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Fotografie und Gestaltung
(Digitale) Fotografie allgemein
Beruflicher Quereinstieg in die Fotogr.
Beitrag
<blockquote data-quote="Picturehunter" data-source="post: 1859761" data-attributes="member: 142024"><p><strong>AW: Beruflicher Quereinstieg in die Fotogr.</strong></p><p></p><p>Sehr schöne und sachliche Beiträge/Gedanken hier zum Thema mit dabei! <img src="/styles/default/xenforo/smilies/icon_daumenhoch.gif" class="smilie" loading="lazy" alt=":daumenhoch" title="Daumen hoch :daumenhoch" data-shortname=":daumenhoch" />:</p><p></p><p></p><p>Ich möchte dazu noch diese oft zitierten "Weisheiten" hinzufügen, einfach weil ich denke, dass es hierzu gut paßt:</p><p></p><p>Was mir persönlich als bekennender Perfektionist (ein Luxus, den man sich kommerziell kaum noch leisten kann ...) leider häufig begegnet, ist die unglaubliche Naivität potentieller Konsumenten. Und das meine ich gar nicht so böse, wie es vielleicht klingt, denn es ist kein Wunder sondern eher Zeitgeist unseres Entwicklungsstandes, das alles so ist, wie es ist. Vieles wird heute den Dienstleistern überlassen, für jedes Problem(chen) findet sich irgendwer, der es gegen Bares schon richten wird. Und Dank unseres permanenten Zeitmangels bleibt dem gemeinen Bürger auch kaum etwas anderes übrig, als sich darauf einzulassen, denn abgesehen vom Zeitproblem sind es auch die Komplexität und Automatisierung der Dinge, Vorschriften und Normen, die einen als Laie kaum noch durchblicken lassen, keine Chance, da selbst noch was machen zu wollen. </p><p></p><p>Nur mal als Beispiel das Auto: Früher konnte man mit rel. einfachen Mitteln die meisten Dinge selbst erledigen, und deshalb sah man auch rel. häufig den Papa am Wochenende am Familien-TöffTöff bei offener Motorhaube stehen und schrauben. Weiß heute noch jemand, ob der Motor vorne oder hinten ist, geschweige denn, was zu tun ist, wenn mal wieder eines der 50.000 Warnlämpchen im Cockpit die nächste teure Werkstattrunde einleutet? Wie schön, dass wir ein Handy in der Tasche haben (sofern es denn mal funktioniert) und den ADAC oder wen auch immer anrufen können. Oder habt Ihr Euch schonmal die ultramodernen Waschmaschinen von heute angeschaut? Da brauchste ein Studium dafür, um das Ding überhaupt einschalten zu können. Toll wenn es funktioniert, aber wehe, das Teil streikt, dann geh' da mal mit Deinem Schraubendreher aus dem Keller bei, he he. </p><p>Krankenhaus, auch ein schönes Thema, fast vollständige Abhängigkeit von den Ärzten, friß oder stirb heißt da nicht selten die Devise, manchmal sogar wortwörtlich. Aber wie sieht es da mit der Beurteilung der Qualität aus, geht das überhaupt? Im Nachhinein streitet man sich gerne darüber, meist wenn es eh zu spät ist. Wie soll man da vorher eine gute Wahl treffen, noch dazu, wenn man in Gedanken ganz woanders ist?</p><p></p><p>Leute, wir haben uns alle mehr oder weniger Abhängig davon gemacht, dass andere uns gegen Bares "helfen" müssen, wenn unsere schöne heile Technik-Welt mal in den Streik tritt. Nur leider haben einige dabei vielleicht nicht bedacht, dass der Preis dieser Abhängigkeit eben auch besagtes Dilemma bei der Beurteilung von Qualität mit sich bringen kann.</p><p></p><p>Und nun wieder zur Fotografie ..., hier ist es kaum anders, man ist auf Gedeih und Verderb darauf angewiesen, sich professionelle Unterstützung in Form eines ..., ja richtig, eines Fotografen zu holen. Schließlich kennt der sich aus und weiß, was er tut. Ist ja ein Profi. Hat Profi nun mit Profit oder mit Professionalität zu tun? Nun, sicher mit beidem, man muß ja schließlich auch verdienen. Aber wie sieht es mit dem Mischungsverhältnis aus und wie kann der Laie das erkennen? </p><p></p><p>Oft begegne ich dabei einer gewissen Hilflosigkeit der Leute, meist ist es Mundpropaganda, die einen zu einer Entscheidung kommen läßt. Aber wirklich fundierte Informationen dazu, ob ein potentieller Dienstleister auch halten kann, was die Werbung verspricht? Woher nehmen, wie vergleichen?