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Tutorialbeschreibung

Fotopraxis - Teil 09 - Infrarotaufnahmen - das andere Licht

Fotopraxis - Teil 09 - Infrarotaufnahmen - das andere Licht

Fotografie in der Praxis - 10 Tutorials zu konkreten Fotothemen zum Nachmachen und Ausprobieren.

Diese Tutorial-Reihe besteht aus insgesamt 10 Einzeltutorials, die sich mit praktischer Fotografie beschäftigen. Start ist Ende März 2009 mit dem Thema "Jahreszeiten", die weiteren Tutorials folgen im lockeren Wochenabstand.

Viel Spaß beim Nachmachen und Ausprobieren.


Infrarotaufnahmen - das andere Licht

Analog war die Infrarotfotografie schon knifflig, digital ist alles noch viel schlimmer geworden. Wie man trotzdem den typischen IR-Look hinbekommt und welche Hilfe einem dabei der Computer bietet, erfahrt ihr hier.

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Bilder, die wie Infrarotaufnahmen aussehen, kann man auch ausschließlich am Computer erzeugen. Dieses Bild zeigt, was bei der Umwandlung von einem normalen Foto zu einem Bild mit IR-Look passiert.


 
Die Filtersammlung ColorEfex Pro 3.0 von nik Software beinhaltet einen sehr leistungsfähigen Filter, um aus normalen Digitalfotos Infrarotbilder zu machen. Leider ist die Filtersammlung, die mit allen gängigen Bildbearbeitungs-Programmen funktioniert, mit 299,- Euro ziemlich teuer.

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Die schlechte Nachricht vorweg: "Echte" Infrarotfotografie ist mit der Digitalkamera nur dann möglich, wenn die Kamera bzw. deren Sensor für infrarotes Licht empfänglich ist. Da der Mensch infrarotes Licht im Wellenlängenbereich ab ca. 780 nm (Nanometer) nicht sehen kann, ist es natürlich auch nicht sinnvoll, einen Digitalkamerasensor dafür zu sensibilisieren. In der Praxis empfängt ein Sensor aber dennoch einen gewissen Anteil an infrarotem Licht.

Die Vermischung von sichtbarem und infrarotem Licht verschlechtert die Qualität bzw. Schärfe der Aufnahmen. Deshalb legen die Sensorhersteller vor die Sensorfläche einen Sperrfilter, der einerseits Staub vom Sensor fernhält, andererseits aber auch Infrarotlicht abhält.

 
Je nachdem, wie restriktiv dieser Sperrfilter ist, kann man mit einer normalen Digitalkamera mehr oder weniger gut IR-Aufnahmen anfertigen. Im Internet findet man diverse Listen, die über die Infrarottauglichkeit von verschiedenen Kameramodellen Auskunft geben.

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Infrarotaufnahmen klappen am besten bei hellem Sonnenlicht. Dann ist der Infrarotanteil des Lichts am intensivsten und grüne Flächen wie hier die Wiese hinter dem Brunnen werden schneeweiß.


 

Die gute Nachricht

Ob die eigene Kamera für Infrarotaufnahmen geeignet ist, kann man im Internet recherchieren, man kann aber auch mit einem kleinen Test herausfinden, ob IR-Licht vom Sensor erfasst wird. Fernbedienungen für Fernseher, DVD-Player oder Beamer senden üblicherweise Infrarotstrahlen aus. Man muss also nur in einem möglichst dunklen Raum die Fernbedienung direkt ins Objektiv der Kamera richten und eine Aufnahme machen.

Wichtig ist hierbei, die Kamera im manuellen Modus zu betreiben und eine Verschlusszeit von mindestens einer Sekunde, besser noch fünf bis zehn Sekunden einzustellen.

Sonst reicht die Lichtmenge nicht aus, um überhaupt eine Reaktion auf dem Sensor auszulösen, und das Bild bleibt dunkel. Erscheint also auf dem Foto ein heller roter Fleck, erfasst der Sensor infrarotes Licht und man kann mit der Kamera IR-Aufnahmen ausprobieren.

