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Tutorialbeschreibung

Druckvorbereitung InDesign - Minileitfaden

Druckvorbereitung InDesign - Minileitfaden


Bilder




























Adobe InDesign bietet seinen Nutzern zahlreiche Möglichkeiten zu Setzen.
Viele intelligente Werkzeuge erleichtern dem Gestalter die Arbeit. Sein Layout
schnell und effizient gestalten zu können hat Vorteile, wenn man weiß wie die
Werkzeuge einzusetzen sind. Nicht alle Wege führen aber zum fehlerfreien Ziel.

Warum lässt InDesign den Import von Daten zu, die beim Preflight dann als
Problem auftauchen? Und wenn man sich auf den Preflight verlässt warum
können trotzdem fehlerhafte Dateien eingebettet sein?

Da Adobe InDesign nicht ausschließlich für die Produktion von Druckerzeugnissen
entwickelt wurde, kann man Einstellungen vornehmen, die nicht für den Druck
geeignet sind.

So lassen sich ja auch interaktive E-Books, bzw. PDF’s mit InDesign erzeugen,
die so natürlich nicht in den Druck geschickt werden können.

Um perfekte Druckdateien zu erstellen kann man im Handel zahlreiche Literatur
erwerben. Dieser Mini-Leitfaden kann deshalb keinen Anspruch auf Vollständigkeit
erstreben. Es wird versucht, möglichst die Punkte anzusprechen, die häufig zu
Problemen führen.

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Schriften:
Die Wahl der richtigen Schrifttypen ist entscheidend für den finalen Zweck der Datei.
Die Unterschiede zwischen True Type, Open Type und PostScript
-Schriftarten müssen dem Nutzer bewusst sein. Zum Glück sind die Zeiten vorbei
in der man nur PostScript-Schriften an den Drucker schicken durfte. Bei Schriften aus
dem Internet sollte man allerdings aufpassen. Sie könnten eine zu geringe Auflösung haben.
Es ist am sichersten die von Adobe oder Corel Draw oder Photoshop mitgelieferten Schriften zu verwenden.
                                                                                                                                     
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PostScript
TrueType
OpenType



TrueType Schriften können zwar in InDesign ausgewählt werden und auch gedruckt werden.
Bessere Resultate werden aber mit PostScript-Schriftarten erreicht.

Das eigentliche Problem mit den Schriften liegt an den RIPs (Raster Image Prozessoren, die die Dateien/Schriften für den Druck rastern.) Veraltete Modelle können mit den True-Type-Schriften nicht richtig umgehen.
Zum Beispiel werden beim True-Type-Font in der Vergrößerung die Ankerpunkte der Schriftenpfade mit geraden Linien verbunden. Wenn die Schrift klein dargestellt wird, sieht man diese Geraden nicht. Bei starker Vergrößerung sind die Gerade sichtbar und damit ergeben sich bei der Betrachtung durch das menschliche Auge eckige Kanten. Anders verhält es sich bei Post-Script-Fonts: Hier werden die Ankerpunkte bei Rundungen der Pfade in Kurven errechnet. Bei jeder Vergrößerung werden die Kurven neu berechnet.
Modern ausgestattete Druckereien haben keine Probleme mehr damit, allerdings ist die Anschaffung dieser RIPs und die dazugehörige Software extrem teuer, weshalb noch nicht alle umgestiegen sind.
Mehr Infos hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Raster_Image_Processor


Die entwickelten Open Type Schriften sind auch für den Druck optimiert und
vereinen sozusagen die positiven Eigenschaften für die Anzeige am Bildschirm und dem Druck.
Leider kosten diese meistens mehr als die "normalen" Schriften.


Zitat:
...