</p><p></p><p>Man kauft also meist die Katze im Sack, mangels Vergleichsmöglichkeiten (man kann ein Haus ja nicht 3x von 3 Baufirmen bauen lassen, um dann später erkennen zu können, welches am besten gelungen ist) wählt man naiv einen Dienstleister aus und hofft das beste. Und was soll's, heute hat ja jeder einen Anwalt und das Verklagen anderer bei persönlicher Unzufriedenheit scheint ja inzwischen zum Volkssport mutiert zu sein. Sollen doch die Gerichte in einem langwierigen und kostenintensiven Gerichtsverfahren darüber entscheiden, ob die Dienstleistung gut war oder nicht. <img src="/styles/default/xenforo/smilies/rolleyes.gif" class="smilie" loading="lazy" alt=":rolleyes:" title="Roll Eyes :rolleyes:" data-shortname=":rolleyes:" /></p><p></p><p>Es fehlt meiner Meinung nach an Transparenz für den Laien, um da besser durchblicken und unterscheiden zu können. <strong>Was nützt es denn, wenn ich richtig gute Arbeit abliefere bzw. anbiete, die Qualität, die letztendlich Kosten verursacht, vom Kunden aber mangels Sachkenntnis gar nicht als solche erkannt (und somit nicht bezahlt) wird?</strong> Da heißt es dann gerne mal: Ja aber, ..., der und der macht das gleiche aber viiiieeelll günstiger. Warum ist ihr Angebot denn so teuer?</p><p>Und hier steckt das Problem, denn viele schwarze Schafe nutzen diese Abhängigkeit und Unkenntnis schamlos aus und verkaufen Schrott als Qualität, und der Kunde merkt nix davon. Und "die Guten"? Wie sollen die sich dagegen wehren? Soll man jedem Kunden erstmal eine Sachkunde-Lehrstunde verabreichen, damit dieser versteht, warum Qualität kostet? Oder soll man mit "you get what you pay for" Werbung machen?</p><p></p><p>Ich kann nur hoffen, dass oben genannte "Weisheiten" und das "sich mit der Materie auseinanderzusetzen" immer ein Bestandteil bei der Entscheidungsfindung der Leute sein werden. Denn sonst sehe ich persönlich für qualitativ hochwertige Dienstleistung keine großen Chancen. <strong>Qualität sollte eigentlich kein Luxusartikel sein, sondern ein Allgemeingut, oder?</strong></p><p></p><p>Und nein, früher war trotzdem nicht alles besser ... <img src="/styles/default/xenforo/smilies/biggrin.gif" class="smilie" loading="lazy" alt=":D" title="Big Grin :D" data-shortname=":D" /> <img src="/styles/default/xenforo/smilies/zwinker.gif" class="smilie" loading="lazy" alt=";)" title="Wink ;)" data-shortname=";)" /></p><p></p><p></p><p>Viele Grüße</p><p>Frank</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="Picturehunter, post: 1859761, member: 142024"] [b]AW: Beruflicher Quereinstieg in die Fotogr.[/b] Sehr schöne und sachliche Beiträge/Gedanken hier zum Thema mit dabei! :daumenhoch: Ich möchte dazu noch diese oft zitierten "Weisheiten" hinzufügen, einfach weil ich denke, dass es hierzu gut paßt: Was mir persönlich als bekennender Perfektionist (ein Luxus, den man sich kommerziell kaum noch leisten kann ...) leider häufig begegnet, ist die unglaubliche Naivität potentieller Konsumenten. Und das meine ich gar nicht so böse, wie es vielleicht klingt, denn es ist kein Wunder sondern eher Zeitgeist unseres Entwicklungsstandes, das alles so ist, wie es ist. Vieles wird heute den Dienstleistern überlassen, für jedes Problem(chen) findet sich irgendwer, der es gegen Bares schon richten wird. Und Dank unseres permanenten Zeitmangels bleibt dem gemeinen Bürger auch kaum etwas anderes übrig, als sich darauf einzulassen, denn abgesehen vom Zeitproblem sind es auch die Komplexität und Automatisierung der Dinge, Vorschriften und Normen, die einen als Laie kaum noch durchblicken lassen, keine Chance, da selbst noch was machen zu wollen. Nur mal als Beispiel das Auto: Früher konnte man mit rel. einfachen Mitteln die meisten Dinge selbst erledigen, und deshalb sah man auch rel. häufig den Papa am Wochenende am Familien-TöffTöff bei offener Motorhaube stehen und schrauben. Weiß heute noch jemand, ob der Motor vorne oder hinten ist, geschweige denn, was zu tun ist, wenn mal wieder eines der 