 
Der rote Fleck beweist - mit einer EOS 5M MKII kann man mit aufgesetztem 720-nm-IR-Filter Digitalfotos im Infrarotbereich machen.

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Wer genug Geld hat …

… und sich wirklich sehr für die IR-Fotografie begeistert, lässt seine Kamera beim spezialisierten Fachhändler umbauen. Dazu wird der Sperrfilter vor dem Sensor entfernt. Das sollte man auf keinen Fall selber machen, um nicht die Garantie zu verlieren. Größter Nachteil der ganzen Sache ist vor allem, dass so eine umgebaute Kamera nicht mehr für die normale Fotografie taugt. Fachhändler oder Werkstätten, die so einen Umbau anbieten, kann man auch über die üblichen Suchmaschinen im Internet finden.

Kleiner Tipp für echte Infrarot-Freaks: Canon hat im Jahr 2005 eine digitale Spiegelreflexkamera auf den Markt gebracht, die speziell für Astrofotografie und damit auch für Infrarotaufnahmen vorbereitet ist. Die 8-Megapixel-Kamera EOS 20Da (damals ca. 2300,- Euro), ein Umbau der normalen EOS 20D, ist nur bedingt für die normale Fotografie geeignet, weshalb sich die Anschaffung nur lohnt, wenn man sich sehr intensiv mit der Astro- und IR-Fotografie beschäftigt. Leider gibt es die Kamera nicht mehr im Fachhandel, man bekommt sie aber mit viel Glück noch gebraucht.

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Die EOS 20Da ist eine Spezialausführung der normalen EOS 20D, die für die Astrofotografie entwickelt wurde. Sie ist besonders für infrarotes Licht empfänglich, weshalb sie auch für IR-Fans interessant ist (Foto: Canon).


 

Infrarotfilter fürs Objektiv

Typische Infrarotfotos zeigen meistens Landschaften mit viel Vegetation. Das Besondere daran ist, dass leuchtendes Grün von Blättern und Wiesen durch den Infrarotlook schneeweiß wird. Um solche Bilder mit einer für IR-Licht empfänglichen Digitalkamera hinzubekommen, sollte man sich einen speziellen IR-Filter zulegen, den es im Fachhandel oder auch bei eBay gibt. Solche Filter sperren das sichtbare Licht bis zu einer bestimmten Wellenlänge, die im Infrarotbereich liegt, aus. Ein 720-nm-Filter lässt beispielsweise nur Wellenlängen ab ca. 720 nm durch, das bedeutet, ein Rest des sichtbaren Lichts wird auch noch hindurchgelassen.Für Farbinfrarotaufnahmen ist es wichtig, einen eher schwachen Filter mit kurzer Wellenlänge zu verwenden, während man bei Schwarz-Weiß-Aufnahmen auch Filter mit längeren Amplituden (ab 800 nm) einsetzen kann. IR-Filter sind leicht daran zu erkennen, dass sie praktisch völlig schwarz sind und man nicht hindurchsehen kann. Schraubt man einen passenden Filter vor das Objektiv der Kamera, erkennt man natürlich auch im Sucher nichts mehr. Die Wahl des Bildausschnitts und die Fokussierung müssen also schon vorher erfolgen. IR-Filter, die es z. B. von Heliopan oder Hoya gibt, sind je nach Durchmesser und Güte leider nicht ganz billig. Wer sich aber für den typischen IR-Look begeistert, sollte sich einen Filter zulegen. Die Ergebnisse sind einfach besser als solche Bilder, die "nur" per Bildbearbeitung erzeugt werden.

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Der hier abgebildete Filter sperrt sichtbares Licht bis zur Wellenlänge von 720 nm aus, weshalb er fast schwarz aussieht. Erst wenn man ihn gegen eine starke Lichtquelle hält, sieht man seine tief dunkelrote Färbung.


