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Tutorialbeschreibung

Grafiktabletts - Übersicht zur Kaufentscheidung

Grafiktabletts - Übersicht zur Kaufentscheidung

Diese Übersicht und die Beschreibung der einzelnen Funktionsmerkmale soll bei der anstehenden Anschaffung eines Grafiktabletts ein weinig Unterstützung geben.


Grafiktabletts

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1. Einführung
2. Übersicht
3. Arbeitsweise von Tabletts
4. Kaufentscheidung nach
- Zweck des Tabletts (wofür?)
- Größe
- Stift/Maus
5. Unterschiede
6. Kompatibilität mit Programmen
7. Fazit
8. Nachträge
GT von Aldi/Nord v. 26.9.07

Einführung
Jeder, der sich etwas intensiver mit der Bearbeitung von Grafiken, Fotos und digitalen Vorlagen beschäftigt, wird früher oder später mit dem Gedanken spielen, sich ein Grafiktablett zuzulegen. Die Möglichkeiten, die sich für den ambitionierten „Pixler“ ergeben, sind ungleich vielfältiger, als mit der Standard-Maus - sei es nun die optische- oder sogar die Laser-Variante. Spätestens dann beginnt für jeden Interessierten der schwierige Weg der Informationsbeschaffung. Auf Anfrage im realen oder virtuellen Bekanntenkreis kommt dann heraus, dass fast jeder schon einmal davon gehört hat, einige Leute mehr Infos besitzen als andere und ein paar Wenige sogar selbst mit einem Grafiktablett arbeiten. Fragt man dann genauer nach, ergibt sich dasselbeVerhaltensmuster, wie bei der Frage nach dem Auto – das Beste ist immer das, was man selbst fährt. Bei allen anderen Modellen gibt es überwiegend nur Kritik und Verständnislosigkeit, wie man nur solch einen „Untersatz“ fahren kann.


Auch in unserem Board taucht regelmäßig immer wieder mal ein Thread auf, der sich auf die Anschaffung und den Gebrauch dieser Eingabegeräte bezieht. Und auch hier sind die Antworten so vielfältig, wie die auf dem Markt befindlichen Modelle. Besonders interessant sind dann allerdings die Empfehlungen der User, die selbst noch nie den Eingabestift eines solchen Tabletts in der Hand gehalten haben, sich aber angeblich bestens damit auskennen. Diese Kolumne soll deshalb helfen, ein wenig Klarheit in den Markt der derzeit angebotenen Grafiktabletts zu bringen, die Vor- und Nachteile der einzelnen Varianten zu hinterfragen und auf den Bedarf des Einzelnen abzustimmen.

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Zu Beginn stelle ich einmal völlig wertungsfrei die wichtigsten derzeit auf dem Markt erhältlichen Grafiktabletts zusammen. Die Tabelle hat nicht den Anspruch, vollständig zu sein, zumal immer wieder neue Marken in den Regalen der Discounter auftauchen, deren Angebot i.d.R allerdings zeitlich beschränkt ist und bei denen es sich meistens auch um gelabelte Produkte der wenigen Hauptmarken handelt. Vor allem habe ich ältere, nicht mehr im Fachhandel erhältliche Geräte nicht in die Übersicht mit aufgenommen.

Übersicht

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Arbeitsweise der Tabletts
Stifte und Tabletts bilden grundsätzlich eine Einheit, um Eingaben an das entsprechende Programm zu übermitteln. Ein Stift ohne Tablett funktioniert daher genauso wenig, wie ein Tablett ohne den dazugehörigen Stift. Durch den Druck des Stiftes auf das Tablett werden dann die entsprechenden Daten an den PC übermittelt und auf dem Bildschirm dargestellt. Dabei kann, je nach Modell und Programm, sowohl der Druck des Stiftes in verschiedenen Stufen (Druckstufen) berücksichtigt werden, als auch die Neigung, die der Stift bei Ausübung des Drucks einnimmt. Im Vergleich zum Zeichnen auf dem Papier käme das z. B. der Unterscheidung zwischen einem normal gehaltenem Bleistift für Schreibzwecke und dem schräg gehaltenen Stift für die Schraffur einer Zeichnung gleich.

