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Beitrag
<blockquote data-quote="DoctorG" data-source="post: 2483276" data-attributes="member: 432756"><p>Wie gesagt, ein Jurist bin ich nicht. Ich bin mir im konkreten Fall nicht einmal sicher, ob ein Jurist helfen könnte. Denn: bei Grenzfällen kann natürlich (D)ein Jurist eine Meinung haben und die andere Seite trotzdem klagen. Ob der das zusteht entscheidet dann ein Richter oder der danach (in nächster Instanz ... usw.).</p><p>Bei so kniffligen Details hilft nur mit der anderen Partei zu sprechen und möglichst schriftlich eine Erlaubnis einzuholen - oder natürlich es zu lassen, wenn die andere Partei einem den Angriff in die Hand zusagt/keine Nutzung will.</p><p></p><p></p><p></p><p>So wie Du es schreibst, sehe ich das Problem beim PS-Logo weniger darin, dass Du Details des Logos nachempfindest. Sondern mehr darin, dass hier ein Markenzeichen vorliegt und Du es erkennbar benutzen willst, egal in welcher Variante. Nehmen wir den Mercedes-Stern: da wäre das Problem ja auch weniger, dass Du das gut oder weniger gut nachbaust (Linien dicker/dünner o.ä.) - das Problem wäre, dass Du deren Logo überhaupt für irgendetwas kommerziell nutzen willst (soweit ich Dich verstanden habe). </p><p></p><p>Es ist wie jemandes Namen verwenden - egal wie sauber (oder bewusst anders geschwungen) man ihn schreibt: die Sache an sich ist hier das Problem.</p><p>Die (rechtliche) Frage ist aus meiner Sicht weniger, wie viel ich verändern muss, um ein Photoshop-Logo als eigenen Entwurf zu bekommen. Sondern: sobald erkennbar ist, um was es geht - habe ich die Lizenz dazu? Die chinesischen Designkopien - die häufig fast parodierenden Charakter haben - wären so gesehen weil schlecht-anders genug ja legal. Das ist natürlich nicht der Fall.</p><p></p><p>Soweit ich mich erinnere gab es z.B. in der Programmierumgebung Delphi mal Icons von Office-Dokumenten. Das ist so etwas Ähnliches, denke ich: ein anderer Hersteller (hier seinerzeit Borland) hat es ermöglicht, dass man Word-, Excel- u.a. Dokumente mit eigenen (eben via Delphi programmierten) Programmen generieren kann, z.B. als Report - aber eben ohne "zu Fuss" die Dokumentformate selbst programmieren zu müssen. Man hat so ein Icon in seinen Programmrahmen reingezogen und das Programm konnte dann leicht um diese Fähigkeit "konfiguriert" werden. Solche Komponenten waren als Icon dargestellt - also blieb eigentlich nichts anders, als für Word ein Word-artiges Icon zu nehmen, für Excel ebenso usw. </p><p>In den Lizenzbedingungen steht dann klar, dass das Copyright hierfür bei Microsoft liegt und sowas wie "friendly Permission", "mit freundlicher Genehmigung" usw. </p><p></p><p>Ich habe gerade mal bei MindManager und FreePlane nachgeguckt, wie die das darstellen - generieren ja auch Office-Dokumente. Die drücken sich um Icons - da steht nur in der Dialogbox unter Format "Microsoft Word (*.doc)" - obwohl man in dem klassichen Menü links auch ein Icon hätte platzieren können.</p><p></p><p>Ich spekuliere jetzt mal, dass hier den Anbietern das Telefonieren und Lizensieren schlichtweg zu aufwendig war und man darum einfach nur den Namen genutzt hat.</p><p></p><p></p><p></p><p>Jein - das läuft wieder auf sehr konkrete Szenarien hinaus. Man kann z.B. darüber spekulieren, wie weit das Magenta vom Lila von Milka entfernt ist. Vermutlich ist es ok, weil die Branchen andere sind, da hat ein bekannter Abmahnanwalt immer mit argumentiert. "Explorer" für IT-Namen war umstritten, weil es abgeblich eben eine Firma in dem Umfeld gab, die das eben als erste dort genutzt hat (mittlerweile auf völlig anderen Ebenen entschieden worden). "Linux" als Waschmittelname (gibt es wirklich) scheint Wurscht, weil es nicht IT-nah ist, vielleicht aber auch weil die OpenSource-Community aber nicht klagewütig ist (oder gar eine Anfrage positiv bewilligt wurde). Alles Beispiele in denen Dir eben auch - siehe oben - der Anwalt vielleicht nicht mal hilft. Wenn der sagt, Magenta ist nicht lila, Milkas Anwalt aber vertritt, das die farbliche Distanz zu gering ist und man in gleichen Plätzen Werbung schaltet, dann gibt's Hauen und Stechen trotz Beratung. Nie vergessen: egal wie es ausgeht, die Anwälte bekommen immer ihr Geld. </p><p></p><p>Ich würde hier zumindest mit meiner bescheidenen Ahnung Kunden auf ein Risiko hinweisen. Lösen (Genehmigungen einholen oder Konzept ändern) müssen die das dann. Bei eigenen Sachen halte ich gerne Abstand zu solchen Risiken. Solcher Ärger kostet soviel Zeit in der man schöne Ergebnisse hätte erzielen können.