 

Fotografieren für Infrarotbilder

Wer Infrarotaufnahmen machen will, muss ein paar Dinge beim Einstellen der Kamera beachten, um bestmögliche Ergebnisse zu bekommen. Wichtig sind vor allem die korrekte Fokussierung, der manuelle Weißabgleich, eine lange Verschlusszeit und die Verwendung eines Stativs, um nicht zu verwackeln.

Wenn man mit einem tiefroten IR-Filter fotografiert, werden die Motive logischerweise ebenfalls rot werden. Daher ist der Weißabgleich sehr wichtig, um die Farben zumindest halbwegs zu neutralisieren und die Möglichkeit zu haben, per Bildbearbeitung ein Farb-IR-Bild zu erzeugen. Möchte man lediglich schwarz-weiße IR-Motive, ist der Weißabgleich nicht ganz so wichtig. Da Digitalkameras den Weißabgleich nur bis zu einer bestimmten Farbtemperatur korrigieren können, werden die Fotos trotz (automatischen) Weißabgleichs nie völlig farbneutral, die Bildbearbeitung wird dennoch vereinfacht. Am besten ist es, den Weißabgleich manuell durchzuführen.

Üblicherweise wird dazu eine weiße oder graue Fläche fotografiert, wobei man unbedingt auf korrekte Belichtung achten muss. Mit IR-Filter vor dem Objektiv liegt die Belichtungszeit voraussichtlich bei rund einer bis zehn Sekunden, was man am besten durch Ausprobieren herausfindet.

Die resultierende Aufnahme wird dann als Referenz für den manuellen Weißabgleich im Kameramenü eingestellt. Wie der manuelle Weißabgleich funktioniert, ist von Kamera zu Kamera unterschiedlich und wird im Kamerahandbuch beschrieben.

 
Wichtig ist, dass man mit aufgeschraubtem IR-Filter den Weißabgleich durchführt, da ja schließlich der durch den Filter erzeugte Rotstich neutralisiert werden soll. Als Referenzmotiv muss man anstatt einer weißen Fläche (Hauswand o.Ä.) eine helle grüne Fläche wie z. B. eine Wiese verwenden. Immerhin sollen Blätter und Wiesen im typischen IR-Bild praktisch weiß sein.

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Gerade für Farbinfrarotbilder muss der Weißabgleich passen, damit man z. B. das Blau des Himmels gut hinbekommt. Mehr dazu weiter unten …


 

Fokussierung

Das Scharfstellen ist bei Infrarotaufnahmen mit IR-Filter eine etwas knifflige Angelegenheit, da infrarotes Licht anders als das sichtbare Spektrum von den Linsen im Objektiv gebrochen wird. Wer mit einer Spiegelreflexkamera samt Wechselobjektiv arbeitet, sollte sich die Entfernungsskala auf dem Objektiv ansehen. Neben der normalen Entfernungsmarkierung sind viele Objektive mit einer weiteren meist roten IR-Markierung ausgestattet, die man zum Fokussieren bei Infrarotaufnahmen verwenden muss.

Diese IR-Markierung liegt etwas neben der normalen Entfernungsmarke. Wenn man keinen solchen Anhaltspunkt am Objektiv hat oder mit einer Kompaktkamera fotografiert, kann man den richtigen Fokuspunkt natürlich auch durch Testaufnahmen herausfinden.

Dazu wird einfach ein (richtig belichtetes) Foto gemacht, auf dem Display angezeigt und vergrößert. Falls der Schärfepunkt nicht passt, verändert man den Fokus manuell und probiert es noch mal.

 
Natürlich kann man auch versuchen, mit aufgeschraubtem IR-Filter den Autofokus zu nutzen. Je nach Kamera/Objektiv/Filter klappt das mal mehr und mal weniger gut.

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Infrarotbilder zeigen oft Weitwinkelmotive, da die Fokussierung hier etwas einfacher ist. Wenn man starke Vordergrundmotive im Bild hat, muss man sehr exakt fokussieren, da infrarotes Licht anders bricht als sichtbares.

