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Buch schreiben. Welches Programm?
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<blockquote data-quote="Caesarion2004" data-source="post: 2425107" data-attributes="member: 616563"><p>Da ich selbst jahrelang im Verlag mit Autoren und Manuskripten "konfrontiert" wurde, mal ein kleiner Zuruf aus der Praxis:</p><p>Also:</p><p></p><p>1) Ist es Dir mit dem Projekt überhaupt ernst? Hast Du das nötige Fachwissen für eine qualifizierte Arbeit im Bereich Belletristik und v.a. für das Sachbuch? (Bist Du Experte, hast Schreiberfahrungen, etc.?)</p><p>Kannst Du ein solches Projekt eventuell über Monate (Jahre -Gott bewahre!!) durchhalten - ohne dass Beruf, Familie, etc. Dich davon abhalten können? Wie ist dein Zeitplan für die Projekte - machst Du beide parallel oder sukzessive?</p><p></p><p>Ist Dir bewusst, dass Du wahrscheinlich kaum das Geld rausbekommst, dass Du in Zeit und Recherchen investierst? Selbst wenn Du einen Verlag findest und das Buch sich super toll verkauft? Du wirst in aller Regel nicht mal ansatzweise von dem Geld leben können! Das muss vorab ganz klar sein! (Falls Du den neuen Harry Potter oder Shades of Gray produzierst und Du idealerweise auch noch einen guten Vertrag dafür abgeschlossen hast, dann gilt meine Warnung natürlich nur eingeschränkt, aber das ist einer von Tausenden...)</p><p></p><p>Bist Du bereits unzählige Verlag mit Leseproben über einen eventuell langen Zeitraum anzuschreiben und Absagen zu riskieren? </p><p></p><p>Falls Dich 1) nicht abgeschreckt hat, dann weiter mit </p><p>2) Erkundige Dich vorab, welche Verlage thematisch für Dich in Frage kommen können und erkundige Dich vorab über deren eventuelles Interesse, Konditionen (Art der Kommunikation, Lieferung von Leseproben und Druckdateien (Text und Bilder) und deren gewünschtem Format, Datenträger, Termine, etc.) - Lektoren lieben solche Anfragen! <img src="data:image/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP///yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7" class="smilie smilie--sprite smilie--sprite1" alt=":-)" title="Smile :-)" loading="lazy" data-shortname=":-)" /></p><p>(Ach ja, das kann dauern!) <img src="data:image/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP///yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7" class="smilie smilie--sprite smilie--sprite1" alt=":-)" title="Smile :-)" loading="lazy" data-shortname=":-)" /></p><p></p><p>Beim ebook ist natürlich etwas mehr für Dich drin, wie vorhin schon jemand erwähnt hat. Es gilt aber auch hier: Du wirst nicht reich!</p><p></p><p>In der Regel werden Verlage von Dir (auch je nach Ausstattung, Professionalität sowie Buchumfang und dessen Ausstattung) in der Regel entweder Word-, InDesign- oder PDF-Dateien verlangen. QuarkExpress kann auch sein. Diese Dateien sollten bearbeitbar sein - also der Lektor schreibt dann Kommentare, Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge dazu. Ich habe InDesign-Dateien meiner Autoren bevorzugt, habe aber auch WORD genommen. Aber Achtung: Word kann Dir (oder dem Verlag) immer wieder mal Formate und anderes durcheinander werfen. Ich habe oft den Fall, dass gerade bei längeren Dokumenten (50-100 Seiten+) es zu Verschiebungen und anderen Fehlern kam. Bilder sind da ein Albtraum auf jeden Fall immer (v.a. für den Druck) separat an den Verlag schicken. InDesign wäre mir da am liebsten, aber das lohnt sich in der Anschaffung nur, wenn Du sicher und viel im professionellen Buchherstellen arbeiten willst. Sonst ist es ein teurer Spaß. Aber komfortabel. Für den Druck bzw. ebbok wird man idR sowieso PDFs erstellen. </p><p>LaTex (La-Tech gesprochen) wird tatsächlich verwendet, aber zunehmend zurückgedrängt. Würde ich mich nicht unbedingt damit rumschlagen - als Autor hast Du eher inhaltliche Sorgen. Notfalls nimm Writer oder Word, wenn Du Investitionen und Einarbeitungszeit sparen willst. InDesign wäre gut, aber da würde ich wirklich vorab den (für Dich richtigen) Verlag fragen, was er will/braucht und v.a. musst DU Dir sicher sein, dass Du wirklich Autor werden willst und das durchziehst!</p><p></p><p>Anmerkung: BILDRECHTE! Dafür trägst Du die Verantwortung. Der Verlag lässt sich das von Dir schriftlich bestätigen, dass Du die Rechte daran hast und Du haftest dafür, dass Du da niemandem auf seinen Rechten rumtrampelst. Nur als Hinweis!</p><p>Vorher also abstimmen!</p><p></p><p>Als Neuling wird man Dir erstmal die schlechtesten Konditionen reindrücken -egal welches Medium. Man kennt Dich nicht und kann Dich und Dein Werk nicht einschätzen. Gut wäre es wenn, Du Referenzen hättest. Also hänge die Erwartungen sehr tief, bevor Du zu viele Hoffnungen und Träume von kalter Ernüchterung hingemeuchelt siehst...