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Tutorialbeschreibung

Fotopraxis - Teil 10 - Packende Tierporträts - Hund, Katze, Maus

Fotopraxis - Teil 10 - Packende Tierporträts - Hund, Katze, Maus

Fotografie in der Praxis - 10 Tutorials zu konkreten Fotothemen zum Nachmachen und Ausprobieren.

Diese Tutorial-Reihe besteht aus insgesamt 10 Einzeltutorials, die sich mit praktischer Fotografie beschäftigen. Start ist Ende März 2009 mit dem Thema "Jahreszeiten", die weiteren Tutorials folgen im lockeren Wochenabstand.

Viel Spaß beim Nachmachen und Ausprobieren.


Packende Tierporträts - Hund, Katze, Maus …

Hier geht es um den richtigen Augenblick und das richtige Licht. Denn eine schlafende Katze kann jeder fotografieren. Aber eine gähnende Katze beim warmen Licht des Spätnachmittags oder einen rennenden Hund oder Tiere im Zoo, ohne dass man die Gitter sieht – das ist dann schon schwieriger.

Wer schon einmal versucht hat, ein Haustier, Vögel am winterlichen Futterhäuschen oder Tiere im Zoo zu fotografieren, wird vermutlich bereits auf ein paar Probleme gestoßen sein, mit denen man bei Tieraufnahmen fast immer zu kämpfen hat. Schnelle Bewegungen, Fluchtreaktionen, zu wenig oder zu viel Licht, ein störender Hintergrund und ein manchmal nicht absolut zuverlässiger Autofokus gehören dazu. Umso beeindruckender sind die atemberaubenden Wildlife-Aufnahmen, die man im Fernsehen, in Büchern oder Zeitschriften und im Kino sieht.

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Schnelle Vögel im Flug scharf zu erwischen ist nur mit der entsprechenden Ausrüstung oder viel Glück möglich. Wer es trotzdem versuchen will, sollte eine Kamera mit nachführendem Autofokus einsetzen. Der normale Autofokus nutzt hier nichts.


 
Nach den ersten eigenen Versuchen in der Tierfotografie fragt man sich, wie die professionellen Fotografen und Tierfilmer ihre Aufnahmen hinbekommen haben. Fliegende Vögel, springende Raubkatzen und vorbeiflitzende Fische sind der Lohn harter Arbeit von Profis, die viel Zeit und Geld in diesen Bereich der Fotografie stecken. Die tollen Aufnahmen von Wildtieren werden oft mit Extrembrennweiten oder versteckten Kameras mit Fernauslöser gemacht. Denn auch die Profis gehen natürlich nicht bis auf wenige Zentimeter an Löwen, Elefanten oder Krokodile heran. Das bedeutet aber keineswegs, dass gute Tieraufnahmen nur mit einer teuren Ausrüstung und wochenlangen Wanderungen in freier Wildbahn möglich sind.

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Wer möchte einem Bären schon so nah kommen? Um solche Extremporträts zu schaffen, braucht man lange Brennweiten. Dieses Bild wurde mit 400 mm gemacht, außerdem wurde das Foto noch beschnitten, um  das Bärengesicht noch eindringlicher zu zeigen. Eine gute Kompakt- oder Bridge-Kamera mit 10-fach-Zoom wäre also schon ausreichend.


 
Auch an Insekten kommt man üblicherweise nur mit langen Brennweiten heran. Hier wurde ein 150-mm-Makroobjektiv an einer Spiegelreflexkamera eingesetzt, um ca. einen Meter Abstand halten zu können. Mit einer kürzeren Brennweite und geringerem Abstand wäre die Wespe schnell abgehauen.

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Technik und Ästhetik

Es ist eine Tatsache, dass eine schnelle Spiegelreflexkamera mit Superobjektiven die Ausbeute an zumindest technisch gelungenen Fotos erhöhen kann – wenn man in der Lage ist, seine Ausrüstung perfekt zu bedienen. Den ästhetischen Wert eines Tierporträts erhöht der Preis der Fotoausrüstung nicht automatisch. Denn für Bildgestaltung und Timing ist der Fotograf zuständig.

