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<blockquote data-quote="Caesarion2004" data-source="post: 2425697" data-attributes="member: 616563"><p>Das ist gut, dass Du keinen Illusionen anhängst und nicht schon einen Tresor für das zu erwartende Kleingeld bestellt hast... <img src="data:image/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP///yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7" class="smilie smilie--sprite smilie--sprite1" alt=":-)" title="Smile :-)" loading="lazy" data-shortname=":-)" /></p><p>Zeitrahmen sind immer so eine Sache, meistens werden sie torpediert, aber mit viel Selbstdisziplin und Ausdauer geht vieles. </p><p>Ich bewundere deinen Enthusiasmus und es bietet sich auch an, eigene Übersetzungs- und Koordinierarbeit gleich weiter zu verarbeiten bzw. zu vermarkten. Aber ich würde bei den Verhandlungen "den Laien" nicht so betonen, im Gegenteil. Das mindert deinen Wert, egal wie konkurrenzlos/einmalig dein Werk dann letztendlich ist. Dann würde ich Dir raten, dass Du Dir da rechtzeitig eine Strategie ausdenkst. </p><p></p><p>Zu den Bildrechten: </p><p>Vorab: Ich mache keine Rechtsberatung, bin kein Jurist, sage hier höchstens unverbindlich und privat meine Meinung und erzähle aus Erfahrungen. Nichts davon muss (heute noch) stimmen oder in jedem Fall zutreffen! Der Teufel steckt im Detail! Im Zweifelsfall IMMER von einem Problem ausgehen und ein Rechtsanwalt für Medienrecht ist da immer die beste Wahl!</p><p></p><p>Also:</p><p>Heikle Sache, hängt davon welche Software (kommerziell, Freeware, etc.), was ist abgebildet (eigene/Fremdarbeit). Im Zweifelsfall immer davon ausgehen, dass Du in einem fremden Teich fischst.... :-(</p><p>Weißt Du schon, was Du wie abbilden willst? Welche Daten Du verwendest?</p><p>Beispiel: Ich hatte mal einen Fall, bei dem ging es um spezielle Firmensoftware eines deutschen Automobilkonzerns für einen Band. Die Abbildung zeigt einen internen Ablauf sowie deren eigene Software (bzw. Adaption). Der Autor (war Firmenangehöriger, was die Sache vereinfachte!) benötigte die Freigabe seines Arbeitgebers für a) den Prozess (Zahlen, Versuchsergebnisse, Testbilder, etc.), b) die abgebildete Software und c) seine Anmerkungen dazu. </p><p>Es kann einen Unterschied bedeuten, ob Du eine kommerzielle Verwendung anstrebst oder das ganze umsonst "für den Segen der Menschheit" machst (z.B. Tutorials, die ja eher noch Werbung für das Produkt sind). Eventuell kannst Du es ja auch dem bisherigen Rechteinhaber bzw. dem ausländischen Verlag oder der Softwarefirma anbieten. Allerdings rate ich da aus mehreren Gründen davon ab und erwähne es nur der Vollständigkeit halber.</p><p>Prinzipiell ist es für den Autor immer eine gute Sache, sich schriftliche Genehmigungen des Rechteinhabers geben zu lassen. Gerade heutzutage, wo Medienrecht noch halbwegs flüssig ist und man zunehmend für alles Geld (Lizenzen) verlangen kann. Insbesondere US-Konzerne sind da die reinsten Geier. Da bist Du schnell mit ein paar Hundert Euro/Dollar pro Bild/Logo dabei, für das sie Dir keine Verwendungsrechte abgetreten haben.</p><p>Du musst eh aufpassen, da alleine schon deine Übersetzung eines rechtlich geschützten Fachbuches (mehrerer Bücher?) grenzwertig nahe an der Verletzung des Urheberrechts sein kann. Die Übersetzung eines Buches in eine andere Sprache ist nämlich meist ebenfalls geschützt. Also, sei gewarnt bei deiner "Übersetzung". Das ist dann besser ein kreatives Eigenprodukt, dass sich eindeutig aus mehreren Quellen speist. Zitieren ist gegebenenfalls auch nicht schlecht. </p><p>Also, eher vorsichtig sein und vorher anfragen. Auch gut gemeinte Projekte ohne (größere) kommerzielle Intention können nachher vor dem Kadi enden. </p><p>Ob Du da mit InDesign, Scribus, LaTeX, Word oder Writer gearbeitet hast, ist da dann eh egal... <img src="data:image/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP///yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7" class="smilie