F: Was ist das OpenType-Schriftartenformat, und in welcher Beziehung steht es zu Type 1 und TrueType?
A: Das OpenType®-Format ist ein Zeichensatz, der die vorhandenen TrueType- und Adobe® PostScript® Type 1-Schriftartenformate umfasst. Es bietet verbesserte plattformübergreifende Mobilität, umfassende Sprachunterstützung, leistungsstarke typografische Funktionen und vereinfachte Schriftartenverwaltung.

Microsoft und Adobe Systems definieren OpenType technisch gesehen als eine Erweiterung des TrueType Open-Formats von Microsoft, das entweder PostScript-Konturen (.otf) oder TrueType-Konturen (.ttf) enthalten kann. OpenType .otf-Schriftarten werden auf dem Bildschirm von einem PostScript-Rasterprogramm wie Adobe Type Manager® (ATM®) erkannt und wiedergegeben. Dieses Rasterprogramm wird entweder als Add-On der Software installiert oder ist in Betriebssystemen wie Microsoft® Windows® 2000 integriert. OpenType-Schriftarten sind mit aktuellen Formaten kompatibel und können im gleichen Dokument neben Type 1 und TrueType verwendet werden.

F: Was sind die Vorteile von OpenType?
A: OpenType verfügt über mehrere überzeugende Vorteile:
· Eine einzige, plattformübergreifende Schriftartendatei, die sowohl auf Macintosh- als auch auf Windows-Plattformen verwendet werden kann.
· Einen erweiterten Schriftsatz, der auf dem internationalen Unicode-Verschlüsselungsstandard für umfassende Sprachunterstützung basiert.
· Erweiterte typografische Funktionen bezüglich der Glyphenpositionierung und -ersetzung, so dass zahlreiche alternative Glyphen wie ediäval-Zeichen, Kapitälchen und Zierbuchstaben in einer Schriftartendatei enthalten sein können.
· Eine kompakte Konturen-Datenstruktur zur Reduzierung der Größe von Schriftartendateien.
· Native OpenType-Unterstützung für Windows 2000.
· Unterstützung erweiterter typografischer OpenType-Funktionen in Adobe InDesign® 1.5 und Adobe Photoshop® 6.0.
...

F: Warum gibt es zwei OpenType-Schriftarten?
A: Das OpenType-Format ist das Ergebnis einer Zusammenführung zweier bereits vorhandener Formate (Type 1 und TrueType). Deshalb ist es wichtig, die Vorteile beider Formate beizubehalten.

F: Ist ein PostScript Type 1-Rasterprogramm in Microsoft Windows integriert?
A: In Windows 2000 ist ein PostScript-Schriftarten-Rasterprogramm von Adobe integriert. Es bietet native Unterstützung für OpenType (entweder mit PostScript- oder TrueType-Konturen), Type 1 und TrueType.

F: Kann ich auch weiterhin Type 1 oder TrueType-Schriftarten verwenden, wenn ich mit OpenType arbeite?
A: Sie können die Schriftarten wie gewohnt verwenden. OpenType arbeitet nahtlos mit TrueType und Type 1-Schriftarten zusammen. OpenType-Schriftarten bieten lediglich zusätzliche Möglichkeiten, da sie über weiterentwickelte Sprachunterstützung und erweiterte typografische Funktionen für verschiedene Plattformen und Anwendungen verfügen, die die verbesserten OpenType-Funktionen unterstützen.

F: Was bedeutet OpenType-Unterstützung? Kann ich OpenType-Funktionen in allen Anwendungen verwenden, wenn ich mit einem Betriebssystem arbeite, das OpenType unterstützt?
A: Es gibt drei Arten der OpenType-Unterstützung: grundlegende OpenType-Unterstützung (die Schriftarten verhalten sich wie alle anderen Schriftarten), Unicode-Unterstützung (Zugriff auf erweiterte Zeichensätze in mehreren Sprachen) und OpenType-Layout-Unterstützung (Unterstützung für erweiterte typografische Funktionen). Einige Betriebssysteme bzw. Betriebssystemerweiterungen unterstützen einen oder mehrere dieser Arten. Für die Unterstützung von Unicode oder Layout-Funktionen muss eine Anwendung jedoch dementsprechend programmiert werden. Adobe InDesign (alle Versionen) und Adobe Photoshop 6.0 und höher unterstützen die erweiterten typografischen OpenType-Funktionen.

