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Tutorialbeschreibung

Wordpress Theme-Erstellung: Die Quick&Dirty-Methode

Wordpress Theme-Erstellung: Die Quick&Dirty-Methode

In diesem Tutorial möchte ich dir zeigen, wie man in Wordpress ein schnelles, kleines Theme erstellt. Hierfür sind Grundkenntnisse in HTML, CSS und PHP wünschenswert, damit sich dieses Tutorial besser nachvollziehen lässt. Mit der sogenannten "Quick&Dirty-Methode" wirst du in der Lage sein, vorläufige Themes (z.B. für kleine Unternehmen) zu erstellen, sofern die Arbeit am eigentlichen Haupt-Theme sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und man schon vorab die Seite in abgespeckter Variante online stellen möchte.
 


Vorab: Warum wird diese Methode als "Quick&Dirty" bezeichnet?

Weil man im Prinzip mit den nötigsten WordPress-Befehlen ein stark reduziertes Theme erstellt und viele Funktionen bzw. Dateien (single.php, page.php, comments.php, etc.) nicht enthalten sind. Das äußere Erscheinungsbild legt man selbst mit HTML und CSS fest. Es ist also gar kein Problem, eine optisch schöne Seite zu erstellen. Es geht alleine darum, dass in diesem Theme die einzelnen "statischen" Seiten (Beiträge also ausgeschlossen) angezeigt werden und man lediglich mit einer index.php, einer style.css und einer functions.php auskommen muss.

 

Schritt 1: Wir erstellen unsere wichtigsten Dateien

Bevor wir überhaupt mit der eigentlichen Theme-Erstellung beginnen, benötigen wir natürlich eine statische HTML-Seite mit CSS-Formatierungen. Ihr könnt selbstverständlich auch eine eigene Seite verwenden. Damit jedoch dieses Tutorial besser nachvollziehbar ist, möchte ich an dieser Stelle ein stupides Beispiel verwenden.

Wir benötigen zunächst einen Editor. Ich persönlich verwende Dreamweaver. Es reicht aber auch ein normaler Texteditor. Alternativ gibt es kostenlose Editoren, wie z.B. Coda, Blue Griffon, Sublime Text, u.v.m.

Welchen Editor ihr verwendet, bleibt euch selbst überlassen. Wichtig ist nur, dass ihr folgende Dateien erfolgreich erstellt.

Erstellt zunächst einen Ordner namens "mein-theme". In diesen Ordner kommen eine index.html und eine style.css.

Erstellt zunächst die index.html, löscht die vorhanden Angaben und ersetzt sie durch folgenden HTML-Code:
<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Transitional//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-transitional.dtd">
<html xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
<head>
<meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8" />
<title>Meine-Firma</title>
<link href="style.css" rel="stylesheet" type="text/css" />
</head>

<body>

<div id="page">
	<div id="header"><h1>Firmenlogo</h1></div>
 <div id="nav">
 		<a href="#">Startseite</a>
 		<a href="#">Über uns</a>
 		<a href="#">Referenzen</a>
 		<a href="#">Impressum</a>
 </div>
 
 <div id="main">
 	<div id="content">
 	<h1>Headline</h1>
 <p>Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Suspendisse ornare sodales porta. Mauris laoreet tempor luctus. Nunc consequat libero sit amet erat egestas rutrum. Proin sagittis imperdiet felis et laoreet. In molestie ipsum rhoncus eros cursus aliquet. Integer suscipit odio at libero varius aliquet. Vivamus bibendum, augue laoreet bibendum tempus, ante sapien aliquet ante, eget congue lorem leo sed diam. Donec vehicula leo vitae justo ornare ac ullamcorper odio volutpat. </p>
 </div><!--/ #content -->
 
 <div id="sidebar">
 <h2>Neuigkeiten</h2>
 <p>Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Suspendisse ornare sodales porta. Mauris laoreet tempor luctus. Nunc consequat </p> 
 </div><!--/ #sidebar --> 
 </div><!--/ #main -->
 <div id="footer">&copy; Meine-Firma.de</div>
</div><!--/ #page -->

