Daher ist das Tageslicht im Sommer einen Tick blauer als beispielsweise im Spätherbst.

Man sollte sich beim Fotografieren immer klarmachen, in welcher Zeit des Jahres man sich gerade befindet. Dann kann man typische Farben und die Lichtintensität, aber auch die für eine Jahreszeit typischen Elemente wie Blüten, Herbstlaub oder Schnee in die Überlegungen zur Bildgestaltung mit einbeziehen.

 
Weil sich die Blüte offenbar noch nicht geöffnet hat, ist dies eher ein Frühlingsmotiv. Tatsächlich ist diese Aufnahme aber an einem bewölkten Abend im Juli entstanden. Das Licht der untergehenden Sonne tauchte das Motiv in warme Farben.

Bilder



 
Kleiner Tipp zum Thema Lichtfarbe und Lichtstimmung: Will man einer Aufnahme eine etwas andere jahreszeitliche Lichtstimmung verleihen, ist das mithilfe der Bildbearbeitung kein Problem. Man kann z. B. einen roten, gelben oder blauen Fotofilter simulieren und über ein Motiv legen, um die Lichtfarbe global zu verändern. Alle modernen Bildbearbeitungsprogramme sind zu solchen Veränderungen in der Lage.


Frühlingslicht ist perfekt

Der Frühling ist vermutlich die wichtigste Jahreszeit für Makrofotografen. Aufbrechende Blüten und Triebe, aber auch das erwachende Tierreich bieten eine riesige Palette an Fotomotiven. Gerade die Kombination von Frühlingsmotiven mit letzten Resten des Schnees kann den jahreszeitlichen Wechsel wundervoll verdeutlichen. Da die Sonne früh im Jahr noch relativ niedrig steht, kann man praktisch den ganzen Tag lang fotografieren, weil seitliches Licht die Formen plastisch erscheinen lässt.

Sonnige Tage sind ideal für Motive mit kräftigen Kontrasten. Hier kann übrigens ein Blitzgerät oder ein kleiner weißer oder gold-/silberfarbener Reflektor hilfreich sein, um zu starke Schatten aufzuhellen. An bedeckten Tagen sind die Schatten sehr weich und die Kontraste eher gering, was gut zu verträumten Motiven passt, die man eventuell am Computer noch nachträglich weichzeichnen kann.

 
Was kommt denn da aus dem Waldboden? Aufblühende Blumen in natürlicher Umgebung sind immer ein Symbol für den Frühling und damit auch ganz allgemein eine Metapher für Neuanfang.

Bilder



 
Je weiter der Frühling fortschreitet, desto satter werden die Farben. Das Grün der Wiesen und die neuen Blätter an den Bäumen lassen sich toll zur Bildgestaltung mit saftigem Grün nutzen. Wer sich lieber in der Stadt rumtreibt, findet dort natürlich ebenso ausdrucksstarke Motive.

Das können die ersten im Straßencafé sitzenden Menschen sein, die noch in dicke Wintermäntel gehüllt sind, spielende Kinder in Parks oder eine Reihe geöffneter Fenster, durch die die Frühlingsluft ins Haus strömt. Hier ist sicher eine Kamera mit Telezoomobjektiv hilfreich, um auch mal unbeobachtet aus einiger Entfernung fotografieren zu können.

Bilder



 
Spät im Frühling sind die ersten Schmetterlinge und Libellen unterwegs. Die beste Zeit für Makrofotografen, die Insekten lieben. Kleiner Tipp dazu: Insekten sind sehr früh noch etwas träge und lassen sich da besser erwischen.

Bilder



 

Lebensfreude, Urlaub, Sommergewitter

Die Sommersonne hat prinzipiell einen Vorteil und einen Nachteil. Der Vorteil: Viel Sonnenlicht bedeutet, dass man viel häufiger als sonst ohne Stativ aus der Hand fotografieren kann und keine Angst vor verwackelten Bildern zu haben braucht. Der Nachteil: Die Schatten werden zuweilen extrem, vor allem zur Mittagszeit und bei wolkenlosem Himmel. Allerdings können die kräftigen, zur Mittagszeit besonders kurzen Schatten auch den Reiz eines Sommerfotos ausmachen, da es zu keiner anderen Jahreszeit so eine Lichtstimmung gibt.