F: Beschränkt sich OpenType auf westliche und romanische Sprachen?
A: Nein. OpenType basiert auf der Unicode-Standardverschlüsselung, die praktisch alle Sprachen der Welt unterstützt. Adobe plant die Veröffentlichung japanischer OpenType-Schriftarten sowie weiterer westlicher Schriftarten.

F: Funktionieren meine vorhandenen Schriftarten mit den neuen Versionen von Windows?
A: Microsoft und Adobe haben gemeinsam daran gearbeitet sicherzustellen, dass der Übergang zu OpenType für Kunden aller Windows-Versionen reibungslos verläuft. Benutzer von Windows 98 und Windows NT® 4.0 können über Adobe Type Manager (ATM) Deluxe für Windows, Version 4.1 oder höher, oder über ATM Light Unterstützung für OpenType und Type 1 erhalten. ATM Light für Windows steht auf der Adobe Web-Site kostenlos zum Herunterladen zur Verfügung. Unterstützung für OpenType- und Type 1-Schriftarten ist direkt in Windows 2000 integriert.

F: Inwieweit wird das Betriebssystem Macintosh unterstützt?
A: Die aktuellste Version von Adobe Type Manager Deluxe für Macintosh unterstützt OpenType- und Type 1-Schriftarten für Mac OS. ATM Light für Macintosh steht auf der Adobe Web-Site kostenlos zum Herunterladen zur Verfügung. Apple hat angekündigt, für Mac OS X neue japanische Schriftarten im OpenType-Format zur Verfügung zu stellen.

F: Wie kann ich als Entwickler von Schriftarten mehr über OpenType erfahren?
A: Im Adobe Solutions Network (ASN) stehen u. a. im Bereich für OpenType des Type Technology Forum und in der Spezifikation zu OpenType einige Informationsquellen für Entwickler zur Verfügung. An Tools interessierte Entwickler von Schriftarten können auch eine E-Mail an folgende Adresse senden: typetools@adobe.com.

F: Aus welchem Grund haben sich Adobe und Microsoft zur gemeinsamen Entwicklung eines neuen Schriftartenformats entschieden?
A: Die Entscheidung zur Zusammenarbeit entstand aus dem Wunsch, den Kunden die beste Lösung zu bieten und eine Umgebung für zukünftige gemeinsame Innovationen zu schaffen. Beide Unternehmen sind sich einig, dass die Zusammenführung des Type 1- und des TrueType-Formats die beste Lösung für den Kunden ist, da jetzt beide Schriftartenstandards nahtlos auf den Plattformen Windows und Macintosh unterstützt werden. Beide Konturenformate haben Vorteile, und durch das Zusammenführen der Schriftarten können sich beide Unternehmen auf die Entwicklung erweiterter Funktionen für ihre Kunden konzentrieren.

...



Entscheidend ist es auch ob ihr am Mac oder dem PC arbeitet. Denn solltet ihr dem Drucker
Schriften mitschicken, die nicht für sein Betriebssystem geeignet sind, kann er sie nicht verwenden.
Er muss sie also durch eigene des Selben Typs ersetzen, sofern er die hat. Das kann zu großen
Problemen führen, denn obwohl die Schriften eigentlich gleich sind, weisen sie manchmal
Unterschiede auf. Schriften können unvollständige Sätze haben, oder beschädigt sein.
Der Satz einer Schrift kann auch verändert worden sein. Das muss man dem Drucker sagen.
Gefälschte Schriften oder Eigenkreationen die häufig aus dem Internet geladen werden, sind nicht eins zu eins gleich
mit den Originalen. Das heißt Umbrüche können sich ändern… Texte werden dann verschluckt
oder passen nicht mehr ins Layout. Besonders bei Eigenkreationen kann man davon ausgehen, dass diese
nicht beim Drucker vorliegen.