</body>
</html>

Wie ihr sehen könnt, haben wir es mit einem relativ einfachen HTML-Dokument zu tun. Es fehlen jedoch noch die CSS-Formatierungen. Erstellt daher die Datei style.css und fügt folgenden Code ein:
body {
	background-color:#E1E1E1;
	margin:0;
	font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;
}
#page {
	width:960px;
	background-color:white;
	color:#1e2729;
	margin:auto;
}
#header{
	background-color: #9CC;
	color:#333;
	padding:55px;
}
#header h1{
	margin:0;
	font-size:72px;
	font-weight:normal;
}
#nav {
	background-color:#666;
	color:white;
	overflow:hidden;
	padding:0 27px 0 27px;
}
#nav a {
	font-size:22px;
	color:white;
	text-decoration:none;
	display:block;
	float:left;
	padding:15px 27px 15px 27px;
}
#nav a:hover {
	background-color:#999;
}
#main {
	overflow:hidden;
}
#content {
	float:left;
	width:485px;
	font-size:14px;
	padding:55px;
	line-height:27px;
}
#content h1{
	color:#353535;
	font-weight:normal;
	font-size:32px;
	margin-top:0;
}
#sidebar {
	float:right;
	width:275px;
	padding:40px;
	background-color:#9CC;
	font-size:13px;
	line-height:21px;
	margin-top:45px; margin-bottom:45px;
	
}
#sidebar h2 {
	margin-top:0;
	font-weight:normal;
	font-size:27px;
	color:#353535;
}
#footer {
	clear:both;
	padding: 10px 0 10px 0;
	text-align:center;
	background-color:#999;
	color:white;
	font-size:12px;
}

Speichert nun beide Dateien ab und verschiebt sie in den Ordner "mein-theme", welchen ihr am Anfang erstellt habt.

Ruft mit einem Browser eurer Wahl die index.html auf. Wenn ihr alles richtig gemacht habt, sollte das Ganze wie folgt aussehen:

Bilder


 
 

Schritt 2: WordPress installieren und euer Theme ins Theme-Verzeichnis kopieren.

Bevor ihr überhaupt ein Theme installieren oder verwenden könnt, benötigt ihr natürlich (wie soll es auch anders sein) WordPress und einen Server.

Die deutsche Version von WordPress könnt ihr euch von der offiziellen WordPress-Seite herunterladen. Für dieses Tutorials reicht natürlich ein kostenloser Server (zum Beispiel von bplaced.net) vollkommen aus. Alternativ könnt ihr auch einen lokalen Server verwenden. Ich persönlich würde euch Xampp ans Herz legen. Die Seite http://www.apachefriends.org/de/xampp.html erklärt, wie ihr Xampp installieren und verwenden könnt. Falls ihr euch für einen Webserver und somit gegen Xampp entscheidet, benötigt ihr einen FTP-Client. Ihr könnt z.B. FileZilla herunterladen und via Drag&Drop eure Dateien verschieben.

Sobald ihr einen Server habt und WordPress auf diesem Server installiert habt, geht es nun um die Ordnerstruktur von WordPress. Vorweg: Ich werde jetzt nicht näher auf das Thema "Server" oder "Wie installiert man WordPress?" eingehen. Hierfür gibt es hier auf PSD-Tutorials.de einige schöne Tutorials, die das erklären. Hier geht es lediglich um die Erstellung eines WordPress-Themes.

Damit wir unser Theme bereits testen bzw. aktivieren können, müssen wir die Roh-Dateien zunächst einmal in den Themes-Ordner verschieben bzw. kopieren. Dazu möchte ich folgende Darstellung kurz anführen und erklären:

Bilder



In welchen Ordner ihr ein Theme verschieben könnt, hängt davon ab, wie euer Verzeichnis lautet. Wenn ihr WordPress runterladet, werdet ihr wohl zunächst eine ZIP-Datei vor euch liegen haben, welche sich (je nach Version) wordpress_3xx-de.zip nennt. Diese werdet ihr vermutlich entpackt und umbenannt sowie auf euren Server hochgeladen haben. Im meinem Fall habe ich den Ordner einfach in "wordpress" unbenannt. Ihr braucht aber in diesem Fall keine Panik zu haben. Belasst es bei dem Namen, den ihr dem Ordner gegeben habt.