Der Blick für Licht, Hintergrund und Umgebung, das Gefühl für den richtigen Augenblick – das alles sind Grundlagen für gute Bilder. Deshalb der wichtigste Tipp zu Beginn: Tiere sollte man zunächst in ihrer gewohnten Umgebung fotografieren und dabei lernen, die Kamera zu beherrschen und auf die Besonderheiten in der Gestaltung von Tierfotografien zu achten.

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An schlafenden oder dösenden Katzen kann man die Tierfotografie ganz gut üben. Man kann z. B. ausprobieren, wie sich verschiedene Blenden, Brennweiten oder Perspektiven auf die Aufnahmen auswirken.


 

Automatische Belichtung

Eine Digitalkamera hat mehrere Aufnahme- bzw. Motivprogramme, mit denen man Tiere fotografieren kann. Einsteiger sollten es zunächst mit der Vollautomatik probieren, bei der die Kamera alle Parameter (Blende, Verschlusszeit, ISO etc.) vollkommen selbstständig festlegt. Großer Vorteil: Man kann sich voll und ganz auf die Bildgestaltung konzentrieren. Denn die einzigen Faktoren, die der Fotograf direkt beeinflusst, sind die Brennweite und die Perspektive.

Man muss sich also entscheiden, ob man relativ nah an sein Motiv herangeht (falls möglich) und mit einer Weitwinkelbrennweite die Proportionen des Tieres möglicherweise verzerrt, oder ob man mit langer Brennweite aus einiger Entfernung fotografiert, um das Tier nicht zu stören. Lange Brennweiten können vor allem bei Innenraumfotos dann zum Problem werden, wenn das Licht nicht besonders intensiv ist und die Kamera relativ lange Verschlusszeiten (1/30 Sek. und mehr) einstellt, um korrekt zu belichten. Bei langen Brennweiten passiert es viel leichter, dass man die Aufnahmen verwackelt. Bei einer Weitwinkelaufnahme wäre es möglich, mit einer Verschlusszeit von z. B. 1/30 Sek. ohne Stativ zu fotografieren.

Arbeitet man mit einer so langen Verschlusszeit und mit einer Brennweite von 200 mm (bezogen auf das Kleinbildformat) aus der Hand, verwackeln die Aufnahmen garantiert. Es gibt eine Faustregel aus der analogen Fotografie: Für nicht verwackelte Bilder ohne Stativ sollte der umgekehrte Wert der Verschlusszeit in etwa der Brennweite entsprechen. Fotografiert man 250 mm (bezogen auf das Kleinbildformat), darf die Verschlusszeit also höchstens 1/250 Sek. betragen. Wer eine Kamera mit Bildstabilisator hat, kann allerdings auch längere Verschlusszeiten aus der Hand halten.

 
Um das Bild halbwegs scharf zu bekommen – optimal ist es nicht, da keine Zeit blieb, um die Kamera perfekt einzustellen –, wurde hier mit maximaler Blendenöffnung und hohem ISO-Wert (3200) fotografiert.

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Sportprogramm

Wenn man die Verschlusszeit an der Kamera nicht manuell beeinflussen kann und sich ein Tier bewegt, hilft möglicherweise das Aufnahmeprogramm für Sportfotos weiter. Das Sportprogramm setzt bei der Belichtung die Priorität auf kurze Verschlusszeiten und stellt die notwendige passende Blende automatisch dazu ein. Für Tiere, die stehen oder liegen, ist das Sportprogramm nur bedingt geeignet, weil der Autofokus dabei üblicherweise so eingestellt ist, dass er kontinuierlich nachjustiert. Bei einem statischen Motiv sollte der Autofokus nur einmal scharfstellen.


Empfindlichkeit

Alternativ zur langen Verschlusszeit verwendet die Kamera möglicherweise einen hohen ISO-Wert. Je höher die Empfindlichkeit (ISO), desto weniger Licht braucht die Kamera zum richtigen Belichten. Leider bedeutet der hohe ISO-Wert aber, dass das Bildrauschen zunimmt. Für extrem brillante Aufnahmen, auf denen man noch das letzte Barthaar an der Schnauze einer Katze sieht, sind hohe ISO-Werte nicht gut. Es gehen durch das Bildrauschen viele Details verloren und die Farbsättigung verringert sich. Bunte Motive wie z. B. prächtige Vogelfedern werden flau.