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Die auf dem Tablett gemalten Linien werden entsprechend eines vorgefertigten „Rasters“ abgetastet und erkannt. Je mehr Linien-Raster das Tablett erkennt, umso feiner ist die Auflösung und letztendlich die Darstellung auf der Endanwendung. Die Angabe der Auflösung der GTs (Grafiktabletts) erfolgt daher nicht, wie in der PC-Welt gewohnt, als dpi (dots per inch, also in Punkten pro Zoll), sondern als lpi – lines per inch, -in Linien per Zoll. Diese Angabe kommt aus dem Druckbereich und beschreibt die Verteilung von Farbwerten auf einem Raster. Das können aber unsere Fachleute im Board wesentlich besser erklären als ich. Daher lasse ich es lieber, darauf näher einzugehen.

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Der wohl wesentlichste Unterschied zur Maus ist die sogen. „absolute Positionierung“. Wer einen Stift in der Hand hält, wird sofort merken, was damit gemeint ist: Rechts unten auf dem GT ist auch rechts unten am Bildschirm. Die Mitte des GTs ist die Mitte des Bildschirms und links oben auf dem Tablett ist auch links oben auf meiner Bildschirmanzeige. Es entfallen hier also die langen Wege, die ich z. B. mit einem Mauszeiger gehen muss, um von einem Punkt zu einem anderen zu gelangen. Einige GTs verfügen außerdem über frei programmierbare Zusatztasten, auf die dann die wichtigsten Funktionen gelegt werden können. So können z. B. Aktionenin Photoshop mit einem einzigen Klick rückgängig gemacht werden, wenn die Kombination STR-Alt-Z auf eine Taste gelegt wurde. Eine feine Sache, im Zweihandbetrieb eines GTs.

Kaufentscheidung
Die Qual der Wahl. Auf dem Markt tummeln sich die unterschiedlichsten Varianten in den buntesten Verpackungen, mit den außergewöhnlichsten Merkmalen und für die verschiedensten Zwecke.

Zweck des Tabletts
Als Käufer sollte man sich daher zuerst einmal darüber im Klaren sein, wozu das künftige GT eingesetzt werden soll. Für schnelle Notizen, eine gelegentliche Unterschrift und das Anbringen einer persönlichen Note an Dokumenten reicht z. B. schon der kleine PenPartner von Wacom, der zusätzlich zu allen anderen GTs den Vorteil hat, durch seine geringen Abmessungen als idealer Reisebegleiter in Verbindung mit einem Notebook zu dienen. Grafische Anwendungen dürften dagegen kaum mit ihm zu bewältigen sein. Für die gelegentliche Fotoretusche – also dem Entfernen roter Augen, Freistellen einfacher Objekte oder Retuschieren von grobenUnregelmäßigkeiten - reicht durchaus ein Grafiktablett der unteren Preisklasse. Will man intensiver in die Bildbearbeitung einsteigen, also auch Fotomontagen in bester Auflösung erstellen, mehrere Bilder zu neuen Werken zusammenfügen oder sich intensiver mit dem Zeichnen und Malen am PC beschäftigen, wird man allerdings kaum um die Marke Wacom bei den GTs herumkommen. Neben der Auflösung der Tabletts ist auch die Neigungssensitivität der Stifte und der Arbeitsmodus, völlig ohne Batterien, einzigartig. Und letztendlich gibt es für die hauptberuflichen Grafiker und Zeichner noch die Möglichkeit des Cintiq 21UX – beiErscheinen als Quantensprung für die digitale Zeichenwelt gefeiert. Hier malt man nicht mehr über das Tablett auf den Bildschirm - das Tablett IST der Bildschirm, auf dem man direkt seine Eingaben macht. Durch den Preis in Höhe eines gebrauchten Kleinwagens bleibt das Tablett aber eher den professionellen Künstlern vorbehalten.