Aufpassen muss man beim Fotografieren aber auf jeden Fall auf den Dynamikumfang eines Motivs. Denn wenn der Unterschied zwischen hellsten Bildstellen und dunkelsten Schatten zu groß sind, um sie mit dem Sensor mit einer einzigen Aufnahme zu erfassen, muss man Kompromisse eingehen. Wichtig ist, dass man am besten mit der Spotmessung die Belichtungswerte für die hellsten und dunkelsten Motivteile herausfindet und dann einen Wert festlegt, der das Hauptmotiv subjektiv richtig erfasst.

Zur Verdeutlichung: Ein heller Sommertag kann im Freien einen Kontrastumfang von zu 100.000:1 haben, eine normale Digitalkamera kann bestenfalls einen Umfang von ca. 400:1 verarbeiten. Das bedeutet, entweder werden die hellen Stellen korrekt belichtet und die Schatten laufen zu, oder die Schatten zeigen noch Details und die hellen Stellen (z. B. der Himmel) werden völlig weiß. Man kann nun entweder den Bildausschnitt so wählen, dass der Kontrastumfang nicht zu extrem ausfällt, oder man macht Belichtungsreihen, die man dann per Bildbearbeitung übereinander legt (Stichwort HDR).

Eine weitere Möglichkeit gerade bei Porträts oder relativ nahen Motiven ist das Aufhellblitzen. Dabei wird der Blitz so eingestellt, dass er gerade so viel Licht abgibt, dass zu kräftige Schatten dezent aufgehellt werden. Und noch ein Tipp, den Profis oft anwenden: Man stellt seine Motive in den Schatten oder verwendet einen weißen Schirm, der das Sonnenlicht abmildert. Profis arbeiten hier übrigens mit Rahmenkonstruktionen, die mit teildurchlässigem Stoff bespannt sind. Aber ein großer weißer Regenschirm tut‘s bei Porträts genauso.

 
Helles Sonnenlicht, Wolken am Himmel, harte Schatten und ein typisches Urlaubsmotiv mit Springbrunnen – das ist Sommer.

Bilder



 
Der Sommer ist die Zeit strahlend blauen Himmels, am Strand badender Menschen, trockener Feldwege und zuweilen quälender Hitze. Der Sommer und die entsprechenden Aktivitäten der Menschen lassen sich besonders gut zur Mittagszeit darstellen, mit den oben genannten Einschränkungen bezüglich des Kontrastumfangs. Einfacher ist die Belichtung am Abend, wenn die Schatten länger werden. Wenn das Licht am Mittag zu kontrastreich ist, kann man auch auf die Stunde nach Sonnenaufgang bzw. vor Sonnenuntergang warten. Die Kombination aus rötlichem Licht der auf- und untergehenden Sonne und länger werdenden Schatten ist ebenfalls bestens geeignet, die Stimmung eines Urlaubs- oder Sommertages einzufangen.

Bilder

Hier scheint man die Hitze des zurückliegenden Tages förmlich zu spüren. Der staubige Boden und das gleißende, von rechts kommende Licht der untergehenden Sonne im Hintergrund stehen für einen Sommerabend.


 

Herbst – Farben und prachtvolles Licht

Wer sich für Landschaftsfotografie begeistert, wird den Herbst lieben und die meiste freie Zeit des Herbstes draußen mit der Kamera verbringen. Denn keine Jahreszeit lässt eine solche Vielfalt an warmen Farben entstehen wie der Herbst. Die Sonne steht schon nicht mehr so hoch am Himmel wie im Sommer, was das Licht fast unmerklich rötlicher erscheinen lässt.

Außerdem sind die Schatten länger und nicht mehr so hart wie noch ein paar Monate zuvor. Das Farbenspiel der Vegetation verändert sich fast täglich. Welkende Blätter der Bäume und Sträucher färben die Natur in Gelb, Rot, dunkles Grün und Ocker. Der Herbst ist die Zeit mit dem wärmsten Licht. Deshalb wirken Landschafts- und Naturfotos, die zu dieser Jahreszeit aufgenommen werden, auch besonders Herbst-typisch.

Bilder

Hier sieht man durch die verschiedenfarbigen Blätter den Übergang vom Sommer zum Herbst. Die Aufnahme entstand um ca. 16 Uhr, die Sonne stand also schon relativ niedrig, wodurch die Farben noch wärmer wurden.


 
Im Herbst ist es noch wichtiger als zu anderen Zeiten, Fotos entweder relativ früh am Tag oder erst in den zwei, drei Stunden vor Sonnenuntergang zu machen. Denn das Licht zu diesen Tageszeiten verstärkt die Farbigkeit der Natur und taucht sie zusätzlich in intensives Leuchten. Und wenn es mal wolkig ist, ist das auch kein Problem.