</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="DoctorG, post: 2483276, member: 432756"] Wie gesagt, ein Jurist bin ich nicht. Ich bin mir im konkreten Fall nicht einmal sicher, ob ein Jurist helfen könnte. Denn: bei Grenzfällen kann natürlich (D)ein Jurist eine Meinung haben und die andere Seite trotzdem klagen. Ob der das zusteht entscheidet dann ein Richter oder der danach (in nächster Instanz ... usw.). Bei so kniffligen Details hilft nur mit der anderen Partei zu sprechen und möglichst schriftlich eine Erlaubnis einzuholen - oder natürlich es zu lassen, wenn die andere Partei einem den Angriff in die Hand zusagt/keine Nutzung will. So wie Du es schreibst, sehe ich das Problem beim PS-Logo weniger darin, dass Du Details des Logos nachempfindest. Sondern mehr darin, dass hier ein Markenzeichen vorliegt und Du es erkennbar benutzen willst, egal in welcher Variante. Nehmen wir den Mercedes-Stern: da wäre das Problem ja auch weniger, dass Du das gut oder weniger gut nachbaust (Linien dicker/dünner o.ä.) - das Problem wäre, dass Du deren Logo überhaupt für irgendetwas kommerziell nutzen willst (soweit ich Dich verstanden habe). Es ist wie jemandes Namen verwenden - egal wie sauber (oder bewusst anders geschwungen) man ihn schreibt: die Sache an sich ist hier das Problem. Die (rechtliche) Frage ist aus meiner Sicht weniger, wie viel ich verändern muss, um ein Photoshop-Logo als eigenen Entwurf zu bekommen. Sondern: sobald erkennbar ist, um was es geht - habe ich die Lizenz dazu? Die chinesischen Designkopien - die häufig fast parodierenden Charakter haben - wären so gesehen weil schlecht-anders genug ja legal. Das ist natürlich nicht der Fall. Soweit ich mich erinnere gab es z.B. in der Programmierumgebung Delphi mal Icons von Office-Dokumenten. Das ist so etwas Ähnliches, denke ich: ein anderer Hersteller (hier seinerzeit Borland) hat es ermöglicht, dass man Word-, Excel- u.a. Dokumente mit eigenen (eben via Delphi programmierten) Programmen generieren kann, z.B. als Report - aber eben ohne "zu Fuss" die Dokumentformate selbst programmieren zu müssen. Man hat so ein Icon in seinen Programmrahmen reingezogen und das Programm konnte dann leicht um diese Fähigkeit "konfiguriert" werden. Solche Komponenten waren als Icon dargestellt - also blieb eigentlich nichts anders, als für Word ein Word-artiges Icon zu nehmen, für Excel ebenso usw. In den Lizenzbedingungen steht dann klar, dass das Copyright hierfür bei Microsoft liegt und sowas wie "friendly Permission", "mit freundlicher Genehmigung" usw. Ich habe gerade mal bei MindManager und FreePlane nachgeguckt, wie die das darstellen - generieren ja auch Office-Dokumente. Die drücken sich um Icons - da steht nur in der Dialogbox unter Format "Microsoft Word (*.doc)" - obwohl man in dem klassichen Menü links auch ein Icon hätte platzieren können. Ich spekuliere jetzt mal, dass hier den Anbietern das Telefonieren und Lizensieren schlichtweg zu aufwendig war und man darum einfach nur den Namen genutzt hat. Jein - das läuft wieder auf sehr konkrete Szenarien hinaus. Man kann z.B. darüber spekulieren, wie weit das Magenta vom Lila von Milka entfernt ist. Vermutlich ist es ok, weil die Branchen andere sind, da hat ein bekannter Abmahnanwalt immer mit argumentiert. "Explorer" für IT-Namen war umstritten, weil es abgeblich eben eine Firma in dem Umfeld gab, die das eben als erste dort genutzt hat (mittlerweile auf völlig anderen Ebenen entschieden worden). "Linux" als Waschmittelname (gibt es wirklich) scheint Wurscht, weil es nicht IT-nah ist, vielleicht aber auch weil die OpenSource-Community aber nicht klagewütig ist (oder gar eine Anfrage positiv bewilligt wurde). Alles Beispiele in denen Dir eben auch - siehe oben - der Anwalt vielleicht nicht mal hilft. Wenn der sagt, Magenta ist nicht lila, Milkas Anwalt aber vertritt, das die farbliche Distanz zu gering ist und man in gleichen Plätzen Werbung schaltet, dann gibt's Hauen und Stechen trotz Beratung. Nie vergessen: egal wie es ausgeht, die Anwälte bekommen immer ihr Geld. Ich würde hier zumindest mit meiner bescheidenen Ahnung Kunden auf ein Risiko hinweisen. Lösen (Genehmigungen einholen oder Konzept ändern) müssen die das dann. Bei eigenen Sachen halte ich gerne Abstand zu solchen Risiken. Solcher Ärger kostet soviel Zeit in der man schöne Ergebnisse hätte erzielen können. [/QUOTE]
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