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Die Größe
„Nicht die Größe ist wichtig, sondern die Technik“ – hier trifft dieser Slogan zu 100 % zu. In vielen Publikationen wird immer wieder der Irrglaube verbreitet, dass das GT zum ausgewogenen Zeichnen mindestens die Größe des Bildschirms haben sollte - das ist völliger Quatsch! Ich würde die Wahl der Größe von der Technik der zugrunde liegenden Anwendung abhängig machen. Wenn das GT in überwiegendem Maß dazu gebraucht werden soll, bildschirmfüllende Gemälde und Zeichnungen zu erstellen, dann würde ich noch zustimmen wollen – aber die meisten User, die ich bisher kennengelernt habe, haben alle die gleiche Technik, wenn es um die Erstellung einer Grafik geht:
1. Die grobe Vorzeichnung
Diese Vorzeichnung bekomme ich auf einem A6-Wide-GT genauso gut hin wie auf einem A3-GT.

2. Ausarbeiten der Einzelheiten der Zeichnung
Hier arbeitet man meist im Vergrößerungsmodus abschnittsweise im Bild - hat also in den seltensten Fällen das gesamte Bild zur Ansicht. Und hier ist es wesentlich angenehmer, mit aufgestütztem Handgelenk zu arbeiten, als mit dem gesamten Arm über das ganze GT.

Wenn ihr also großformatige Gemälde im Stil eines Bob Ross anlegen wollt oder euren Lebensunterhalt mit der Erstellung von Hausgrundrissen und CADZeichnungen verdient, dann kann das GT nicht groß genug sein. Wollt ihr damit allerdings „nur“ in dem Maß Bilder bearbeiten und erstellen, wie sie uns täglich im Internet z. B. auf DeviantArt über den Weg laufen, dann reicht z. B. für einen 22 Zoll-Wide-Monitor ein A5-Wide- Tablett vollkommen aus. Selbst mit einem A6-Wide-GT würdet ihr schon absolut erstklassige Ergebnisse erzielen. Ich selbst arbeite mit einem A5-Wide auf einem Dual-Monitor-System, so dass für jeden Monitor auch nur gerade mal eine A6-Fläche auf dem Board übrig bleiben. Wie also bereits anfangs erwähnt – die Größe ist nicht immer wichtig – die Technik macht´s…

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Stift/Maus
Der Stift ist das eigentliche Arbeitsgerät beim Einsatz eines Grafiktabletts. Grundsätzlich lässt sich zwischen drei Arten von Stiften unterscheiden:
1. Kabelgebundene Stifte
2. Kabellose Stifte mit Batterien
3. Kabellose Stifte ohne Batterien

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Die erste Kategorie würde ich ohne schlechtes Gewissen in die Ablage „PK“ packen, denn für mehr als für den Papierkorb taugt diese Gattung auf Dauer nicht. Zu störend wäre das Kabel für die tägliche Arbeit. Der Einsatz von Stiften mit integrierten AAA-Batterien (das sind die schmalen Batterien, wie sie meist auch in Fernbedienungen zu finden sind) kommt ungefähr dem „Feeling“ gleich, das man hat, wenn man mit schweren Kugelschreibern schreibt. Ich finde diese eher unhandlich und vor allem auf Dauer anstrengend, allerdings soll es auch Leute geben, denen es nichts ausmacht. Fakt ist allerdings, dass man für eine ständige Verfügbarkeit der Stiftfunktion immer ein frisches (aufgeladenes) Batteriepack zur Hand haben sollte, denn eine Dockingstation mit Ladefunktion, wie sie bei Mäusen verbreitet ist, gibt es bei diesen Stiften nicht. Und frei nach Murphys Gesetzen wird meist genau dann immer der Saft ausgehen, wenn man gerade mitten in der Arbeit ist, und dazu noch vergessen hat, das alte Batterie-Pack wieder aufzuladen…

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Diese Sorgen kennen die Besitzer der Wacom-Tabletts nicht, denn Wacom hat als einziger Hersteller eine Technologie entwickelt, die den Einsatz von Stiften ohne jegliche Stromquelle möglich macht. Wer mehr über die Funktionsweise der Stifte erfahren möchte, sollte sich das „White-Paper“ dieser Stifte durchlesen, das die Fa. Wacom hier veröffentlicht hat. Die Stifte selbst haben meist noch zusätzliche Tasten, die i.d.R. frei belegbar sind, was öfter den Griff zur Tastatur erspart.

