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Fotografie und Gestaltung
(Digitale) Fotografie allgemein
Bewegunsunschärfe ohne Überbelichtung
Beitrag
<blockquote data-quote="Picturehunter" data-source="post: 1700691" data-attributes="member: 142024"><p><strong>AW: Bewegunsunschärfe ohne Überbelichtung</strong></p><p></p><p>Ok, also bei dem Flugzeugbild ist das Flugzeug definitiv überbelichtet. Ist aber auch kein einfaches Unterfangen da korrekt zu belichten, da die meisten Flugzeugrümpfe nunmal weiß lackiert daher kommen, wenn da dann die Sonne draufscheint, wird's noch problematischer wegen der heftigen Reflexion. </p><p>Tipp: Spotmessung auf den Rumpf verwenden und ca. 2 Zeit/Blendenstufen unterbelichten (bei ISO 100 wenn möglich). Den Korrekturwert kann man noch genauer ermitteln, einfach mal eine Versuchsreihe machen! Möglichst das RAW-Format verwenden, damit ist der Headroom noch deutlich größer, als es im JPG-Histogramm der Kamera angezeigt wird!</p><p></p><p>Blende von ca. 8 vorwählen. Ist die Belichtungszeit nun immer noch zu kurz, um den Mitzieher-Effekt ausreichend zu gestalten, dann muß eine Reduzierung her (z.B. Graufilter). Aber Achtung, so ein Filter kann die korrekte Belichtungsmessung negativ beeinflussen oder gar unmöglich machen, wenn es zu dunkel ist. Ausserdem wird es schwierig das Objekt im Sucher zu halten, wenn man zu sehr abdunkelt. </p><p></p><p>Also im Prinzip recht einfach: Blende 8, Iso 100, Spotbelichtung mit -2. Möglichst den AF-C Modus für den Autofokus nutzen. Die Belichtungszeit kannst Du nun entweder über den ISO-Wert verkürzen oder aber über den Graufilter verlängern, falls nötig. </p><p>Die Idee mit den 2 Polfiltern ist nicht neu und funktioniert durchaus, allerdings muß man u.U. mit stärkeren Farbverschiebungen rechnen. Besser wäre ein variabler Graufilter, dieser läßt sich mit einem Dreh auf Durchlaß stellen, so dass man auch was sieht und Einstellungen vornehmen kann, ein weiterer Dreh dunkelt dann das Bild nach belieben ab, Montage-Demontage-Nervereien fallen damit also quasi weg.</p><p></p><p>Hier habe ich mal etwas dazu geschrieben: </p><p></p><p></p><p>Edit: Blende 8 deshalb, weil dies i.d.R. die Blendenstufe mit der besten Objektivleistung bezüglich Schärfe und Auflösungsvermögen ergibt. Weiteres Abblenden vergrößert nur die Schärfentiefe, nicht aber die Gesamtschärfe. Ausnahme: Man möchte die Randunschärfe ausgleichen und Blendet dafür weiter ab (oftmals wird damit auch die sog. Schärfeebene-Verkrümmung einiger Objektive ausgeglichen). Bis Blende 13 sollte es noch gut gehen, danach schlägt dann bei APS-C die Beugungsunschärfe zu, was weiteres Abblenden kontraproduktiv werden läßt!</p><p></p><p></p><p>VG</p><p>Frank</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="Picturehunter, post: 1700691, member: 142024"] [b]AW: Bewegunsunschärfe ohne Überbelichtung[/b] Ok, also bei dem Flugzeugbild ist das Flugzeug definitiv überbelichtet. Ist aber auch kein einfaches Unterfangen da korrekt zu belichten, da die meisten Flugzeugrümpfe nunmal weiß lackiert daher kommen, wenn da dann die Sonne draufscheint, wird's noch problematischer wegen der heftigen Reflexion. Tipp: Spotmessung auf den Rumpf verwenden und ca. 2 Zeit/Blendenstufen unterbelichten (bei ISO 100 wenn möglich). Den Korrekturwert kann man noch genauer ermitteln, einfach mal eine Versuchsreihe machen! Möglichst das RAW-Format verwenden, damit ist der Headroom noch deutlich größer, als es im JPG-Histogramm der Kamera angezeigt wird! Blende von ca. 8 vorwählen. Ist die Belichtungszeit nun immer noch zu kurz, um den Mitzieher-Effekt ausreichend zu gestalten, dann muß eine Reduzierung her (z.B. Graufilter). Aber Achtung, so ein Filter kann die korrekte Belichtungsmessung negativ beeinflussen oder gar unmöglich machen, wenn es zu dunkel ist. Ausserdem wird es schwierig das Objekt im Sucher zu halten, wenn man zu sehr abdunkelt. Also im Prinzip recht einfach: Blende 8, Iso 100, Spotbelichtung mit -2. Möglichst den AF-C Modus für den Autofokus nutzen. Die Belichtungszeit kannst Du nun entweder über den ISO-Wert verkürzen oder aber über den Graufilter verlängern, falls nötig. Die Idee mit den 2 Polfiltern ist nicht neu und funktioniert durchaus, allerdings muß man u.U. mit stärkeren Farbverschiebungen rechnen. Besser wäre ein variabler Graufilter, dieser läßt sich mit einem Dreh auf Durchlaß stellen, so dass man auch was sieht und Einstellungen vornehmen kann, ein weiterer Dreh dunkelt dann das Bild nach belieben ab, Montage-Demontage-Nervereien fallen damit also quasi weg. Hier habe ich mal etwas dazu geschrieben: Edit: Blende 8 deshalb, weil dies i.d.R. die Blendenstufe mit der besten Objektivleistung bezüglich Schärfe und Auflösungsvermögen ergibt. Weiteres Abblenden vergrößert nur die Schärfentiefe, nicht aber die Gesamtschärfe. Ausnahme: Man möchte die Randunschärfe ausgleichen und Blendet dafür weiter ab (oftmals wird damit auch die sog. Schärfeebene-Verkrümmung einiger Objektive ausgeglichen). Bis Blende 13 sollte es noch gut gehen, danach schlägt dann bei APS-C die Beugungsunschärfe zu, was weiteres Abblenden kontraproduktiv werden läßt! VG Frank [/QUOTE]
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