Es ist nicht legal Schriften zum Drucker mitzuschicken, die geschützt sind.
Die Möglichkeit die Schriften beim Verpacken in InDesign zu "sammeln" dient z.B. der firmeninternen Bearbeitung.
Der entsprechende Warnhinweis wird deshalb auch beim "Collect" angezeigt.
Wer also sicher gehen will, wandelt die Schriften in Kurven um.
!Achtung!: Das kann schiefgehen. Alle Texte sollten dann nochmal korrekturgelesen werden. Es ist nicht garantiert,
dass nach der Umwandlung alles korrekt ist.

Schriftensätze die von einer CD für z.B. 50€ sind, auf der mehr als 2000 Schriften sind enthalten wahrscheinlich nur Schrott.
Schriften sind teuer!

Die Helvetica in allen Sprachen (48 Sprachen) und Schnitten (ca.26) kostet aktuell: 
1695,00 Euro.

Und was hat man nun? Eine Schrift!
(Wer es nicht glaubt, soll bitte hier nachsehen: http://www.fontshop.de/)

Das ist aber nicht alles.
Wenn man also eine CD mit Schriften kauft auf der 2000 Stück sind, die gut sind, müsste diese vielleicht 3 Millionen Euro kosten.
Das ist natürlich stark übertrieben, denn erstens sind nicht alle Schriften so populär wie die Helvetica, und damit nicht so teuer und
zweitens gibt es nicht alle Schriten in so vielen Schriftschnitten und in so vielen Sprachen.

Laut einer Umfrage in der "Page" (Zeitschrift) gaben nur wenige Firmen an, mit ausschließlich gekauften Schriften
zu arbeiten. Wenn man das Original einer Schrift nicht kennt, ist es schwierig sie von einer Fälschung
zu unterscheiden.

Auch müssen alle Schriftschnitte einer Familie installiert sein, um verwendet werden zu können.
Es reicht nicht nur auf Fett zu klicken, um die Schriftart fett zu machen. Wenn der fette Schriftschnitt
nicht installiert ist, kann er auch nicht ausgewählt werden.

Z.B. Helvetica (Bold/Medium/Oblique/BoldOblique…)

Schriften werden von Anfängern in Ihrer Komplexität meistens unterschätzt. Ein Grund dafür ist
der alltägliche problemlose Umgang mit Ihnen. Denn wer mit Word einen Text tippt, ihn dann
fett oder kursiv oder sonst wie macht, an seinem Home-Drucker ausdruckt, der kann sich gar
nicht vorstellen, dass da was schief laufen kann. Schriften können einen aber auch zum
Wahnsinn treiben, wenn sie zum Beispiel beschädigt sind.

Wenn ihr eine Grafik mit Schrift in Illustrator erstellt, als EPS speichert und diese in InDesign
platziert, dann können die darin enthaltenen Schriften auch Probleme machen. Also am besten
diese Schriften in Kurven umwandeln. Aber Vorsicht! Vorher Sicherungskopie machen, sonst könnt
ihr das Dokument nicht mehr editieren und müsst alle Texte neu schreiben, wenn es zu Änderungen
kommt! Wenn ihr sie nicht in Kurven umwandelt, dann schickt sie mit zum Drucker. Das passiert
nicht automatisch über die Collect-Funktion (Verpacken), wenn nicht in Adobe InDesign die gleiche
Schrift verwendet wurde.

