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analoge- vs digitale Fotografie oder Fotografie als Handwerk
Beitrag
<blockquote data-quote="SigridBW" data-source="post: 2372490" data-attributes="member: 671094"><p><span style="font-size: 14px">Nun ja, als typische Vertreterin der nichtkommerziellen Knipsergarde interessiert mich das Gesamtbild und eventuell meinem Alter entsprechend die Wahrheit wie die "Götter" der Fotografiie tatsächlich ihre Kunstwerke zustandebringen /brachten.</span></p><p><span style="font-size: 14px">Insofern zählt für mich die Werbung/Präsentation in Form eines YouTube Videos (mit wieviel Takes/Schnitt wollen wir gar nicht wissen, ist auch unerheblich, weil ohnehin Realität) nur zum geringsten Teil. </span></p><p><span style="font-size: 14px">In Bezug auf den Fotografen aus dem YT Video würde ich sagen, daß seine Auftraggeber nicht in einer Lounge sitzen um auf einen Print zu warten, sondern bestenfalls mit Vorgaben so und so in dem Stil, mit diesen Farbtönen dieses oder jenes Motiv, spätestens zum ... fertig zur Abholung. Nicht mal die Hollywood Granden haben es geschafft Wetter und Lichtverhältnisse auf die Minute/Stunde/Tag zu terminieren. Wenn man bei sich um die Ecke oder meinetwegen 5 km weiter irgendein Motiv mit den Wahnsinnslichtverhältnissen shooten möchte, kann man das 5 - 10 durchexerzieren, vorausgesetzt man braucht keine Helfer bzw. willige Komparsen fürs Arrangement. 500 km von der Home-Basis entfernt braucht man entweder einen selten dummen Auftraggeber der alles bezahlt oder hat in der Realität einen Auftraggeber dem es egal ist ob analog entstanden oder digital, wobei der Fotograf als solcher weniger Stellenwert hat wie der digitale Bildbearbeiter bzw die Crew für Beleuchtungstechnik etc.</span></p><p><span style="font-size: 14px">Für mich hat die Person in dem vorgestellten Fall nichts anzubieten was ich mit einem sehenswerten Bild in Verbindung bringe. Vom Berufsbild des ehrlich arbeitenden Handwerkers ist er weit entfernt und was Kunst betrifft wäre er mir nicht mal die Zeit für einen kostenlosen Rundgang in seiner Werkstatt/Galerie wert. </span></p><p>Selbst bin ich regelrecht fasziniert von Bildern aus frühen Fotografiezeiten in denen nur wenige Normalbürger einen Fotoapparat besaßen. In der Familie hatten wir einige Bilder eines Onkels meiner Großmutter, der es sich als Fabrikant leisten konnte schon ab ca.1880 zu fotografieren.</p><p>In meiner Erinnerung dieser Bilder sahen sie alle sorgfältig geplant aus, obwohl im bäuerlichen, teils ärmlichen Milieu aufgenommen. Bilder der Familie, des Umfelds, von Kirchen, Gebäuden, Straßen, 50 Jahre später gemacht, also ca. 1930/1935, als Normalbürger auch noch keine Kamera besaß, sahen schon ganz anders aus, obwohl sicherlich auch noch sehr bewußt mit dem Material umgegangen wurde.</p><p></p><p><span style="font-size: 14px">Damit das nicht falsch verstanden wird, mit keinem Wort will ich ausgebildete und/oder bewußt arbeitende Fotografen herabwürdigen, im Gegenteil ! </span></p><p><span style="font-size: 14px">Wer Fotografie als Handwerk/Studium erlernt hat, ist im Normalfall jedem Knipser mit Handbuch-und etwas Versuch macht klug-Wissen überlegen. </span></p><p><span style="font-size: 14px"></span></p><p><span style="font-size: 14px">Aber: Sportfotografie, bewegtes Leben-Fotografie in jeder Form ist ohne Ausschuß undenkbar. Früher hatte der Profi dafür sogar eine schußbereite Zweitkamera weil Filmwechsel zum falschen Zeitpunkt ein Unding war.