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Blender 2.80 jetzt herunterladen
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<blockquote data-quote="DoctorG" data-source="post: 2771555" data-attributes="member: 432756"><p>Die 3D-Welt ist grundsätzlich eine komplexe Materie. Darum müssen eigentlich alle 3D-Programme hier Wege gehen, die die üblichen Applikationen zur Text- oder Tabelleneingabe nicht benötigten. So ist es hier z.B. bei 3D-Konstruktionen nicht selten, dass man eine zweite 3D-Maus benutzt. Ähnliches haben vielleicht noch 2D-Zeichner mit ihren Tablets - und da ist ja dann die Bedienung auch schon gewöhnungsbedürftiger als etwa bei Office-Paketen. 3D-Entwicklungen bestehen nicht darin, dass man etwas linear in eine Datei schreibt. Vielmehr liegen hier grundverschiedene Ebenen übereinander: ein 3D-Gerüst, dessen "Skins" - bestehend aus Material, Textur und Mapping, die Lichtsteuerung für die Szene, den Renderer und ggf. die Animationseinheit usw. Es ist eher so als würde man bei Word immer gleich neue Buchstaben (Glyphen) und Papiertypen erarbeiten müssen. Die oben beschriebenen Editoren sind teilweise so komplex, dass sie in professionelleren Umgebungen eigene Jobs begründen. Da gibt es etwa Render-Spezialisten, die praktisch mit der 3D-Konstruktion nichts zu tun haben - oder 3D-Designer, die ihre "Drahtmodelle" an den UV-Mapping-Kollegen weiterreichen - weil "naive" Ansätze zu Ergebnissen in Heimwerker-Qualität und nicht in professioneller Qualität führen würden. Tatsächlich geht die Blender-Ausstattung so weit, dass auch solche Experten in ihrer Tiefe beim Arbeiten unterstützt werden. Natürlich geht man da verloren, wenn man da als "Besucher" mal kurz drüberlünsert.So - nun will ich die Lanze für Blender inkl. der alten 2.79er brechen ;-): Wenn man sich mit dem 3D-Workflow und den von der Sache her grundunterschiedlichen Editoren dazu beschäftigt, dann merkt man - m.E. - dass die Entwickler bereits hier recht konsistente Wege gefunden haben, um Eingaben zu ermöglichen. Aber: Blender - wie auch die anderen großen Namen - sind Fachtools und keine Consumer-Software wie etwa Browser oder Messenger. Eigentlich entwickelt man damit - ähnlich wie mit Programmiersystemen. Und ähnlich wie bei Programmiersystemen muss man die Kenntnisse zum Entwickeln auch damit mitbringen. Bei nahezu jeder Programmiersprache würde man die frustrierende Erfahrung machen, dass irgendwie nix selbsterklärend ist (was ja auch stimmt) - nur erwartet man das da wohl gar nicht anders. Da kann uns eine Textverarbeitung etwa mit dem aufgeschlagenen virtuellen Blatt natürlich ganz anders abholen, weil wir schon aus dem Alltag wissen, was Schreiben ist.Kurz gesagt: kein 3D-Tool, dass komplexere Ergebnisse ermöglicht, kann derzeit - leider - kompensieren, dass User den 3D-Workflow nicht kennen. Weil man Blender aber kostenlos runterladen kann, machen viele User diese Erfahrung leider damit und folgern nicht "3D ist kompliziert" sondern "Blender ist kompliziert". Mit Maya oder Cinema4D kommt man ja so zum Rumprobieren eigentlich nicht - man braucht eine Lizenz. Und so eine 30-Tage Demo-Version holt man sich auch nicht bei x-tausend-Euro-Tools, wenn man nicht doch eine Kaufabsicht hat. Ein Bisschen blöd für Blender - so hält sich der Mythos, dass das eben Open Source ist und kommerzielle Tools das ganz sicher besser können. Stimmt ja manchmal auch (Gimp vs. Photoshop - schon die früher mal nötigen zwei Downloads bei Gimp etc.). Bei 3D mache ich die Beobachtung, dass die kommerziellen Tools keinen besonderen Vorsprung haben. Aber auch wenn Blender insgesamt durchaus rund war - und man sich als User bei vielen Konzepten fragt, warum Microsoft das bei Windows nicht auch schon mal so gemacht hat - ist es natürlich keineswegs perfekt. Die neue Version behebt ja schon viel (... also ging es ja besser ...) - und natürlich bleibt auch dann wieder viel zu verbessern. Aber das ist ja bei den kommerziellen Anbietern nicht anders. Die haben ja auch einen hohen Reifegrad und viele Verbesserungs-Iterationen hinter sich.Wenn man einen wirklichen Bedarf an einem 3D-Tool mit gutem Render-Output hat, dann ist Blender m.E. schon eine gute Anlaufstelle. Einarbeitungszeit benötigen alle diese Werkzeuge. Eine andere Frage ist der Ziel-Output. Falls man gar nicht foto-realistisch rendern will sondern technisch konstruieren und bei Shapeways Teile drucken lassen will, dann mag FreeCAD oder sogar irgendein In-Browser-Tool aber besser sein. Schon weil man weniger Editor-Verwirrung hat, weil die dann nur überflüssige Ausstattung nicht immer im (Maus-) Weg liegt.