Es ist sehr wichtig da keine Fehler zu machen. Ich hatte einmal den Fall, dass ein „ü“ in einer
Broschüre fehlte. Darum wurde Sie neu gedruckt. Das kostet. Beim Druck in der Agentur war
das „ü“ noch drin. Irgendwer muss es dann geklaut haben ?
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Grafiken:

Der gute Ausdruck zu Hause gewährleistet keinen guten Druck von der Druckerei.
Optimale Auflösungen sind:
Bilder für den digitalen Offsetdruck: 300-350 dpi
Bilder für die Indigo TurboStream: 250-300 dpi
Bitmaps: 1200 dpi  
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Für den Druck kommen nur Bilder in CMYK in Frage. Diese Bilder sollten als Tiff abgespeichert
sein und dürfen ausschließlich einen gesicherten Beschneidungspfad enthalten.
Diese Tiff-Dateien können, sollten aber nicht komprimiert werden.


Es ist mittlerweile möglich (InDesign CS3+CS4) PSD Dateien einzubetten auch ohne Hintergrund.
Auch AI (Adobe Illustrator) geht. Genauso wie es möglich ist und vorher schon war Rasterbilder als EPS zu sichern.

Persönlich habe ich mir angwöhnt Rasterbilder als Tiff und Vektorbilder als EPS zu speichern, um sofort zu wissen worum es sich handelt.
Das erleichtert den täglichen Umgang enorm und die arbeitsweise ist effizienter. Sicherlich gibt es (in Ausnahmefällen)
die Regel lieber EPS-Dateien für Rasterbilder zu verwednen, wenn z.B. die Rasterpunktgrößen oder Winkel voreingestelt werden müssen.

Wenn ihr PSD-Dateien in InDesign einbettet, dann hat der Drucker meistens Probleme. Stellt euch
nur vor wie groß die Dateien sind. Bis die dort von A nach B geschickt sind vergehen lange Wartezeiten.

Bilder die nicht auf die Hintergrundebene reduziert sind, können zu Problemen führen. Nur Photoshop
kann Tiffs mit mehreren Ebenen editieren.

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Das heißt lieber einen Beschneidungspfad anlegen und diesen dann benennen,
als eine Ebene ohne Hintergrund zu platzieren.
Auch könnt ihr freigestellte Grafiken einfach direkt in Photoshop auf dem Hintergrund
platzieren und nicht in InDesign.

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Nicht zu empfehlen ist die Speicherung der Bilder als JPG oder anderer Webformate wie z.B. Gif oder PNG.
Diese Formate komprimieren die Bilder stark.
Jedes dieser Formate führt dazu, dass die Bildinformationen flöten gehen. Farbverbindliche wiedergabe ist damit ausgeschlossen.
Auch beim bliebten JPG-Format ist nach dem Druck eine deutlich merkbare Qualitätseinbuße zu vernehmen.
Mehr dazu hier: http://de.wikipedia.org/wiki/JPEG#Die_JPEG-Komprimierung
Nicht alle der sieben Komprimierungsstufen beim JPG sind verlustbehaftet, aber es werden alle sieben Stufen ausgeführt beim Abspeichern.
So wird z.B. das menschliche Auge getäuscht indem es mehr Helligkeits- als Farbunterschiede wahrnehmen kann.
Das JPG-Format macht sich das zum Nutzen und löscht viele Farbinformationen beim komprimieren.
Umso öfter man das Format nach Änderungen neu speichert umso schlechter wird das Bild, weil es jedesmal neu komprimiert wird.
Also ist von der Verwendung des Formates für den Druck gänzlich abzuraten.
Das wird bei einer Schülerzeitung wahrscheinlich keinen stören,
aber eine Agentur kann das sehr viel Kosten.

Wer farbverbindlich arbeiten will oder muss, sollte ein sehr viel detaillierteres Wisen haben, als es hier vemittelt werden kann.
Es seien nur die Stichworte Colormenagement, Fogra, ICC-Profile, http://www.eci.org genannt.
Mehr dazu hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Farbmanagement und bei google.de



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PDF’s:

Druckereien haben unterschiedliche Voreinstellungen für die Erzeugung ihrer PDF’s.
Bei einigen Druckereien kann man die Voreinstellungen auf den Websites herunterladen.