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Bildrauschen

IR-Fotos, die mit einem Filter vor dem Objektiv aufgenommen werden, müssen üblicherweise mehrere Sekunden lang belichtet werden. Da Sensoren von Digitalkameras bei längerer Belichtung zunehmend Bildrauschen produzieren, wäre es sinnvoll, die Verschlusszeit möglichst gering zu halten bzw. zu reduzieren. Das klappt entweder, indem man mit offener Blende fotografiert oder indem man die Empfindlichkeit (ISO) erhöht. Die offene Blende führt jedoch zu verringerter Schärfentiefe, was die Fokussierung noch schwieriger werden lässt. Liegt die Schärfeebene vor oder hinter dem Hauptmotiv, kann man das Foto praktisch vergessen.

Die zweite Alternative, die Erhöhung der Empfindlichkeit, verstärkt leider wieder das Bildrauschen. Je höher der ISO-Wert, desto mehr rauscht es im Bild. In der Regel fotografiert man mit ISO 100 oder 200, um so wenig Bildrauschen wie möglich in seinen Bildern zu haben. Letztendlich muss man einen Kompromiss finden aus langer Verschlusszeit, Blendenöffnung und Empfindlichkeit.

Eine generelle Empfehlung für bestimmte Kameraeinstellungen kann man unmöglich geben, da jede Kamera und jeder Sensor unterschiedlich auf lange Verschlusszeiten und ISO-Werte reagiert.

 
Am besten ist es, verschiedene Wertepaare auszuprobieren und das Rauschverhalten jeweils am Computer zu überprüfen.

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Die Aufnahme zeigt das für Infrarotbilder typische weiche Bildrauschen. Die grünen Blätter sind je nach Sonneneinstrahlung fast weiß.


 

Aufnahmemodus M

Jede normale Digitalkamera bietet neben den automatischen Aufnahmeprogrammen für Porträt, Landschaft etc. auch einen Modus, in dem man die Werte für Blende, Verschlusszeit und Empfindlichkeit manuell einstellen kann. Üblicherweise wird dieser Modus mit einem M (manueller Modus) bezeichnet. Da man sich in der Digitalfotografie keine Gedanken um nicht so gelungene Fotos zu machen braucht, ist es vernünftig, die richtigen Belichtungswerte einfach durch Versuche herauszufinden.

Man stellt also, nachdem man die Kamera positioniert und manuell scharf gestellt hat, die Empfindlichkeit auf ISO 100, die Blende auf 11 und die Verschlusszeit auf 5 Sekunden. Das mit diesen Werten entstandene Foto wird auf dem Kameradisplay am besten mithilfe des Histogramms kontrolliert.

Ist es zu hell, wird die Verschlusszeit verkürzt, ist es zu dunkel, fotografiert man einfach mit längerer Verschlusszeit. Alle anderen Aufnahmeprogramme sind für IR-Aufnahmen mit IR-Filter nicht wirklich hilfreich, weil die automatische Belichtungsmessung wegen des Filters nicht oder nur sehr unzuverlässig funktioniert.

 
Der Kenner erkennt, dass es sich hier um ein IR-Bild durch Bildbearbeitung handelt. Weil die Wassertropfen nicht völlig verwaschen sind, muss die Aufnahme mit einer relativ kurzen Verschlusszeit (1/60 sek) aufgenommen worden sein. Zu wenig, um mit einem IR-Filter zu fotografieren.

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Bildbearbeitung

Grundsätzlich hat man, nachdem man ein Motiv im Infrarotstil fotografiert hat, zwei Möglichkeiten bei der Bearbeitung. Man kann die Fotos entweder im eher klassischen Schwarz-Weiß halten oder farbige IR-Bilder erzeugen. Schwarz-Weiße Infrarotbilder haben einen ganz typischen Look; das Grün der von der Sonne beschienenen Vegetation ist fast weiß, die Szenerie wirkt leicht weichgezeichnet und ist mehr oder weniger verrauscht.