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Die Spitzen der Stifte sind austauschbar, denn, obwohl es sich um Kunststoffspitzen handelt, nutzen diese sich nach längerem Gebrauch doch erheblich ab und müssen irgendwann erneuert werden. Auch hier ist es durchaus von Vorteil, Besitzer einer bekannten Marke zu sein. Über den Wacom-Shop kann man jederzeit Ersatzteile beziehen, wobei man für das Auffinden von Ersatzteilen nicht mehr gehandelter GTs einer Lebensmittel-Kette wohl schon kriminalistischen Spürsinn benötigt. Übrigens passen und funktionieren die Spitzen der Intuos3-Schreiber auch an die Schreiber der Graphire-Serien. Aber selbst bei den Spitzen gibt es noch verschiedene Arten. Als Standard sind den Pens Plastikspitzen beigelegt, die ungefähr das Feeling harter Filzschreiber haben. Diese Spitzen gibt es noch zusätzlich mit eingebauter Feder. Mit diesen Federspitzen lässt es sich noch wesentlich gefühlvoller malen und zeichnen. Als dritte Variante gibt es dann noch eine Version, die den Kohlestift/Bleistift simulieren soll – alles, wie gesagt, nur vom „Feeling“ des Griffels aus gesehen.

Das Ergebnis auf dem Bildschirm ist natürlich von den eingestellten Pinselspitzen abhängig. Und auch dies ist eine Eigenheit der Wacom-Stifte: Dreht man sie auf dem GT um, arbeitet man so, als hätte man einen Bleistift mit einem Radierer am anderen Ende in der Hand.

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Die Stifte gibt es in verschiedensten Ausführungen – angefangen vom Standard-Stift über Stifte, die eher die breiten Filzmarker simulieren, bis hin zu den Airbrush-Stiften der Fa. Wacom, bei denen durch ein Rädchen am Stift echtes Airbrush-Feeling aufkommt. Einzigartig auch hier eine Innovation von Wacom, denn bei einem Stiftwechsel wird automatisch erkannt, welcher Stift nun gerade mit dem GT arbeitet, ohne dass der Anwender irgendetwas machen muss. So kann man im laufenden Projekt mit mehreren Spitzen arbeiten, ohne selbst etwas an der Programmeinstellung verändern zu müssen.

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Zu den meisten Tabletts wird optional noch eine Maus angeboten. Wichtig ist hierbei allerding zu wissen, dass diese Maus ausschließlich auf den GTs funktioniert. Das Mousepad ist daher bei einem A6-GT doch recht beschränkt in der Größe. Zusätzlich ist das Arbeiten mit einer Maus mit absoluter Positionierung ebenfalls gewöhnungsbedürftig - und das mag ein Grund dafür sein, dass z. B. auch bei eBay sehr oft überflüssige Mäuse zu günstigen Preisen angeboten werden. Ich selbst benutze ebenfalls keine WACOM-Maus, denn das Tablett habe ich nur für Arbeiten in Photoshop auf dem Tisch, da es mit seiner A5-Wide-Abmessung doch recht viel Platz benötigt - und wer hat schon ein derart großes Mousepad ständig neben dem PC liegen?

Die Unterschiede
Die GTs unterscheiden sich nicht nur in der Funktionsweise der Stifte voneinander, auch die Ausstattung der Tabletts selbst sowie die mitgelieferte Software sollte beachtet werden. So bietet beispielsweise die Fa. Wacom bei Ihren GTs der Graphire-Serie eine Studio-Version, bei der die Software „Photoshop-Elements“ mit beigelegt ist. Eine Software, die für Hobby-Retuschen der Digitalfotografen durchaus ihren Einsatz und Sinn finden kann.