Adobe Distiller ist ein Werkzeug mit dem professionelle PDF’s erzeugt werden können.
Für die Voreinstellungen die Druckerei fragen. (Beschnittzugabe 3mm, CMYK, 300dpi, Schriften einbetten…)
Bei Zweifel, einen Proof anfertigen lassen. Dann kann man sehen, ob sich Fehler eingeschlichen haben.

Mittlerweile kann Adobe InDesign gute PDFs über die Export-Funktion erstellen.
Der Weg über Distiller ist damit nicht mehr notwenig. Die richtigen Einstellungen sind aber entscheidend.
Zu Beachten ist dabei:
• Bildauflösung bzw. Neuberechnung: Erst ab 600 dpi Neuberechnung.
• Keine oder ZIP-Komprimierung (basiert auf verlustfrei entwickelter Tiff-Komprimierung) => große Dateien leider unumgänglich, dafür gute Qualität
• Bitmaps: 1200 dpi
• Transparenzreduzierung: Hohe Qualität
• Druckstandard: PDF-X3, Jahr nicht relevant
• Farbkontrollstreifen, Beschnittmarken und Passerkreuze etc. aktivieren.
• Beschnittzugabe: 3-5 mm
• Keine Farbkonvertierung. Farben sollten optisch und händisch in Photoshop vorgenommen werden. Dies erfordert, dass entsprechende Voreinstellungen in Photoshop bzw. Bridge getroffen wurden,
auf die ich an dieser Stelle nicht eingehen kann, da es sich um den Minileitfaden für In-Desing und nicht für Photoshop/Bridge handelt.
Es sei jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Farbmenagement in Photoshop und Illustrator nicht außer acht gelassen werden darf!!!!

• Das aktuelle Farb-Profil (bei "http://www.eci.org/doku.php?id=de:downloads" kostefrei runterzuladen) verwenden, wenn es keine anderen Vorgaben gibt:
ISO Coated v2 (ECI)
(Wenn man das Farbmenagement InDesign überlässt kann man die tatsächlichen Auswirkungen der "Umwandlugnen" der Farben nicht beeinflussen oder korrigieren.
Es ist insbesondere bei farbverbindlichen Arbeiten aber unumgänglich das zu tun.)
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Farben:
Für Farben gibt es Farbbücher oder Farbfächer. Diese kosten um die 120€. Zum Beispiel für Pantone.
Da kann man sehen, wie die Farbe im Druck aussehen wird.
Keine Sonderfarben (Spot-Color) verwenden, wo keine hingehören. Das heißt:
Alle Farben in der Farbpalette in Prozessfarben/CMYK umwandeln, wenn keine Sonderfarben gedruckt werden.

Der Kunde schickt zum Beispiel eine RAL-Farbe. Diese wird einfach in CMYK
umgewandelt. Sieht fas gleich aus, wird aber anders definiert. Das gilt auch für die
Farben in den EPS-Dateien.

Bei CI-Farben kannst du dich nur nach den Werten richten.
Wenn explizit Sonderfarben gedruckt werden sollen, dann werden diese im Farbfenster als solche angelegt.
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Beschnittzugabe:
Der Drucker muss die Seite ja aus einer großen Papierrolle oder aus einem Papierbogen herausschneiden.
Beim Schneiden gibt es Abweichungen von wenigen Millimetern.
Also gibt man dem Drucker ein wenig Spielraum. So ca. 3 Millimeter. Dieser Spielraum heißt Beschnittzugabe.
Manche Druckereien fordern mehr Spielraum. Ca. fünf Millimeter. Es ist besser mehr als weniger Spielraum zu geben.

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Was braucht der Drucker?
    • Ein professionelles PDF.
    • Eine Telefon-Nummer zum Nachfragen.
    • Zusammen mit dem PDF einen Dummy bzw. Ausdruck.