Von diesem Ordner aus findet ihr den Ordner "wp-content". Wenn ihr diesen Ordner aufruft, werdet ihr schließlich auch den Ordner "themes" finden. In diesem Ordner befinden sich die Themes, die bereits installiert sind. Und genau in diesen Ordner werdet ihr nun euren Ordner "mein-theme" verschieben.
 

Schritt 3: Das Theme "gültig" machen

Damit euer Theme auch in der Theme-Übersicht von WordPress erscheint, muss es erst mal gültig sein. Bedeutet: Ihr müsst eure index.html in eine index.php umwandeln. Es reicht auch aus, wenn ihr eine leere PHP-Datei mit eurem Editor erstellt und diese mit den Angaben der index.html ergänzt. Damit hättet ihr schon neben der index.html und der style.css eine index.php-Datei in eurem "mein-theme"-Ordner. Damit haben wir jedoch noch kein gültiges Theme. Damit unser Theme gültig ist, müssen wir unsere style.css mit einigen Angaben ergänzen. Dazu öffnet ihr die Datei entsprechend und fügt ganz oben folgende Angaben ein:
/*
Theme Name: Mein Theme
Theme URI: www.meine-seite.de
Description: Das ist mein Test-Theme
Version: 1.0
Author: Max Mustermann
Author URI: www.meine-seite.de
*/
Zur Erklärung: "Theme Name" steht für den Namen des Themes und "Theme URI" für die Herkunftsseite des Themes. In "Description" kommt die Beschreibung zum Theme bzw. zur Seite, während "Version" angibt, um welche Version des Themes es sich handelt. Bei "Author" handelt es sich logischerweise um den Autor bzw. Betreiber der Seite, während die "Author URI" die Adresse der Webseite ist. Diese Angaben könnt ihr entsprechend nach Belieben verändern.

Sobald ihr das getan habt, speichert die style.css ab. Loggt euch nun als Admin auf eurer WordPress-Seite ein. Dies tut ihr, indem ihr die Adresse eurer Seite bzw. eures lokalen Servers aufruft (also entweder z.B. www.meine-seite.de/wordpress-pfad oder http://localhost/wordpress-pfad) und diese durch die Angabe "wp-admin" (also entweder z.B. www.meine-seite.de/wordpress-pfad/wp-admin oder http://localhost/wordpress-pfad/wp-admin) ergänzt. Habt ihr euch eingeloggt, solltet ihr das "Dashboard" vor euch haben. Geht von dort aus auf "Design" und klickt anschließend auf "Themes":

Bilder


 
 
Wenn ihr alles richtig gemacht habt, sollte euer Theme nun zu sehen sein. In meinem Fall schaut es so aus:

Bilder


 
 
Je nachdem, wie ihr euer Theme benannt habt, wird entsprechend der Name des Themes und der Autor erscheinen. Klickt bei eurem Theme auf Aktivieren, um eurer Theme zu aktivieren. Ruft dann eure Seite auf. Diese sollte nun wahrscheinlich so ausschauen:

Bilder


 
 
Wie ihr sehen könnt, sind die CSS-Angaben eurer Seite verloren gegangen. Das liegt daran, dass jetzt der Pfad eurer CSS-Datei nicht mehr stimmt. Das könnt ihr jedoch ganz einfach beheben, indem ihr eure index.php-Datei öffnet und nach folgender Zeile Ausschau haltet:
<link href="style.css" rel="stylesheet" type="text/css" />

Hier entfernt ihr das style.css und gebt stattdessen

<?php bloginfo('stylesheet_url'); ?>

Das Ganze sollte im Editor nun wie folgt ausschauen. Achtet immer auf die rot markierten Felder in den Folgebildern:

Bilder



Speichert das Ganze und ruft wieder eure Seite auf. Ihr werdet sehen, dass wieder alles beim Alten ist.
 