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Einige Boards sind mit einer transparenten Plastikabdeckung versehen, die das Abpausen von Zeichnungen/Vorlagen erleichtert, wieder andere GTs haben frei programmierbare Tasten integriert, die in Verbindung mit einer Zweihand-Bedienung kaum noch den Einsatz der Tastatur notwendig machen. Als Besonderheit seien hier einmal mehr die GTs der Fa. Wacom erwähnt, die über sogen. TouchStrips (Serie Intuos3) bzw. über ein Scrollrad (Graphire-Serie) das stufenlose Zoomen der zu bearbeitenden Bilder/Zeichnungen ermöglicht. Einen USB-Anschluss besitzen mittlerweile alle noch gängigen GTs, während ältere Versionen noch mit Parallel-Verbindungen arbeiten, was natürlich dann auch den Einsatz gesonderter Netzteile zur Folge hat.

Auf eine „Sondervariante“ möchte ich an dieser Stelle allerdings ebenfalls noch hinweisen. Die Fa. Pearl hat eine sogen. „Optical PenMouse“ im Angebot, mit der sich durchaus ähnliche Ergebnisse erzielen lassen wie mit einem Grafiktablett. Direkt vergleichen kann man allerdings diese Eingabegeräte nicht, da es sich im Prinzip um eine Maus in Stiftform handelt. Es fehlt daher die Funktionsweise der absoluten Positionierung wie bei den GTs, was allerdings bei geübter Handhabung durchaus kompensiert werden kann.

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Unser User Medienfuxx hat mit diesem Eingabegerät auch schon die ersten Ergebnisse im Board vorgestellt.Kurz die technischen Werte:
512 Druckstufen,
600 dpi Auflösung
und kabelgebunden über USB.
Ich würde dieses Gerät zwischen den günstigen Grafiktabletts und einer optischen Maus einordnen wollen. Das störende Kabel wäre für mich allerdings schon bei einer Maus ein K.O.-Kriterium.

Kompatibilität mit Programmen
Grundsätzlich sollten die aktuell auf dem Markt erhältlichen Grafiktabletts mit allen Grafikprogrammen kompatibel sein. Der Treiber zur Funktion dieser Geräte wird bereits beim Start des Betriebssystems geladen, so dass auch alle weiteren Programme, wie gewohnt, mit dem Stift bedient werden können. Hier ist es allerdings wirklich Gewohnheitssache, ob die Menü-Bedienung mit Stift wirklich schneller und bequemer geht als mit der gewohnten Maus. Besonderheiten, wie Druckempfindlichkeit und Neigungssensivität, werden wiederum im Anwendungsprogramm umgesetzt, das diese Features natürlich auch unterstützen muss. Ein Problem gibt es derzeit bei den Wacom-Tabletts, die unter Windows Vista betrieben werden. Durch die Einführung und automatische Aktivierung der Stift-Funktionen bei Vista kommt es beim Arbeiten mit den GTs bei „Flicks“ (Steuerung per Stiftgesten) die Vista zu erkennen glaubt, zu kurzen Aussetzern von nur Millisekunden, die allerdings bei der Bearbeitung von Grafiken sehr störend sind. Hier hilft die Deaktivierung dieser Stift-Funktion, wobei zusätzlich auch der sogen. Virtual-HID-Treiber in der Systemsteuerung deaktiviert werden sollte. Wacom hat Ende Februar neue Treiber veröffentlicht, die ich allerdings noch nicht getestet habe – „never change a running system.“

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Fazit
Für ambitionierte Pixler, die sich intensiver mit der Bearbeitung von Bildern und dem Erstellen neuer Werke widmen wollen, führt der Weg an der Fa. Wacom kaum vorbei. Klar – die günstigen Preise der Konkurrenz verleiten schnell mal dazu, ein derartiges Produkt zu nehmen. Ich will nicht mal sagen, dass damit das ins Auge gefasste Ziel nicht auch erreicht werden kann. Es kann - aber ungleich unbequemer, umständlicher und aufwändiger. Wacom ist nicht umsonst Marktführer und die Testberichte von Firmen und Anwender sprechen für sich.