</span></p><p><span style="font-size: 14px"></span></p><p>Was ich meine: als Aufruf für bewußtes, engagiertes Fotografieren ist der Thread mit dem Typ denkbar ungeeignet.</p><p>Von Henri Cartier-Bresson werde ich bestimmt noch lange beeindruckt sein.</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="SigridBW, post: 2372490, member: 671094"] [SIZE=14px]Nun ja, als typische Vertreterin der nichtkommerziellen Knipsergarde interessiert mich das Gesamtbild und eventuell meinem Alter entsprechend die Wahrheit wie die "Götter" der Fotografiie tatsächlich ihre Kunstwerke zustandebringen /brachten. Insofern zählt für mich die Werbung/Präsentation in Form eines YouTube Videos (mit wieviel Takes/Schnitt wollen wir gar nicht wissen, ist auch unerheblich, weil ohnehin Realität) nur zum geringsten Teil. In Bezug auf den Fotografen aus dem YT Video würde ich sagen, daß seine Auftraggeber nicht in einer Lounge sitzen um auf einen Print zu warten, sondern bestenfalls mit Vorgaben so und so in dem Stil, mit diesen Farbtönen dieses oder jenes Motiv, spätestens zum ... fertig zur Abholung. Nicht mal die Hollywood Granden haben es geschafft Wetter und Lichtverhältnisse auf die Minute/Stunde/Tag zu terminieren. Wenn man bei sich um die Ecke oder meinetwegen 5 km weiter irgendein Motiv mit den Wahnsinnslichtverhältnissen shooten möchte, kann man das 5 - 10 durchexerzieren, vorausgesetzt man braucht keine Helfer bzw. willige Komparsen fürs Arrangement. 500 km von der Home-Basis entfernt braucht man entweder einen selten dummen Auftraggeber der alles bezahlt oder hat in der Realität einen Auftraggeber dem es egal ist ob analog entstanden oder digital, wobei der Fotograf als solcher weniger Stellenwert hat wie der digitale Bildbearbeiter bzw die Crew für Beleuchtungstechnik etc. Für mich hat die Person in dem vorgestellten Fall nichts anzubieten was ich mit einem sehenswerten Bild in Verbindung bringe. Vom Berufsbild des ehrlich arbeitenden Handwerkers ist er weit entfernt und was Kunst betrifft wäre er mir nicht mal die Zeit für einen kostenlosen Rundgang in seiner Werkstatt/Galerie wert. [/SIZE] Selbst bin ich regelrecht fasziniert von Bildern aus frühen Fotografiezeiten in denen nur wenige Normalbürger einen Fotoapparat besaßen. In der Familie hatten wir einige Bilder eines Onkels meiner Großmutter, der es sich als Fabrikant leisten konnte schon ab ca.1880 zu fotografieren. In meiner Erinnerung dieser Bilder sahen sie alle sorgfältig geplant aus, obwohl im bäuerlichen, teils ärmlichen Milieu aufgenommen. Bilder der Familie, des Umfelds, von Kirchen, Gebäuden, Straßen, 50 Jahre später gemacht, also ca. 1930/1935, als Normalbürger auch noch keine Kamera besaß, sahen schon ganz anders aus, obwohl sicherlich auch noch sehr bewußt mit dem Material umgegangen wurde. [SIZE=14px]Damit das nicht falsch verstanden wird, mit keinem Wort will ich ausgebildete und/oder bewußt arbeitende Fotografen herabwürdigen, im Gegenteil ! Wer Fotografie als Handwerk/Studium erlernt hat, ist im Normalfall jedem Knipser mit Handbuch-und etwas Versuch macht klug-Wissen überlegen. Aber: Sportfotografie, bewegtes Leben-Fotografie in jeder Form ist ohne Ausschuß undenkbar. Früher hatte der Profi dafür sogar eine schußbereite Zweitkamera weil Filmwechsel zum falschen Zeitpunkt ein Unding war. [/SIZE] Was ich meine: als Aufruf für bewußtes, engagiertes Fotografieren ist der Thread mit dem Typ denkbar ungeeignet. Von Henri Cartier-Bresson werde ich bestimmt noch lange beeindruckt sein. [/QUOTE]
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