smilie--sprite smilie--sprite1" alt=":-)" title="Smile :-)" loading="lazy" data-shortname=":-)" /></p><p></p><p>Den "Optimisten mit Lebenserfahrungen" bzw. "Realist mit selben Eigenschaften" kenne ich sehr gut... </p><p></p><p>Grüße</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="Caesarion2004, post: 2425697, member: 616563"] Das ist gut, dass Du keinen Illusionen anhängst und nicht schon einen Tresor für das zu erwartende Kleingeld bestellt hast... :-) Zeitrahmen sind immer so eine Sache, meistens werden sie torpediert, aber mit viel Selbstdisziplin und Ausdauer geht vieles. Ich bewundere deinen Enthusiasmus und es bietet sich auch an, eigene Übersetzungs- und Koordinierarbeit gleich weiter zu verarbeiten bzw. zu vermarkten. Aber ich würde bei den Verhandlungen "den Laien" nicht so betonen, im Gegenteil. Das mindert deinen Wert, egal wie konkurrenzlos/einmalig dein Werk dann letztendlich ist. Dann würde ich Dir raten, dass Du Dir da rechtzeitig eine Strategie ausdenkst. Zu den Bildrechten: Vorab: Ich mache keine Rechtsberatung, bin kein Jurist, sage hier höchstens unverbindlich und privat meine Meinung und erzähle aus Erfahrungen. Nichts davon muss (heute noch) stimmen oder in jedem Fall zutreffen! Der Teufel steckt im Detail! Im Zweifelsfall IMMER von einem Problem ausgehen und ein Rechtsanwalt für Medienrecht ist da immer die beste Wahl! Also: Heikle Sache, hängt davon welche Software (kommerziell, Freeware, etc.), was ist abgebildet (eigene/Fremdarbeit). Im Zweifelsfall immer davon ausgehen, dass Du in einem fremden Teich fischst.... :-( Weißt Du schon, was Du wie abbilden willst? Welche Daten Du verwendest? Beispiel: Ich hatte mal einen Fall, bei dem ging es um spezielle Firmensoftware eines deutschen Automobilkonzerns für einen Band. Die Abbildung zeigt einen internen Ablauf sowie deren eigene Software (bzw. Adaption). Der Autor (war Firmenangehöriger, was die Sache vereinfachte!) benötigte die Freigabe seines Arbeitgebers für a) den Prozess (Zahlen, Versuchsergebnisse, Testbilder, etc.), b) die abgebildete Software und c) seine Anmerkungen dazu. Es kann einen Unterschied bedeuten, ob Du eine kommerzielle Verwendung anstrebst oder das ganze umsonst "für den Segen der Menschheit" machst (z.B. Tutorials, die ja eher noch Werbung für das Produkt sind). Eventuell kannst Du es ja auch dem bisherigen Rechteinhaber bzw. dem ausländischen Verlag oder der Softwarefirma anbieten. Allerdings rate ich da aus mehreren Gründen davon ab und erwähne es nur der Vollständigkeit halber. Prinzipiell ist es für den Autor immer eine gute Sache, sich schriftliche Genehmigungen des Rechteinhabers geben zu lassen. Gerade heutzutage, wo Medienrecht noch halbwegs flüssig ist und man zunehmend für alles Geld (Lizenzen) verlangen kann. Insbesondere US-Konzerne sind da die reinsten Geier. Da bist Du schnell mit ein paar Hundert Euro/Dollar pro Bild/Logo dabei, für das sie Dir keine Verwendungsrechte abgetreten haben. Du musst eh aufpassen, da alleine schon deine Übersetzung eines rechtlich geschützten Fachbuches (mehrerer Bücher?) grenzwertig nahe an der Verletzung des Urheberrechts sein kann. Die Übersetzung eines Buches in eine andere Sprache ist nämlich meist ebenfalls geschützt. Also, sei gewarnt bei deiner "Übersetzung". Das ist dann besser ein kreatives Eigenprodukt, dass sich eindeutig aus mehreren Quellen speist. Zitieren ist gegebenenfalls auch nicht schlecht. Also, eher vorsichtig sein und vorher anfragen. Auch gut gemeinte Projekte ohne (größere) kommerzielle Intention können nachher vor dem Kadi enden. Ob Du da mit InDesign, Scribus, LaTeX, Word oder Writer gearbeitet hast, ist da dann eh egal... :-) Den "Optimisten mit Lebenserfahrungen" bzw. "Realist mit selben Eigenschaften" kenne ich sehr gut... Grüße [/QUOTE]
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