Dem Einsteiger mit kleinem Geldbeutel sei daher ein Volito2 DIN A6 ans Herz gelegt. Das ideale „Reinschnupper-Tablett“, bei dem man bei einem Preis von ca. 45 EUR nicht allzu viel falsch machen kann. Irgendwann einmal wird dann doch der Wunsch nach einerbesseren Ausführung kommen.

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Dann kann immer noch der Umstieg auf die Graphire- Version erfolgen, die ich übrigens auch allen Anwendern mit begrenztem Budget empfehlen kann. Hier gibt es die A5-Version schon für ca. 175,- EUR. Das Einsteiger-Tablett mit programmierbaren Tasten auf demBoard für eine bequeme 2-Hand-Bedienung.

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Anwender, die im 1-Monitor-Betrieb mit den immer günstiger werdenden 19- oder 22-Zoll-Wide-Monitoren arbeiten, sollten sich das Intuos3-A6-Wide zulegen. Sollte das Budget ein wenig mehr hergeben, natürlich auch gern die A5-Version. Das ist irgendwo natürlich auch immer abhängig vom Platz, den der Schreibtisch hergibt. Man sollte den Platzbedarf eines Grafiktabletts immer in die Kaufentscheidung mit einbeziehen.
Im Dual-Monitor-Betrieb ist ein A5-Wide die unterste Grenze, die optimale Ausstattung natürlich das A3-Wide. Hierzu ist allerdings dann auch der entsprechende Schreibtischplatz und das nötige Kleingeld Voraussetzung. Tja – und dann gibt es noch das Cintiq 21UX – aber der
Mensch muss ja Träume und Ziele haben. :)

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Ich hoffe, mit dieser Zusammenfassung ein wenig Licht in die dunkle und neblige Welt der Grafiktabletts gebracht zu haben und würde mich über ein wenig Resonanz natürlich freuen. Der besondere Dank natürlich an die Fa. Wacom, die für diese Kolumne freundlicherweise einen Großteil der Grafiken zur Verfügung gestellt hat.

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Nachträge
Aldi/Nord hatte am 26.9. ein Grafiktablett im Angebot, das vom Aussehen her baugleich mit dem neu eingeführten Modell von Aiptek 600U íst.
Einen ersten Erahrungsbericht unsers Mitglieds Shizzzo füge ichnachfolgend bei:

***********************************************
v. 26.9. - 09.50 Uhr
So, seit genau 8:03 Uhr nenne ich das Grafiktablett mein Eigen und schreibe mal mein erstes kleines Fazit.
Im Lieferumfang befanden sich halt das Tablett, der Eingabestifft samt Halterung und 2 Ersatzspitzen sowie einer Pinzette zum wechseln dieser und einer Batterie.
Eine Bedienungsanleitung liegt als Kurzanleitung auf Papier und etwas ausfürlicherer Anleitung auf CD vor. Generell befinden sich 2 CDs dabei.
Zum einen eine CD mit Treibern, dem Macro Key Manager und an Software die Programme Free Notes / Office Ink und Power Presenter RE.
Auf der zweiten CD befindet sich Ulead PhotoImpact 12 SE.
Die programmierbaren Kurzwahlfelder lassen sich mit dem Macro Key Manager leicht und nach Wunsch einstellen. So können mehrere Profile angelegt werden, wo jede Taste neu programmiert werden kann. So kann ich mir etwa alle Felder für Funktionen in Photoshop programmieren und auch alle Felder für Optionen in Windows und springe, je nachdem, was ich gerade nutze, zwischen den Profilen hin und her.
Das Arbeiten selbst erweist sich für mich als Neuling noch etwas komisch, ich habe es mir aber komplizierter vorgestellt. Nach ein wenig Spielerei und Probieren bin ich aber angenehm überrascht, wie es einem in Zukunft Arbeit erleichtern wird. Allein das Zeichnen mit dem pinsel erwies sich schon als erfreulich, so kann man haarfeine Linien ziehen, führt man den Stift nur leicht über das Tablett bis hin zum kräftigen Füllen bei stärkerem Aufdrücken.
Ich denke mal, ich werde jetzt zumindest den ganzen Tag beschäftigt sein mir das Tablett auf mich einzurichten und etwas Gefühl dafür zu bekommen.
Bereuen tue ich den Kauf jedenfalls nicht, ganz im Gegenteil.
br />
Edit: Der Eingabestift selbst liegt übrigens super in der Hand und hat trotz der Batterie ein angenehmes Gewicht. Zudem besitzt er 2 kleine Tasten, die zusätzlich je nach Wunsch programmiert werden können, z.B. Doppelklick, Linksklick etc.
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Bei weiteren Fragen könnt ihr euch gerne im Forum direkt an mich wenden.