</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="DoctorG, post: 2771555, member: 432756"] Die 3D-Welt ist grundsätzlich eine komplexe Materie. Darum müssen eigentlich alle 3D-Programme hier Wege gehen, die die üblichen Applikationen zur Text- oder Tabelleneingabe nicht benötigten. So ist es hier z.B. bei 3D-Konstruktionen nicht selten, dass man eine zweite 3D-Maus benutzt. Ähnliches haben vielleicht noch 2D-Zeichner mit ihren Tablets - und da ist ja dann die Bedienung auch schon gewöhnungsbedürftiger als etwa bei Office-Paketen. 3D-Entwicklungen bestehen nicht darin, dass man etwas linear in eine Datei schreibt. Vielmehr liegen hier grundverschiedene Ebenen übereinander: ein 3D-Gerüst, dessen "Skins" - bestehend aus Material, Textur und Mapping, die Lichtsteuerung für die Szene, den Renderer und ggf. die Animationseinheit usw. Es ist eher so als würde man bei Word immer gleich neue Buchstaben (Glyphen) und Papiertypen erarbeiten müssen. Die oben beschriebenen Editoren sind teilweise so komplex, dass sie in professionelleren Umgebungen eigene Jobs begründen. Da gibt es etwa Render-Spezialisten, die praktisch mit der 3D-Konstruktion nichts zu tun haben - oder 3D-Designer, die ihre "Drahtmodelle" an den UV-Mapping-Kollegen weiterreichen - weil "naive" Ansätze zu Ergebnissen in Heimwerker-Qualität und nicht in professioneller Qualität führen würden. Tatsächlich geht die Blender-Ausstattung so weit, dass auch solche Experten in ihrer Tiefe beim Arbeiten unterstützt werden. Natürlich geht man da verloren, wenn man da als "Besucher" mal kurz drüberlünsert.So - nun will ich die Lanze für Blender inkl. der alten 2.79er brechen ;-): Wenn man sich mit dem 3D-Workflow und den von der Sache her grundunterschiedlichen Editoren dazu beschäftigt, dann merkt man - m.E. - dass die Entwickler bereits hier recht konsistente Wege gefunden haben, um Eingaben zu ermöglichen. Aber: Blender - wie auch die anderen großen Namen - sind Fachtools und keine Consumer-Software wie etwa Browser oder Messenger. Eigentlich entwickelt man damit - ähnlich wie mit Programmiersystemen. Und ähnlich wie bei Programmiersystemen muss man die Kenntnisse zum Entwickeln auch damit mitbringen. Bei nahezu jeder Programmiersprache würde man die frustrierende Erfahrung machen, dass irgendwie nix selbsterklärend ist (was ja auch stimmt) - nur erwartet man das da wohl gar nicht anders. Da kann uns eine Textverarbeitung etwa mit dem aufgeschlagenen virtuellen Blatt natürlich ganz anders abholen, weil wir schon aus dem Alltag wissen, was Schreiben ist.Kurz gesagt: kein 3D-Tool, dass komplexere Ergebnisse ermöglicht, kann derzeit - leider - kompensieren, dass User den 3D-Workflow nicht kennen. Weil man Blender aber kostenlos runterladen kann, machen viele User diese Erfahrung leider damit und folgern nicht "3D ist kompliziert" sondern "Blender ist kompliziert". Mit Maya oder Cinema4D kommt man ja so zum Rumprobieren eigentlich nicht - man braucht eine Lizenz. Und so eine 30-Tage Demo-Version holt man sich auch nicht bei x-tausend-Euro-Tools, wenn man nicht doch eine Kaufabsicht hat. Ein Bisschen blöd für Blender - so hält sich der Mythos, dass das eben Open Source ist und kommerzielle Tools das ganz sicher besser können. Stimmt ja manchmal auch (Gimp vs. Photoshop - schon die früher mal nötigen zwei Downloads bei Gimp etc.). Bei 3D mache ich die Beobachtung, dass die kommerziellen Tools keinen besonderen Vorsprung haben. Aber auch wenn Blender insgesamt durchaus rund war - und man sich als User bei vielen Konzepten fragt, warum Microsoft das bei Windows nicht auch schon mal so gemacht hat - ist es natürlich keineswegs perfekt. Die neue Version behebt ja schon viel (... also ging es ja besser ...) - und natürlich bleibt auch dann wieder viel zu verbessern. Aber das ist ja bei den kommerziellen Anbietern nicht anders. Die haben ja auch einen hohen Reifegrad und viele Verbesserungs-Iterationen hinter sich.Wenn man einen wirklichen Bedarf an einem 3D-Tool mit gutem Render-Output hat, dann ist Blender m.E. schon eine gute Anlaufstelle. Einarbeitungszeit benötigen alle diese Werkzeuge. Eine andere Frage ist der Ziel-Output. Falls man gar nicht foto-realistisch rendern will sondern technisch konstruieren und bei Shapeways Teile drucken lassen will, dann mag FreeCAD oder sogar irgendein In-Browser-Tool aber besser sein. Schon weil man weniger Editor-Verwirrung hat, weil die dann nur überflüssige Ausstattung nicht immer im (Maus-) Weg liegt. [/QUOTE]
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