Eine Alternative zu hohen ISO-Werten (Bildrauschen) und langer Verschlusszeit (Verwackeln) kann große Probleme bereiten: der Blitz. Eine in der Vollautomatik betriebene Kamera wird bei schlechten Lichtverhältnissen den Blitz automatisch einschalten. Das führt unweigerlich zu hässlichen Schlagschatten, wenn ein tierisches Motiv nicht sehr weit vom Hintergrund entfernt ist.

 
Die Luchs-Mama lag mit ihren Jungen im Zwielicht eines dichten Blätterdaches. Die Kameraautomatik hat eine Empfindlichkeit von ISO 1250 bei Blende f4 und einer Verschlusszeit von 1/100 Sek. ausgewählt. Die Brennweite lag bei 105 mm.

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Manuelle Belichtung

Fortgeschrittene Fotografen können auf die Belichtung direkten Einfluss nehmen, wenn man mit einem halbautomatischen oder manuellen Aufnahmeprogramm arbeitet. Soll z. B. der Hintergrund unscharf werden, muss die Blende möglich weit geöffnet werden (kleiner Blendenwert). Naheliegend ist hier das Aufnahmeprogramm Blendenvorwahl/Zeitautomatik (A, Av), bei dem man die Blende manuell festlegt.

Die Kamera stellt die anderen Werte (Verschlusszeit und je nach Modell auch den ISO-Wert) automatisch ein. Kommt es vor allem auf das Einfrieren von Bewegungen an, wählt man die Zeitvorwahl/Blendenautomatik (T, Tv, S) und fotografiert mit möglichst kurzer Verschlusszeit von z. B. 1/500 Sek. Die Kamera wählt automatisch den passenden Blendenwert.

Und wer es ganz genau wissen will, fotografiert komplett manuell, stellt Blende, Verschlusszeit und ISO-Wert so ein, dass die gewünschte Bildwirkung erzielt wird. Das erfordert zwar ein paar Probeaufnahmen zum Ermitteln der richtigen Werte, man hat aber auf diese Weise die volle Kontrolle über die Schärfentiefe (durch den Blendenwert), das Bildrauschen (ISO) und eventuelle Bewegungseffekte (über die Verschlusszeit).

 
Wegen des Gegenlichts im Hintergrund musste hier manuell belichtet werden, um das Huhn nicht einfach nur als schwarze Silhouette abzubilden. Alternativ wäre es hier möglich gewesen, mit der Vollautomatik zu arbeiten, die den Blitz hinzugeschaltet hätte.

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Fokussierung

Je nach verwendetem Kameratyp kann der Autofokus zum Problem werden. Je länger die verwendete Brennweite und je dunkler die Umgebung, desto unzuverlässiger stellt die Kamera scharf. Feine Strukturen wie Fell und Federn sind mit manchen Autofokus-Systemen kaum in den Griff zu bekommen.

Beim Fotografieren von Tieren in freier Wildbahn können Äste, Grashalme oder Baumstämme, die die Tiere teilweise verdecken, den Autofokus irritieren. Noch schlimmer wirkt sich dieses Problem im Zoo aus, wenn man durch Gitterstäbe hindurch fotografiert.

Oft hilft dann nur das manuelle Fokussieren. Im Handbuch der Kamera steht, ob und wie man den Autofokus übergehen kann und manuell scharfstellt. Viele Kameras bieten dazu auch Möglichkeit, die Messpunkte für den Autofokus anzeigen zu lassen und manuell zu verschieben, um scharfe Aufnahmen zu bekommen.

 
Auf den Luchs wurde manuell fokussiert, weil die Äste im Vordergrund den Autofokus irritiert hätten.