Für die Bildbearbeitung heißt das, dass man möglichst mit einem Programm arbeiten sollte, das die kanalweise Verarbeitung von Bildern zulässt. Bilder einer Digitalkamera bestehen aus drei Farbkanälen für Rot, Blau und Grün. Lassen sich die Farbkanäle am Computer unabhängig voneinander verändern, kann man z. B. den Grünkanal aufhellen, während man die anderen Kanäle abdunkelt.

Eine grundsätzlich immer sinnvolle Korrektur geht über den Befehl Tonwertkorrektur, über den jedes Bildbearbeitungsprogramm verfügt. Hier kann man entweder einen Automatismus nutzen oder die Tonwertverteilung kanalweise für Rot, Grün und Blau optimieren (Tonwertspreizung).

 
Die unten stehende Abbildung zeigt den Dialog Tonwertkorrektur, in dem die Verteilung optimiert wurde. Nach der Tonwertkorrektur wird das Bild anschließend in Schwarz-Weiß umgewandelt, was je nach Programm entweder einfach über eine Entsättigung (Farbsättigung auf 0 setzen) oder mit einem speziellen Befehl wie z. B. in Photoshop Elements geht, bei dem man noch Einfluss auf die Helligkeitsverteilung der Originalfarben hat.

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Der Rot-Kanal einer IR-Aufnahme (mit IR-Filter) sieht immer ganz gut aus, die beiden anderen Kanäle muss man für bessere Kontraste optimieren (Tonwertspreizung).


 
Eine reine Schwarz-Weiß-Umwandlung eines Infrarotmotivs erfordert beim Fotografieren keine besondere Sorgfalt. Abgesehen von korrekter Belichtung und Fokussierung kann man nicht viel falsch machen.

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Farbige IR-Bilder

Wenn man anstatt schwarz-weißer Aufnahmen farbige Infrarot-Fotos mit der Digitalkamera machen möchte, muss man noch mehr auf gutes Ausgangsmaterial achten. Denn im Ursprungsbild sollten die Originalfarben zumindest zum Teil sichtbar sein. Das bedeutet, man muss mit einem schwachen IR-Filter fotografieren, der noch einen Rest des sichtbaren Lichts durchlässt, damit man zum Beispiel später am Computer den blauen Himmel herausarbeiten kann.

Würde das Blau des Himmels nicht bei der Aufnahme eingefangen, müsste man den Himmel sowie andere Bildteile von Hand einfärben. Um die Farben möglichst realistisch zu fotografieren, muss der Weißabgleich besonders gewissenhaft wie oben beschrieben durchgeführt werden.

Wenn man gutes Ausgangsmaterial für digitale Infrarotaufnahmen hat, erhält man wiederum mit einem Bildbearbeitungsprogramm, das Farbkanäle unterstützt, die besten Ergebnisse. Nach einer Tonwertkorrektur, bei der die Kanäle einzeln gespreizt werden, müssen für den IR-Look die Inhalte der beiden Farbkanäle Rot und Blau vertauscht werden.

 
Das geht in Photoshop am bequemsten über den Kanalmixer, in dem man für den Rot-Kanal den Rot-Wert auf 0 und den Blau-Wert auf 100 setzt sowie im Blau-Kanal den Blau-Wert auf 0 und den Rot-Wert auf 100 verändert. Besitzt das Bildbearbeitungsprogramm keinen Kanalmixer, kann man sich behelfen, indem man die Inhalte der Kanäle Rot und Blau in Alphakanäle zwischenspeichert und über Kopieren/Einfügen vertauscht.

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Im Kanalmixer werden die Inhalte von Blau- und Rot-Kanal vertauscht, um eine gute Ausgangsbasis für weitere Korrekturen von Farben und Kontrasten zu bekommen.


