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analoge- vs digitale Fotografie oder Fotografie als Handwerk
Beitrag
<blockquote data-quote="studio24" data-source="post: 2359362" data-attributes="member: 190934"><p>Wieso vs? Die Fotografie hat sich doch im Grunde nicht verändert. Auch analog wurde von wenigen fotografiert und von den meisten geknipst. Nur, dass es teurer war. Analoge Fotografie ist nicht automatisch bessere Fotografie.</p><p></p><p>Auch bei digitaler Fotografie macht es Sinn, vorher zu überlegen. Das spart Zeit, Akkus, Speicherplatz und Nachbearbeitung. Dass man für eine bestimmte Lichtsituation Tageszeit und Wetter berücksichtigen muß ist auch nicht spezifisch analog.</p><p></p><p>Ich denke nicht, dass man die analoge Fotografie religiös überhöhen sollte. Wenn ich einen Tee möchte, bereite ich mir einen zu, und zwar so, wie er mir schmeckt. Dazu brauche ich keine Zenzeremonie. </p><p></p><p>Wir sollten froh sein, dass die Zeiten der umweltschädigenden chemischen Fotografie vorbei sind. Aber das Handwerk hat natürlich noch ganz andere Aspekte als den Umgang mit Entwickler und Fixierbädern. Die theoretischen Grundlagen sind der wirkliche Wert der handwerklichen Ausbildung. Leute mit tieferem Grundlagenwissen werden sich sowohl im Umgang mit Kameras und Licht wie auch mit EBV wesentlich leichter tun. Man muss nicht wissen, wie "Unscharf Maskieren" analog realisiert wurde, man muß auch nicht unbedingt das Zonensystem kennen. Aber wenn man es analog gelernt hat hat man auch das "digitale" Verständnis dafür. Von daher: Daumen hoch für das Handwerk.</p><p></p><p>Es ist nun mal so, dass sich Berufsbilder verändern, wie alles auf dieser Welt. Nichts ist ewig. Keine Frage, dass eine Reise nach Finnland zu Fuß mehr Erlebnisse und Erkenntnisse bringt, als sich in den Flieger zu setzen. Wenn allerdings die Stadtbesichtigung von Helsinki das Ziel war, bevorzuge ich die moderne Art. </p><p></p><p>Dass Schriftsetzer heute nicht mehr an Bleivergiftung sterben oder Fotografen sich die Lunge oder Haut mit Chemie versauen ist doch auch was. Das überlassen wir jetzt den Textil- und Lederarbeitern in Bangladesh und Indien. Ob die wohl auch irgendwann mal so nostalgisch zurück blicken auf ihren Umgang mit Chemikalien?</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="studio24, post: 2359362, member: 190934"] Wieso vs? Die Fotografie hat sich doch im Grunde nicht verändert. Auch analog wurde von wenigen fotografiert und von den meisten geknipst. Nur, dass es teurer war. Analoge Fotografie ist nicht automatisch bessere Fotografie. Auch bei digitaler Fotografie macht es Sinn, vorher zu überlegen. Das spart Zeit, Akkus, Speicherplatz und Nachbearbeitung. Dass man für eine bestimmte Lichtsituation Tageszeit und Wetter berücksichtigen muß ist auch nicht spezifisch analog. Ich denke nicht, dass man die analoge Fotografie religiös überhöhen sollte. Wenn ich einen Tee möchte, bereite ich mir einen zu, und zwar so, wie er mir schmeckt. Dazu brauche ich keine Zenzeremonie. Wir sollten froh sein, dass die Zeiten der umweltschädigenden chemischen Fotografie vorbei sind. Aber das Handwerk hat natürlich noch ganz andere Aspekte als den Umgang mit Entwickler und Fixierbädern. Die theoretischen Grundlagen sind der wirkliche Wert der handwerklichen Ausbildung. Leute mit tieferem Grundlagenwissen werden sich sowohl im Umgang mit Kameras und Licht wie auch mit EBV wesentlich leichter tun. Man muss nicht wissen, wie "Unscharf Maskieren" analog realisiert wurde, man muß auch nicht unbedingt das Zonensystem kennen. Aber wenn man es analog gelernt hat hat man auch das "digitale" Verständnis dafür. Von daher: Daumen hoch für das Handwerk. Es ist nun mal so, dass sich Berufsbilder verändern, wie alles auf dieser Welt. Nichts ist ewig. Keine Frage, dass eine Reise nach Finnland zu Fuß mehr Erlebnisse und Erkenntnisse bringt, als sich in den Flieger zu setzen. Wenn allerdings die Stadtbesichtigung von Helsinki das Ziel war, bevorzuge ich die moderne Art. Dass Schriftsetzer heute nicht mehr an Bleivergiftung sterben oder Fotografen sich die Lunge oder Haut mit Chemie versauen ist doch auch was. Das überlassen wir jetzt den Textil- und Lederarbeitern in Bangladesh und Indien. Ob die wohl auch irgendwann mal so nostalgisch zurück blicken auf ihren Umgang mit Chemikalien? [/QUOTE]
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