Schritt 4: Die Navigation, zusätzliche Formatierung, der WP-Footer und ein neuer Beitrag

Was hier nach viel klingt, ist nicht so viel, wie man zunächst ahnen mag. Wir wollen in unserem Theme nämlich Inhalte dynamisch darstellen. Dazu brauchen zunächst eine funktionierende Navigation. Dazu öffnen wir die index.php noch mal, löschen alle Navigationslinks und ersetzen sie durch folgende WordPress-Anweisung:
<?php wp_list_pages('title_li='); ?>

In unserem Editor sollte das folgendermaßen aussehen:

Bilder


 
 
Wir speichern unsere Datei ab und rufen noch mal unsere Seite auf:

Bilder


 
 
Wie es in WordPress standardmäßig ist, haben wir immer die Beispiel-Seite als bereits vorhandene Seite. Da dies unsere einzige Seite ist und wir bisher noch keine weitere Seite erstellt haben, erscheint in der Navigation auch nur die Beispielseite. Im Inhaltsbereich geschieht noch nichts. Darum kümmern wir uns noch im Laufe dieses Tutorials. Vorher wollen wir jedoch den Punkt entfernen, den die WordPress-Anweisung verursacht hat. Diese sorgt nämlich dafür, dass die Links der Navigation in einer Liste dargestellt werden. Wir müssen also noch mal unsere style.css öffnen und ergänzen sie zwischen #nav und #nav a die folgenden Angaben:

Bilder



Wir speichern die Datei und öffnen zugleich wieder die index.php. Wir haben nämlich dort durch die WordPress-Anweisung eine Liste mit <li>-Tags, welche sich jedoch nicht innerhalb von <ul>-Tags befinden. Also müssen wir die Angaben in der index.php ergänzen, indem wir über der Anweisung <?php wp_list_pages('title_li='); ?> ein <ul> und unter der Anweisung ein </ul> setzen. Somit haben wir eine HTML-konforme Liste erstellt und sind den überflüssigen Punkt losgeworden.
 
 
Wo wir gerade in der index.php arbeiten, könnten wir ja auch gleich uns an den Footer heranwagen, also gehen wir auf die Zeile, wo sich <div id="footer"> befindet, und fügen nach dem "Meine-Firma.de" folgende Anweisung ein:
<?php wp_footer(); ?>

Wir speichern unsere Datei und rufen unsere Seite wieder auf:

Bilder


 
 
Nun haben wir oben ein Menü bekommen, mit dem wir wieder zum Dashboard gelangen können. Dies haben wir mit der Anweisung wp_footer(); erreicht. Jetzt erstellen wir einen neuen Beitrag, wie in der folgenden Abbildung beschrieben:

Bilder


 
 
Wir benennen dieses Seite "Über uns" und als Text geben wir zunächst einmal "Teste mich" ein, wie es in der Abbildung gezeigt wird:

Bilder



Wir wollen nun unseren Beitrag speichern. Bevor wir das jedoch tun, geben wir als Reihenfolge den Wert "1". Da es sich hier um die "Quick-und-Dirty"-Methode handelt und auf das Erstellen von Menüs verzichtet wurde, müssen wir alternativ mit den Reihenfolgen-Werten vorlieb nehmen. Wichtig ist also, dass ihr jeder Seite einen Reihenfolgenwert gebt, sofern ihr es wünscht, dass eure Seiten in der Navigation in einer bestimmten Reihenfolge dargestellt werden. Die Beispielseite hat einen Wert von 0 und liegt daher vor der Seite "Über mich", welche den Wert 1 hat. Man kann natürlich auch der Beispiel-Seite den Wert 1 und der Über-mich-Seite den Wert 2 geben. Das ist gar kein Problem. Ihr müsst nur dafür sorgen, dass die Seiten durch die Nummerierung die richtige Reihenfolge haben.
 
 
Genug der vielen Worte, wir achten auf die Reihenfolge und veröffentlichen unseren Beitrag, indem wir auf Veröffentlichen klicken:

Bilder


 
 
Dann rufen wir unsere Seite wieder auf und stellen fest, dass die Navigation sich um einen Menüpunkt erweitert hat:

Bilder



Im nächsten Schritt geht es darum, die Inhalte der einzelnen Seiten darzustellen.
 
