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Eine Schande für die gesamte Design-Branche
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<blockquote data-quote="dagdavincy" data-source="post: 2759959" data-attributes="member: 585415"><p>@Stefan_RiedlZunächst mal Danke, daß Du - und wie Du, das wichtige Thema eröffnet hast.Nein, ich finde es in Ordnung, wenn hier immer wieder qualifizierte Tutorials angeboten werden und in Threads Hilfestellung für Quereinsteiger bereit gestellt wird. Oft genug wird dabei auch ersichtlich, welch breites Wissen und Erfahrung notwendig sind um "gute" Gestaltung zu erhalten. Ja, oft genug fallen die besten Tipps auf sehr unfruchtbaren Boden. Die so entstandenen Surrogate sind meist nicht mal 5€ wert. Das ist NICHT den Ratschlägen geschuldet!Zum Thema Billigheimer:Binnen 40 Berufsjahren als Gestalter für verschiedenste Branchen, musste ich zur Kenntnis nehmen, daß die Welt sich dreht und die Märkte immer in Bewegung sind. Nur auf die Veränderung ist Verlass.Wer eine Armbanduhr auf dem Jahrmarkt für 10€ kauft darf für den Batteriewechsel 5€+ im Fachgeschäft löhnen. Ansonsten verkauft der Fachhändler für Uhren und Schmuck gerne Cartier, Omega und andere Edelmarken mit Garantie auf Ersatzteile, Reparatur und Nachsorge.Überflüssig sind die Klagen, wenn Verbrauchermärkte auf billigem Bodenpreis vor der Stadt, mit Kampfpreisen und reichlich Parkmöglichkeit einen Großteil der Kunden nehmen. Wo Fachhändler in der City sich auf ihre Stärken besonnen haben und sich auf neue auch gemeinsame Marketinganstrengungen einigen konnten blieb der Schaden begrenzt.Das prophezeite Apothekensterben anläßlich der Internet-Apotheke blieb aus. Selbst Doc-Morris als "Die" Web-Apotheke mit Filialen vor Ort, ist kläglich gescheitert. Die Filialkette ist inzwischen so gut wie unverkäuflich.Ich könnte weitere Beispiele wie Baumärkte kontra Handwerksbetriebe aufzählen. Allen gemeinsam ist die Be- oder Verdrängung durch "Billiganbieter".Die Lösungsansätze sind nicht so seeehr unterschiedlich. Es geht um Sortimentsbereinigung, Beratungs- bzw. Fachkompetenz, Qualitätsstandards und Serviceangebote die qualifizierte Fachbetriebe in der Regel zwar vorhalten aber oft zu wenig komunizieren/unterstreichen - sich dessen nicht bewusst sind. Über den Preiskampf läßt sich kein Blumentopf retten.Das gilt auch für Design-Dienstleistungen!Auch die traditionierte Printbranche hat in den 90ern durch Copyshops, WWWeb und Hobby-Artisten Umsatzeinbrüche erlebt. Die Antwort waren Zusammenschlüsse, Einstieg in IT-Technik und Spezialisierung bzw. Sortimentsbereinigung.MfG</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="dagdavincy, post: 2759959, member: 585415"] @Stefan_RiedlZunächst mal Danke, daß Du - und wie Du, das wichtige Thema eröffnet hast.Nein, ich finde es in Ordnung, wenn hier immer wieder qualifizierte Tutorials angeboten werden und in Threads Hilfestellung für Quereinsteiger bereit gestellt wird. Oft genug wird dabei auch ersichtlich, welch breites Wissen und Erfahrung notwendig sind um "gute" Gestaltung zu erhalten. Ja, oft genug fallen die besten Tipps auf sehr unfruchtbaren Boden. Die so entstandenen Surrogate sind meist nicht mal 5€ wert. Das ist NICHT den Ratschlägen geschuldet!Zum Thema Billigheimer:Binnen 40 Berufsjahren als Gestalter für verschiedenste Branchen, musste ich zur Kenntnis nehmen, daß die Welt sich dreht und die Märkte immer in Bewegung sind. Nur auf die Veränderung ist Verlass.Wer eine Armbanduhr auf dem Jahrmarkt für 10€ kauft darf für den Batteriewechsel 5€+ im Fachgeschäft löhnen. Ansonsten verkauft der Fachhändler für Uhren und Schmuck gerne Cartier, Omega und andere Edelmarken mit Garantie auf Ersatzteile, Reparatur und Nachsorge.Überflüssig sind die Klagen, wenn Verbrauchermärkte auf billigem Bodenpreis vor der Stadt, mit Kampfpreisen und reichlich Parkmöglichkeit einen Großteil der Kunden nehmen. Wo Fachhändler in der City sich auf ihre Stärken besonnen haben und sich auf neue auch gemeinsame Marketinganstrengungen einigen konnten blieb der Schaden begrenzt.Das prophezeite Apothekensterben anläßlich der Internet-Apotheke blieb aus. Selbst Doc-Morris als "Die" Web-Apotheke mit Filialen vor Ort, ist kläglich gescheitert. Die Filialkette ist inzwischen so gut wie unverkäuflich.Ich könnte weitere Beispiele wie Baumärkte kontra Handwerksbetriebe aufzählen. Allen gemeinsam ist die Be- oder Verdrängung durch "Billiganbieter".Die Lösungsansätze sind nicht so seeehr unterschiedlich. Es geht um Sortimentsbereinigung, Beratungs- bzw. Fachkompetenz, Qualitätsstandards und Serviceangebote die qualifizierte Fachbetriebe in der Regel zwar vorhalten aber oft zu wenig komunizieren/unterstreichen - sich dessen nicht bewusst sind. Über den Preiskampf läßt sich kein Blumentopf retten.Das gilt auch für Design-Dienstleistungen!Auch die traditionierte Printbranche hat in den 90ern durch Copyshops, WWWeb und Hobby-Artisten Umsatzeinbrüche erlebt. Die Antwort waren Zusammenschlüsse, Einstieg in IT-Technik und Spezialisierung bzw. Sortimentsbereinigung.MfG [/QUOTE]
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