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Fotografie und Gestaltung
(Digitale) Fotografie allgemein
Bilderabzüge - copyright
Beitrag
<blockquote data-quote="thom_k" data-source="post: 1402883" data-attributes="member: 361323"><p><strong>AW: Bilderabzüge - copyright</strong></p><p></p><p>Schwer verständlich, die Angelegenheit, das kann ich gut verstehen.</p><p></p><p>Daher versuche ich es mal relativ einfach zu erklären.</p><p></p><p>Im Regelfall bezahlt der Privatkunde den Fotografen für seine Leistung, eben das Foto zu machen. Die so genannte Aufnahmegebühr.</p><p>Abzüge, die der Kunde später erwerben kann werden gesondert berechnet.</p><p></p><p>Um seinen Kunden ein leicht verständliches Angebot zu machen, werden in der Regel im Fotostudio so genannte "Serien" verkauft.</p><p>Diese Serien beinhalten die Aufnahmegebühr und eine vorher ausgehandelte Menge an Prints in einer gewissen Größe.</p><p></p><p>Wird z.B. nun eine Portraitserie mit sechs Aufnahmen im Format 15cm x 20cm, zu 150 Euro vereinbart, dann erhält der Kunde für diesen Preis seine sechs Fotos.</p><p>Meist werden ja mehr Aufnahmen gemacht, die der Fotograf dem Kunden ebenfalls zum Kauf anbietet, die aber gesondert berechnet werden.</p><p>Nicht selten sind diese dann etwas günstiger, als spätere Nachbestellungen.</p><p></p><p>Rechnet man nun durchschnittlich mit einem Verkaufspreis pro Print in 15 x 20 mit 16,00€, dann fallen für die Prints 96,00€ Kosten an und die verbleibenden 54,00€ (aus meinem Beispiel) sind dann die Aufnahmegebühr.</p><p></p><p>Rohdaten, Negative und Arbeitsdateien sind "nicht" vom Kunden bezahlt! Sie sind das Eigentum (nicht nur das geistige) des Fotografen. </p><p>Das ist auch sein Kapital, denn erst durch die Nachbestellungen beginnt im Fotostudio der verdienst.</p><p></p><p>Ich hoffe das ist verständlich genug erklärt, um die Grundsituation zu verstehen, wie sie im (Portrait-) Fotografenhandwerk zu finden ist.</p><p></p><p>Der Berufsverband hat zu diesem Thema AGBs ausgearbeitet, die unter >> << einzusehen sind.</p><p>Dies sind auch sowohl im Ladengeschäft "offen" einzusehen und im Auftrag/Vertrag auf der Rückseite zu finden.</p><p></p><p>@ Nine</p><p>Nun weiss ich leider nicht an was für einen Fotografen zu geraten bist. Denn seit dem Wegfall der Meister- oder gar Ausbildungspflicht darf jeder Hansel der eine Kamera halten kann ein Fotostudio unterhalten. (Obgleich diese leider auch keine Garantie für anständiges Arbeiten ist)</p><p></p><p>Grundsätzlich hast du jedoch ein Anrecht auf Nachbesserung, bis zu drei mal!</p><p>Sind dann noch immer "eindeutige" Mängel vorhanden, dann melde die Angelegenheit bei seiner Kammer und suche dir, nach vorheriger Absprache, einen anderen Fotografen, der dir das für dein Geld bietet, was du dir wünschst.</p><p>Die Kosten dafür muß dann der Saubeutel tragen.</p><p>Einen Rechtsbeistand würde ich aber dabei immer mit einbeziehen um Komplikationen zu vermeiden.</p><p></p><p>@ All</p><p>In einem Portraitstudio ist es nun mal so, Negative, Arbeitsdateien und Rohformate werden nicht (generell) mitverkauft.</p><p></p><p>Anders als z.B. in der Werbung. </p><p>Doch hier wird anders berechnet.</p><p>Der Auftraggeber bezahlt die Aufnahmegebühr meist in Form von Tages- oder Stundensätze. Zuzüglich der Materialkosten, weitere Auslagen und Steuer, die der Fotograf in Rechnung stellt.</p><p>Da können schon mal schnell 1500€ für ein Foto fällig werden.</p><p>Der Auftraggeber/Kunde kann dann dieses Bild vollkommen frei, für einen begrenzten Zeitraum (oft ein bis zwei Jahre) nutzen, jedoch muß der Verwendungszweck vorher geklärt sein.</p><p>Kommt z.B. zu einem Katalogprojekt später noch ein Großformatdia für die Aussenwerbung, oder eine Anzeigenschaltung vor, so sind dann wieder gesondert Gebühren fällig. Eben weil sich ja der Verwendungszweck verändert, bzw. erweitert hat.</p><p>Die Höhe der Gebühren orientieren sich oft an den Empfehlungen der "Mittelstandsgemeinschaft-Foto-Marketing", die dort einzusehen sind.</p><p></p><p>Übrigens, alle die brav die Bilderwelt durch Mini-Stock-Agenturen überschwemmen, sollten sich mal dort erkundigen was ihre Bilder wirklich wert sein könnten!