 

Schritt 5: Content-Loop und Seitennamen darstellen

Jetzt geht es darum, die einzelnen Inhalte jeder Seite darzustellen. Dies tun wir, indem wir noch einmal unsere index.php mit unserem Editor öffnen. Momentan haben wir die Headline und einen Blindtext, welche in dieser Form keinen Sinn ergeben. Wir gehen also zum DIV-Tag mit der ID namens "content", löschen die Headline und den Fließtext und ergänzen das Ganze mit folgenden Angaben:
<?php if (have_posts()) : while (have_posts()) : the_post(); ?>
 	<h1><?php the_title(); ?></h1>
 <?php the_content(); ?>
 <?php endwhile; ?>
 <?php endif; ?>


Zur Erklärung:
<?php if (have_posts()) : while (have_posts()) : the_post(); ?>
Dieser Code prüft, ob Beiträge vorhanden sind.
<h1><?php the_title(); ?></h1>
Dieser Code stellt die Überschrift bzw. den Titel dar. Man kann natürlich statt <h1> auch einen <h2>-Tag verwenden. Das bleibt einem selbst überlassen. Nun aber weiter:
<?php the_content(); ?>
Stellt den Inhalt der jeweiligen Seite dar.
<?php endwhile; ?>
<?php endif; ?>	
Beenden die Schleife und die Abfrage.
 
 
Das Ganze sollte in eurem Editor ungefähr so aussehen:

Bilder



Wir wollen es natürlich nicht dabei belassen und wollen auch das Logo bzw. den Seitennamen dynamisch darstellen. Je nachdem, wie ihr eure Seite genannt habt, so wird auch der jeweilige Name angezeigt. Um das Logo dynamisch darzustellen, müssen wir nur auf <div id="header"> gehen, löschen dort einfach "Firmenlogo" und fügen an der gleichen Stelle folgenden Code ein:
<?php bloginfo('name'); ?>

Zur Erklärung: Diese Funktion sorgt dafür, dass der Seitenname dargestellt wird.
 
 
Im Editor sollte eure Datei jetzt folgendermaßen ausschauen:

Bilder


 
 
Wir speichern unsere index.php, rufen unsere Seite wieder auf und klicken auf Über uns:

Bilder



Wir stellen nun Folgendes fest: Wir haben ein dynamisches Logo bzw. einen dynamischen Seitennamen, eine dynamische Überschrift und dynamischen Text. Damit haben schon einen Großteil des Templates fertig. Bevor wir mit der Sidebar beginnen, müssen wir hier noch einen kleinen Feinschliff vornehmen. Also nehmen wir uns unsere index.php wieder vor, gehen auf die Title-Tags und löschen dort meine Firma. Diesen Schritt machen wir auch bei <div id="footer">, wo wir auch Meine-Firma.de stehen haben. Beide Angaben ergänzen wir wieder durch:
<?php bloginfo('name'); ?>
 
 
Das Ganze sollte in eurem Editor nun folgendermaßen ausschauen:

Bilder



Damit ist unsere Seite schon fast fertig! Jetzt benötigen wir nur noch die Sidebar. Um die kümmern wir uns jetzt.

 
 

Schritt 6: functions.php erstellen, Sidebar aktivieren und Widget platzieren.

Um unsere Sidebar zu aktivieren, benötigen wir noch eine letzte Datei. Wir erstellen dazu eine leere PHP-Datei namens "functions.php". In dieser leeren Datei fügen wir folgenden Code ein:
<?php
if ( function_exists('register_sidebar') )
		register_sidebar(array(
			'name' => 'Sidebar',
			'before_title' => '<h2>',
 			'after_title' => '</h2>',
			'before_widget' => '',
			 'after_widget' => '',
	));
?>

