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<blockquote data-quote="LikeLowLight" data-source="post: 2707762"><p>Meine Erfahrung ist die, dass man sich vom Empfinden, das ein Foto an sich auslöst, frei machen muss und es ganz distanziert auf die Eignung für einen bestimmten Zweck beurteilen muss.</p><p>So eine Vorliebe steht nur dem eigentlichen Ziel im Weg. Das mag hart klingen, erspart jedoch vieles.</p><p>Obwohl das Bemühen, originelle Designs zu kreieren und nicht vorhandene Vorlagen nachzumachen, immer das Ziel sein muss ist es doch so, dass man auf bekannte und allgemein verständliche Gewohnheiten des Sehens aufbauen muss. In den "Galaktischen Küssen" trifft das alles voll zu. Das Model hat ein "außerirdisches" Lippenmakup, einen futuristisch wirkenden Schmuck, der dunkle Hintergrund mit den Sternen. Die Schriftart des Titels kann von einem Filmtitel eines SF-Blockbusters stammen. Alles in jeder Hinsicht aufeinander abgestimmt, bekannt, vertraut und trotzdem nicht nachgemacht. Gerade so vertraut, dass man emotional sofort ein bekanntes Empfinden aufbaut. Dazu die Farbstimmung, die in ihrer Wärme zum Titel passt.</p><p>Ganz anders die "Kubanische Küsse". Das Porträt mit dem Lippenmakeup führt mich nicht nach Kuba. So hübsch sie ist, ich käme nie auf die Idee, dass sie mit Kuba in Verbindung steht. Die harte Schrift (Form und Farbe) assoziiere ich weder mit Liebesgefühlen noch mit Kuba. Den Rest der Unstimmigkeiten habe ich ohnehin schon beschrieben.</p><p>Wie schon beschrieben, muss man, ob man will oder nicht, auf bekanntes, wenn Du willst, auf Klischees, zurückgreifen. Das muss sehr subtil geschehen, ansonsten ist man sehr rasch beim Nachmachen. Für mich sind die Potter-Bücher von J.K.Rowling ein herausragendes Beispiel dafür, wie alles, was bekannt ist samt allen Klischees, genutzt werden kann, damit den Leser in eine sehr vertraute Umgebung setzt und nicht mit lauter neuen Gegebenheiten überfordert, aber trotzdem alles so neu und innovativ gestaltet, dass eben ein Riesenerfolg daraus wird.</p><p>Ich habe den Eindruck, dass Du sehr wohl ein Gefühl für das Gesamte hast und auch selbstkritisch genug bist, um ein Projekt lieber nicht abzuschließen. Es ist oft im persönlichen Umfeld nicht so einfach sachliche Kritik zu finden.</p><p>Ich wünsche Dir viel Erfolg.</p></blockquote><p></p>
[QUOTE="LikeLowLight, post: 2707762"] Meine Erfahrung ist die, dass man sich vom Empfinden, das ein Foto an sich auslöst, frei machen muss und es ganz distanziert auf die Eignung für einen bestimmten Zweck beurteilen muss. So eine Vorliebe steht nur dem eigentlichen Ziel im Weg. Das mag hart klingen, erspart jedoch vieles. Obwohl das Bemühen, originelle Designs zu kreieren und nicht vorhandene Vorlagen nachzumachen, immer das Ziel sein muss ist es doch so, dass man auf bekannte und allgemein verständliche Gewohnheiten des Sehens aufbauen muss. In den "Galaktischen Küssen" trifft das alles voll zu. Das Model hat ein "außerirdisches" Lippenmakup, einen futuristisch wirkenden Schmuck, der dunkle Hintergrund mit den Sternen. Die Schriftart des Titels kann von einem Filmtitel eines SF-Blockbusters stammen. Alles in jeder Hinsicht aufeinander abgestimmt, bekannt, vertraut und trotzdem nicht nachgemacht. Gerade so vertraut, dass man emotional sofort ein bekanntes Empfinden aufbaut. Dazu die Farbstimmung, die in ihrer Wärme zum Titel passt. Ganz anders die "Kubanische Küsse". Das Porträt mit dem Lippenmakeup führt mich nicht nach Kuba. So hübsch sie ist, ich käme nie auf die Idee, dass sie mit Kuba in Verbindung steht. Die harte Schrift (Form und Farbe) assoziiere ich weder mit Liebesgefühlen noch mit Kuba. Den Rest der Unstimmigkeiten habe ich ohnehin schon beschrieben. Wie schon beschrieben, muss man, ob man will oder nicht, auf bekanntes, wenn Du willst, auf Klischees, zurückgreifen. Das muss sehr subtil geschehen, ansonsten ist man sehr rasch beim Nachmachen. Für mich sind die Potter-Bücher von J.K.Rowling ein herausragendes Beispiel dafür, wie alles, was bekannt ist samt allen Klischees, genutzt werden kann, damit den Leser in eine sehr vertraute Umgebung setzt und nicht mit lauter neuen Gegebenheiten überfordert, aber trotzdem alles so neu und innovativ gestaltet, dass eben ein Riesenerfolg daraus wird. Ich habe den Eindruck, dass Du sehr wohl ein Gefühl für das Gesamte hast und auch selbstkritisch genug bist, um ein Projekt lieber nicht abzuschließen. Es ist oft im persönlichen Umfeld nicht so einfach sachliche Kritik zu finden. Ich wünsche Dir viel Erfolg. [/QUOTE]
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