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Tipps zur Bildgestaltung

Tolle Tieraufnahmen gibt es nicht nur in der Wildnis, im Zoo oder im Naturpark, auch in nächster Umgebung und mit einem Haustier lassen sich spannende Tierporträts machen. Man braucht dazu im Prinzip nicht mehr als eine Digitalkamera mit einem Zoomobjektiv für möglichst viel Spielraum bei der Bildgestaltung. Fotografiert man sein Haustier, sollte man anfangs dessen Tagesablauf beobachten und sich merken, welche Lieblingsplätze es hat. Kommen diese Plätze für Fotos infrage? Ist das Licht ausreichend? Ist der Hintergrund farblich passend oder vielleicht zu unruhig?

Hat man mal einen Platz gefunden, an dem man z. B. die schlafende Katze fotografieren kann, kann man versuchen, den Unter- und Hintergrund mit einer Decke oder anderen Accessoires vorzubereiten. Eine zusätzliche Lampe kann fehlendes Licht liefern. Es kann natürlich passieren, dass das Haustier diese Veränderung nicht akzeptiert und sich nicht wie gewohnt niederlässt – einen Versuch ist es aber auf jeden Fall wert.

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Hat ein Haustier einen Lieblingsplatz wie hier das Schaufenster oder den Mauervorsprung in der Sonne, kann man seine Ausrüstung in Ruhe aufbauen und muss nur darauf warten, dass das Tier vorbeikommt.

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Hier ist die Brennweite das tragende Element bei der Bildgestaltung. Als Weitwinkelaufnahme bei geringem Abstand wirkt der Pferdekopf ein wenig skurril.

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Alles vorbereiten

Am besten stellt man die auf ein Stativ geschraubte Kamera schon auf, bevor sich die Katze oder der Hund an seinen Lieblingsplatz begibt. Dazu sollten die Position der Kamera (für die passende Perspektive), die Brennweite und die Belichtungswerte schon festgelegt werden, damit man später möglichst schnell und ohne Hektik fotografieren kann. Rückt man erst dann mit der Ausrüstung an, wenn das Tier es sich gerade bequem macht, wird es sich vermutlich gestört fühlen und flüchten.


Immer auf die Augen achten

Bei Tierporträts sollte man darauf achten, dass die Augen erstens nicht im Schatten liegen und zweitens ein Spitzlicht zu sehen ist. Das helle Spitzlicht kann draußen vom hellen Himmel oder drinnen von einer Lampe erzeugt werden. Alternativ kann man in der Dämmerung oder im Schatten mit einem auf geringe Leistung eingestellten Blitzgerät fotografieren. Augen, in denen kein Licht zu sehen ist, wirken ein wenig leblos. Dass der Schärfepunkt exakt auf den Augen liegen muss, um ein perfektes Bild zu bekommen, ist selbstverständlich. Das gilt natürlich nur dann, wenn die Augen für die Bildgestaltung wichtig sind.

 
Das Porträt des Schwans ist eigentlich ganz gut. Leider gibt es keine Spitzlichter in den Augen, was den Ausdruck etwas leblos macht.

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Hier spiegelt sich der Himmel in den Augen des Uhus. Das sorgt für Lebendigkeit und unterstreicht die Wölbung der intensiv farbigen Augen.

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Hunde und Katzen

Katzenliebhaber werden mir recht geben – es gibt kaum eigenwilligere Tiere als Katzen. Eine Katze zu dirigieren ist extrem schwierig. Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten, die aber immer voraussetzen, dass die Katze grundsätzlich Lust hat, sich zu bewegen. Man kann sie mit Futter locken oder ein Spielzeug verwenden, das gerade aktuell ist.

Was bei meinen Katzen fast immer funktioniert, ist ein Laser-Pointer. Der sich schnell bewegende kleine Lichtpunkt animiert die Tiere immer zur Jagd. Auf diese Weise kann man Katzen ganz gut an eine bestimmte Stelle locken, die zuvor für die Aufnahmen vorbereitet wurde.

Und noch ein Tipp: Bei Katzen funktionieren eher förmliche Porträts ganz gut, wenn das Tier auf dem Schoß einer vertrauten Person sitzt.