Auch hier soll natürlich eine Erklärung folgen:
if ( function_exists('register_sidebar') )
Prüft, ob die Funktion "register_sidebar" vorhanden ist.
register_sidebar(array(
Die Sidebar wird aktiviert. Innerhalb eines Arrays werden entsprechende Werte eingegeben.
'name' => 'Sidebar',
bestimmt den Namen der Sidebar.
'before_title' => '<h2>',
Platziert vor der Überschrift des Widgets ein <h2>-Tag
'after_title' => '</h2>',
Platziert nach der Überschrift des Widgets ein </h2>-Tag. Somit wird die Überschrift mit <h2>-Tags umschlossen.
'before_widget' => '<p>',
Gibt an, welches HTML-Element vor dem Text des Widgets platziert wird. In diesem Fall ein <p>-Tag.
'after_widget' => '</p>',
Gibt an, welches HTML-Element nach dem Text des Widgets platziert wird. In diesem Fall ein </p>-Tag.

Somit haben wir alles, was wir brauchen, um ein kleines Widget an der Sidebar zu platzieren. Wir speichern zunächst die functions.php und verschieben sie in den Ordner "mein-theme".

Nun öffnen wir wieder die index.php und gehen auf den Div mit der ID namens "sidebar". Wir löschen den kompletten Inhalt dieses Divs und fügen an der selben Stelle folgenden Code ein:
<?php if (function_exists('dynamic_sidebar')) : ?>
<?php	dynamic_sidebar(1); ?>
<?php endif; ?> 

In eurem Editor bzw. in eurer Datei sollte sich nun viel PHP-Code angesammelt haben:

Bilder



Auch hier möchte kurz den Code erklären:
<?php if (function_exists('dynamic_sidebar')) : ?>
Prüft, ob die Funktion "dynamic sidebar" existiert.
<?php	dynamic_sidebar(1); ?>
Lässt die in functions.php aktivierte Sidebar anzeigen.
<?php endif; ?>
Beendet die Abfrage.

 
 
Wir speichern jetzt unsere index.php und rufen unsere Seite wieder auf:

Bilder



Wie wir sehen, ist unsere Sidebar trotz aller Bemühungen leer. Das soll sich aber ändern.
 
 
Wir rufen durch unsere Seite direkt die Widgets auf, wie in folgender Abbildung angezeigt:

Bilder


 
 
Nun müssten wir unsere aktivierte Sidebar (oben rechts) und eine Auswahl von Widget (links) vor uns finden. Wir nehmen das Widget mit dem Namen "Text" und schieben es auf die Sidebar. Als Titel geben wir "Neuigkeiten" an und als Text "Heute gibt es Freibier umsonst!", genauso wie in dieser Abbildung:

Bilder


 
 
Wir klicken auf den Speicher-Button des Text-Widgets und rufen unsere Seite wieder auf:

Bilder



Wir haben es geschafft! Wir haben eine komplette WordPress-Seite mit der Quick&Dirty-Methode programmiert!

 

Schritt 7: Weitere kleine Tipps

Sicherlich möchtet ihr auf eurer Seite mit bestimmten Effekten à la jQuery versehen oder ein Logo in Form einer JPG-Datei integrieren. Auch hier solltet ihr darauf achten, dass der Pfad mithilfe einer WordPress-Funktion korrigiert werden muss.

Nehmen wir an, ihr wollt jQuery integrieren und habt dabei folgenden Code:
<script src="js/jquery.js"></script>

Dann müsst ihr vor dem Pfad das Ganze mit folgendem PHP-Code ergänzen:
<?php bloginfo('template_directory'); ?>

Das Ganze sieht dann so aus:
<script src="<?php bloginfo('template_directory'); ?>/js/jquery.js"></script>

Vergesst dabei nicht, vor dem Ordner "js" einen Schrägstrich zu setzen, sonst wird der Pfad nicht gefunden.

Auf dieselbe Art und Weise könnt ihr mit Bildern vorgehen. Ihr setzt einfach
<?php bloginfo('template_directory'); ?>

vor dem Dateinamen ein und schon habt ihr euer Logo im Theme integriert.

 

Wie geht es jetzt weiter?