Denn das diffuse Licht kann in einem Herbstwald ideal sein für eine ausgewogene und romantische Beleuchtung. Egal, wie das Wetter auch sein mag – im Herbst sollte man draußen immer einen Polfilter und eventuell einen Grauverlaufsfilter für zu hellen Himmel dabeihaben. Der Polfilter intensiviert die Farben nochmals. Und falls die Vegetation am Morgen oder abends ein wenig feucht ist, reduziert der Polfilter die Reflexe auf den Blättern. Die Farben werden dadurch deutlich satter. Typische Herbstmotive sind neben wilder Natur natürlich Getreidefelder, Waldboden, der mit braunen Blättern bedeckt ist, Pilze, die ersten Nebel und Motive, die schon den Nachtfrost zeigen.

Bilder

Herbstlicher geht‘s wohl kaum noch. Allerdings wurde hier mit der Bildbearbeitung kräftig nachgeholfen und die warme Farbe durch einen simulierten Orangefilter noch verstärkt.


 
Für Streetlife oder Peoplefotografie ist der Herbst ebenfalls gut geeignet. Da das Licht an einem sonnigen Tag weich und schmeichelhaft ist, wirken Porträts vor herbstlichen Hintergründen besonders romantisch. Aber Vorsicht bei der Auswahl von Fotomodellen: Herbsttypen (braun-rötliche Haare, am besten mit toller, lockiger Mähne, dunkle Augen, warme Hautfarbe) wirken enorm intensiv im Herbstlicht. Menschen mit kühler Ausstrahlung (blond oder schwarzhaarig, helle blaue Augen) kann das Licht zugute kommen, manchmal wirken solche Menschen aber in herbstlicher Szenerie etwas deplatziert, weil ihre eigenen Farben nicht zu denen des Herbstes passen.


Winter – Schnee, Eis und stahlblauer Himmel

Wer Winter sagt, meint Schnee. Oder zumindest Eis. Das Blöde am Winter – wenn man draußen mit seiner Kamera unterwegs ist, muss man auf die niedrigen Temperaturen achten. Erstens weil Kameraakkus ziemlich empfindlich auf Kälte reagieren und schneller leer sind, zweitens weil Kamera und Objektiv nach einer längeren Tour in der Kälte sofort beschlagen, wenn man ins Warme kommt. Das kann problematisch werden, wenn sich Wassertropfen bilden und ins Kameragehäuse fließen.

Deshalb gleich mal ein Tipp vorweg: Wenn man aus der Kälte in einen warmen Raum kommt, kann man die Kamera zuvor in einen luftdichten Plastikbeutel stecken, der nicht viel größer als die Kamera sein muss. Dann kann sich die Kamera akklimatisieren, ohne dass die feuchte Raumluft am kalten Gehäuse kondensiert. Und noch ein Tipp zum Akku, den man zwar schon oft gehört und gelesen hat, der aber trotzdem wahr ist: Ersatzakkus sollte man auf einer Winterfototour immer nah am Körper tragen und warmhalten. Das gilt auch für den Hauptakku, den man ruhig aus der Kamera nehmen kann, wenn man länger nicht fotografiert.

 
Die hinter den Bäumen stehende Sonne im Gegenlicht erzeugt Schatten, die toll zur Bildgestaltung eingesetzt werden können.

Bilder



 
Wer den Winter fotografieren will, muss eigentlich nicht besonders kreativ sein. Motive mit Schnee und Eis gibt es – sofern es kalt genug ist und geschneit hat – überall. Landschaften und Landschaftsdetails, aber auch Menschen beim Skifahren, Snowboarden, Rodeln, beim Wandern im Schnee oder mit typischen Winteraccessoires wie Handschuhen und Mützen zeigen immer ganz automatisch: jetzt ist Winter.

Bilder

Wenn das kein winterliches Motiv ist, weiß ich auch nicht mehr …


 
Nur die Belichtungsmessung ist bei viel Weiß im Bild regelmäßig etwas schwierig. Besser gesagt, eigentlich ist Schnee gar nicht so nicht schwierig zu fotografieren, man muss nur wissen, wie der kamerainterne Belichtungsmesser funktioniert. Der ist nämlich auf mittleres Grau geeicht, die Werte für Blende und Verschlusszeit werden an mittlerer Helligkeit ausgerichtet. Da eine Schneefläche aber alles andere als mittelhell ist, muss man die Belichtungswerte manuell verändern.