Pepexx


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Kommentare
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Portrait von shenja91
  • 04.02.2014 - 00:25

Ich hätte mir, ehrlich gesagt, mehr Einzelheiten gewünscht. Ab welchem Bereich spricht man von einer "annehmbaren" Auflösung, oder welche Druckempfindlichkeit sollte so ein GT mind. haben, um damit nicht nur gerade mal MS Paint - Bilder erstellen zu können? Ich brauche keine Markennamen, denn nur weil Wacom der Marktführer ist/war, heißt das noch lange nicht, dass es keine vergleichbaren Modelle anderer Firmen gibt, was deren Leistung angeht. Die Tabelle am Anfang des Tuts bringt mir auch nicht sehr viel, die ist erstens schon lange nicht mehr aktuell, und zweitens ziemlich schlecht leserlich.

Portrait von pepexx
  • 04.02.2014 - 06:25

Das Tut und die Übersicht sind mehr als 6 Jahre alt. Sich über eine darin enthaltene Tabelle auszulassen, dass diese nicht mehr aktuell ist, ist schon etwas seltsam.
2007 gab es nunmal keine anderen Marken, außer die in der Übersicht genannten.
Einen "Nachtrag" von mir gibt es noch in Form eines Tests zweier Hanvon-Tablets, als diese auf den deutschen Markt kamen und eines Berichts über das Wacom Cintiq 24HD

Die Links dazu könnte ich Dir jetzt zwar raussuchen, aber warum sollte ich, bei solch einem Kommentar.

Portrait von Bistromatic
  • 30.11.2013 - 08:04

Klasse, danke für dieses Super-Tut!!

Portrait von leon2225
  • 19.11.2013 - 18:50

vielen Dank - ich habe lange nach so einer "zusammenfassung" gesucht:)

Portrait von jochen_muc
  • 02.02.2013 - 21:25

Danke für das Tut, vielleicht teste ich dann doch mal ein GT

Portrait von MaoMao
  • 15.01.2013 - 20:37

Vielen Dank für die hilfreiche Erklärung.

Portrait von Fotoerdbeere
  • 26.10.2012 - 17:12

Mich würde noch interessieren, ob einTablett mit oder ohne Multitouch sinnvoll ist?

Liebe Grüße

Portrait von AaronKl
  • 27.10.2012 - 11:48

Wenn du es als mausersatz ohne Stift benutzen willst, sollteste eines mit Touch nehmen, sonst nicht!

Portrait von AaronKl
  • 29.09.2012 - 12:43

Obwohl ich schon stolzer Besitzer eines Wacom Bamboo Pen & Touch M (used, i-was um die 150€) habe, konnte ich es nicht lassen, dieses Tutorial zu lesen und muss sagen, dass das Tut echt ordentlich ist.

Das Cintiq 24HD touch würde ich im Moment echt als das beste bezeichnen, naja kostet auch gute 3.500€ :D Davon träume ich.

