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Fotografie und Gestaltung
(Digitale) Fotografie allgemein
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Beitrag
<blockquote data-quote="Tim_Kim" data-source="post: 1424691" data-attributes="member: 269873"><p><strong>AW: bitte foto bewerten =)</strong></p><p></p><p></p><p></p><p></p><p> Originalbild Kontrast erhöht</p><p></p><p>Die <strong>Idee</strong> mit den Hochspannungsleitungen und dem E-Werk (sofern es eines ist) im Sonnenuntergang ist an sich sehr gut in Szene gesetzt. Das Bild ist keinesfalls, wie einige hier vorschnell gesehen haben wollen, einer der vielen hier veröffentlichten Sonnenuntergänge, denn die waren in letzter Zeit alle reichlich schlecht im Vergleich zu diesem Bild. Der Titel mag falsch gewählt sein, da der Sonnenuntergang nicht wirklich alleiniges bildgebendes Element ist, aber mit einer einfachen Kontrastverstärkung könnte man den Sonnenuntergang deutlich stärker ins Bild rücken, ohne auch nur einen Zentimeter vom fotografische Standort abweichen zu müssen. Das soll bedeuten, dass in dem Bild weit mehr drin steckt, als nur ein Sonnenuntergang, womit es weit besser ist, als all die 08/15-Sonnenuntergänge, die in den letzten Wochen hier immer wieder gezeigt und komischerweise gelobt wurden.</p><p> </p><p> Zeigen wir also mal exemplarisch auf, was wirklich in dem Bild steckt bzw. stecken kann, wenn man sich die Zeit nimmt, mal etwas über den Monitorhorizont hinaus zu sehen und zu denken.</p><p> </p><p> Der ist es leider viel zu oft, der sich Sichtweise einschränkt, denn die Linien der Stromleitungen vorm Horizont sind erst bei einem Großdruck in ihrer Anlage und Wirkung richtig zu erfassen. Sie breiten sich fächerförmig über knapp 2/3 der rechten Seite des Bildes aus und interagieren mit farbsattem Himmel und untergehender Sonne. Der freie Himmelsbereich links im Bild, muss keinesfalls gefüllt sein, bildet er doch einen Kontrast zu eben der satt gefüllten 2/3-Seite des Bildes. Zudem wird erst durch den freien Himmel der Blick auf den rauchenden Kühlturm gelenkt, der einerseits eine Erklärung für die vielen Stromkabel liefert, aber auch darüber hinaus schon in der Sprache einer Metapher die Lichtwerdung durch vom Strom gespeiste Lampen vorweg nimmt, die nach Sonnenuntergang der Erhellung dienen. - Dem muss natürlich nicht so sein, aber mit etwas Muse und geschultem Auge erkennt man im Bild weit mehr, als nur das Offensichtliche.</p><p> </p><p> Der als zeichnungslos angemahnte Vordergrund bekommt bei einer Kontrastverstärkung Silhouettencharakter und darf dann gerne ganz schwarz sein, wenn auch der weiße Rauch dann etwas verlieren würde. Hier wäre eine vorherige Aussparung des Rauchs wünschenswert, um diesen nachher als weißen Fleck - können Flecken eigentlich weiß sein - zu behalten und damit das Augenmerk auf den Turm, der sonst untergeht, zu erhöhen. Natürlich stellt auch das nur eine Variante dar, man könnte der geforderten Zeichnung durchaus Raum gebe. Bei einem See, dem Meer oder allgemein einer hinführenden Fläche zum Sonnenuntergang, ist Zeichnung im Vordergrund sicher gut. Die Fläche gewinnt an Licht und unterstreicht die Hinführung zur untergehenden Lichtgeberin deutlich. Der unruhige Vordergrund des Bildes vermag das aber nicht zu tun, weil er nicht gleichermaßen vom Restlicht bestrichen werden kann und sich Lichtkanten bzw. Schattenbereiche ausbilden, die den Blick auf ihrem Weg in die Ferne (zum Sonnenuntergang) hindern. Es ergibt sich eben keine Fläche, sondern quasi eine Berg- und Talbahn, die dem Betrachter nur die Möglichkeit gibt sich auf jeweils eine Ebene zu konzentrieren, aber nicht das Bild in seiner ganzen Tiefe aufzunehmen. Die Bildwirkung wird geteilt, die Aufmerksamkeit entsprechend und eine Gesamtwirkung kann sich nur mit viel Fantasie des Betrachtes entfalten.</p><p> </p><p> Eine andere Titelwahl könnte den Betrachter hierbei richtungsgebend lenken und ihn die Dinge erkennen lassen, die stärker wirken als der Sonnenuntergang.</p><p></p><p> Die angesprochene Vignettierung ist eher keine, sondern der ganz natürliche Randlichtabfall, der besonders bei kurzen Brennweiten deutliche zu sehen ist. Selbst, wenn im Bild eine Vignettierung zu sehen wäre, die durch das Objektiv verursacht wäre, hätte die Fotografin alles richtig gemacht, indem er immerhin mit Blende 18 fotografiert hat, also deutlich abgedunkelt hat und damit den vignettierungsfreien Bildkreis deutlich vergrößert hat - ob das gewollt war oder eher Zufall, da die Kamera bei Gegenlichtsituationen ohnehin weit abgeblendet werden muss, bleibt ihr Geheimnis.