50.000 Warnlämpchen im Cockpit die nächste teure Werkstattrunde einleutet? Wie schön, dass wir ein Handy in der Tasche haben (sofern es denn mal funktioniert) und den ADAC oder wen auch immer anrufen können. Oder habt Ihr Euch schonmal die ultramodernen Waschmaschinen von heute angeschaut? Da brauchste ein Studium dafür, um das Ding überhaupt einschalten zu können. Toll wenn es funktioniert, aber wehe, das Teil streikt, dann geh' da mal mit Deinem Schraubendreher aus dem Keller bei, he he. Krankenhaus, auch ein schönes Thema, fast vollständige Abhängigkeit von den Ärzten, friß oder stirb heißt da nicht selten die Devise, manchmal sogar wortwörtlich. Aber wie sieht es da mit der Beurteilung der Qualität aus, geht das überhaupt? Im Nachhinein streitet man sich gerne darüber, meist wenn es eh zu spät ist. Wie soll man da vorher eine gute Wahl treffen, noch dazu, wenn man in Gedanken ganz woanders ist? Leute, wir haben uns alle mehr oder weniger Abhängig davon gemacht, dass andere uns gegen Bares "helfen" müssen, wenn unsere schöne heile Technik-Welt mal in den Streik tritt. Nur leider haben einige dabei vielleicht nicht bedacht, dass der Preis dieser Abhängigkeit eben auch besagtes Dilemma bei der Beurteilung von Qualität mit sich bringen kann. Und nun wieder zur Fotografie ..., hier ist es kaum anders, man ist auf Gedeih und Verderb darauf angewiesen, sich professionelle Unterstützung in Form eines ..., ja richtig, eines Fotografen zu holen. Schließlich kennt der sich aus und weiß, was er tut. Ist ja ein Profi. Hat Profi nun mit Profit oder mit Professionalität zu tun? Nun, sicher mit beidem, man muß ja schließlich auch verdienen. Aber wie sieht es mit dem Mischungsverhältnis aus und wie kann der Laie das erkennen? Oft begegne ich dabei einer gewissen Hilflosigkeit der Leute, meist ist es Mundpropaganda, die einen zu einer Entscheidung kommen läßt. Aber wirklich fundierte Informationen dazu, ob ein potentieller Dienstleister auch halten kann, was die Werbung verspricht? Woher nehmen, wie vergleichen? Man kauft also meist die Katze im Sack, mangels Vergleichsmöglichkeiten (man kann ein Haus ja nicht 3x von 3 Baufirmen bauen lassen, um dann später erkennen zu können, welches am besten gelungen ist) wählt man naiv einen Dienstleister aus und hofft das beste. Und was soll's, heute hat ja jeder einen Anwalt und das Verklagen anderer bei persönlicher Unzufriedenheit scheint ja inzwischen zum Volkssport mutiert zu sein. Sollen doch die Gerichte in einem langwierigen und kostenintensiven Gerichtsverfahren darüber entscheiden, ob die Dienstleistung gut war oder nicht. :rolleyes: Es fehlt meiner Meinung nach an Transparenz für den Laien, um da besser durchblicken und unterscheiden zu können. [B]Was nützt es denn, wenn ich richtig gute Arbeit abliefere bzw. anbiete, die Qualität, die letztendlich Kosten verursacht, vom Kunden aber mangels Sachkenntnis gar nicht als solche erkannt (und somit nicht bezahlt) wird?[/B] Da heißt es dann gerne mal: Ja aber, ..., der und der macht das gleiche aber viiiieeelll günstiger. Warum ist ihr Angebot denn so teuer? Und hier steckt das Problem, denn viele schwarze Schafe nutzen diese Abhängigkeit und Unkenntnis schamlos aus und verkaufen Schrott als Qualität, und der Kunde merkt nix davon. Und "die Guten"? Wie sollen die sich dagegen wehren? Soll man jedem Kunden erstmal eine Sachkunde-Lehrstunde verabreichen, damit dieser versteht, warum Qualität kostet? Oder soll man mit "you get what you pay for" Werbung machen? Ich kann nur hoffen, dass oben genannte "Weisheiten" und das "sich mit der Materie auseinanderzusetzen" immer ein Bestandteil bei der Entscheidungsfindung der Leute sein werden. Denn sonst sehe ich persönlich für qualitativ hochwertige Dienstleistung keine großen Chancen. [B]Qualität sollte eigentlich kein Luxusartikel sein, sondern ein Allgemeingut, oder?[/B] Und nein, früher war trotzdem nicht alles besser ... :D ;) Viele Grüße Frank [/QUOTE]
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