Ihr wisst nun, wie man ein vorläufiges Theme für WordPress erstellt. Diese Methode soll keinesweg den kompletten Aufbau eines vollständigen Themes ersetzen. Es soll lediglich eine kleine Hilfe sein, wenn es darum geht, eine "Vorab-Seite" online zu setzen. Es kann zum Beispiel sein, dass ein Kunde schnellstmöglich eine Seite braucht. So lässt sich zumindest viel Zeit sparen. Im Anschluss kann man dadurch mit der vollständigen Theme-Erstellung mit singles.php, page.php, comments.php, sidebar.php, footer.php, usw. fortfahren. Daher wird auch dieses Verfahren als Quick&Dirty bezeichnet, weil eben all diese Dateien und einige Funktionen fehlen. Dementsprechend muss man sich zunächst mit diesen Einschränkungen zufriedengeben.

Ihr wollt anschließend ein vollständiges Theme erstellen? Dann empfehle ich euch die WordPress-Video-Trainings von Pascal Bajorat hier auf PSD-Tutorials.de. Alternativ könnt ihr die WordPress DVD Vol. 2 im Shop von PSD-Tutorials.de erwerben.

Ich hoffe, ich konnte euch mit meinem Tutorial behilflich sein.

 

Kommentare
Achtung: Du kannst den Inhalt erst nach dem Login kommentieren.
Portrait von Stavros
  • 01.04.2015 - 11:51

Es wird sich höchstwahrscheinlich um einen Fehler handeln. Hierzu können die Admins mehr Auskunft geben: https://www.psd-tutorials.de/team

Portrait von wolfiwessel
  • 01.04.2015 - 10:48

Für diesen download sollten 30 Punkte abgezogen werden, es wurden daraus 55!
Ist das Täuschung oder ein Fehler in Ihrer website?

Portrait von Stavros
  • 01.04.2015 - 11:52

Es wird sich höchstwahrscheinlich um einen Fehler handeln. Hierzu können die Admins mehr Auskunft geben: https://www.psd-tutorials.de/team

Portrait von ridom
  • 12.08.2014 - 11:36

Sehr gut! einfach erklärt und super schnell zu verstehen so sollte ein Tutorial sein!

Portrait von AustrianKiller
  • 12.03.2014 - 21:21

Danke für dieses hilfreiche Tutorial!!

Portrait von dueoerg
  • 01.12.2013 - 11:57

Danke für das tolle Tutorial

Portrait von Virtuajockey23
  • 21.11.2013 - 14:36

Super Tutorial... Sehr verständlich.. Danke

Portrait von schub
  • 02.08.2013 - 16:42

Vielen Dank für das Video-Training.

Portrait von bAdQd0g
  • 02.08.2013 - 08:51

Ein sehr schlichtes, dafür aber sehr gut verständliches Tutorial für Anfänger.

Danke dafür!

Portrait von Steve007
  • 25.07.2013 - 18:18

Vielen Dank für diese ausführliche Tutorial.

Portrait von Preach
  • 25.07.2013 - 16:21

Habe es überflogen und es scheint mir einen guten Einstieg in WP (für mich zu geben) DANKE!

Portrait von heidegeist
  • 25.07.2013 - 15:13

Vielen dank für das Tutorial.

Portrait von Nash_all_in
  • 25.07.2013 - 15:01

super tut. einfach beschrieben - leicht verständlich

Portrait von stefan_2
  • 25.07.2013 - 15:01

Schön erklärt, leicht nachzuvollziehen - Vielen Dank!

Portrait von visualb
  • 25.07.2013 - 12:48

Klasse! Einfach und verständlich beschrieben! Dankeschön!

Portrait von ninafee
  • 25.07.2013 - 12:45

Vielen Dank für das Tutorial.

Portrait von Abilone
  • 25.07.2013 - 12:00

Danke für dieses ausführliche Tutorial.

Portrait von arnieparnie
  • 25.07.2013 - 10:44

Herzlichen Dank für's Tut!

Portrait von MaoMao
  • 25.07.2013 - 10:32

Vielen dank für das Super illustrierte Tutorial.

Alternative Portrait
-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 25.07.2013 - 10:30

Sehr fein, wieder mal ein dickes Dankeschön!

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