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Das große ß
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<blockquote data-quote="Leila Stern" data-source="post: 2657365" data-attributes="member: 717392"><p>Angeregt zur Eröffnung dieses Stranges hat mich <em>Jens Hammerschmidt</em>, von welchem ich die Neuigkeit vernahm: „NUN DARF OFFIZIELL „GROẞ“ GESCHRIEBEN WERDEN.“ – Hätte ihm <em>Trantuete</em> nicht geantwortet, dann würde dieser Strang nicht existieren.</p><p></p><p><em>Trantuete</em> schrieb: „Und wieder wird im Dienste der Stupidisierung eine historisch begründete Eigenheit flachgebügelt. […]“ Und weiter: „Mir persönlich erschließt sich ohnehin nicht, welchen Sinn ellenlange Überschriften in Versalien haben sollen. Der besseren Lesbarkeit werden sie kaum dienlich sein.“</p><p></p><p>Damit ein jeder auf meine konfusen Aussagen gezielt antworten kann, numeriere ich sie. – Vorab gebe ich jedoch bekannt, daß dieses mein erstes deutschsprachiges Wörterbuch war:</p><p></p><p></p><p>Das folgende Bild zeigt einen meinen ersten Versuche, eine Kurzgeschichte in deutscher Sprache zu verfassen; und wie man sieht: Schon als Backfisch vermochte ich die Buchstaben„S“, „s“, „ß“ und „ſ“ orthographisch korrekt in die mir damals bekannten deutschen Wörter einzufügen.</p><p></p><p></p><p></p><ol> <li data-xf-list-type="ol">Ich bin derselben Meinung wie <em>Trantuete</em>, welcher der Meinung ist, daß die ‚Rechtschreibreform‘ eine Volksverblödungsmaßnahe war.</li> <li data-xf-list-type="ol">Zudem halte ich die deutschen Kultusminister für die Zerstörer der deutschen Schriftkultur.</li> <li data-xf-list-type="ol">Die Rechtschreibreform (an welche sich nur die Schüler und Beamten zu halten haben, halte ich für einen Versuch der Gleichmacherei – genauer: für das Bestreben, all und jeden auf ihr niederträchtiges intellektuelles Niveau herabzuziehen.</li> <li data-xf-list-type="ol">Was die Rechtschreibreform den Deutschen brachte: Eine babylonische Schriftverwirrung! – Darf künftig wieder „Schloßstraße“ statt „Schlossstrasse“ geschrieben werden, oder gar „Schloßstraße“ in Großbuchstaben: „SCHLOßSTRßE“?</li> <li data-xf-list-type="ol">Daß ich die deutschen Kultusminister allesamt für Verräter der deutschen Schriftkultur halte, bekenne ich an dieser Stelle freimütig. Ich halte sie für die Verderber der deutschen Schriftkultur.</li> <li data-xf-list-type="ol">Zudem: Daß die Reform der deutschen Rechtschreibung nicht vom Volk, sondern wieder es verordnet wurde (wenn auch nur auf die Schüler und Beamten beschränkt), zeigt mir an, daß die Deutschen noch immer gerne auf Diktatoren hören.</li> <li data-xf-list-type="ol">Tatsache ist: Die Reform der deutschen Rechtschreibreform kam nicht zur Volksabstimmung. – Weshalb nicht? Deshalb: Weil das in Deutschland herrschende politische System kein direktdemokratisches, sondern ein pseudodemokratisches und mithin ein diktatorisches ist.</li> <li data-xf-list-type="ol">Wenn <em>Jens Hammerschmidt</em> mitteilt: „NUN DARF OFFIZIELL „GROẞ“ GESCHRIEBEN WERDEN“, dann könnte man aus dieser Mitteilung eine Erleichterung herauslesen: Wir dürfen offiziell wieder etwas tun, was ehemals verboten war.</li> <li data-xf-list-type="ol">Auf den <a href="http://www.rechtschreibrat.com/" target="_blank">„Rat <em>für</em> deutsche Rechtschreibung“</a> scheiße ich deshalb, weil er seit seiner Einsetzung <em>wider</em> die deutsche Rechtschreibung handelt.</li> <li data-xf-list-type="ol">Auf das große „ß“ hoffte ich deshalb nicht, weil seit der Rechtschreibreform viele deutschen Muttersprachler (und Menschen, die Deutsch als Fremdsprache erlernten) nicht mehr zwischen „das“ und „daß“ (bzw. „dass“) zu unterscheiden wissen.</li> </ol></blockquote><p></p>