Denn sonst sind die Resultate deutlich zu dunkel. Also, im Handbuch der Kamera nachsehen, wie man die Belichtung manuell kompensiert, und entsprechend die Belichtungswerte um ca. 2 Stufen (LW – Lichtwerte) verändern, sodass die Bilder heller werden. Konkret heißt da z. B., dass man eine ermittelte Verschlusszeit von 1/250 Sek. auf 1/125 Sek. (+1 LW) oder sogar 1/60 sek (+2 LW) verlängert (bei gleicher Blende). Nebenbei bemerkt haben viele Kompaktkameras heute ein Motivprogramm für Winteraufnahmen. Fotografiert man mit dieser Automatik, kompensiert die Kamera die Belichtung ganz automatisch.

Bilder

Der hier grün hinterlegte Bereich ist die Belichtungsstufenanzeige einer EOS 50D. Wenn der weiße Balken unterhalb der Skala nicht in der Mitte ist, bedeutet das, dass die Belichtung heller oder dunkler wird.


 
Neben der richtigen Belichtung muss man im Winter auch wieder auf das Licht achten. Mittags bei strahlendem Himmel sind die Schatten relativ kurz, Strukturen und Details werden dann wenig konturiert. Schneeflächen, die im Schatten liegen, erhalten eine bläuliche Färbung und wirken dadurch noch kälter. Die tiefe Sonne am Vor- und Nachmittag erzeugt lange Schatten, modelliert dadurch Landschaften und beleuchtet die Umgebung rötlich. Der Kontrast zwischen der Kälte des Winters und dem warmen Licht eines Sonnenuntergangs kann auf Fotos sehr reizvoll sein, wenn man in Richtung Sonne fotografiert.

Bilder

An den langen Schatten sieht man deutlich, dass die Sonne schon relativ niedrig steht. Die schneebedeckte Eisfläche rechts hinten ist entsprechend rötlicher als die schattigen Flächen links im Bild. Die Belichtung wurde an den schattigen Bereichen ausgerichtet, eine Kompensation war nicht nötig.

Kommentare
Achtung: Du kannst den Inhalt erst nach dem Login kommentieren.
Alternative Portrait
-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 11.01.2015 - 14:48

Interessante und hilfreiche Tutorial-Serie. Danke.

Portrait von Figib
  • 02.01.2014 - 11:31

Vielen Dank für das Tutorial!

Portrait von Brook_Falls
  • 17.07.2013 - 07:05

gutes Tutorial, vielen Dank dafür

Portrait von Gladiole
  • 13.07.2013 - 22:03

Gut dass es vier Jahreszeiten gibt.

Portrait von Nataliaslaedchen
  • 13.10.2012 - 00:17

Ich werde es ganz bestimmt ausprobieren!!! DANKE

Portrait von KittyCat
  • 09.10.2012 - 13:08

Super Tips. Muss gleich die weitere Reihe lesen.

Portrait von MonochromePython48
Portrait von Nille87
  • 25.09.2012 - 08:54

Vielen Dank für das Tutorial! Kann ich gut gebrauchen zum Einstieg in die Fotografie :) Werde mir mal die ganze Reihe hiervon gönnen :)

Portrait von Yarnauga
  • 31.08.2012 - 08:50

Tolle Tipps! Und gut geschrieben!

Portrait von jochen_muc
  • 09.08.2012 - 21:14

gute und hilfreiche tipps, danke

Portrait von JaXon
  • 22.11.2011 - 23:42

Nettes Tutorial, unkompliziert zu lesen und zumindest für einen Anfänger einige interessante Sachen dabei!

Portrait von hggerdd
  • 30.10.2011 - 18:09

Tutorial ist interessant und liest sich sehr kurzweilig. Gute Hinweise für Anfänger

Portrait von MicroSmurf
  • 27.10.2011 - 19:58

Vielen Dank, sehr informativ.

Portrait von hanniballieb
Alternative Portrait
-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 10.10.2011 - 09:43

Vielen Dank - sehr interessant!

Portrait von Elchblender
  • 15.07.2011 - 11:58

Ich habe gerade ganz doll Lust auf Herbst bekommen.

Portrait von Flowtastic
  • 01.04.2011 - 12:11

Gutes Tutorial! sehr hilfreich!

Alternative Portrait
-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 31.03.2011 - 20:00

Sehr interessant!! Danke

Portrait von Schnuppi8480
  • 16.03.2011 - 21:44

danke für die tipps ... einfach klasse die tutorials

Portrait von Nostradamus0815
  • 28.02.2011 - 08:05

Super beschriebenes Tutorial.
Und einfach zu lesen und zu verstehen!

x
×
×