Portrait von Danilo_Hillay
  • 26.08.2012 - 15:25

vielen dank für das tut, es ist immer noch sehr aktuell und vermittelt das was man sucht auf einfachste art und weise.
gruß Danilo

Portrait von ChengTan
  • 01.06.2012 - 15:57

Ich danke dir für das Tutorial, dadurch konnte ich mich entscheiden was ich für ein Tablet nehmen werde! :)

Portrait von D0nkanaille
  • 23.01.2012 - 16:26

War sehr hilfreich und informativ, vorallem für die Kaufentscheidung.

Portrait von puppe
  • 05.11.2011 - 11:38

Endlich! So einen Bericht habe ich vermisst. Ich habe elendig lange recherchiert und verglichen - eine Entscheidung konnte ich bislang aber nicht fällen. Jetzt bin ich mir fast sicher, was es werden wird.

Danke

Portrait von Ghostscream
  • 28.08.2011 - 23:58

Sehr hilfreich. Hatte schon länger mit einem GT gearbeitet...war halt immer die Frage inwieweit ich aufstocke...hat mir dabei sehr geholfen

Portrait von gabrieled
  • 21.06.2011 - 17:39

Liebäugle mit dem Kauf eines Grafiktablets. Die Ausführungen waren sehr hilfreich zumal meine persönliche Tendenz stark in die Wacom Richtung tendiert. Ich habe noch eine Frage. Da ich mit einem Schneidplotter arbeite sollte alles was ich mache vektorisiert sein oder umwandeln lassen. Ist eine gezeichnete Linie mit einem Grafitablet auch eine "Vektor Linie"? Mit welch einem Tablett kann man "Durchpausen"? Im Voraus herzlichen Dank!

Portrait von pepexx
  • 21.06.2011 - 19:50

Das Grafiktablett zieht Dir ja nicht die Linie, die Linie entsteht mittels der verwendeten Software. Das Tablett dient in dem Fall nur als Peripherie-Gerät zur Eingaben, vergleichbar mit einer Maus. Daher ist die Frage, ob eine Vectorlinie gezeichnet wird einzig abhängig vom verwendeten Programm. Benutzt Du das Tablett z.B. unter Illustrator, werden Vektorlinien gezeichnet, verwendest Du das unter MS-Paint, gibt es nur eine Pixel-Linie.

Durchpausen kannst Du im Prinzip mit jedem Tablett, dazu brauchst Du die Vorlage nur auf das Tablett legen und die Umrisse mit dem Stift nachfahren. Mit einigen Tabletts ist dies komfortabler, da die Vorlage UNTER die transparente Oberfläche gelegt werden kann und man damit wie gewohnt auf der Oberfläche arbeiten kann (Stift-Feeling) - ansonsten hast Du als Oberfläche das Papier, was sich evtl. etwas anders anfühlt.

Portrait von BruceWillis
  • 11.06.2011 - 22:55

Danke für diesen Beitrag. Ich habe mir das Intuos 4M von Wacom angeschafft und bin total begeistert, wie exakt und schnell dieses Teil ist. Absolut empfehlenswert!

Portrait von Jormungand
  • 20.04.2011 - 12:08

Insgesamt finde ich deinen Bericht sehr informativ und es hilft Anfängern sehr bei der Kaufentscheidung.

Danke für die Mühe!

Vielleicht wäre noch zu erwähnen, dass nicht jedes Grafiktablett die Stiftneigung unterstützt. So scheint die Bamboo-Serie von Wacom lediglich den Stiftdruck anzubieten, aber nicht die Neigung.
Möglicherweise sind andere Anbieter in dieser Richtung auch nicht so umfassend ausgestattet.

Augen auf, bei GT-Kauf! ;)

Portrait von spixty2
  • 21.03.2011 - 19:33

danke für die Infos!

Portrait von MiraiPolarstern
  • 06.03.2011 - 20:46

Danke für die gute Zusammenfassung, ich denke das hat echt weitergholfen bei so manchen Fragen :) merci

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