</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="Tim_Kim, post: 1424691, member: 269873"] [b]AW: bitte foto bewerten =)[/b] Originalbild Kontrast erhöht Die [B]Idee[/B] mit den Hochspannungsleitungen und dem E-Werk (sofern es eines ist) im Sonnenuntergang ist an sich sehr gut in Szene gesetzt. Das Bild ist keinesfalls, wie einige hier vorschnell gesehen haben wollen, einer der vielen hier veröffentlichten Sonnenuntergänge, denn die waren in letzter Zeit alle reichlich schlecht im Vergleich zu diesem Bild. Der Titel mag falsch gewählt sein, da der Sonnenuntergang nicht wirklich alleiniges bildgebendes Element ist, aber mit einer einfachen Kontrastverstärkung könnte man den Sonnenuntergang deutlich stärker ins Bild rücken, ohne auch nur einen Zentimeter vom fotografische Standort abweichen zu müssen. Das soll bedeuten, dass in dem Bild weit mehr drin steckt, als nur ein Sonnenuntergang, womit es weit besser ist, als all die 08/15-Sonnenuntergänge, die in den letzten Wochen hier immer wieder gezeigt und komischerweise gelobt wurden. Zeigen wir also mal exemplarisch auf, was wirklich in dem Bild steckt bzw. stecken kann, wenn man sich die Zeit nimmt, mal etwas über den Monitorhorizont hinaus zu sehen und zu denken. Der ist es leider viel zu oft, der sich Sichtweise einschränkt, denn die Linien der Stromleitungen vorm Horizont sind erst bei einem Großdruck in ihrer Anlage und Wirkung richtig zu erfassen. Sie breiten sich fächerförmig über knapp 2/3 der rechten Seite des Bildes aus und interagieren mit farbsattem Himmel und untergehender Sonne. Der freie Himmelsbereich links im Bild, muss keinesfalls gefüllt sein, bildet er doch einen Kontrast zu eben der satt gefüllten 2/3-Seite des Bildes. Zudem wird erst durch den freien Himmel der Blick auf den rauchenden Kühlturm gelenkt, der einerseits eine Erklärung für die vielen Stromkabel liefert, aber auch darüber hinaus schon in der Sprache einer Metapher die Lichtwerdung durch vom Strom gespeiste Lampen vorweg nimmt, die nach Sonnenuntergang der Erhellung dienen. - Dem muss natürlich nicht so sein, aber mit etwas Muse und geschultem Auge erkennt man im Bild weit mehr, als nur das Offensichtliche. Der als zeichnungslos angemahnte Vordergrund bekommt bei einer Kontrastverstärkung Silhouettencharakter und darf dann gerne ganz schwarz sein, wenn auch der weiße Rauch dann etwas verlieren würde. Hier wäre eine vorherige Aussparung des Rauchs wünschenswert, um diesen nachher als weißen Fleck - können Flecken eigentlich weiß sein - zu behalten und damit das Augenmerk auf den Turm, der sonst untergeht, zu erhöhen. Natürlich stellt auch das nur eine Variante dar, man könnte der geforderten Zeichnung durchaus Raum gebe. Bei einem See, dem Meer oder allgemein einer hinführenden Fläche zum Sonnenuntergang, ist Zeichnung im Vordergrund sicher gut. Die Fläche gewinnt an Licht und unterstreicht die Hinführung zur untergehenden Lichtgeberin deutlich. Der unruhige Vordergrund des Bildes vermag das aber nicht zu tun, weil er nicht gleichermaßen vom Restlicht bestrichen werden kann und sich Lichtkanten bzw. Schattenbereiche ausbilden, die den Blick auf ihrem Weg in die Ferne (zum Sonnenuntergang) hindern. Es ergibt sich eben keine Fläche, sondern quasi eine Berg- und Talbahn, die dem Betrachter nur die Möglichkeit gibt sich auf jeweils eine Ebene zu konzentrieren, aber nicht das Bild in seiner ganzen Tiefe aufzunehmen. Die Bildwirkung wird geteilt, die Aufmerksamkeit entsprechend und eine Gesamtwirkung kann sich nur mit viel Fantasie des Betrachtes entfalten. Eine andere Titelwahl könnte den Betrachter hierbei richtungsgebend lenken und ihn die Dinge erkennen lassen, die stärker wirken als der Sonnenuntergang. Die angesprochene Vignettierung ist eher keine, sondern der ganz natürliche Randlichtabfall, der besonders bei kurzen Brennweiten deutliche zu sehen ist. Selbst, wenn im Bild eine Vignettierung zu sehen wäre, die durch das Objektiv verursacht wäre, hätte die Fotografin alles richtig gemacht, indem er immerhin mit Blende 18 fotografiert hat, also deutlich abgedunkelt hat und damit den vignettierungsfreien Bildkreis deutlich vergrößert hat - ob das gewollt war oder eher Zufall, da die Kamera bei Gegenlichtsituationen ohnehin weit abgeblendet werden muss, bleibt ihr Geheimnis. [/QUOTE]
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