[QUOTE="Leila Stern, post: 2657365, member: 717392"] Angeregt zur Eröffnung dieses Stranges hat mich [I]Jens Hammerschmidt[/I], von welchem ich die Neuigkeit vernahm: „NUN DARF OFFIZIELL „GROẞ“ GESCHRIEBEN WERDEN.“ – Hätte ihm [I]Trantuete[/I] nicht geantwortet, dann würde dieser Strang nicht existieren. [I]Trantuete[/I] schrieb: „Und wieder wird im Dienste der Stupidisierung eine historisch begründete Eigenheit flachgebügelt. […]“ Und weiter: „Mir persönlich erschließt sich ohnehin nicht, welchen Sinn ellenlange Überschriften in Versalien haben sollen. Der besseren Lesbarkeit werden sie kaum dienlich sein.“ Damit ein jeder auf meine konfusen Aussagen gezielt antworten kann, numeriere ich sie. – Vorab gebe ich jedoch bekannt, daß dieses mein erstes deutschsprachiges Wörterbuch war: Das folgende Bild zeigt einen meinen ersten Versuche, eine Kurzgeschichte in deutscher Sprache zu verfassen; und wie man sieht: Schon als Backfisch vermochte ich die Buchstaben„S“, „s“, „ß“ und „ſ“ orthographisch korrekt in die mir damals bekannten deutschen Wörter einzufügen. [LIST=1] [*]Ich bin derselben Meinung wie [I]Trantuete[/I], welcher der Meinung ist, daß die ‚Rechtschreibreform‘ eine Volksverblödungsmaßnahe war. [*]Zudem halte ich die deutschen Kultusminister für die Zerstörer der deutschen Schriftkultur. [*]Die Rechtschreibreform (an welche sich nur die Schüler und Beamten zu halten haben, halte ich für einen Versuch der Gleichmacherei – genauer: für das Bestreben, all und jeden auf ihr niederträchtiges intellektuelles Niveau herabzuziehen. [*]Was die Rechtschreibreform den Deutschen brachte: Eine babylonische Schriftverwirrung! – Darf künftig wieder „Schloßstraße“ statt „Schlossstrasse“ geschrieben werden, oder gar „Schloßstraße“ in Großbuchstaben: „SCHLOßSTRßE“? [*]Daß ich die deutschen Kultusminister allesamt für Verräter der deutschen Schriftkultur halte, bekenne ich an dieser Stelle freimütig. Ich halte sie für die Verderber der deutschen Schriftkultur. [*]Zudem: Daß die Reform der deutschen Rechtschreibung nicht vom Volk, sondern wieder es verordnet wurde (wenn auch nur auf die Schüler und Beamten beschränkt), zeigt mir an, daß die Deutschen noch immer gerne auf Diktatoren hören. [*]Tatsache ist: Die Reform der deutschen Rechtschreibreform kam nicht zur Volksabstimmung. – Weshalb nicht? Deshalb: Weil das in Deutschland herrschende politische System kein direktdemokratisches, sondern ein pseudodemokratisches und mithin ein diktatorisches ist. [*]Wenn [I]Jens Hammerschmidt[/I] mitteilt: „NUN DARF OFFIZIELL „GROẞ“ GESCHRIEBEN WERDEN“, dann könnte man aus dieser Mitteilung eine Erleichterung herauslesen: Wir dürfen offiziell wieder etwas tun, was ehemals verboten war. [*]Auf den [URL='http://www.rechtschreibrat.com/']„Rat [I]für[/I] deutsche Rechtschreibung“[/URL] scheiße ich deshalb, weil er seit seiner Einsetzung [I]wider[/I] die deutsche Rechtschreibung handelt. [*]Auf das große „ß“ hoffte ich deshalb nicht, weil seit der Rechtschreibreform viele deutschen Muttersprachler (und Menschen, die Deutsch als Fremdsprache erlernten) nicht mehr zwischen „das“ und „daß“ (bzw. „dass“) zu unterscheiden wissen. [/LIST] [/QUOTE]
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