 
Mit der Lieblingsleckerei lässt sich fast jedes Tier dazu bewegen, eine bestimmte Position einzunehmen. Dann muss man nur noch im richtigen Augenblick auslösen …

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Einfacher als zuweilen recht eigensinnige Katzen sind Hunde zu fotografieren, die sich auf Kommando an einen geeigneten Ort setzen. Das kann inmitten der Familie im Garten oder auch am Waldrand sein. Will man einen Hund in Bewegung fotografieren, sollte die Kamera über die Möglichkeit manueller Scharfeinstellung verfügen (siehe Kamera-Handbuch) oder einen nachführenden Autofokus besitzen. Der Autofokus von einfachen digitalen Kompaktkameras ist allerdings meist zu langsam für einen rennenden Hund.

Die Autofokus-Nachführung, über die hochwertige Kameras verfügen, ist nur dann geeignet, wenn sich der Hund mit halbwegs gleichmäßiger Geschwindigkeit bewegt. Wirft man einen Ball oder Stock, bringt ein Hund sein Spielzeug vermutlich zurück. Wenn die Kamera auf ein Stativ geschraubt ist, die richtigen Belichtungswerte oder ein Automatikprogramm (am besten das Sportprogramm) eingestellt und auf einen bestimmten Punkt scharfgestellt wurde, den der Hund passieren wird, muss man eigentlich nur noch im richtigen Augenblick auslösen.

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Ein nachführender Autofokus ist enorm hilfreich und meist sehr zuverlässig, wenn sich Motive (wie hier die Hunde) mit relativ konstanter Geschwindigkeit auf den Fotografen zu bewegen.

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Zoobesuche

Nach den ersten fotografischen Versuchen an Haustieren und Vögeln am heimischen Futterhäuschen ist ein Zoobesuch eine weitere Möglichkeit für tolle Tierfotos. Man kann Tiere, die man sonst nie zu Gesicht bekäme oder die in der Natur zu gefährlich wären, sorglos aus nächster Nähe beobachten und aufnehmen.

Kleiner Tipp dazu: Interessante Tierarten wie Wildkatzen oder Raubvögel können über die Mittagszeit bei praller Sonne ziemlich träge sein. Für ein paar gute Aufnahmen sollte man am besten schon früh in den Zoo gehen, wenn die Tiere gerade erst aktiv werden.

Wer die Zeit hat, sollte außerdem eher an einem Tag in den Zoo gehen, wenn nicht zu viel los ist. Man kann zwar nie sagen, ob nicht vielleicht eine Schule Ausflugstag hat, die Wahrscheinlichkeit, dass man in Ruhe auf eine interessante Situation warten kann, ist werktags trotzdem höher.

 
Achtung, Zaun! Leider kann man in Zoos nie ganz ausschließen, dass sich ein störender Zaun im Bild befindet. Mit ein wenig Bildbearbeitung könnte man bei diesem Beispiel den Zaun jedoch entfernen.

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Nur im Zoo möglich: So ein Nahporträt klappt im Zoo sogar ohne enorme Brennweite. Auch mit einer sogenannten Superzoom-Kamera bekommt man Tiere formatfüllend aufs Bild.

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Wilde Tiere

Die beschriebenen Vorgehensweisen gelten prinzipiell auch bei der Fotografie von wild lebenden Tieren. Lange Brennweite, ein Stativ, eventuell ein leistungsstarkes Blitzgerät und viel Geduld sind nötig, um gute Tierporträts in der Wildnis hinzubekommen. Zur normalen Ausrüstung braucht man aber möglicherweise noch einen Unterstand, je nach Umgebung und Witterung passendes Zubehör – vom Regenschirm bis zu einem Tarnzelt – und Schutz für die Kamera.

Wer ernsthaft Wildtiere fotografieren möchte, kann sich bei örtlichen Jägern oder Vogelkundlern schlaumachen, wo und wann bestimmte Tierarten am ehesten zu sehen sind. Vielleicht lässt einen ein Jäger sogar in seinen Hochsitz oder Unterstand, um die Gegend zu erkunden. Wenn man mit einem eigenen Unterstand oder Tarnzelt arbeitet, sollten sich die Tiere an die Tarnung gewöhnt haben, bevor man mit dem Fotografieren beginnt. Das Zelt muss dafür mindestens eine Woche vorher aufgebaut worden sein.