 
Danach kann man noch mit dem Befehl Farbton/Sättigung gezielt die Rottöne entfärben, um so helle, weiße Flächen farblos zu bekommen. Alles Weitere wie z. B. das Abdunkeln des Himmels oder partielle Tonwertkorrekturen (Stichwort "dodge and burn") ist dann Geschmacksache. Ein Patentrezept zum Umwandeln von Digitalaufnahmen in Infrarotbilder gibt es leider nicht, aber mit ein wenig Experimentieren kann man aus jedem Ausgangsbild den IR-Look herauskitzeln.

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Viele Versuche und einige Spielereien mit den Farbkanälen haben aus dieser Digitalaufnahme ein Bild gemacht, das wie ein Farb-Infrarotfoto aussieht.


Zum Schluss noch ein Tipp für weitergehende Informationen zur digitalen Infrarot-Fotografie: http://photo.frantzen.de/


Kommentare
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Alternative Portrait
-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 11.01.2015 - 14:50

Interessante und hilfreiche Tutorial-Serie. Danke.

Portrait von Figib
  • 02.01.2014 - 11:30

Vielen Dank für das Tutorial!

Portrait von Figib
  • 02.01.2014 - 11:29

Vielen Dank für das Tutorial!

Portrait von Stefffo90
  • 27.09.2012 - 09:29

Alles Grüne ist ja weiss wie genial :D

Portrait von Stefffo90
  • 27.09.2012 - 09:29

Alles Grüne ist ja weiss wie genial :D

Portrait von Fotofelix
  • 12.08.2012 - 20:21

Du hast mich begeistert und mir ein neues Projekt beschert :-)
Wenn du noch mal Zeit und Lust hast, kannst du ja ein Tutorial zu "IR-Filter selbstbauen" schreiben.
Noch eine Frage zum Schluss: Was sollte mich davon abhalten einen billigen IR-Filter bei Amazon oder so zu kaufen. Ich glaube, da gibt es welche ab 20 €...

Portrait von Schnuppi8480
  • 21.06.2011 - 08:31

krass ... wie cool sehen denn die bilder aus ... ich bin total begeistert ... danke für die mühe ...

Portrait von pascal
  • 14.11.2010 - 21:57

bilder schauen klasse aus!

Portrait von giimoney
  • 12.11.2010 - 12:24

kanalmixer..wieso bin ich selbst nicht drauf gekommen :-)

Portrait von visafoto
  • 25.09.2010 - 10:14

Guter Einstieg ins Thema - aber könnte man nicht mit einer
umgebauten IR-Kamera auch Wassertropfen kurzbelichten ???

Portrait von SuperSteffi
  • 07.08.2010 - 14:23

Danke, für die Mühe. Es hat sich gelohnt.
Vorallem wußte ich gar nicht das Canon mal so ne Kamera gebaut hat.
Klasse Arbeit.
DANKE

Portrait von OgaLur
  • 25.05.2010 - 07:56

Gute Arbeit! Das hatte ich gesucht.

Alternative Portrait
-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 19.02.2010 - 14:25

Ein super Einstieg in das Thema. Werd' ich mal ausprobieren. Prima die Hinweise der Vorbereitung.

Portrait von KSFoto
  • 10.02.2010 - 18:26

Ein ganz toller Beitrag, werde mal gleich mein 5DMKII auch so testen und mich im Frühling dran machen ....

Portrait von apet001
  • 09.02.2010 - 13:12

Interessant und informativ

Portrait von tommyengele
  • 02.02.2010 - 20:32

da werde ich sofort ausprobieren. Eine gute und eingehende Erlärungen.

Portrait von Styr
  • 21.01.2010 - 12:04

Nice, gleich mal ausprobieren

Portrait von opika
  • 29.12.2009 - 17:44

Gut erklärt, werde mit eigenen Bilder versuhen

Portrait von Cobalt
  • 23.12.2009 - 03:06

Sehr ausführlich, gute und eingehende Erlärungen.

Portrait von PrOOnOOb
  • 22.12.2009 - 18:59

Sehr Schöm :-)

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