</p><p>Ich empfehle, eine Karriere als Schriftsteller höchstens nebenberuflich zu riskieren. Dann sieht man ggfs. weiter...</p><p></p><p>Mit aufmunterndem Gruße (nach diesen Ausführungen)</p><p>Caesarion</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="Caesarion2004, post: 2425107, member: 616563"] Da ich selbst jahrelang im Verlag mit Autoren und Manuskripten "konfrontiert" wurde, mal ein kleiner Zuruf aus der Praxis: Also: 1) Ist es Dir mit dem Projekt überhaupt ernst? Hast Du das nötige Fachwissen für eine qualifizierte Arbeit im Bereich Belletristik und v.a. für das Sachbuch? (Bist Du Experte, hast Schreiberfahrungen, etc.?) Kannst Du ein solches Projekt eventuell über Monate (Jahre -Gott bewahre!!) durchhalten - ohne dass Beruf, Familie, etc. Dich davon abhalten können? Wie ist dein Zeitplan für die Projekte - machst Du beide parallel oder sukzessive? Ist Dir bewusst, dass Du wahrscheinlich kaum das Geld rausbekommst, dass Du in Zeit und Recherchen investierst? Selbst wenn Du einen Verlag findest und das Buch sich super toll verkauft? Du wirst in aller Regel nicht mal ansatzweise von dem Geld leben können! Das muss vorab ganz klar sein! (Falls Du den neuen Harry Potter oder Shades of Gray produzierst und Du idealerweise auch noch einen guten Vertrag dafür abgeschlossen hast, dann gilt meine Warnung natürlich nur eingeschränkt, aber das ist einer von Tausenden...) Bist Du bereits unzählige Verlag mit Leseproben über einen eventuell langen Zeitraum anzuschreiben und Absagen zu riskieren? Falls Dich 1) nicht abgeschreckt hat, dann weiter mit 2) Erkundige Dich vorab, welche Verlage thematisch für Dich in Frage kommen können und erkundige Dich vorab über deren eventuelles Interesse, Konditionen (Art der Kommunikation, Lieferung von Leseproben und Druckdateien (Text und Bilder) und deren gewünschtem Format, Datenträger, Termine, etc.) - Lektoren lieben solche Anfragen! :-) (Ach ja, das kann dauern!) :-) Beim ebook ist natürlich etwas mehr für Dich drin, wie vorhin schon jemand erwähnt hat. Es gilt aber auch hier: Du wirst nicht reich! In der Regel werden Verlage von Dir (auch je nach Ausstattung, Professionalität sowie Buchumfang und dessen Ausstattung) in der Regel entweder Word-, InDesign- oder PDF-Dateien verlangen. QuarkExpress kann auch sein. Diese Dateien sollten bearbeitbar sein - also der Lektor schreibt dann Kommentare, Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge dazu. Ich habe InDesign-Dateien meiner Autoren bevorzugt, habe aber auch WORD genommen. Aber Achtung: Word kann Dir (oder dem Verlag) immer wieder mal Formate und anderes durcheinander werfen. Ich habe oft den Fall, dass gerade bei längeren Dokumenten (50-100 Seiten+) es zu Verschiebungen und anderen Fehlern kam. Bilder sind da ein Albtraum auf jeden Fall immer (v.a. für den Druck) separat an den Verlag schicken. InDesign wäre mir da am liebsten, aber das lohnt sich in der Anschaffung nur, wenn Du sicher und viel im professionellen Buchherstellen arbeiten willst. Sonst ist es ein teurer Spaß. Aber komfortabel. Für den Druck bzw. ebbok wird man idR sowieso PDFs erstellen. LaTex (La-Tech gesprochen) wird tatsächlich verwendet, aber zunehmend zurückgedrängt. Würde ich mich nicht unbedingt damit rumschlagen - als Autor hast Du eher inhaltliche Sorgen. Notfalls nimm Writer oder Word, wenn Du Investitionen und Einarbeitungszeit sparen willst. InDesign wäre gut, aber da würde ich wirklich vorab den (für Dich richtigen) Verlag fragen, was er will/braucht und v.a. musst DU Dir sicher sein, dass Du wirklich Autor werden willst und das durchziehst! Anmerkung: BILDRECHTE! Dafür trägst Du die Verantwortung. Der Verlag lässt sich das von Dir schriftlich bestätigen, dass Du die Rechte daran hast und Du haftest dafür, dass Du da niemandem auf seinen Rechten rumtrampelst. Nur als Hinweis! Vorher also abstimmen! Als Neuling wird man Dir erstmal die schlechtesten Konditionen reindrücken -egal welches Medium. Man kennt Dich nicht und kann Dich und Dein Werk nicht einschätzen. Gut wäre es wenn, Du Referenzen hättest. Also hänge die Erwartungen sehr tief, bevor Du zu viele Hoffnungen und Träume von kalter Ernüchterung hingemeuchelt siehst... Ich empfehle, eine Karriere als Schriftsteller höchstens nebenberuflich zu riskieren. Dann sieht man ggfs. weiter... Mit aufmunterndem Gruße (nach diesen Ausführungen) Caesarion [/QUOTE]
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