Und wenn man dann fotografieren möchte, muss man natürlich so früh wie möglich vor Ort sein, damit einen die Tiere nicht sehen. Auch für das Warten kann man sich bei Jägern einige Tipps holen, wie man sich ruhig verhält und sich vor allem bei niedrigen Temperaturen keine Erkältung holt.

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Ein Glücksfall: Die Fledermaus hing an einem heißen Sommertag träge in drei Metern Höhe an einer Hausmauer und ließ sich auch durch das Fotografieren nicht stören. (Brennweite 400 mm bei Blende f8 und 1/160 Sek., Stativ)


 
Wer in der Nähe eines Hafens wohnt, findet dort immer Motive mit Vögeln. Wenn die Tiere an Menschen durch Fütterungen gewöhnt sind, kann man sich ganz in Ruhe auf die Bildgestaltung konzentrieren und auf den richtigen Augenblick warten.

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Kommentare
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Portrait von pekin
  • 28.05.2015 - 14:09

Danke für das kleine Tutorial.

Es ist sehr gut zu lesen und zu verstehen. Für mich ist der ein oder andere tolle Tipp dabei. Für Anfänger super geeignet.

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-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 15.03.2015 - 21:15

Danke für das tolle Tutorial. Waren viele gute Hinweise dabei.

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-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 11.01.2015 - 14:49

Interessante und hilfreiche Tutorial-Serie. Danke.

Portrait von orzowei
  • 07.12.2014 - 14:05

Ein Übersichtlichtes und für den Anfänger sicherlich gut geeignetes Tutorial. Es Animiert zum Ausprobieren.

Portrait von alcea
  • 09.07.2014 - 21:32

na ja, recht einfach und oberflächlich gehalten

Portrait von Patty12
  • 07.07.2014 - 19:47

Danke für das Tutorial

Portrait von Desmont88
  • 16.05.2014 - 10:03

Gutes Tutorial. gut erklärt Danke für die Tipps!

Portrait von Figib
  • 02.01.2014 - 11:31

Vielen Dank für das Tutorial!

Portrait von Steward
  • 23.03.2013 - 09:16

Klasse gemacht..Super Tipps..Danke

Portrait von mantaro
  • 19.12.2012 - 14:21

Danke für das ausführliche Tutorial!

Portrait von Yarnauga
  • 31.08.2012 - 09:19

Tolle Tipps! Da freu ich mich jetzt schon auf den nächsten Zoobesuch!

Portrait von woasis111
  • 26.08.2012 - 14:41

Hammer!
Der Tip mit den Spitz/Glanzlichter in den Augen ist Top

Portrait von Pegasine
  • 16.06.2012 - 22:32

Sehr hilfreich, danke

Portrait von MicroSmurf
  • 27.10.2011 - 20:08

Vielen Dank, sehr informativ.

Alternative Portrait
-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 10.10.2011 - 10:41

Super Tipps und gute Hilfestellung. Danke!

Portrait von rojanet
  • 02.09.2011 - 09:27

super sache sehr gute anfänger tips

Portrait von cifer001
  • 30.06.2011 - 15:18

Das ist ein Gebiet, in dem Geduld und die richtige Idee mehr wert sind als eine gute Kameraausrüstung

Portrait von penguinpower
  • 28.06.2011 - 12:33

Sehr schöne Fotos :) Praktischerweise wohne ich am Hafen, dort kann ich dann diverse Vogelmotive finden, um die Tipps umzusetzen...

Portrait von Schnuppi8480
  • 21.06.2011 - 08:35

klasse ... genau nach meinem geschmack ... bin sehr oft im zoo und habe eine katze ... die hinweise werde ich gleich beim nächsten mal umsetzen ... *grins* ... vielen dank ...

Alternative Portrait
-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 29.05.2011 - 11:45

Vielen Dank warn gute Tipps dabei!

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