Oder

    • Die InDesign Datei mit allen Links.
    • Dazu noch mal ein bildschirmaufgelöstes PDF mitschicken.
    • Und auch einen Dummy/Ausdruck.
    • Eine Telefon-Nummer zum Nachfragen.

Fragt bitte beim Drucker nach seiner aktuellen InDesign Version. Wie ihr sicherlich wisst ist
InDesign nicht abwärtskompatibel und nicht alle sind jetzt schon auf CS3 umgestiegen.
Vielleicht hat die Druckerei noch andere spezielle Anforderungen. Im schlimmsten Fall nimmt sie nur Quark-Dateien.
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Dieser Minileitfaden kan keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben. Ich freue mich, wenn Ihr Euer Wissen in den Kommentaren anfügt.
Verlunkid
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Kommentare
Achtung: Du kannst den Inhalt erst nach dem Login kommentieren.
Portrait von uli83
  • 26.06.2013 - 17:09

Gute Übersicht auch für Einsteiger. Danke

Portrait von captainslater
  • 23.05.2013 - 22:26

Danke für den Leitfaden. Hätte mir noch ein paar weitere Infos speziell zu Schnittmarken/Ausdruck gewünscht aber im Großen und Ganzen ist der Leitfaden auf jeden Fall hilfreich.

Portrait von katrinqwe
  • 31.01.2013 - 18:12

Vielen Dank. Jetzt habe ich eine Grundlage zum Weiterforschen.

Portrait von Frau_F
  • 29.01.2013 - 11:19

Vielen Dank! Ich hatte mir allerdings mehr Infos über Transparenzen und Überfüllungen erhofft.

Portrait von Merrlin1
  • 28.10.2012 - 20:30

Gefällt mir gut... Danke für das tolle Tutorial

Portrait von hi70
  • 01.04.2012 - 06:35

sehr ausführlich. Danke

Portrait von centipete
  • 25.10.2011 - 00:04

Gut dargestellt, besten Dank!

Portrait von lillemoore
  • 19.01.2011 - 18:13

Danke, das war ein kleiner Einblick ; aber sehr hilfreich.

Portrait von PasstScho83
  • 20.11.2010 - 23:05

danke für die infos, vielleicht kommt ja mal was ausführlicheres

Portrait von j3mw
  • 27.10.2010 - 10:03

Danke !
Manche Klarheit ist jetzt restlos beseitigt ..

Portrait von kultursuse
  • 06.06.2010 - 15:41

Gute Grundlagen zum Nachlesen für Laien...
Danke!

Portrait von klotta
  • 29.04.2010 - 14:09

klein aber ganz fein.

Portrait von verlunkid
  • 29.07.2010 - 20:18

Genau genommen ist es MINI. Steht ja auch im Titel :-)

Portrait von arcom
  • 17.04.2010 - 12:18

ein paar gute Infos, hätte mir aber generell mehr erwartet.

Portrait von verlunkid
  • 29.07.2010 - 20:17

Danke für die Kritk,
leider kann ich nicht alle Thembereiche abdecken, dafür gibts ja das umfangreiche Kompedium der Mediengestalter.

Portrait von Blondinchen
  • 04.04.2010 - 00:58

Danke, sehr hilfreich diese Übersicht

Alternative Portrait
-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 12.03.2010 - 15:28

Ich steh gerade vor solchen Druckproblemen und find alles gut erklärt, gleich mal schauen, ob die Druckerei es genau so sieht ;)

Portrait von kempf
  • 05.02.2010 - 22:41

danke!
das ist sehr hilfreich für mich.

Alternative Portrait
-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 05.02.2010 - 11:23

Sehr gut- das war sehr interssant - weiter so

Alternative Portrait
-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 02.12.2009 - 15:11

sehr gut, herzlichen dank auch :)

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