</p><p>Eine Schande wie hier eine wichtige Einnahmequelle der Berufsfotografen (Stockfotografie) unterwandert wird ... Aber das ist ein anders Thema ;-)</p><p></p><p>So, genug erklärbärt und gemeckert.</p><p>Ich hoffe etwas Licht ins Dunkle gebracht zu haben.</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="thom_k, post: 1402883, member: 361323"] [b]AW: Bilderabzüge - copyright[/b] Schwer verständlich, die Angelegenheit, das kann ich gut verstehen. Daher versuche ich es mal relativ einfach zu erklären. Im Regelfall bezahlt der Privatkunde den Fotografen für seine Leistung, eben das Foto zu machen. Die so genannte Aufnahmegebühr. Abzüge, die der Kunde später erwerben kann werden gesondert berechnet. Um seinen Kunden ein leicht verständliches Angebot zu machen, werden in der Regel im Fotostudio so genannte "Serien" verkauft. Diese Serien beinhalten die Aufnahmegebühr und eine vorher ausgehandelte Menge an Prints in einer gewissen Größe. Wird z.B. nun eine Portraitserie mit sechs Aufnahmen im Format 15cm x 20cm, zu 150 Euro vereinbart, dann erhält der Kunde für diesen Preis seine sechs Fotos. Meist werden ja mehr Aufnahmen gemacht, die der Fotograf dem Kunden ebenfalls zum Kauf anbietet, die aber gesondert berechnet werden. Nicht selten sind diese dann etwas günstiger, als spätere Nachbestellungen. Rechnet man nun durchschnittlich mit einem Verkaufspreis pro Print in 15 x 20 mit 16,00€, dann fallen für die Prints 96,00€ Kosten an und die verbleibenden 54,00€ (aus meinem Beispiel) sind dann die Aufnahmegebühr. Rohdaten, Negative und Arbeitsdateien sind "nicht" vom Kunden bezahlt! Sie sind das Eigentum (nicht nur das geistige) des Fotografen. Das ist auch sein Kapital, denn erst durch die Nachbestellungen beginnt im Fotostudio der verdienst. Ich hoffe das ist verständlich genug erklärt, um die Grundsituation zu verstehen, wie sie im (Portrait-) Fotografenhandwerk zu finden ist. Der Berufsverband hat zu diesem Thema AGBs ausgearbeitet, die unter >> << einzusehen sind. Dies sind auch sowohl im Ladengeschäft "offen" einzusehen und im Auftrag/Vertrag auf der Rückseite zu finden. @ Nine Nun weiss ich leider nicht an was für einen Fotografen zu geraten bist. Denn seit dem Wegfall der Meister- oder gar Ausbildungspflicht darf jeder Hansel der eine Kamera halten kann ein Fotostudio unterhalten. (Obgleich diese leider auch keine Garantie für anständiges Arbeiten ist) Grundsätzlich hast du jedoch ein Anrecht auf Nachbesserung, bis zu drei mal! Sind dann noch immer "eindeutige" Mängel vorhanden, dann melde die Angelegenheit bei seiner Kammer und suche dir, nach vorheriger Absprache, einen anderen Fotografen, der dir das für dein Geld bietet, was du dir wünschst. Die Kosten dafür muß dann der Saubeutel tragen. Einen Rechtsbeistand würde ich aber dabei immer mit einbeziehen um Komplikationen zu vermeiden. @ All In einem Portraitstudio ist es nun mal so, Negative, Arbeitsdateien und Rohformate werden nicht (generell) mitverkauft. Anders als z.B. in der Werbung. Doch hier wird anders berechnet. Der Auftraggeber bezahlt die Aufnahmegebühr meist in Form von Tages- oder Stundensätze. Zuzüglich der Materialkosten, weitere Auslagen und Steuer, die der Fotograf in Rechnung stellt. Da können schon mal schnell 1500€ für ein Foto fällig werden. Der Auftraggeber/Kunde kann dann dieses Bild vollkommen frei, für einen begrenzten Zeitraum (oft ein bis zwei Jahre) nutzen, jedoch muß der Verwendungszweck vorher geklärt sein. Kommt z.B. zu einem Katalogprojekt später noch ein Großformatdia für die Aussenwerbung, oder eine Anzeigenschaltung vor, so sind dann wieder gesondert Gebühren fällig. Eben weil sich ja der Verwendungszweck verändert, bzw. erweitert hat. Die Höhe der Gebühren orientieren sich oft an den Empfehlungen der "Mittelstandsgemeinschaft-Foto-Marketing", die dort einzusehen sind. Übrigens, alle die brav die Bilderwelt durch Mini-Stock-Agenturen überschwemmen, sollten sich mal dort erkundigen was ihre Bilder wirklich wert sein könnten! Eine Schande wie hier eine wichtige Einnahmequelle der Berufsfotografen (Stockfotografie) unterwandert wird ... Aber das ist ein anders Thema ;-) So, genug erklärbärt und gemeckert. Ich hoffe etwas Licht ins Dunkle gebracht zu haben. [/QUOTE]
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